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Was Menschen anderen Menschen antun können, ist manchmal kaum vorstellbar. So viel Leid in der Welt ist allein durch Menschen verursacht! Psychotherapeuten haben oft mit Patienten zu tun, die ihr Leben lang mit schweren Traumata kämpfen, die von schlimmen Erlebnissen aus der Kindheit herrühren. Menschen leiden und fügen anderen Leid zu. Das ist traurige Realität. Es klingt sehr nachvollziehbar, wenn ein Verbrechensopfer seinem Peiniger die Pest an den Hals wünscht, diesen zur Hölle verflucht und Rachegedanken hegt. Niemand erwartet, dass das Opfer dem Täter von Herzen vergibt; dies wäre übermenschlich.
Aber schon bei kleinen »Alltagsvergehen«, zum Beispiel dem vergessenen Geburts- oder Hochzeitstag, dem geliehenen Geld, das nicht zurückgezahlt wurde, dem weggeschnappten Parkplatz oder einem bösen Wort, tun sich viele Menschen schwer, Vergebung auszusprechen – selbst wenn die Entschuldigung auf dem Fuß folgt. Das menschliche Ego ist schnell verletzt und leicht eingeschnappt.
Gottes Wesen ist völlig anders. Was aus menschlicher Sicht total unverständlich und wirklich übermenschlich ist, sind Jesu Worte, als er am Kreuz unschuldig hingerichtet wurde: »Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!« (Lukas 23,34). Hier beweist Christus seine himmelweit reichende Vergebungsbereitschaft, die er selbst den schlimmsten Sündern zuspricht, wenn sie ihn darum bitten. »Das verzeihe ich dir nie!«, wird Gott niemals zu jemandem sagen, der in echter Reue zu ihm kommt.
Niemand erwartet, dass ein Opfer seinem Peiniger vergibt. Niemand ist verpflichtet, eine Entschuldigung anzunehmen. Mit Gottes Hilfe aber ist beides möglich!
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Hannah Arendt war eine deutschstämmige jüdische Publizistin. Aufgrund ihrer Herkunft musste sie vor dem Nationalsozialismus fliehen. Über Umwege emigrierte sie in die USA. Bereits wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte sie wiederholt nach Deutschland zurück. Zu uns Deutschen schrieb sie einmal: »Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen.«
Diese Aussage bekommt in vielen Diskussionen, die wir heute zum Zeitgeschehen führen, eine erschreckende Aktualität. Wenn mir die Tatsachen, die mein Gesprächspartner vorträgt, nicht gefallen, degradiere ich sie einfach zu Meinungen. Eine Meinung muss ich nämlich nicht teilen. Über Meinungen kann man streiten. Bei Tatsachen liegen die Dinge anders. Ich kann diese vielleicht etwas anders deuten und gewichten oder schlicht leugnen. Aber sie behalten ihren Anspruch auf Gültigkeit, einfach, weil sie wahr sind. Und irgendwann komme ich nicht mehr um sie herum.
Im Zusammenhang mit der Bibel begegnet uns dieser merkwürdige Umgang mit Tatsachen und Meinungen ebenfalls sehr oft. Nehmen wir z. B. den Tagesvers. Er ist an sich einfach zu verstehen. Aus dem biblischen Kontext ergibt sich, dass mit Leben das ewige Leben bei Gott gemeint ist und dass mein Verhältnis zum Sohn Gottes, Jesus Christus, entscheidend dafür ist, ob ich die Ewigkeit bei Gott verbringe oder nicht. Nun kann ich sagen: Das ist nur eine Meinung, die muss ich nicht teilen. Wenn ich aber einsehe, dass Johannes hier eine Tatsache bezeichnet, dann kann ich sie nur akzeptieren oder leugnen – mit ewigen tatsächlichen Konsequenzen.
