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By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika FalkeSociety & CultureArtsBooks
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  • Folge 268: Unser Wahnsinn in allen Ehren („Vatermal“ - Necati Öziri, „Vertrauensübung“ - Susan Choi, „Nichts Besonderes“ - Nicole Flattery)

    Was mögt ihr lieber: Neuigkeiten über aktuelle Buchpreise oder unsere Meinungen dazu? Egal, denn heute gibt es beides in rauen Mengen: Wir widmen uns im Vorgeplänkel dem Deutschen Verlagspreis und seinen 64 (!) ausgezeichneten Häusern, dem Paul-Celan-Preis mit vielen Bekannten sowie dem Booker Prize, auch bekannt als Preis aller Preise, der kommende Woche seine Longlist verkündet. Wir steigern die Vorfreude!

    Dann kommen wir direkt zu einem preisverdächtigen Debüt: Necati Öziri, der uns schon 2021 beim Bachmannwettbewerb begeisterte, hat seinen Text aus Klagenfurt zum Roman „Vatermal“ ausgearbeitet. Darin wendet sich Arda, Sohn türkischer Einwander*innen, an seinen abwesenden Vater und versucht, die Entfremdung zwischen Mutter und Schwester zu verstehen. Den Kurztext fanden wir super, unsere Meinung zum Buch erfahrt ihr heute!

    Als Nächstes wird es experimentell: In „Vertrauensübung“ gibt Susan Choi selbige ihren Leser*innen auf. Die Geschichte handelt von einem enigmatischen Schauspiellehrer, der seine Klasse in seinen Bann zieht, darunter auch die Teenager Sarah und David. Die beiden verlieben sich, doch ihre Beziehung endet abrupt und wirft auch Jahrzehnte später noch Fragen auf – aber wie weit ist den Erzählstimmen überhaupt zu trauen? Die 2019er Jury der National Book Awards hat den Roman in der Kategorie „Fiction“ ausgezeichnet, das #papierstaueske Urteil gibt’s bei uns!

    In Andy Warhols berühmt-berüchtigtem New Yorker Atelier „The Factory“ gaben sich Mitte der 1960er Jahre Künstler*innen, Stars, Sternchen und Freaks die Klinke in Hand. Die irische Autorin Nicole Flattery macht diesen Szenetreff zum Schauplatz ihres Debüts: In „Nichts Besonderes“ tritt die 17-jährige Mae eine Stelle als Sekretärin in Warhols Kunstraum an. Sind die Sixties hier in full swing oder müssen wir den Titel zitieren? Kommt mit uns auf eine Zeitreise!

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Deutscher Verlagspreis, Paul-Celan-Preis, Teaser Booker
    00:12:21 - "Vatermal" von Necati Öziri
    00:27:34 - "Vertrauensübung" von Susan Choi
    00:39:21 - "Nichts Besonderes" von Nicole Flattery

     

    Buch-Infos:

    Titel: Vatermal

    Autor: Necati Öziri
    Verlag: Claassen (2023)
    Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 19,99 €
    Länge: 304 Seiten
    Schlagworte: Familie, Identität
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3546100618
    Links: Verlag

    Titel: Vertrauensübung

    Autorin: Susan Choi
    Übersetzung: Tanja Handels, Katharina Martl
    Verlag: Kjona (2023)
    Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 18,99 €
    Länge: 352 Seiten
    Schlagworte: Machtmissbrauch, experimentell
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3910372115
    Links: Verlag

    Titel: Nichts Besonderes

    Autorin: Nicole Flattery
    Übersetzung: Tanja Handels
    Verlag: Hanser Berlin (2023)
    Preis (Buch/eBook): 24,00 € / 17,99 €
    Länge: 272 Seiten
    Schlagworte: 60er Jahre, Milieustudie
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446277281
    Links: Verlag

     

    Der Beitrag Folge 268: Unser Wahnsinn in allen Ehren erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    54 min
  • #268: Unser Wahnsinn in allen Ehren („Vatermal“, „Vertrauensübung“, „Nichts Besonderes“)
    In dieser Folge mit Robin, Meike und Anika: „Vatermal“ von Necati Öziri, „Vertrauensübung“ von Susan Choi und „Nichts Besonderes“ von Nicole Flattery.
    Was mögt ihr lieber: Neuigkeiten über aktuelle Buchpreise oder unsere Meinungen dazu? Egal, denn heute gibt es beides in rauen Mengen: Wir widmen uns im Vorgeplänkel dem Deutschen Verlagspreis und seinen 64 (!) ausgezeichneten Häusern, dem Paul-Celan-Preis mit vielen Bekannten sowie dem Booker Prize, auch bekannt als Preis aller Preise, der kommende Woche seine Longlist verkündet.
    54 min
  • Folge 267: Embrace the Penis! („Einige Monate in meinem Leben“ - Michel Houellebecq, „Transitmaus“ - Eva Sichelschmidt, „Sonnenstich“ - Tessa Hadley)

