Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 27.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Trump gewinnt in fünf Staaten bei US-Vorwahlen:
    Mit klaren Siegen in fünf US-Bundesstaaten hat Donald Trump seine Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner vergrößert. Laut mehreren Fernsehsendern gewann er in Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island. Bei den Demokraten konnte die frühere Außenministerin Hillary Clinton den Abstand zu ihrem parteiinternen Rivalen Bernie Sanders nahezu uneinholbar vergrößern. Clinton siegte klar in Maryland, Pennsylvania und Delaware; in Connecticut setzte sie sich nur knapp durch. Die Spitzenkandidaten werden auf Parteitagen im Sommer gekürt. Der Nachfolger für Präsident Barack Obama wird Anfang November gewählt.
    Spaniens König leitet Parlamentsauflösung ein:
    Nach dem Scheitern der Regierungsbildung in Spanien wird es Neuwahlen geben. König Felipe habe die Auflösung des Parlaments eingeleitet, da kein Kandidat für das Ministerpräsidentenamt genügend Rückhalt besitze, teilte der Palast mit. Die Wahl wird voraussichtlich Ende Juni stattfinden. Zuvor hatte der Chef der Sozialistischen Partei (PSOE) erklärt, ein letzter Anlauf zur Bildung eines Regierungsbündnisses sei gescheitert. Bei der Parlamentswahl im Dezember war die bislang regierende konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy erneut stärkste Kraft geworden, sie hatte die absolute Mehrheit jedoch verfehlt. Erstmals waren zwei neue Parteien, die linke Podemos und die liberale Ciudadanos, ins Parlament eingezogen.
    Medien: BND-Chef Schindler muss gehen:
    Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) steht laut Medienberichten vor seiner Ablösung. Nachfolger werde der Abteilungsleiter im Finanzministerium Bruno Kahl, melden NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Die Bundesregierung kündigte für diesen Mittwoch eine Presseerklärung an. Schindler leitet den deutschen Auslandsgeheimdienst seit 2012. Der 63-Jährige war im vergangenen Jahr unter Druck geraten, nachdem bekanntgeworden war, dass der Bundesnachrichtendienst auch europäische Unternehmen und Politiker ausspioniert hatte. Die gewonnenen Daten waren an den US-Geheimdienst NSA weitergegeben worden. Der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses, Patrick Sensburg, erklärte, er begrüße Schindlers Ablösung. Nötig sei "ein Neuanfang", sagte Sensburg der "Mitteldeutschen Zeitung".
    Verdi-Warnstreik legt Flughäfen lahm:
    Zehntausende Reisende sind an diesem Mittwoch von Ausfällen und Verspätungen im Flugverkehr betroffen. Grund sind Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi, die den Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst auf sechs Flughäfen ausweitet. In Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Hannover sind die Mitarbeiter aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Die beiden größten deutschen Airlines, Lufthansa und Air Berlin, sagten mehrere hundert Flüge ab. Verdi-Chef Frank Bsirske verteidigte die Warnstreiks gegen Kritik. Sinn der Arbeitsniederlegungen sei es, die Tarifverhandlungen zu beschleunigen. Er hoffe, dass dieses Signal verstanden werde, sagte Bsirske der "Süddeutschen Zeitung". Die Gewerkschaft verlangt für die 2,1 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld.
    Türkei soll keine schwarzen Listen über Journalisten führen:
    Die Türkei führt nach Angaben der Regierung in Ankara keine Listen über unliebsame ausländische Journalisten. Es gebe keine schwarze Liste, sagte ein Regierungsvertreter, der ungenannt bleiben wollte, der Deutschen Presse-Agentur in Istanbul. Wenn Reporter an der Einreise gehindert würden, dann liege das nicht an deren Meinung oder Berichterstattung. Der türkische Regierungsvertreter sagte zu den Fällen mit Einreisesperre, einige dieser Journalisten hätten in der Vergangenheit etwa durch illegale Grenzübertritte nach Syrien gegen türkisches Recht verstoßen. Andere hätten sich bei früheren Aufenthalten verdächtig verhalten, indem sie beispielsweise als Touristen eingereist seien und dann Extremisten interviewt hätten, ohne sich bei der Regierung zu akkreditieren. Auf Antrag der Grünen beschäftigt sich heute der Bundestag in Berlin in einer Aktuellen Stunde mit der Lage der Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei.
    9 min
  • 26.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Pressefreiheit in der Türkei beschäftigt Bundestag:
    Die Grünen haben eine aktuelle Stunde des Bundestages zum Umgang der Türkei mit Medienvertretern beantragt. Meinungs- und Pressefreiheit würden dort immer weiter eingeschränkt, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Britta Haßelmann, der "Bild"-Zeitung. Kritik am türkischen Präsidenten Erdogan führe zu Repressionen, ausländische Journalisten würden abgewiesen, Zeitungen unter staatliche Aufsicht gestellt. EU-Parlamentspräsident Schulz (SPD) sagte dem Blatt, sollte die Türkei tatsächlich schwarze Listen mit den Namen unerwünschter Reporter führen, müssten diese offengelegt werden. Solche Listen hätten in Demokratien nichts zu suchen. Zuvor hatten die türkischen Behörden mehrere Vertreter deutscher Medien an der Einreise gehindert.
    Ukraine gedenkt der Atomkatastrophe von Tschernobyl:
    In der Ukraine wird an diesem Dienstag der Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 30 Jahren gedacht. Schon in der Nacht legten zahlreiche Menschen Blumen am Denkmal für die Opfer in der Kleinstadt Slawutitsch nahe des Unglücksortes nieder und zündeten Kerzen an. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko wird zu einer Gedenkveranstaltung am Unglücksreaktor erwartet und will dort einen Kranz niederlegen. Auf den Tag genau vor 30 Jahren war im Atomkraftwerk von Tschernobyl ein Reaktor explodiert. Es wurden große Mengen Radioaktivität freigesetzt, die weite Gebiete der damaligen Sowjetunion und Europas verstrahlten. Die Zahl der Todesfälle, die langfristig auf den Super-GAU zurückzuführen sind, ist umstritten: Ein UN-Gutachten rechnete 2005 mit bis zu 4000 Strahlentoten, die Umweltorganisation Greenpeace geht langfristig eher von 100.000 Toten aus.
