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Was mögt ihr lieber: Neuigkeiten über aktuelle Buchpreise oder unsere Meinungen dazu? Egal, denn heute gibt es beides in rauen Mengen: Wir widmen uns im Vorgeplänkel dem Deutschen Verlagspreis und seinen 64 (!) ausgezeichneten Häusern, dem Paul-Celan-Preis mit vielen Bekannten sowie dem Booker Prize, auch bekannt als Preis aller Preise, der kommende Woche seine Longlist verkündet. Wir steigern die Vorfreude!
Dann kommen wir direkt zu einem preisverdächtigen Debüt: Necati Öziri, der uns schon 2021 beim Bachmannwettbewerb begeisterte, hat seinen Text aus Klagenfurt zum Roman „Vatermal“ ausgearbeitet. Darin wendet sich Arda, Sohn türkischer Einwander*innen, an seinen abwesenden Vater und versucht, die Entfremdung zwischen Mutter und Schwester zu verstehen. Den Kurztext fanden wir super, unsere Meinung zum Buch erfahrt ihr heute!
Als Nächstes wird es experimentell: In „Vertrauensübung“ gibt Susan Choi selbige ihren Leser*innen auf. Die Geschichte handelt von einem enigmatischen Schauspiellehrer, der seine Klasse in seinen Bann zieht, darunter auch die Teenager Sarah und David. Die beiden verlieben sich, doch ihre Beziehung endet abrupt und wirft auch Jahrzehnte später noch Fragen auf – aber wie weit ist den Erzählstimmen überhaupt zu trauen? Die 2019er Jury der National Book Awards hat den Roman in der Kategorie „Fiction“ ausgezeichnet, das #papierstaueske Urteil gibt’s bei uns!
In Andy Warhols berühmt-berüchtigtem New Yorker Atelier „The Factory“ gaben sich Mitte der 1960er Jahre Künstler*innen, Stars, Sternchen und Freaks die Klinke in Hand. Die irische Autorin Nicole Flattery macht diesen Szenetreff zum Schauplatz ihres Debüts: In „Nichts Besonderes“ tritt die 17-jährige Mae eine Stelle als Sekretärin in Warhols Kunstraum an. Sind die Sixties hier in full swing oder müssen wir den Titel zitieren? Kommt mit uns auf eine Zeitreise!
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Titel: Vatermal
Titel: Vertrauensübung
Titel: Nichts Besonderes
Der Beitrag Folge 268: Unser Wahnsinn in allen Ehren erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Hilfe, Literatur verschwult unsere Kinder! Ungarn gießt solchen Schwachsinn in Gesetzesform und will, dass Bücher mit queeren Charakteren nur noch einfoliert verkauft werden. Was das mit Julian Reichelt und der AfD zu tun hat, besprechen wir im Vorgeplänkel. Danach brauchen wir dringend einen Beitrag aus der zauberhaften Welt der Intelligenz – naja, zumindest so halb: Der schlaue Moritz von Uslar hat ein Glanzstück aus dem Bereich literarischer Journalismus rausgehauen, darin geht es um die weniger schlauen Herren Musk und Zuckerberg sowie ihren geplanten Faustkampf.
Und weiter geht’s auf der Niveau-Achterbahn: Michel Houellebecq, seines Zeichens Kandidat für den Literaturnobelpreis, sieht sich bemüßigt, ein tagebuchartiges Rechtfertigungspamphlet zu publizieren. Die Themen in „Einige Monate in meinem Leben: Oktober 2022 – März 2023“: Großes Sorry für seine Aussagen zum Islam, seine unfreiwillige Karriere als Pornodarsteller sowie die sexuellen Vorlieben des Meisters. Wir aktivieren unsere gesamte hermeneutische Power, um diesem Werk auf die Schliche zu kommen.
Dann kommt Eva Sichelschmidt mit dem nächsten Teil der großen Rautenberg-Familiensaga um die Ecke: In „Transitmaus“ lässt Suse, das Alter Ego der Autorin, ihren alkoholkranken Vater in Westfalen zurück und sucht ihr Glück im Berlin des Jahres 1989. Ob der Coming-of-Age-Roman wie sein Vorgänger „Bis wieder einer weint“ für den Deutschen Buchpreis nominiert wird? Wir haben Meinungen.
