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Ich war gerade im Ausschank beschäftigt, als eine Gruppe Studenten ihre Bestellung aufgab. Sie diskutierten dabei lebhaft, wie sie wohl an eine Karte für das begehrte »Edelweißkränzchen« (traditionelles Tanzfest des Edelweißclubs Salzburg) kämen. Ihnen schien das unmöglich. Ich bekam das Begehren mit und fragte spontan: »Soll ich euch eine Karte besorgen?« – »Ja, gern«, antworteten sie verwundert. »Gut, dann kommt in einer Woche wieder zur gleichen Zeit und ich werde eine Karte haben.«
Da hatte ich mir etwas eingebrockt! Aber versprochen ist versprochen. So bemühte ich mich, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um so eine Karte zu bekommen. Es vergingen Montag, Dienstag, Mittwoch, nichts passierte. Doch am Donnerstag erhielt ich einen Anruf einer früheren Arbeitskollegin, deren Mann von meinem Begehren gehört hatte. Und er hätte gleich zwei Karten für mich! Das Suchen wurde belohnt. Man kann sich denken, wie sehr ich mich auf den nächsten Sonntag freute. Tatsächlich kamen die Studenten zur vereinbarten Zeit. Als ich sagte, ich hätte gleich zwei Karten, umarmten sie mich begeistert. Welch riesige Freude das auslöste!
Inzwischen habe ich Gott kennengelernt. Freunde luden mich zu Vorträgen ein und beteten für mich. Ich las das erste Mal in der Bibel – das Neue Testament. Was ich las, war interessant, es hatte eine eigene »Dynamik«; es ging mir ins Herz. Dass Jesus für meinen Unglauben an ihn starb, hat mich so getroffen, dass ich ihm meine Sünden bekannt habe und ihn einlud, mein Herr zu sein. Da kam tiefer Frieden in mein Herz, und es begann ein neuer Lebensabschnitt. Mein Leben wurde ganz neu ausgerichtet. Nun freue ich mich auf ein himmlisches Fest, zu dem ich durch Jesus freien Zutritt habe.
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Es war einmal ein reicher Mann, der hatte zwei Söhne. Der Jüngere wollte etwas erleben, nicht immer nur zu Hause sein. Doch dafür brauchte er Geld. Deshalb bat er: »Vater, gib mir jetzt schon mein Erbe!« Der Vater zahlte seinen Sohn aus und dieser zog glücklich los. Endlich konnte er Partys feiern, sein Leben genießen! Aber dann wendete sich das Blatt: In der Gegend, in die er gereist war, kam es zu einer Krise mit Lebensmittelknappheit. Dem Sohn ging das Geld aus und keiner seiner neuen »Freunde« war bereit, ihm zu helfen. Nach langer Suche ergab sich immerhin eine Jobmöglichkeit auf einem Bauernhof. Das war zwar eine Drecksarbeit, aber der junge Mann hatte keine andere Wahl.
Als er jedoch mit den Schweinen auf dem Feld war und ihm sogar verboten wurde, seinen Hunger an dem Schweinefutter zu stillen, fing er an nachzudenken. Wie gut war es ihm doch bei seinem Vater gegangen! Selbst die einfachen Angestellten wurden dort gut versorgt. Wie dumm war er gewesen, die Liebe seines Vaters so zurückzuweisen! Und da entschied der junge Mann: »Ich will zu meinem Vater umkehren und ihm sagen, was ich falsch gemacht habe. Sicher kann ich nicht mehr als Sohn bei ihm leben, aber vielleicht stellt er mich wenigstens bei sich an.« Und so ging der Sohn zurück nach Hause. Und was passierte? Der Vater sah ihn schon von Weitem und lief ihm entgegen. Er umarmte und küsste ihn, besorgte neue Kleider und organisierte eine Willkommensfeier.
Diese Geschichte erzählt Jesus im Lukasevangelium Kapitel 15. Der Vater ist ein Bild für Gott. Wir alle sind von ihm weggelaufen, um unser eigenes Leben zu leben. Doch wir können umkehren, so wie der jüngere Sohn in dieser Geschichte. Gott wartet nur darauf, dass wir diesen Schritt tun. Was hält Sie davon ab?
