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Ärztinnen und Ärzte, die mit viel Zeit und Einfühlungsvermögen auch schwierigste Befunde behutsam erklären. Die Realität scheint oft eine andere. Schicksalsschwere Diagnosen zwischen Tür und Angel. Patienten, die sich nicht betreut, sondern abgefertigt fühlen. Wie lernen angehende Mediziner, wie sie mit erkrankten Menschen und ihren Angehörigen umgehen? Und wieviel Empathie braucht die Medizin?
Afghanistan ist im fünften Jahr der Herrschaft der Taliban deutlich auf dem Weg zu einem totalitären Gottesstaat. Vor allem in den Städten herrscht Angst – vor den Patrouillen der Sittenpolizei und dem allgegenwärtigen Geheimdienst. Doch die Taliban sind keine homogene Gruppe, es gibt deutliche Brüche zwischen den Pragmatikern in der Hauptstadt Kabul und den Radikalen im südafghanischen Kandahar.
Als sie 12 Jahre alt ist, verliert Selina rasch ihre Sehkraft. Heute ist sie 27 und hat Wege gefunden, mit ihrer Einschränkung zu leben: In ihrem Videoblog berichtet die Studentin über den Alltag mit Sehbehinderung und macht anderen Betroffenen Mut. Mit vielen Menschen in der digitalen, aber auch in der realen Welt verbunden zu sein, gibt ihr Kraft.
Auch für Sagithjan Surendra ist der Austausch mit anderen Menschen die Kraftquelle schlechthin. Als Kind von Geflüchteten hatte er oft das Gefühl, nicht ganz dazu zu gehören. Mit 18 gründet er das Aelius Förderwerk, das sich für bessere Bildungschancen für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler einsetzt. Auch beruflich sieht der talentierte Netzwerker seine Mission darin, den Interessen junger Menschen politisch mehr Gehör zu verschaffen.
Die Freimaurer waren mit ihrer Gründung ein reiner Männerbund. Seit 1949 ist das anders. In Berlin wurde Deutschlands erste Frauenloge gegründet. Auch die Freimaurerinnen stehen für Offenheit, Respekt, für die Suche nach Wissen und Erkenntnis. Doch bei allem Freimut bewahren sie Ihre geheimen Rituale, ihre Tempelarbeit. Was heißt es Freimaurerin zu sein und wer wird aufgenommen?
Während der Recherchen für seinen Film "Shoah" (1985) traf sich Claude Lanzmann mit Überlebenden, Zeitzeugen und Tätern. Dabei sind zahlreiche, bisher nicht erschlossene Aufnahmen entstanden, die dem Jüdischen Museum Berlin 2021 übergeben wurden. Diese Aufnahmen zum Mord an den europäischen Juden werden der Öffentlichkeit nun zugänglich gemacht. Ein nicht unumstrittener Einblick. Schließlich spürte Lanzmann auch Täter auf und fertigte ohne deren Einwilligung Aufnahmen an.
In der irischen Kleinstadt Tuam wird seit Mitte 2025 ein Massengrab ausgehoben. Forensiker vermuten in einem Abwassertank die Überreste von bis zu 800 Kindern. Sie starben im Mutter-Kind-Heim, das dort bis 1961 von Nonnen betrieben wurde. Insgesamt sind mehr als 57.000 Kinder in solchen Heimen zur Welt gekommen, denn uneheliche Kinder galten im katholischen Irland lange als Schande. Um Buße zu tun, wurden unverheiratete Mädchen und Frauen in Mutter-Kind-Heime geschickt, um dort ihre Kinder zur Welt zu bringen. Mit fatalen Folgen.
Der Zweite Weltkrieg gehört zu unserer Geschichte. Die Mehrheit hierzulande kennt Krieg nur aus Erzählungen. Doch oft wirken Tod, Trauer, Angst, Hunger und Zerstörung weiter, weit über das eigene Leben hinaus. Therapeuten wissen inzwischen: Was die Vorfahren erlitten haben, kann bei Kriegskindern, Kriegsenkeln und -urenkeln weiterwirken. Transgenerationale Traumata werden auf den ersten Blick häufig als unerklärliche Ängste, Aggressionen und Verhaltensweisen erlebt. Auch viele Soldaten im Auslandseinsatz leiden unter Depressionen und Angststörungen.
Vielerorts zeigt sich: Die Gesellschaft in Deutschland ist polarisiert. Das gilt auch für das Thema Krieg und Frieden. Nicht selten ist der Ton rau. Positionen prallen scheinbar unversöhnlich aufeinander. Gegen diese Entwicklungen versuchen zahlreiche Gruppen anzugehen: Sie wollen Brücken bauen, anstatt Gräben zu vertiefen. So wie die Initiative "Verständigungsorte" der evangelischen Kirche, wo kultivierter Streit erwünscht ist, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Oder die Initiative "Kurve Wustrow", die im niedersächsischen Wendland trainiert, wie man Konflikte gewaltfrei löst.
Innerer Frieden: das beschreibt eine große Sehnsucht. Bei sich ankommen, in sich ruhen, gelassen sein, ein ruhiges Herz bekommen. Aber dieser innere Frieden muss oft hart erkämpft werden. Manchmal im Angesicht einer lebensverkürzenden Krankheit, die die körperliche Autonomie beendet und zum Leben in wenig selbstbestimmten Pflegeeinrichtungen zwingt. Manchmal in Überwindung eines Traumas, das von Flucht oder menschenunwürdigen Lebensbedingungen erzeugt wurde. Und manchmal führt ausgerechnet der Kampf zum inneren Frieden. Dann nämlich, wenn Kampfsport über körperliches Training und Disziplin auch zu Gelassenheit der Seele führt. Wir begleiten Menschen auf der Suche nach ihrem inneren Frieden.
Frieden schaffen – ohne Waffen. Anfang der 1980er Jahre demonstrierten in der Bundesrepublik Hunderttausende gegen den Nato-Doppelbeschluss. Auch in der DDR regte sich Protest gegen die zunehmende Aufrüstung. Unter dem Dach der Kirche warnten nicht nur Christen vor der Gefahr eines Atomkriegs.
Gut 40 Jahre später ist die Diskussion um Aufrüstung und Atomwaffen nicht beendet, doch seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat sich die Stimmung in Deutschland geändert. Die Aufrufe der Friedensbewegung verfangen deutlich weniger. Viele Menschen bezweifeln, dass sich die angegriffene Ukraine ohne Waffen wehren kann.
Müssen die Grenzen der Gewaltfreiheit neu verhandelt werden?
Von Matthias Bertsch
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