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Und weiter geht’s mit unserer diesjährigen Buchpreis-Extravanganza! Auch heute haben wir wieder fünf Titel der Longlist im Gepäck und verraten euch, wie unsere (bisherige) #papierstaueske Shortlist nach zehn vorgestellten Titeln aussieht – ihr dürft gespannt sein!
Ein Paar lädt zum Dinner: In Teresa Präauers „Kochen im falschen Jahrhundert“ versammeln sich fünf Mittvierziger zu Quiche, Crémant und gegenseitiger Bestätigung des gleichen (guten?) Geschmacks um einen dänischen Designertisch. Ob uns das humorvolle Kammerspiel schmeckt?
Dann tauchen wir mit Luca Kieser in die Tiefe. Sein Debüt „Weil da war etwas im Wasser“ ist eine Mischung aus mehrgenerationalem Familienroman, naturethischer Ökofiktion und kultureller Rundumschau zum Thema Meeresbewohner. Trägt die Mischung oder geht das Werk unter?
„Paradise Garden“ ist ein weiteres Debüt auf der Longlist. Darin erzählt Elena Fischer von der 14-jährigen Billie, die zwar arm, aber glücklich aufwächst – bis sie ihre Mutter verliert und sie sich aufmacht, ihren bislang unbekannten Vater zu finden. Welche Chancen auf die Shortlist rechnen wir diesem Coming-of-Age-Roman wohl aus?
Mit „Risse“ ist Angelika Klüssendorf bereits zum vierten Mal auf der Longlist des Deutschen Buchpreises vertreten. Der Roman ist eine autofiktionale Neubetrachtung der Kindheit der Autorin, die von ihren Eltern missbraucht und vernachlässigt wurde. Kann uns diese Art der späten Reflexion überzeugen?
„Birobidschan“ hieß ein sibirisches Siedlungsexperiment für jüdische Pionier*innen, das letztendlich scheiterte. Im Debüt von Tomer Dotan-Dreyfus ist der Versuch der autonomen Gemeinschaft geglückt und wird zum Handlungsort einer vielschichtigen Erzählung. Lohnt sich diese Reise in eine alternative Realität?
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Titel: Kochen im falschen Jahrhundert
Titel: Weil da war etwas im Wasser
Titel: Paradise Garden
Titel: Risse
Titel: Birobidschan
Der Beitrag #274: Buchpreis 2023 Longlist #2 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Willkommen zum ersten Teil der diesjährigen Buchpreis-Extravaganza! Nach einer ersten Einordnung der Gesamtzusammenstellung der Longlist stürzen wir uns sofort ins Getümmel und diskutieren die ersten fünf Kandidat*innen (die wir allesamt vorausgesagt hatten):
Podcastliebling Clemens J. Setz erzählt in „Monde vor der Landung“ von Peter Bender, einer echten historischen Persönlichkeit. Der Exzentriker glaubte an eine Alternativwelttheorie und wurde schließlich im Namen der größten Verschwörungstheorie aller Zeiten ermordet: Die Nazis brachten ihn ins KZ. Mehr über den Roman erfahren wir von Clemens höchstpersönlich!
Weiter geht’s mit Necati Öziri, den wir seit seinem triumphalen Auftritt beim Bachmannpreis 2021 auf dem Schirm haben. Aus seinem Klagenfurter Text entstand „Vatermal“, eine Familien- und Migrationsgeschichte, die wir bereits vor einigen Wochen vorgestellt haben – jetzt sprechen wir im Kontext der Liste über das Buch!
Und, na klar: Tonio Schachingers „Echtzeitalter“ steht natürlich auch auf der Longlist. Der Coming-of-age-Roman über Vergangenheit und Gegenwart der österreichischen Eliten hat einige Asse im Ärmel, und wir haben Tonio selbst am Start, der Auskunft zu seinem Buch gibt.
Drei Bücher hat sie geschrieben, drei davon wurden für den Deutschen und/oder Österreichischen Buchpreis nominiert: Keine schlechte Quote, Raphaela Edelbauer! Nun also „Die Inkommensurablen“, ein historischer Ideenroman, der am Vorabend der Generalmobilmachung des ersten Weltkriegs in Wien spielt. Wir haben Meinungen.
Letztes Jahr gewann mit „Blutbuch“ ein Titel den Buchpreis, der kurz zuvor mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung ausgezeichnet worden war. Dieses Jahr hat Charlotte Gneuß mit ihrem DDR-Bildungsroman „Gittersee“ den Ponto-Preis abgestaubt – wie weit sie es wohl beim Buchpreis bringen wird? Wir diskutieren!
