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mit Jürgen Ehlers
In dieser Veranstaltung gehen wir der Frage nach, wie Sozialist:innen zum Recht auf nationale Selbstbestimmung stehen. Es wird begründet, warum es sich bei dem Krieg in der Ukraine um einen Stellvertreterkrieg handelt, der auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen wird. Wie kann eine Alternative für die Bevölkerung in der Ukraine aussehen, um sich der russischen Aggression zu widersetzen?
Spätestens seit dem Ukraine-Krieg ist das Wort Imperialismus wieder in aller Munde. Für NATO-Staaten und Putin existiert aber ausschließlich der Imperialismus des jeweils Anderen. Was sind die wichtigsten Theorien, die heute in der Diskussion um die Ursachen von Kriegen eine Rolle spielen? Sascha Radl ordnet in diesem Vortrag zu seinem theorie21-Artikel Imperialismustheorien ein und bewertet sie.
Wie im entsprechenden Artikel wird deutlich, dass der Imperialismus unmittelbar mit der kapitalistischen Konkurrenz zusammenhängt. Kritisch setzt sich Sascha Radl mit verschiedenen konkurrierenden Imperialismus-Theorien zur Rolle der USA, Russlands und anderer Großmächte auseinander. Bürgerliche Darstellungen reduzieren Imperialismus häufig auf autoritäre Herrschaft oder auf die Launen und das Handeln einzelner Politiker. Aber auch in der Linken gibt es unterschiedliche Vorstellungen über eine mögliche Bändigung imperialistischer Politik innerhalb des Kapitalismus über Diplomatie und zwischenstaatliche Regelungen.
Die theoretischen Grundlagen, mit denen der Krieg erklärt wird, sind entscheidend für die Analyse des Krieges und schließlich das politische Handeln.
Wir wollen Argumente dafür einbringen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine Bewegung aufzubauen, die den Krieg beenden und weitere Kriege verhindern kann.
Sascha Radl ist Doktorand an der Universität Edinburgh (Großbritannien) und hat einen M.A. in Internationaler Politischer Ökonomie. Er arbeitet zu Nordafrika, ist in Großbritannien politisch aktiv und Mitglied der deutschen Partei DIE LINKE. Er ist Autor des Journals theorie21.
mit: Eberhard Schultz (Vorstand der Internationalen Liga für Menschenrechte, Anwalt) Volkhard Mosler (Redakteur theorie21)
Politiker/innen, selbsternannte Expert/innen, sowie Medien beschäftigen sich zunehmend mit der Frage: "Warum wenden sicxh in Europa junge Menschen, die hier aufgewachsen sind, einer militant-intoleranten Auslegung des Islams zu?". Wir wollen uns dagegen mit folgenden Fragen beschäftigen: Welche Rolle spielen die Kriege im Nahen Osten, die Entstehung des so genannten "Islamischen Staates" (IS) im Irak und in Syrien, die Wirtschaftskrise, die Erfahrung rassistischer und sozialer Ausgrenzung, Arbeits- und Perspektivlosigkeit bei diesen jungen Menschen? Was verstehen hiesige Geheimdienste unter einem "gewaltbereiten dschihadistischen Salafismus" und welche Gefahren gehen von ihm aus?
Veranstaltung auf dem MARX IS' MUSS 2018
mit: Khola Maryam Hübsch ("Unter dem Schleier die Freiheit", Journalistin und Autorin) Irmgard Wurdack (Antirassistisches Bündnis Neukölln)
Seit Beginn des "Krieges gegen den Terror" im Jahr 2001, schüren konservative Politiker/innen und Publizist/innen das Feindbild "Islam", obwohl in Deutschland die allermeisten Terrorangriffe von Rechten ausgeübt werden. Die negative Berichterstattung stellt Muslime unter Generalverdacht und bereitet seit Jahren den Boden, auf dem die Saat von Rechten wie AfD und Pegida aufgehen kann. Muslime erfahren täglich Ausgrenzung und zunehmend auch Gewalt. Islamfeindlichkeit ist derzeit die aggressivste und am weitesten verbreitete Form von Rassismus in Deutschland. Wir wollen diskutieren: Welche Rolle spielt antimuslimischer Rassismuss in der Strategie der extremen Rechten in Deutschland? Und welche Perspektiven hat der gemeinsame Widerstand?