    Kanadische Geisel von Abu Sayyaf ermordet:
    Ein auf den Philippinen von der Islamistengruppe Abu Sayyaf gekidnappter Kanadier ist von seinen Entführern enthauptet worden. Premierminister Justin Trudeau sprach in der Hauptstadt Ottawa von einem "kaltblütigen Mord". Die Terroristen hatten den Kanadier zusammen mit einem Landsmann im September aus einer Hotelanlage entführt. Die andere Geisel befindet sich weiterhin in der Hand der Abu Sayyaf. Auf einem zuvor übermittelten Video waren die Männer mit einem ebenfalls verschleppten Norweger und einer philippinischen Frau zu sehen. Für jede Geisel hatten die Täter 20 Millionen Euro Lösegeld verlangt. Die Islamistengruppe Abu Sayyaf kämpft für einen sogenannten Gottesstaat im Süden der Philippinen. Sie hat mehrfach Ausländer in ihre Gewalt gebracht, darunter auch Deutsche.
    ThyssenKrupp entgeht australisches U-Boot-Geschäft:
    ThyssenKrupp hat das Rennen um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag der australischen Regierung verloren. Premierminister Malcolm Turnbull teilte mit, der französische Schiffbaukonzern DCNS habe den Zuschlag erhalten. Das Projekt unter Beteiligung einer U-Boot-Werft in Australien soll sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken. Mit einem Volumen von etwa 35 Milliarden Euro wäre es für ThyssenKrupp einer der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte gewesen. Ebenfalls beworben hatte sich ein japanisches Konsortium mit Mitsubishi und Kawasaki. Australien will seine U-Boot-Flotte von derzeit sechs Schiffen ersetzen und ausbauen. Im März hatte die Regierung angekündigt, bis 2025 rund 134 Milliarden Euro in ein Rüstungsprogramm zu investieren.
    Medien: Viele VW-Führungskräfte in Dieselaffäre verwickelt:
    Bei den internen Untersuchungen der Volkswagen-Abgasaffäre gibt es laut Medienberichten bisher keine Belege für eine Beteiligung des früheren Vorstands. Fast alle Top-Manager unterhalb dieser Ebene, die in die Motorenentwicklung eingebunden waren, seien dagegen belastet. Das melden der Westdeutsche und der Norddeutsche Rundfunk ohne Angaben von Quellen. Die von VW beauftragte Anwaltskanzlei, die die Affäre untersucht, habe umfangreiche Aussagen protokolliert. Darunter sei auch ein Geständnis des ehemaligen Bereichsleiters für Antriebselektronik. Den beiden Sendern zufolge fiel der Entschluss zum Betrug im Jahr 2006. Der damalige Chef der Motorenentwicklung soll den Einbau der Manipulationssoftware gebilligt haben. An diesem Dienstag beginnen die Tarifverhandlungen für die rund 120.000 VW-Mitarbeiter. Die Gewerkschaft IG Metall will fünf Prozent mehr Lohn.
    Schauspieler Rudolf Wessely gestorben:
    Der Schauspieler Rudolf Wessely ist tot. Der gebürtige Wiener starb im Alter von 91 Jahren, wie das Residenztheater in München mitteilte. Als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler hatte Wessely in den vergangenen Jahrzehnten prägenden Einfluss auf die Theaterlandschaft. Als Schauspieler war er unter anderem am Wiener Burgtheater und an den Münchner Kammerspielen engagiert. Zu seinen Paraderollen gehörten der Narr in Shakespeares "König Lear" und Nathan in Lessings "Nathan der Weise". Beim breiten Publikum wurde Wessely durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt.
    10 min
  • 25.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Obama verstärkt Spezialkräfte in Syrien:
    US-Präsident Barack Obama will bis zu 250 zusätzliche Soldaten nach Syrien schicken. Sie sollen örtliche Kräfte im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) unterstützen, meldeten Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Regierungsbeamte. Demnach will Obama seine Absicht an diesem Montag zum Abschluss seines Deutschland-Besuches bekanntgeben. Bisher waren angeblich rund 50 Angehörige von US-Spezialeinheiten am Boden in Syrien aktiv. Wie diese sollen auch die zusätzlichen Kräfte technisch keine Kampfeinsätze absolvieren, auch wenn sie in der Nähe der Frontlinien operierten. Ihre Hauptaufgabe werde es sein, mehr sunnitische Araber zum Kampf gegen den IS an der Seite kurdischer Einheiten im Nordosten zu bewegen, hieß es in Washington. Die USA hielten das für nötig, um erreichte Fortschritte zu bewahren und weitere zu erzielen, beispielsweise die Rückeroberung der derzeitigen IS-Hochburg Rakka.
    Obama und Merkel besuchen Hannover Messe:
    US-Präsident Barack Obama wird an diesem Montag an der Seite von Kanzlerin Angela Merkel den traditionellen Rundgang bei der Hannover Messe absolvieren. Die USA sind in diesem Jahr Partnerland der weltgrößten Industrieschau. Für den Nachmittag hat Merkel zu einem Minigipfel mit Großbritanniens Premier David Cameron, Frankreichs Präsident François Hollande und Italiens Regierungschef Matteo Renzi ins Schloss Herrenhausen eingeladen. Am Sonntag hatten der Präsident und die Kanzlerin die Messe eröffnet. Obama stellte sich demonstrativ hinter die Flüchtlingspolitik Merkels. Sie sei auf der richtigen Seite der Geschichte und wegen ihres Durchhaltevermögens zu bewundern, sagte er. Beide warben eindringlich für das geplante und in Deutschland umstrittene TTIP-Freihandelsabkommen von EU und USA.