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Im Sommer 2021 sind die Nachrichten voll von Meldungen über Naturkatastrophen. Die Tagesschau spricht von Waldbränden im »apokalyptischen« oder »biblischen« Ausmaß. Auf der griechischen Insel Euböa klagt der Bürgermeiser Kotzias angesichts der Flammen: »Wir sind allein. Unser Ende ist nahe.« Teile von NRW und Rheinland-Pfalz werden nach Starkregen überflutet. Ein Landarzt kommentiert: »Es ist wirklich Apokalypse. Das kann ich nicht anders beschreiben.« Der Weltklimabericht spricht von einer beschleunigten Erderwärmung mit vorhersehbarer Häufung von Extremwetterlagen. »Unsere Erde schwebt in Lebensgefahr«, urteilt die Umweltministerin. »Die Alarmglocken sind ohrenbetäubend«, resümiert der UN-Generalsekretär.
Warum werden Menschen durch die bedrohlichen Ereignisse an die Bibel und das biblische Buch der Offenbarung (Apokalypse) erinnert? Weil in der Bibel eine ähnliche Situation voraussagt wird wie im Weltklimabericht. Vor dem Wiederkommen Jesu Christi wird die Welt erschüttert werden durch ein Häufung globaler Krisen: Seuchen, Hungersnöte (Matthäus 24,7), Erderwärmung (Offenbarung 8,7) und Überschwemmungen (Lukas 21,25). Allerdings wird in der Bibel auch die »Innenweltverschmutzung« durch Gottlosigkeit und Übertreten der Gebote des Höchsten beschrieben: »Und die Menschen wurden von großer Hitze versengt; und sie lästerten den Namen Gottes, der die Gewalt über diese Plagen hat, und taten nicht Buße, ihm Ehre gebend« (Offenbarung 16,9). Die Lösung der Probleme liegt im Letzten nicht in der Reduktion des CO₂-Ausstoßes. Sowohl bei der Rettung unseres Planeten als auch bei der Reinigung von unserer inneren Verschmutzung sind wir auf das Eingreifen des einen angewiesen, der den Namen Retter trägt: Jesus Christus.
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Überall auf der Welt gibt es Musik. Alle Völker und Kulturen haben ihre Art, Musik zu machen. Sie ist wesentlicher Bestandteil und Ausdruck der menschlichen Kultur. Musik ist vergleichbar mit einer Sprache – eine Sprache, die mit Emotionen arbeitet, eine Sprache, die nicht übersetzt werden muss. Sie kann Stimmungen in mir hervorrufen, verändern oder verstärken. Musik wirkt vermutlich mehr oder weniger auf alle Menschen.
Warum kann ich Musik als schön empfinden? Warum kann sie mich berühren? Warum kann der Musiker sich Melodien ausdenken, komponieren, Gefühle und Stimmungen damit ausdrücken? Warum kann ich als Hörer diese Musik hören, verstehen, ihre Stimmung empfinden, mich ihr hingeben? – Musik lässt sich nicht durch Materie erklären. Töne werden zwar über Instrumente nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten erzeugt und übertragen. Aber sie erklären die Musik nicht. Ebenso wenig, wie man Schönheit, Sinn und Liebe wissenschaftlich erklären kann. Die Wissenschaft kann untersuchen und beschreiben, aber nicht Sinn und Warum ergründen. Selbst wenn Gehirnaktivitäten untersucht werden können, lässt sich durch die gewonnenen Erkenntnisse nicht erklären, was Musik ist und warum sie wirkt. Musik ist für mich auch ein Hinweis, dass Gott da ist und da sein muss. Dass er jemand ist, der Musik kennt, in sich trägt, sie empfindet und sie als Gabe dem Menschen mitgibt. Eine schöpferische Gabe, vom Schöpfer selbst übertragen. Ein Geschenk, das alleine zu unserer Freude gegeben ist. Musik ist ein Hinweis dafür, dass es mehr gibt als Materie. Sie ist etwas Übermaterielles, etwas, was nur mit unserer Seele wahrgenommen werden kann. Musik ist somit auch ein Grund, Gott dankbar zu sein, und ein Mittel, um ihn zu ehren.
