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Heute ist es soweit: Während die mediale Marketingschlacht weiter tobt, sprechen wir doch tatsächlich über die literarische Qualität von Stuckrad-Barres neuem Roman! Crazy! Doch vorher erklärt uns noch der wunderbare Dr. Erik Harms-Immand, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung im Saarland, wie Ihr bundesweit vom kuratierten Buchprogramm der Zentralen profitieren könnt. Schließlich braucht die Demokratie gut informierte Bürger*innen – was uns dann wieder direkt zur ersten Rezension dieser Folge führt.
Im superfiktiven Roman „Noch wach?“ von Benjamin von Stuckrad-Barre findet sich ein superfiktiver Erzähler (BvSB) in einer dysfunktionalen Dreiecks-Bromance mit dem superfiktiven Chef eines Fernsehsenders (Döpfner), der seine Gunst auch an einen superfiktiven, fiesen Chefredakteur (Reichelt) verschenkt. Die mediale Hypemaschine eskaliert, aber taugt der Text literarisch etwas? Wir klären auf!
In „Noch wach?“ kommt ein (sicher ebenfalls superfiktiver) Regisseur namens David Schalko vor – und siehe da, ein Regisseur und Autor gleichen Namens hat gerade ebenfalls einen neuen Roman veröffentlicht! „Was der Tag bringt“ ist eine ambitionierte Abstiegsgeschichte (ja-ha!), die hinterfragt, wie Arbeit und Identität zusammenhängen. Surrealismus ist ein gefährliches Game – gewinnt Schalko? Wir haben Meinungen.
Und zu guter Letzt sprechen wir über ein politisches Sachbuch, das in den USA als Sensation gefeiert wurde: Isabel Wilkerson, die als erste afroamerikanische Frau mit dem Pulitzer-Preis für Journalismus ausgezeichnet wurde, untersucht in „Kaste“ die Struktur, die Machtverhältnisse in Gesellschaften sichert. Dabei geht es nicht nur um Indien, sondern auch um Kastensysteme in den USA und im Dritten Reich – und die gezeigten Mechanismen reichen weit über diese Beispiele hinaus.
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Titel: Noch wach?
Titel: Was der Tag bringt
Titel: Kaste
Der Beitrag Folge 255: Der traurige Spamclown erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Es nimmt kein Ende: Im Vorgeplänkel widmen wir uns erneut der fortlaufenden medialen Seifenoper rund um Springervorstand Mathias Döpfner, Autor Benjamin von Stuckrad-Barre und Ex-Bildchef Julian Reichelt. Im Mittelpunkt stehen heute Döpfners geleakte Privatnachrichten mit verstörenden Inhalten sowie Stuckrad-Barres neues Buch mit Bezügen auf seinen Ex-Kumpel Döpfner, für das der Verlag exklusive Rezensionsverträge geschlossen hat – wir haben die heißen Infos dazu!
Dann widmen wir uns dem Remix eines Klassikers: In ihrem neusten Roman „Empusion“ knöpft sich Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk den „Zauberberg“ von Thomas Mann vor. Auch in ihrer Version steigt ein Ingenieur aus gesundheitlichen Gründen in einem Sanatorium ab und philosophiert mit seinen Mitpatienten in den Tag hinein. Im Gegensatz zu Mann gibt Tokarczuk in ihrem Buch auch Frauen ein Profil und würzt ihre Erzählung mit echten misogynen Äußerungen bekannter Persönlichkeiten. Ist das ein großer feministischer Spaß oder doch eher die vom Untertitel angedrohte „natur(un)heilkundliche Schauergeschichte“? Wir haben eine eindeutige Meinung!
Wie entstehen und funktionieren patriarchale Systeme und welche Alternativen gibt es bei Mensch und Tier? Die britische Journalistin Angela Saini hat zu diesen Fragen Fakten aus verschiedenen wissenschaftlichen Forschungsrichtungen zusammengetragen. In „Die Patriarchen“ erzählt sie unter anderem davon, wie politische Systeme und Religionen Frauen bewusst klein halten und welche Verbindungen zwischen Zwangsehen und Sklaverei bestehen. Wir debattieren, ob sich dieser literarische Ritt durch den Geschlechterkampf lohnt.
