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Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem folgenden Gazakrieg haben Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus in Deutschland stark zugenommen. Doch jenseits der verhärteten Fronten gibt es Initiativen, die sich für die Verständigung von Juden und Muslimen engagieren.
Seit 2020 werden am Islamkolleg Deutschland Imame und Seelsorger ausgebildet. Damit sollen die deutschen Moscheen langsam unabhängig werden von fremdem Geld und Einfluss wie dem der türkischen Regierung. Doch bisher haben nur wenige Absolventen des staatlich geförderten Kollegs eine Stelle gefunden. Nun sollen dort auch türkische Geistliche auf ihren Einsatz in Deutschland vorbereitet werden.
Das Thema Mülltrennung ist in vielen Ländern des globalen Südens umstritten. Die Müllberge der Großstädte bilden oft die Existenzgrundlage für die ärmsten Bevölkerungsgruppen. In Guatemala-Stadt sind mindestens dreitausend Familien auf den unsortierten Müll der Metropole angewiesen. Als die Regierung vor kurzem ein modernes Recyclinggesetz umsetzen wollte, gab es heftigen Widerstand.
In Deutschland ist jeder zweite zu dick. Grund ist vor allem eine falsche Ernährung, man spricht auch von Ernährungsarmut. Menschen mit geringem Einkommen sind häufiger betroffen. Doch nur am Geld liegt es nicht, dass so viele Leute, statt gesund selbst zu kochen, lieber Fertigprodukte, Currywurst, Döner oder Pommes essen.
Die Erde schreit. So beschrieb es 2015 Papst Franziskus in seiner Sozial- und Umweltenzyklika Laudato si‘. Aus Sicht der Wissenschaft müssten wir radikal umsteuern, um die Ökosysteme des Planeten zu erhalten. Wir begleiten zwei engagierte Christen, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen einsetzen. Ihre Kraft schöpfen sie auch aus ihrem Glauben.
Der 7. Oktober 2023 war auch für Jüdinnen und Juden in Deutschland ein Schock. Das Massaker der Hamas hat traumatische Erinnerungen geweckt. Der folgende Gaza-Krieg wiederum zog einen ungeahnten Judenhass nach sich, ständig müssen sie sich für Israel rechtfertigen. Angesichts der Eskalation in Gaza wird aber auch in der jüdischen Community die Kritik an Netanjahus Regierung lauter.
Einfach mal nichts tun – das müsste in den Ferien doch möglich sein. Trotzdem fällt das vielen Menschen gar nicht so leicht. Vielleicht weil wir Angst davor haben, was passiert, wenn wir uns nicht durch irgendeine Tätigkeit ablenken können? Für einen Revierförster, eine Kirchendekanin und einen Autor ist das Nichtstun eine Kraftquelle, die sie gern öfter anzapfen würden.
Pit Rohwedder liebt die Berge. Sich ganz auf die Natur einlassen, rühre an spirituelle Dimensionen, sagt er. Draußen unterwegs zu sein, macht müde Beine, aber für Geist und Seele ist die Natur eine Quelle der Kraft. Auch die Philosophin Barbara Schellhammer ist gern in der freien Natur: Sie hat ihren Wohnsitz in die Tiroler Berge verlegt. Seitdem wohnt sie in einem Holzhaus, umgeben von Gipfeln.
Selina ist stark sehbehindert. In ihrem Videoblog macht sie anderen Betroffenen Mut. Auch Sagithjan Surendra schöpft Kraft daraus, mit vielen Menschen verbunden zu sein. Er hat ein Netzwerk für armutsbetroffene Jugendliche gegründet.
Von Alina Ryazanova
Adam und Eva bedeckten ihre Scham mit einem Feigenblatt. Im Laufe von Jahrhunderten sind aus diesem biblischen Lendenschurz in den Religionen komplexe Bekleidungsregeln entstanden. Dabei ist bei den einen erlaubt, was den anderen als schamlos gilt: den Bauchnabel zu zeigen, schulterfrei in heiligen Räumen unterwegs zu sein oder das Haar fremden Blicken auszusetzen. Religiöse Berliner und Berlinerinnen erzählen
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