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Vor rund zwanzig Monaten, im Januar letzten Jahres, gab der chinesische Staatspräsident Xi Jinping bekannt, dass sich in China ein tödliches neues Virus ausbreitet. Seitdem haben zahlreiche Gesellschaften eine Reihe von sogenannten Lockdowns aushalten müssen, in denen große Teile des öffentlichen Lebens stillgestanden haben, oft mit verheerenden Auswirkungen auf die Wirtschaft; andere Länder glaubten, weitgehend ohne eine solche radikale Maßnahme auskommen zu können. In seinem neuen Buch Welt im Lockdown. Die globale Krise und ihre Folgen schildert der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze von der Columbia University in New York, wie und warum Staaten auf sehr unterschiedliche Weise und mit sehr unterschiedlichen Resultaten auf die Covid-19 Pandemie reagiert haben. In dieser Ausgabe des HCA Podcasts spricht Anja Schüler mit Adam Tooze über die Pandemie, ihre globalen Auswirkungen und Lektionen für die Zukunft.
Auf ihrem letzten Staatsbesuch in den USA konnte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel über eine besondere Ehrung der Johns Hopkins Universität freuen – es war für sie bereits die 18. dieser Art. Die Rede ist von der Ehrendoktorwürde, einer Auszeichnung, die Universitäten an Akademikerinnen und Nicht-Akademiker für herausragende akademische oder wissenschaftliche Verdienste vergeben. In dieser Ausgabe des HCA Podcasts geht es um eine ganz besondere Ehrendoktorwürde, verliehen von der Universität Heidelberg vor über 170 Jahren. Es war womöglich die erste Ehrendoktorwürde weltweit, die an einen Afroamerikaner ging – an James W.C. Pennington, einen presbyterianischen Pfarrer aus den USA, der als 20 jähriger der Sklaverei entkam. Wer war James W. C. Pennington und was war seine besondere Verbindung zur Heidelberger Universität, die seit zehn Jahren unter anderem mit der Verleihung eines Preises an diesen Reformer und Aktivisten der Anti-Sklaverei Bewegung erinnert. Darüber spricht Anja Schüler mit dem Heidelberger Kirchenhistoriker Jan Stievermann.
Aus den USA erreichen uns fast wöchentlich Berichte über Amokläufe und Schießereien. Die Nachrichten, die bei uns ankommen, sind allerdings nur die Spitze des Eisbergs – im letzten Jahr starben knapp 20.000 Menschen in den USA durch eine Kugel. In diesem Jahr gab es landesweit bereits mehr als 150 sogenannte Massenschießereien. In den USA ist der Erwerb von Schusswaffen einfach, die meisten Politiker stellen sich gegen eine strengere Regulierung. Interessanterweise findet sich lediglich in dreißig Prozent der amerikanischen Haushalte eine Waffe – beim Thema Waffenbesitz scheint die U.S.-Gesellschaft also ähnlich gespalten wie bei vielen anderen sozialen und kulturellen Fragen. Über Waffenbesitz und gesellschaftliche Polarisierung spricht Anja Schüler in dieser Folge des HCA Podcasts mit Stefanie Wallbraun vom Heidelberger Graduiertenkolleg „Autorität und Vertrauen“.
The history of political trials in the United States has garnered some attention recently, not the least because of the Netflix production about the trial of the Chicago 7 that came out last fall. Less known than the events that unfolded after the 1968 Democratic convention in Chicago but no less interesting was the trial of 28 anti-Vietnam War activists in Camden, New Jersey, five years later. In this episode, Anja Schüler talks to Michelle Nickerson about her ongoing study of the Camden 28. Michelle Nickerson is a historian of women and gender, U.S. politics, social movements, cities and suburbs, and American religion at Loyola University. For the past semester, she has been a Fulbright professor at the HCA.
