Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 11.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Japan gedenkt der Opfer von Fukushima von vor fünf Jahren:
    Japan hat der Opfer der von einem Erdbeben ausgelösten Tsunami- und Atomkatastrophe vor fünf Jahren gedacht. Mit einer Schweigeminute erinnerte das Land an die rund 18.500 Toten vom 11. März 2011. Bei der schwersten Atomkatastrophe seit Tschernobyl war es im Atomkraftwerk Fukushima kurz nach dem Beben zu Kernschmelzen gekommen. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Atomruine vollständig zurückgebaut ist. Derweil müssen Zehntausende Menschen weiterhin in containerähnlichen Behelfsunterkünften hausen. Der Wiederaufbau der unter Abwanderung und Überalterung der Bevölkerung leidenden Region geht nur schleppend voran.
    Mazedoniens Präsident kritisiert europäische Flüchtlingspolitik :
    Mit scharfen Worten hat Mazedoniens Präsident Djordje Ivanov der Bundesregierung politisches Versagen in der Flüchtlingskrise vorgeworfen und sein Land als Opfer der EU-Institutionen dargestellt. Bei der Humanität habe Deutschland sehr gut gehandelt, aber bei der Sicherheit völlig versagt, sagte Ivanov der "Bild"-Zeitung. So habe Mazedonien einen Austausch von Daten über mutmaßliche Dschihadisten angeboten, doch weder von deutscher noch von europäischer Seite sei darauf eingegangen worden. Inzwischen schütze Mazedonien als "Nicht-EU-Land Europa vor einem EU-Land, nämlich Griechenland". Athen habe "die Flüchtlinge mangelhaft kontrolliert beziehungsweise einfach weitergeschickt", warf er dem Nachbarn und Erzrivalen vor. Während nun die Türkei am Verhandlungstisch mit der EU sitze, sei Mazedonien lediglich "Teil der Speisekarte", klagte Ivanov. Mazedonien sei aus Sicht der Europäischen Union "nichts, kein EU-Land, kein Schengen, keine NATO. Niemand will uns."
    Nordkoreas Machthaber Kim kündigt neue Atomwaffentests an:
    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat neue Atomwaffentests angekündigt. Dabei sollten die kleineren Atomsprengköpfe getestet werden, deren standardisierte Herstellung Kim am Mittwoch verkündet hatte, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Nationale Verteidigungskommission in Pjöngjang bekanntgegeben, dass nordkoreanischen Experten die Entwicklung kleinerer Atomsprengköpfe gelungen sei. Nordkorea hatte am 6. Januar seinen vierten Atomwaffentest seit dem Jahr 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekanntgegeben. Beides verstieß gegen UN-Resolutionen. Der UN-Sicherheitsrat verhängte daraufhin die bislang schärfsten Sanktionen gegen das abgeschottete kommunistische Land.
    Ägyptens Ex-Außenminister neuer Generalsekretär der Arabischen Liga:
    Der frühere ägyptische Außenminister Ahmed Abul-Gheit (73) ist zum neuen Generalsekretär der Arabischen Liga gewählt worden. Er tritt Ende Juni die Nachfolge des ebenfalls ägyptischen Diplomaten Nabil al-Arabi (80) an, der keine zweite fünfjährige Amtszeit anstrebte. Abul-Gheit war der letzte Außenminister unter dem 2011 gestürzten ägyptischen Langzeitherrscher Hosni Mubarak. --- Die Arabische Liga wurde seit ihrer Gründung 1945 fast durchgängig von Ägyptern geleitet. Mitglieder sind 21 arabische Staaten in Vorderasien und Afrika sowie die palästinensischen Autonomiegebiete.
    Trump verkündet Unterstützung durch Ex-Mitbewerber Carson:
    Der populistische Geschäftsmann Donald Trump wird bei seiner Bewerbung um die US-Präsidentschaftskandidatur von seinem ehemaligen Konkurrenten Ben Carson unterstützt. Dies verkündete Trump bei einer TV-Debatte der republikanischen Bewerber in Miami im US-Bundesstaat Florida. Der ehemalige Neurochirurg Carson, der sich vergangene Woche aus dem Rennen zurückgezogen hatte, sagte im Sender Fox News, er tendiere zu einer Unterstützung Trumps. Trump hatte sich noch bis vor kurzem immer wieder über seinen glücklosen Ex-Mitbewerber lustig gemacht. Dazu sagte Carson bei Fox News, es gebe zwei Donald Trumps. Während der eine vor Kameras und großem Publikum ein "Entertainer" sei, sei der andere "ein denkendes Individuum".
    Medien: VW manipulierte Dieselmotoren auch nach US-Ermittlungen weiter:
    Die Manipulationen an Dieselmotoren im Volkswagen-Konzern sind laut einem Medienbericht noch umfangreicher als bisher bekannt. Sie wurden demnach sogar noch verstärkt, als die US-Behörden bereits ermittelten. VW habe die Manipulationssoftware in Dieselfahrzeugen überarbeitet, als die kalifornische Umweltbehörde Carb den Konzern schon monatelang wegen erhöhter Abgaswerte im Visier gehabt habe, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". VW-Entwickler hätten durch ein Software-Update dafür gesorgt, dass die Partikelfilter noch häufiger als ursprünglich außer Betrieb gesetzt wurden.
    11 min
  • 10.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Balkanroute für Flüchtlinge ist dicht:
    Die Balkanroute für Flüchtlinge ist faktisch geschlossen. Slowenien, Kroatien, Serbien und Mazedonien lassen niemanden ohne gültigen Reisepass und Visa mehr passieren. Damit sitzen mehr als 35.000 Menschen in Griechenland fest. Auch das Schicksal der Flüchtlinge, die bereits auf der Strecke nach Westeuropa unterwegs sind, ist offen. Ungarn rief den Krisenzustand aus, Polizei und Militär an der Grenze sollen verstärkt werden. In Gang gesetzt wurde die Kettenreaktion von Slowenien. Die Regierung dort hatte am Dienstag angekündigt, wieder streng die Schengen-Regeln anzuwenden. Über die Balkanroute waren 2015 mehr als eine Million Menschen nach Österreich und vor allem nach Deutschland gekommen. Kanzlerin Angela Merkel kritisierte die faktische Abriegelung der Balkanroute, EU-Ratspräsident Donald Tusk dagegen begrüßte die Entwicklung.
