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Im Vorgeplänkel fassen wir den orakelnden Stand einer aktuellen Mediendebatte zusammen: Es wird gemunkelt, bei dem im April erscheinenden neuen Werk von Benjamin von Stuckrad-Barre handele es sich um einen Schlüsselroman über die deutsche Verlagslandschaft – mit Stuckis ehemaligem Kumpel und Springerchef Mathias Döpfner im Mittelpunkt. Wir hoffen auf gut erzähltes Insiderwissen und eine weitere Aufarbeitung der Julian-Reichelt-Affäre @ BILD!
Ungesunde Männlichkeitsbilder plagen auch den Protagonisten in Frédéric Schwildens Debüt „Toxic Man“: Der Tod seines Vaters bringt den namenlosen Endzwanziger dazu, traumatische Erlebnisse aus seiner Kindheit zu hinterfragen. Der steigende Druck führt bei dem überforderten Fotografen zur Selbstverletzung – welche Gefühle der Roman bei uns auslöst und warum, darüber klären wir ausführlich auf.
Als nächstes machen wir einen Abstecher nach Japan: Dort spielt Yoko Ogawas „Das Museum der Stille“. Ein junger Mann soll in einem mysteriösen Dorf Erinnerungsstücke verstorbener Bewohner*innen bewahren und weitere sammeln. Uns erinnert das an Bücher der Autorin mit sehr ähnlicher Thematik. Ob der Roman trotzdem überzeugt? Den Vergleich gibt’s bei uns!
Zum Abschluss legt Arthur, Hauptcharakter in Victor Jestins zweitem Buch, noch eine richtig flotte Sohle aufs Parkett: Denn nur in einem Nachtclub kann sich „Der Tanzende“ auf andere Menschen einlassen. Außerhalb der Disco ist Arthur zu sozialen Kontakten kaum fähig und leidet unter beständiger Einsamkeit. Wie gut passen Daft Punk und Melancholie zusammen? Wir schauen und hören ganz genau hin!
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Titel: Toxic Man
Titel: Das Museum der Stille
Titel: Der Tanzende
Der Beitrag Folge 247: Döpfnerdämmerung erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Im Vorgeplänkel feiern wir unsere eigene Berlinale: Das Duo Finsterwalder/Kracht liefert mit dem Kinofilm „Sisi & Ich“ eine feministische Gegenerzählung zum dominierenden Kaiserinnen-Kitsch, der Roman „Daisy Jones & the Six“ geht in Serie und das Sachbuch „Meet Me in the Bathroom“ wird zur Doku – wir haben die Infos!
Dann geht’s los mit Percival Everetts Satire „Die Bäume“ (unserer Community aufgrund unserer Booker-Berichterstattung bereits bestens bekannt!). Darin geht es um mysteriöse Morde an Rednecks aus Mississippi, deren Familien mit dem Lynching des 14-jährigen Emmett Till in den 50ern zu tun hatten. Ist das literarische Horror-Blaxploitation oder ein buchgewordener Film von Jordan Peele? Wir klären auf!
Als nächstes erinnern wir uns zurück an einen anderen Booker-Bewerber: Den Sieg von „Shuggie Bain“ hatten wir 2020 bereits vor Veröffentlichung der Longlist vorausgesagt. Jetzt ist Douglas Stuarts neuer Roman auf Deutsch erhältlich: Ist der titelgebende „Young Mungo“, ein homosexueller Teenager mit einer alkoholkranken Mutter, etwa ein Doppelgänger von Shuggie? Wir investigieren!
Und zu guter Letzt geht’s um ein Debüt: Die Psychologin Theresa Pleitner, die einst in einer Flüchtlingsunterkunft arbeitete, schreibt in „Über den Fluss“ – you guessed it! – über eine Psychologin, die in einer Flüchtlingsunterkunft arbeitet. Wie schlägt sich die junge, idealistische Protagonistin im dauerhaften Ausnahmezustand? Und ist das Buch nur gut gemeint oder auch gut gemacht? Wir klären auf!
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Titel: Die Bäume
Titel: Young Mungo
Titel: Über den Fluss
Der Beitrag Folge 246: Des Frohsinns fette Beute erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Schon zum zweiten Mal spaziert Clemens J. Setz mit Leichtigkeit durch die härteste Tür im Podcast-Business: Der von uns gefeierte Büchner-Preisträger spricht im Interview über seinen brandneuen Roman „Monde vor den Landung“, in dessen Mittelpunkt ein von den Nazis verfolgter Alternativwelttheoretiker steht. Warum das real existierende historische Vorbild eine Art Kanye West aus Worms war, was es mit der Faszination von Verschwörungstheorien auf sich hat und warum man im Saarland so toll Kokain schmuggeln kann, das erfahrt Ihr in unserem Gespräch!
