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Wenn Pflege teuer wird: Was Familien über Nachlassvorsorge, Schenkungen und das Berliner Testament wissen sollten
Nachlassvorsorge bedeutet weit mehr als ein Testament schreiben. Wer im Alter pflegebedürftig wird, kann mit über 3.000 Euro Pflegekosten pro Monat rechnen, die das gesamte Familienvermögen aufzehren können. Schenkungen an Kinder und Enkelkinder können vom Sozialamt bis zu zehn Jahre rückwirkend zurückgefordert werden. Und das Berliner Testament, die beliebteste Lösung unter Ehepaaren, kann in der Praxis dazu führen, dass Kinder am Ende leer ausgehen.
Carola Hanemann, Testamentsvollstreckerin und Nachlasspflegerin mit Sitz in Deutschland, erklärt im LIVVING Podcast, warum frühzeitige Nachlassvorsorge so wichtig ist und welche rechtlichen und menschlichen Fallstricke Familien unterschätzen. Sie spricht darüber, was mit dem Elternhaus passiert, wenn ein Ehepartner pflegebedürftig wird, welche Rolle Pflichtteilsansprüche und Schenkungsrückforderungen spielen und weshalb Erbstreitigkeiten selten wirklich ums Geld gehen. Ein Gespräch, das unbequeme Wahrheiten ausspricht und das genau deshalb so wertvoll ist.
Warum wir Carola Hanemann eingeladen haben
Der Ausgangspunkt war eine Frage auf LinkedIn. LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis hatte dort gefragt, ob es moralisch vertretbar ist, wenn Erben das Vermögen ihrer Eltern gezielt vor Pflegekosten schützen wollen. Ob Vermögen also in erster Linie für das eigene Leben gedacht ist oder für das Vererben. Carola Hanemann antwortete nicht mit einer einfachen Position, sondern mit einem differenzierten Blick auf das Berliner Testament, Pflichtteilsansprüche und die Möglichkeit indirekter Enterbungen. Schnell wurde klar: Hinter dieser Frage stecken rechtliche, finanzielle, aber auch zutiefst menschliche Konflikte.
Carola Hanemann ist ausgebildete Bankkauffrau mit Weiterbildungen an der Frankfurt School of Finance and Management. Als qualifizierte Nachlasspflegerin und Testamentsvollstreckerin ist sie für Amtsgerichte tätig und begleitet Familien in oft sehr sensiblen Situationen. Was sie von einem klassischen Anwalt unterscheidet: Sie denkt Nachlassvorsorge ganzheitlich, weit über das Dokument hinaus.
Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten
Carola Hanemann spricht Themen an, die fast niemand freiwillig anspricht, nicht weil es einfach wäre, sondern weil es notwendig ist. Sie erklärt, was mit dem Haus passiert, wenn der Partner ins Pflegeheim muss. Sie erklärt, warum eine Schenkung an das Enkelkind zehn Jahre später noch zum Problem werden kann. Sie erklärt, warum das Berliner Testament unter Umständen das Gegenteil von dem bewirkt, was man sich erhofft. Und sie tut das ohne Fachjargon, ohne Umwege und mit einer Klarheit, die man in diesem Bereich selten findet.
„Diese Wertschätzung des Lebens lernt man umso mehr schätzen, wenn man sich mit dem Tod beschäftigt", sagt sie am Ende des Gesprächs.
Dieser Satz passt auch zu der Arbeit, die sie tut. Wer sich frühzeitig um den Nachlass kümmert, kümmert sich eigentlich um das Leben selbst, das der eigenen Familie und das der Menschen, die danach kommen. Das vollständige Gespräch mit Carola Hanemann finden Sie in der aktuellen Episode des LIVVING Podcasts.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Webseite Carola Hanemann: https://www.nachlass-richtig.de/
LinkedIn Profil: https://www.linkedin.com/in/carola-hanemann-b1205023b/
Warum das Dorf der klügste Wohnplan für die zweite Lebensbälfte sein könnte.
Katrin Frische hat nicht lange gewartet, bis jemand anderes ein Dorf baut. Sie hat es selbst getan. Als eine Ehe endete und sie sich fragte, wie sie ihren drei Kindern ein gemeinschaftlicheres Leben bieten kann, stieß sie 2009 auf ein Architekturbüro, das sich dem Thema gewidmet hatte. Kein Projekt gefunden, aber einen Partner fürs Leben und für die Arbeit. Aus dieser Begegnung entstand Meerleben, ein Dorf an der Ostsee. Dann Borgo Batone in der Toskana. Dort lernte sie Nina Nisar kennen, die als eine der ersten der „verrückten Idee“ folgte. Die gemeinsame Arbeit an Borgo Batone zeigte, dass die Zusammenarbeit funktioniert. Daraus entstand die Geschäftsidee zu bzw.Dorf.