    Suu Kyi nominiert Weggefährten für Amt des Präsidenten in Myanmar:
    In Myanmar hat die Partei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ihre beiden Kandidaten für das Präsidentenamt nominiert. Es sind Htin Kyaw, Direktor einer Wohltätigkeitsorganisation, und Henry Van Thio, ein Abgeordneter der ethnischen Minderheit der Chin. Ein weiterer Kandidat wird von den Militärabgeordneten nominiert, die in beiden Häusern des Parlaments je 25 Prozent der Sitze haben. Htin Kyaw ist ein alter Weggefährte Suu Kyis und hat wie sie in Oxford studiert. Die Abgeordneten stimmen voraussichtlich kommende Woche ab, wer von den drei Kandidaten Präsident wird. Das Amt ist Suu Kyis Partei, der Nationalliga für Demokratie (NLD), sicher, weil sie die absolute Mehrheit in beiden Häusern hat. Die beiden anderen Kandidaten werden Vizepräsidenten. Suu Kyi selbst kann laut Verfassung nicht kandidieren, will aber die Regierungsgeschäfte führen.
    Brasiliens Ex-Präsident Lula soll angeklagt werden:
    Die Staatsanwaltschaft von São Paulo will den früheren Präsidenten Brasiliens, Luiz Inacio Lula da Silva, wegen Geldwäsche anklagen. Die Ermittler übersandten der Justiz ein entsprechendes Gesuch. Dabei geht es um ein Apartment in Guaruja an der Atlantikküste. Die Ermittler vermuten, dass Lula die Immobilie als Gegenleistung für Hilfe bei Auftragsvergaben erhielt. Der frühere Staatschef (2003-2011) bestreitet die Vorwürfe. Am Freitag war sein Privat-Haus durchsucht worden, Lula musste zum Verhör. Seit 2014 ermittelt die Justiz in einem Korruptionsskandal um Schmiergeldzahlungen beim größten Unternehmen des Landes, dem Ölkonzern Petrobras. Es laufen Ermittlungen, die auch seine Nachfolgerin Dilma Rousseff unter Druck setzen.
    Polnisches Verfassungsgericht kippt Justizreform der Regierung:
    Das polnische Verfassungsgericht hat die von der nationalkonservativen Regierung angestrebte Justizreform gekippt. Eine Beschneidung ihrer Arbeitsfähigkeit sei nicht hinnehmbar, befanden die Verfassungshüter. Die Regierung fühlt sich an das Urteil des höchsten Gerichtes allerdings nicht gebunden. Damit verschärft sich inmitten wiederholter Proteste der Bevölkerung gegen die Regierungspartei PiS die Verfassungskrise in Polen. Die PiS hatte ein Gesetz verabschiedet, das die Zahl der Richter erhöht, die für ein Urteil nötig sind. Zudem werden Ernennungen von Richtern, die noch von der Vorgängerregierung stammen, rückgängig gemacht.
    US-Chef Michael Horn verlässt Volkswagen im Abgas-Skandal:
    Der US-Vorstandschef von VW, Michael Horn, tritt im Abgas-Skandal zurück. Im gegenseitigen Einverständnis mit der Konzernführung verlasse Horn das Unternehmen mit sofortiger Wirkung, teilte die US-Tochter Volkswagen Group of America mit. Horn hatte den Spitzenjob erst im Januar 2014 angetreten. In die Amtszeit des 54-Jährigen fiel das Bekanntwerden der Affäre um manipulierte Abgaswerte, die den Konzern in eine schwere Krise gestürzt hat. Der ehemalige Konzern-Chef Martin Winterkorn war bereits im September zurückgetreten, wenige Tage vorher hatte das US-Umweltamt EPA den Skandal publik gemacht.
    Von der Leyen darf Doktortitel behalten:
    Glimpfliches Ende der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit von Ursula von der Leyen (CDU): Nach monatelanger Prüfung hat die Medizinische Hochschule Hannover den Doktortitel der Verteidigungsministerin trotz handwerklicher Fehler bestätigt. An einigen Stellen habe von der Leyen Texte anderer Wissenschaftler übernommen, ohne dies entsprechend zu kennzeichnen, sagte der Präsident der Hochschule, Christopher Baum. Es liege aber keine Täuschungsabsicht vor. In der Vergangenheit sahen sich mehrere Politiker mit Plagiatsaffären konfrontiert. So trat zum Beispiel der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) 2011 kurz nach Entzug seines Doktortitels zurück.
    11 min
  • 09.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Weitere Balkanländer schließen Grenzen für Flüchtlinge:
    Die sogenannte Balkanroute für Migranten in Richtung Mitteleuropa ist faktisch dicht. Slowenien lässt seit Mitternacht keine Flüchtlinge mehr durch. Künftig dürften Schutzsuchende nur in das Land kommen, wenn sie dort Asyl beantragen wollten oder in Einzelfällen aus humanitären Gründen, erklärte das slowenische Innenministerium. Als Reaktion kündigte Serbien an, seinerseits an den Grenzen zu Bulgarien und Mazedonien ebenso zu verfahren. - In Griechenland stauen sich inzwischen weit über 30.000 Flüchtlinge, die nicht mehr weiterreisen können. Die Europäische Union verhandelt mit der Türkei über ein Rücknahmeabkommen im Gegenzug für weitere Milliardenhilfen und Visa-Erleichterungen für türkische Staatsbürger. Darüber soll in der kommenden Woche beim nächsten EU-Gipfel entschieden werden.
    Hilfsorganisation: 250.000 syrische Kinder leiden an Hunger:
    Eine Viertelmillion Kinder in den belagerten Gebieten in Syrien leiden unter Hunger. Das berichtete die Hilfsorganisation "Save the Children" in New York. Die Betroffenen hätten zudem so gut wie keinen Zugang zu Medikamenten und zu sauberem Wasser. Zahlreiche Kinder seien bereits an Hunger gestorben, andere ernährten sich einmal täglich von gekochten Blättern oder von Tierfutter. Ärzte müssten zudem bei Kerzenlicht operieren. Der Bürgerkrieg begann vor fünf Jahren.
    Trump siegreich - empfindliche Niederlage für Clinton:
    Der Unternehmer Donald Trump hat die Vorwahlen der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur in Michigan und Mississippi gewonnen. Er baute damit seine Führung bei den Delegiertenstimmen für den Parteitag weiter aus. In Idaho unterlag Trump aber seinem Konkurrenten Ted Cruz. Bei den Demokraten siegte Favoritin Hillary Clinton mit deutlichem Vorsprung in Mississippi. Dabei profitierte sie vor allem von der überwältigenden Unterstützung durch afroamerikanische Wähler. In Michigan musste sie aber eine empfindliche Niederlage einstecken. Dort lag nach der Auszählung fast aller Stimmen Bernie Sanders vorne.
