Pegah Tavakkolkhah wartete lange darauf, dass jemand sie mitnimmt. Dann hörte sie auf zu warten — und fuhr einfach los. Allein, 360 Kilometer, drei Tage. Was danach kam, war keine Abenteuergeschichte, sondern eine ganz neue Vorstellung von Freiheit: langsam, leise, und ganz bei sich.
Darum geht's in dieser Folge
Pegah Tavakkolkhah kam für ihre Promotion in Bioinformatik aus dem Iran nach München. Sie kannte niemanden, sprach kaum Deutsch und musste sich ihr Leben komplett neu aufbauen. Was ihr dabei half, war kein großer Plan, sondern ein gebrauchtes Fahrrad. Aus kurzen Fahrten wurden mehrtägige Radreisen. Aus Unsicherheit entstand Vertrauen. Und aus dem Unterwegssein entwickelte sich eine persönliche Philosophie über Freiheit, Mut und Selbstständigkeit.
Heute schreibt Pegah an einem Buch über Freiheit und Philosophie, erzählt ihre Geschichten bei den Story Nights in München und radelt stellvertretend für die Menschen im Iran, die diese Freiheit nicht erleben können.
Ein Gespräch über leise Veränderungen, das Alleinsein als Kraftquelle und die Frage, warum wahre Freiheit oft dort beginnt, wo man aufhört, sich beweisen zu wollen.
Highlights dieser Folge
🚲 Das erste Fahrrad als Symbol der Freiheit
Warum Pegah sich schon in ihrer ersten Woche in München ein gebrauchtes Fahrrad kaufte – und weshalb damit alles begann.
😶 Allein unterwegs – und plötzlich wirklich präsent
Warum ein Baum einfach nur ein Baum sein darf und weshalb wir vieles erst dann wirklich wahrnehmen, wenn wir es nicht ständig teilen oder erklären.
💔 Wie eine Trennung zur ersten großen Radreise führte
Warum ein Trekkingrad und eine schwierige Lebensphase zum Beginn eines neuen Kapitels wurden.
🦴 Warum ein Kreuzbandriss zu ihren wichtigsten Erfahrungen gehört
Wie der Verlust ihrer größten Freiheit ihr eine noch tiefere Form von Freiheit zeigte.
🇮🇷 Warum sie für die Menschen im Iran radelt
Welche Veränderungen sie bei ihrem letzten Besuch erlebt hat – und warum sie ihr besonders viel Hoffnung geben.
📖 Ihr Buch über Freiheit
Warum sie fast 300 Seiten über Radreisen, Philosophie und die Frage schreibt, was im Leben wirklich zählt.
🧘 Freiheit beginnt mit Akzeptanz
Warum wir nicht alles verändern müssen, um frei zu sein.
Das schönste Zitat der Folge
„Wenn ich alleine bin, sehe ich einen Baum – und das ist einfach ein Baum. Ich muss ihn nicht beschreiben. Denn sobald ich ihn beschreibe, sehe ich ihn nicht mehr."– Pegah TavakkolkhahÜber Pegah Tavakkolkhah
Pegah Tavakkolkhah ist Bioinformatikerin, Radreisende und angehende Autorin. Mit 25 Jahren kam sie aus dem Iran nach Deutschland, um an der LMU München zu promovieren. Was als Neuanfang in einer fremden Umgebung begann, entwickelte sich über viele kleine Schritte zu einer ganz eigenen Lebensphilosophie: langsam reisen, wenig brauchen und Freiheit nicht im Außen, sondern in sich selbst finden.
Pegahs Philosophie in fünf Gedanken
- 🚲 Langsam unterwegs sein – Wer langsamer wird, sieht mehr.
- 🌱 Kleine Experimente wagen – Veränderung beginnt selten mit einem großen Sprung.
- 📵 Nicht vergleichen – Keine Likes, keine Rankings, kein Beweisen.
- 🧘 Akzeptanz schafft Freiheit – Wer nicht gegen das Unveränderliche kämpft, wird innerlich frei.
- ❤️ Sein eigener Retter sein – Nicht warten, bis jemand kommt. Einfach losfahren.
Links aus dieser Folge
- Zum YouTube-Kanal von Pegah
- Story Nights München
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