Und zu guter Letzt gibt’s ein paar Kurzgeschichten auf die Ohren: In Tessa Hadleys „Sonnenstich“ kippt das Idyll gerne mal ins Sinistre. Mutterschaft, Liebe, Freundschaft – ist das Potpourri an Erzählungen über menschliche Beziehungen ein Beach Read oder hat die Sammlung mehr zu bieten? Wir klären auf.
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Titel: Einige Monate in meinem Leben
Titel: Transitmaus
Titel: Sonnenstich
Der Beitrag Folge 267: Embrace the Penis! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Ei der Daus, die 3.554.756 (oder mehr) verschiedenen biografischen Details der Autorin und literarischen Kunstfigur Sibylle Berg sind nicht alle faktisch belegbar? Die Neue Zürcher Zeitung hat sich hierzu in eine akribische Investigativrecherche gestürzt – und, oh Wunder, wenig Überraschendes zutage gebracht. Amüsant ist’s allemal, also wünschen wir viel Spaß beim heutigen Vorgeplänkel!
Dann starten wir durch mit dem Debattenbuch „Oh Boy: Männlichkeit*en heute“, herausgegeben von Donat Blum und Valentin Moritz. Die 18 Beiträge der Sammlung bieten nicht nur einen sehr vielseitigen Blick auf Männerbilder, sondern auch unterschiedliche Textformen inklusive eines Comics. Und wir treffen auf viele wohlbekannte Stimmen (u.a. Kim de l’Horizon, Friedemann Karig, Jayrôme C. Robinet, Philipp Winkler und Mithu Sanyal) – aber reicht das für eine papierstaueske Empfehlung? Wir fällen ein deutliches Urteil.
Als nächstes stellen wir euch einen Roman aus Norwegen vor: „Für Dancing Boy“ von Sara Johnsen spielt in einer düsteren Zukunft, in der viele Menschen unfruchtbar geworden sind. Nach ihrem Schulabschluss bietet sich Protagonstin Lizz als Leihmutter an. Jahre später führt sie ein hochmodernes Institut zur Befriedigung sexueller Bedürfnisse ihrer Klient*innen, doch ihre eigenen Sehnsüchte bleiben unerfüllt. Ist dieses Buch sexy oder abtörnend? Wir haben das NZZ-mäßig für euch recherchiert!
Last Exit Nagerheim: In „Der Kaninchenstall“ lässt Tess Gunty die Bewohner*innen des gleichnamigen, schäbigen Apartmentkomplexes in einer sterbenden Stadt zu Wort kommen. Dreh- und Angelpunkt des vielstimmigen Werks ist die 18-jährige Blandine, ihres Zeichens Ökokriegerin und Mysterikerinnenverehrerin. Klingt schräg, hat aber (als Debüt!) direkt den National Book Award 2022 abgeräumt – was wirklich von dem Buch zu halten ist, erfahrt ihr natürlich bei uns!
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Titel: Oh Boy: Männlichkeit*en heute
Titel: Für Dancing Boy
Titel: Der Kaninchenstall
Der Beitrag Folge 266: Oh Boy! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Zwölf Lesende, sieben Jurymitglieder, fünf turbulente Tage ganz im Zeichen der Literatur und eure liebsten Podcaster*innen mittendrin: Willkommen zu unserer diesjährigen Bachmannpreis-Extravaganza! In unserer heutigen Folge bekommt ihr alle wichtigen Infos und heißen News plus Gossip und natürlich Meinungen rund um das Wettlesen am Wörthersee. Wir waren für euch vor Ort, dank unserer Steady-Community, die unsere Teilnahme an den 47. Tagen der deutschsprachigen Literatur möglich gemacht hat!