    Hilfe, Literatur verschwult unsere Kinder! Ungarn gießt solchen Schwachsinn in Gesetzesform und will, dass Bücher mit queeren Charakteren nur noch einfoliert verkauft werden. Was das mit Julian Reichelt und der AfD zu tun hat, besprechen wir im Vorgeplänkel. Danach brauchen wir dringend einen Beitrag aus der zauberhaften Welt der Intelligenz – naja, zumindest so halb: Der schlaue Moritz von Uslar hat ein Glanzstück aus dem Bereich literarischer Journalismus rausgehauen, darin geht es um die weniger schlauen Herren Musk und Zuckerberg sowie ihren geplanten Faustkampf.

    Und weiter geht’s auf der Niveau-Achterbahn: Michel Houellebecq, seines Zeichens Kandidat für den Literaturnobelpreis, sieht sich bemüßigt, ein tagebuchartiges Rechtfertigungspamphlet zu publizieren. Die Themen in „Einige Monate in meinem Leben: Oktober 2022 – März 2023“: Großes Sorry für seine Aussagen zum Islam, seine unfreiwillige Karriere als Pornodarsteller sowie die sexuellen Vorlieben des Meisters. Wir aktivieren unsere gesamte hermeneutische Power, um diesem Werk auf die Schliche zu kommen.

    Dann kommt Eva Sichelschmidt mit dem nächsten Teil der großen Rautenberg-Familiensaga um die Ecke: In „Transitmaus“ lässt Suse, das Alter Ego der Autorin, ihren alkoholkranken Vater in Westfalen zurück und sucht ihr Glück im Berlin des Jahres 1989. Ob der Coming-of-Age-Roman wie sein Vorgänger „Bis wieder einer weint“ für den Deutschen Buchpreis nominiert wird? Wir haben Meinungen.

    Und zu guter Letzt gibt’s ein paar Kurzgeschichten auf die Ohren: In Tessa Hadleys „Sonnenstich“ kippt das Idyll gerne mal ins Sinistre. Mutterschaft, Liebe, Freundschaft – ist das Potpourri an Erzählungen über menschliche Beziehungen ein Beach Read oder hat die Sammlung mehr zu bieten? Wir klären auf.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Queerfeindliche Äußerungen, von-Uslar in Las Vegas
    00:17:42 - "Einige Monate in meinem Leben" von Michel Houellebecq
    00:39:09 - "Transitmaus" von Eva Sichelschmidt
    00:52:36 - "Sonnenstich" von Tessa Hadley

     

    Buch-Infos:

    Titel: Einige Monate in meinem Leben

    Autor: Michel Houellebecq
    Übersetzung: Stephan Kleiner
    Verlag: Dumont (2023)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 18,99 €
    Länge: 100 Seiten
    Schlagworte: Journal, Skandale
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3832168315
    Links: Verlag

    Titel: Transitmaus

    Autorin: Eva Sichelschmidt
    Verlag: Rowohlt (2023)
    Preis (Buch/eBook): 24,00 € / 17,99 €
    Länge: 304 Seiten
    Schlagworte: West-Berlin, Coming-of-Age
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3498003067
    Links: Verlag

    Titel: Sonnenstich

    Autorin: Tessa Hadley
    Übersetzung: Marion Hertle, Thomas Bodmer
    Verlag: Kampa (2023)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 16,99 €
    Länge: 160 Seiten
    Schlagworte: Kurzgeschichten, Betrug
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3311100454
    Links: Verlag

     

    Der Beitrag Folge 267: Embrace the Penis! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    1 hr 5 min
  • #267: Embrace the Penis! („Einige Monate in meinem Leben“, „Transitmaus“, „Sonnenstich“)
    In dieser Folge mit Anika, Meike und Robin: „Einige Monate in meinem Leben“ von Michel Houellebecq, „Transitmaus“ von Eva Sichelschmidt und „Sonnenstich“ von Tessa Hadley.
    Hilfe, Literatur verschwult unsere Kinder! Ungarn gießt solchen Schwachsinn in Gesetzesform und will, dass Bücher mit queeren Charakteren nur noch einfoliert verkauft werden. Was das mit Julian Reichelt und der AfD zu tun hat, besprechen wir im Vorgeplänkel. Danach brauchen wir dringend einen Beitrag aus der zauberhaften Welt der Intelligenz - naja, zumindest so halb: Der schlaue Moritz von Uslar hat ein Glanzstück aus dem Bereich literarischer Journalismus rausgehauen.
    1 hr 5 min
  • Folge 266: Oh Boy! („Oh Boy: Männlichkeit*en heute“ - Mithu Sanyal, Jayrôme C. Robinet, Kim de l'Horizon, „Für Dancing Boy“ - Sara Johnsen, „Der Kaninchenstall“ - Tess Gunty)