Heute begleiten die beiden Gründerinnen Baugruppen, Genossenschaften und Wohninitiativen von der ersten Idee bis zur gelebten Gemeinschaft. Und weil „Seniorendorf“ zu den meistgesuchten Begriffen auf LIVVING.de gehört, Menschen zwischen 50 und 70 sich also offensichtlich etwas sehr Ähnliches wünschen, was Katrin Frische und Nina Nisar schon lange bauen, wollte ich sie unbedingt in meinen Podcast einladen.
Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Gespräch
1. Das Dorf ist kein Nostalgieprojekt, sondern ein menschliches Grundbedürfnis.
Gemeinschaft ist keine nette Zugabe zum Wohnen, sondern ein echtes Bedürfnis. Nina Nisar nennt es schlicht: „Gemeinschaft ist wirklich ein Wohnbedürfnis von Menschen.“
2. Generationsoffen ist kein Kompromiss, sondern das Prinzip.
Katrin Frische lehnt Monokulturen ab, ob Altenheim oder Kinderviertel. „Lebendig und lebenswert wird eine Gemeinschaft tatsächlich mit der Vielfalt“, sagt sie. Das Dorf funktioniert genau deshalb, weil Jung und Alt sich gegenseitig brauchen.
3. Gemeinschaft muss man aktiv aufbauen, sie entsteht nicht von selbst.
bzw.Dorf begleitet Projekte nicht nur bis zum Einzug. Onboarding-Prozesse, Delegationen, gemeinsame Workcamps: Gemeinschaft, so Nisar, braucht Struktur und das bewusste Training, sich „vom Ich zum Wir zu bewegen“.
4. Das Wichtigste ist gegenseitiges Wohlwollen, und das lässt sich nicht erzwingen.
Katrin Frische bringt es auf einen Satz: „Das Allerwichtigste in solchen Gemeinschaften, dass die funktionieren können, ist ein gegenseitiges Wohlwollen. Und wenn das nicht vorhanden ist, dann hast du eigentlich schon verloren.“
5. Bauen ist Krise, und wer das weiß, hat die besten Voraussetzungen.
Für Baurechtsschaffung sollte man realistisch fünf Jahre einplanen. Wer Lösungsorientierung als Grundhaltung mitbringt, hat laut Frische die entscheidende Eigenschaft für ein gelingendes Projekt.
Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten
Wenn Sie sich irgendwo zwischen „Ich will nicht allein alt werden“ und „Ich bin nicht der Typ für Kommunen“ verorten, ist dieses Gespräch für Sie gemacht. Katrin Frische und Nina Nisar zeigen, dass gemeinschaftliches Wohnen weder Verzicht bedeutet noch ein bestimmtes Weltbild voraussetzt. Es braucht keine gemeinsame Lebensphilosophie und keinen abgestimmten Ernährungsplan, nur ein gewisses Wohlwollen für die Menschen um einen herum. Und den Mut, neu nachzudenken, wie und wo man die nächsten Jahrzehnte wirklich leben will. Dieses Gespräch macht Lust, genau das zu tun.
Weitere Infos:
Webseite bzw.dorf: https://new.express.adobe.com/webpage/dA6q8NbEBgnLv
Nina Nisar LinkedIn Profil: https://www.linkedin.com/in/nina-nisar-8739bb40/
Karin Frische LinkedIn Profil:https://www.linkedin.com/in/katrin-frische-storytelling/
Wie die Wohnschule hilft, rechtzeitig die richtigenEntscheidungen zu treffen.
Wohnen im Alter ist kein Thema für später. Es ist ein Thema für heute. Und doch schieben es die meisten Menschen vor sich her, aus Bequemlichkeit, aus Angst, oder weil sich das Nachdenken darüber anfühlt wie ein Eingeständnis. In dieser Podcast-Folge spricht Claudia Matheis mit einer Frau, die seit Jahren genau dieses Nachdenken zum Beruf gemacht hat: Dr. Bettina Held, promovierte Kunsthistorikerin, ausgebildete Kultur-Geragogin und Gründerin der Berliner Wohnschule.
Das Gespräch ist ehrlich, konkret und manchmal unbequem.Genau richtig.
Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Gespräch
1. Früh planen zahlt sich aus. Dr. Bettina Held empfiehlt, spätestens mit dem Renteneintritt ernsthaft über das Wohnen im Alter nachzudenken. Wer zu lange wartet, hat weniger Wahlmöglichkeiten.
