Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Download on the App Store
  • Favorites

    666

    Followers

  • Typical duration

    9 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen episodes

  • 29.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    "Spotlight" gewinnt Oscar für den besten Film:
    Das Filmdrama "Spotlight" hat den Oscar für den besten Film des Jahres gewonnen. Im Film von Regisseur Tom McCarthy geht es um Recherchen von Journalisten zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in den USA. Den Academy Award für die beste Regie erhielt - zum zweiten Mal in Folge - der Mexikaner Alejandro González Iñárritu für das Rachedrama "The Revenant - Der Rückkehrer". Dessen Hauptdarsteller Leonardo diCaprio wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet. Den Oscar für die beste Hauptdarstellerin errang Brie Larson für ihre Leistung in dem Drama "Room". Nebenrollen-Oscars gingen an die Schwedin Alicia Vikander und den britisch-amerikanischen Schauspieler Mark Rylance. Sharmeen Obaid Chinoy gewann als erste pakistanische Dokumentarfilmerin einen zweiten Oscar, und zwar für "A Girl in the River - The Price of Forgiveness". Als bester nicht-englischsprachiger Film wurde "Son of Saul" des Ungarn László Nemes ausgezeichnet. Die meisten Trophäen holte das postapokalyptische Actionspektakel "Mad Max Fury Road" mit sechs Oscars, allerdings nicht in den Königskategorien.
    Reformer-Duo klarer Sieger bei Wahl zum Expertenrat im Iran:
    Im Iran haben sich die Reformer auch bei der Wahl des Expertenrates durchgesetzt. Im strategisch wichtigen Bezirk Teheran setzte sich klar die Liste durch, die von den moderaten Klerikern, Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani und dem jetzigen Präsidenten Hassan Rohani, angeführt wird. Von den Hardlinern kam Ajatollah Ahmad Dschannati knapp noch in den Rat. Der andere Spitzenkandidat der Hardliner, Ajatollah Mesbah Jasdi, wurde dagegen abgewählt. Sie gehören zu den ärgsten Kritikern des Reformkurses von Präsident Rohani und dessen Mentor Rafsandschani. Der Expertenrat ist eines der wichtigsten religiösen Gremien der Islamischen Republik. Die insgesamt 88 Kleriker, vor allem die 16 aus Teheran, entscheiden über die Ernennung und Abwahl des obersten Führers und damit des Staatsoberhaupts.
    De Maizière wirbt in Marokko für Rücknahme von Migranten:
    Bundesinnenminister Thomas de Maizière will an diesem Montag in Marokko mit Regierungsvertretern über die Rücknahme abgelehnter Asylbewerber sprechen. De Maizière zeigte sich im Vorfeld zuversichtlich, dass Marokko einer vereinfachten Rücknahme marokkanischer Staatsbürger zustimmen wird. Es ist die erste Etappe einer dreitägigen Maghrebreise, die den CDU-Politiker auch nach Algerien und Tunesien führen wird. Abschiebungen in den Maghreb scheitern häufig an der Weigerung der Länder, die abgelehnten Asylbewerber zurückzunehmen. Haupthindernis seien fehlende Reisedokumente, sagte de Maizière. Nach den Vorfällen in Köln werden die Asylanträge nordafrikanischer Asylbewerber vorrangig bearbeitet. In der Silvesternacht war es zu Übergriffen gekommen, bei denen zahlreiche Frauen sexuell belästigt wurden.
    Unklare Mehrheitsverhältnisse nach Wahl in Irland:
    Nach der Parlamentswahl in Irland ist unklar, wie die künftige Regierung in Dublin aussehen könnte. Fest steht bisher nur, dass die bisherige Koalition unter dem gemäßigt konservativen Ministerpräsidenten Enda Kenny ihre Regierungsmehrheit verloren hat. Von den bisher bekannten 148 der insgesamt 158 Mandate entfallen 47 auf Kennys Mitte-Rechts-Partei Fine Gael und nur sechs Sitze auf die mit ihr verbündete Labour-Partei. Die konservative Fianna Fail, die Irland jahrelang regierte, bevor sie 2011 von den Wählern wegen der Finanzkrise abgestraft worden war, konnte mindestens 43 Sitze für sich verbuchen, die linksgerichtete Partei Sinn Fein kommt auf 24 Sitze. Ministerpräsident Kenny lehnt trotz der Niederlage einen Rücktritt ab und hofft darauf, eine neue Regierung bilden zu können. Das Endergebnis wird angesichts des komplizierten Auszählverfahrens frühestens im Laufe des Montag erwartet.