    FPÖ triumphiert bei Präsidentschaftswahl in Österreich:
    Die rechtspopulistische FPÖ hat bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich ihr bislang bestes Ergebnis bei einer landesweiten Abstimmung erzielt. Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer kam auf rund 36 Prozent der Stimmen. Er tritt nun im Mai in einer Stichwahl gegen den Ex-Parteichef der Grünen, Alexander van der Bellen an, der auf 20,4 Prozent der Stimmen kam. Die ehemalige Richterin Irmgard Griss kam mit knapp 19 Prozent der Stimmen auf den dritten Platz. Die Kandidaten der beiden ehemaligen großen Parteien SPÖ und ÖVP waren weit abgeschlagen. Erstmals seit Ende des Zweiten Weltkrieges wird in Österreich damit kein Kandidat der beiden Volksparteien mehr an der Spitze des Staates stehen. Die Wahlbeteiligung lag mit knapp 70 Prozent deutlich höher als vor sechs Jahren, als nur 47 Prozent der Wähler ihre Stimme abgaben.
    Deutlich weniger Flüchtlinge aus Nordafrika:
    In Deutschland ist die Zahl der Flüchtlinge aus den Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien deutlich zurückgegangen. Wurden im Januar noch 3356 Einreisen registriert, waren es im Februar lediglich 599 und im März 480. Das geht aus einem Schreiben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge an den Bundestag hervor. Als Grund für den Rückgang nennt die Behörde die geplante Einstufung der drei Länder als sogenannte sichere Herkunftsstaaten, die unter anderem Abschiebungen erleichtern soll. Allein die Diskussion um die Einführung des Gesetzes im Januar 2016 habe ab Februar zu einer spürbaren Reduzierung der Neuzugänge geführt, teilt das Amt mit. Allerdings ist seit der Schließung der Balkanroute für Migranten auch die Gesamtzahl der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge zurückgegangen.
    Republikaner Cruz und Kasich tun sich gegen Trump zusammen:
    Die beiden abgeschlagenen Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner, Ted Cruz und John Kasich, tun sich gegen den Favoriten Donald Trump zusammen. Die Anwärter beschlossen, sich bei kommenden Vorwahlen nicht ins Gehege kommen zu wollen. So wollen die beiden verhindern, dass Trump letztlich auf ausreichend Delegiertenstimmen für eine automatische Nominierung kommt. Cruz teilte mit, sich auf den US-Bundesstaat Indiana zu konzentrieren und damit Kasich das Feld in Oregon und New Mexico zu überlassen. Kasich wird sich demnach im Gegenzug aus Indiana zurückziehen.
    Hannover erster Absteiger der Bundesliga:
    In der ersten Fußball-Bundesliga steht Hannover 96 als erster Absteiger der Saison fest. Nach dem 2:1-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05 am Sonntag können sich die Niedersachsen nicht mehr auf den Relegationsplatz retten, das eigene 2:2 am Samstag beim FC Ingolstadt war dafür zu wenig. Im zweiten Sonntagsspiel bezwang Borussia Mönchengladbach 1899 Hoffenheim mit 3:1.
    10 min
  • 23.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Maas: Merkel muss Türkei auf Bürgerrechte hinweisen:
    Justizminister Heiko Maas hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, in der Türkei auf die Presse- und Meinungsfreiheit zu pochen. Die Forderungen von Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Pluralismus müssten "in aller Deutlichkeit" angesprochen werden, sagte der SPD-Politiker der Tageszeitung "Die Welt". Ähnlich äußerten sich führende Vertreter der Opposition. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen sagte der "Rheinischen Post", Merkel solle "genau hinsehen" und die Missstände benennen, die in der Türkei in Sachen Menschenrechtsschutz und Bürgerrechte bestünden. FDP-Parteichef Christian Lindner erklärte, Deutschland dürfe wegen des Beitrags der Türkei zur Lösung der Flüchtlingskrise "kein Auge zudrücken". Die Kanzlerin besucht an diesem Samstag gemeinsam mit EU-Spitzenpolitikern ein Flüchtlingslager im südosttürkischen Grenzgebiet zu Syrien.
    Obama warnt vor EU-Austritt Großbritanniens :
    US-Präsident Barack Obama hat bei seinem Besuch in London vor einem Austritt Großbritanniens aus der EU gewarnt. Es werde in absehbarer Zeit kein bilaterales Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA geben, erklärte Obama mit Blick auf das Referendum im Juni, in dem die Briten über den Verbleib in der EU abstimmen. Sollte Großbritannien die Gemeinschaft verlassen, würde ein solches Abkommen zwar verhandelt werden, sagte Obama. Priorität habe aber der Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung mit der EU. Der US-Präsident hatte bereits mehrfach betont, dass er sich ein starkes Großbritannien als Mitglied einer starken EU wünsche. Die USA fürchten, ein Austritt des Königreichs könnte Europa massiv schwächen. Befürworter eines EU-Austritts hatten Obama schon vor seiner Ankunft für seine Positionierung in der "Brexit"-Debatte scharf kritisiert.
    Fiat Chrysler ruft 1,1 Millionen Autos zurück:
    Der Autohersteller Fiat Chrysler ruft wegen Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Automatikschaltung weltweit 1,1 Millionen Fahrzeuge zurück, davon über 800.000 in den USA. Betroffen seien die Dodge Charger und Chrysler-300-Limousinen der Modelljahre 2012 bis 2014 sowie der Jeep Grand Cherokee SUV von 2014 und 2015, teilte der Konzern mit. Die Wagen könnten wegrollen, nachdem sie zum Parken abgestellt worden seien, begründete das italienisch-amerikanische Unternehmen den Rückruf. Die US-Verkehrsaufsicht erklärte, es habe bereits über 300 Beschwerden gegeben. Weil sich Autos nach dem Aussteigen des Fahrers in Bewegung gesetzt hätten, sei es zu 121 Unfällen gekommen. Nach Unternehmensangaben wurden insgesamt 41 Menschen verletzt.
    Kubaner dürfen in Zukunft auf Schiffen ein- und ausreisen:
    Die kubanische Regierung hat weitere Reiseerleichterungen auf den Weg gebracht. Havanna gab in der amtlichen Zeitung "Granma" bekannt, ab Dienstag dürften Kubaner auf dem Seeweg aus- und wieder einreisen. Die Regierung von Raúl Castro hob damit ein jahrzehntelang geltendes Verbot auf. Die neuen Freiheiten zielen insbesondere auf Passagiere und Besatzungen von Handels- und Kreuzfahrtschiffen ab. Im Dezember 2014 hatten US-Präsident Barack Obama und der kubanische Staatschef Castro eine grundlegende Neuausrichtung der Beziehungen beider Länder angekündigt. Im vergangenen Sommer nahmen die beiden amerikanischen Staaten wieder diplomatische Beziehungen auf und die USA lockerten ihre Reise- und Handelssanktionen.