2. Versorgungssicherheit ist das Kernthema. Besonders Alleinstehende ohne Angehörige in der Nähe treiben Fragen um, die selten laut ausgesprochen werden: Was passiert, wenn ich nicht mehr selbstbestimmt leben kann? Die Wohnschule schafft Raum genau dafür.
3. Frauen planen vor, Männer kaum. In den Wohnschulseminaren sind Männer verschwindend selten vertreten. Held beobachtet, dass Männer eigene Schwächen schwerer eingestehen und das Thema Alter häufig nicht mit sich selbst in Verbindung bringen.
4. Bewegung und Begegnung. Die zwei wichtigsten Empfehlungen fürs höhere Alter lassen sich laut Held auf zwei Worte reduzieren: Bewegung und Begegnung. Beide finden sich am einfachsten in der eigenen Nachbarschaft.
5. Gemeinschaft muss selbst organisiert werden. Auf staatliche Lösungen zu warten reicht nicht. Mit ihrem neuen Projekt Sorgende Gemeinschaften (Caring Community) zeigt Held, wie sich Nachbarschaften aktiv und konkret gegenseitig absichern können.
Warum sollten Sie dieses Podcast-Interview unbedingt hören?
Weil Dr. Bettina Held nicht predigt, sondern denkt. Weil sie aus echten Seminaren mit echten Menschen berichtet und dabei sowohl die Fragen benennt, die wir uns alle stellen, als auch jene, die wir lieber vermeiden. Weil Bewegung und Begegnung als Formel fürs Alter leichter klingt, als sie ist. Und weil dieses Gespräch zeigt, warum es sich lohnt, trotzdem anzufangen.
Am Ende geht es nicht darum, die perfekte Wohnung zu finden. Sondern darum, das eigene Leben mit allen Fragen, Ängsten und Wünschen selbst in die Hand zu nehmen, solange man es noch kann.
Weitere Infos:
Wohnschulseminare ab September 2026 in Berlin: https://kiezoase.de/event/informationsveranstaltung-zum-wohnschulseminar/
Wohnschule Düsseldorf: https://wohnschule-duesseldorf.de/
Hausnotrufsystem 2.0? VELI nutzt vorhandene Strom- und Wasserzähler, um Stürze und Inaktivität zu erkennen. Unauffällig im Hintergrund, ohne roten Knopf. Eine Technologie aus der Automobilindustrie macht sicheres Wohnen im Alter möglich.
Alle wollen möglichst lange zu Hause wohnen bleiben. Keiner will ins Pflegeheim. Und die allergrößte Sorge von älteren Menschen und ihren Angehörigen ist: Man stürzt und wird nicht gefunden. Der rote Notfallknopf? Liegt in der Schublade. Genau das ist das Problem, das VELI löst, mit einer Technologie, die niemand aktiv bedienen muss und die trotzdem Leben retten kann.
Im Gespräch mit LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis erklärt Jan-Peter Seevers, wie das funktioniert. Jan-Peter Seevers ist Co-Founder und CEO von VELI und kommt aus der KI- und Energiedatenforschung. Zusammen mit seinen Mitgründern Tim Weiß und Maximilian Schnettler hat er eine Technologie aus der Automobilindustrie für die Pflege zu Hause nutzbar gemacht. Das System arbeitet passiv im Hintergrund, erkennt aus Verbrauchsmustern, ob jemand aktiv ist oder Hilfe braucht, und entlastet damit nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Angehörigen.
Die 5 wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch
1. VELI funktioniert ohne aktive Bedienung – das System analysiert Strom- und Wasserverbrauch und erkennt automatisch Notfälle oder Verhaltensänderungen
2. Klassische Notfallknöpfe werden nach 6 Monaten oft nicht mehr getragen – sie wirken stigmatisierend und werden in Schubladen vergessen
3. Das System erkennt schleichende Veränderungen – etwa wenn nachts häufiger der Herd genutzt wird oder die Aktivität generell abnimmt
4. Installation dauert maximal 90 Minuten – bei modernen Smart Meters funktioniert das Auslesen sogar per Funk
5. Kosten: 25 bis 30 Euro monatlich – plus einmalige Anschlussgebühren von 100 bis 300 Euro pro Wohnung
Wie kam es zur Gründung von VELI und warum versagen klassische Hausnotrufsysteme?