Verena JohnDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Achilles ist eine Sagengestalt in Homers epischem Werk »Ilias«. Seine Mutter Thetis tauchte ihn als Kind in den Unterweltfluss Styx; von da an war er unverwundbar! Nur seine Ferse wurde nicht vom Wasser benetzt (weil Thetis ihn an dieser Stelle festhielt) und blieb als einzige Schwachstelle. Später traf ihn der trojanische Königssohn Paris genau dort mit einem giftigen Pfeil. So verloren die Griechen ihren stärksten Helden und Achilles sein Leben.
Wir alle haben solche Schwachstellen, die uns zum Verhängnis werden können – schon bei den Personen in der Bibel war das so. Man liest da von so manchen Leuten, die zwar genau wussten, was richtig war, aber es trotzdem nicht taten und dadurch zu schwerem Schaden kamen. Ein paar Beispiele:
Der Herrscher Herodes Antipas wusste, dass Johannes der Täufer ein gerechter und heiliger Mann war. Er war jedoch in sexuelle Unmoral verstrickt, indem er seinem Bruder die Ehefrau ausgespannt hatte. Unter ihrem Einfluss ließ er Johannes umbringen. Judas hatte den Erlöser aus nächster Nähe kennengelernt, doch sein wunder Punkt war die Geldgier. So hatte er zwar bald die Taschen voller Silbermünzen, aber beging kurz darauf verzweifelt Selbstmord. Pilatus bestätigte mehrfach Jesu Unschuld, doch seine Achillesferse war die Angst um seinen Job. Immerhin drohte der jüdische Hohe Rat, ihn beim Kaiser anzuschwärzen! Der römische Statthalter Felix war schwer beeindruckt und aufgewühlt, als Paulus vom kommenden Gottesgericht sprach. Aber weder brachte er sein Leben mit Gott in Ordnung noch ließ er den gefangenen Apostel frei, weil er bei den Juden Punkte sammeln wollte.
Welche Schwachstellen halten uns davon ab, unser Leben mit Gott in Ordnung zu bringen?
Gerrit AlbertsDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
»Mama, der Silberfisch ist eben von der einen Wand über die Decke zur anderen Wand gekrabbelt!« Mit leuchtenden Augen steht mein Sohn morgens um 5:30 Uhr an meinem Bett und berichtet begeistert von seiner Entdeckung. Unnötig zu erwähnen, dass mein Schlaf damit abrupt endet, denn Silberfische gehören nicht gerade zu meinen Lieblingstieren.
Während der Filius staunend den weiteren Weg des silbernen Winzlings beobachtet, denke ich über die Sinnhaftigkeit und Daseinsberechtigung dieses Insekts nach: Weshalb hat Gott es wohl geschaffen? Meine Gedanken wandern weiter zu dem obigen Vers und mir wird klar, dass Gott dieses Insekt gewollt hat. Also, nicht einfach so ein gleichgültiges Wollen aus einem zufälligen Laborunfall heraus – nein, er hat sich bewusst Gedanken darüber gemacht: über seinen Körperbau und seine Farbe, seinen Lebensraum und seine Aufgabe. Zudem erhält Gott es auch am Leben, indem er sich vorher die Nahrungs- und Fortpflanzungsart überlegt hat. Wenn jemand so viel schöpferische Kraft und so viel Liebe fürs Detail in die Kreation eines solchen scheinbar nutzlosen Insektes steckt, wie viel mehr Freude muss er dann an der bloßen Existenz dieses Winzlings haben! Wie viel Lust am sprühenden Leben, an Farben, Mustern und Proportionen, wenn er alles am Leben erhält!
Wenn nun dieser Winzling sein Leben Gott zu verdanken hat, wie viel mehr wir Menschen, die wir die Krönung seiner Schöpfung sind. Jeder Mensch ist von Gott gewollt und mit großer Detailliebe gebildet, auch Sie! Diese Tatsache darf uns über den kreativen Gott staunen lassen. Gleichzeitig ist uns damit eine ungeheure Verantwortung übertragen worden: Was mache ich aus und mit dem Leben, das Gott mir geschenkt hat?
