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Während wir alle hoffen, dass die Kriegskatastrophe in der Ukraine doch bald ein Ende findet und sich auch Corona mal erledigt, verschwindet ein anderes schweres Thema einfach nicht: Rassismus.
Der März steht deshalb beim FC Bayern wieder im Zeichen der großflächigen Kampagne „Rot gegen Rassismus“ und aus diesem Grund sind in der neuen Folge von OPEN COURT zwei Gäste an Bord, die über Rassismus im Alltag live berichten können:
Zum einen Bastian Doreth, 32, Mitglied des FCBB-Aufstiegsteams 2012 und jetzt Kapitän in Bayreuth, dessen Ehefrau westafrikanische Wurzeln hat; zum anderen Marvin Ogunsipe, 26, Power Forward der Bayern aus Wien, dessen nigerianisch-stämmiger Vater aufgrund des Alltagsrassismus einst fortzog.
„Mein Vater hat 20 Jahre in Wien gelebt und ist dann irgendwann mit Rassismus nicht mehr zurechtgekommen, er ist dann einfach nach London gezogen“, erzählt Marvin, „Das hat mich dann natürlich getroffen, weil ich meinen Vater nicht mehr so oft gesehen habe.“
Und Basti: „Es ist so wichtig, die bestehenden Gedankenstrukturen zu durchbrechen und deswegen immer wieder draufhinzuweisen: ,Hey, das geht nicht!‘“ Von der Liga und Verbänden fordert der Familienvater: „Ich finde, dass wir im Basketball, auch in den Statuten verankern müssten, dass das Spiel abgebrochen und nicht mehr weitergespielt wird, wenn es Vorfälle gibt. Denn so etwas hat in unserem Sport komplett nichts verloren.“
Den 24. Februar 2022 und die Folgen der Geschehnisse an diesem Tag werden wir alle nicht mehr vergessen: den Angriff Russlands auf die Ukraine. Am Abend hätten die Bayern-Basketballer eigentlich das wichtige EuroLeague-Duell mit ZSKA Moskau gehabt, FCBB-Guard Andreas Obst wäre auf den Nationalteam-Kollegen Johannes Voigtmann getroffen. Das Spiel wurde zwei Stunden vor Tip-Off abgesagt.
Wie Obst, 25, und Voigtmann, 29, diesen Albtraumtag erlebten, was sie über die Absage und Suspendierungen russischer Teams denken, wie der ZSKA-Profi Moskau verließ und wie es gerade ist, sich auf Spiel und Training zu fokussieren oder eben den Alltag zu bestreiten – das erzählen beide in der aktuellen Folge des FCBB-Podcast OPEN COURT.
Jo Voigtmann im Rückblick zur Spielabsage: „Ich persönlich hätte nicht gewusst, wie ich das Spiel ordentlich hätte spielen sollen.“ Und Andi Obst zur über den Haufen geworfenen Ansicht früherer Tage, Sport und Politik hätten nichts miteinander zu tun: „Der Spieler, die Vereine können nichts dafür. Aber das ist keine Sache, die man so wegwischen kann. Wir leben in einer Welt, die sehr von Symbolen geprägt ist und ich finde schon, dass Sport hier gute Zeichen setzen kann.“
Außerdem blicken beide DBB-Cracks noch auf die EM 2022 im Sommer. Viel Spaß beim Zuhören!
Die Covid-Pandemie hat nicht zuletzt auch Jugendliche und junge Leistungssportler beeinträchtigt. Christian Luthardt ist seit 2017 Sportpsychologe am Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern und engagiert sich dort für das Schaffen eines Umfelds, in dem sich Talente durch „gesunde und beziehungsorientierte Führung“ entfalten können. Der 41-Jährige, zuvor sieben Jahre bei Bayer 04 Leverkusen, wo er am Ende die Profis betreute, sagt: „Körperliche Leistungsfähigkeit und mentales Wohlbefinden sind untrennbar miteinander verbunden.“ Luthardt nennt „fünf Wege zum Wohlbefinden“ und koordiniert aktuell den Aktionsmonat März zu „Mental Health“ beim FC Bayern mit mehreren Aktionen und Veranstaltungen; Schirmherr ist Oliver Kahn und ein Talkgast Paul Zipser.
Wie Corona konkret bei den Talenten der Bayern-Basketballer Einfluss auf den Alltag nahm und wie die Situation bewältigt wurde und wird, erzählt zum Ende dieser speziellen OPEN COURT-Folge Franz Rupprecht, 27, der die U12 des FCBB betreut und eine Ausbildung zum Sportpsychologen absolvierte.
Viel Spaß beim Zuhören!
OPEN COURT, der FCBB Podcast – heute mit einem Spezial!
One club, one family: Ein besonderes Treffen gab es vor wenigen Tagen an der Säbener Straße: Für das Bayern-Magazin „51“ traf Basketball-Headcoach Andrea Trinchieri erstmals auf Julian Nagelsmann, den Cheftrainer der so erfolgreichen Fußballer des FC Bayern München. Da dieses Meeting unserer Meinung nach spannend war, haben wir Euch die Tonspur zu einem Podcast-Special arrangiert.
Vor dem sportartenübergreifenden Austausch hatten sich Nagelsmann und Trinchieri zunächst an Korb und Torwand getestet, ehe die beiden aus ihrer jeweiligen Welt berichteten, Gemeinsamkeiten entdeckten und ihre Art der Teamführung darlegten.
Viel Spaß beim Zuhören!
In der 24. Episode des FCBB-Podcasts spricht Bayern-Profi Augustine Rubit ungewöhnlich offen über seine komplizierte Kindheit in Houston, Texas: Wie er als Kid aufgrund der familiären Situation vollkommen auf sich allein gestellt war und welche Folgen das hatte – und wie „Aug“ letztlich dank der couragierten Unterstützung seiner älteren Schwester und vor allem einer liebevollen Patenfamilie auf einen besseren Pfad kam und zum Top-Baller und glücklichem Familienvater von Sohn London (3) und der kleinen Brileigh (1) reifte.
„Du versuchst nur, zu überleben“
„Es gab Zeiten, in denen wir zwar ein Apartment hatten, aber kein Essen und Möbel“, erinnert sich der 32-Jährige. „Da machst du eine Menge Dinge, die du nicht tun solltest, nur um zu versuchen, zu überleben.“ Außerdem ordnet Rubit mit OPEN COURT-Host Dré Voigt die Saison der Bayern-Basketballer ein und begründet, wieso auch der FCBB wie eine Familie für ihn ist.
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