Wir besprechen die Gewinner*innentexte unter inhaltlichen, literarischen und performativen Aspekten. Natürlich schauen wir auch auf die Reaktionen der neu zusammengesetzten Jury, die in diesem Jahr rasant und mit Freude zum Widerspruch diskutiert hat – teilweise auch mit einem leichten Hang zum Krawall. Freut euch auf Beobachtungen und Meinungen, unter anderem von und mit Martin Piekar, der nicht nur den KELAG-Preis gewonnen hat, sondern auch den Publikumspreis ergattern konnte, und Laura Leupi, Gewinner*in des 3Sat-Preises. Jayrôme C. Robinet und Jacinta Nandi sind beim offiziellen Voting leider leer ausgegangen – unsere Herzen haben sie aber dennoch erobert und deshalb natürlich auch einen Platz in dieser Show! Außerdem sprechen wir mit Klaus Kastberger, Mithu Sanyal und der Juryvorsitzenden Insa Wilke über ihre Eindrücke vom diesjährigen Wettlesen.
Und das ist noch nicht alles: Alle kompletten Interviews werden wir in den kommenden Wochen unserer Steady-Community zur Verfügung stellen, die bereits von Klagefurt aus mit einer täglichen Bilderschau unserer Erlebnisse verwöhnt wurden. Also, tretet schnell bei, wenn auch ihr #tddl satt genießen wollt!
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Der Beitrag Folge 265: Bachmannpreis-Extravaganza 2023 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Wenn diese Zeilen veröffentlicht werden, sitzen wir im Zug nach Klagenfurt: Auf zum Bachmannwettbewerb! Im Vorgeplänkel stimmen wir uns gemeinsam mit Autorin Mithu Sanyal ein, die in diesem Jahr neu in der Jury dabei ist. Außerdem haben wir euch vor unserer Abfahrt ins Alpenland 2.0 noch einen Koffer voll mit Literaturnews dagelassen: T.C. Boyle kann gar nicht auf die Deutsche Bahn (unser Urteil: pending…), der Orwell Prize dafür umso mehr auf Tom Crewe und: JUHU, es gibt schon wieder Neues vom Heinzer! Heinz Strunk, Olli Schulz, Mickie Krause und andere ballern demnächst in der Schinkenstraße!
Unser erster Roman führt uns in den Senegal: Dort wird Schreiner Fodé mit der mystisch-spirituellen Kultur seiner Heimat vertraut gemacht. Zwillingsbruder Bouhel hat es nach Frankreich verschlagen. Beim Studium verliebt er sich in Polin Ulga, doch das Glück ist nicht von Dauer. In seinem Debütroman „Die Orte, an denen meine Träume wohnen“ lässt Felwine Sarr zwei Brüder im Unglück wieder zueinander finden – ob uns dieses lyrische Familiendrama gefällt, klären wir einstimmig!
Nächste Station Rom: Dort sorgte 2016 ein besonders brutaler Mord für Schlagzeilen. Zwei junge Männer aus bürgerlichen Verhältnissen folterten im Drogenrausch einen Dritten und quälten ihn zu Tode. Nicola Lagioia hat das Verbrechen in seinem neusten Buch „Die Stadt der Lebenden“ nachrecherchiert. Das Werk klingt nach einer Verneigung vor Truman Capotes Genreklassiker „Kaltblütig“ – wie die italienische True-Crime-Version im direkten Vergleich abschneidet, erfahrt ihr natürlich bei uns.
Zum Abschluss machen wir uns auf in eine Zukunft, in der viele Spezies immer schneller aussterben. Dabei spielt „Der gemeine Lumpfisch“ eine entscheidende Rolle im großen Wettstreit zwischen Artenvernichter*innen und -schützer*innen – soweit das Setting von Ned Beaumans dystopischem Klimathriller. Was hat der rasante Wissenschaftsroman sonst noch zu bieten? Wir werfen unsere Angeln aus!
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Titel: Die Orte, an denen meine Träume wohnen
Titel: Die Stadt der Lebenden
Titel: Der Gemeine Lumpfisch
Der Beitrag Folge 264: Abfahrt ins Alpenland 2.0 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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