    Zika-Virus gefährlicher als gedacht:
    Fünf Wochen nach Ausrufung eines globalen Gesundheitsnotstands wegen des Zika-Virus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Reisewarnung für Schwangere herausgegeben. Werdenden Müttern werde geraten, sich nicht in Regionen zu begeben, die von der Epidemie betroffen sind, erklärte die WHO. Nach neuesten Erkenntnissen ist der Zika-Erreger gefährlicher als gedacht. Er löse womöglich nicht nur Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen aus, sondern berge weitere Risiken für Schwangere, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Hierzu gehörten etwa der Tod des Fötus, Wachstumsverzögerungen und Schäden des zentralen Nervensystems. Das vor allem durch Stechmücken verbreitete Virus wurde bislang in mehr als 50 Ländern nachgewiesen. Besonders betroffen ist Brasilien.
    Medien: US-Justiz weitet Ermittlungen gegen VW aus:
    Das US-Justizministerium hat seine Ermittlungen gegen den VW-Konzern wegen des Abgasskandals ausgedehnt. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, prüft die Behörde nun auch mögliche Verstöße gegen Steuergesetze sowie einen möglichen Bankbetrug. Konkret geht es bei den Ermittlungen darum, ob Kreditgeber durch die Manipulationen an den Abgaswerten von VW-Dieselfahrzeugen bei der Autofinanzierung gefährdet wurden. Betroffene Fahrzeuge waren ursprünglich als umweltfreundlich vermarktet worden und haben durch die Affäre erheblich an Wert verloren. Zudem wird laut Medienbericht geprüft, ob VW für Steuergutschriften haftbar ist, die US-Autokäufer für den vermeintlich geringen Abgas-Ausstoß erhalten haben.
    Lit.Cologne steht im Zeichen der Flüchtlinge:
    Mit der Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises hat das Kölner Literaturfestival Lit.Cologne begonnen. Ausgezeichnet wurden unter anderen die Berliner Schauspieler Lars Eidinger und Sophie Rois als beste Interpreten. Das nach Angaben der Veranstalter größte Literaturfestival Europas bietet bis Samstag kommender Woche mehr als 180 Veranstaltungen. Es wird mit über 100.000 Besuchern gerechnet. Ein Schwerpunkt ist in diesem Jahr das Thema Flüchtlinge.
    Champions League: "Wölfe" sind weiter:
    André Schürrle hat den VfL Wolfsburg erstmals ins Viertelfinale der Champions League geschossen. Er erzielte beim glanzlosen 1:0-Sieg des Bundesligisten gegen KAA Gent in der 74. Minute den einzigen Treffer. Gegen den belgischen Meister hatte Wolfsburg bereits das Hinspiel mit 3:2 gewonnen. - Auch Real Madrid steht im Viertelfinale. Der zehnfache Königsklassen-Sieger gewann das Rückspiel gegen den AS Rom mit 2:0. Das Hinspiel in Rom hatte Real ebenfalls mit 2:0 für sich entschieden. Die Tore erzielten Cristiano Ronaldo und James Rodríguez.
    9 min
  • 08.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    EU hofft auf Durchbruch mit Türkei:
    Der EU-Sondergipfel in Brüssel ist ohne Beschluss zu einem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei zu Ende gegangen. Bis zum nächsten EU-Gipfel in der kommenden Woche soll über einen überraschend eingebrachten Vorschlag Ankaras weiter verhandelt werden. Das Angebot des türkischen Regierungschefs Ahmet Davutoglu sieht vor, dass die EU alle illegal einreisenden Migranten von Griechenland in die Türkei zurückschicken kann. Zugleich müsste sie dafür ebenso viele Flüchtlinge direkt von türkischem Gebiet aus aufnehmen. Davutoglu verlangte außerdem eine Verdopplung der EU-Hilfen an sein Land von drei auf sechs Milliarden Euro. EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärte, er habe keinen Zweifel an einem Erfolg der Verhandlungen. Die "Tage der ungeregelten Migration" seien vorüber. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, man stehe vor einem Durchbruch. Bis dahin gebe es allerdings noch viel Arbeit.
    NATO startet Einsatz im Mittelmeer:
    Die NATO hat an den Schleuserrouten in der Ägäis Kriegsschiffe positioniert. Das von der Bundeswehr bereitgestellte Führungsschiff "Bonn" sei in das Seegebiet zwischen der türkischen Küste und der griechischen Insel Lesbos eingefahren, bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Griechenland und die Türkei hatten erst kurz zuvor die Freigabe für ihre Seegebiete erteilt. Die NATO will dort Informationen über Schlepper sammeln und diese an die türkischen Behörden melden. Der Generalsekretär des Militärbündnisses, Jens Stoltenberg, sagte in Brüssel, die NATO-Schiffe würden "Flüchtlingsboote nicht zurückdrängen". Menschen, die aus Seenot gerettet würden, sollten in die Türkei zurückgebracht werden.
    Enttäuschung über neuen Bericht zu MH370-Verschwinden:
    Ein neuer Bericht zum mysteriösen Verschwinden von Malaysia-Airlines-Flug MH370 vor genau zwei Jahren hat die Angehörigen enttäuscht. Entgegen den Erwartungen legten die Ermittler keine neuen Erkenntnisse vor, warum die Boeing 777 am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord vom Radar verschwand und was sich an Bord abgespielt haben könnte. Die Vereinten Nationen kündigten an, Vorkehrungen gegen ähnliche Fälle zu treffen. Wie die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO mitteilte, müssen Passagierflugzeuge bald Geräte an Bord haben, die im Notfall die Position einer Maschine im Minutentakt übermitteln. Die Stimmenrekorder im Cockpit sollen künftig bis zu 25 Stunden lang aufzeichnen, um den kompletten Flug abzubilden. Die neuen Vorschriften müssen spätestens bis zum Jahr 2021 umgesetzt werden.
    Netanjahu schlägt Gespräch mit Obama aus:
    Die Differenzen zwischen US-Präsident Barack Obama und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu halten an. Das Weiße Haus erklärte, Netanjahu habe ein Angebot für ein Treffen mit Obama in Washington für Mitte März ausgeschlagen. Aus dem Büro Netanjahus war zunächst nichts über den Vorgang zu erfahren. Das Verhältnis zwischen den Politikern gilt als zerrüttet. Zuletzt hatte Netanjahu dem US-Präsidenten vorgeworfen, das Atomabkommen mit Israels Erzfeind Iran vorangetrieben zu haben. Israel fühlt sich vom Iran in seiner Existenz bedroht.