Dina WiensDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Heute vor einem Jahr war es endlich so weit: Der »ewige« Prince of Wales, Charles, wurde in Westminster Abbey als Charles III. zum König von England gekrönt. In dem feierlichen Gottesdienst schwor das Volk seinem neuen Monarchen die Treue. Er erhielt die Insignien seiner Königsherrschaft, z. B. das »Zepter der Gerechtigkeit und Gnade«. Schließlich setzte der Erzbischof von Canterbury dem neuen König die kostbare Krone auf sein Haupt. Es gab aber auch kritische Stimmen, die die Monarchie für überholt und die ganze Veranstaltung überhaupt für viel zu teuer hielten. Manche skandierten sogar laut: »Not my king« – »nicht mein König«. Doch als der neue Monarch sich seinen Untertanen in London zeigte, jubelte ihm die Mehrheit begeistert zu: »God save the King«!
Dieses Ereignis hat mich an eine ganz andere »Krönung« erinnert, die vor rund 2000 Jahren in Jerusalem stattfand. Dort wurde ein Mann, Jesus von Nazareth, zum »König der Juden« gemacht. Allerdings war seine Krone nicht aus Gold, sondern aus spitzen Dornen. Sein Zepter war nur eine Art Rohr. Die Krönungszeremonie erfolgte nicht durch einen hohen Geistlichen, sondern durch Soldaten, die diesen König verspotteten und quälten. Sein Titel wurde nicht mit Würde proklamiert, sondern über seinem Kopf am Kreuz aufgehängt, an das man ihn schlug. Diese Hinrichtung erfolgte, nachdem die allermeisten Menschen ihn verworfen und seine Ermordung gefordert hatten: Not our king!
An diesem Jesus scheiden sich auch heute noch die Geister: Für die einen ist er der Sohn Gottes, der wahre König über die ganze Welt, der jeder Anbetung und Ehre wert ist. Für die anderen ist er schlicht »not my king«. Doch anders als bei König Charles hängt an meiner Haltung zu diesem Jesus mein ewiges Schicksal.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Munter brummen die Hummeln im Frühjahr bereits bei Temperaturen ab sechs Grad Celsius durch Vorgärten, Felder und Wälder, während es den Bienen noch zu kalt ist. Damit gehören sie zu den wichtigsten Bestäubern von Pflanzen, die schon früh im Jahr blühen und deren Blüten durch spontane Nachtfröste schnell erfrieren können.
Bis zu 3000 Blüten steuert eine Hummel pro Tag an und gilt dabei als besonders effizienter Bestäuber. Effizient, weil Hummeln bei der Bestäubung strukturiert von Blüte zu Blüte eines Feldes mit Pflanzen fliegen. Dadurch hat die Hummel häufiger die richtigen Pollen für die Befruchtung einer Blüte dabei als beispielsweise eine Biene, die bei der Auswahl der Blüten wählerischer ist.
Doch Effizienz und Kälteunempfindlichkeit sind nicht die einzigen Vorzüge der Hummel. Sie bestäubt auch zahlreiche Pflanzen, die andere Bestäuber unattraktiv finden, die für Menschen jedoch von großer Bedeutung sind. Umso besorgniserregender ist die Entwicklung, dass die Hummelbestände in Deutschland und Europa seit Jahren zurückgehen. Hummeln bestäuben besonders viele Kulturpflanzen und tragen daher einen wichtigen Teil zur Sicherung menschlicher Nahrungsgrundlagen bei. Ein Aspekt, der vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Bevölkerung in Zukunft immer wichtiger wird.
Gott, der Schöpfer, hat jedem Lebewesen seinen Platz zugewiesen – auch uns Menschen. Leider hat der Mensch mit seinem Eingriff in die Abläufe der Natur vieles aus dem Gleichgewicht gebracht. Doch nicht nur die Hummeln erinnern daran, dass diese Natur weiterhin seiner geschaffenen Ordnung folgt. Auch für uns Menschen wäre das gut. Und durch Jesus ist es möglich geworden, dass man auch in seinem Verhältnis zu Gott wieder »ins Gleichgewicht« kommt.
