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  • L.I.S.A. - Auf ein akademisches Viertel mit Gudrun Krämer
    Die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer erzählt von Hasan al-Bannā als Architekten des Islamismus, spricht über das Verhältnis von Nähe und Distanz zu ihren Forschungsthemen und über die Schwierigkeiten, mit denen sie als Expertin für den Islam in der Öffentlichkeit konfrontiert ist.
    18 min
  • L.I.S.A. - Deutschland, ein rassistisches Einwanderungsland?
    Die Geschichte des deutschen Nationalstaates ist auch eine Geschichte der Zu- und Einwanderung nach Deutschland. Diese Geschichte zeigt, dass Migration nach Deutschland immer ein gesellschaftliches Thema war, das die Gemüter der Zeitgenossen erhitzte. Wer darf nach Deutschland, zu welchem Zweck und für wie lange? Wie sind Zuwanderer zu behandeln? Wie regelt das der Staat? Wie verhalten sich die Deutschen zu Migranten? Ob es dabei um die sogenannten Ruhrpolen ging, um Fremd-, Zwangs- oder um Gastarbeiter oder ob es heute um Asylbewerber und Flüchtlinge geht - die Debatten darüber polarisieren. Und die Begrifflichkeiten verändern sich. Was lange beispielsweise als Fremdenhass oder Ausländerfeindlichkeit bezeichnet wurde, dafür steht in aktuellen Debatten der Begriff des Rassismus. Die Historikerin Dr. Maria Alexopoulou vom Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin hat in ihrem Buch Deutschland und die Migration. Geschichte einer Einwanderungsgesellschaft wider Willen den Rassismus-Begriff in den Mittelpunkt ihrer Forschung gerückt und wendet ihn auf die moderne deutsche Migrationsgeschichte an. Wir haben Sie zu einem Gespräch eingeladen.
    1 hr
  • L.I.S.A. - Modell Weltkarte: Die Internationale Weltkarte (IWK) im 20. Jahrhundert
    ­Gegenstand der Studie, die Prof. Dr. Ute Schneider am Historischen Kolleg schreibt, ist eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, die wie in einem Brennglas im Projekt der Internationalen Weltkarte (IWK) eingefangen werden kann. Diese spezifische Weltkarte, die in internationaler Zusammenarbeit seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert entstand und kartografische Standards etablierte, sollte ein Modell der Welt bilden. Sie visualisierte Wissen über Ressourcen, Infrastrukturen, nationale Spezifika und Entwicklungen. Als zentrale Grundlage umfassender Planungsprozesse und Herrschaftsstrategien wurde die IWK zu verschiedenen Zeiten von unterschiedlichsten Akteuren genutzt: die USA verwendeten sie zur Lösung ihrer Ressourcenprobleme, die Nationalsozialisten für ihre Rassenpolitik und die UN für Planungen der Entwicklungshilfe. In ihrem Vortrag stellt Ute Schneider erste Ergebnisse ihrer Forschungen vor.
    54 min
  • L.I.S.A. - Eine neue Berührungsordnung nach Corona?
    Es fing im vergangenen Jahr gleich nach der Karnevalszeit an, dass das Coronavirus auch in Deutschland und Europa ernst genommen wurde, was wiederum sehr bald zu ungewöhnlichen Maßnahmen des Staates führte. Zunächst untersagte der Staat vor allem Großveranstaltungen, beispielsweise Fußballspiele, Musikkonzerte, Theater- und Kinoaufführungen usw. Der leitende Gedanke dabei: Veranstaltungen, bei denen viele Menschen sich so nahe kommen, dass sie sich unweigerlich immer wieder berühren, zu unterbinden, um Infektionsketten zu unterbrechen. Bei den Massenveranstaltungen blieb es nicht, sondern kurz darauf sollten zudem private Kontakte möglichst reduziert werden, um auch hier Berührungen weitestgehend zu vermeiden. "Social distancing" hieß das Gebot der Stunde - eine Bezeichnung, die sich im vergangenen Frühjahr viral verbreitete, inzwischen aber aus dem Sprachlichen wieder so gut wie verschwunden ist. Diese Ausgangslage - die Regelung von menschlichen Berührungen - hat die Soziologin Prof. Dr. Gesa Lindemann von der Universität Oldenburg zum Anlass genommen, über unsere gegenwärtige und vielleicht auch künftige Berührungsordnung nachzudenken und darüber ein Buch zu schreiben: Die Ordnung der Berührung. Staat, Gewalt und Kritik in Zeiten der Coronakrise. Uns wiederum hat das Buch dazu veranlasst, Professor Lindemann zu einem virtuellen Videogespräch bei Zu Gast bei L.I.S.A. einzuladen.
    1 hr 6 min
  • L.I.S.A. - Auf ein akademisches Viertel mit Jutta Allmendinger
    Die Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung Jutta Allmendinger spricht über Vertrauen in komplexen Gesellschaften, die Retraditionalisierung von Familien in der Corona-Krise und sie erklärt, warum in der Krise trotzdem das Potential für eine bessere Arbeitswelt steckt.
    22 min
  • L.I.S.A. - Audio: Trump und Traum
    Der amerikanische Präsident Donald Trump beschäftigt Journalisten und Politologen weltweit. Man fragt sich, wie er zur Macht kam, wie er regiert und was wir daraus für demokratische Staatswesen lernen können. Wolfgang Fach analysiert in seinem jüngsten Buch (Trump, ein amerikanischer Traum? Warum Amerika sich verwählt hat) die Lage und schaut in die amerikanische Geschichte: Können 200 Jahre politische Kultur einfach entsorgt werden? Oder ist Trump viel besser als amerikanischer Politiker zu erklären, als wir es uns denken? Wir fragen nach in aufgeheizten Zeiten, denn die Neuwahl des US-Präsidenten steht im November 2020 an.
    1 hr 6 min
  • L.I.S.A. - Blut und Eisen: Wie Preußen Deutschland erzwang
    "Nicht durch Reden oder Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden … sondern durch Eisen und Blut." Mit diesen Worten begründete Otto von Bismarck am 30. September 1862 die Notwendigkeit höherer Militärausgaben. Zwei Jahre später begannen die preußisch-deutschen Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich, die das Gesicht Europas grundlegend verändern sollten.
    In einem Video-Interview der Bibliothek für Zeitgeschichte diskutiert der Berliner Historiker PD Dr. Christoph Jahr mit Christian Westerhoff über sein Buch „Blut und Eisen: Wie Preußen Deutschland erzwang“, das die folgenreichen, aber heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Jahre 1864 bis 1871 in den Blick nimmt.
    1 hr

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