Nach den amtlichen Quartalszahlen erleben die USA bereits seit Juni letzten Jahres ein außerordentlich starkes Wirtschaftswachstum. Augenblicklich boomt ganz besonders der private Konsum. Die Gründe dafür scheinen auf der Hand zu liegen: In der ersten Phase der Covid-Pandemie im letzten Jahr haben die Amerikaner weniger ausgegeben als sonst. Außerdem konnten sie schon während der Trump-Administration von massiven staatlichen Unterstützungsmaßnahmen profitieren. Joe Biden hat nun im März dieses Jahres die pandemiebedingten Maßnahmen ausgeweitet mit einem weiteren billionenschweren Konjunkturprogramm. Wenige Wochen später schlug seine Administration nochmals Programme im Umfang von mehreren Billionen Dollar vor. Während diese Vorschläge gegenwärtig im Kongress verhandelt werden, warnt die amerikanische Finanzministerin Janet Yellen bereits vor Übermut. Läuft die U.S. Wirtschaft jetzt heiß? Über diese Frage sprechen Anja Schüler und Welf Werner im HCA Podcast.
Die Präsidentschaftswahlen 2020 waren hart umkämpft. Joe Biden konnte am Ende in einigen wahlentscheidenden Staaten einen knappen Sieg davontragen, auch weil vor allem schwarze Wählerinnen und Wähler stundenlang vor den Wahllokalen ausgeharrt haben. Freiwillige brachten Essen und Getränke vorbei. Doch künftig darf in Georgia keine Flasche Wasser mehr gereicht werden, die Frist für die vorzeitige Stimmabgabe wurde verkürzt, die Beantragung der Briefwahl erschwert. In den vergangenen Monaten haben 14 republikanisch regierte Einzelstaaten über zwei Dutzend solcher Gesetze verabschiedet, über 60 Vorhaben befinden sich in weiteren Staaten im Gesetzgebungsprozess. Viele dieser Staaten gehören zu den bei Präsidentschaftswahlen umkämpften Swing States, oft richten sich diese Gesetze gegen Wählergruppen, die traditionell die Demokraten unterstützen. Was genau besagen diese neuen Gesetze? Welche Auswirkungen könnten sie auf den Wahlprozess haben? Und was sagen die amerikanischen Gerichte dazu? Darüber spricht Anja Schüler in dieser Folge des HCA Podcasts David Sirakov von der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz.
In der 47. Folge des HCA Podcasts geht es um eine „Walldorfer Geschichte,“ die Geschichte der jüdischen Familie Klein. Während die Kinder Irmgard, Kurt und Max in den 1930er Jahren in die USA auswandern konnten, wurden die Eltern Ludwig und Alice 1940 ins französische Lager Gurs und 1942 nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurden. Die Planung für eine Gedenkfeier zu Kurt Kleins 100. Geburtstag 2020 war der Anstoß für ein breit gefächertes Erinnerungsprojekt, an dem auch das HCA beteiligt ist. Anja Schüler spricht mit Wolfgang Widder über den Ursprung und die Zukunft dieses Vorhabens. Mehr Informationen auf www.kurt-klein.de.
Usually, the HCA podcast looks at where the United States is headed, but in this episode Anja Schüler talks to a person who is on the move a lot: U.S. Consul General Patricia Lacina, who is about to leave the Consulate in Frankfurt after a three-year tour. Tune in for a conversation about transatlantic relations, running the world’s biggest consulate during a pandemic, and past and future postings.
U.S. President Joe Biden declared last month that his country had accomplished
In Washington ist die neue Administration jetzt seit gut 100 Tagen am Werk, und es scheint, als sei Joe Biden genau der Präsident, den die USA jetzt brauchen. In seiner Rede vor dem Kongress vor zwei Wochen wirkte er entschlossen und dynamisch. Die Covid-Impfkampagne hat rasant an Fahrt aufgenommen, in Folge dessen zieht in der amerikanischen Wirtschaft und an den Schulen langsam wieder Normalität ein. Jetzt will der Präsident ein Wirtschaftsprogramm auflegen, das gigantische Summen in die Infrastruktur, den Arbeitsmarkt und den Wohnungsbau investieren will, aber auch Subventionen für Kinderbetreuung, bezahlte Elternzeit und einen Ausbau des Pflegesektors vorsieht. Über diese innenpolitischen Vorhaben des neuen Präsidenten spricht Anja Schüler in dieser Folge des HCA Podcasts mit Boris Vormann, Professor für Politikwissenschaft am Bard College in Berlin.
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