Der Beitrag Interview: Clemens J. Setz erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Wir starten mit einem bunten Newsticker im Vorgeplänkel! Jubel in Finnland: Sofi Oksanen bekommt den Usedomer Literaturpreis – Entsetzen in Frankreich: Michel Houellebecq wehrt sich gegen angebliche Falschbehauptungen im Porno – Animal Farm in Simbabwe: „Glory“ von NoViolet Bulawayo erscheint auf Deutsch.
Dann geht es direkt zu einer heiß ersehnten Neuerscheinung! Mit „Monde vor der Landung“ legt Clemens J. Setz nach fast acht Jahren endlich wieder einen Roman vor. Im Mittelpunkt steht eine schillernde Gestalt der jüngeren Geschichte: Peter Bender, der seit den 1920 Jahren als vehementer Verfechter der sogenannten Hohlwelttheorie auftrat. Was trieb den Mann an und welcher Zusammenhang besteht zu Kanye West? Das und mehr klären wir – unter anderem mit dem Autor persönlich!
Mit „Die Goldene Höhle“ gibt Philosophieprofessor Cătălin Partenie seinen Einstand als Romanautor. Im titelgebenden Unterschlupf treffen sich 1988 drei Freund*innen, um bei Musik und mühsam erbeutetem Essen dem tristen Alltag in Rumäniens Diktatur zu entfliehen. Ob uns dieser osteuropäische Coming-of-Age-Roman überzeugen kann? Wir haben drei deutliche Meinungen zu bieten!
Zum Abschluss reisen wir in die Schweiz, wo eine ganze Familie unter dem gewalttätigen Vater leidet. „Lieblingstochter“ erzählt von brutalen und eigentlich offensichtlichen Misshandlungen – und einem Dorf, das wegschaut. Solltet ihr einen genaueren Blick auf das Debüt von Sarah Jollien-Fardel werfen? Auch das erfahrt ihr in unserer neuen Folge!
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Titel: Monde vor der Landung
Titel: Die Goldene Höhle
Titel: Lieblingstochter
„Manipulated Minds“, Sofi Oksanens Essays zur „Finlandisation“ (englisch)
Der Beitrag Folge 245: Ab an die Landstraße erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die drei Oberstyler vom anekdotenlastigen Pornopodcast sind zurück und haben sexy News im Gepäck: Unser Buchmessenbuddy Ferdinand Schmalz hat sehr zu Recht den Arthur-Schnitzler-Preis gewonnen – wir gratulieren! Und: Die feministische nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie modelt jetzt für Dior – wir investigieren! Und dann: Der exzentrische französische Schriftsteller Michel Houellebecq hat angeblich auch einen neuen Nebenjob, nämlich als Pornodarsteller: Wir eskalieren!
Die erste Neuerscheinung der Woche kommt von Virginie Despentes, deren Subutex-Trilogie im papierstauesken Legenden-Regal einen Ehrenplatz hat. „Liebes Arschloch“ ist ein – haltet Euch fest! – postmoderner Briefroman über Geschlechterrollen und die Kraft der Kommunikation, niedergeschrieben in Despentes-typischer auf-die-zwölf-Manier.
Von verbaler geht’s zu körperlichen Randale: Jan Carson erzählt in „Firestarter“ davon, wie sich die Gewalt im Nordirlandkonflikt über Generationen weitervererbt. Wie kann der Teufelskreis gestoppt werden, wo liegt die persönliche Verantwortung der Protagonisten?
Und wir bleiben in Irland: Claire Keegan erzählt in ihrer Kurzgeschichte „Das dritte Licht“ aus Sicht eines Mädchens aus ärmlichen Verhältnissen von einem Sommer bei liebevollen Pflegeeltern. Die Verfilmung ist derzeit für einen Oscar nominiert.