    Ei der Daus, die 3.554.756 (oder mehr) verschiedenen biografischen Details der Autorin und literarischen Kunstfigur Sibylle Berg sind nicht alle faktisch belegbar? Die Neue Zürcher Zeitung hat sich hierzu in eine akribische Investigativrecherche gestürzt – und, oh Wunder, wenig Überraschendes zutage gebracht. Amüsant ist’s allemal, also wünschen wir viel Spaß beim heutigen Vorgeplänkel!

    Dann starten wir durch mit dem Debattenbuch „Oh Boy: Männlichkeit*en heute“, herausgegeben von Donat Blum und Valentin Moritz. Die 18 Beiträge der Sammlung bieten nicht nur einen sehr vielseitigen Blick auf Männerbilder, sondern auch unterschiedliche Textformen inklusive eines Comics. Und wir treffen auf viele wohlbekannte Stimmen (u.a. Kim de l’Horizon, Friedemann Karig, Jayrôme C. Robinet, Philipp Winkler und Mithu Sanyal) – aber reicht das für eine papierstaueske Empfehlung? Wir fällen ein deutliches Urteil.

    Als nächstes stellen wir euch einen Roman aus Norwegen vor: „Für Dancing Boy“ von Sara Johnsen spielt in einer düsteren Zukunft, in der viele Menschen unfruchtbar geworden sind. Nach ihrem Schulabschluss bietet sich Protagonstin Lizz als Leihmutter an. Jahre später führt sie ein hochmodernes Institut zur Befriedigung sexueller Bedürfnisse ihrer Klient*innen, doch ihre eigenen Sehnsüchte bleiben unerfüllt. Ist dieses Buch sexy oder abtörnend? Wir haben das NZZ-mäßig für euch recherchiert!

    Last Exit Nagerheim: In „Der Kaninchenstall“ lässt Tess Gunty die Bewohner*innen des gleichnamigen, schäbigen Apartmentkomplexes in einer sterbenden Stadt zu Wort kommen. Dreh- und Angelpunkt des vielstimmigen Werks ist die 18-jährige Blandine, ihres Zeichens Ökokriegerin und Mysterikerinnenverehrerin. Klingt schräg, hat aber (als Debüt!) direkt den National Book Award 2022 abgeräumt – was wirklich von dem Buch zu halten ist, erfahrt ihr natürlich bei uns!

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Autor*inneninszenierungen
    00:14:46 - "Oh Boy: Männlichkeit*en heute" von Donat Blum und Valentin Moritz
    00:30:51 - "Für Dancing Boy" von Sara Johnsen
    00:44:26 - "Der Kaninchenstall" von Tess Gunty

     

    Buch-Infos:

    Titel: Oh Boy: Männlichkeit*en heute

    Herausgeber: Donat Blum, Valentin Moritz
    Beitragende: Mithu Sanyal, Jayrôme C. Robinet, Kim de l’Horizon, u.v.m.
    Verlag: kanon (2023)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 16,99 €
    Länge: 238 Seiten
    Schlagworte: Textband, Männlichkeit
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3985680665
    Links: Verlag

    Titel: Für Dancing Boy

    Autorin: Sara Johnsen
    Übersetzung: Anja Lerz
    Verlag: Antje Kunstmann (2023)
    Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 20,99 €
    Länge: 320 Seiten
    Schlagworte: Dystopie, Sexualität
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3956145353
    Links: Verlag

    Titel: Der Kaninchenstall

    Autorin: Tess Gunty
    Übersetzung: Sophie Zeitz
    Verlag: KiWi (2023)
    Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 22,99 €
    Länge: 416 Seiten
    Schlagworte: Isolation, Mosaik
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3462003000
    Links: Verlag

     

