
Sign up to save your podcasts
Or


Die Preislistensaison neigt sich dem Ende zu, und wir schauen auf Neuigkeiten rund um die Verleihung des Booker-Preises, wo nicht nur Vertreter*innen klassischer Medien zu Wort kommen, sondern auch Literaturkritiker*innen aus dem Internet mitreden dürfen – we like! Da der Gewinnertitel „Prophet Song“ zu unserem Redaktionsschluss noch nicht feststand, gibt’s unsere Meinung dazu ab Montag exklusiv für unsere Steady-Community. Dafür haben wir Neuigkeiten zum letztjährigen Booker-Gewinner dabei: „Die sieben Monde des Maali Almeida“ von Shehan Karunatilaka ist ab sofort auch auf Deutsch erhältlich.
Warum ist LSD vor allem als berauschende Droge verschrien, wenn es als Medikament zur Behandlung psychischer Störungen vielversprechende Ergebnisse liefert? In seinem Sachbuch „Der stärkste Stoff“ deckt Norman Ohler Verbindungen zwischen den Nazis und der CIA auf, die unsere Drogenpolitik bis heute beeinflussen. Wir forschen mit (natürlich drogenfrei)!
Gleich mehrere neue Texte hat László Krasznahorkai zu bieten: Die Sammlung „Im Wahn der Anderen“ vereint drei Erzählungen des ungarischen Autors. Darin blickt unser Literaturnobelpreisanwärter der Herzen tief hinein in den menschlichen Wahnsinn (inklusive labyrinthischer Verfolgungsjagden und psychischer Zusammenbrüche). Das ist verstörend – ob auf die gute oder schlechte Weise, klären wir in der Show.
Zum Abschluss haben wir noch einen Roman im Gepäck: 2030 ist in Philippe Djians neustem Werk nicht nur „Ein heißes Jahr“. Es ist auch das Jahr, in dem Protagonist Greg, der schädliche Pestizide herstellt, sich verliebt und sein ökologisches Gewissen entdeckt. Ist das endlich ein literarischer Klimaroman von Format? Wir haben Meinungen.
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Der stärkste Stoff
Titel: Im Wahn der Anderen
Titel: Ein heißes Jahr
Der Beitrag #286: Piff! Paff! Puff! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Mit seinem Debüt „Das Neue Leben“ hat der promovierte Historiker Tom Crewe in der englischsprachigen Welt für Aufsehen gesorgt. Die Protagonisten des Romans begehren gegen die Regeln des viktorianischen Englands auf, indem sie sich für freiheitliche Liebes- und Lebensformen einsetzen – und dabei die eigene Freiheit und die soziale Ächtung riskieren. Mit dem Text gewann Crewe prompt den diesjährigen Orwell Prize for Political Fiction. Meike hat mit Tom über die komplexen Helden seines Buches, Oscar Wilde, Frauenrechte und Klassenfragen im viktorianischen Zeitalter sowie viele andere Themen seines Romans gesprochen – hört rein!
Der Beitrag Interview: Tom Crewe erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
In Göteborg wird die Bibliothek zum nächtlichen Hotspot, der Schweizer Buchpreis und der National Book Award wurden verliehen, das Tournament of Books geht in die nächste Runde und Pink verschenkt verbotene Bücher – unser Nachrichtenblock ist diese Woche pickepackevoll!
Im ersten Roman geht’s nach Nigeria: Der 15-jährige Nachwuchsdichter und Kafka-Fan „Andy Africa“ verliebt sich in das erste weiße Mädchen, das er je getroffen hat, während sich in seiner Nachbarschaft ein religiöser Konflikt zusammenbraut. Stephen Buoros Debüt ist ein Coming-of-Age-Roman mit ungewöhnlicher Sprache – was sagt die Papierstau-Jury?
