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"Fun" von Bela B. Felsenheimer
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Die (länger) besprochenen Bücher in dieser Folge:
„Stadt der Hunde" von Leon de Winter
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Unser Gast ist heute der Graphic-Novel-Künstler und Autor Reinhard Kleist. Ihr habt schon oft hier von ihm gehört, zum Beispiel hat Kristian seine David Bowie-Biografie vorgestellt und Jan Weiler war begeistert von seiner Nick Cave-Graphic Novel.
Kleiner Hinweis für diese und alle anderen Folgen: Ihr könnt jederzeit Teile des Podcasts überspringen, dafür gibt es die Kapitelmarken und Zeitstempel.
(00:00:00) Begrüßung
Wir melden uns zurück nach unserer kleinen Weihnachtspause. Dementsprechend viel gibt es zu erzählen!
Wir bedanken uns bei Flix, der uns mit einer Spende unterstützt hat. Danke auch an Sandra, die als neues Mitglied in unsere Community gekommen ist!
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Kristian erzählt, dass er in die Graphic Novel "Ginseng" von Craig Thompson nicht reingekommen ist, obwohl er vorherige Werke des Künstlers sehr mochte. Kann passieren, oder? Kennen wir alle.
Ich hab unter unseren Steadies eine Umfrage gemacht und sie durften aussuchen, was ich als nächstes lese. Gewonnen hat "Open City" von Teju Cole. Ich erzähle bald mehr dazu! Hab jedenfalls schon angefangen und finde es toll.
Und das hier ist Freddie, der Hase mit "Lies und das"-Logo auf dem Shirt aus unserem eigentlich als Gag gedachten Spreadshirt-Shop, den mir mein Sohn zu Weihnachten geschenkt hat:
Der Spreadshirt-Shop scheiterte übrigens daran, dass ich einfach keine guten Grafiken hinkriege. Ich wollte da den Spruch "Man muss gelesen haben" generieren. Habe zum Beispiel die Künstliche Intelligenz gefragt. Das macht Dall-E aus dem Spruch:
(00:14:27) Unsere ersten Sätze
(00:16:10) Kristians Buchtipp ist diesmal "Ab jetzt ist Ruhe" von Marion Brasch.
„Ab jetzt ist Ruhe" von Marion Brasch
Der Inhalt: Marion Braschs Vater war stellvertretender Kulturminister der DDR, die Brüder, darunter Thomas Brasch, wurden als Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler bekannt. Mit überraschender Leichtigkeit erzählt die »kleine Schwester« die dramatischen Ereignisse in ihrer Familie.
Kristian sagt: Es ist eine wirklich irre Biografie, sie erzählt die Geschichte ihrer Familie mit großer Leichtigkeit und auch etwas schnoddrig im Ton. Ich finde, so schreibt man Bücher! Es ist nicht nur die Geschichte der Familie, die hier sehr liebevoll erzählt wird, sondern auch die einer Welt, die es so jetzt nicht mehr gibt.
Larissa hat über die Feiertage auch viel gelesen und sich dann für dieses Buch als Buchtipp entschieden:
„Fenster ohne Aussicht" von Dror Mishani
(00:26:12) Die Nachrichten aus Israel und Gaza haben uns über die Jahrzehnte abstumpfen lassen, es wirkt alles ausweglos und verfahren und unlösbar. Und dann liest man dieses Buch und versteht plötzlich so viel mehr.
Der Inhalt: Mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist auch für den Schriftsteller Dror Mishani mit einem Schlag alles anders. Zwischen Luftalarm, Diskussionen mit den Teenagerkindern am Küchentisch, Freiwilligenarbeit auf Salatfeldern und dem Versuch, auch in Kriegszeiten Alltag zu leben und zu schreiben, hält Dror Mishani fest, wie der Gaza-Krieg die israelische Gesellschaft und seine Familie verändert – und hält daran fest, dass das Leid auf beiden Seiten aufhören muss.
Larissa sagt: Ich wusste nicht, dass es so ist, aber dieses Tagebuch war genau das, was ich gebraucht habe. Es füllt die Lücken, die die Nachrichten lassen. Dror Mishani äußert auch unbequeme Meinungen, die ihm schaden können - das finde ich mutig und wichtig.
Es ist wegen dem Weihnachtsgeschäft und Krankheit momentan wirklich nicht leicht, Buchhändlerinnen und Buchhändler ans Telefon zu bekommen. Daher freuen wir uns umso mehr, dass unser Vielleser Josua Straß von der Baden-Badener Buchhandlung "Eulennest" sich die Zeit genommen hat, uns wieder ein Buch zu empfehlen!
„Mord auf Hohenhaus" von Gerhard Henschel
(00:34:49) Ausnahmsweise schleicht sich also ein Krimi in unseren Podcast, ein sogenannter "Cosy Crime", wie Josua Straß uns erklärt.
Der Inhalt: Nichts könnte schöner sein, als im luxuriösen Schlosshotel Hohenhaus an einer internationalen Dylanologen-Konferenz teilzunehmen. Das glaubt jedenfalls der Berliner Rechtsanwalt und Dylan-Verehrer Michael Ritz. Bis eine Leiche auftaucht, und er in Mordverdacht gerät. Glücklicherweise lernt er im Hotel einen hochbetagten schwedischen Meisterdetektiv kennen, und gemeinsam mit ihm und einer unwahrscheinlichen Ansammlung verbündeter Hotelgäste nimmt er die Ermittlungen auf. Doch er ahnt noch nichts von dem großen Komplott, das dahintersteckt …
Josua Straß sagt: Es war ein großartiges Feuerwerk, ich habe mich in großem Maße amüsiert - wenn es auch mehr Humor als Spannung beinhaltet.
(00:43:50) Der schöne Satz stammt diesmal bei Kristian aus Ian McEwans "Kindeswohl" und bei Larissa aus Samantha Harveys "Umlaufbahnen".
(00:50:31)) Und noch'n Gedicht, diesmal "Ehrgeiz", "Briefmark" und "Zwei Ameisen aus Hamburg" von Joachim Ringelnatz.
