Nur für Gewinner

Nur für Gewinner

By Chin Meyer, Timo WoppComedy
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Nur für Gewinner episodes

  • Ep. 37 - Empathie ist auch nur Timing
    Über Herrn Otte, Barry Manilow und vergessene Namen

    Eigentlich sollte es ja ganz groß über Ordoliberalismus und die Berufung des ehemaligen Wirtschaftsweisen Lars Feld zu Christian Lindners Chefvolkswirt im Finanzministerium gehen. Allerdings lassen sich die Sichtweisen eines waschechten Ordoliberalen (keine Sorge, der Begriff wird im Laufe der Folge noch erklärt) wie Feld nur verstehen, wenn einem klar ist, wie wichtig die beiden Erfolgsfaktoren „selektive Wahrnehmung“ und „Umdeutung von Niederlagen“ für das eigene Vorankommen sind. Und so fangen die beiden Wirtschaftshallodries zunächst mal beim Bundespräsidentschaftskandidaten Max Otte und dem gerade abschmirgelnden aber nach wie vor DAX-gelisteten Lieferunternehmen Delivery Hero an. Denn an diesen beiden Beispielen lässt sich wunderbar zeigen, dass nur weil man selber scheitert, es noch lange nicht heißt, dass man auch wirklich als Verlierer den Platz verlassen muss. Wenn dem nämlich so wäre, könnte der gesamte Kapitalismus ja gar nicht so einfach überleben.

    26 min
  • Ep. 36 - Bescheidene Erfolgserwartungen
    Über spirituelle Erfahrungen, Gerhard Schröder und Reisen in den Schwarzwald

    Timo Wopp ist aus dem Skiurlaub zurück, Chin Meyer von seiner „steuerfluchtbedingten“ Weltreise. Nachdem beide in den letzten Wochen also mächtig was für ihre Ökobilanz getan haben, begeben sie sich so gleich wieder auf ganz große Reise; und zwar zu ihren sehr persönlichen spirituellen Grenzerfahrungen. Während Wopp diese in seiner Jugend bei ganz profanen Treffen mit Gerhard Schröder sammelte, nimmt Meyer die Hörer:innen mit auf einen mehr als nur speziellen Tripp in den Schwarzwald zu seinem ersten und letzten Darkness-Retreat. „Schwurbler, ick hör dir trapsen…“ denkt sich da nicht nur Timo Wopp beim Lauschen dieser an Absurditäten kaum zu überbietenden Geschichte, sondern dachte sich auch Chin Meyer selbst beim Erleben ebendieser, weswegen er sich bereits nach kürzester auf schnellstem Weg in die nächstgelegenste Wellness-Oase wiederfand. Aber der Weg zur Erleuchtung ist eben lang und steinig und eigentlich nur zu meistern, wenn man sich an das Motto von Götz Werner, dem leider von uns gegangenen Gründer der Drogeriekette dm und großem Verfechter eines bedingungslosen Grundeinkommens, hält: beharrlich im Bemühen, bescheiden in den Erfolgserwartungen.

    31 min
  • Ep. 35 - Kalte Progression
    Über Steuerkonzepte auf Bierdeckeln und schlechte Witze

    Aus Sicht von Chin Meyer ist die AFD die letzte Partei, die den heiligen Gral des Neoliberalismus noch hochhält. Gegen den einsamen Sieg des Kapitals, den die AFD anpeile, wirke die FDP langsam wie die katholische Kirche des Kommunismus. Puh! Ein Vergleich, der definitiv keiner genaueren Betrachtung standhält. Aber hey, welche Argumentationsschiene eines x-beliebigen Global Players tut das denn noch?! Und wenn überhaupt, dann ist dieser Vergleich höchstens genauso schräg, wie der Gesprächsverlauf dieser Folge, und damit ein maximal wunderbares Abbild der aktuellen Wirtschaftssituation. Wir hier nennen das Wirtschaftssatire, auch wenn es für Außenstehende möglicherweise wie eine wahllose Aneinanderreihung von Worten klingt, in der Hoffnung, dass am Ende irgendein Sinn herauskommen möge. Wahrscheinlich aber liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Und letztlich ist all das auch komplett egal, solange es den beiden Protagonisten weiterhin so vorzüglich gelingt, für durchaus ansprechende Kurzweile zu sorgen. Zwar schaffen sie es nicht, den relativ simplen Sachverhalt der kalten Progression in einfachen Worten auch den wirtschafts-aversen Zuhörer:innen einigermaßen nachvollziehbar zu erklären, aber zu viel Wissen ist ja auch eine Behinderung, und dafür sind die zur ihr gemachten Witze umso besser.