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Als nach dem Sündenfall für Adam und Eva die Paradieses-Herrlichkeit zu Ende war, wurde alles zur Mühsal, was vorher Spaß gemacht hatte. Ein nicht abreißender, schweißtreibender Kampf gegen Dornen und Disteln wurde nötig, um das Nötigste zum Leben zu erwerben. Früher harmlose Tiere zeigten jetzt Giftstacheln, scharfe Krallen und Reißzähne. Und alles, was die Menschen sich aufbauten, war dem Gesetz der Vergänglichkeit unterworfen. Es gab jetzt auch Krankheiten, und Eva konnte nur unter großen Schmerzen Kinder zur Welt bringen, die ihrerseits zeigten, dass der Frieden von der Erde genommen war.
Aber Gott hatte seine Menschen nicht vergessen. Er kam schließlich sogar selbst in der Person seines Sohnes zu ihnen, um Versöhnung für sie zu erwirken. Was das unter anderem zu bedeuten hatte, zeigte Jesus Christus bereits in seinen Erdentagen. Er kam in eine Welt voller Krankheit, Not und Herzeleid, doch wohin er auch ging, folgte ihm eine Spur des Segens, folgten ihm Güte und Huld. So heißt es im Matthäusevangelium: »Er heilte alle.« In einem alten Lied heißt es: »Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an.«
Alle, die ihre Hoffnung auf ihn setzen, sollten nun auch wirklich seine Nachfolger werden und ebenfalls eine Spur des Segens hinter sich herziehen, also Güte und Huld verbreiten. Das ist keine Aufgabe, die wir aufs Rentenalter verschieben müssten, sondern ein Werk, mit dem wir heute anfangen können, wenn wir Gott um Hilfe bitten. Was meinen Sie, wie sich diejenigen, die ihnen am nächsten stehen, erfreut wundern werden, wenn Sie von heute an zuerst an sie und dann erst an sich selbst denken. Und dasselbe gilt auf allen Beziehungsebenen. Also frisch ans Werk!
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Diese Frage wurde von einem reichen Mann gestellt, der Jesus über den Weg lief. Offenbar brannte sie ihm unter den Nägeln, und er hatte sich endlich auf den Weg gemacht, um sie dem bekannten Rabbi Jesus zu stellen, der im Land unterwegs war und vieles tat und lehrte, was ihn als jemanden auswies, der von Gott gesandt war. Ob er nun darauf eine gute Antwort bekam?
Jedenfalls hatte er sie demjenigen gestellt, der sie am besten beantworten konnte, denn dieser Jesus wusste wie kein anderer Bescheid über Gott, denn er war Gottes Sohn. Was antwortete ihm dieser nun? Jesus wusste natürlich, worauf dieser Mann sich stützte, und gab ihm zunächst Gelegenheit, das auszusprechen: Von seiner Jugend an habe er sich an die Gebote Gottes gehalten, und er meinte das ehrlich. Aber Sicherheit hatte er dadurch offenbar nicht. Es war ihm eine echte Not, Gewissheit zu erlangen. Jesus erkannte das und gewann ihn lieb. Und dann sprach er den Punkt an, woran es ihm mangelte: »Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!«
Nichts behalten, alles geben und Jesus nachfolgen! Sollte das etwa der Weg sein, um ewiges Leben zu gewinnen? Der junge Mann war entsetzt. Er hatte auf Bestätigung gehofft, und nun bekam er eine Bedingung, die ihm aus seiner Sicht Unmögliches abverlangte. – Jedenfalls zeigt die Antwort, dass es darum geht, Jesus selbst zu haben und dafür alles zu geben, letztlich sich selbst. Rechtschaffen zu leben, reicht nicht aus. Nur Jesus ist der Garant für das ewige Leben. An ihn muss man sich hängen und alles loslassen, was einen daran hindert. Bei dem reichen Mann war es sein Geld. Was ist es ist bei Ihnen?