(00:54:05) Wir haben schöne Empfehlungen aus der Community bekommen, vielen Dank dafür und KEEP THEM COMING (an [email protected]):
Simone empfiehlt uns "Zu lieben" von Ulrike Draesner
Gudrun empfiehlt uns "Mit Thomas Mann durch das Jahr" (das Larissa gleich gekauft hat)
Bettina empfiehlt uns "Das Seelenhaus" von Hannah Kent
Esther empfiehlt uns "Nach oben sinken" von Wilfried Meichtry
Die lobende Erwähnung ist diesmal eine Graphic Novel, die wieder eine Biografie ist:
„Laurel und Hardy: Die Graphic Novel Biografie" von Gianluca Buttolo
(01:02:40) Der Inhalt: Sie waren 2 Männer mit 7 Namen: Ob als »Stan & Ollie«, als »Dick und Doof«, verkürzt als »The Boys« oder ganz klassisch als »Laurel und Hardy« - ohne Stan Laurel und Oliver Hardy wäre die Geschichte des Films anders verlaufen! 1927 als Komiker-Duo gegründet, erlangten die beiden schnell internationale Bekanntheit und bis heute andauernden Ruhm. Über 100 Filme, zunächst stumm, später mit Ton, und sogar ein Oscar für den verzweifeltsten Klaviertransport aller Zeiten entsprangen den fast 30 Jahren ihrer Zusammenarbeit.
Kristian sagt: Interessante Einblicke in das Leben des legendären Komikerduos über eine wunderbare Freundschaft und all die Widerstände, gegen die sie ankämpfen mussten.
(01:13:53) Unser Gast ist absolut überfällig, es ist nämlich Reinhard Kleist, dessen Graphic Novels hier im Podcast schon so oft erwähnt wurden. Sein aktuelles Buch:
„Low - David Bowie's Berlin Years" von Reinhard Kleist
Der Inhalt: Gerade erst erschienen ist der zweite Band dieser Graphic Novel über das Leben von David Bowie. Reinhard Kleists LOW setzt David Bowie in Westberlin in Szene, während er nach Inspiration sucht und sein Album LOW aufnimmt. Brillant koloriert von Thomas Gilke.
Kristian sagt: Ich mag die Poesie dieser Graphic Novel. Richtig toll: Am Ende kommen ein paar große Tableaus, dann gibt es aber auch abstraktere Bilder mit Astronaut und David Bowie über Berlin. Das sind wahnsinnig tolle Bilder. Es hat viel Spaß gemacht, das durchzulesen, es ist eine kleine Entdeckungsreise und man hat so viel zum Hören noch dazu.
Reinhard Kleist hat uns aber natürlich auch einen Buchtipp mitgebracht, und das ist keine Graphic Novel, hängt aber natürlich mit David Bowie zusammen, von dem es übrigens auch das Buch gibt "Bowie's Books - The Hundred Literary Heroes Who Changes His Life".
„Leb wohl, Berlin" von Christopher Isherwood
Der Inhalt: Ein melancholischer Abgesang auf eine verlorene Welt: Kosmopolitisch, libertin, glamourös und dekadent - mit fotografischer Präzision erfasst Christopher Isherwood die letzten Tage der Weimarer Republik in Berlin und zeichnet unvergessliche Porträts der Menschen, die seinen Weg kreuzen und unterschiedlicher nicht sein könnten: zwei junge Männer, die in fataler Weise voneinander abhängen, eine vermögende jüdische Familie, die das nahende Unglück nicht wahrhaben will, und zahlreiche Mitglieder der Halbwelt, unter ihnen die hinreißend leichtsinnige Sally Bowles, die in der Literatur ihresgleichen sucht.
Reinhard Kleist sagt: Das war sowas wie eine Blaupause für Bowies Aufenthalt in Berlin. Es ist eine autobiografische Kurzerzählung aus den 30er-Jahren, dieses Buch fängt diese Zeit wunderbar ein. Es ist alles beobachtend, anekdotenhaft.
(01:36:40) Rezensionsrätsel und Verabschiedung
In der Nachlese für unsere Steadies geht's heute um viele Fragen, die uns Esther gestellt hat, sie möchte nämlich wissen, wie wir mit Büchern "arbeiten", wie wir sie rezensieren, welche Hilfsmittel wir verwenden und ob wir dabei an unsere Community denken… Kommt gerne in die Steady-Community, dann könnt Ihr diese verlängerte Version des Podcasts hören und uns gleichzeitig unterstützen!
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Unser Gast ist heute Jan Weiler - der hatte uns beim ersten Termin zwar leider versetzt, wir haben ihn dann aber doch noch vors Mikro bekommen. Kleiner Hinweis für diese und alle anderen Folgen: Ihr könnt jederzeit Teile des Podcasts überspringen, dafür gibt es die Kapitelmarken und Zeitstempel.
(00:00:00) Begrüßung
Diese Woche feiert unser Podcast-Baby seinen ersten Geburtstag - am 12. Dezember 2023 ging die allererste Folge online. Und das Fazit? Wir haben tolle Hörerinnen und Hörer kennengelernt und viele wunderbare Buchtipps erhalten. Larissa hat dadurch in diesem Jahr so viel gelesen wie noch nie in ihrem Leben (der Beweis dafür ist hier zu finden) und es macht einfach Spaß, über Bücher und das Lesen zu sprechen. Finanziell läuft es leider noch nicht so gut, wir sind aktuell bei minus 148 Euro. Daher freuen wir uns, wenn du uns unterstützt! Hier klicken, mit wenigen Euro bist du schon dabei:
Larissa hat als kleines Geburtstagsgeschenk noch ein Bankkonto eingerichtet, nach Vorbild der "Lage der Nation":
Und einen PayPal-Link gibt es auch: https://www.paypal.com/ncp/payment/8EKCF7ZT2BGZN
Die Amazon-Links stellen wir hiermit ein - sie haben gerade mal 8,65 Euro in einem Jahr gebracht. Alle Links findet ihr wie immer auf liesunddas.com.
Falls du noch ein Weihnachtsgeschenk suchst, haben wir einige Geschenkideen für Leseratten, Buchfreundinnen und Bücherfans::
Sucht mal nach "Bücherabo" oder "Buchabo" oder fragt in eurer lokalen Buchhandlung danach. Viele bieten so etwas an. Ihr könnt dann zum Beispiel sagen, dass die Beschenkte gerne Krimis mag und was sie sonst so gerne liest, dann bekommt sie jeden Monat Bücherpost. Es gibt auch die "Schmökerbox", das ist ein etwas anderes Konzept, aber auch toll.
Ein tolles kleines Geschenkbuch ist "Fragebogen" von Max Frisch (gibt verschiedene Versionen davon, zum Beispiel diese hier). Da stellt der Autor einfach viele Fragen, mit denen man sein eigenes Leben beleuchten kann. Ein ähnliches Konzept hat auch "Darf ich dich das fragen" mit Fragen aus dem Hotel Matze (Podcast). Im Shop gibt's auch eine Pärchen-Edition und vieles mehr.