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    24 min
  • Ep. 34 - Greenwashing
    Über Smart Integration, moralische Flexibilität und Re-Labeling

    Steuerflucht hat viele Gesichter, manchmal auch besonders schöne. Während für Chin Meyer die warme Sonne vom Himmel lacht und der Muezzin im Hintergrund ruft (genauer dürfen wir seinen Aufenthaltsort gerade nicht beschreiben), sitzt Timo Wopp im nasskalten Prenzlauer Berg und spielt beim Blick aus seiner 8-Zimmer-Altbauwohnung Drei-Farben-Grau. Erhellender ist da schon das Gespräch über Greenwashing bei der Deutschen Bank, genauer bei ihrer Fondstochter DWS. Bei dieser hat man nämlich die Messlatte für die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten so derartig hoch gelegt, dass sie offensichtlich gar nicht mehr zu erkennen ist. Böse Zungen sprechen gar von Nachhaltigkeitslimbo, bei dem die Stange immer so hängt, dass man jederzeit beim „Grün-Labeln“ von neu aufgelegten Fonds bequem aufrecht drunter herlaufen kann. Aber nachdem Atomkraft von der EU zu Jahresbeginn schon zur nachhaltigen Energieerzeugung erklärt wurde, scheint das „Re-Labeling“ sowieso das Ding der Stunde zu sein. Atomkraft ist jetzt grün, Russische Kampftruppen in Kasachstan werden kurzerhand in Friedenstruppen umbenannt und Merkel heißt jetzt Scholz. Und so entfacht sich eine wahre Explosion an nachhaltigen Produktmöglichkeiten, bei der man sich zwischendurch die Frage stellt: ist das noch ein Ideen-Feuerwerk oder schon ein Abkürzungs-Tsunami?! Doch gerade wenn einem der Gedanke beschleicht, von letzterem mitgerissen zu werden und unterzugehen, kommt Timo Wopp mit einer neuen, höchst-relevanten Liste um die Ecke, die erstaunliche Erkenntnisse über einen ehemaligen Bundesfinanzminister bereit hält. Also, durchhalten lohnt sich.

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    27 min
  • Ep. 33 - Ausblick
    Über Blockchain, Bulgarien und die Heiligen 14. Könige

    Direkt nach dem Rückblick auf 21 folgt mit dieser Episode vom 20.1. schon der Ausblick auf 22; Und damit das möglichst sinnbefreit ausfällt, haben die beiden Protagonisten bewusst entschieden, diesen Podcast zwei Wochen früher aufzuzeichnen, um sich bloß nicht von scheinbar aktuellen Ereignissen framen zu lassen. So identifizieren sie am 7. Januar das Anheuern von Sebastian Kurz bei Peter Thiel als den absoluten Winner-Move zum Jahreswechsel, prophezeien Bulgarien als Paradies für querdenkende West-Europäer eine goldene Winner-Zukunft und haben keinen blassen Schimmer, ob der Ober-Winner Novax DjoCovid die Austalian-Open gespielt haben wird oder nicht. Spannend ist es trotzdem: denn Timo Wopp gelingt es, diese Übung in grenzenloser Sinnlosigkeit noch durch eine absolute Schwachsinnschallenge zu toppen, während Chin Meyer den DAX als Schummel-Index entlarvt und so wiederum dessen Sinnlosigkeit offenlegt. Letzterer wird trotzdem auch 2022 zu den herausragenden Gewinnern gehören, genau wie die sinnlose Blockchain und die damit in Zusammenhang stehenden sinnentleerten Kryptowährungen. Alles also sinnlos in 2022? Mit Nichten: Denn mit dem richtigen Maß an aggressiver Emotionslosigkeit und dem nötigen Schuss Skrupellosigkeit werdet auch ihr, liebe Follower:innen, zu den Gewinner:innen 2022 gehören. Und Gewinner zu sein, gibt schließlich allem einen Sinn.