    Ende des Booms: Chinas Export bricht um 25 Prozent ein:
    Mit Chinas Außenhandel geht es weiter steil bergab. Insgesamt sind nach Angaben der Zollverwaltung in Peking die Ausfuhren im Vergleich zu vor einem Jahr um gut ein Viertel auf rund 126 Milliarden Dollar gefallen. Das sei der stärkste Rückgang seit Mai 2009. Die Importe von Waren gingen im Februar um knapp 14 Prozent auf gut 93 Milliarden Dollar zurück. Experten beunruhigen die schlechten Zahlen. Sie hatten zwar mit einem erneuten Minus gerechnet, aber nicht mit einem so drastischen Rückgang. Als ein Grund für die Rückgänge wird eine schwache globale Nachfrage genannt.
    Medien: Deutsche Ermittler besitzen geheime IS-Papiere:
    Das Bundeskriminalamt (BKA) verfügt laut Medienberichten über geheime Personalakten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Die Papiere sollen auch Informationen zu zahlreichen deutschen Kämpfern enthalten. Wie der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" meldet, müssen ausländische IS-Kämpfer nach ihrer Ankunft in Syrien umfassende Angaben zu ihrer Person machen. Ein BKA-Sprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, seiner Behörde lägen derartige Papiere vor, die mit hoher Wahrscheinlichkeit echt seien. Sie würden nun zur Strafverfolgung genutzt. Nach Zählung des BKA sind bislang mehr als 800 deutsche Dschihadisten in das syrische Kriegsgebiet ausgereist. Rund ein Drittel von ihnen ist nach Deutschland zurückgekehrt.
    11 min
  • 07.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Österreich: Balkanroute bleibt auch nach EU-Gipfel dicht:
    Die EU-Staats- und Regierungschefs werden nach Aussage des österreichischen Außenministers Sebastian Kurz an diesem Montag beschließen, dass die Balkanroute für Migranten geschlossen bleibt. Zudem würden sie die Politik des "Durchwinkens" von Flüchtlingen für beendet erklären, sagte Kurz im deutschen Fernsehen. Vor dem EU-Gipfel in Brüssel beraten die 28 Staats- und Regierungschefs mit dem türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu, wie der Migrationsstrom aus der Türkei Richtung Europa gestoppt werden kann. Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich dazu am Abend mit Davutoglu zum Vorgespräch. Derweil berichtet die "Financial Times", die EU-Kommission wolle eine zentrale Stelle für die Beantragung von Asyl einrichten. Der Vorschlag solle auf dem nächsten EU-Gipfel am 17. März vorgestellt werden. Derzeit müssen Asylbewerber ihren Antrag im ersten EU-Land stellen, in dem sie ankommen. Das sogenannte Dublin-System ist durch den großen Andrang von Flüchtlingen aber de facto außer Kraft.
    Nordkorea droht vor Manöver der USA und Südkoreas mit Atomschlag:
    Kurz vor Beginn eines gemeinsamen Manövers der USA und Südkoreas hat Nordkorea erneut mit einem "Präventiv"-Einsatz seiner Atomwaffen gegen die beiden Länder gedroht. Es drohe eine "präventive Atomattacke im Namen der Gerechtigkeit", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA aus einer Erklärung des Oberkommandos der nordkoreanischen Streitkräfte. Die USA und Südkorea starten heute ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver, an dem zehntausende Soldaten beteiligt sind. Bereits Anfang März nach der Verschärfung der UN-Sanktionen hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angeordnet, die Atomwaffen des Landes zum Einsatz bereit zu machen - auch für einen Präventivschlag. Kriegsdrohungen gehören zur Rhetorik des isolierten Staates, wann immer die Spannungen wachsen, doch sind sich die meisten Experten einig, dass der Norden kein Interesse an einem militärischen Konflikt hat.
    Republikaner Rubio gewinnt US-Vorwahl in Puerto Rico:
    Kleines Trostpflaster für US-Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio: Nach seinem schlechten Abschneiden bei einer Vorwahlserie am Samstag hat er am Sonntag in Puerto Rico klar gewonnen, wie die Sender CNN und MSNBC berichteten. Demnach lag der Senator aus Florida nach Teilauszählungen mit etwa 70 Prozent vor Multimilliardär Donald Trump. Auf dem dritten Rang folgte der texanische Senator Ted Cruz, vierter war Ohios Gouverneur John Kasich. Insgesamt hat Rubio erst zwei von 20 Vorwahlen der Republikaner gewonnen. Spitzenreiter ist Trump, gefolgt von Cruz. Bei den Demokraten setzte sich in Maine Bernie Sanders, der Senator aus Vermont, mit 64 Prozent gegen Ex-Außenministerin Hillary Clinton durch. Clinton hatte zuvor in Louisiana gewonnen, Sanders in Kansas und Nebraska. Die Vorentscheidung dürfte in beiden Parteien am 15. März fallen. Dann geht es um die Schlüsselstaaten Florida und Ohio sowie Illinois, Missouri und North Carolina.
    Rechtspopulistische AfD glänzt bei Kommunalwahlen in Hessen:
    Bei den hessischen Kommunalwahlen ist die rechtspopulistische Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) nach Zwischenergebnissen aus dem Stand heraus zur drittstärksten Kraft geworden. Eine Woche vor den Landtagswahlen in drei anderen Bundesländern erzielte sie 13,2 Prozent. Landesweit lag die CDU mit 28,2 Prozent vorn, knapp vor der SPD mit 28,0 Prozent. In Frankfurt, der größten Stadt Hessens, kam die AfD auf gut zehn Prozent. Die schwarz-grüne Koalition dort wurde abgewählt. Die AfD stellt sich klar gegen die Flüchtlings- und Asylpolitik von Kanzlerin Angela Merkel. Rund 4,7 Millionen Hessen, darunter 360.000 nichtdeutsche EU-Staatsbürger, waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahlbeteiligung war insgesamt schwach, in Frankfurt mit nur 37 Prozent sogar sehr schwach.