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Titel: Monde vor der Landung
Titel: Vatermal
Titel: Echtzeitalter
Titel: Die Inkommensurablen
Titel: Gittersee
Der Beitrag #273: Buchpreis 2023 Longlist #1 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die heutige Folge wird präsentiert vom Ecco Verlag, in dessen Namen wir euch das Debüt „Nichts in den Pflanzen“ von Nora Haddada ans Herz legen. Darin versucht eine junge Drehbuchautorin, sich im harten Konkurrenzkampf zwischen Kulturschaffenden zu behaupten. Vielleicht ein Titel für die Longlist des Deutschen Buchpreises? Da seid ihr uns voraus und wir bleiben zum Zeitpunkt der Aufnahme (noch) im Spekulativen – dafür wissen wir genau, was wir uns von Buchpreisen wünschen und stellen euch theoretischen Background zum Thema vor. Außerdem im Vorgeplänkel: Warum die Philippinen als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025 problematisch werden könnten und was es mit der Kontroverse um die Sammlung „Oh Boy: Männlichkeit*en heute“ (siehe Folge 266) auf sich hat.
Dann starten wir mit dem neusten Roman eines #papierstaueskem Spitzentyps: In „Radio Sarajevo“ erzählt Tijan Sila von seiner Kindheit und Jugend im Jugoslawienkrieg: Drei Freunde versuchen, in ihrer brennenden Heimatstadt erwachsen zu werden und dem gewaltvollen Alltag zu trotzen. Wie ihnen Musik dabei hilft, erfahrt ihr nicht nur von uns, sondern auch vom Autor höchstpersönlich!
Auch die nächste Autorin war, als Gewinnerin des Deutschlandfunk-Preises beim Bachmannwettbewerb 2021, bereits bei uns zu Gast. Jetzt hat Dana Vowinckel ihr Debüt „Gewässer im Ziplock“ veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen die 15-jährige Margarita, die an ihrer zerstrittenen jüdischen Familie verzweifelt, und ihr Vater Avi, der mit seinen Lebensentscheidungen hadert. Hat sich das lange Warten auf diesen Roman gelohnt? Wir fällen ein Urteil!
Und dann gehen wir mit Mila offline, denn genau das ist das Ziel der Protagonistin in Jenifer Beckers Debüt „Zeiten der Langeweile“: Sie will nicht nur alle ihre Social-Media-Profile, sondern ihre gesamte Existenz im Internet auslöschen. Was von dieser literarischen Verarbeitung eines digital Detox zu halten ist, auch das klären wir!
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Titel: SALZ + WACHS
Titel: Radio Sarajevo
Titel: Gewässer im Ziplock
Titel: Zeiten der Langeweile
Der Beitrag #272: Sesamstraße Revolutions erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Und sie lesen DOCH: Eine neue Statistik zeigt, dass junge Menschen den Kulturpass der Bundesregierung vor allem für den Kauf von Büchern ausgeben! Selbstredend unterstützen wir die Förderung der Kultur (auch wenn wir Auszeichnungen mit 64 bzw. 108 Preisträger*innen, wie den Verlags- und Buchhandlungspreis, etwas fragwürdig finden), aber was muss man konsumiert haben, um in Zeiten des erstarkenden Rechtsextremismus darüber nachzudenken, der Bundeszentrale für politische Bildung die Mittel zusammenzustreichen? Nach einem gehörigen Wutausbruch beruhigen wir uns mit News vom Heinzer, der uns Champagner und Austern kredenzt.
Die erste Rezension dreht sich um Steffen Kopetzkys neusten Streich: „Damenopfer“ erzählt die Erlebnisse der (echten) Revolutionärin Larissa Reissner, die 1923 in Kabul strategische Pläne entdeckt, die das Britische Empire stürzen könnten. Von Lenin bis Ho Chi Minh, von Pasternak bis Trotzki – hier treten sie alle auf, die vermeintlich „großen Männer“. Kann Kopetzky der unangepassten Frau zu einer lauteren Stimme in der Geschichte verhelfen? Wir klären auf.
Weiter geht’s mit Gewalt und Gehirnchirurgie: In Fabio Bacàs „Nova“ sieht Mediziner Davide wie versteinert zu, als seine Frau von einem Fremden bedrängt wird. Kann der Intellektuelle Zugang zu seinem eigenen Gewaltpotenzial finden, und: Sollte er das überhaupt? Wir investigieren einmal mehr im Reich der toxischen Männlichkeit.
Zu guter Letzt wenden wir uns dem heiß erwarteten Sachbuch „Herrndorf: Eine Biographie“ von Tobias Rüther zu: Vor zehn Jahren erschoss sich der Autor und Maler Wolfgang Herrndorf, bevor ihm ein tödlicher Hirntumor das Leben nehmen konnte. Bekanntermaßen hasste der norddeutsche „Tschick“-Erfinder jeglichen „Germanistenscheiß“ (O-Ton) – aber was halten wir von den Hot Takes des, Ihr ahnt es, Germanisten Rüther?