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Titel: Liebes Arschloch
Titel: Firestarter
Titel: Das dritte Licht
Der Beitrag Folge 244: Make Literatur sexy again erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Vorhang auf für ein spannendes und vielfältiges Genre: In der heutigen Sonderfolge befassen wir uns mit dem Thema „Literarischer Journalismus“! Das theoretische Gerüst liefert unter anderem eine neue, gleichnamige Ausgabe der „Edition TEXT+KRITIK“, herausgegeben von Erika Thomalla. Der Sonderband behandelt Geschichte, Ausrichtungen und Besonderheiten dieser Textform – und wir haben nicht nur Meinungen, sondern auch exklusive Hot Takes zu bieten!
Dazu klären wir wichtige Fragen im Zusammenhang mit dem literarischen Journalismus, der über reines Faktenerzählen hinausgeht und die schreibende Person mit den jeweiligen Erfahrungen und Schwerpunkten einbezieht. Ist komplette Objektivität (so) möglich oder überhaupt erstrebenswert? Wo hört die Kunst auf, wo fängt die Fälschung an? Warum ist Moritz von Uslar so viel besser als Tom Kummer? Was haben unsere anderen liebsten Popliteraten mit alldem zu tun und welche eigenen Erfahrungen aus dem Medienzirkus können eure drei Podcastnasen noch beisteuern? Das und mehr klären wir in unserer heutigen Sonderfolge, die gewohnt papierstauesk daherkommt – das solltet ihr nicht verpassen!
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Titel: Literarischer Journalismus
Titel: Rohstoff Elements
Titel: Hell’s Angels
Titel: Deutschboden: Eine teilnehmende Beobachtung
Der Beitrag Folge 243: Literarischer Journalismus erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Der Preislistenpodcast munitioniert sich für die diesjährigen Diskussionen über Qualitätsmaßstäbe in der Gegenwartsliteratur: Popliteraturtheoriepapst Moritz Baßler hat mit „Populärer Realismus: Vom International Style gegenwärtigen Erzählens“ eine Bestandsaufnahme feat. Sanyal, Krusche, Kracht etc. rausgehauen, und wir haben Meinungen!
Dann geht’s ab nach „Lapvona“, dem titelgebenden Mittelalterdorf in Ottessa Moshfeghs neuem Roman. Dort wird Hirtensohn Marek vom lokalen Despoten aufgenommen und erlebt vor gar grausamer Kulisse allerlei Abenteuer. Was wir von Moshfeghs neuem Ausflug in die Welt des Grotesken und Ekelhaften halten, erfahrt Ihr in dieser Folge!
Die schwedische Autorin Karin Smirnoff bastelt derzeit an der neuesten Millennium-Trilogie, wir haben derweil ihren Roman „Wunderkind“ im Programm, der druckfrisch auf Deutsch erschienen ist. Darin treffen wir das talentierte Mädchen Agnes, das den Misshandlungen seiner Mutter entkommen will – doch wem kann sie vertrauen?
Und zu guter Letzt geht es um Sunjeev Sahotas dritten Roman „Das Porzellanzimmer“, der die Geschichte der 15-jährigen Mehar erzählt, die im ländlichen Punjab an einen von drei Brüdern verheiratet wird. Jahrzehnte später reist ihr Urenkel aus England zurück nach Indien, um der eigenen Familiengeschichte auf den Grund zu gehen. Ob der Text zu Recht für den Booker Prize nominiert wurde, erfahrt Ihr in unserer Show!
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Titel: Populärer Realismus
Titel: Lapvona
Titel: Wunderkind
Titel: Das Porzellanzimmer
Der Beitrag Folge 242: Ich leb‘ nur noch durch Zynismus erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Royale News im Vorgeplänkel: Wir sprechen über „Reserve“, die Biographie von Prinz Harry (ghostwritten von Pulitzer-Preisträger J. R. Moehringer). Aber uns interessiert nicht der inhaltliche Klatsch, wir schauen auf die mediale Rezeption und die gesellschaftlichen Diskussionen, die das Buch ausgelöst hat.
Dann starten wir mit einer Neuerscheinung, auf die wir lange gewartet haben: „The Shards“, der erste Roman von Bret Easton Ellis nach 13 Jahren, entführt uns ins L.A. der 1980er Jahre. Dort wohnt eine Clique verwöhnter Teenager, die das letzte Schuljahr desinteressiert mit Drogen, Sex und Partys ausklingen lässt – bis ein Serienmörder die Szene betritt. Der 17-jährige Protagonist Bret Ellis scheint als Einziger zu merken, in welcher Gefahr die Jugendlichen schweben… Zu den knapp 800 Seiten pseudo-autofiktionaler Erzählung haben wir Meinungen und Hot Takes am Start!
