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  • L.I.S.A. - Social Media und die Museumswelt
    Sebastian Hartmann ist ein Profi in Sachen Social Media. Er berät vor allem Museen im Umgang mit Sozialen Netzwerken wie Facebook und GooglePlus oder Nachrichtendiensten wie Twitter. Wir wollten von ihm wissen, welchen Nutzen ein Museum davon hat, wenn es einen eigenen Facebook- oder GooglePlus-Auftritt hat. Wie sollte die Kommunikation mit Museumsinteressierten aussehen? Und: Wohin geht der Trend? Virtuelles Museum?
    3 min
  • L.I.S.A. - "Es fehlt das Handeln des Volkes"
    Der 3. Oktober wird heute zum 22. Mal als Tag der Deutschen Einheit begangen, aber wird er auch gefeiert? Für die meisten ist er nach mehreren Umfragen vor allem ein freier Tag. Nur eine Minderheit verbindet mit dem 3. Oktober den Gang der Ereignisse, der im Sommer 1989 einsetzte und die Nachkriegsordnung in Deutschland nur binnen eines Jahres hinwegfegte. Nach einer laufenden L.I.S.A.Umfrage sprechen sich mehr als 70 Prozent für den 9. November als Tag der Deutschen Einheit aus, nur rund ein Viertel für den 3. Oktober.
    Wir haben vor einigen Tagen den emeritierten Historker der Universität zu Köln Prof. Dr. Otto Dann gesprochen und ihn unter anderem gefragt, was er vom 3. Oktober hält. Außerdem wollten wir von dem Nations- und Nationalismusforscher wissen, wie die Deutschen heute mit dem Begriff der Nation umgehen.
    11 min
  • L.I.S.A. - NS-Verbrecher im Geheimdienst des BND
    Der Bundesnachrichtendienst (BND) hatte keine Skrupel, NS-Verbrecher in seinen Dienst zu nehmen - so wie im Fall des SS-Standartenführers und "Gaswagen"-Massenmörders Walter Rauff. Fast 100.000 Juden hatte er in den zu Todeskammern umfunktionierten Lastwagen ermorden lassen. Nach dem Krieg fand er eine neue Aufgabe: Aufklärung für den BND.
    Walter Rauff wurde 1945 in Italien gefangengenommen, konnte aber bereits ein Jahr später fliehen und sich schließlich nach Südamerika absetzen - so wie viele andere NS-Größen über die sogenannte "Rattenlinie" auch. In Ecuador ließ er sich als Kaufmann nieder und vertrat unter anderem die Firma Hugo Stinnes. Seit 1953 besaß er den Pass der Bundesrepublik Deutschland, ausgestellt auf seinen Namen.
    Fünf Jahre später warb ihn der BND als freien Mitarbeiter an und zahlte ihm für seine Tätigkeit 2.000 DM im Monat. Ziel des BND war es, in Südamerika, wo die Bundesrepublik noch über kein nachrichtendienstliches Netzwerk verfügte, den eigenen Aktionsradios zu erweitern. Nach gut vier Jahren kündigte der BND seinem Mitarbeiter Rauff. Die Pullacher waren mit dem Ertrag seiner Arbeit unzufrieden.
    Unterdessen hatte das Amtsgericht Hannover bereits 1961 einen Haftbefehl gegen Rauff ausgestellt, doch die Regierung in Chile, wo er inzwischen lebte, weigerte sich den früheren SS-Führer auszuliefern - mit der Begründung, seine Taten seien verjährt. 1984 starb Walther Rauff unbehelligt im Alter von 77 Jahren im Süden Chiles.
    Der Bundesnachrichtendienst hat Anfang 2011 die Unabhängige Historikerkommission (UHK) einberufen, um die Geschichte des BND zu untersuchen. Ein Mitglied der UHK ist der emeritierte Professor für Neuere Geschichte an der Universität zu Köln Prof. Dr. Jost Dülffer, den wir zu Walter Rauff, den BND und die Arbeit der Historikerkommission befragt haben.
    8 min
  • L.I.S.A. - "Die Quote sagt nichts über die Qualität aus"
    Der Archäologiefilm im deutschen Fernsehen erreicht ein Millionenpublikum. Bis zu sieben Millionen Zuschauer schalten ein, wenn Sendungen wie beispielsweise "Terra X" oder "Schliemanns Erben" ausgestrahlt werden. Das sollte eigentlich Archäologen, Produzenten und die Sender gleichermaßen freuen. Doch dem ist nicht immer so. Archäologen und Filmschaffende fühlen sich von der Sendern unter Quotendruck gesetzt und fürchten um die Qualität ihrer Produktionen.
    In Kiel haben sich im Juni Autoren und Sendevertreter beim Symposium "Archäologie und Film" über zwei Tage ausgetauscht. Wir haben nun mit dem langjährigen Veranstalter und Vorsitzenden von Cinarchea, Dr. Kurt Denzer, über Verlauf und Ergebnisse des Symposiums gesprochen.