Für alle Ärzte-Fans gibt's jetzt 40 Songtexte im Reclamverlag
Ein besonders schönes Lesezeichen gibt es hier
Für alle, die gerne selber schreiben oder schreiben würden, gibt es von Benedict Wells das Buch "Die Geschichten in uns"
Und wer gerne Socken verschenkt, kann welche mit der Botschaft "Bitte nicht stören, ich lese" oder "Ich würde lieber lesen" oder "So viele Bücher, so wenig Zeit" auf der Sohne besorgen. Gibt's bei Amazon, zum Beispiel hier und hier.
Kleine Korrektur zur letzten Folge: Es war nicht Olaf Scholz, der mit einem Döner in die Türkei reiste, sondern Frank-Walter Steinmeier. Sorry dafür.
Larissa empfiehlt ein Interview mit der Leiterin des Literaturarchivs Marbach, Sandra Richter
Interessant ist auch dieser Artikel, der sich mit dem New Adult-Untergenre "Dark Romance" beschäftigt und mit der Frage, wer das lesen darf
Kristian erzählt von einer Buchhandlung in einem alten Theater in Buenos Aires - ist das nicht einfach grandios? Schaut euch mal die Bilder an!
Die Süddeutsche berichtet über eine Lesekrise: wir wollen gerne lesen, können uns aber irgendwie nicht dazu aufraffen. Und etwa zwei Drittel aller Bücher, die wir kaufen oder geschenkt bekommen, werden nicht gelesen, heißt es da. Erschreckend, oder? Larissa hat aber eine Lösung, die zumindest bei ihr geholfen hat. Hier geht's zum Artikel.
Zum Schluss noch ein Hörtipp, weil wir jetzt eine Folge (an Weihnachten) ausfallen lassen: Joachim Meyerhoff liest aus seinem aktuellen Buch.
(0:28:23) Unsere ersten Sätze
(0:31:19) Kristians Buchtipp ist diesmal "Gun Love" von Jennifer Clement.
„Gun Love" von Jennifer Clement
Vor einigen Jahren hat auch Larissa dieses Buch gelesen und fand es genauso gut wie Kristian. Kristian mag von der gleichen Autorin "Gebete für die Vermissten".
Der Inhalt: Seit ihrer Geburt lebt Pearl im Auto, sie vorne, ihre Ausreißer-Mutter auf der Rückbank. Vierzehn Jahre stehen die beiden jetzt schon am Rande eines Trailerparks irgendwo in Florida. Draußen vor der Windschutzscheibe ist die Welt den Waffen verfallen: Kinder wachsen mit Pistolen statt Haustieren auf, Schießübungen immer und überall, mal Alligatoren, mal den Fluss, mal Polizisten im Visier, und sonntags sitzt man beim Gottesdienst mit der geschulterten Schrotflinte in der ersten Reihe.
Kristian sagt: Es ist eines dieser Bücher, das man so gerne liest, weil die Sprache und die Beschreibungen so außergewöhnlich gut sind, und das durchgehend. Sehr anrührend, auch ein bißchen erschreckend und zum mitfiebern.
Hier bei buch7
Und gleich der nächste Buchtipp, diesmal von Larissa:
„Haie in Zeiten von Erlösern" Kawai Strong Washburn
(00:37:50) Mal ein ganz anderes Buch, Gewinner des PEN Hemingway Awards:
Der Inhalt: Die aufrüttelnde Geschichte einer hawaiianischen Familie - zwischen den Überbleibseln der paradiesischen Vergangenheit und den Trümmern des amerikanischen Traums.
Larissa sagt: Es geht nicht um das Hawaii, das wir als tropisches Paradies kennen, sondern um eine Familie, die wirklich kämpfen muss, um inmitten dieser fantastischen Landschaft zu überleben. Die Eltern schuften, damit es ihren Kindern besser geht. Besser heißt: Universität und Festland, weit weg von der Heimat. Aber ist das wirklich besser? Brauchen die Kinder nicht ihre Wurzeln?
Es ist ein tiefgründiges Buch über Heimat und Armut, über Kolonialisierung und Spiritualität, über die starken Bande der Familie und den Verlust der eigenen Identität. Endlich mal ein Buch, das irgendwie ganz anders ist.
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(00:43:40) Der schöne Satz kommt diesmal von Juli Zeh aus dem Buch "Neujahr".
(0:46:47) Unser Gast ist heute Bestsellerautor Jan Weiler, bekannt geworden durch "Maria, ihm schmeckt's nicht", schön war auch "Der Markisenmann" von ihm, sein aktuelles Buch heißt "Munk".
„Nick Cave - Mercy On Me" von Reinhard Kleist
(0:55:44) Da er selbst wenige Romane liest, hat er uns eine Graphic Novel mitgebracht, die wir hier im Podcast auch schon einmal besprochen haben: "Nick Cave - Mercy On Me" von Reinhard Kleist.
Der Inhalt: Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, Crooner - Nick Cave ist Kult. Reinhard Kleist hat sich der realen Figur angenommen und spielt in "Nick Cave - Mercy on me" mit Leben und Werk des Ausnahmekünstlers und schafft eine einzigartige Erzählung. Expressiv im Strich begleitet Kleist das Leben von Cave und entwirft ein Panorama aus Leidenschaft, Abhängigkeit und Tod. Reinhard Kleist at his best.
Jan Weiler sagt: Es ist ein leicht zugängliches Buch. Ich mag das sehr. Es richtet sich allerdings mehr an Leute, die Nick Cave kennen und mit ihm was anfangen können, sonst ist es etwas schwer zugänglich. Es ist sehr liebevoll und irrsinnig gut gezeichnet.
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(01:05:39) Und noch'n Gedicht, diesmal "Abschied" von Axel Kurtsch, nachzulesen hier.
(01:11:46) Wir haben eine schöne Empfehlung aus der Community, und zwar von Larissas Steady-Brieffreundin Inita. Sie empfiehlt uns "84 Charing Cross Road" von 1970.
„84 Charing Cross Road" von Helene Hanff
Der Inhalt: Auf der Suche nach seltenen Büchern stößt die New Yorkerin Helene Hanff 1949 auf die Adresse eines kleinen Londoner Antiquariats. Als sie kurzerhand zum Stift greift, weiß sie noch nicht, dass diese ersten Zeilen den Beginn eines über Jahre andauernden Briefwechsels und einer lebenslangen Freundschaft bedeuten.
Inita sagt: Was zunächst als ein rein geschäftlicher Briefverkehr anfängt, entwickelt sich zu einer bereichernden Brieffreundschaft, die respektvoll und warmherzig ist, und auch mit Humor nicht geizt. Man fliegt nur so durch die Seiten, erfährt Einiges über die Lebensumstände von 1949 bis 1969 und bleibt mit einem warmen Gefühl im Bauch nach der Lektüre zurück.