Die Gründungsgeschichte von VELI beginnt dramatisch. Als die Großmutter von Mitgründer Tim Weiß zu Hause stürzte und zu spät gefunden wurde, arbeiteten die drei Gründer noch in der Automobilindustrie. Der bittere Kontrast: Sie entwickelten Sicherheitssysteme, die Abweichungen bei Maschinen erkannten, während die Oma viel zu lange hilflos zu Hause lag. Dabei hatte sie sogar einen Notrufknopf – der aber in der Schublade lag.
„Das war so ein Moment, der ziemlich einschlagend war", erinnert sich Jan-Peter Seevers. Tim begann 2018 mit der Entwicklung, Jan-Peter stieg 2020 ein, Max 2021. So wuchs Schritt für Schritt ein Team, das sein Wissen aus der Automobilindustrie für die Betreuung zu Hause nutzbar machen wollte.
Wie funktioniert die Sturzerkennung über Stromverbrauch?
Die Technologie nennt sich Non-Intrusive Load Monitoring, auf Deutsch „Eingriffsfreie Lastüberwachung". Das Prinzip ist einfach: VELI nutzt die vorhandenen Strom- und Wasserzähler. Die künstliche Intelligenz analysiert die Verbrauchsmuster und erkennt daraus einzelne Haushaltsgeräte mit ihren unterschiedlichen Mustern. Das System kann erstaunlich präzise einzelne Aktivitäten im täglichen Leben unterscheiden.
Die Installation ist unkompliziert. Bei modernen Smart Meters funktioniert das Auslesen per Funk. Bei älteren Zählern wird ein kleiner Auslesekopf über die Schnittstelle aufgesteckt, der die Daten per Mobilfunk ins Backend sendet. Die Montage dauert normalerweise eine halbe bis eineinhalb Stunden pro Wohnung.
Weitere Infos:
Website: https://www.veli-care.de/
LinkedIn Profil Jan-Peter Seever: https://www.linkedin.com/in/jan-peter-seevers/
Nach 32 Jahren in Beziehungen hat sich die Radiomoderatorin ins Online-Dating gestürzt und darüber ein Buch geschrieben. Ein humorvoller und ehrlicher Blick auf Neuanfänge mit Mitte 50 und ein Plädoyer fürs Alleinsein.
Warum wir Anja Goerz eingeladen haben
Anja Goerz' Stimme kennen viele aus dem Radio, bis 2016 war sie bei RadioEins, aktuell moderiert sie bei Bremen 2 die Frühsendung zwischen 6 und 10 Uhr. Mit ihrem neuen Buch „Dessous, Dorsch, Desaster, Dating 50plus" hat sie uns direkt angesprochen. Denn dieser Roman-Ratgeber-Hybrid erzählt mit viel Humor und großer Ehrlichkeit genau von dem, worüber viel zu wenig gesprochen wird: Neuanfang mit Mitte 50. Nach der Trennung von ihrem Mann zog sie zurück in ihre nordfriesische Heimat Niebüll und wagte sich ins Online-Dating. Ihre Erfahrungen sind nicht nur ein kluger Blick auf die Absurditäten des digitalen Datens, sondern auch ein starkes Plädoyer für das Alleinleben und für weibliche Selbstbestimmung jenseits der 50. Genau über diese Themen wollten wir mit ihr sprechen.
Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Gespräch
Finanzielle Unabhängigkeit verändert alles: Trennungen mit 50plus sind heute möglich, weil Frauen finanziell auf eigenen Beinen stehen können, eine Freiheit, die frühere Generationen nicht hatten.
Heimat als Geschenk: Die Rückkehr in den Heimatort kann ein enormer Gewinn sein. Freundschaften aus der Jugend, besonders aus der Zeit zwischen 14 und 18, lassen sich oft nahtlos wieder aufnehmen.
Dating-Apps sind ein Minenfeld: Fischfotos, Rechtschreibfehler und plumpe Anmachen dominieren die Dating-Welt 50plus. Die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung ist oft erschreckend groß.
Männer und Frauen altern unterschiedlich sozial: Während Frauen oft gut vernetzte soziale Strukturen aufbauen, leben viele Männer im Alter isolierter. Freundschaften müssen früh gepflegt werden.
Alleinsein kann die bessere Wahl sein: Nach 32 Jahren in Beziehungen hat Anja Goerz gelernt, ein erfülltes Leben braucht nicht zwingend einen Partner, aber unbedingt Freunde in Reichweite.
Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten
Anja Goerz spricht mit erfrischender Offenheit über Neuanfänge mit 50, über die Absurditäten des Online Datings und darüber, warum Alleinsein manchmal die bessere Wahl ist. Ihr Rat: „Ich möchte in einem Umfeld wohnen, in dem Freunde nie weiter als 500 Meter entfernt sind." Mutmachend, ehrlich und unterhaltsam.