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    29 min
  • Ep. 32 - „Menschen“ 2021
    Über die Gewinner:innen des Jahres

    Während einer Podcastaufzeichnung permanent auf die aktuelle DAX-Entwicklung zu schauen, ist weitaus effektiver, als sich in in kürzester Zeit restlos zu betrinken. Zumindest ist das eine Erkenntnis aus dieser Jahresabschlussepisode. Und damit herzlichen Willkommen im Wahnsinn 2021! Zwischen den Jahren nehmen sich die beiden Wirtschaftshallodris nochmal die Zeit und küren ihre Gewinner:innen des vergangenen Jahres. Von Elon Musk über Andrea Tandler bis Georg Kofler, von Bitcoin über GameStop bis Cum Ex, von Narzissmus-Yoga über Neoliberalismustraining bis zum Buddhismus im Kapitalismus - viele gute alte Bekannte geben sich in dieser Rückschau ein amüsantes Stelldichein. Dabei schauen die beiden Protagonisten auch immer wieder auf ihr erstes, im Rahmen ihrer Möglichkeiten durchaus erfolgreiches Podcast-Jahr zurück, nicht ohne sich dabei kritisch zu hinterfragen: Was ist aus der Suche nach dem ultimativen Gewinner-Gen geworden? Welche Coaching-Technik lieferte wirklich den versprochenen Erfolg? Wo ist die Bissigkeit im Wettbewerb der oberflächlichen Gedanken zwischen den beiden hin? Zumindest letztere ist, wie diese Episode zeigt, schnell wieder zu beleben. Denn die beiden Business-Kasper nehmen sich für 2022 vor, sich wieder stärker zu bekämpfen, und zwar mit den Waffen des Olaf Scholz: Timo Wopp mit offensiver Emotionslosigkeit, Chin Meyer mit Gedächtnislücken, die ihm bereits in dieser Folge dazu verhelfen, sich permanent als Gewinner zu fühlen. Und was bleibt jetzt von 2021? Ein Künstler, der eine unsichtbare Skulptur für 15.000 € verkauft hat, ist der Gewinner des Jahres, gefolgt von einem Mann der 30.000 US§$ Schadensersatz von seinen Eltern kassierte, weil diese seine Pornosammlung entsorgten. Und Elon Musk? Der hat es entgegen aller Prognosen nicht auf Platz 1 geschafft, auch wenn der Liedermacher aus Palo Alto uns eins lehrt: du musst in dem, was du wirklich willst, scheitern, um woanders ein echter Gewinner zu werden. Übrigens gern nochmal nach zu hören in Episode 25 „Diess und das“, der Episode, in der auch Ursula von der Leyen als „Kurzstreckenuschi“ ihren Hut in den Ring geworfen hat, Gewinnerin des Jahres zu werden. Tja, vielleicht klappt´s ja nächstes Jahr. Das Zeug dazu hat sie.

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    29 min
  • Ep. 31 - Erneuerung durch Überalterung
    Über Friedrich Merz, Ragerooms und die Kraft aus der Ferne