Hier bei buch7
Ana aus Rumänien hat uns auch geschrieben, sie empfiehlt uns "Die Landärztin" von Felicia Otten. Hast du auch einen Buchtipp für uns? Schreib uns gerne eine Mail an [email protected] oder sende uns eine Sprachnachricht - das geht mittlerweile sogar über unsere Internetseite liesunddas.com.
(01:15:36) Kristian hat wieder eine Graphic Novel für uns dabei:
„Low - David Bowie's Berlin Years" von Reinhard Kleist
Der Inhalt: Gerade erst erschienen ist der zweite Band dieser Graphic Novel über das Leben von David Bowie. Reinhard Kleists LOW setzt David Bowie in Westberlin in Szene, während er nach Inspiration sucht und sein Album LOW aufnimmt. Brillant koloriert von Thomas Gilke.
Kristian sagt: Ich mag die Poesie dieser Graphic Novel. Richtig toll: Am Ende kommen ein paar große Tableaus, dann gibt es aber auch abstraktere Bilder mit Astronaut und David Bowie über Berlin. Das sind wahnsinnig tolle Bilder. Es hat viel Spaß gemacht, das durchzulesen, es ist eine kleine Entdeckungsreise und man hat so viel zum Hören noch dazu.
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(01:24:40) Rezensionsrätsel und Verabschiedung
In der Nachlese für unsere Steadies geht's heute um die Bücher "Sankofa" von Chibundu Onuzo (leider nur auf Englisch, aber richtig gut!) und "One Day" von David Nicholls, auf Deutsch "Zwei an einem Tag". Kristian erzählt nochmal von "The Understudy" und wir besprechen eine Frage von Esther aus der Community. Kommt gerne in die Steady-Community, dann könnt Ihr diese verlängerte Version des Podcasts hören und uns gleichzeitig unterstützen!
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Einen Gast haben wir heute nicht, aber wir reden über Horst Lichter und Petra Pellini. Hier könnt Ihr unsere Folge gleich hören:
(00:00:00) Begrüßung
Diese Woche haben wir leider keine neuen Unterstützerinnen und Unterstützer - wenn Ihr dazukommen wollt, freuen wir uns! Mit wenigen Euro pro Monat seid Ihr dabei:
Larissa erzählt von einer Schmuckausgabe von „Schloss Gripsholm", die sie gekauft hat (weil Kristian sagt, das ist das beste Buch der Welt).
Tolle Nachricht: Der soziale Buchhandel "buch7", der 2008 als Studentenprojekt gestartet ist, hat seitdem über eine Million Euro gespendet! Das Team investiert 75% ihres Gewinns in soziale und kulturelle Projekte. Toll! Vielleicht könnt Ihr das ja unterstützen und Eure Weihnachts-Bucheinkäufe dort erledigen.
Heute kommt unüberseh- und -hörbar Angela Merkels Biografie "Freiheit" auf den Markt.
Und wir waren ein paar Tage in den schwarzen Zahlen mit diesem Podcast, dann kam aber die nächste Abbuchung. War trotzdem ein schönes Gefühl.
(0:15:06) Unsere ersten Sätze
(0:17:04) Kristians Buchtipp ist diesmal durch ein Interview entstanden, auf das er sich vorbereiten musste. Er hat nämlich für "Talk mit Thees" Horst Lichter getroffen. Hier könnt Ihr den Talk hören.
„Zeit für Freundschaft" von Horst Lichter
Kristian war begeistert von diesem Gespräch mit Horst Lichter. Der Mann hat viel durchgemacht und sich dennoch sein sonniges Gemüt erhalten. Muss man auch erstmal schaffen.
Der Inhalt: Es geht in diesem Buch um die Frage: "Was ist eine gute Freundschaft". In seinem autobiografischen Buch gewährt Horst Lichter Einblicke in die Freundschaften seines Lebens. In die bestehenden, die gescheiterten, aber auch die, die er nicht so einfach einordnen kann.
Kristian sagt: Es ist ein wirklich schönes Buch, weil man auch sehr viele Antworten und Anregungen bekommt. Ganz wichtig: Eine gute Freundschaft stellt keine Forderungen. Es sind schöne Gedanken und Anstöße drin mit vielen Anekdoten aus Lichters Leben. Es lohnt sich total, ich war sehr angetan von dem Buch.
Und gleich der nächste Buchtipp, diesmal von Larissa:
„Der Bademeister ohne Himmel" von Petra Pellini
(00:35:50) Bis jetzt das beste Buch des Jahres, findet Larissa. War auch in der engeren Auswahl zum Lieblingsbuch des Unabhängigen Buchhandels.
Der Inhalt: Linda ist 15 und würde am liebsten vor ein Auto laufen. Doch noch halten zwei Menschen sie davon ab: ihr einziger Freund Kevin, der daran verzweifelt, dass die Welt am Abgrund steht. Und Hubert, sechsundachtzig Jahre alt, ein Bademeister im Ruhestand, der seine Wohnung kaum mehr verlässt, Karotten toastet und auf seine Frau wartet, die vor sieben Jahren verstorben ist. Dreimal wöchentlich verbringt Linda den Nachmittag bei Hubert, um die polnische Pflegerin Ewa zu entlasten.
Larissa sagt: Es ist ein wirklich schönes Buch über eine Freundschaft, über das Abschiednehmen und darüber, zu akzeptieren, wer wir sind und wo wir gerade stehen. Petra Pellini schreibt so, dass ich sehr oft schmunzeln musste, das Buch wird nie schwerfällig, sondern schafft es, warmherzig und humorvoll eine Geschichte zu erzählen, die eigentlich tieftraurig ist.
(00:55:05) Der schöne Satz kommt diesmal von Larissa und Kristian. Kristian hat einen aus Saša Stanišićs "Herkunft" mitgebracht und Larissa zwei schöne Sätze aus "Das dünne Pferd" von Stefanie vor Schulte.
Und gleich der nächste Buchtipp, diesmal von der Buchhändlerin Ayşe Altın von der Buchhandlung Ida von Behr in Hamburg-Volksdorf.
„Das dritte Licht" von Claire Keegan
(00:47:30) Claire Keegan läuft einem derzeit häufig in Buchhandlungen über den Weg, zumindest ihre Bücher. Die irische Autorin trifft einen Nerv.
Der Inhalt: Irland, zu Beginn der 1980er Jahre: An einem heißen Sommertag liefert ein Vater seine kleine Tochter bei entfernten Verwandten auf einer Farm im tiefsten Wexford ab. Seine Frau ist schon wieder schwanger, noch ein Maul wird zu stopfen sein. So findet sich das Mädchen bei dem kinderlosen Ehepaar John und Edna Kinsella wieder.
Ayşe sagt: Claire Keegan schreibt wenig und erzählt viel. Es ist ein dünnes Buch, aber da steckt so viel drin! Sie ist gut darin, GEfühle auszudrücken mit wenig Worten.