    12 min
  • L.I.S.A. - "Entartete Kunst" im Schutt geborgen
    65 Jahre lagen sie verschüttet vor dem Roten Rathaus in Berlin Mitte. Elf Skulpturen aus Bronze, Terrakotta und Steinguss. Anfangs, als die Figuren bei Ausgrabungen im vergangenen Jahr zufällig gefunden worden waren, ahnte noch niemand, dass es sich um Kunstwerke aus dem Bestand der "Entarteten Kunst" handeln würde.
    Dr. Meike Hoffmann von der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ an der Freien Universität Berlin wurde schnell zu Rate gezogen, um bei der Identifizierung der Funde zu helfen. Sie gilt als Expertin für Kunstwerke, die von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und verboten worden waren.
    Einen genauen Einblick in ihre Arbeit sehen Sie in unserer Filmrubrik L.I.S.A.video am Beispiel von Ernst Barlachs Werk "Das Wiedersehen".
    Wir haben Dr. Meike Hoffmann im Frühjahr 2011 in der FU Berlin besucht und zum aktuellen Skulpturenfund befragt.
    16 min
  • L.I.S.A. - "Medienkompetenz ist kein Schulfach"
    Daniel Bernsen ist Geschichtslehrer am Eichendorff-Gymnasium in Koblenz. Außerdem ist er regionaler Koordinator für Medienkompetenz am Pädagogischen Landesinsituts in Rheinland-Pfalz. Seinem Twitter-Account folgen fast 1.000 Nutzer - für ihn ist der Einsatz des Internets im Geschichtsunterrricht ein Selbstverständlichkeit.
    Wir wollten von ihm wissen, wie er sich digitale Medien in der Schule genau vorstellt.
    13 min
  • L.I.S.A. - "Wir leben mit Muslimen völlig friedlich zusammen"
    Fikrun wa Fann - das ist der Titel der Kulturzeitschrift des Goethe-Instituts für den Dialog mit der islamischen Welt. Übersetzt bedeutet der Titel "Kunst und Gedanke". Hier kommen Autoren aus Deutschland, Europa und der islamischen Welt zu Wort - die Sprachen: Arabisch, Englisch und Farsi. Die Online-Ausgabe gibt es auch in Deutsch.
    Wir haben den Chefredakteur von Fikrun wa Fann, den Islamwissenschaftler und Übersetzer Stefan Weidner, zum Stand des Dialogs der Kulturen und zu den aktuellen Entwicklungen in der arabisch-islamischen Welt befragt.
    21 min
  • L.I.S.A. - "Wir brauchen mehr Experimentierfreude"
    Dr. Klaus Graf ist Historiker, Archivar und überzeugter Netzaktivist. An der Universität Freiburg/Breisgau ist er Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, ebenso an der RWTH Aachen für das Lehr- und Forschungsgebiet Frühe Neuzeit. Zum Hintergrund: Dr. Klaus Graf hatte nach unserem L.I.S.A.Interview mit dem Althistoriker und FAZ.NET-Kolumnisten Prof. Dr. Uwe Walter, diesen scharf kritisiert - nachzulesen in den Kommentaren zum Interview mit Prof. Dr. Uwe Walter. Wir haben Herrn Dr. Graf daraufhin eingeladen, in einem Gespräch mit uns seine Position genauer zu erläutern.
    15 min
  • L.I.S.A. - "Die bisherigen E-Learning-Konzepte sind überholt"
    Marko Demantowsky ist Juniorprofessor für Didaktik der Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderen Historische Fachdidaktik, Lehre und Unterricht sowie Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft. Er beschäftigt sich dabei auch mit der Frage, wie sich digitale Techniken und Medien auf die Geschichtswissenschaft und die Geschichtsdidaktik auswirken.
    Seine Kernthese: "Auf der Tagesordnung steht die Entwicklung eines geschichtsbezogenen 'E-Learnings' zweiter Ordnung. Dieses E-Learning zweiter Ordnung sollte weniger über 'Geschichte' belehren als Erkenntnis darüber ermöglichen, wie in der Öffentlichkeit des Internets gegenwärtig mit 'Geschichte' umgegangen wird und wie man sich in solchen Diskursen kompetent und selbstbestimmt bewegen kann. Für ein solches, ein metastufiges Lernen sind digitale Umgebungen naturgemäß prädestiniert."
    13 min
  • L.I.S.A. - "Es muss eine Reform der großen Medien geben" - Islamdeutung zwischen Medien und Wissenschaft
    Der Kommunikations- und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Kai Hafez von der Universität Erfurt untersucht die Berichterstattung in den westlichen Medien über den Islam und Muslime sowie über politische Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten. Seine Ergebnisse fallen alles andere als positiv aus: einseitig, voreingenommen und insgesamt negativ sei das Bild der meisten Journalisten und Redaktionen, wenn sie über Themen berichten, in denen der Islam eine Rolle spielt.
    Wie wollten wissen, warum er zu dieser Beobachtung kommt, wie er sie begründet und welche Rolle der Wissenschaft dabei zukommt bzw. welche Verantwortung ihr daraus erwächst.
    17 min

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