Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Korrosionsbeständigkeit

    Während meiner Ausbildung zum Metallbauer kam das Thema Korrosionsbeständigkeit auf. Unser Lehrer fragte: »Was versteht man unter Korrosionsbeständigkeit?« Nach einiger Recherche fand ich heraus, dass Korrosionsbeständigkeit die Eigenschaft eines Werkstoffs beschreibt, schädlichen Umwelteinflüssen, wie z. B. Feuchtigkeit, zu widerstehen. Besonders bei Bauteilen ist dies wichtig, weil ihre Funktionalität nicht beeinträchtigt sein darf.

    Dies erinnert mich an unser tägliches Leben. Ständig sind wir schädlichen Einflüssen ausgesetzt. Wir sehen jeden Tag schlimme Dinge und hören böse Worte. Und weil unsere Herzen bereits in sich sündig sind, haben wir in uns keine Kraft, diesen Einflüssen zu widerstehen. So setzen sich Verunreinigungen umso schneller fest und genauso, wie Rost ein Material allmählich zerstört, so zeigt auch die Sünde in unserem Leben allzu oft ihre zerstörerische Wirkung, zum Beispiel in zerbrochenen zwischenmenschlichen Beziehungen.

    Doch das Schlimmste ist, dass Sünde unsere Beziehung zu Gott zerstört. Um sie wiederherzustellen, sandte Gott seinen Sohn Jesus Christus auf diese Erde, um für unsere Sünden am Kreuz zu sterben. Er ist, nachdem er drei Tage im Grab war, wiederauferstanden und zu Gott in den Himmel aufgefahren. Wenn wir ihn als unseren Herrn annehmen und unsere Sünden bekennen, vergibt er uns unsere Schuld und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit (1. Johannes 1,9). Aber er entfernt nicht nur den oberflächlichen Rost in unserem Leben. Er gibt uns auch ein neues Herz mit einer übernatürlichen Korrosionsbeständigkeit. Dann können wir uns von unserer Umgebung abheben und dürfen auf ein Leben nach dem Tod hoffen, in dem es keine Sünde, kein Leid und keine Korrosion mehr geben wird.

    Jennifer Glaubitz

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    4 min
  • Einen Fixpunkt brauche ich

    Seit der Coronazeit verbringe ich mehr Zeit im Homeoffice. Neben ein paar Vorteilen hat es dazu geführt, dass ich meinen Rücken stärker spüre. Also mache ich jetzt Rückensport. Dabei merkte ich, dass mir Gleichgewichtsübungen schwerfallen. »Sucht euch einen Fixpunkt in Augenhöhe« war der Tipp des Trainers. Das hilft mir.

    Für die innere Balance des Lebens brauchen wir auch einen Fixpunkt. Gerade seit der Coronazeit fällt es schwerer, wahre und falsche Behauptungen zu erkennen. Ich habe den Eindruck: Meinungen und Erkenntnisse wechseln noch schneller. Je nach Temperament sind wir geneigt, einmal der einen Meinung recht zu geben, um sich danach wieder einer anderen Meinung anzuschließen. Nicht nur unsere Welt wandelt sich, sondern auch unsere Gefühle. Diese brauchen einen Fixpunkt der Überzeugungen, der außerhalb von uns liegt. Diesen habe ich in Jesus Christus gefunden. Wissenschaftliche Erkenntnisse oder Meinungen von Menschen haben oft nur eine kurze Haltbarkeit. Manche Beobachtungen waren nur kurzfristige und unbedeutende Episoden. Aber auch meine eigenen Gefühle wechseln, und mein Glaube wird infrage gestellt.

    Doch der Tagesvers zeigt, dass Jesus Christus der unverrückbare Fixpunkt ist. Er war, ist und bleibt »derselbe«. Dieser biblische Begriff ist nur für Gott reserviert. Und Gott ist! Er entwickelt sich nicht oder vergeht wie wir Menschen. Als Jesus auf dieser Erde lebte, erwies er sich als der im Alten Testament verheißene Erlöser. Die Apostel bezeugten ihn als wirklichen Menschen und zugleich als Gott. Seine Wunder und nicht zuletzt seine Auferstehung bewiesen das. Er wird wiederkommen, wie er es gesagt hat. Nicht wir Menschen werden es schaffen, eine gerechte und friedliche Welt zu schaffen, sondern nur er allein ist dazu in der Lage.