Nach Putins Annexion der Krim reist Viktoria Belim zurück in ihr Geburtsland Ukraine. Sie will ihre Familiengeschichte ergründen und herausfinden, warum ihr Urgroßonkel spurlos verschwand. Auf ihren Recherchen in Dörfern und Städten trifft sie auf eine vielfältige Gesellschaft, die bereits vom Krieg gezeichnet ist. Bieten diese persönlichen Erinnerungen auch Hintergründe zur aktuellen politischen Lage? Wir klären auf!
In ihrem dritten Roman „Die Inkommensurablen“ schildert Raphaela Edelbauer die Geschehnisse während 36 geschichtsträchtiger Stunden: Kurz bevor das deutsche Ultimatum ausläuft und der Erste Weltkrieg Fahrt aufnimmt, treffen in Wien drei junge Menschen aufeinander. Sie erleben eine Stadt, die sich im kollektiven Kriegstaumel befindet. Und nicht nur das: Vom Frauenwahlrecht und queerem Untergrund bis zu Massensuggestion und höherer Mathematik – in diesem historischen Roman sind viele Themen vereint. Ob diese Mischung gelungen ist? Wir fällen ein einstimmiges Urteil!
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Titel: The Shards
Titel: Rote Sirenen
Titel: Die Inkommensurablen
Der Beitrag Folge 241: Thank you to the Academy erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
JETZT FREI FÜR ALLE: Die junge Londoner Autorin Maddie Mortimer hat mit ihrem Debüt „Atlas unserer spektakulären Körper“ weltweit für Aufsehen gesorgt: Der mutige Roman erzählt die Geschichte der jungen Mutter Lia, die an Krebs stirbt – und eine der Erzählstimmen berichtet aus der Ich-Perspektive aus dem Inneren ihres Körpers. Der Kampf um die Erzählhoheit wird zum Kampf um Leben und Tod, und die Sprache tanzt und windet sich in typografischen Experimenten auf den Seiten. Was Maddie zu dieser außergewöhnlichen Erzählweise inspiriert hat und was das Buch mit ihrer eigenen Mutter zu tun hat, das erfahrt Ihr in unserem Interview!
Der Beitrag Interview: Maddie Mortimer erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Neues aus Klagenfurt: Der Preispodcast der Herzen hat die heißesten News rund um den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis und gibt Tipps für den Aufstieg in den deutschsprachigen Literatur-Olymp! Außerdem: Exclusives in der Steady-Community enthüllen den Zusammenhang zwischen Autorin Maddie Mortimer und Soziologie-Babo Theo Adorno.
Dann satteln wir den Elch und reiten nach Finnland: „Baby Jane“, ein Frühwerk der skandinavischen Literatursensation Sofi Oksanen, ist nun auch auf Deutsch erhältlich, und unsere Hot Takes stellen jede Sauna in den Schatten. Die Geschichte, in deren Mittelpunkt eine toxische lesbische Beziehung steht, diskutiert Depressionen, Angststörungen, Gewalt, Armut, Abhängigkeit – wir diskutieren mit!
Heiße junge Dudes bringen Klicks! Das weiß auch Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux (bitte nicht canceln, wir machen doch nur Spaß!): In ihrem neusten Werk „Der junge Mann“ geht es um eine Frau Mitte 50, die ein Verhältnis mit einem 30 Jahre Jüngeren beginnt. So manchem alten weißen Feuilleton-Mann ist bei der Lektüre schon das Monokel aus dem Gesicht gefallen, aber der sexpositive Chillax-Podcast schaut sich das schmale Büchlein mal ganz entspannt an.
Und zu guter Letzt reisen wir mit Jón Kalman Stefánsson in die isländischen Westfjorde: Der Erzähler von „Dein Fortsein ist Finsternis“ wacht ohne Gedächtnis in einer Kirche auf und wird sodann von einem göttlichen Teufel durch die Region chauffiert, auf dass er die Geschichten der Bewohner*innen aufs Papier bringe. Klingt abgefahren? Dann wartet mal, bis wir auf den Riesen mit Kierkegaard-Expertise, die regenwurmaffine Bäuerin und den moralisch fragwürdigen Pfarrer zu sprechen kommen!
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Titel: Baby Jane
Titel: Der junge Mann
Titel: Dein Fortsein ist Finsternis
Der Beitrag Folge 240: Sugarrobin erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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