    Todesursache bei Prince nach Obduktion weiter offen:
    Nach dem überraschenden Tod von Prince ist weiter unklar, woran der Popstar gestorben ist. Behördenvertreter im US-Bundesstaat Minnesota erklärten, eine erste Untersuchung des Leichnams habe weder Hinweise auf einen Suizid noch auf eine Überdosis an Betäubungsmitteln ergeben. Bis der endgültige Obduktionsbericht vorliegt, können nach Angaben der Gerichtsmedizin noch mehrere Wochen verstreichen. Die Boulevard-Nachrichtenwebsite "TMZ" hatte zuvor berichtet, Prince sei sechs Tage vor seinem Tod wegen einer Drogen-Überdosis in einem Krankenhaus behandelt worden. Vergangene Woche hatte es dagegen in Medienberichten geheißen, Prince sei wegen einer Grippe in das Krankenhaus gebracht worden. Weltweit trauern Fans um den Musiker, der als eines der größten Genies der Popmusik gilt.
    Fußball-Bundesliga: Hamburg gewinnt gegen Bremen:
    In der Fußball-Bundesliga hat der Hamburger SV gegen Werder Bremen gewonnen. Die Gastgeber feierten im Freitagsspiel einen 2:1-Erfolg und verbesserten sich damit auf den zehnten Tabellenplatz. Die Bremer besetzen nach wie vor den Relegationsrang und müssen den Absturz in die zweite Liga fürchten.
    9 min
  • 22.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    US-Aufseher nehmen Daimler wegen Abgas-Werten ins Visier:
    Nach dem Abgas-Skandal des VW-Konzerns bekommt es nun auch der Stuttgarter Autobauer Daimler mit einer Überprüfung der US-Behörden zu tun. Das US-Justizministerium habe das Unternehmen aufgefordert, das Zustandekommen der offiziellen Abgas-Werte in den USA zu überprüfen, teilte die Daimler AG in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt mit. Die Anordnung folgt auf Sammelklagen von US-Autobesitzern, die dem Hersteller illegal überhöhte Emissionswerte vorwerfen. Die Kläger beschuldigen den Hersteller, ähnlich wie VW mit einer speziellen "defeat device" genannten Software an der Abgas-Kontrolle getrickst zu haben. Der tatsächliche Schadstoff-Ausstoß von etlichen Diesel-Modellen soll angeblich deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Daimler bestreitet die Vorwürfe.
    VW vor riesigem Verlust:
    Der VW-Konzern stellt wegen des Abgas-Skandals offenbar deutlich mehr Geld zurück als bisher bekannt. In der Bilanz für 2015 seien dafür 16,4 Milliarden Euro vorgesehen, schreibt die Deutsche Presse-Agentur. Damit steige der Puffer für die bisher absehbaren Kosten um fast zehn Milliarden Euro. In den USA hat Volkswagen mit den Behörden eine Einigung erzielt. Diese sieht unter anderem vor, dass manipulierte Diesel-Fahrzeuge zurückgekauft oder umgerüstet werden.
    EU-Vermittlung scheitert: Treffen zu Mazedonien-Krise abgesagt:
    Die EU hat ein Vermittlungstreffen zur Überwindung der politischen Krise in Mazedonien abgesagt. Die vier wichtigsten politischen Kräfte seien zu den Wiener Gesprächen am Freitag eingeladen gewesen, erklärte die außenpolitische Sprecherin der EU, Maja Kocijancic. Die Opposition habe jedoch mitgeteilt, dass sie die Veranstaltung boykottieren werde, sofern die Regierung in Skopje nicht die für Anfang Juni angesetzte Parlamentswahl verschiebe und auf die Amnestie hochrangiger Politiker verzichte. Der Konflikt war durch illegal abgehörte Telefonate des damaligen Regierungschefs Nikola Gruevski mit seinen engsten Mitarbeitern ausgelöst worden. Die Mitschnitte sollten groß angelegte Korruption, Misswirtschaft, Drangsalierung der Justiz und der Medien und die Kriminalisierung politischer Gegner beweisen. Unterdessen fanden in Skopje zwei Demonstrationen für und gegen die Regierung statt, an denen jeweils zehntausende Menschen teilnahmen.
    Amtsinhaber Déby Itno gewinnt Präsidentschaftswahl im Tschad:
    Amtsinhaber Idriss Déby Itno hat die Präsidentenwahl im Tschad gewonnen. Wie die nationale Wahlkommission in der Hauptstadt N'Djamena mitteilte, erhielt Déby Itno bei der Abstimmung am 10. April 61,6 Prozent der Stimmen. Der Zweitplatzierte, Oppositionschef Saleh Kebzabo, kam demnach auf 12,8 Prozent der Stimmen. Déby Itno ist bereits seit 26 Jahren in dem zentralafrikanischen Land an der Macht. Er galt als Favorit bei der Wahl. Insgesamt waren am Sonntag vor zwei Wochen rund sechs Millionen Menschen aufgerufen, unter 13 Kandidaten einen neuen Staatschef zu bestimmen. Die Wirtschaftslage des Tschad ist in Folge des niedrigen Ölpreises angespannt. Dazu kommt eine hohe Arbeitslosigkeit. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, 70 Prozent der Menschen sind Analphabeten.
    Länder verlangen mehr Geld vom Bund:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft heute die Ministerpräsidenten der Länder, um über die Integration von Flüchtlingen und die dadurch entstehenden Kosten zu beraten. Zuvor stimmen sich die Länderchefs untereinander ab. Sie verlangen mehr Geld vom Bund. Zudem wollen sie eine Wohnsitzauflage für Flüchtlinge, um Aufnahme und Unterkunft organisieren zu können. Die Länder fordern, dass der Bund mindestens die Hälfte der Aufwendungen für Flüchtlinge übernimmt.