    Aus für Atomkraftwerk in Fessenheim doch schon 2016?:
    Frankreich will das umstrittene Atomkraftwerk Fessenheim anscheinend nun doch bis Ende des Jahres schließen. Wohnungsbauministerin Emmanuelle Cosse sagte, Präsident François Hollande habe ihr wiederholt erklärt, dass der Zeitplan die Schließung von Fessenheim 2016 vorsehe. Allerdings hatte Hollande noch im September eine Abschaltung in diesem Jahr ausgeschlossen. Er begründete dies mit Verzögerungen beim Bau eines Reaktors der neuen Generation, der erst 2018 in Betrieb gehen soll. Das älteste französische Atomkraftwerk war am Freitag erneut in die Schlagzeilen geraten, als deutsche Medien über einen gravierenden Störfall im April 2014 berichteten. Der staatliche Stromkonzern EDF, der das Kraftwerk betreibt, spielte den Vorfall herunter, erst jetzt wurde die Bedeutung der Öffentlichkeit bekannt. Nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde ASN ist der Zustand des Kraftwerks "insgesamt zufriedenstellend". Nach dem jüngsten Vorfall forderten Umweltministerin Barbara Hendricks und andere deutsche Politiker erneut, die Anlage vom Netz zu nehmen.
    10 min
  • 05.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Türkische Polizei stürmt Zeitungredaktion:
    Die türkische Polizei hat den Sitz der regierungskritischen Zeitung "Zaman" gestürmt. Dabei setzten die Sicherheitskräfte Tränengas und Wasserwerfer gegen Hunderte Demonstranten ein, die sich vor dem Sitz der Redaktion versammelt hatten. Die Menschen protestierten gegen ein Gerichtsurteil, das die Zeitung unter Kontrolle des Staates gestellt hatte. "Zaman" ist eine der führenden regierungskritischen Zeitungen des Landes und steht der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen nahe. Staatschef Recep Tayyip Erdogan betrachtet seinen ehemaligen Weggefährten Gülen mittlerweile als Erzfeind und wirft ihm vor, einen Staatsstreich zu planen. In den vergangenen Monaten hatten die türkische Regierung und die Justiz ihr Vorgehen gegen kritische Medien verschärft. Auf einer Rangliste zum Stand der Pressefreiheit der Organisation "Reporter ohne Grenzen" liegt die Türkei aktuell auf Platz 149 von 180 Staaten.
    Syrische Opposition zweifelt an Friedensgesprächen:
    Das wichtigste Oppositionsbündnis Syriens sieht die Voraussetzungen für weitere Friedensgespräche mit dem Regime derzeit nicht erfüllt. Der Koordinator des Hohen Verhandlungskomitees (HNC), Riad Hidschab, gab als Grund wiederholte Brüche der Waffenruhe sowie die anhaltende Belagerung von Städten durch die syrische Armee an. Die Opposition mache ihre Teilnahme an den Gesprächen unter UN-Schirmherrschaft von den unmittelbaren Entwicklungen abhängig, sagte Hidschab. Die Anfang Februar begonnenen Friedensgespräche sollen Vertreter der syrischen Regierung und der Rebellen an einen Tisch bringen. Ziel ist es, den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden, eine Übergangsregierung zu bilden sowie eine neue Verfassung zu erarbeiten und Neuwahlen vorzubereiten. Im Syrien-Krieg wurden schätzungsweise mehr als 270.000 Menschen getötet.
    Slowenien verschärft Asylregeln:
    Das slowenische Parlament hat eine schärfere Asylgesetzgebung verabschiedet. Ziel sei es, Asylverfahren für Schutzbedürftige zu beschleunigen, sagte Innenministerin Vesna Gyorkos Znidar im Parlament. Zugleich ermögliche das Gesetz eine effiziente Abweisung von Menschen, die nicht unter internationale Schutzbestimmungen fielen. Das neue Asylrecht sieht eine vereinfachte Abschiebung in sogenannte sichere Drittstaaten, kürzere Fristen für Beschwerden und weniger finanzielle Unterstützung für Schutzsuchende vor. Die Mitte-Rechts-Opposition boykottierte die Abstimmung, weil sie weitere Verschärfungen und eine Obergrenze für Flüchtlinge gefordert hatte. Dies war von der regierenden Mitte-Links-Koalition abgelehnt worden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte, Teile des Gesetzes verstießen gegen die Europäische Menschenrechtskonvention.
    Sánchez scheitert erneut bei Regierungsbildung in Spanien :
    In Spanien ist Sozialistenchef Pedro Sánchez erneut mit dem Versuch einer Regierungsbildung gescheitert. Mehr als zwei Monate nach der Wahl erhielt die Koalition aus den Sozialisten und der Zentrumspartei Ciudadanos im Parlament nicht die nötige Mehrheit. Nur 131 der 350 Abgeordneten stimmten für das Bündnis, 219 Parlamentarier votierten dagegen. Sánchez war bereits am Mittwoch mit dem ersten Versuch gescheitert, sich vom Parlament zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen. Die Parlamentswahl am 20. Dezember hatte keine klaren Mehrheiten ergeben. Die konservative Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy wurde zwar erneut stärkste Kraft, verlor aber ihre absolute Mehrheit. Rajoy gelang es danach nicht, eine Koalition zu bilden. Sollten die Parteien bis zum 2. Mai kein Bündnis schließen, müssen Neuwahlen angesetzt werden.
    Italien will Pizza als Weltkulturerbe anerkennen lassen:
    Italien will seine Pizza zum Weltkulturerbe machen: Der Antrag sei bei der zuständigen UN-Organisation UNESCO eingereicht worden, teilte die Regierung mit. Sie hoffe, dass die beliebte Speise bald in die entsprechende Liste aufgenommen werde. Die Kunst des Pizzabackens sei ein Symbol Italiens in der ganzen Welt, sagte Landwirtschaftsminister Maurizio Martina. Die Traditionen der italienischen Lebensmittelherstellung müssten geschützt werden. Die Idee zu dem Fladenbrot, das traditionell mit Tomatensoße und Mozzarella-Käse belegt wird, stammt vermutlich aus der Gegend von Neapel. Die in Paris ansässige UNESCO soll voraussichtlich bis Ende 2017 über den Antrag entscheiden. Sie schützt nicht nur Kulturgüter, sondern auch "immaterielles Kulturerbe". In Italien gehören dazu unter anderem das sizilianische Marionettentheater Opera dei Pupi und die traditionelle Geigenbaukunst in Cremona.