    Winfried Elter

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    5 min
  • Karibik oder Nordsee?

    Jason deCaires Taylor ist ein berühmter Bildhauer, der für Skulpturen mit tieferer Bedeutung bekannt ist. Doch trotz seiner Berühmtheit sucht man in den Museen vergeblich nach seinen Werken. Für die Darstellung seiner Kunst hat er einen einzigartigen Ort ausgewählt: den Meeresboden. Im Karibischen Meer vor Mexiko und Grenada, ca. acht Meter unter der Meeresoberfläche, sind insgesamt elf seiner Statuen zu finden. Das Wasser ist dort so klar, dass man sie sogar von einem Boot aus erkennen kann. Das ist sicherlich auch der Grund, warum er die Karibik als sein Museum gewählt hat. Hätte er die Skulpturen in der Nordsee versenkt, würde sie kein Mensch zu Gesicht bekommen, da das Wasser so trüb ist, dass man kaum die Hand vor Augen sehen kann.

    Im Tagesvers lesen wir, dass Gott Menschen dazu berufen hat, seine Herrlichkeit widerzuspiegeln. Genau wie die Figuren von Taylor echte Menschen in berührenden Situationen nachstellen, soll die Welt durch das Verhalten solcher Menschen und ihrer Worte einen Eindruck des Wesens Gottes bekommen. Doch von Natur aus ist niemand dazu in der Lage, ja, noch nicht einmal daran interessiert. Erst wenn ein Mensch durch den Glauben an Jesus Christus von Gott erneuert wird, ändert sich das. Dann stimmt die Ausrichtung, und auch mit dem Abbilden von Gottes Herrlichkeit kann es etwas werden.

    In der Nordsee wird es niemals so klares Wasser wie in der Karibik geben. Aber wir Menschen haben immer die Möglichkeit, Gott unsere Sünden zu bekennen und ihn darum zu bitten, uns von ihnen zu befreien. Die wunderbare Macht seiner Vergebung kann aus jedem Tümpel eine reine Quelle machen, die so klar ist, dass sich Gottes Herrlichkeit darin spiegelt.

    Carolin Nietzke

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    4 min
  • Sammelleidenschaft

    Ich habe in meinem Leben schon viele Dinge gesammelt. Da gab es einmal einen Setzkasten mit ganz vielen Mini-Parfumfläschchen, die ich irgendwann verschenkt habe, weil mir die Putzerei dieser Fläschchen zu viel Zeit geraubt hat. Da waren Briefmarken und Münzen, die am Ende keinen Wert mehr hatten. Oder Puppen und Teddybären, die wahre Staubfänger waren. Von all dem habe ich mich inzwischen längst getrennt.

    Jetzt war nur noch mein Goldschmuck übrig, der sich im Laufe meines Lebens angesammelt hatte, und den ich irgendwann verkaufen wollte. Dem Gewicht nach hatte er einen Wert von 7000-8000 Euro. Um ihn vor Einbrechern zu schützen, hatte ich ihn in einem Ballistol-Universalöl-Dosensafe versteckt und meine Familie darüber informiert, dass diese Dose sehr wertvoll ist. Aber ausgerechnet diese Dose ist seit einiger Zeit spurlos verschwunden! Mein Mann vermutet, dass er damit die Fahrradketten ölen wollte und als nichts herauskam, hat er das Gefäß womöglich in den Müll geworfen. Aber ganz sicher ist er sich nicht.

    Mir ist es schon öfter passiert, dass ich in meiner Schusseligkeit Gegenstände an Plätzen abgestellt habe, wo sie absolut nicht hingehören, und wo ich sie dann nach Monaten plötzlich wiedergefunden habe. Deshalb habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich eines Tages meinen Schmuck doch noch zurückbekomme.

    Diese Geschichte zeigte mir sehr schmerzhaft, dass Gott immer recht hat, wenn er uns sagt, dass wir auf Erden keine Schätze sammeln sollen. Und sie erinnert mich an den reichen Kornbauern, von dem die Bibel in Lukas 12,16-21 erzählt. Der baute sich riesige Scheunen, um all seine Schätze aufzubewahren, aber vergaß Gott dabei völlig. Als er plötzlich starb, nutzte ihm sein ganzer Reichtum nichts mehr.