(00:58:50) Und noch'n Gedicht von Mascha Kaleko, diesmal "Verse für kein Gästebuch".
(01:02:32) Wir haben eine schöne Empfehlung aus der Community, und zwar von Neu-Steady-Mitglied Sabine. Yay! Sie empfiehlt uns "Der Sohn des Friseurs" von Gerbrand Bakker.
„Der Sohn des Friseurs" von Gerbrand Bakker
Der Inhalt: Seinen Vater hat Simon nie kennengelernt. Er starb bereits vor seiner Geburt bei der Flugzeugkatastrophe 1977 auf Teneriffa. Über seinen Vater wurde auch nie wirklich gesprochen. Das ändert sich als einer von Simons Kunden, ein Schriftsteller, an einem neuen Roman arbeitet und sich für die Geschichte seines Großvaters und Vaters interessiert. Und dann drängen sich auch bei Simon Fragen nach seinem Vater auf…
Sabine sagt: Das Buch lässt sich leicht lesen. Die Sprache ist direkt und lebendig. Feine Charakterbeschreibungen und bildhafte Details bereichern diese packende Geschichte über Einsamkeit, Beziehungen ohne feste Bindung, und die Suche nach dem Vater.
(01:05:14) Kristian hat wieder eine Graphic Novel für uns dabei:
„Die große Illusion - New York, 1938" von Alessandro Tota
Der Inhalt: Ende der 1930er Jahre: Das ländliche Kansas leidet unter der Depression. Ausgehungert flieht die junge Diana Morgan nach New York City – wo alles möglich scheint! Schnell gerät sie in die Gesellschaft von Kommunisten und verkehrt in zwielichtigen Cabarets. Ihre Leidenschaft sind billige Pulp-Magazine.
Kristian sagt: Es ist sehr spannend und toll erzählt. Vor allem ist es die Atmosphäre und der Überlebenskampf, der diese Graphic Novel prägt. Mit dem Zeichenstil war ich erst etwas unglücklich, fast zu einfach für eine solch tiefgehende Geschichte, aber ich hab mich sehr schnell daran gewöhnt und festgestellt, dass der Stil wunderbar zu dieser Zeit passt. In jedem Fall eine tolle Empfehlung!
(01:18:08) Rezensionsrätsel und Verabschiedung
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Unser Gast in dieser Folge ist Bernhard Hoëcker, den wir alle aus dem Fernsehen kennen. Er war in zahlreichen Shows zu Gast oder hat selber moderiert. Mittlerweile ist er aber auch Kinderbuchautor und stellt uns sein neuestes Buch vor.
(00:00:00) Begrüßung
Wir reden erstmal über Künstliche Intelligenz beziehungsweise maschinelles Lernen und Literatur. Kristian erzählt von einem umstrittenen Cover des Buches "Skogland brennt" der Autorin Kirsten Boie. Das war mit Hilfe von Midjourney entstanden - und Illustratoren waren entrüstet. Der Verlag Oetinger schließt seither die Hilfe von KI bei Coverillustrationen aus - den ganzen Artikel könnt Ihr hier lesen.
Larissa hatte gelesen, dass die KI mittlerweile Bestseller voraussagen kann. Deutschen Verlagen steht demnach bald eine Software zur Verfügung, die den Verkaufserfolg eines Buches mit einer Trefferquote von bis zu 99 Prozent prognostizieren kann. Das könnte die publizistische Landschaft grundlegend verändern, oder? Hier gibt's den Artikel bei der SZ.
Ansonsten hat Larissa einen neuen Trick, um sich nicht mehr ständig durch das Handy vom Lesen abhalten zu lassen: Sie notiert sich Ideen und aufkommende Fragen in einem Notizbüchlein, und Ruhe ist. Hoffentlich.
Tim und Sabine probieren gerade unsere neue Probemitgliedschaft aus und Kerstin ist neues zahlendes Mitglied und unterstützt uns als Lesemaus. Dank Euch können wir das hier hoffentlich noch länger weitermachen! Wer uns unterstützen mag, hier entlang, mit wenigen Euro pro Monat seid Ihr dabei: https://steadyhq.com/de/liesunddas/about
Larissa hat übrigens einen Spreadshirt-Shop eingerichtet, aber das klappt noch nicht so richtig. Wer hat denn Ahnung von Grafikdesign oder Illustration und kann uns ein paar schöne Motive klöppeln? Bislang gibt's nur unser Logo.
(0:15:48) Erste Sätze
(0:18:53) Aufmerksame Hörerinnen und Hörer werden merken: Larissa hat diesmal ein Buch dabei, das uns schonmal eine Buchhändlerin vorgestellt hat. Soll nicht wieder vorkommen. Wir haben aber darüber diskutiert und waren uns dann einig, dass wir es drinlassen. Der Buchtipp ist:
„Und dahinter das Meer" von Laura Spence-Ash
Der Inhalt: London 1940: Um ihre elfjährige Tochter vor Luftangriffen zu schützen, beschließen die Thompsons schweren Herzens, Beatrix für ungewisse Zeit zu einer Gastfamilie in die USA zu schicken. Nach der langen Schiffspassage trifft Bea wütend und verängstigt in Boston ein, aber schon bald fühlt sie sich bei den Gregorys zu Hause, während ihre Erinnerungen an das Leben in England langsam verblassen.
Larissa sagt: „Und dahinter das Meer“ ist ein flauschiger Familienroman, der auf einer wahren Begebenheit aus der Kriegszeit aufbaut. Ein schöner Schmöker.
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„Stay Away From Gretchen" von Susanne Abel
(00:25:45) Kristian freut sich gerade sehr auf Band zwei, der den Titel trägt "Was ich nie gesagt habe". Jetzt aber erstmal zu Band 1:
Der Inhalt: Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Als die Diagnose Demenz im Raum steht, ist Tom entsetzt. Bis die Krankheit seiner Mutter zu einem Geschenk wird: Erstmals erzählt Greta aus ihrem Leben – von ihrer Kindheit in Ostpreußen, den geliebten Großeltern, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter und ihrer Zeit im besetzten Heidelberg.
Kristian sagt: Ich kenne niemanden, dem das Buch nicht gefallen hat. Es ist eine ganz wunderbare, liebevoll konstruierte Geschichte aus dem Nachkriegsdeutschland. Eine wahnsinnig schöne, berührende Geschichte!