    Der Beitrag Folge 266: Oh Boy! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    1 hr 2 min
  • Folge 266: Oh Boy! („Oh Boy: Männlichkeit*en heute“, „Für Dancing Boy", „Der Kaninchenstall“)
    In dieser Folge mit Meike, Anika und Robin: „Oh Boy: Männlichkeit*en heute“ von Donat Blum & Valentin Moritz, „Für Dancing Boy“ von Sara Johnsen und „Der Kaninchenstall“ von Tess Gunty.
    Ei der Daus, die 3.554.756 (oder mehr) verschiedenen biografischen Details der Autorin und literarischen Kunstfigur Sibylle Berg sind nicht alle faktisch belegbar? Die Neue Zürcher Zeitung hat sich hierzu in eine akribische Investigativrecherche gestürzt – und, oh Wunder, wenig Überraschendes zutage gebracht. Amüsant ist’s allemal, also wünschen wir viel Spaß beim heutigen Vorgeplänkel!
    1 hr 2 min
  • Folge 265: Bachmannpreis-Extravaganza 2023 (Insa Wilke, Mithu Sanyal, Klaus Kastberger, Laura Leupi, Martin Piekar, Jayrôme C. Robinet, Jacinta Nandi, Valeria Gordeev, Anna Felnhofer)

    Zwölf Lesende, sieben Jurymitglieder, fünf turbulente Tage ganz im Zeichen der Literatur und eure liebsten Podcaster*innen mittendrin: Willkommen zu unserer diesjährigen Bachmannpreis-Extravaganza! In unserer heutigen Folge bekommt ihr alle wichtigen Infos und heißen News plus Gossip und natürlich Meinungen rund um das Wettlesen am Wörthersee. Wir waren für euch vor Ort, dank unserer Steady-Community, die unsere Teilnahme an den 47. Tagen der deutschsprachigen Literatur möglich gemacht hat!

    Wir besprechen die Gewinner*innentexte unter inhaltlichen, literarischen und performativen Aspekten. Natürlich schauen wir auch auf die Reaktionen der neu zusammengesetzten Jury, die in diesem Jahr rasant und mit Freude zum Widerspruch diskutiert hat – teilweise auch mit einem leichten Hang zum Krawall. Freut euch auf Beobachtungen und Meinungen, unter anderem von und mit Martin Piekar, der nicht nur den KELAG-Preis gewonnen hat, sondern auch den Publikumspreis ergattern konnte, und Laura Leupi, Gewinner*in des 3Sat-Preises. Jayrôme C. Robinet und Jacinta Nandi sind beim offiziellen Voting leider leer ausgegangen – unsere Herzen haben sie aber dennoch erobert und deshalb natürlich auch einen Platz in dieser Show! Außerdem sprechen wir mit Klaus Kastberger, Mithu Sanyal und der Juryvorsitzenden Insa Wilke über ihre Eindrücke vom diesjährigen Wettlesen.

    Und das ist noch nicht alles: Alle kompletten Interviews werden wir in den kommenden Wochen unserer Steady-Community zur Verfügung stellen, die bereits von Klagefurt aus mit einer täglichen Bilderschau unserer Erlebnisse verwöhnt wurden. Also, tretet schnell bei, wenn auch ihr #tddl satt genießen wollt!

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    Der Beitrag Folge 265: Bachmannpreis-Extravaganza 2023 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    57 min
  • Folge 265: Bachmannpreis-Extravaganza 2023
    In dieser Folge mit Insa Wilke, Mithu Sanyal, Klaus Kastberger, Laura Leupi, Martin Piekar, Jayrôme C. Robinet, Jacinta Nandi, Robin, Meike und Anika: Der Bachmannwettbewerb 2023.
    Zwölf Lesende, sieben Jurymitglieder, fünf turbulente Tage ganz im Zeichen der Literatur und eure liebsten Podcaster*innen mittendrin: Willkommen zu unserer diesjährigen Bachmannpreis-Extravaganza! In unserer heutigen Folge bekommt ihr alle wichtigen Infos und heißen News plus Gossip und natürlich Meinungen rund um das Wettlesen am Wörthersee.
    57 min
  • Folge 264: Abfahrt ins Alpenland 2.0 („Die Orte, an denen meine Träume wohnen“ - Felwine Sarr, „Die Stadt der Lebenden“-
    In dieser Folge mit Mithu Sanyal, Anika, Meike und Robin: „Die Orte, an denen meine Träume wohnen“ von Felwine Sarr, „Die Stadt der Lebenden“ von Nicola Lagioia und „Der Gemeine Lumpfisch“ von Ned Beauman.
    Wenn diese Zeilen veröffentlicht werden, sitzen wir im Zug nach Klagenfurt: Auf zum Bachmannwettbewerb! Im Vorgeplänkel stimmen wir uns gemeinsam mit Autorin Mithu Sanyal ein, die in diesem Jahr neu in der Jury dabei ist. Außerdem haben wir euch vor unserer Abfahrt ins Alpenland 2.0 noch einen Koffer voll mit Literaturnews dagelassen.
    55 min
  • Folge 264: Abfahrt ins Alpenland 2.0 („Die Orte, an denen meine Träume wohnen“ - Felwine Sarr, „Die Stadt der Lebenden“ - Nicola Lagioia, „Der Gemeine Lumpfisch“ - Ned Beauman)