    Sabine Stabrey

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    4 min
  • Korrekturfähig?

    Die Pharaonen waren mächtige Herrscher mit gottähnlichem Status. Ein Pharao war es gewohnt, seinen Willen durchzusetzen. Doch aus dem 2. Buch Mose, auch Exodus genannt, wissen wir, dass ihm jemand die Endlichkeit seiner Macht vor Augen führte. Mose sollte im Auftrag Gottes die Israeliten aus der Versklavung durch die Ägypter befreien. Natürlich war das nicht im Interesse des Pharaos, der die Israeliten als billige Arbeitskräfte missbrauchte. Der Pharao sah es überhaupt nicht ein, auf den Gott des Mose zu hören. Doch dann fing Gott an, seine Allmacht zu demonstrieren, z. B., indem er im ganzen Land Heerscharen von Fröschen bis in die Schlafzimmer aller Ägypter eindringen ließ. Der Pharao musste seine Ohnmacht erkennen. Er bat Mose darum, dies zu beenden. Mose folgte dieser Bitte, damit der Pharao verstand, dass »niemand ist wie der Herr, unser Gott«. Tatsächlich verschwanden die Frösche und die Plage war gebannt. Führte das zu einem Einsehen beim Pharao? Nein. Der Tagesvers macht deutlich: Sobald die Last etwas nachließ, drang wieder seine Sturheit durch.

    Diese Reaktion kann man leider bei vielen Menschen erleben. Nicht selten redet Gott zu uns auch durch äußere oder innere Not. Viele schreien in solchen Situationen zu Gott um Hilfe. Doch wenn dann das Wunder geschieht, führt das nicht dazu, dass man nun sein Leben endgültig Gottes Maßstäben unterordnet. Vielmehr nutzt man die wieder gewonnene Freiheit, Gott aber ignoriert man erneut.

    Bei dem Pharao hatte dies fatale Folgen. Auf dem Gipfel seiner Rebellion gegen die Allmacht Gottes verlor er nicht nur sein ganzes Heer, sondern auch seinen erstgeborenen Sohn und sein eigenes Leben. Hätte er auf Gottes Stimme zur rechten Zeit gehört, wäre ihm dies sicher erspart geblieben.

    Markus Majonica

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    7 min
  • Die größte Erfolgsstory

    Vor zehn Jahren waren Animes noch eine exotische Randerscheinung im Westen. Sie waren von Vorurteilen umgeben: Sie seien nur für Kinder, oder aber, ihre Inhalte würden verstören. Anime-Fans wurden eher als seltsame Nerds abgestempelt. Gleichgesinnte traf man eher selten.

    Heutzutage schaut jeder zweite Netflix-Abonnent mindestens einen Anime – sie haben den Mainstream erreicht und liegen weltweit im Trend! Das liegt vor allem an drei Faktoren: erstens an dem breiten Angebot von Streamingdiensten wie Netflix oder Disney+; zweitens an den Lockdowns während der Corona-Pandemie, die zu einem Anstieg im Serienkonsum führten; und drittens an der zunehmenden Präsenz in sozialen Medien wie TikTok und Instagram. Die Bedingungen für diesen Boom waren praktisch perfekt!

    Diese Erfolgsstory mag beeindrucken. Doch die allergrößte Erfolgsgeschichte ist für mich die einer Bewegung, die vor etwa 2000 Jahren begann: das Christentum. Die Voraussetzungen für dessen Ausbreitung waren weitaus schlechter: Es begann mit nur ca. 120 Menschen. Die frühen Christen wurden nicht nur etwas schräg angesehen, sondern sozial ausgegrenzt, verfolgt, inhaftiert und oft sogar gefoltert oder getötet. Warum hat sich das Christentum allen Widerständen zum Trotz dennoch ausgebreitet? Zum einen wussten die ersten Christen ganz genau, dass ihr Glaube an den auferstandenen Jesus keine Fiktion war, sondern den Tatsachen entsprach. Sie hatten ihn mit eigenen Augen gesehen. Deswegen waren sie bereit, für diese Überzeugung sogar zu sterben. Zum anderen stand und steht Gott selbst dahinter. Filmtrends, Medienhypes und alle menschlichen Bewegungen werden vergehen. Doch was seinen Ursprung in Gott selbst hat, kann man auf Dauer nicht unterdrücken. Es hat ewig Bestand!