Mehr Infos:www.anjagoerz.de
Holzmodule, Co-Living, Clubhouse und Naturpark: Eine Visionärin erzählt, warum sie mit über 50 VERDEA an der Algarve entwickelt hat, ein modulares Wohnprojekt für neue Lebensmodelle.
Mitten im Naturpark an der Algarve entsteht mit VERDEA ein Ort, der Leben, Arbeiten und Erholen neu verbindet.
Holzmodule statt Betonwüsten, gemeinschaftliche Flächen statt Anonymität, Flexibilität statt starrer Grundrisse. Was dieses Projekt besonders macht: Es richtet sich nicht nur an digitale Nomaden oder junge Remote-Arbeiter, sondern explizit auch an Menschen 50, 60 plus, die aktiv, sozial eingebunden und naturnah leben möchten.
Im Gespräch mit LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis erklärt Jana Mrowetz, wie sie das Konzept entwickelt hat. Jana Mrowetz ist Unternehmerin und Visionärin mit über 30 Jahren Erfahrung. Geboren in Tschechien, geflohen über Afrika, gelebt in UK, New York und Los Angeles, hat sie selbst erfahren, was es heißt, überall und nirgendwo zu Hause zu sein. Diese internationale Perspektive prägt ihre Vision von Wohnen heute: flexibel, gemeinschaftlich, nachhaltig. Mit über 50 Jahren hat sie sich noch einmal komplett neu erfunden und URBAN CELL entwickelt – ein modulares System, das nicht weniger will, als die Art und Weise zu verändern, wie wir in Zukunft bauen und leben.
Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Gespräch:
Mit 50plus neu durchstarten:
Die Idee zu URBAN CELL begleitet Jana Mrowetz seit 30 Jahren, doch erst jetzt, mit über 50, hat sie sie verwirklicht. Ein Paradigmenwechsel statt Optimierung – geboren aus der Krise der Immobilienbranche und dem Wunsch, Lebensräume statt bloßer Gebäude zu schaffen.
Die Natur als Vorbild:
URBAN CELL orientiert sich am Zellaufbau der Natur. Wie Organismen aus Stammzellen entstehen, baut das System auf einer modularen Stammzelle auf, die sich zu vielfältigen Formen kombinieren lässt – effizient, adaptiv und nachhaltig.
Drei essenzielle Elemente:
Jedes URBAN CELL Quartier umfasst private Rückzugsräume, Gemeinschaftsflächen für Begegnung und Body & Soul-Bereiche zum Auftanken. Diese drei Komponenten sind immer mitgedacht, egal ob das Projekt für digitale Nomaden oder Menschen 50plus konzipiert ist.
Architektur mit Stararchitekten:
Jana Mrowetz hat GRAFT Architekten bewusst als Partner gewählt, um zu beweisen, dass serielles Bauen nicht Platte 2.0 bedeutet. Die modularen Häuser sind lichtdurchflutet, mit hohen Raumhöhen und ungewöhnlichen Formen – alles aus einer Stammzelle entwickelt.
VERDEA:
Das erste Prototypprojekt in der Algarve entsteht auf 50.000 Quadratmetern und soll Ende 2027 bezugsfertig sein. Es kombiniert Apart-Hotel-Charakter mit temporärem Wohnen, Co-Working und Retreats. Die Zielgruppe ist bewusst alterslos – von 5 bis 99.
Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten
Jana Mrowetz zeigt, dass es nie zu spät ist, radikal neu zu denken. Mit über 50 Jahren hat sie ein System entwickelt, das die Art und Weise, wie wir bauen und leben, grundlegend verändern könnte. Ihre Vision ist konkret, ihr Projekt in Portugal nimmt Gestalt an, und ihre Leidenschaft für menschenzentriertes Bauen ist in jeder Minute des Gesprächs spürbar. Hören Sie rein und lassen Sie sich anstecken von der Energie einer Frau, die beweist, dass die besten Ideen oft dann entstehen, wenn man sich Zeit nimmt, am Meer zu sitzen und groß zu denken.
Website: www.urbancell.de
Das Haus ist zu groß, die Kinder sind raus, die Reiselust wächst: Wie lebt man ab 50plus selbstbestimmt, aber trotzdem in Gemeinschaft? Eine Berliner Baugemeinschaft zeigt, wie es geht.