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(00:37:37) Unser Gast ist in dieser Episode Bernhard Hoëcker. Er ist uns allen aus dem Fernsehen bekannt, aber wir kamen so richtig mit ihm ins Quatschen über Ahnenforschung und Hühner im Garten. Und er empfiehlt uns allen, dass wir uns jedes zehnte Buch nicht selber aussuchen, sondern uns schenken oder geben lassen. Damit man mal aus seiner Lesebubble rauskommt. Guter Tipp, oder? Bernhards Buchtipp:
„Dreifach" von Ken Follett
(00:46:25) Bernhard ist sehr an Geschichte interessiert, daher muss auch alles ganz exakt recherchiert sein. Ken Follett ist also perfekt für ihn.
Der Inhalt: 1968. Nat Dickstein hat den Auftrag, mehrere Hundert Tonnen davon für Israel zu stehlen. Keine Kleinigkeit, nicht einmal für einen Top-Agenten wie ihn, denn niemand darf auch nur das Geringste davon erfahren. Und er wird gejagt: Vom russischen KGB. Vom ägyptischen Geheimdienst. Von den Palästinensern, die ihm einen Schritt voraus sind.
Bernhard Hoëcker sagt: Interessanterweise sind die Meinungen aus diesem Buch auch heute noch aktuell. Das Fazit: Man sollte sich aktiv um Frieden bemühen und nicht darauf warten, bis er von alleine kommt. Ken Follett baut die Geschichten dramaturgisch sehr geschickt auf und beschreibt Dinge sehr korrekt historisch. Das freut mich, dass man auf diese Weise in Geschichte eintauchen kann.
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„Das Katzenhuhn: Was macht der Fisch auf dem Dach?" von Bernhard Hoëcker
Der Inhalt: "Was macht der Fisch auf dem Dach" ist diesmal ein Bilderbuch mit weniger Text und dafür größerem Format, das sich an kleinere Kinder zwischen 3 und 6 Jahren richtet. Der Held vom Bauernhof, das Katzenhuhn, erlebt sein erstes Bilderbuch-Abenteuer, mit jeder Menge Mut und Selbstvertrauen. Und guten Freunden, denn zusammen kann man alles, man muss sich nur trauen, loszurutschen!
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Der schöne Satz stammt diesmal von Jami Attenberg aus "Die Middelsteins".
(00:56:00) Noch'n Gedicht, diesmal "A smile" von Jez Alborough. Hier kann man es ganz nachlesen: https://www.yourdailypoem.com/listpoem.jsp?poem_id=3374
(00:59:35) Die Community empfiehlt uns leider diesmal kein Buch, dafür aber einen Film. Esther sagt, dass der Kinofilm "Der Buchspazierer" mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle sogar besser sei als das Buch. Hier könnt Ihr den Trailer sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=QE-w8QyrtMM
(01:05:39) Kristians wahrer Buchtipp ist heute eine Graphic Novel:
„Liberty" von Julian Voloj und Jörg Hartmann
Der Inhalt: Sie ist wahrscheinlich das berühmteste Wahrzeichen Amerikas, aber eigentlich stammt die Freiheitsstatue… aus Frankreich. Um das Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges 1865 zu feiern, entschloss sich eine Gruppe von Franzosen den USA ein Monument zu schenken. Dieses Symbol der französisch-amerikanischen Freundschaft sollten zum hundertsten Geburtstag der Staatsgründung errichtet werden – doch leichter gesagt als getan.
Kristian sagt: Die Geschichte der Freiheitsstatue. Voller Widerstände und Visionen. Großartig erzählt im Aquarellstil.
Beim Verlag könnt Ihr einen Blick ins Buch werfen: https://www.splitter-verlag.de/liberty.html
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(01:14:52) Wir reden noch darüber, seit wann es eigentlich keine so riesigen Gastgeschenke mehr gibt - sollten wir vielleicht wieder was an die USA schicken?
(01:17:40) Rezensions-Rätsel-Time! Und dann die Verabschiedung.
Noch nicht genug? Die Nachlese gibt's für unsere Steadies! Komm dazu, dann wird die Folge länger.
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Unser Gast in dieser Folge ist die Autorin Margit Auer, die für ihre Bücher in der Reihe "Die magische Schule der Tiere" bekannt geworden ist. Gerade kann man Teil 3 sogar im Kino sehen.
(00:00:00) Begrüßung
Diese Woche haben wir leider keine neuen Unterstützerinnen und Unterstützer - wenn Ihr dazukommen wollt, freuen wir uns! Mit wenigen Euro pro Monat seid Ihr dabei: https://steadyhq.com/de/liesunddas/about
Larissa erzählt kurz von der Statistik, dass die Menschen im Schnitt 27 Minuten am Tag lesen - und zwar nicht nur Bücher, sondern auch Zeitungen und so etwas ähnliches. Ist das nun viel oder wenig? Hier gibt's die ganze Meldung zum Nachlesen.
Kristian beichtet, dass er fremdgegangen ist, er war nämlich in einem anderen Buch-Podcast zu Gast. Hört gerne mal rein in die schöne Folge mit der wunderbaren Karla Paul, hier zu hören.
Wir reden auch kurz über zwei Buchpreise, und zwar zum einen hat „Pi mal Daumen” von Alina Bronsky den Preis als Lieblingsbuch der Unabhängigen bekommen, und Martina Hefter mit „Hey guten Morgen, wie geht es dir?” den Deutschen Buchpreis 2024.
(00:18:33) Erste Sätze
(00:19:25) Kristians Buchtipp haben wahrscheinlich schon einige von Euch gelesen, aber er ist es wert, nochmal darüber zu sprechen:
„Windstärke 17" von Caroline Wahl
Kristian hat sich lange gesträubt und wollte den Bestseller "22 Bahnen" nicht lesen. Dann fing er an und legte es wieder weg. Jetzt hat er beide Bücher gelesen, "22 Bahnen" und die Fortsetzung "Windstärke 17", bevor er die Autorin interviewt hat - hier zu hören.
Der Inhalt: Ida hat nichts bei sich außer dem alten, verschrammten Hartschalenkoffer ihrer Mutter, ein paar Lieblingsklamotten und ihrem MacBook, als sie ihr Zuhause verlässt. Am Bahnhof sucht sie sich den Zug aus, der am weitesten wegfährt und landet auf Rügen.
Kristian sagt: Caroline Wahl schreibt sehr dialoghaft, sie kann trockene, wunderbare Dialoge schreiben, bei denen man schmunzeln muss und die diesen ganz besonderen Sound ausmachen. Die Figuren sagen das, was ihnen auf der Zunge liegt, und das finde ich erfrischend.
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„Die andern sind das weite Meer" von Julie von Kessel
(00:33:32) "Die andern sind das weite Meer" von Julie von Kessel.