Dann geht’s mit Bryan Washington nach, na klar, Houston (it’s Bryan Washington, you know). In „An einem Tisch“ trauert der schwule Protagonist um seinen verstorbenen Partner und droht, den Halt zu verlieren. Wird sein alter Schulfreund, der mit ganz eigenen Dämonen kämpft, ihm helfen können? Wir investigieren.
Und zu guter Letzt hat ein Star der französischen Soziologie seinen Auftritt: Geoffroy de Lagasnerie schreibt in „3 – Ein Leben außerhalb“ über seine Freundschaft mit Bourdieu-Spezi Didier Eribon und Papierstau-Dauergast Édouard Louis. Was harmlos anmutet, entpuppt sich als wahre Wundertüte an überraschenden Hot Takes. Die drei Freund*innen von Papierstau haben da ein paar Anmerkungen.
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Andy Africa
Titel: An einem Tisch
Titel: 3 – Ein Leben außerhalb
Der Beitrag #285: Drei Pimmel für ein Hallelujah erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Bevor wir uns dem Thema dieser Spezialfolge widmen, geht ein Glückwunsch nach Österreich, wo Clemens J. Setz mit „Monde vor der Landung“ den Buchpreis gewonnen hat! Dann stürzen wir uns hinein ins Bookergetümmel, auch wenn wir mit der Auswahl für das beste englischsprachige fiktionale Werk in diesem Jahr aus verschiedenen Gründen nicht zufrieden waren (unsere Steady-Community weiß mal wieder mehr: Hört nochmal rein in unsere Booker-Exclusives).
Für „Pearl“ der Waliserin Siân Hughes war nach der Longlist Schluss. Wir geben euch einen Einblick in den Roman, dem ein mittelalterliches Gedicht zugrunde liegt. Im Mittelpunkt steht ein Mädchen, das seine Mutter vermisst. Dazu gibt‘s zwei weitere „honorable mentions“, die nicht mehr im Preisrennen dabei sind.
Von der Shortlist stellen wir euch als erstes einen Beitrag aus Kanada vor. In „Study for Obedience“ von Sarah Bernstein zieht eine Frau zu ihrem erwachsenen Bruder, um diesen zu versorgen. Doch sie findet sich in ihrer neuen Umgebung nicht zurecht und wird ausgegrenzt… oder etwa nicht? Der Roman bleibt uneindeutig, wir suchen nach Antworten.
„If I survive you“ (deutscher Titel: „Falls ich dich überlebe“) von Jonathan Escoffery erzählt von einer jamaikanischen Familie, die vor Gewalt in ihrer Heimat in die USA flieht – wo sie Rassismus und Diskriminierung erfährt. Ein Debüt auf der Booker Shortlist, da haben wir besonders hohe Erwartungen!
Abschließend geht’s in ein dystopisches Irland, in dem eine nationalistische Partei die Macht ergriffen hat. Protagonistin Eilish ist geschockt, als ihr Ehemann von der Staatspolizei verhaftet wird, doch die Repressalien haben gerade erst angefangen… Singen wir ein Lob- oder ein Klagelied auf Paul Lynchs „Prophet Song“?
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Study for Obedience
Titel: Falls ich dich überlebe
Titel: Prophet Song
Der Beitrag #284: Booker Prize Spezial erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Papierstau tanzt mal wieder auf dem Drahtseil zwischen Literatur- und Medienkritik: Die Show, die nur dank Menschen, die Qualitätscontent mitfinanzieren, wöchentlich den Hermeneutikhammer rausholen kann, beobachtet das digitale Nachrichtengeschäft des Ex-Bildchefs Julian R. aus B. (bekannt aus Stuckis Roman „Noch wach?“ und, you know, staatsanwaltlichen Unterlagen). Nius in Deutschland, Fox News und The Daily Wire in den USA – quo vadis, Nachrichtenjournalismus?
Und wo wir gerade dabei sind: Eva Menasse hat mit dem Sachbuch „Alles und nichts sagen“ ihre Analyse des Debattenzustands in der Digitalmoderne rausgehauen. Ist die Digitalisierung die neue Globalisierung? Sind alle Arten des Netzcontents in Qualität und Wirkung identisch? Und bringen sich die Leute wegen WhatsApp um? Wir haben nicht nur Meinungen, sondern auch echte Informationen.