Lana Bastašić meldet sich zurück: Ihr neues Buch „Mann im Mond“ ist eine Sammlung von zwölf Erzählungen aus kindlicher Perspektive. Doch die Geschichten sind alles andere als nostalgische Erinnerungen an unbeschwerte Jugendtage, denn alle Protagonist*innen werden auf unterschiedliche Arten missbraucht, gequält oder klein gehalten. Ist diese Zusammenstellung auf die gute oder erschreckende Art verstörend? Auch hierzu fällen wir ein klares Urteil!
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Titel: Empusion
Titel: Die Patriarchen
Titel: Mann im Mond
Der Beitrag Folge 254: Zauberberg 2 – Jetzt noch bergiger! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
JETZT FREI VERFÜGBAR: Island hat eine sehr alte Erzähltradition, und viele Originalmanuskripte der alten Sagen, die bis ins 13. Jahrhundert zurückdatieren, sind bis heute erhalten. Gísli Sigurðsson ist Research Professor am Árni Magnússon Institut der Universität von Island und nicht nur DER Experte für die mittelalterlichen isländischen Sagas, sondern auch Bewahrer der alten Manuskripte. Im heutigen Interview erzählt er uns, wie die alten Schriften erst von der dänischen Kolonialmacht verwahrt und nach der Unabhängigkeit Islands wieder nach Hause kamen, warum die Sagas noch heute eine so große Bedeutung für isländische Autor*innen haben und warum die Nazis eine ähnliche Tradition in Deutschland unmöglich gemacht haben.
Der Beitrag Interview: Prof. Gísli Sigurðsson erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Der Nachrichtenblock heute als Seifenoper im Fortsetzungsmodus: Benjamin von Stuckrad-Barre spielt ganz großes Marketingtennis und schmeißt mit Promikonfetti – wir rezensieren die Werbekampagne zu seinem neuen Roman „Noch wach?“, der in Bälde erscheint. Außerdem: Sex-Michi vor Gericht – die Skandalnudel des französischen Literaturbetriebs, Michel Houellebecq, klagt gegen seinen eigenen Porno. Wir klären auf!
Jede Menge Fleischlichkeit gibt’s auch in unserer ersten Neuerscheinung: Jennifer Beagins „Big Swiss“ erzählt von einer Mittvierzigerin, die als Assistentin eines dubiosen Sexcoachs dessen Therapiesitzungen transkribiert – und mit einer Klientin eine Affäre beginnt. Gentrifizierungskritik, Traumabewältigung und jede Menge exzentrische Volten sind zweifellos vorhanden, die Verfilmung ist schon in der Pipeline, aber ist der Roman auch papierstau-zertifiziert?
Der niederländische Autor Valentijn Hoogenkamp präsentiert in seinem intensiven, psychologischen Werk „Ich und Louis Claus“ eine ungewöhnliche Liebesgeschichte: Eine 14-jährige Außenseiterin verliebt sich in einen Mitschüler, bis ein schreckliches Ereignis das Paar auseinander reißt. 15 Jahre später treffen sie sich wieder und sehen sich einer (vermeintlich) völlig neuen Realität gegenüber.
Und zu guter Letzt hinterfragen wir das „Mindset“ von Debütautor Sebastian Hotz: Der Twitterking und Böhmermann-Spezi schreibt in seinem Buch über einen glücklosen Angestellten, der einem Internet-Erfolgscoach auf den Leim geht. Hätten hier auch 280 Zeichen ausgereicht? Wir diskutieren!
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Titel: Big Swiss
Titel: Ich und Louis Claus
Titel: Mindset
Der Beitrag Folge 253: Na, ihr Hasen!? erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Papierstau Podcast on the road, präsentiert von unserer Steady-Community! Eure liebsten Podcastgesichter haben sich in ihre dicksten Parkas eingemummelt und sind ins Land der Sagas und Surrealist*innen gereist, um herauszufinden, warum es in Island die höchste Schriftsteller*innendichte der Welt gibt! Mit Sagaexperte Prof. Gísli Sigurðsson, der zehn isländische Mona Lisas bewacht, haben wir über die Ursprünge der nordischen Literaturtradition, Richard Wagner und dänischen Kolonialismus gesprochen. Die feministische Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Auður Ava Ólafsdóttir hat uns in ihrem Esszimmer von der Emanzipation der Geschichtenerzählerinnen, der politischen Macht des Schwimmbads und von den Ursprüngen der isländischen Fortschrittlichkeit erzählt. Und Jón Gnarr – Schriftsteller, Schauspieler, Ex-Bürgermeister und Universalkünstler – hat uns verraten, wie man mit Hilfe des surrealistischen Manifests Wahlen gewinnt und wie man Nicht-Leser*innen dazu verführt, mehrteilige Literaturprojekte über toxische Männlichkeit zu verschlingen. Außerdem geht es um Schwäne, Halldór Laxness, Unisextoiletten, Sjón und Tattoomotive – wer nicht einschaltet, ist selbst Schuld!