Der Inhalt: Hans, der ehemalige Diplomat, vergisst langsam. Seine drei erwachsenen Kinder wollen die Demenz erst nicht wahrhaben, zu sehr sind sie in ihre eigenen Probleme verstrickt. Doch dann müssen sie nach Hause und Hans helfen. Helfen sie damit am Ende sich selbst?
Larissa sagt: Es ist ein Familienroman und ein Roman über Demenz, der aber nie bedrückend wird, sondern auch in den schwierigen Phasen immer wieder Leichtigkeit findet. Vielleicht ist das manchmal zu oberflächlich, vielleicht hätten manche Erzählstränge noch ein wenig mehr Tiefe oder überhaupt Beachtung verdient, aber alles in allem habe ich es sehr gerne gelesen - und für Kristian gibt’s auch extra viel wörtliche Rede.
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(00:41:54) Unser Gast ist diesmal die Kinderbuchautorin Margit Auer. Sie hat hat die "Schule der magischen Tiere" erfunden. In jedem Band bekommt ein Kind aus der Klasse ein magisches Tier zugeteilt. Es sieht für andere aus wie ein Plüschtier, für die Kinder aber werden die Tiere lebendig.
Mittlerweile gibt es 15 Bände und noch zahlreiche Spinoffs, es gibt gerade den dritten Film der Reihe im Kino und die Kinder weltweit lieben die Figuren und wünschen sich natürlich auch ein magisches Tier. Wie viel einfacher die Welt doch wäre, wenn jede und jeder von uns so ein magisches Tier an seiner Seite hätte! Bei Larissa kommt immerhin die Nachbarskatze hin und wieder vorbei…
Margit Auer haben wir wie immer auch gebeten, uns einen Buchtipp mitzugeben - und das hier hat sie sich ausgesucht:
„Das Geheimnis der Sprakkar" von Eliza Reid
(00:50:40) Margit Auer hat uns ein gänzlich ungewöhnliches Buch mitgebracht, das uns sehr neugierig gemacht hat: "Das Geheimnis der Sprakkar".
Der Inhalt: Die in Kanada geborene und aufgewachsene Eliza Reid, derzeitige First Lady Islands, interviewte Dutzende SPRAKKAR, um deren inspirierende Geschichten zu erzählen. Geschickt bindet sie ihre eigenen Erfahrungen als Zugezogene aus einer kanadischen Kleinstadt mit ein.
Margit Auer sagt: Eliza Reid schreibt über ihr Leben in Island als First Lady des Landes. Sprakkar ist ein isländisches Wort für Frauen, die die Welt verändern und die ihren eigenen Weg gehen. Das ist wunderschön beschrieben und auch sehr anregend.
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(00:55:05) Der schöne Satz kommt diesmal von Kristian (wie so oft). Er liest uns aus Pierre Lemaitres "Die Farben des Feuers" vor. Das ist übrigens der mittlere Teil einer Trilogie, Band 1 heißt "Wir sehen uns dort oben". Alle drei Bücher gibt es bei Amazon* auf dieser Seite: https://amzn.to/3NAieGI
(00:59:03) Wir haben zwei zauberhafte Einsendungen aus der Community. Zum einen ist da Fran aus Suffolk, die uns "The Salt Path" (auf Deutsch auch "Der Salzpfad") von Raynor Winn empfiehlt. Und Susan hat uns eine Graphic Novel empfohlen, und zwar "Nils. Von Tod und Wut. Und von Mut" von Melanie Garanin.
Larissa fällt zwar ewig nicht das richtige Wort ein, aber letzten Endes kommt Kristian trotzdem drauf, was sie meint: Prägung. Es ist also keine Stanzmaschine, sondern eine Prägemaschine, die ihr da die ganze Zeit bei Instagram angeboten wird. Das hier ist so ein Ding - eigentlich schon ein schönes Geschenk für Bücherwürmer.
(01:07:40) Und wenn wir schon bei Geschenken sind: Der Deutsche Buchpreis wird 20 Jahre alt und hat aus diesem Anlass drei nette kleine Geschenkideen für Leseratten zusammengestellt. Das eine ist ein Adventskalender in Buchform, das andere ein Buch mit unnützem Wissen über Literatur und das dritte ist ein nettes kleines Kartenspiel-Quiz. Jedenfalls gibt's heute kein Rezensions-Rätsel, sondern stattdessen drei Fragen aus diesem Quiz.
(01:11:55) Das Gedicht kommt heute von Josef Maria Hader und heißt "Liebe zeigen".
(01:16:44) Verabschiedung
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Unser Gast in dieser Folge ist der Autor Behzad Karim Khani, der als Kind mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland kam und grandiose Bücher schreibt, sein aktuelles heißt "Als wir Schwäne waren". Hier könnt Ihr unsere Folge gleich hören:
(00:00:00) Begrüßung
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Larissa erzählt kurz von dem Autor, der in zwei Jahren 120 Bücher geschrieben hat - allerdings mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz. Werden wir eines (nahen oder fernen) Tages alle KI-Bücher lesen? Hier geht's zum Artikel über diesen Fall
Außerdem hat Larissa entdeckt, dass es einige interessante kostenlose Hörbücher in der ARD Audiothek gibt. Momentan zum Beispiel "Altern" von Elke Heidenreich (hier zu finden) und "Nochmal von vorne" von Dana Suffrin (hier der Link).
Und E-Book-Piraten wurden zu 30 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt - allerdings wird man wohl nie an das Geld kommen, denn wer da wirklich dahintersteckt, bleibt ein Rätsel. Hier geht's zum Artikel.
Kristian hat wieder einige richtig schöne Buchtitel mitgebracht und erzählt uns davon. Und dann geht's auch schon los:
(00:16:11) Unsere ersten Sätze
(00:17:12) Kristians Buchtipp ist diesmal ein Sachbuch, und zwar hat er eine Biografie gelesen:
„Kamala Harris: Die Biografie" von Dan Morain
Kristian wollte wissen, wer sich denn da gerade in den USA um den Posten der Präsidentin bewirbt. Also hat er sich für diese Biografie entschieden - es gibt noch eine Autobiografie, vielleicht schaut er da in nächster Zeit auch mal rein.
Der Inhalt: Dan Morain schreibt in dieser Biografie über ihren Weg zur mächtigsten Frau im Land. Als Journalist, der sie auf diesem Weg viele Jahre lang begleitet hat, versteht er wie kaum ein anderer, welche Ereignisse Kamala Harris prägten und zu den Überzeugungen führten, für die sie entschlossen einsteht
Kristian sagt: Ich wollte wissen: Was steckt dahinter, wie ist sie wirklich? Ich fand's sehr schön, sehr leserlich. Man bekommt einen schönen Einblick hinter die Kulissen.