    US-Popstar Prince ist tot:
    Weltweit trauern Fans um US-Popstar Prince. Der 57-jährige Sänger, Komponist und Produzent wurde nach Polizeiangaben am Donnerstag leblos auf seinem Anwesen Paisley Park nahe Minneapolis aufgefunden. Informationen zur Todesursache gab es zunächst nicht. Eine Promi-Website berichtete über eine Behandlung wegen einer mutmaßlichen Überdosis vor knapp einer Woche. Fans, Kollegen und Politiker reagierten bestürzt auf die Todesnachricht. US-Präsident Barack Obama bezeichnete Prince als "kreative Ikone": Nur wenige Künstler hätten "so viele Menschen mit ihrem Talent berührt", wie der siebenfache Grammy-Preisträger.
    10 min
  • 21.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    VW einigt sich offenbar außergerichtlich mit US-Behörde:
    Im Skandal um manipulierte Abgaswerte hat sich Volkswagen offenbar kurz vor Ablauf der Frist mit den US-Behörden auf eine außergerichtliche Lösung geeinigt. Nach Informationen der Tageszeitung "Welt" sollen die betroffenen Autobesitzer eine Entschädigung von jeweils 5000 Dollar (4400 Euro) erhalten. Außerdem müsse VW die Kosten für die Umrüstung der Fahrzeuge übernehmen. Heute läuft ein Ultimatum ab, das ein US-Bundesgericht in San Francisco dem Konzern gesetzt hatte, um sich mit den Behörden auf die Bereinigung des Skandals zu einigen. Von dem Abgasskandal in den USA sind fast 600.000 Fahrzeugbesitzer betroffen.
    Innenminister beraten über Flüchtlingskrise:
    Die Vorbereitungen für die geregelte Aufnahme von syrischen Flüchtlingen aus der Türkei stehen vor dem Abschluss. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wollen sich die EU-Staaten heute in Luxemburg auf einen konkreten Verteilungsschlüssel für zunächst vier Monate einigen. Deutschland würde demnach monatlich 100 Syrien-Flüchtlinge aufnehmen, die derzeit in der Türkei leben. Insgesamt könnten aus dem Land pro Monat rund 1100 Menschen in die EU umgesiedelt werden. Die EU-Innenminister beraten außerdem über die Gründung eines europäischen Grenz- und Küstenschutzes und über die Pläne für die Reform des EU-Asylsystems. Weiteres Thema ist die Lage nach den Anschlägen von Brüssel. Im Fokus stehen dabei der bessere Austausch von Informationen der Sicherheitsbehörden und verschärfte Kontrollen an den Außengrenzen.
    Deutschland: Mehr Flüchtlinge aufs Land?:
    Nach dem Willen der Bundesregierung sollen künftig mehr Flüchtlinge auf strukturschwache Regionen verteilt werden. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sagte der Tageszeitung "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", er sehe die Flüchtlings-Ansiedlung als eine Chance für solche Städte und auch für den ländlichen Raum. Auch strukturschwache Gegenden mit hohen Arbeitslosenquoten sollten nicht ausgenommen werden, sagte Schmidt der Zeitung. Ein Vorteil sei der freie und günstige Wohnraum. Durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien könnten auch Grundschulen in diesen Regionen vor der Schließung bewahrt werden. Er sehe gute Chancen, dass viele der Flüchtlinge auch langfristig dort wohnen blieben. Integration werde auf dem Land besser gelingen, als in den "anonymen" Städten, vermutete Schmidt.
    ZDF: Notfallplan des Flughafens Köln/Bonn war öffentlich:
    Der Notfallplan des Köln/Bonner Flughafens für Bedrohungslagen war ZDF-Recherchen zufolge monatelang im Internet öffentlich zugänglich. Der als vertraulich und nur für den Dienstgebrauch eingestufte Plan enthalte auch detaillierte Anweisungen zum Umgang mit Terroranschlägen, Bombendrohungen oder Geiselnahmen, berichtete der Sender. Das mehr als 230 Seiten umfassende Dokument habe seit November 2015 auf der Webseite des Flughafens gestanden und sei erst am Mittwoch nach den ZDF-Recherchen aus dem Internet entfernt worden. Ein Flughafensprecher erklärte, es sei nur ein Auszug aus dem Notfallplan öffentlich geworden, der lediglich allgemeine Informationen beinhalte, aber "keine detaillierten Prozesse oder sensiblen Informationen zu Maßnahmen im Notfall". Der detaillierte Notfallplan sei nur einem sehr kleinen Personenkreis zugänglich. Alle wesentlichen Fragen würden mit Hochdruck geklärt, hieß es in der Erklärung weiter. Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte den Flughafen Köln-Bonn vor einigen Monaten als mögliches Anschlagsziel in Deutschland genannt.
    Tote bei Explosion in mexikanischer Erdölraffinerie:
    Bei einer Explosion in einer Erdölraffinerie in Mexiko sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Personen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilten die Rettungskräfte mit. Die Anlage gehört dem staatlichen Ölkonzern Pemex. Das Firmengelände in der Stadt Coatzacoalcos sei evakuiert worden. Dunkler giftiger Rauch stieg über der Raffinerie auf. Ein Firmenvertreter sagte, dass das Unglück keinen Einfluss auf die Ölexporte habe. Die Ursache der Explosion blieb zunächst unklar. Im Februar war ein Mitarbeiter bei einem Brand in der Raffinerie getötet worden.
    BVB zerstört Herthas Pokal-Traum - Finale gegen Bayern perfekt:
    Borussia Dortmund hat den Berliner Traum vom Endspiel vor eigenem Publikum zerstört. Mit einer souveränen Vorstellung ließ der BVB einer harmlosen Hertha beim 3:0 (1:0) im DFB-Pokal-Halbfinale keine Chance und zog zum dritten Mal nacheinander ins Endspiel ein. Mit den Toren von Gonzalo Castro (20. Minute), Marco Reus (75.) und Henrich Mchitarjan (83.) erhielt sich Dortmund nach dem Drama von Liverpool die Chance auf einen Titelgewinn in dieser Saison. Das Team von Trainer Thomas Tuchel trifft am 21. Mai in Berlin im Duell der beiden derzeit besten deutschen Clubs auf Bayern München. Die Münchener hatten sich bereits am Dienstag mit einem 2:0-Sieg gegen Werder Bremen für das Finale qualifiziert.