    9 min
  • 04.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Anstieg von Missbrauchsvorwürfen gegen UN-Soldaten:
    Die Vereinten Nationen melden einen "zutiefst besorgniserregenden" Anstieg bei Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs durch UN-Blauhelm-Soldaten. Allein im vergangenen Jahr gab es 69 Anschuldigungen gegen Soldaten aus 21 Ländern. Dies geht aus einem Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hervor, aus dem mehrere Nachrichtenagenturen zitieren. Erstmals werden darin auch die betroffenen Länder genannt. An erster Stelle der Verdachtsfälle stehen demnach Soldaten aus der Demokratischen Republik Kongo mit sieben Beschuldigungen, gefolgt von Marokko und Südafrika mit je vier Vorwürfen. Die meisten Beschwerden richteten sich gegen Soldaten afrikanischer Länder. Betroffen waren aber auch Polizisten aus Deutschland und weiteren Industriestaaten, die bei UN-Blauhelm-Missionen dabei waren. Keiner der Fälle aus dem vergangenen Jahr hatte bisher strafrechtliche Folgen für die Beschuldigten. - Nach den Regelungen der UN obliegt es dem Entsendestaat, seine Soldaten oder Polizisten zur Rechenschaft zu ziehen. Bei Vorwürfen, die das Jahr 2014 betreffen, hatte es in wenigen Einzelfällen geringe Haftstrafen gegeben. Menschenrechtsgruppen haben die weitgehende Straflosigkeit für UN-Blauhelme angeprangert.
    Französische Behörde spielte Störfall im AKW Fessenheim herunter:
    Ein Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze war einem Medienbericht zufolge gravierender als bislang bekannt. Die französische Atomaufsicht ASN habe den Vorfall im April 2014 gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde heruntergespielt, berichteten der öffentlich-rechtliche Sender WDR und die "Süddeutsche Zeitung". Ein Wassereinbruch hatte die Elektrik beschädigt und zur Abschaltung eines Reaktors geführt. Die Medien berufen sich auf ein Schreiben der ASN an den Leiter des Kraftwerks. Demnach seien die Steuerstäbe im Reaktorblock zeitweise nicht manövrierbar gewesen. Die Medien zitieren einen Reaktorexperten, demzufolge es eine vergleichbare Situation in Westeuropa bislang noch nicht gegeben habe.
    Nordkorea droht mit nuklearem Präventivschlag:
    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat nach der Verschärfung der Sanktionen gegen sein Land durch den UN-Sicherheitsrat mit dem Einsatz seiner Atomwaffen gedroht. Wie die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtet, ordnete Kim die sofortige Einsatzbereitschaft der Atomwaffen an. Das Militär bereite sich auf Präventivschläge vor, so Kim weiter. Die derzeitige Lage bezeichnete er als sehr heikel. Nordkorea hatte bereits am Donnerstag kurz nach dem Sanktionsbeschluss des Weltsicherheitsrats sechs Kurzstreckenraketen Richtung Meer abgefeuert. Die verschärften Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Land sind eine Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest vom 6. Januar und den Start einer Weltraumrakete einen Monat später. Laut UN sind es die strengsten Sanktionen, die das höchste UN-Gremium in mehr als 20 Jahren verhängt hat.
    Martin Schulz warnt vor Auseinanderbrechen der EU :
    Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, hat vor dem EU-Gipfel zur Flüchtlingskrise vor einem Scheitern der Europäischen Union gewarnt. "Auch wenn wir noch einmal 100 Stunden beieinander sitzen müssen, um einen wirkungsvollen europäischen Ansatz hinzubekommen, ist mir das lieber, als wenn der ganze Laden vor die Wand fährt", sagte Schulz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dem 30 Tageszeitungen angehören. In der aktuellen Flüchtlingskrise gebe es nicht die einfache und schnelle Lösung, betonte Schulz. Zugleich widersprach der SPD-Politiker der Ansicht, Deutschland sei in der Flüchtlingspolitik isoliert. Es gebe durchaus sehr viel Anerkennung dafür, wie verantwortungsvoll und hilfsbereit die Menschen in Deutschland und die Regierung mit der enormen Herausforderung der Flüchtlingskrise umgingen, erklärte Schulz.
    Spanien beschlagnahmt Uniformen für Dschihadisten:
    Die spanische Polizei hat 20.000 Uniformen beschlagnahmt, die für Dschihadisten im Irak und in Syrien bestimmt waren. Die Militäruniformen wurden im Februar in drei Schiffscontainern in den spanischen Häfen Valencia und Alicante entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Die Sicherheitskräfte überprüften die Ladung im Zuge ihrer Ermittlungen zu Waffenlieferungen an Dschihadisten. Die Uniformen seien als Altkleider deklariert worden, um keinen Verdacht zu erregen und Zollkontrollen ohne Probleme passieren zu können. Sieben Verdächtige seien festgenommen worden. Finanziert wurde das Geschäft über das Hawala-System, ein informelles Zahlungssystem in der muslimischen Welt, das auf Vertrauen basiert und nur schwer nachzuverfolgen ist.
    10 min
  • 03.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Nordkorea feuert Kurzstreckenraketen ab:
    Wenige Stunden nach der Verschärfung der UN-Sanktionen hat Nordkorea nach Angaben aus Seoul mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert. Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums sagte, die Geschosse seien von der Ostküste ins Meer abgefeuert worden. Der UN-Sicherheitsrat hatte zuvor als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomtest und den Start einer ballistischen Rakete seine bislang schärfsten Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang verhängt. Die Entscheidung fiel einstimmig. Die Sanktionen sehen unter anderem Kontrollen sämtlicher Frachtlieferungen von und nach Nordkorea vor. Weder Kohle noch Eisen, Eisenerz, Gold, Titan oder seltene Erden dürfen dem Land abgekauft werden. Treibstoff für Flugzeuge oder Raketen darf nicht mehr geliefert werden.
    Flüchtlinge nähen sich aus Protest Lippen zu:
    Verzweifelt über den Abriss ihrer Hütten im Flüchtlingslager im nordfranzösischen Calais haben sich mehrere Migranten ihre Münder zugenäht. Anschließend demonstrierten sie mit Plakaten auf denen stand "Wir sind Menschen", "Wo ist eure Demokratie?" und "Wo ist unsere Freiheit?" gegen ihre Lage. Unter dem Schutz französischer Polizei hatten Bauarbeiter am Montag damit begonnen, den südlichen Teil des auch "Dschungel" genannten Camps am Ärmelkanal zu räumen. Von dem Lager, in dem mehrere tausend Menschen unter erbärmlichsten hygienischen Bedingungen hausen, versuchen die Flüchtlinge, auf Züge, Lastwagen und Fähren zu gelangen, die sie von Frankreich nach Großbritannien bringen. Die Regierung in Paris will die Migranten von Calais auf andere Einrichtungen im Land verteilen.