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Fast habe ich ihn noch in der Nase. Diesen leicht säuerlichen Geruch eines feuchten Schwamms zum Abwischen der Schultafeln. Ich fand das immer sehr befreiend, wenn am Ende der Schulstunde der Tafeldienst anrückte und die Tafel abwischte. Einschließlich der Fehler. Da wurde einfach alles weggewischt. Eben Schwamm drüber und weg mit allem. Dabei hat diese Redewendung eine lange Tradition. So wurde früher in den Rasthäusern die Anzahl der Mahlzeiten und der Getränke vom Wirt mit Kreide auf eine große Tafel geschrieben. Mit der Pflicht für den Gast, am Ende den Gesamtbetrag auch zu bezahlen. Erst dann konnten die Schulden mit einem Schwamm ausgelöscht werden.
Auch Gott schätzt solche Reinigungsprozesse. Um ca. 600 v. Chr. war im Nahen Osten das Königreich Juda in eine bedrohliche Lage geraten. Mächtige Kriegsheere aus Babylon belagerten die Stadt Jerusalem. Die Situation war aussichtslos. Damals lebte der Prophet Jeremia. Er richtete den Menschen in Jerusalem die Botschaft Gottes aus: »Schuld an der Lage seid ihr selbst. Ihr habt euch von eurem Gott abgewendet, der euer Schutz ist.« Und dann sagt Jeremia voraus, dass Gott gewissermaßen selbst zum »Schwamm« greifen würde, wenn das Volk von seinem Weg umkehren würde.
Doch genau wie damals in den Wirtshäusern gilt bei Gott das Prinzip: Zuerst muss die Schuld beglichen werden. Die Worte Jeremias weisen damit auf etwas hin, was 600 Jahre später passiert: Gott sendet seinen Sohn Jesus Christus. Er nimmt die unfassbare große Schuld der ganzen Menschheit auf sich. Er stirbt dafür am Kreuz. Seitdem gilt für jeden, der auf Jesus Christus vertraut: »Schulden getilgt!« Nicht mit einem Schwamm, aber mit dem Blut Jesu.
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Ich lese in der Zeitung gerne und regelmäßig auch die Familienanzeigen. In einer Todesanzeige las ich: »Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.« Dann folgte der Name. Und ich zuckte zusammen. Denn dieser Mann war viele Jahre mein direkter Vorgesetzter gewesen. Ich denke an ihn, aber lächeln? Nein, bei bestem Willen nicht, ganz im Gegenteil. Dann hieß es weiter in der Anzeige: »Wir lieben und vermissen dich! In tiefer Dankbarkeit.« Dann folgte der Name der Tochter. Da ich nicht denke, dass sie gelogen hat, muss dieser Mann sich gegen Ende seines Lebens sehr zum Guten verändert haben. Ob er noch Christ geworden ist, weiß ich allerdings nicht.
Dazu fällt mir der jüdische König Manasse ein. Zwölf Jahre war er alt, als er König wurde. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, nach den Gräueln der Nationen. Manasse war ein ausgesprochen böser König. Er verführte das Volk, mehr Böses zu tun als alle Völker um Israel herum. Doch der HERR griff ein, und Manasse wurde nach Babel geführt. Da kam er zur Einsicht und flehte sehr zum HERRN. Der erhörte ihn und brachte ihn wieder zurück nach Jerusalem. Er durfte sogar wieder König sein. – Die Geschichte Manasses endet mit dem Nachruf: »Da erkannte Manasse, dass der HERR der wahre Gott ist.«
Wer die Geschichte Manasses liest, wird kaum mit solch einem Ende gerechnet haben. Doch Gottes Gnade ist so groß, dass selbst die größten Sünder nach ehrlichem Gebet und Buße wieder mit Gott Gemeinschaft haben können. Wie auch immer unser Leben gelaufen ist, wir dürfen auch dann noch zu Gott kommen, wenn wir schon sehr spät dran sind – damit am Ende doch noch alles gut wird.