Der Beitrag Folge 252: Island Spezial erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Der Jetset-Podcast ist zurück aus Reykjavik, und bevor die Weltöffentlichkeit heißen Content aus dem kalten Land der Sagas genießen darf – präsentiert von unserer Steady-Community, die unsere Show möglich macht! -, gibt es heute nochmal eine reguläre Show voller Neuerscheinungen auf die Ohren!
Los geht’s mit Verena Keßlers neuem Roman „Eva“, einem Text über Mutterschaft und die Klimakrise. Darin treffen wir eine Klimaaktivistin und zwei Schwestern, die ganz unterschiedliche Einstellungen zu Kindern an den Tag legen – wer hat Recht? Und kann Keßler, die sogar schon einmal in unserer Sendung zu Gast war, die kritische Podcastcrew überzeugen?
Dann wagen wir einen Roadtrip mit Chris und Kolja a.k.a. „Koller“: Das queere Duo hat sich gerade erst kennengelernt und reist nun durch Nordrhein-Westfalen und die eigenen Kindheitstraumata. Was Annika Büsings Story mit Brandzeichen, Therapiepferden und Pfirsichkaugummis zu tun hat – wir klären auf!
Zu guter Letzt begeben wir uns nach Frankreich: Rund 20 Jahre nach Erstveröffentlichung erscheint Mathias Énards Debütroman „Der perfekte Schuss“ erstmals auf Deutsch. Darin erzählt der mittlerweile international renommierte Goncourt-Preisträger von einem Scharfschützen, der sich verliebt. Ist das die literarische Antwort auf die Filmströmung der New French Extremity? Wir klären auf!
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Titel: Eva
Titel: Koller
Titel: Der perfekte Schuss
Der Beitrag Folge 251: 1€ in die Almankasse erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Euer Lieblingspodcast ist in Feierlaune! Das liegt nicht nur daran, dass wir heute die 250. Folge Papierstau zelebrieren, wir haben noch weitere spannende Neuigkeiten: Wenn diese Show online geht, sind wir unterwegs nach Island – mehr verraten wir im Vorgeplänkel! Zu verdanken haben wir diese literarische Reise unserer weltbesten Steady-Community, und in der heutigen Sonderfolge stimmen wir uns mit ausgewählter politischer Literatur aus und über Island ein.
Den Auftakt macht der bislang einzige isländische Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness. In „Atomstation“ schildert er die politisch brisante Situation des Landes nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Die Unabhängigkeit von Dänemark ist noch ganz frisch, als die USA auf der Insel einen Militärstützpunkt errichten möchten – viele Bewohner*innen sind alles andere als begeistert. Mitten in dieser Gemengelage zieht die junge Ugla aus dem ländlichen Norden nach Reykjavík und findet sich mitten im Weltgeschehen wieder.
Auch in „Miss Island“ von Auður Ava Ólafsdóttir verschlägt es eine junge Isländerin in die Hauptstadt. 1963 möchte Hekla in Reykjavík Schriftstellerin werden, doch ältere Herren raten ihr stattdessen tätschelnd zu einer Teilnahme am titelgebenden Schönheitswettbewerb. Auch Heklas jung verheiratete Freundin und ihr schwuler Freund versuchen, sich einen Platz in der konservativen Gesellschaft zu erkämpfen.
Jón Gnarr ist als Autor, Komiker, Politiker und vor allem einzigartiger Exbürgermeister von Reykjavík bekannt. In seiner Jugend war er ein anarchistischer Punk, mit dem seine Eltern nicht mehr zurechtkamen. In „Der Outlaw“, dem dritten Teil seiner autobiografischen Reihe, erzählt Jón Gnarr von seinen wilden Jugendjahren zwischen Erziehungsanstalt, Drogenrausch und Penisverkrümmung.