    Österreich hält an restriktiver Flüchtlingspolitik fest:
    Angesichts der dramatischen Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze hat Österreichs Außenminister Sebastian Kurz mehr Druck auf Athen gefordert, damit die Flüchtlinge in den Registrierungszentren dort besser versorgt werden. "Wir müssen das Durchwinken von Griechenland nach Norden stoppen", sagte Kurz der "Süddeutschen Zeitung". Zugleich wies er darauf hin, dass auch seine Regierung eine europäische Lösung gemeinsam mit der Türkei anstrebe. Allerdings sei es "moralisch nicht hochwertiger", wenn die Migranten in der Türkei anstatt in Griechenland oder Mazedonien aufgehalten würden. Kritik an der von Wien in der vorigen Woche initiierten Konferenz mehrerer Balkanländer und der weitgehenden Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge wies Kurz zurück. Die Öffnung der Grenzen im Sommer 2015 und das "Durchwinken" der Asylbewerber nach Mitteleuropa seien ein "schwerer Fehler" gewesen, der nun schnellstens korrigiert werden müsse.
    Sachsens Regierungs-Vize sieht Pegida-Sympathien bei der Polizei:
    Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) hat angesichts der fremdenfeindlichen Vorfälle in seinem Land schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Er frage sich, "ob die Sympathien für Pegida und die AfD innerhalb der sächsischen Polizei größer sind als im Bevölkerungsdurchschnitt", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". Bei den Sicherheitsbehörden seines Landes gebe es "großen Nachholbedarf bei der interkulturellen Kompetenz - und bei der Führungskultur". Dulig nahm auch Bezug auf die Ankündigung von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), wieder mehr Polizisten einstellen zu wollen. "Wir haben nicht nur ein quantitatives Problem bei der Polizei, sondern auch ein qualitatives." Er frage sich ernsthaft, ob die Lageeinschätzung von Polizeiführung und Verfassungsschutz immer angemessen sei, sagte Dulig weiter.
    Möglicherweise weiteres Wrackteil von Flug MH370 entdeckt:
    Ein vor der Küste Mosambiks entdecktes Wrackteil eines Flugzeugs stammt nach Angaben des malaysischen Verkehrsministeriums mit "hoher Wahrscheinlichkeit" von einer Boeing 777 - und könnte damit der im März 2014 verschollene Jumbojet MH370 von Malaysia Airlines sein. Wie der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai über den Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, arbeitet sein Land mit Australien zusammen, um das Wrackteil zu bergen und näher zu untersuchen. Der Minister warnte zugleich vor "unangemessenen Spekulationen" und übereilten Schlussfolgerungen. Die Herkunft des Gegenstandes müsse "erst noch bestätigt und nachgewiesen" werden. Das Flugzeug war am 8. März 2014 auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwunden. Experten vermuten, dass die Maschine vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean stürzte.
    10 min
  • 02.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Trump und Clinton dominieren den "Super Tuesday":
    Hillary Clinton und Donald Trump sind am "Super Tuesday" der US-Vorwahlen einer Präsidentschaftskandidatur für ihre Partei ein deutliches Stück näher gekommen. Der für die Republikaner antretende Geschäftsmann gewann mindestens acht Vorwahlen, die demokratische Ex-Außenministerin kam der Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei mit sieben Siegen einen großen Schritt näher. Bei den Republikanern ging Texas, das die meisten Delegiertenstimmen zu vergeben hatte, allerdings an den erzkonservativen Senator Ted Cruz. Auch Oklahoma ging an Cruz. In Minnesota gewann Marco Rubio. Die Demokratin Clinton musste mit Colorado, Vermont, Oklahoma und Minnesota vier Staaten ihrem sozialistischen Herausforderer Bernie Sanders überlassen, der "eine politische Revolution" ausrief. - Am "Super Tuesday" wurden rund 20 Prozent aller Delegierten vergeben; 600 bei den Republikanern und rund 1000 bei den Demokraten. Um nominiert zu werden, muss ein republikanischer Bewerber auf mindestens 1237 Delegierte kommen, ein demokratischer auf 2383.
    Mazedonien verstärkt Truppenpräsenz an Grenze zu Griechenland:
    Nach dem Tränengaseinsatz gegen Flüchtlinge an seiner Grenze zu Griechenland hat Mazedonien zusätzliche Soldaten mobilisiert: Man habe "die Truppenzahl erhöht, um die Grenzschutzpolizei zu verstärken", sagte Militärsprecher Toni Janevski der Nachrichtenagentur AFP. Auch die Polizeipräsenz sei "als Präventivmaßnahme nach den Ereignissen von Montag erhöht worden", sagte eine Sprecherin. Außenminister Nikola Poposki versuchte den Einsatz von Tränengas zu rechtfertigen, von dem auch Frauen und viele Kinder betroffen waren. Nach seinen Worten versuchten einige hundert männliche Flüchtlinge, mit Gewalt nach Mazedonien zu gelangen. - Nachdem Österreich eine tägliche Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen eingeführt hatte, machte das kleine Balkanland seine Grenze weitgehend dicht. Etwa 7000 Flüchtlinge sitzen weiter unter prekärsten Bedingungen auf griechischer Seite fest.
    USA lösen Frankreich als wichtigsten Handelspartner Deutschlands ab:
    Erstmals seit vier Jahrzehnten haben die USA Frankreich als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst. 2015 seien Waren im Wert von 173,2 Milliarden Euro zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten gehandelt worden, zwischen Deutschland und Frankreich in Höhe von 170,1 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Frankreich war den Angaben zufolge seit 1975 bei Exporten und Importen der wichtigste Handelspartner Deutschlands.
    Medien: Millionenklage von Altkanzler Kohl gegen Ex-Ghostwriter:
    Im Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Ghostwriter fordert Altbundeskanzler Helmut Kohl von Autor Heribert Schwan laut einem Medienbericht eine Schadenersatzzahlung von mindestens fünf Millionen Euro. Am Donnerstag werde der Prozess vor dem Landgericht Köln eröffnet, berichtet die "Bild"-Zeitung. In einem 2014 erschienenen Buch hatte Schwan ausführlich aus Tonband-Aufnahmen zitiert, die Kohl für seine Memoiren angefertigt, aber nie freigegeben hatte. Es gebe keinen vergleichbaren Fall, in dem ein langgedienter Staatsmann in gleicher Weise hintergangen und öffentlich bloßgestellt worden sei, argumentieren demnach Kohls Anwälte. Schwan hatte drastische Äußerungen des Altkanzlers über frühere Weggefährten wiedergegeben, darunter die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel. Kohl hatte vor Gericht bereits ein Veröffentlichungsverbot für zahlreiche Passagen erwirkt.