    Ex-Fußball-Manager Uli Hoeneß aus Haft entlassen:
    Uli Hoeneß, der frühere Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München, ist wieder ein freier Mann. Genau nach der Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe wurde der 64-Jährige vorzeitig entlassen, wie das bayerische Justizministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Das Münchner Landgericht hatte Hoeneß im März 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Im Juni 2014 trat er seine Strafe an. Bereits Anfang 2015 wurde er Freigänger. Seitdem arbeitete Hoeneß tagsüber in der Jugendabteilung des FC Bayern, dessen Präsident er bis zu seiner Verurteilung war. Hoeneß kam aufgrund der selten angewandten Halbstrafenregelung bereits nach 21 Monaten frei. Üblicherweise werden Haftstrafen erst nach zwei Dritteln zur Bewährung ausgesetzt.
    11 min
  • 27.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Nach Beginn der Feuerpause herrscht weitgehend Ruhe in Syrien:
    Kurz nach dem Beginn der Feuerpause in Syrien herrscht an den meisten Fronten Ruhe. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, es seien nur wenige Schusswechsel oder Kämpfe registriert worden. Auch russische Kampfflugzeuge seien nicht am Himmel gewesen. Die USA und Russland hatten sich Anfang der Woche auf die Feuerpause geeinigt. Ausgenommen von ihr sind die Terrormiliz IS und die Al-Nusra-Front. Die Waffenruhe soll den Weg ebnen für eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche am 7. März.
    Beteiligung an Parlamentswahl im Iran bei rund 58 Prozent:
    An den Parlamentswahlen im Iran haben sich gut 58 Prozent der 55 Millionen Wahlberechtigten beteiligt. Dies teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Bei den Parlamentswahlen 2012 hatte die Beteiligung bei rund 64 Prozent gelegen und damit erkennbar höher. Um die 290 Sitze im Parlament in Teheran hatten sich mehr als 4800 Kandidaten beworben, darunter rund 500 Frauen. Zugleich fand die Wahl des Expertenrats statt, ein Gremium aus 88 Geistlichen. Die Wahlen waren ein wichtiger Stimmungstest für Präsident Hassan Rohani, der auf eine Mehrheit für die moderaten Kräfte hofft. Die meisten Kandidaten der Reformer durften jedoch nicht antreten.
    Offenbar drastische Verluste für irische Regierungspartei:
    Das irische Regierungsbündnis hat bei der Parlamentswahl einer Prognose zufolge drastische Verluste erlitten. Die regierende Mitte-rechts-Partei Fine Gael von Ministerpräsident Enda Kenny kam laut einer von der Zeitung "Irish Times" veröffentlichten Nachwahlbefragung nur auf 26 Prozent. Der Koalitionspartner, die linksgerichtete Labour-Partei erhielt nur noch 7 Prozent. Sollte sich die Prognose bestätigen, kann Kenny seine bisherige Koalition nicht fortsetzen. Die liberal-konservative Partei Fianna Fáil legte deutlich zu. Sinn Féin, die früher als politischer Arm der IRA galt, hat demnach moderat Stimmen gewonnen. Rund drei Millionen Wahlberechtigte konnten ihre Stimmen abgeben. Die Auszählung der Stimmen beginnt erst am Samstagmorgen, um sicherzustellen, dass auch die Stimmzettel von entlegenen Atlantik-Inseln mit ausgezählt werden können. Das Endergebnis der Parlamentswahl soll erst am Sonntag vorliegen.
    BAMF-Chef für befristete Residenzpflicht für Asylbewerber:
    Der Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, hat sich dafür ausgesprochen, Asylbewerbern für eine kurze Zeit den Wohnort vorzuschreiben. In Ballungszentren entstünden schnell Gettos, sagte Weise den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er befürworte daher eine befristete Residenzpflicht von drei Monaten. In dieser ersten Zeit sollten Asylbewerber in Landkreisen untergebracht werden, in denen mehr Wohnraum als in Großstädten verfügbar sei." Danach dürften sie arbeiten, so Weise, "und dann sollte auch die Residenzpflicht aufgehoben werden". Derzeit gibt es eine sogenannte Residenzpflicht für drei Monate lediglich für nicht anerkannte Asylbewerber und Geduldete. Bundesinnenminister Thomas de Maizière will auch anerkannten Flüchtlingen für eine bestimmte Zeit den Wohnort vorschreiben. Diesem Plan stimmt auch die SPD zu. Zur Debatte stehen längere Zeiträume bis zu mehreren Jahren.