    11 min
  • 20.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Vorwahlen in New York: Trump und Clinton siegen:
    Bei den US-Präsidentenvorwahlen haben sich im Bundesstaat New York die Favoriten durchgesetzt. Bei den Republikanern gewann der Milliardär Donald Trump nach übereinstimmenden Hochrechnungen der US-Fernsehsender mit rund 61 Prozent der Stimmen vor dem Ohio-Gouverneur John Kasich und Senator Ted Cruz. Sollte Trump auf mehr als 50 Prozent der Stimmen kommen, würden ihm alle 95 New Yorker Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag zufallen. Bei den Demokraten hat den TV-Hochrechnungen zufolge Ex-Außenministerin Hillary Clinton ihren Kontrahenten, Senator Bernie Sanders, mit 60 zu 40 Prozent geschlagen. Clinton kann damit ihren Gesamtvorsprung vor Sanders weiter ausbauen.
    NATO-Russland-Rat tagt erstmals seit fast zwei Jahren:
    Erstmals seit fast zwei Jahren tagt an diesem Mittwoch in Brüssel wieder der NATO-Russland-Rat. Bei dem Treffen auf Botschafterebene soll über den Ukraine-Konflikt, Afghanistan und vertrauensbildende Maßnahmen gesprochen werden. Auch die jüngsten Spannungen in der Ostsee sollen diskutiert werden. Auslöser dafür waren russische Kampfflugzeuge, die vergangene Woche mehrfach dicht an einem US-Kriegsschiff vorbeigeflogen waren. Russland wiederum will die Stärkung der NATO-Truppenpräsenz in Osteuropa zur Sprache bringen, die nach Ansicht der Regierung in Moskau ungerechtfertigt ist. Wegen der Ukraine-Krise und der Annexion der Krim durch Russland hatte der NATO-Russland-Rat seit Juni 2014 nicht mehr getagt.
    Luftangriffe gefährden Syrien-Verhandlungen:
    Die Eskalation der Kämpfe in Syrien gefährdet die Friedensgespräche für das Bürgerkriegsland in Genf. Der Chefkoordinator des Oppositionsbündnisses Hohes Verhandlungskomitee, Riad Hidschab, sagte, es dürfe keinen politischen Prozess geben, der das Leben des Regimes von Präsident Baschar al-Assad verlängere. Bis auf ein sogenanntes Technisches Team würden die Oppositionsvertreter Genf verlassen. Bei schweren Luftangriffen auf Märkte im Rebellengebiet in Syrien waren am Dienstag etwa 40 Menschen getötet worden.
    Kubas Präsident Raul Castro als Chef der KP bestätigt:
    Kubas Kommunisten haben zum Abschluss ihres Kongresses den 84-jährigen Staatspräsidenten Raul Castro als Parteivorsitzenden wiedergewählt. Der Kongress unterstützte wie erwartet den marktwirtschaftlichen Reformkurs der Partei- und Staatsführung einstimmig. Zum Abschluss des Parteitags trat Kubas früherer Machthaber, der 89-jährige Fidel Castro, vor den rund 1000 Delegierten auf.
    Intel streicht 12.000 Jobs:
    Der unter dem Schrumpfen des Marktes für PCs leidende weltgrößte Chipkonzern Intel verknüpft seine Neuausrichtung mit einem massiven Stellenabau.12.000 Arbeitsplätze sollen bis Mitte 2017 gestrichen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Das entspricht elf Prozent der Gesamtbelegschaft. Intel aus dem kalifornischen Santa Clara will seine Abhängigkeit vom Stammgeschäft mit Halbleitern für PCs verringern und setzt verstärkt auf Rechengehirne für Großcomputer und neue Chips für am Körper tragbare Kleingeräte.
    Pressefreiheit verschlechtert sich weltweit - Deutschland rutscht ab:
    Journalisten und unabhängige Medien stehen nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) unter zunehmendem Druck. In allen Weltregionen sei ein Rückgang der Freiräume für Medien zu beobachten. Deutschland verschlechterte sich in der aktuellen internationalen "Rangliste der Pressefreiheit" um vier Plätze auf Rang 16. Das sei eine Folge der stark gestiegenen Zahl von Anfeindungen, Drohungen und gewalttätigen Übergriffen gegen Journalisten, erklärte ROG. Die Organisation prangerte insbesondere eine dramatische Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei und in Polen an. Auf Platz 1 der Rangliste steht Finnland, gefolgt von den Niederlanden und Norwegen. Am schlechtesten ist es dem Ranking zufolge um die Pressefreiheit in den Diktaturen Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea bestellt. Sie landeten wie im Vorjahr auf den letzten drei Plätzen der 180 untersuchten Länder.
    9 min
  • 19.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Viele Opfer nach Taliban-Anschlag in Kabul befürchtet:
    Eine schwere Explosion hat am Dienstagmorgen die afghanische Hauptstadt Kabul erschüttert. Das Selbstmordattentat ereignete sich in der Nähe des Verteidigungsministeriums, sei jedoch in der ganzen Stadt zu hören gewesen, teilte der Sprecher der Behörde, Mohammad Radmanisch, mit. Präsident Ashraf Ghani sagte, es habe viele Tote gegeben. Der afghanische Nachrichtensender TOLO News meldete mindestens 20 Tote. Das Gesundheitsministerium sprach von über 200 Verletzten. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Vor einer Woche hatten die Taliban den Beginn ihrer diesjährigen Frühjahrsoffensive verkündet.
    EU will Libyen bei Küstenschutz helfen:
    Die EU-Staaten wollen die neue Einheitsregierung Libyens im Kampf gegen illegale Migration durch die Ausbildung der Küstenwache unterstützen. Die EU sei bereit, auf Anfrage der Einheitsregierung Unterstützung im Sicherheitsbereich zu leisten, erklärten die Außen- und Verteidigungsminister nach Beratungen in Luxemburg. Gleichzeitig will die EU die Ausweitung ihrer Mittelmeer-Mission "Sophia" gegen Schlepperbanden prüfen. Das Parlament in Libyen verschob derweil die Vertrauensabstimmung über die Einheitsregierung auf unbestimmte Zeit.