    Hung Thanh Thai

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    4 min
  • Gott ist gut – allezeit!

    Eine liebe Christin ertastet einen Knoten in ihrer Brust. Einen Monat zuvor ist alles okay, so wird es bei einer ärztlichen Untersuchung festgestellt. Bei dem erneuten Arztbesuch wird ein sehr seltener, äußerst bösartiger Brustkrebs diagnostiziert! Ein erstes Erschrecken, doch sie wendet sich sofort zu Gott. Sie begibt sich in die Gegenwart des himmlischen Vaters! Dort empfängt sie Worte des Trostes und der Zuversicht, durch Lesen in der Bibel, Geschwister im Glauben und Gebete. Mutmachende Worte werden ihr zugesprochen, sogar von ihren Ärzten. In all dem erkennt sie Gottes liebevolles Wirken und Handeln. Sie teilt ihre Gedanken und vertraut ganz auf Gott. Sie sagt: »Noch nie habe ich mich so geborgen gefühlt wie jetzt!« Das ist absolute Realität und bestätigt sich in einer erfolgreichen OP. Keine Chemo ist nötig. Gott ist da! Ganz real!

    Gott entgeht nichts! Er liebt seine Menschen, seine Geschöpfe, seine Kinder, jeden Einzelnen! Mit jedem möchte er in inniger Beziehung leben. Dazu wirbt er um unser Herz, drängt sich jedoch nicht auf. Gott ist gütig. So erlebe ich ihn jedenfalls.

    Alles, was uns im Leben begegnet, ob grandios und großartig oder schmerzhaft und schwer für unser Empfinden, kann Gott benutzen, um uns zu sich zu ziehen. Selbst schlimme Lebenslagen dienen ihm dazu. Der Teufel versucht zu verhindern, dass wir uns zu Gott wenden. Und ihm gelingt das auch bei allen, die leichtfertig die Gnade Gottes ausschlagen und sich abwenden. So gewinnen sie einen ganz falschen Eindruck von Gottes Bemühungen und versäumen das Eingeständnis der unbedingten Notwendigkeit, zu Gott zurückzukommen. Das ist nicht der Weg, den wir wählen sollten. Wir sollten Gott ernst nehmen und seine Gnade, die er uns in Jesus Christus gewährt, dankbar annehmen.

    Karen Wieck

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    6 min
  • Das kleinere Tortenstück?

    Zwei Männer teilen sich einen Rest Torte. Es gibt noch zwei Stücke, ein kleineres, ein größeres. Beherzt nimmt der erste das Größere. Der zweite empört: »Wie kannst du einfach das größere Stück nehmen?« Darauf der erste: »Welches Stück hättest du denn genommen?« »Natürlich das kleinere!«, reagiert der zweite prompt. »Na«, sagt der erste, »dann hast du ja genau das, was du wolltest!«

    Wenn es um das Verteilen geht, ist offensichtlich jeder auf seinen Vorteil bedacht. Schon bei kleinen Kindern fängt es an, wenn es um Süßigkeiten geht, beim Einkommen und Erben geht es weiter.

    Ganz anders verhielt sich ein Mann des Alten Testaments: Abraham und sein Neffe Lot waren beide Hirten. Sie hatten große Herden. Ihre Herden und Hirten konkurrierten miteinander um die besten Weidegründe. Hier war Streit vorprogrammiert. Was tat nun Abraham, der Ältere, der Ranghöhere? Er griff nicht als Erster zu, sondern überließ seinem Neffen, dem Jüngeren, die Wahl. Und dieser nahm prompt das fruchtbarere Land, sozusagen das größere Stück der Torte.

    Abrahams Motivation war: Streit vermeiden! Wir sind doch verwandt! Nimm du zuerst, was dir gefällt. Ich bin mit dem Rest ganz zufrieden. Doch kommt man so erfolgreich durchs Leben? Muss man nicht seine Interessen durchsetzen, notfalls auch mit einem Konflikt? Aber Abrahams Weg erweist sich als der bessere. Lots Wahl führt dazu, dass er später seine moralische Autorität einbüßt, in Lebensgefahr gerät und letztlich seine Familie verliert. Doch Abraham gewinnt ein Doppeltes: Seine Selbstlosigkeit und Freigebigkeit machen sein Herz unbeschwert. Und Gott zeigt ihm, dass letztlich Abraham derjenige ist, dessen Nachfahren schließlich das ganze Land gehören soll!