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Wir haben einen Walnussbaum im Garten. Wenn er Früchte trägt, flitzen Eichhörnchen den Stamm herauf- und herunter, um sich Nüsse zu holen und diese zu knabbern. Doch die possierlichen Tierchen leben nicht nur im Hier und Jetzt. Sie sorgen für schlechte Zeiten vor, indem sie allerorten Nüsse horten. Offenbar meinen die Eichhörnchen es mit ihrer Vorsorge aber etwas zu gut. Denn wenn das nächste Frühjahr kommt, finde ich an allen möglichen Stellen (auch im Blumenbeet!) kleine Walnussbäume. Diese belegen, dass augenscheinlich bei Weitem nicht alle diese Vorräte wirklich notwendig waren.
Bei uns Menschen ist es ähnlich. Natürlich ist es vernünftig, wenn z. B. Eltern für ihre Kinder wirtschaftlich vorsorgen. Aber wie bei den Eichhörnchen gehen unsere Bemühungen in den meisten Fällen über das wirklich Notwendige deutlich hinaus. Wir sammeln alle lieber Schätze hier auf der Erde, anstatt uns beispielsweise in erster Linie auf den Himmel auszurichten. Was steckt dahinter? Letztlich bewegt uns dabei der Wunsch, von allen Unwägbarkeiten – und damit letztlich auch von Gott – unabhängig zu werden. Wir möchten unser Lebensglück selbst in der Hand haben. Wir möchten durch eigenes Vermögen sorgenfrei leben. Das ist allerdings ein Trugschluss. Bonhoeffer hat einmal treffend formuliert: »Die Sorge schafft sich Schätze, und die Schätze schaffen wieder die Sorge. Wir wollen unser Leben durch die Güter sichern, wir wollen durch Sorgen sorglos werden.«
Wie verrückt! Tatsächlich legen wir uns durch dieses Sorgen selbst nur neue Fesseln an. Denn wer viel hat, hat viele Sorgen. Wenn ich aber meine Zukunft ganz in die Hand Gottes lege, bin ich wirklich gesichert. Denn er will für morgen sorgen.
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Stellen Sie sich vor, ein berühmter Künstler würde Sie persönlich einladen, seine Werke zu betrachten; er würde Sie durch eine Ausstellung führen, die er extra für Sie entworfen und realisiert hätte. Was für ein Privileg wäre das!
Im oben zitierten Bibelvers erhalten wir eine solche besondere Einladung, denn es geht dort um den Künstler par excellence: der Schöpfer all dessen, was wir um uns herum bewundern können. Wer kann sagen, dass ihn noch nie eines der vielen Wunder dieser Welt sprachlos gemacht hat? Zum Beispiel ein Sonnenaufgang in den Bergen oder ein Sonnenuntergang über dem Meer, die unglaubliche Vielfalt der Bäume und Blumen, der Sternenhimmel, das liebliche Zwitschern oder Trällern eines Vogels, die wunderschönen Formen und Farben von Schmetterlingen und nicht zuletzt die Geburt eines Kindes. All dies spricht zu uns von der Größe des Schöpfers. In Jesaja 40,28 lesen wir: »Hast du es nicht erkannt, oder hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist der HERR, der Schöpfer der Enden der Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist seine Einsicht.«
Aber das größte Meisterwerk des Schöpfers, das wir bewundern können, ist die geistliche Geburt eines Menschen, der durch Gottes Liebe und Gnade von seinen Sünden gerettet und neugeboren wurde. Diese Errettung geschieht nicht durch Werke oder gute Taten, sondern einzig und allein durch den Glauben an Christus Jesus. So wird ein Mensch zu einer neuen Schöpfung (Epheser 2,8-9; 2. Korinther 5,17).
Wenn uns Gott also einlädt, auf seine »Großtaten« zu schauen, dann lädt er uns zuallererst ein, an uns selbst ein großes Werk geschehen zu lassen und das Wunder einer neuen Geburt zu erleben. Lassen Sie sich einladen!
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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