Veranstaltung auf MARX IS' MUSS 2018
Die AfD ist mit 92 Abgeordneten in den Bundestag eingezogen. In vielen Analysen wird sie als rechtspopulistische Partei verharmlost. Eine beträchtliche Anzahl von ihnen gehört jedoch zum neofaschistischen Parteiflügel. Andere wiederum benutzen den Begriff Faschismus oder die Beschreibung faschistisch für nahezu jedes autoritäre Regime. In dieser Debatte möchten wir daher folgenden Fragen nachgehen: Wann kann man überhaupt von Faschismus sprechen? Und wo liegen die Verbindungen zwischen dem heutigen und dem historischen Faschismus?
Pandemien trafen historisch betrachtet nie alle Menschen gleich. Doch Seuchen wie Pest, Cholera und auch Corona legen nicht nur bestehende Ungleichheiten offen, sondern beeinflussen auch den Klassenkampf. Wir sprachen mit dem Medizinhistoriker Wolfgang Uwe Eckart über die Geschichte der Seuchenbekämpfung, die Reaktionen der Herrschenden und Widerstand von unten
Referentinnen: Rhonda Koch (Geschäftsführerin Die Linke.SDS) Cinzia Arruzza (International Women's Strike, Associate Prof. der philosophie an der New School for Social Research in New York) Ulrike Eifler (Referentin für internationale Gewerkschaftspolitik) Kerstin Wolter (Frauen*streik Deutschland und DIE LINKE Berlin) Moderation: Silke Stöckle (Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Berlin und LINKE.Neukölln)
International ist eine neue feministische Bewegung entstanden, die sich unter dem Motto "Frauenstreik" vorgenommen hat, die oft durch Frauen "unsichtbar" geleistete Arbeit sichtbar zu machen oder gegen sichtbare Ungerechtigkeit wie z.B. der Gender Pay Gap in den symbolischen Streik zu treten. In Deutschland fand am 8.März 2019 der Frauenstreik zum ersten Mal statt. Wir wollen zurückblicken und besprechen, welche Rolle Arbeitskämpfe spielten und welche internationalen Perspektiven es auf dieses Bündnis gibt, als auch inwiefern der 8. März ein Erfolg war.
Referentin: Rosemarie Nünning (Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und DIE LINKE.Kreuzberg)
Heute wird vielfach anerkannt, dass es vor der Entstehung von Klassengesellschaften egalitäre Gesellschaften - von Marx und Engels auch als urkommunistisch bezeichnet - gab. Ob es dabei neben der Gleichstellung bezüglich des Zugangs zu den materiellen Ressourcen der Gesellschaft auch die Gleichstellung der Geschlechter gab, wird jedoch oft bezweifelt. Rosemarie Nünning beleuchtet, welchen Begriff von Geschlecht es gab, welche Rolle die geschlechtliche Arbeitsteilung spielte und wie es zu dem Übergang zu Klassengesellschaften mit der "weltgeschichtlichen Niederlage der Frau" (Engels) kam.
Mit: Shir Hever (Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Heidelberg)
Die Ergebnisse der Nationalwahl in Israel waren voraussagbar, und trotzdem interessant. Die einzige Gruppe, die wirklich die Ergebnisse ändern konnte, waren die fast 2 Millionen palästinensichen Israelis. Die Hälfte davon hat entschieden, die Wahl zu boykottieren. Die etablierten Parteien in der Knesset haben die Besatzung in ihrer Wahlkampagne nicht thematisiert, obwohl sie alle dafür sind. Aber es gibt einen Streit zwischen den "rationalen" Besetzern und den "populistischen" Besetzern über das weitere Vorgehen gegen die Palästinenser/innen. Shir Hever erläutert, welche Politik von der neuen Regierung zu erwarten ist und wie er die linken Oppositionskräfte in Israel einschätzt.
Referent: David Albrich (Linkswende, Wien)
Seit 2017 ist in Österreich eine Partei an der Regierung beteiligt, die dem Faschismus zumindest sehr nahesteht. Trotzdem herrschen keine Zustände wie in einer faschistischen Diktatur. Wie mächtig ist die FPÖ tatsächlich und welche Strategien funktionieren im Kampf gegen sie?
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