Günter SeibertDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Das ist der Punkt, von dem aus man nicht mehr zurückkehren kann, von dem aus es nur noch ins Verderben geht. Schilder mit einer solchen Aufschrift stehen an Strömen und Flüssen, deren Wasser in einiger Entfernung in einem Wasserfall hinabstürzen. Wer sie missachtet, wird schließlich mit solcher Kraft vorwärts gerissen, dass keine Ruderkraft, kein Motor stark genug ist, dem zu widerstehen. Bei den Niagarafällen in Nordamerika geht es dann 57 Meter senkrecht in die Tiefe. Bei den Victoriafällen in Afrika sind es 110 Meter und bei den Angel Falls in Südamerika sogar 979 Meter.
Der Point of no return ist also ein deutliches Bild für die Warnung vor einem todsicheren Untergang. Dabei fängt alles langsam an. Doch mit der Zeit wird die Strömung immer schneller, bis ihr nicht mehr zu widerstehen ist. So ist es besonders mit den Versuchungen aller Art, denen wir überall ausgesetzt sind. Da mag es um Pornographie gehen, um Alkohol oder Drogenkonsum usw. Allem wäre anfangs leicht zu widerstehen, wenn man es denn wollte; doch zunächst fühlt man sich noch stark genug und wird dadurch verleitet, nicht auf das besagte Warnschild zu achten. Wagemut und Stolz tun ihr Übriges, um den Versuchten ins Verderben zu ziehen.
Doch was macht man, wenn man schlagartig für sich erkennt, dass man diesen »Punkt ohne Wiederkehr« in seinem Leben bereits überschritten hat? Dass das eigene Leben unrettbar auf den tödlichen Abgrund zurast. Muss man dann alle Hoffnung fahren lassen?
Wenn scheinbar nichts und niemand mehr helfen kann – dann gibt es doch einen, dessen starke Hand aus jeder Not retten kann, solange man lebt: Gott. Nicht als Ausrede für ein »weiter so«, sondern als (letzte?) Chance für alle Hoffnungslosen!
Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Das Licht der Sonne ist unglaublich: Ich staune nach wie vor, dass man mit Solarzellen aus dem Sonnenlicht, das uns zur Verfügung steht, tatsächlich elektrische Energie erzeugen kann. Natürlich ist die Investition in diese Technik nicht billig, aber die Energiequelle selbst ist für uns Menschen kostenfrei zugänglich. Ich habe bei Wikipedia gelesen, dass die auf die Erdatmosphäre jährlich auftreffende Sonnenenergie knapp dem 12 000-fachen (!) des Primärenergieverbrauchs der Menschheit (Stand 2005) entspricht. Etwa die Hälfte davon erreicht die Erdoberfläche und könnte entsprechend genutzt werden. Was für eine Chance!
Oder man denke an die Photosynthese. Durch dieses System wandeln Pflanzen durch Sonnenlicht Wasser und Kohlendioxid in Kohlenhydrate (für das eigene Wachstum) und Sauerstoff um. Durch das auf diese Weise entstehende Pflanzenmaterial haben Menschen und Tiere eine Nahrungsgrundlage. Und der produzierte Sauerstoff gibt uns die Luft zum Atmen. Mit dem Sonnenlicht hat Gott uns also die wesentlichen Grundlagen unseres Lebens geschenkt, ganz zu schweigen von der Schönheit eines Sonnenaufgangs und der Wärme eines Sommertages.