In Berlin Reinickendorf entsteht mit dem Jardin Hermsdorf ein Wohnprojekt, das ein neues Modell für gemeinschaftliches Wohnen zeigt. 44 barrierefreie Eigentumswohnungen, ein Gemeinschaftsgarten mit Sauna, eine begrünte Dachterrasse und Räume für Begegnungen: Das Besondere an diesem Projekt ist, dass es als Baugemeinschaft realisiert wird und sich explizit an Menschen ab 50plus richtet, die selbstbestimmt in Gemeinschaft leben möchten.
Im Gespräch mit LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis erklären Anna Schingen und Malte Schröder, wie sie das Konzept entwickelt haben. Anna Schingen ist Senior Living-Expertin mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung von Wohnkonzepten für Menschen ab 65. Malte Schröder ist Architekt und Geschäftsführer des Berliner Büros URBANSKY Architekten, das bereits über zwölf Baugemeinschaften in Berlin, Potsdam und Umgebung realisiert hat. Gemeinsam haben sie das Konzept für das Jardin Hermsdorf entwickelt.
Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Gespräch
• Senior Living bedeutet Selbstbestimmung: Das Jardin Hermsdorf richtet sich an aktive Menschen ab 50plus, die in Gemeinschaft leben möchten, dabei aber ihre Autonomie und Freiheit bewahren. Der Fokus liegt auf selbstbestimmtem Leben, nicht auf Betreuung.
• Standortanalyse entscheidet über das Konzept: Nicht jeder Standort braucht dieselbe Lösung. In Hermsdorf war die Nachfrage klar: Menschen wollen aus großen Häusern in kleinere, barrierefreie Wohnungen ziehen, aber in Gemeinschaft leben.
• Community Manager statt Concierge: Statt umfassender Serviceleistungen gibt es einen Community Manager als Ratgeber und Impulsgeber, der die Gemeinschaft unterstützt, aber nichts abnimmt oder vorgibt.
• Baugemeinschaften bieten finanzielle Vorteile: Durch das Baugemeinschaftsmodell entfallen Entwicklermargen, was zu günstigeren Quadratmeterpreisen führt. Zudem gestalten die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner aktiv mit.
• Enormer Bedarf nach gemeinschaftlichem Wohnen: Während viele Investoren derzeit Vertriebsprobleme im Eigentumswohnungsmarkt haben, stößt das Jardin Hermsdorf auf außergewöhnlich hohe Nachfrage. Das Konzept trifft einen Nerv.
Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten?
Dieses Interview zeigt eindrucksvoll, wie Wohnen im Alter als selbstbestimmte Gemeinschaft funktionieren kann. Anna Schingen und Malte Schröder beweisen, dass Senior Living Selbstbestimmung, Gemeinschaft und architektonische Qualität vereinen kann, ohne dass man dabei auf Autonomie verzichten muss.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Webseite Urbansky Architekten https://www.urbansky-architekten.de/
Webseite Anna Schingen https://annaschingen.de/
LinkedIn Anna Schingen https://www.linkedin.com/in/anna-schingen/
LinkedIn Malte Schröder https://www.linkedin.com/in/malte-schr%C3%B6der-575388199/
Das Haus ist zu groß, die Kinder sind raus, die Reiselust wächst: Wie lebt man ab 50plus selbstbestimmt, aber trotzdem in Gemeinschaft? Eine Berliner Baugemeinschaft zeigt, wie es geht.
In Berlin Reinickendorf entsteht mit dem Jardin Hermsdorf ein Wohnprojekt, das ein neues Modell für gemeinschaftliches Wohnen zeigt. 44 barrierefreie Eigentumswohnungen, ein Gemeinschaftsgarten mit Sauna, eine begrünte Dachterrasse und Räume für Begegnungen: Das Besondere an diesem Projekt ist, dass es als Baugemeinschaft realisiert wird und sich explizit an Menschen ab 50plus richtet, die selbstbestimmt in Gemeinschaft leben möchten.
Im Gespräch mit LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis erklären Anna Schingen und Malte Schröder, wie sie das Konzept entwickelt haben. Anna Schingen ist Senior Living-Expertin mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung von Wohnkonzepten für Menschen ab 65. Malte Schröder ist Architekt und Geschäftsführer des Berliner Büros URBANSKY Architekten, das bereits über zwölf Baugemeinschaften in Berlin, Potsdam und Umgebung realisiert hat. Gemeinsam haben sie das Konzept für das Jardin Hermsdorf entwickelt.
Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Gespräch
• Senior Living bedeutet Selbstbestimmung: Das Jardin Hermsdorf richtet sich an aktive Menschen ab 50plus, die in Gemeinschaft leben möchten, dabei aber ihre Autonomie und Freiheit bewahren. Der Fokus liegt auf selbstbestimmtem Leben, nicht auf Betreuung.