    Opposition bleibt Syrien-Gesprächen in Genf fern:
    Aus Protest gegen die zunehmenden Kämpfe in Syrien hat sich die Opposition teilweise aus den Friedensgesprächen in Genf zurückgezogen. Es sei nicht hinnehmbar, die Verhandlungen fortzusetzen, während die Regierung von Präsident Baschar al-Assad weiter Zivilisten bombardiere und aushungere, sagte der Koordinator des Hohen Verhandlungskomitees (HNC) der Opposition, Riad Hidschab. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura erklärte, er wolle weiter Annäherungsgespräche führen. US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin forderten in einem Telefongespräch, die vereinbarte Waffenruhe in Syrien einzuhalten.
    Altbundeskanzler Kohl empfängt Viktor Orban:
    Altkanzler Helmut Kohl empfängt an diesem Dienstag den umstrittenen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim. Nach Angaben seines Büros hat der Besuch einen rein privaten, freundschaftlichen Charakter. Der konservative Regierungschef gilt in der Flüchtlingspolitik als schärfster Kritiker von Kanzlerin Angela Merkel. Kohl selbst hatte im Vorwort zur ungarischen Ausgabe seines Buches "Aus Sorge um Europa" den Kurs der Kanzlerin auch in Frage gestellt - allerdings ohne Merkel namentlich zu nennen. SPD und Grüne fordern, dass Kohl mäßigend auf Orban einwirkt. Der hatte sein Land im vergangenen Jahr mit Grenzzäunen abgeschottet.
    Zahl der Opfer steigt weiter:
    Die Zahl der Todesopfer des Erdbebens in Ecuador steigt weiter. Bis Montagabend (Ortszeit) waren 413 Leichen geborgen worden, wie das Sicherheitsministerium mitteilte. Der Katastrophendienst (SNGR) verzeichnete außerdem 2.658 Verletzte und das Rote Kreuz 320 Vermisste. Rund ein Drittel der Toten kam aus der 55.000 Einwohner zählenden Küstenstadt Pedernales, die größtenteils zerstört wurde. Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstagabend vor allem einen rund 100 Kilometer breiten Küstenstreifen 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Quito getroffen. Neben Pedernales wurden auch die Städte Manta und Portoviejo schwer beschädigt. Nach den Worten des Präsidenten Rafael Correa handelt es sich um die schlimmste Katastrophe in Ecuador seit 67 Jahren.
    GSG 9 nimmt fünf mutmaßliche Rechtsterroristen fest:
    In der sächsischen Stadt Freital hat die deutsche Eliteeinheit GSG 9 am frühen Morgen fünf mutmaßliche Rechtsterroristen gefasst. Die Verdächtigen sollen Asylbewerberheime angegriffen haben. Mit einem Großaufgebot haben Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt Wohnungen und Häuser durchsucht. Nach Informationen von Spiegel Online nahmen die Beamten fünf Verdächtige fest. Ihnen wird unter anderem die Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung, schwere Körperverletzung und versuchter Mord vorgeworfen.
    9 min
  • 18.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Abgeordnete stimmen für Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff:
    Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat einen neuen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Im Abgeordnetenhaus in Brasilia stimmten mehr als zwei Drittel der über 500 Abgeordneten dafür, dass ein Amtsenthebungsverfahren gegen sie eingeleitet wird. Der Senat muss nun eine Kommission bilden, bereits Ende April könnte er mit einfacher Mehrheit Rousseff für zunächst 180 Tage suspendieren. Käme es dazu, würde ihr Vizepräsident Michel Temer nachfolgen. Temers rechtsliberale Partei der demokratischen Bewegung (PMDB) hatte die Koalition mit Rousseffs linker Arbeiterpartei aufgekündigt und will die Absetzung der Präsidentin erreichen. Die 68-jährige Rousseff wird unter anderem für Korruption und die schlechte wirtschaftliche Entwicklung des Landes verantwortlich gemacht. Ihr wird auch zur Last gelegt, Haushaltszahlen geschönt zu haben.
    Mehr als 230 Tote und fast 1600 Verletzte bei Erdbeben in Ecuador:
    Beim schwersten Erdbeben in Ecuador seit Jahrzehnten sind mindestens 246 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 2500 weitere verletzt worden. Das Beben der Stärke 7,8 erschütterte am späten Samstag weite Teile des Andenstaates und richtete große Zerstörung an. Viele Gebäude stürzten ein und begruben Menschen unter sich. Bergungskräfte suchen in den Trümmern weiter nach Verschütteten, rund 14.000 Helfer sind im Einsatz. Präsident Rafael Correa, der sich zum Zeitpunkt des Erdbebens in Italien aufhielt, brach seine Europa-Reise ab. Das Beben traf vor allem die bei Touristen beliebte Pazifikküste Ecuadors. Es war sogar im Norden von Peru und im südlichen Kolumbien zu spüren. Das Epizentrum lag 170 Kilometer nordwestlich der ecuadorianischen Hauptstadt Quito.
    Syrische Rebellen kündigen Offensive an:
    Wegen angeblicher Verstöße der Regierungstruppen gegen die Waffenruhe wollen mehrere syrische Rebellengruppen eine Gegenoffensive starten. Man werde "mit Gewalt" auf Armee-Einheiten reagieren, die gegen Zivilisten vorgingen, heißt es in einer Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören die mächtige Islamistenmiliz Ahrar al-Scham und Gruppen, die Teil der Freien Syrischen Armee sind. Wo die sogenannte Schlacht erfolgen könnte, ist unbekannt. In Syrien gilt seit Ende Februar eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und moderaten Rebellen, doch flammten zuletzt die Kämpfe um Aleppo wieder auf. Jede neue Gewalt in Syrien könnte Auswirkungen auf die Friedensgespräche in Genf haben.