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Titel: Damenopfer
Titel: NOVA
Titel: Herrndorf: Eine Biographie
Der Beitrag Folge 271: Klicknutteriche erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die Longlist des diesjährigen Booker ist eine herbe Enttäuschung – und dann hat ein britischer Autor sie auch noch kurz vor Bekanntgabe in großen Teilen geleakt, wtf? Danach widmen wir uns schmackhafteren News: Tausendsassa und Podcastliebling Heinz Strunk hat ein illustriertes Kinderbuch über „Die Käsis“ veröffentlicht – ein Alptraum für Laktoseintolerante, ein Gaumenschmaus für uns! Außerdem verraten wir euch im Vorgeplänkel, wie eine anständige Buchentführung auszusehen hat!
Den überlebenden Tätern der Terroranschläge von Paris im November 2015 wurde ein monatelanger Prozess gemacht. Der französische Autor Emmanuel Carrère war fast jeden Tag im Gericht zugegen und hat seine Beobachtungen in einem Sachbuch veröffentlicht: „V13 – Die Terroranschläge von Paris“ ist ein besonders grausames und dennoch (oder gerade deswegen?) wichtiges Zeitdokument, und wir erklären genau, warum.
In „Der gute König“ von Leonhard Hieronymi wird das Handwerk literarisch gewürdigt. Doch der Betrieb, in dem Protagonist Fansi arbeitet, geht den Bach herrunter. Fansi kündigt und macht sich mit seinem besten Freund auf nach Paris, um dort Kunstwerke von Jeff Koons zusammenzuschweißen – doch wer bekommt eigentlich am Ende Ruhm und Ehre? Eure Podcastkinder aus der Arbeiterklasse schauen ganz genau hin!
Viel geredet, doch nichts gesagt: In der Familie Schönwald werden Probleme bevorzugt verdrängt, verschwiegen oder vergessen. Beim Treffen der Eltern mit ihren drei erwachsenen Kindern kommt es zu einem Eklat, der alle Beteiligten dazu bringt, ihre Lebensentscheidungen nochmal gründlich zu überdenken. Mit seinem Debüt „Schönwald“ will Philipp Oehmke dem deutschen Familienroman neues Leben einhauchen. Ob ihm das gelingt, erfahrt ihr bei uns!
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Titel: V13
Titel: Der gute König
Titel: Schönwald
Der Beitrag Folge 270: Klassenkampf an der Käsetheke erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Barack Obama hat seine Leseliste für den Sommer veröffentlicht, und wir schauen uns seine Auswahl genauer an. Außerdem unterstützt der Ex-Präsident ein subversives Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, verbotene Bücher einer breiten Leserschaft zugänglich zu machen. Sehr gut, finden wir, denn Lesen gefährdet bekanntlich nicht die Gesellschaft, sondern lediglich die Dummheit.
Bei unserer ersten Buchbesprechung wird’s dirty: Felicia Berliner erzählt in ihrem Debütroman „Shmutz“ von einer 18-jährigen chassidischen Jüdin, die darauf hofft, bald einen Ehemann zu finden – doch ihre geheime Pornosucht droht, ihre Träume und ihr gesamtes Leben zu zerstören. Was das mit einer Gruppe Goths, schweinischen Snacks und dem Zauber der Finanzbuchhaltung zu tun hat, klären wir in unserer Diskussion!
Dann versucht eine blauhaarige Elsa, das sie umgebende Eis zu zerbrechen: Experimentalautorin Deborah Levy kommt uns in „Augustblau“ ganz cool mit einer Protagonistin um die Ecke, die als Konzertpianistin einen Rachmaninoff-Reinfall erlebt und sich fortan als europareisende Klavierlehrerin verdingt. Elsa lässt sich von mutigen Frauen inspirieren und entwickelt eine rätselhafte Obsession für mechanische Pferde – wir begeben uns in Levys intermediales Verweislabyrinth!
Und zu guter Letzt gibt’s ein kleines bisschen Horrorshow: Susan Krellers „Salzruh“ spielt in einer heruntergekommenen Pension in der Altmark, deren Gäst*innen plötzlich aus angeblichen Sicherheitsgründen das Gebäude nicht mehr verlassen dürfen. Ist das ein psychologisches Kammerspiel von Usher’schem Ausmaß oder erwarten uns lediglich Effekte aus der Kirmesgeisterbahn? Wir klären auf!
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Titel: Shmutz
Titel: Augustblau
Titel: Salzruh
Der Beitrag Folge 269: Geschlechtsteile sind wichtig! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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