• Standortanalyse entscheidet über das Konzept: Nicht jeder Standort braucht dieselbe Lösung. In Hermsdorf war die Nachfrage klar: Menschen wollen aus großen Häusern in kleinere, barrierefreie Wohnungen ziehen, aber in Gemeinschaft leben.
• Community Manager statt Concierge: Statt umfassender Serviceleistungen gibt es einen Community Manager als Ratgeber und Impulsgeber, der die Gemeinschaft unterstützt, aber nichts abnimmt oder vorgibt.
• Baugemeinschaften bieten finanzielle Vorteile: Durch das Baugemeinschaftsmodell entfallen Entwicklermargen, was zu günstigeren Quadratmeterpreisen führt. Zudem gestalten die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner aktiv mit.
• Enormer Bedarf nach gemeinschaftlichem Wohnen: Während viele Investoren derzeit Vertriebsprobleme im Eigentumswohnungsmarkt haben, stößt das Jardin Hermsdorf auf außergewöhnlich hohe Nachfrage. Das Konzept trifft einen Nerv.
Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten?
Dieses Interview zeigt eindrucksvoll, wie Wohnen im Alter als selbstbestimmte Gemeinschaft funktionieren kann. Anna Schingen und Malte Schröder beweisen, dass Senior Living Selbstbestimmung, Gemeinschaft und architektonische Qualität vereinen kann, ohne dass man dabei auf Autonomie verzichten muss.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Webseite Urbansky Architekten https://www.urbansky-architekten.de/
Webseite Anna Schingen https://annaschingen.de/
LinkedIn Anna Schingen https://www.linkedin.com/in/anna-schingen/
LinkedIn Malte Schröder https://www.linkedin.com/in/malte-schr%C3%B6der-575388199/
Der ANUNDO_Park in Mannheim zeigt mit 54 Mietwohnungen, wie gutes Älterwerden gelingen kann.
Wie wollen wir eigentlich wohnen, wenn wir älter werden? Diese Frage stellten sich Carina Krey und ihr Mann vor etwa zehn Jahren bei einem Glas Wein. Ihre Kinder wurden selbstständiger, der Auszug stand bevor, und plötzlich ging es um die eigene Zukunft. Was aus diesem Abendgespräch entstand, ist beeindruckend: der ANUNDO_Park in Mannheim, ein Wohnprojekt für die zweite Lebenshälfte mit 54 Mietwohnungen, über 300 Quadratmetern Gemeinschaftsflächen, einem Restaurant im Haus und ganz viel Leben dazwischen.
Carina Krey ist Architektin, Baubiologin und Projektentwicklerin. Zusammen mit ihrem Mann, einem Diplomkaufmann, hat sie das Projekt von der ersten Idee bis zur Fertigstellung durchgezogen, ohne vorherige Erfahrung als Bauherrin, aber mit klarer Vision: Wohnen zur Miete für Menschen ab 50 sollte leicht sein, bunt und aktiv. Ein Kontrapunkt zum negativen Image des Älterwerdens in unserer Gesellschaft.
Im Gespräch mit LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis erzählt Carina Krey, wie aus der Vision Realität wurde, warum Gemeinschaft mehr braucht als einen Raum im Dachgeschoss und wie sich das Projekt selbst auf ihr eigenes Leben ausgewirkt hat.
Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Interview
Das Grundkonzept: Wohnen wie im Boutique-Hotel Das Leitbild war von Anfang an klar: leicht, bunt, positiv. Die Gestaltung und das gesamte Konzept sollten sich anfühlen wie ein kleines Boutique-Hotel, mit allen Annehmlichkeiten, aber als dauerhaftes Zuhause.
Gemeinschaft muss aktiv gestaltet werden Es reicht nicht, irgendwo einen Gemeinschaftsraum einzuplanen. Echte Gemeinschaft entsteht durch aktive Begleitung: mittlerweile 20 Workshops vom Baubeginn bis heute, professionelle Moderation und kontinuierliche Betreuung durch ein Team vor Ort.
Die Größe macht den Unterschied Soziologen sprechen vom Haus der 100: Wenn 100 Menschen zusammenkommen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jeder Menschen findet, mit denen die Chemie stimmt. Kleinere Wohngruppen haben ein höheres Risiko, dass Konflikte das Projekt gefährden.
Mieten statt Eigentum, bewusste Entscheidung Das Mietmodell war von Anfang an gesetzt. Es schafft Flexibilität und hält die Hürden niedrig. Keine Seniorenresidenz, keine exklusive Gated Community, sondern bezahlbares Wohnen für die zweite Lebenshälfte. 30 Prozent der Wohnungen liegen unter der Durchschnittsmiete von Mannheim.