    Ölproduzenten gelingt keine Einigung auf Einfrieren der Fördermenge:
    Trotz des anhaltend niedrigen Ölpreises haben sich die großen Ölproduzenten nicht auf ein Einfrieren der Fördermenge einigen können. Nach Beratungen in der katarischen Hauptstadt Doha erklärte Katars Energieminister Mohammed ben Saleh al-Sada, man bräuchte mehr Zeit. Nach Angaben von Teilnehmern verlangte Saudi-Arabien die Einbindung des Iran, der keinen Teilnehmer zu dem Treffen geschickt hatte. In Doha hatten sich 15 Mitglieder und Nicht-Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) getroffen, darunter die größten Ölförderer Saudi-Arabien und Russland. Sie wollten als Maßnahme gegen den Preisverfall beim Öl die Fördermengen einfrieren. Der Preisverfall macht den Ölproduzenten schwer zu schaffen. Seit 2014 gab es wegen des Überangebots von Rohöl ein Minus von 60 Prozent. Die Erdöl exportierenden Länder verloren hunderte Milliarden Dollar, was zu Engpässen in den Staatshaushalten führte.
    Bundesliga: Köln gewinnt in Mainz:
    ZUM SPORT: In der 1. Fußballbundesliga gab es am Sonntag zwei Begegnungen: Borussia Dortmund - Hamburger SV 3:0, Mainz 05 - 1. FC Köln 2:3. Spitzenreiter bleibt Bayern München mit sieben Punkten Vorsprung, es folgen Dortmund und Leverkusen, am Tabellenende stehen Bremen, Frankfurt und Schlusslicht Hannover.
    9 min
  • 16.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Entscheidung zum Böhmermann-Fall sorgt für Diskussionen:
    Die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, strafrechtliche Ermittlungen gegen den Satiriker Jan Böhmermann wegen Beleidigung des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan zuzulassen, sorgt weiter für heftige Diskussionen. Der frühere Bundestagspräsident und SPD-Politiker Wolfgang Thierse begrüßte den Entschluss, obwohl die Minister der SPD dagegen waren. Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach übte hingegen deutliche Kritik an der Entscheidung der Kanzlerin. ZDF-Intendant Thomas Bellut sicherte Böhmermann die volle rechtliche Unterstützung des Senders zu. Böhmermann hatte in seiner Show im ZDF ein Schmähgedicht über Erdogan vorgetragen. Die türkische Regierung hatte daraufhin die Strafverfolgung des Moderators verlangt. Der Paragraf 103 im Strafgesetzbuch über die Beleidigung ausländischer Staatschefs, auf den sich Ankara beruft, soll nach Angaben Merkels abgeschafft werden.
    Tote bei weiterem Erdbeben in Japan:
    Bei einem erneuten Erdbeben im Südwesten Japans sind nach neuen Angaben mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 700 Menschen wurden nach Berichten örtlicher Medien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Das Beben der Stärke 7,3 ereignete sich auf Japans südlicher Hauptinsel Kyushu. Dort hatte es erst am vergangenen Donnerstag schwere Erdstöße gegeben. Dabei waren mindestens neun Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt worden. Die Behörden rechnen nach dem neuerlichen Beben mit beträchtlichen Schäden. Fernsehbilder zeigten zerstörte Häuser und Straßen. In rund 200.000 Haushalten fiel der Strom aus. Es wird befürchtet, dass sich noch Verschüttete unter den Trümmern befinden.
    Neues internationales Hilfspaket für Syrien-Flüchtlinge:
    Unter Führung der Weltbank haben Deutschland und sieben weitere Nationen sowie die Europäische Kommission ein milliardenschweres Hilfspaket zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien im Libanon und in Jordanien geschnürt. 141 Millionen Dollar sollen als Zuschüsse fließen, eine Milliarde Dollar in Krediten und weitere 500 Millionen Dollar als Bürgschaften. Zu den Unterstützern gehören auch die USA, Kanada, Japan, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Norwegen. Die Bundesrepublik beteiligt sich nach Angaben des Entwicklungsministeriums mit 20 Millionen Euro.
    Papst Franziskus reist zu Flüchtlingen auf Lesbos:
    Papst Franziskus fliegt an diesem Samstag zu einem fünfstündigen Kurzbesuch auf die griechische Insel Lesbos. Er besucht dort zusammen mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. und dem Athener Erzbischof Hieronymus ein Flüchtlingslager. Die Kirchenführer wollen etwa 250 Asylbewerber persönlich begrüßen und mit acht von ihnen zu Mittag essen. Geplant ist auch ein Treffen zwischen Franziskus und dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Zum Abschluss der Reise wird der Papst an einem der Häfen der Insel an die Flüchtlinge erinnern, die die Überfahrt aus der Türkei nicht überlebt haben. Auf Lesbos leben derzeit mehr als 4000 Flüchtlinge. Die meisten von ihnen sollen gemäß dem zwischen EU und Ankara geschlossenen Abkommen in die Türkei zurückgebracht werden.
    UN-Sicherheitsrat verurteilt neuen nordkoreanischen Raketentest:
    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas verurteilt. Auch wenn der Test gescheitert sei, stelle er doch eine klare Verletzung von UN-Resolutionen dar, teilte der Rat in New York mit. Nordkorea hatte am Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung eine ballistische Mittelstreckenrakete getestet, was allerdings fehlschlug. Der UN-Sicherheitsrat behielt sich weitere Strafen gegen das international isolierte kommunistische Land vor. Gegen Nordkorea sind seit 2006 UN-Sanktionen in Kraft. Sie wurden im März als Reaktion auf neue Atom- und Raketentests weiter verschärft.
    Polens Außenminister: Russland größere Bedrohung als IS:
    Russland stellt nach Ansicht des polnischen Außenministers Witold Waszczykowski eine größere Gefahr für Europa dar als die Terrormiliz "Islamischer Staat", IS. Die Aktivitäten Russlands empfinde er als existenzielle Bedrohung, weil sie Länder zerstören könnten, sagte Waszczykowski bei einer Diskussion über die Zukunft der NATO in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Vom IS gehe eine sehr große Gefahr aus, die Dschihadisten bedrohten Europa aber nicht in seiner Existenz. Waszczykowski rief die NATO auf, ihre Präsenz im östlichen Bündnisgebiet zu verstärken, um Entschlossenheit gegenüber Russland zu demonstrieren.
    9 min

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