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Titel: Atomstation
Titel: Miss Island
Titel: Der Outlaw
Der Beitrag Folge 250: A Song of Ice and Land erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
JETZT FREI FÜR ALLE: Heute spaziert der österreichische Autor Tonio Schachinger durch die härteste Tür im Podcast-Business! In seinem neuen Roman „Echtzeitalter“ geht es um den Wiener Eliteschüler Till, der Freiheiten in autoritären Strukturen sucht. Was das mit dem Ibiza-Skandal, Ödön von Horváth, Videospielen und der Macht der Literatur zu tun hat, erzählt er uns im Interview.
Der Beitrag Interview: Tonio Schachinger erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Der Preislistenpodcast eures Vertrauens läutet die neue Saison der Buchpreise ein! Zum Auftakt knöpfen wir uns die Longlist des Women’s Prize for Fiction vor: Sind die von uns gehandelten Namen in der Auswahl? Und wenn nicht, wer dann? Außerdem spekulieren wir über die Longlist des International Booker Prize, die bei Erscheinen dieser Folge bereits verkündet wurde.
Dann reisen wir nach Österreich, wo Schüler Till in einer Eliteschule zu einem stromlinienförmigen Mitglied der Wiener Oberschicht herangezogen werden soll. Doch er spielt lieber „Age of Empires 2“ und steht autoritären Tendenzen in Schule, Politik und Geschichte skeptisch gegenüber. Um welche Form der Bildung geht es in diesem (Anti-)Bildungsroman? Das klären wir mit dem Autor Tonio Schachinger höchstpersönlich, denn er hat mit uns über sein zweites Buch „Echtzeitalter“ gesprochen.
Nächste Station ist ein Kinderheim in den USA: Dort freunden sich Twyla und Roberta miteinander an. Eine von beiden ist weiß, die andere schwarz, doch Autorin Toni Morrison lässt offen, welches Mädchen welche Hautfarbe hat. Es liegt an den Leser*innen, mögliche Hinweise zu deuten. Wie hat die Literaturnobelpreisträgerin das in ihrer jetzt erstmals auf Deutsch erschienenen Erzählung „Rezitativ“ genau umgesetzt? Wir gehen den Spuren ganz genau nach.
Zum Abschluss geht’s auf die Straßen einer nicht näher benannten nordamerikanischen Stadt. Dort ist Damani Tag und Nacht für einen Fahrdienst unterwegs, doch das Geld ist immer knapp. Ablenkung verspricht die Begegnung mit der weißen, wohlhabenden Jolene, die für Unruhe in Damanis Umfeld sorgt. „Dein Taxi ist da“ heißt das Debüt von Priya Guns, und ob wir da einsteigen oder lieber die Öffis nehmen, klären wir gewohnt #papierstauesk.
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Titel: Echtzeitalter
Titel: Rezitativ
Titel: Dein Taxi ist da
Der Beitrag Folge 249: Humoresk Harassed erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Papierstau Podcast meldet sich am Weltfrauentag mit einem feministischen Vorgeplänkel: Wie in der letzten Folge von uns orakelt, dreht sich Benjamin von Stuckrad-Barres neuer Roman „Noch wach?“ um #metoo in der Medienbranche – wir haben die neusten Infos. Außerdem: Das Sachbuch „Alte weise Männer“ von Franca Lehfeldt und Nena Brockhaus beleidigt unsere Intelligenz – wir haben Meinungen.
Dann geht’s los mit einem epischen Roman über drei Freund*innen, die ein Videospiel-Imperium gründen: „Morgen, morgen und wieder morgen“ von Gabrielle Zevin feiert das Geschichtenerzählen und den homo ludens, also die Rolle des Spielens für Kommunikation und Gesellschaft. Wir nehmen den Bestseller aus den USA genauer unter die Lupe.
„Girlcrush“ von Florence Given gibt Euren liebsten Podcastnasen Rätsel auf: Die Protagonistin trennt sich von ihrem nutzlosen Boyfriend, outet sich betrunken im Internet als bisexuell und wird berühmt – aber, Überraschung, der Ruhm hat seinen Preis. Was hat sich Givens bei diesen Figuren wohl gedacht? Wir diskutieren.
Und wir haben noch eine Frau, die sich trennen will, im Gepäck: Julia Schoch beleuchtet in „Das Liebespaar des Jahrhunderts“ das Innenleben einer Beziehung und legt frei, was gerne mal verborgen bleibt. Ob das ein Contestant für den Deutschen Buchpreis ist?
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Titel: Morgen, morgen und wieder morgen
Titel: Girlcrush
Titel: Das Liebespaar des Jahrhunderts
Der Beitrag Folge 248: Rückwärts durch die Hecke erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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