    Wenn der Schutzheilige dieses Podcasts sich kurz vor Weihnachten selbst zum Gewinner des Jahres macht, kommt das für gestandene Neoliberale eigentlich einer vorverlegten Bescherung gleich. Friedrich Merz: Er ist nicht wieder da, er war niemals weg und erringt einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zur Kanzlerschaft - den CDU-Parteivorsitz. Die zurzeit irrelevanteste Partei Deutschlands schaut beim Blick in die Zukunft in den Rückspiegel und holt den besten Mann der Vergangenheit. Der ist immer noch der größte Hecht im Karpfenteich, auch wenn er in aktuellen Interviews den bescheidenen Olaf gibt. Aber hey, vom Benchmark lernen heißt siegen lernen, das weiß keiner besser als unser Mann der Wirtschaft. Und die Aussicht mit 70 zum Kanzler gekürt zu werden unterbietet den seinerzeit besten Kanzler aller Zeiten Konrad Adenauer immer noch um satte drei Jahre. Also Fiete, go for it! Mit Uri Geller meldet sich ein weiterer Gewinner der Vergangenheit zurück, der mit seiner Kraft aus der Ferne die Evergiven aus dem Suezkanal befreit, Jeremy Corbin abgesägt und Thomas Müller im richtigen Moment die Beine schwer gemacht hat. Wie das alles zusammenpasst, wie man Russland durch das Konsumieren von Luxusgütern in die Knie zwingt, und warum es in jeder Firma viel mehr themenbezogenen Ragerooms zum Dampf ablassen geben sollte? Einfach mal reinhören. Außerdem gibt´s zum Abschluss noch die rührendste Weihnachtsgeschichte seit der Weihnachtsgeschichte. Feliz Navidad!

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    26 min
  • Ep. 30 - Die Scheibenwelt der Wirtschaft
    Über tote Esel, dumme Delphine und gute alte Bekannte

    Timo sagt einfach mal „Danke“ für 30 Folgen Weiterbildung bei Chin Meyer und ist in dieser Jubiläumsausgabe endlich in der Lage, auch mal eigenständig, selbst auf das schwachsinnigste Steuersparmodell spontan zu reagieren und unmittelbar möglichst absurde (also realistische) Anwendungen zu entwickeln. Und das ist gut so. Denn dem Irrsinn der heutigen Zeit sind ja weiterhin keine Grenzen gesetzt, und dem muss ein Wirtschaftspodcast wie dieser schließlich auch jederzeit gerecht werden. Auch wenn man es kaum glauben mag, es gibt Steuersparmodelle gegen die gehen Cum-ex Geschäfte fast noch als seriöse Möglichkeit durch. Stichwort: Scheibenpacht. Mit dem Ziel die EEG-Umlage zu umgehen, schließen Unternehmen mit Kraftwerksbetreibern Pachtverträge über einzelne Stromerzeugungskapazitäten ab, um selbst als Energieerzeuger zu gelten und so in den Genuss einer Abgabebefreiung zu gelangen. Genial! Doch längst noch nicht zu Ende gedacht. Und so servieren die beiden Business-Hallodris einen bunten Strauß an Scheibenpacht-Möglichkeiten, bei dem das Pachten eines toten Esels noch eine der harmloseren Varianten ist. Fragt jetzt bitte nicht nach Sinn und Verstand und schon gar nicht nach der Logik der in diesem Podcast entwickelten Ideen, doch seid sicher: sie stehen in Sachen Sinnlosigkeit der Ursprungsidee in nichts nach. Auf dem Weg gibt es übrigens noch das ein oder andere Wiedersehen mit guten alten Bekannten: z.B. mit Elon Musk (der überlegt alles hinzuschmeißen), Andrea Tandler (die mit den Maskendeals aus der ersten Folge) oder Vishal Garg (genau der, der 900 Leute über Zoom gefeuert hat aus der letzten Folge) geben sich als ehrenwerte Gewinner:innen der vergangenen Monate ein amüsantes Stelldichein. Auf Narzissten ist eben verlass. Auf die nächsten 30!

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    24 min
  • Ep. 29 - All about Olaf
    Über Lobbyarbeit, schwarze Löcher und Paranoia