Doch über dieses Licht hinaus hat Gott uns ein viel wesentlicheres lebensnotwendiges Licht geschenkt: Jesus Christus, seinen Sohn. Er bezeichnet sich nicht umsonst als das Licht der Welt. Wer ihm nachfolgt, erhält die notwendige Kraft, ein gelungenes Leben nach Gottes Maßstäben zu führen. Dieses Licht gibt uns Orientierung. Durch ihn kann auch die kälteste Seele warm werden. Es scheint auch dann, wenn die Wolken des Todes unser Leben verdunkeln wollen. Diese Lebensquelle ist ebenfalls frei verfügbar, für jeden Menschen. Doch nutzbar machen muss sie jeder für sich persönlich.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Als Ausländer hat man es nicht immer leicht mit der deutschen Bürokratie. Auch nach zwölf Jahren im schönen Deutschland darf ich noch immer verschiedenste Ämter aufsuchen, sei es, um meinen ausländischen Führerschein umzuschreiben oder um meine Aufenthaltsgenehmigung zu erneuern. So saß ich wieder einmal im Ausländeramt und sollte für ein Dokument, das mir gerade ausgestellt wurde, zehn Euro bezahlen. Doch in diesem Moment realisierte ich, dass ich meinen Geldbeutel zu Hause vergessen hatte. Wie ärgerlich und peinlich! Obendrein war ich noch mit dem Fahrrad da und hatte keine Zeit, nochmals nach Hause zu fahren, um den Geldbeutel zu holen, denn ich musste die Kinder vom Kindergarten abholen. Frustriert nahm ich eine Sprachnachricht für meine Frau auf, um ihr die Lage kurz zu schildern. Als ich mich danach auf mein Fahrrad setzen wollte, sprach mich eine ältere Dame an, die mir anscheinend zugehört hatte. »Hier sind zehn Euro, damit Sie Ihr Dokument abholen können – schenke ich Ihnen«, sagte sie. Ich war so verblüfft, dass ich zuerst gar nicht wusste, wie ich darauf reagieren sollte. Schlussendlich nahm ich es dankbar an.
An diesem Tag hörten alle, die mir über den Weg liefen, von der Großzügigkeit dieser Frau. Auch die Beamtin war erstaunt, als ich nur fünf Minuten später mit den zehn Euro wieder vor ihr stand. Als sie die Geschichte hörte, war ihr Kommentar: »Ja! Wo gibtʼs denn so was!«
Die Beamtin hatte völlig recht, »so was« gibt es eigentlich nicht! Doch selbst die unglaublichste menschliche Großzügigkeit wird von Gott weit übertroffen: Als Gott sich entschied, seinen Sohn der Welt zu schenken, hat ihn das alles gekostet. Solche Großzügigkeit gab es nie mehr! Doch auch das großzügigste Geschenk will angenommen sein.
Tony KellerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Der 1. Mai ist seit langer Zeit eng mit der Arbeit verbunden. Als »Tag der Arbeiterbewegung« zeugt er von dem Streit um bessere Arbeitsbedingungen. Doch welches Bild von der Arbeit hat die Bibel? Bereits zu Beginn der Menschheit lässt Gott den Menschen nicht »arbeitslos«, sondern betraut ihn damit, den Garten Eden zu bebauen. Unter paradiesischen Arbeitsbedingungen stand die kreative Aufgabe im Vordergrund – und nicht Mühe und Last. Dies änderte sich schlagartig, als Adam und Eva die Verbindung zu ihrem himmlischen Arbeitgeber zerstörten, indem sie sein Vertrauen missbrauchten und sich an ihm schuldig machten.
Seitdem sind die irdischen Arbeitsverhältnisse mit Mühsal und Last verbunden (vgl. 1. Mose 3,17-19). Mühe und Arbeit kennzeichnen unser Leben (vgl. Psalm 90,10). Um diesen vom Menschen verursachten Zustand für den Einzelnen abzumildern und den Arbeiter zu schützen, hat Gott viele Anordnungen getroffen: Arbeitsruhe am siebten Tag der Woche für alle (vgl. 2. Mose 23,12), gerechte Bezahlung (ein Arbeiter ist seinen Lohn wert, vgl. 1. Timotheus 5,18), Schutz vor Ausbeutung (vgl. Jakobus 5,4) usw.
Doch das eigentliche Problem, warum wir Menschen trotz aller Arbeit nicht zur Ruhe kommen, ist nicht gelöst: Unser zerstörtes Verhältnis zu Gott, unserem Schöpfer. Hierzu muss allerdings das Trennende, unsere Schuld, beseitigt werden. Wer wäre für diese Aufgabe geeignet? Im Tagesvers macht Gott dies zur Chefsache. Und diese Arbeit war tatsächlich mit schrecklichster Mühe und Last, mit Blut, Schweiß und Tränen verbunden. Umgesetzt hat sie Gottes Sohn, indem er durch seinen Tod am Kreuz das Trennende zwischen Gott und Menschen ausräumte. Wer sich diesem Jesus anvertraut, hat die Perspektive ewiger Ruhe von jeder Arbeit.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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