    Wenn diese Zeilen veröffentlicht werden, sitzen wir im Zug nach Klagenfurt: Auf zum Bachmannwettbewerb! Im Vorgeplänkel stimmen wir uns gemeinsam mit Autorin Mithu Sanyal ein, die in diesem Jahr neu in der Jury dabei ist. Außerdem haben wir euch vor unserer Abfahrt ins Alpenland 2.0 noch einen Koffer voll mit Literaturnews dagelassen: T.C. Boyle kann gar nicht auf die Deutsche Bahn (unser Urteil: pending…), der Orwell Prize dafür umso mehr auf Tom Crewe und: JUHU, es gibt schon wieder Neues vom Heinzer! Heinz Strunk, Olli Schulz, Mickie Krause und andere ballern demnächst in der Schinkenstraße!

    Unser erster Roman führt uns in den Senegal: Dort wird Schreiner Fodé mit der mystisch-spirituellen Kultur seiner Heimat vertraut gemacht. Zwillingsbruder Bouhel hat es nach Frankreich verschlagen. Beim Studium verliebt er sich in Polin Ulga, doch das Glück ist nicht von Dauer. In seinem Debütroman „Die Orte, an denen meine Träume wohnen“ lässt Felwine Sarr zwei Brüder im Unglück wieder zueinander finden – ob uns dieses lyrische Familiendrama gefällt, klären wir einstimmig!

    Nächste Station Rom: Dort sorgte 2016 ein besonders brutaler Mord für Schlagzeilen. Zwei junge Männer aus bürgerlichen Verhältnissen folterten im Drogenrausch einen Dritten und quälten ihn zu Tode. Nicola Lagioia hat das Verbrechen in seinem neusten Buch „Die Stadt der Lebenden“ nachrecherchiert. Das Werk klingt nach einer Verneigung vor Truman Capotes Genreklassiker „Kaltblütig“ – wie die italienische True-Crime-Version im direkten Vergleich abschneidet, erfahrt ihr natürlich bei uns.

    Zum Abschluss machen wir uns auf in eine Zukunft, in der viele Spezies immer schneller aussterben. Dabei spielt „Der gemeine Lumpfisch“ eine entscheidende Rolle im großen Wettstreit zwischen Artenvernichter*innen und -schützer*innen – soweit das Setting von Ned Beaumans dystopischem Klimathriller. Was hat der rasante Wissenschaftsroman sonst noch zu bieten? Wir werfen unsere Angeln aus!

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Mithu Sanyal über den Bachmannpreis, T. C. Boyle vs. Deutsche Bahn, Orwell Prize für Tom Crewe, Heinz Strunks neue Serie
    00:11:38 - "Die Orte, an denen meine Träume wohnen" von Felwine Sarr
    00:26:56 - "Die Stadt der Lebenden" von Nicola Lagioia
    00:38:43 - "Der Gemeine Lumpfisch" von Ned Beauman

     

    Buch-Infos:

    Titel: Die Orte, an denen meine Träume wohnen

    Autor: Felwine Sarr
    Übersetzung: Doris Heinemann
    Verlag: S. Fischer (2023)
    Preis (Buch/eBook): 24,00 € / 18,99 €
    Länge: 192 Seiten
    Schlagworte: Mystik, Bruderschaft
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3103971750
    Links: Verlag

    Titel: Die Stadt der Lebenden

    Autor: Nicola Lagioia
    Übersetzung: Verena von Koskull
    Verlag: btb (2023)
    Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 18,99 €
    Länge: 512 Seiten
    Schlagworte: True-Crime, Reportage-Roman
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3442759606
    Links: Verlag

    Titel: Der Gemeine Lumpfisch

    Autor: Ned Beauman
    Übersetzung: Marion Hertle
    Verlag: liebeskind (2023)
    Preis (Buch/eBook): 24,00 € / 18,99 €
    Länge: 384 Seiten
    Schlagworte: Klimadystopie, Artensterben
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3954381586
    Links: Verlag

     

    Der Beitrag Folge 264: Abfahrt ins Alpenland 2.0 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    55 min

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