    Arbeit muss sich wieder lohnen, zumindest Lobbyarbeit. Nur, wo soll diese ansetzen, wenn das neue Ampel-Kabinett (gelb mal ausgenommen) so null korrumpierbar rüberkommt und nicht minütlich SMSen an die BILD-Zeitung schreibt? Wie schmiert man eine Svenja Schulze? Wie kauft man einen Karl Lauterbach? Wie kann man Hubertus Heil genannt „Hubi“ geschickt beeinflussen? Von den Grünen mal ganz zu schweigen. An diese verdammte Moralstörung, zu den eigenen Überzeugungen auch wirklich zu stehen, die sich da offensichtlich gerade unter den neuen Minsister:innen breit macht, wird sich so mancher auf CDU gepolter Lobbyist eben erst noch gewöhnen müssen. „Mehr Philipp Amthor wagen“ würden wahrscheinlich am liebsten einige der Hauptstadt-Lobbyisten dem neuen Zukunfts-Kabinett zurufen. Doch zum Glück sitzt ja jetzt am obersten Ende der Nahrungskette unser Bundes-Olaf. Als Mr. Wirecard und Dr. CumEx vereinfacht er natürlich die hochkomplexe Lobbyarbeit ungemein, weil alle, die von der Warburg-Bank gelernt haben, wissen: jetzt müssen wir nur noch an einen ran, an unseren Scholzomaten. Der übt sich derweil als informatives schwarzes Loch, das allen Fragen ihrer Energie beraubt und so stark ist, dass es selbst die eigenen Erinnerungen verschluckt. Aufgrund seiner ausgewiesenen Erinnerungslücken muss dieser Mann definitiv keine Angst habe. Eigentlich schade, weil Angst als Druckmittel im Rest der Wirtschaft offensichtlich immer noch wunderbar funktioniert, um dieProduktivität zu steigern. Zumindest wenn man Tesla-Man Elon Musk, Intel-Gründer Andrew Grove oder dem Typen, der 900 Mitarbeiter über Zoom gefeuert hat, sein Vertrauen schenken möchte. Denn wie einer der drei Herrschaften schon richtig anmerkte: Nur die Paranoiden überleben.

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    25 min
  • Ep. 28 - Wir sind Finanzminister
    Über die FDP, neoliberale Schulkonzepte und stockende Impfkampagnen

    Da hüpft das neoliberale Herz nicht nur höher, es macht vor Freude einen Purzelbaum. Eine Bundesregierung unter FDP-Führung, ja gibt´s denn sowas!? Herrlich! Nach langer, langer Durststrecke und Zeiten voll schmerzhafter Entbehrungen gibt es endlich wieder eine Folge fast ausschließlich über die FDP. Und gute Laune lassen sich die beiden Wirschaftshallodris auch nicht durch irgendwelche Urteile des Bundesverfassungsgerichtes vermiesen, welche die bisherige politische Ausrichtung der Pandamiebekämpfung dieser glorreichen Partei ad absurdum führen. Dann beginnt die Amtszeit des designierten Justizminister Marco Buschmann eben nicht nur mit einem Strauß, sondern gleich mit einer Hecke voll dorniger Chancen. Außerdem wird Christian Lindner als schwäbische Hausfrau mit Houdini-Fahigkeiten die schwarze Null auf jeden Bierdeckel zaubern und zweifelsohne die erfolgreichste Finanzministerin aller Zeiten werden. Ganz zu schweigen davon, wie gut es sich anfühlt, das Bildungsministerium und damit die Zukunft Deutschlands endlich in der unsichtbaren Hand des Marktes zu wissen. Denn die regelt ja bekanntlich alles, und das nur zum Besten. An den neuen Machiavelli-Business-Schools werden Schüler zu Start-Ups, Streber zu Benchmarkern (die Streber aus der ersten Bench) und Elternabende zu Hauptversammlungen. Schöne neue Welt! Und als würden diese Aussichten nicht genügen, findet Chin Meyer zum Abschluss auch noch echte Lösungen, um die stockende Impfkampagne ins Rollen zu bringen. Denn um die gesamte Graswurzel-Fraktion für die Impfung zu begeistern, fehlt es der aktuellen Kampagne nämlich schlichtweg an Spiritualität und Ritualen. Wo ist ein als Schamane gekleideter Impfarzt? Wieso wird die Impfung nicht mit einem sechsstündigen Trommelritual mit Djembe und Didgeridoo eingeleitet? Warum wird so wenig auf „Past-Live-Elemente“ gesetzt? Scheinbar aus dem Nichts entwickelt Meyer das „BionTechuasa-Ritual“, das er gerne (nicht ganz) kostenfrei allen Impfzentren zur Verfügung stellt. Halleluja! Die Zukunft kann kommen.

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    25 min

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Der satirische Wirtschaftspodcast mit Chin Meyer und Timo Wopp.

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