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Larissa erzählt kurz, wie sie das Oktoberfest in München erlebt - ohne Bier und ohne Trubel eigentlich. Und dann hat sie auf dem Rückweg eines Spaziergangs eine Buchhandlung entdeckt, und zwar die "Buchhandlung in der Au". Daher ist diesmal Eva Wust von dieser Buchhandlung zu Gast. Sie empfiehlt uns:
„Mein Mann" von Maud Ventura
(00:27:35) "Mein Mann" Von Maud Ventura
Der Inhalt: Sie ist eine Frau, die alles hat: eine Karriere, ein schönes Haus, zwei wunderbare Kinder und den perfekten Ehemann, den sie nach 15 Ehejahren liebt wie am ersten Tag. Alles ist zu schön, um wahr zu sein. Wie sicher kann sie sich sein? Sie will es wissen – und beginnt, ihren Mann auf die Probe zu stellen. Erst nur ein bisschen. Dann immer mehr. Und dann geht sie zu weit.
Eva Wust sagt: Es polarisiert sehr und man muss es auf gewisse Weise auch ironisch lesen. Es ist ein Buch, das ich so in dieser Art noch nicht gelesen habe. Und es hat einen Schluss, den man nicht vorhersieht.
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„Genau so, wie es immer war" von Claire Lombardo
(00:39:06) Larissa hat wieder eine Familiengeschichte, oder besser eine Beziehungsgeschichte mitgebracht:
Der Inhalt: Manchmal kann Julia Ames es gar nicht fassen, was für ein unwahrscheinlich schönes Leben sie führt. Mit Mark hat sie seit Jahrzehnten einen liebenden Ehemann an ihrer Seite, zusammen haben sie zwei Kinder in die Welt gesetzt, auf die sie stolzer nicht sein könnte. Doch Glück ist nur ein vorübergehender Zustand, wie Julia schnell feststellen muss
Larissa sagt: Ein spannendes Buch über eine streitbare Frau, die in ihrem Leben nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen hat und dadurch selber die Weichen für die Zukunft gestellt hat - und zwar für sich und für die Menschen um sie herum.
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(00:43:39) Behzad Karim Khani ist heute bei uns zu Gast. Er hat den grandiosen Debütroman "Hund, Wolf, Schakal" vorgelegt, der Larissas Buch des Jahres war. Jetzt hat er sein zweites Buch auf den Markt gebracht mit einem ähnlichen Sujet, das aber dennoch ganz anders ist: "Als wir Schwäne waren".
„Als wir Schwäne waren" von Behzad Karim Khani
Der Inhalt: Ein Junge, der sich eine Gewalt herbeisehnt, die eine Kuhle hinterlässt mit den Umrissen Deutschlands. Er lebt in einer Siedlung, wo die Küchen keine Abzüge haben, und in deren Fluren es nach Armut, Majoran und Etagenbetten riecht. Es sind die 1990er und er ist mit seiner Familie aus dem Iran ins Ruhrgebiet geflohen. Die Mutter ist Soziologin, der Vater ein Schriftsteller, in dessen Sprache es fünfzehn verschiedene Begriffe für Stolz gibt. Deutschland erlebt er als Kränkung und wird zum Beobachter. Erschöpft sich dabei, das Land zu begreifen, während die Mutter an das An- und Weiterkommen glaubt und die Wut des Sohnes immer ungehemmter wird. Denn auf den Straßen seines Viertels herrscht eine Gewalt, von der die Eltern wenig mitbekommen.
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(00:53:57) Behzad muss spontan an sein Bücherregal gehen und uns ein Buch empfehlen - erst überlegt er, uns von James Baldwin "Kein Name bleibt ihm weit und breit" vorzustellen, aber dann entscheidet er sich für das hier:
„Dojczland. Ein Reisebericht" von Andrzej Stasiuk
Der Inhalt: „Beim Anblick eines Mercedes die Tränen runterschlucken. In die silberne Zigarre des ICE steigen, Herbst im Herzen. Durch das Olympiastadion in Berlin spazieren und eine Zigeunermelodie aus Siebenbürgen vor sich hinsummen.“ Der Erzähler des Bestsellers Dojczland, ein literarischer Gastarbeiter auf Lesereise kreuz und quer durch die Bundesrepublik, verbirgt nicht, dass er lieber auf dem Bukarester Gara de Nord als am Stuttgarter Hauptbahnhof angekommen wäre. So selbstironisch spielt Stasiuk mit Ängsten, Vorurteilen und Klischees, den eigenen, den fremden, daß ihn ein polnisches Skandalmagazin als »bezahlten Einflußagenten Berlins« anprangerte.
Behzad sagt: Es ist ein Buch, das ich oft gelesen und verschenkt habe. Es ist sehr lustig. Es ist wie ein Schelmenroman eines literarisch sehr bewanderten Autors. Er blickt auf Deutschland mit einem polnischen Blick.
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(00:58:30) Der schöne Satz stammt bei Larissa diesmal aus Behzads Buch "Als wir Schwäne waren" und bei Kristian aus Simone Lapperts "Der Sprung".
(01:02:05) Kristian hat das Gedicht "So leicht" von Jürg Halter mitgebracht, nachzulesen hier: https://www.lyrikline.org/en/poems/so-leicht-11581
(01:04:45) Die Community hat uns auch wieder mit Buchtipps versorgt, und zwar empfiehlt Simone uns "Tage mit Milena" von Katrin Burseg. Und Lisa erklärt uns, wie das mit dem Buchgeschmack bei eineiigen Zwillingen ist.
(01:09:19) Als Graphic Novel hat Kristian diesmal wieder etwas von Reinhard Kleist dabei, und zwar kam diese Graphic Novel 2017 auf den Markt und beschäftigt sich mit Nick Cave, allerdings ist es eine fiktive Musiker-Biografie:
„Nick Cave: Mercy on me" von Reinhard Kleist
Der Inhalt: Nick Cave – ein Name, der für düstere Poesie, unverwechselbare Musik und künstlerische Intensität steht. Mit seiner unverkennbaren Stimme und seinen tiefgründigen Texten hat er sich als Musiker und Geschichtenerzähler einen festen Platz in der Musikwelt gesichert. Doch wer ist der Mann hinter den Mythen, hinter den Balladen über Mord, Liebe und Verlust?
Kristian sagt: Über dieses Buch habe ich mir die Musik von Nick Cave erschlossen. Diese Graphic Novel ist eine ganz besondere, weil sie die Grenzen des Genres komplett ausschöpft. Es ist Nick Caves Biografie, erzählt mit Hilfe einiger Songs. Es besteht aus Halbwahrheiten und Hirngespinsten. Nick Cave als Mythos, legendenhaft.
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(01:16:45) Rezensions-Rätsel
(01:19:40) Verabschiedung
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