    Venezuelas oberstes Gericht beschneidet Parlamentsrechte:
    Der Oberste Gerichtshof von Venezuela hat dem Parlament untersagt, eine Reihe umstrittener Richterernennungen rückgängig zu machen. Mit einer Annullierung oder Überprüfung würde die von Regierungsgegnern dominierte Nationalversammlung ihre Kompetenzen überschreiten, teilte das Gericht mit. Hintergrund des Streits ist ein Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und dessen Gegnern. Nach dem Sieg der Opposition bei der Parlamentswahl Anfang Dezember hatte die damals noch von Anhängern des Präsidenten beherrschte Nationalversammlung mehrere Oberste Richter ernannt. Die Opposition unterstellt Maduro, den Gerichtshof noch vor der Zusammenkunft des neuen Parlaments mit Gefolgsleuten besetzt zu haben.
    Zwei Raumfahrer nach fast einem Jahr im All zur Erde zurückgekehrt:
    Nach fast einem Jahr im Weltall sind der US-Astronaut Scott Kelly und der Russe Michail Kornijenko wohlbehalten von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. Bei leichten Minustemperaturen landete die Kapsel mit den beiden Männern und ihrem russischen Kollegen Sergej Wolkow in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan. Der Aufenthalt von Kelly und Kornijenko in der Schwerelosigkeit dauerte 340 Tage und damit doppelt so lange wie übliche Einsätze auf dem Außenposten der Menschheit. Die sogenannte Jahresmission gilt als Test für eine Reise zum Mars in vielen Jahren. - Die Männer hatten seit Ende März 2015 auf der ISS gearbeitet. Wolkow war 182 Tage im All. Kelly ist der erste Nicht-Russe, der einen solch langen Non-Stop-Flug absolviert hat. Seine Zeit im All ist zudem US-Rekord.
    11 min
  • 01.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Steinmeier: Flüchtlingskrise erfordert europäischen Ansatz:
    Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich betroffen über die Situation der Flüchtlinge an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien geäußert. Sie zeige, dass nationale Schritte die Flüchtlingskrise nicht lösen könnten, sagte Steinmeier der Deutschen Welle am Rande seines Besuchs in Washington. Nötig sei ein europäischer Ansatz. An der griechisch-mazedonischen Grenze hatten Hunderte Migranten versucht, den Sperrzaun zu stürmen und in das Nachbarland durchzubrechen. Die mazedonischen Grenzpolizisten setzten daraufhin massiv Tränengas ein.
    Kerry sieht Waffenruhe in Syrien derzeit nicht gefährdet:
    Die seit dem Wochenende im Bürgerkriegsland Syrien geltende Waffenruhe ist nach Ansicht von US-Außenminister John Kerry derzeit nicht gefährdet. Man gehe allen Berichten über Verletzungen der Feuerpause nach, sagte Kerry nach einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier in Washington. Keiner der gemeldeten Verstöße gegen die Waffenruhe sei signifikant genug, um die Vereinbarung zu brechen, erklärte Kerry. Beide Minister nannten die Waffenruhe ein Zeichen der Hoffnung für Syrien nach fünf Jahren Krieg.
    Bundesverfassungsgericht verhandelt über NPD-Verbot:
    Dreizehn Jahre nach dem Scheitern des ersten NPD-Verbotsverfahrens verhandelt das Bundesverfassungsgericht über einen neuen Antrag, die rechtsextremistische Partei zu verbieten. Drei Tage lang wird das höchste deutsche Gericht in mündlicher Verhandlung die mögliche Verfassungswidrigkeit der NPD prüfen. 2003 war ein erstes Verfahren gescheitert, weil der Verfassungsschutz bis in die NPD-Spitze hinein Informanten hatte. Den aktuellen Antrag haben die Bundesländer gestellt.
    Merkel für zweite Amtszeit von Bundespräsident Gauck:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünscht sich eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Joachim Gauck. Merkel sagte der "Südwest Presse": "Ich würde mich freuen, wenn sich der Bundespräsident für eine zweite Amtszeit entscheidet. Aber diese Entscheidung trifft allein er selbst." Gauck (76) hat sich bislang nicht öffentlich festgelegt. Vor Merkel hatten sich bereits die Parteispitzen von SPD und Grünen dafür ausgesprochen, ihn bei der Bundesversammlung am 12. Februar 2017 für weitere fünf Jahre als Staatsoberhaupt wiederzuwählen.
    Super Tuesday stellt Weichen bei US-Vorwahlen:
    Im Rennen um die Präsidentschaftskandidaturen der US-Demokraten und der Republikaner fallen an diesem Dienstag richtungsweisende Entscheidungen. Am sogenannten Super Tuesday stimmen die Wähler in einem Dutzend Bundesstaaten darüber ab, mit wem ihre Partei bei der Präsidentenwahl am 8. November antreten soll. Favoritin bei den Demokraten ist Hillary Clinton. Sollte die Ex-Außenministerin sich am Dienstag ähnlich klar durchsetzen wie am Wochenende in South Carolina, wird es eng für ihren Rivalen Bernie Sanders. Bei den Republikanern könnte sich das Bewerberfeld weiter lichten, falls Immobilien-Milliardär Donald Trump seine Siegesserie fortsetzt.
    Selbstfahrauto von Google stößt mit Bus zusammen:
    Ein vom Internetkonzern Google entwickeltes selbstfahrendes Auto ist mit einem Bus zusammengestoßen - und die Umstände deuten darauf hin, dass die Software des Fahrzeugs den Blechschaden provoziert haben könnte. Nach Angaben von Google wollte der Roboterwagen die Spur wechseln, ließ dabei zunächst mehrere Fahrzeuge passieren und fuhr dann los, während sich der Bus näherte. Es sei zu einem Zusammenstoß bei geringer Geschwindigkeit gekommen. Die selbstfahrenden Autos mit Google-Software sind in mehr als sechs Jahren über zwei Millionen Kilometer gefahren und waren dabei mehrmals in gut ein Dutzend kleinere Unfälle verwickelt. Meist wurden sie von anderen Autos mit Menschen am Steuer angefahren. Fälle, in denen ein Fehler der Software den Unfall verursachte, wurden bisher nicht bekannt.
    9 min

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