    Erster Hertha-Sieg des Jahres gegen Köln:
    Hertha BSC darf weiter von der Champions League träumen. Nach fünf Rückrunden-Spielen ohne Sieg gelang am Abend ein 1:0 Sieg beim 1. FC Köln. Vedad Ibisevic sorgte mit seinem ersten Tor nach 59 Minuten für den ersten Berliner Ligasieg im EM-Jahr. Sein Team behauptete dadurch zum Auftakt des 23. Spieltags den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga. Von den vergangenen sieben Gastspielen in Köln hat die Hertha nun sechs gewonnen. Der FC dagegen haderte vor allem mit dem Schiedsrichter. Die Kölner beklagten sich nach dem Spiel darüber, dass der Schiedsrichter in der 74. Minute nach einem Handspiel des Berliners Per Ciljan Skjelbred keinen Elfmeter gab.
    8 min
  • 26.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Zwei prominente türkische Journalisten nach drei Monaten freigelassen:
    Nach drei Monaten in Haft sind die prominenten türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül wieder frei. Die beiden verließen das Silivri-Gefängnis in Istanbul. Das Verfassungsgericht hatte das Vorgehen gegen den Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" und seines Bürochefs in Ankara für nicht rechtens erklärt. Der Fall hatte auch international scharfe Kritik an Präsident Recep Tayyip Erdogan ausgelöst, der Anzeige gegen die beiden erstattet hatte. Dündar und Gül werden Spionage und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Sie sollen mit Berichten über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an islamistische Rebellen in Syrien Staatsgeheimnisse verraten haben. Beiden droht lebenslange Haft. Auf gerichtliche Anordnung dürfen die Journalisten das Land nicht verlassen. Ihr Fall gilt als Beispiel für eine zunehmende Unterdrückung der Presse unter Erdogan. Auf einer Liste zur Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" liegt die Türkei auf Platz 149 von 180 Staaten.
    Iraner wählen neues Parlament und Expertenrat:
    Die Iraner sind aufgerufen, ein neues Parlament sowie neue Mitglieder für den sogenannten Expertenrat zu wählen. Die Wahlen gelten als richtungweisend für die künftige politische Ausrichtung des Landes. Bei der Parlamentswahl geht es unter anderem darum, ob Präsident Hassan Rohani für seinen Reformkurs auf einen stärkeren Rückenwind der Volksvertretung setzen kann. Das Parlament war in den vergangenen zwölf Jahren fest in der Hand einer Koalition von Konservativen und Hardlinern. Dem Expertenrat kommt eine große Bedeutung zu, weil er eines Tages über die Nachfolge des konservativen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei entscheidet. Auch der Expertenrat war in den vergangenen Jahren von streng konservativen Klerikern dominiert. Im Vorfeld waren Hunderte moderate Kandidaten von den Wahlen ausgeschlossen worden.
    Fast jeder achte Asylbewerber in Deutschland verschwindet:
    Fast jeder achte registrierte Flüchtling in Deutschland verschwindet nach seiner behördlichen Erfassung. Das habe das Bundesinnenministerium auf Anfrage der Bundestags-Fraktion der Linken einräumen müssen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Demnach kamen im vergangenen Jahr rund 13 Prozent der als Asylbewerber registrierten Menschen nicht bei der zuständigen Aufnahmeeinrichtung an. Als mögliche Gründe für das Verschwinden registrierter Migranten nennt das Ministerium unter anderem Weiterreisen in andere Länder und das Untertauchen in die Illegalität. Nach Angaben der Zeitung gehe es um mehr als 130.000 Menschen. Aus der Antwort des Innenministeriums geht der SZ zufolge außerdem hervor, dass Deutschland immer weniger Asylbewerber im Rahmen des Dublin-Systems an eigentlich zuständige EU-Länder abgeben kann. So wurden 2015 von fast 45.000 sogenannten Übernahmeersuchen an andere Staaten nur knapp 3600 vollzogen.
    Gabriel fordert "neues Solidaritätsprojekt" für Deutschland:
    SPD-Chef Sigmar Gabriel hat angesichts der Milliardenkosten für die Versorgung und Integration von Flüchtlingen eine Abkehr vom strikten Sparkurs und eine stärkere soziale Förderung der deutschen Bevölkerung verlangt. Ein "neues Solidaritätsprojekt für unsere eigene Bevölkerung" sei nötig, sagte Gabriel in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Die Menschen müssten merken, dass ihre Bedürfnisse nicht weiter unter die Räder gerieten. Der Vizekanzler forderte mehr Geld für sozialen Wohnungsbau und mehr Kita-Plätze. Außerdem müssten niedrige Renten aufgestockt werden. Es könne nicht sein, dass die Bundesregierung Haushaltsüberschüsse für "sakrosankt" erkläre, sagte Gabriel weiter. Der Preis dafür sei, dass die Gesellschaft auseinanderfliege. Seit vergangenem Jahr höre er aus der Mitte der Gesellschaft immer wieder den Satz "Für die macht ihr alles, für uns macht ihr nichts". Dies sei "supergefährlich", so der Vizekanzler.
    Jamie-Lee Kriewitz singt für Deutschland beim ESC in Stockholm:
    Jamie-Lee Kriewitz wird Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest am 14. Mai in Stockholm vertreten. Mit ihrem Song "Ghost" setzte sich die 17-jährige Schülerin beim nationalen Vorentscheid in Köln in einer Publikumswahl gegen neun andere Bewerber durch. Im finalen zweiten Wahldurchgang erhielt Kriewitz 44,5 Prozent der Zuschauerstimmen. Auf Platz 2 landete der Singer-Songwriter Alex Diehl, der mit seiner nach den Terroranschlägen von Paris entstandenen Friedenshymne "Nur ein Lied" 33,9 Prozent der Stimmen bekam. Dritter mit 21,6 Prozent wurde die Rockband Avantasia mit dem Lied "Mystery of a blood red rose". Kriewitz hatte im Dezember die fünfte Staffel der Casting-Show "The Voice of Germany" gewonnen. Optisch fällt die Sängerin auf, da sie sich mit von japanischen Mangas inspirierten, schrillen Outfits kleidet. Dies integrierte sie auch in ihre Bühnenshow.
    11 min
  • 25.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    NATO weitet Ägäis-Einsatz gegen Schleuser aus:
    Die NATO-Staaten haben sich auf Richtlinien für den umstrittenen Bündniseinsatz in der Flüchtlingskrise geeinigt. Nach Angaben aus dem NATO-Hauptquartier in Brüssel können Schiffe der Allianz nun auch nahe der türkischen und griechischen Küste eingesetzt werden, um Aktivitäten von Schleuserbanden zu beobachten. Geplant ist etwa, ablegende Flüchtlingsboote unverzüglich den türkischen Behörden zu melden. Die Besatzungen der NATO-Schiffe haben selbst kein Mandat, Boote zu stoppen. Die Türkei hatte am Dienstag die Rücknahme von Flüchtlingen, die von der NATO in der Ägäis aus Seenot gerettet werden, in Frage gestellt. Die Allianz hatte festgelegt, dass bei Einsätzen gerettete Flüchtlinge selbst dann in die Türkei zurückgebracht werden, wenn sie sich bereits in griechischen Hoheitsgewässern befanden.
    Tsipras droht in Flüchtlingskrise mit EU-Blockade:
    Im Streit um eine gemeinsame europäische Strategie zur Bewältigung der Flüchtlingskrise hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras mit einer Blockade aller EU-Entscheidungen gedroht. Griechenland werde so lange politische Entscheidungen der EU blockieren, bis die vereinbarte Verteilung von Flüchtlingen auf die Mitgliedsstaaten umgesetzt werde, kündigte Tsipras im griechischen Parlament an. Athen werde nicht akzeptieren, dass es Staaten gebe, die einerseits keinen einzigen Migranten aufnähmen, aber andererseits Zäune bauten, sagte Tsipras. Damit spielte der griechische Ministerpräsident auf die Länder der Balkanroute an. Vor seiner Rede im Parlament hatte sich Tsipras bereits telefonisch bei Bundeskanzerlin Angela Merkel über die Teilschließung der Balkanroute beschwert. Dies führt zu einem Rückstau tausender Flüchtlinge in Griechenland.
    Österreich fordert von Deutschland Flüchtlingsobergrenze:
    Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat Deutschland zur Einführung einer Flüchtlingsobergrenze nach Vorbild seines Landes aufgerufen. Die Politik der unbeschränkten Aufnahme von Flüchtlingen in Mitteleuropa sei gescheitert, sagte Kurz in den ARD-"Tagesthemen". Diejenigen, die für offene Grenzen eingetreten seien, hätten die Flüchtlingskrise nicht ausgelöst, sie aber definitiv verstärkt, sagte er an die Adresse von Bundeskanzlerin Angela Merkel. In die Kritik schloss er allerdings auch sein eigenes Land ein, das inzwischen überfordert sei. Kurz verteidigte die Einführung von nationalen Flüchtlingsobergrenzen und die Teilschließung von Grenzen entlang der Balkanroute. Solange es keine gemeinsame europäische Lösung gebe, müsse man auf nationale Lösungen setzen. Österreich hatte am Mittwoch neun Balkan-Staaten nach Wien eingeladen, um über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Flüchtlingsbewegung aus der Türkei durch Griechenland in Richtung Westeuropa zu beraten.
    Bundesregierung erwartet 3,6 Millionen Flüchtlinge bis 2020:
    Die Bundesregierung rechnet nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bis 2020 mit der Aufnahme von bis zu 3,6 Millionen Flüchtlingen in Deutschland. Das gehe aus internen Prognosen des Wirtschaftsministeriums hervor, schreibt die Zeitung. Demnach wird davon ausgegangen, dass von 2016 bis einschließlich 2020 jährlich durchschnittlich eine halbe Million Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden. Das wären 2,5 Millionen weitere Flüchtlinge. Zusammen mit den 1,1 Millionen aus dem Jahr 2015 ergibt sich die Zahl von 3,6 Millionen. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte der Zeitung, dass es zur Projektion der wirtschaftlichen Entwicklung intern eine rein technische Annahme für die Zuwanderung getroffen habe. Da es gegenwärtig nicht möglich sei, den Flüchtlingszustrom seriös vorherzusagen, wolle die Bundesregierung keine offizielle Prognose abgeben.
    Syriens Opposition will Waffenruhe einhalten:
    In Syrien hat nach der Regierung von Machthaber Baschar al-Assad auch die Opposition ihre Bereitschaft erklärt, sich an die von den USA und Russland vorgeschlagene Feuerpause zu halten. Wie der Sender Al-Arabija berichtete, verpflichtete sich das oppositionelle Hohe Verhandlungskomitee zu der angepeilten zweiwöchigen Waffenruhe. Auch die einflussreiche Kurdenmiliz YPG kündigte an, sich an die Feuerpause halten zu wollen. Allerdings behalte man sich das Recht vor, auf Angriffe zu reagieren, sagte ein YPG-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Der russisch-amerikanische Plan sieht eine Waffenruhe ab Samstag vor. Ausgenommen sind Angriffe auf Terrorgruppen wie den "Islamischen Staat" (IS) und die - Al-Kaida nahestehende - Al-Nusra-Front.
    10 min

About Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

From the publisher's feed

B2 | Deutsch für Fortgeschrittene: Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Best of Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Coffee Break German by Coffee Break Languages

Coffee Break German

1,463 Listeners

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen

98 Listeners

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen

126 Listeners

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen

37 Listeners

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen

75 Listeners

News in Slow German (Intermediate) by Linguistica 360

News in Slow German (Intermediate)

221 Listeners

Slow German by Annik Rubens

Slow German

450 Listeners

Auf Deutsch gesagt! by Robin Meinert

Auf Deutsch gesagt!

107 Listeners

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern by Cari, Manuel und das Team von Easy German

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

945 Listeners

Deutsch Podcast - Deutsch lernen by Deutsch-Podcast

Deutsch Podcast - Deutsch lernen

144 Listeners

Deutsch lernen durch Hören by www. einfachdeutschlernen.com

Deutsch lernen durch Hören

82 Listeners

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast by expertlygerman.com

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast

98 Listeners

German Stories - Learn German with Stories by german-stories.com

German Stories - Learn German with Stories

184 Listeners

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene by Patrick Thun und Jan Kruse

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene

47 Listeners

Slow German listening experience by Teja D.

Slow German listening experience

97 Listeners