Gelungene Zusammensetzung braucht Strategie Die Mieter wurden bewusst ausgewählt: Ein ausgewogenes Verhältnis von Paaren und Einzelpersonen, von Männern und Frauen, und vor allem eine breite Altersspanne zwischen 50 und 90 Jahren, damit das Haus nicht in 30 Jahren zum Altersheim wird.
Warum wir Carina Krey eingeladen haben
Weil sie zeigt, dass die Frage „Wie wollen wir im Alter wohnen?" nicht theoretisch bleiben muss. Weil sie gemeinsam mit ihrem Mann ein Projekt realisiert hat, das Architektur, Gemeinschaft und Lebensqualität zusammenbringt. Und weil sie beweist, dass man auch ohne Erfahrung als Bauherrin Großes schaffen kann, wenn die Vision stimmt und man bereit ist, neue Wege zu gehen.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Webseite ANUNDO_Park Mannheim www.anundo.de
Webseite Carina Krey www.RADIUSplus.de
LinkedIn Carina Krey https://www.linkedin.com/in/carina-krey-0b5981112/
Kostenlose Beratung, Wohnungsanpassung und Unterstützung im Pflegedschungel: Was Berlins 36 Pflegestützpunkte leisten und warum viele noch nie von ihnen gehört haben.
Wenn die eigene Mutter plötzlich die Treppe nicht mehr hochkommt, der Nachbar nach einer Hüft-OP nicht weiß, wie es weitergehen soll, oder man selbst merkt, dass der Alltag zu Hause immer schwieriger wird: Wo findet man Hilfe? In Berlin gibt es eine Anlaufstelle, die viele nicht kennen, obwohl sie über 100.000 Menschen pro Jahr berät: die Pflegestützpunkte.
Andrea Didszun leitet den Pflegestützpunkt in Pankow. Als Sozialarbeiterin, Gerontologin und zertifizierte Wohnberaterin berät sie seit vielen Jahren Menschen in allen Fragen rund ums Älterwerden, Pflege und Wohnen. Besonders das Thema Wohnraumanpassung liegt ihr am Herzen: von technischen Hilfen bis hin zu barrierearmen Umgestaltungen.
Christian Lange ist Pressesprecher der Berliner Pflegestützpunkte. Der ehemalige Journalist setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Menschen erfahren, was Pflegestützpunkte leisten und wie niedrig die Hürden sind, sich dort beraten zu lassen.
Im Gespräch mit LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis erklären beide, was ein Pflegestützpunkt eigentlich ist, wer sich dort Hilfe holen kann und warum es so wichtig ist, dass auch Nachbarn, Vermieter oder Freunde wissen, dass es diese Anlaufstellen gibt.
Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Interview
Pflegestützpunkte sind Beratungsstellen, keine Pflegeeinrichtungen: Hier gibt es keine körperliche Pflege, sondern kostenlose Beratung zu allen Fragen rund um Pflege, Alter und Wohnen – für jeden zugänglich.
Berlin ist ausgezeichnet aufgestellt: 36 Pflegestützpunkte in ganz Berlin bieten wohnortnahe Beratung, eine Dichte, die bundesweit Seltenheitswert hat.
Wohnen ist ein Schlüsselthema: Bei fast 20 Prozent aller Beratungen spielt Wohnraumanpassung eine zentrale Rolle: von Stolperfallen bis zur barrierearmen Badumgestaltung.
Rechtzeitig handeln ist entscheidend: Wer erst handelt, wenn die Mobilität stark eingeschränkt ist, hat kaum noch Handlungsoptionen für einen Wohnungswechsel oder bauliche Anpassungen.
Verdrängen ist weit verbreitet: Selbst pflegende Angehörige kennen die Pflegestützpunkte oft nicht oder schieben die Beschäftigung mit dem Thema weit hinaus, bis eine Krise entsteht.
Kontakt zu den Berliner Pflegestützpunkten:
Servicetelefon (kostenfrei): 0800 59 500 59 (Mo-Fr, 9-18 Uhr)
Website: www.pflegestuetzpunkteberlin.de
Instagram: www.instagram.com/pflege.fragen/
Hilfelotse Berlin: www.hilfelotse-berlin.de
Videoberatungstermine: https://www.pflegestuetzpunkteberlin.de/
36 Standorte in ganz Berlin
Weitere Informationen und die Standortübersicht finden Sie auf der Website der Berliner Pflegestützpunkte.
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