Dann kämpfen wir mit zwei Schriftstellern gegen Hass und Diktatur: Zuerst wenden wir uns Sergej Lebedew zu, der in der Kurzgeschichtensammlung „Titan oder Die Gespenster der Vergangenheit“ die verdrängten Verbrechen der sowjetischen und postsowjetischen Zeit literarisch sichtbar macht – bis hinein in unsere Gegenwart. Kann Literatur für mehr Gerechtigkeit sorgen? Und was leisten die Texte ästhetisch?
Zu guter, nein: zu bester Letzt geht es um die chilenische queere Ikone Pedro Lemebel, dessen Klassiker „Torero, ich hab Angst“ jetzt in einer neuen deutschsprachigen Ausgabe erscheint. In Lateinamerika ist die Geschichte über Liebe jenseits der Heteronormativität und den Kampf gegen Diktator Pinochet weithin bekannt – sollen wir hierzulande jetzt auch alle Lemebel lesen? Und wenn ja: Warum?
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Alles und nichts sagen
Titel: Titan oder Die Gespenster der Vergangenheit
Titel: Torero, ich hab Angst
Der Beitrag #283: Der Schiss ging nach hinten los erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Letzte Woche haben wir um Unterstützung für Papierstau gebeten, heute sagen wir danke an alle, die schon geholfen haben! Aber wir brauchen noch mehr Hilfe, damit wir unser Literaturprojekt in der gewohnten Qualität weiterführen können. Dazu gehören auch Interviews wie das mit Tamara Foshag vom Mediacampus des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zu Nachhaltigkeit im Buchmarkt: Wir sprechen mit Tamara u.a. über Lieferketten und e-Reader vs. gedrucktem Buch, das ganze Interview gibt’s auf Steady. Außerdem im Nachrichtenblock: Der Übersetzungsfail bei Britney Spears‘ Biografie „The Woman in Me“.
Dann geht’s direkt zur ersten Neuerscheinung „Das neue Leben“. Im Mittelpunkt des Debüts von Tom Crewe stehen der heimlich schwule John und der schüchterne Henry. Beide sehnen sich nach einer offenen Gesellschaft, in der Menschen frei leben und lieben können – ein Unding im viktorianischen England. Warum der Autor diese historischen Figuren in eine alternative Romanhandlung versetzt, erklärt er uns höchstpersönlich!
Das nächste Debüt kommt aus den USA: In „Frauen und Kinder zuerst“ geht es vordergründig um einen mysteriösen Todesfall, denn Schülerin Lucy ist nach einer Party verstorben. Zu den Umständen und Hintergründen des Unglücks lässt Autorin Alina Grabwoski zehn Frauen zu Wort kommen, die alle mit eigenen Herausforderungen zu kämpfen haben.
Zu guter Letzt geben wir euch ein klassisches Beispiel, warum Papierstau Podcast weitergehen muss: In welcher Literaturshow bekommt ihr hochphilosophische Diskussionen, Sex zwischen Curling spielenden Tigern und diverse Harry-Styles-Referenzen gemeinsam in einer Rezension präsentiert? Na, hier! Zu verdanken ist diese #papierstaueske Mischung Joshua Groß und seinem neusten Werk „Kiwano Tiger“, das von Sebastian Tröger stimmig illustriert wurde.
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Das Neue Leben
Titel: Frauen und Kinder zuerst
Titel: Kiwano Tiger
Der Beitrag #282: Joshiverse erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
From the publisher's feed

6 Listeners

185 Listeners

71 Listeners

7 Listeners

25 Listeners

27 Listeners

17 Listeners

16 Listeners

6 Listeners

15 Listeners

28 Listeners

0 Listeners

3 Listeners

11 Listeners

3 Listeners