    Markus Majonica

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    6 min
  • Im richtigen Licht

    Als sich unser Nachwuchs ankündigte, wollten wir gern das Kinderzimmer renovieren. Es musste vor allem neu gestrichen werden. An einem Regenwochenende wurde die Angelegenheit in Angriff genommen, und danach war ich mit meinem Ergebnis ziemlich zufrieden. Doch als am nächsten Tag die Sonne schien und das Licht genau auf die gestrichene Wand fiel, kam die Ernüchterung: Es war eine deutliche Streifenbildung zu erkennen. Wie ärgerlich! Bei trübem Wetter sah alles gut aus, aber bei richtigem Lichteinfall wurden die Fehler sichtbar.

    So etwas Ähnliches habe ich auch schon in meinem Leben beobachtet: Ich denke recht gut von mir. Ich vergleiche mich mit anderen, schneide dabei ganz gut ab und bin überhaupt der Meinung, dass ich eine ziemlich nette Person bin. Ich kann doch mit mir zufrieden sein! Doch wie oft habe ich in den letzten Monaten gemerkt, dass in Stresssituationen, wenn meine Kinder mich provozieren, ich unausgeschlafen und müde bin, ganz andere Seiten zum Vorschein kommen. Da ist es vorbei mit dem freundlichen Reden und mit der liebevollen Geduld.

    Mancher würde sagen, dass so etwas völlig normal ist. Jeder beschäftigten Mutter reißt doch einmal der Geduldsfaden. Schließlich ist ja keiner perfekt! Doch ich weiß ganz genau: im richtigen Lichteinfall, wenn Gottes Wort, die Bibel, in mein Leben scheint, dann ist es nicht in Ordnung. Schließlich macht Jesus in der Bibel sehr klar deutlich, dass auch schon schlechte Gedanken Sünde sind. Und schlechtes Reden erst recht! Da hilft es nicht, die Vorhänge zuzuziehen, damit die Macken nicht mehr sichtbar sind. Nein, ich muss das Licht, das meine Fehler aufdeckt, zulassen und mich Gottes Urteil stellen.

    Michaja Franz

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    4 min
  • Dankbar sein

    Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude bei den Schülern steigt. Es geht für drei Tage in die Niederlande. Wir nehmen als Schule an einem europäischen Förderprogramm teil und dürfen eine Partnerschule besuchen. Wir werden in der Stadt Arnheim sein, ins Bowlingcenter gehen etc. Einfach toll. Dort angekommen, geht es schon los: »Die Dusche ist zu klein!« – »Kann man hier Bettwäsche kaufen?« – »Das Essen ist doof!« – »Der Bürgersteig ebenfalls!« – »Wie im Gefängnis!« Und so weiter …

    Mich wundert das Verhalten der Schüler – oder besser gesagt: Es ärgert mich! Die komplette Reise ist für die Schüler kostenlos (!). Ja, wirklich. Da es im Rahmen des Förderprogramms läuft, zahlen die Schüler (bis auf ihren Besuch bei einem weltweit bekannten Schnellrestaurant o. Ä.) keinen (!) Cent. Wie kann man nur so undankbar sein?!

    Dieses (kindische) Verhalten zeigt, wie wir Menschen sind: unzufrieden, undankbar, murrend. Ich selbst bin nicht besser. Gott aber lässt über mir die Sonne aufgehen – und wieder untergehen. Er schenkt Regen und befeuchtet die Erde. Die Saat wächst – und ich mache keinen Finger dafür krumm. Trotzdem gibt es immer wieder genügend Bereiche, wo ich das Haar in der Suppe finde: zu kalt, zu heiß, zu nass, der Nachbar nervt, die Kinder auch.

    Ist das kindisch, deutsch oder einfach menschlich?! Ich will dagegensteuern. Ich will dankbar sein. Ich will das in Worten ausdrücken: »Danke Gott für die vielen guten Kleinigkeiten, die du mir schenkst.« Und ich will die entsprechende Haltung haben: Ich will fröhlich sein, zufrieden, dankbar. Es gibt genügend Gründe dafür.

    Willi Dück

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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