Radetzkystrasse 1

Radetzkystrasse 1

By Radetzkystrasse 1ArtsBooks
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Radetzkystrasse 1 episodes

  • Was macht schöne Bücher schön?

    Denise Sterr hat Verlagsherstellung studiert und öffnet damit in der Radetzkystrasse 1 heute eine Tür zu einem ganz besonders schönen Bereich des Literaturbetriebs, denn Denise Sterr ist freie Buchgestalterin. Mit ihrer stark handwerklich geprägten Arbeit entscheidet sie, wie Bücher, die wir im Buchladen erwerben, aussehen und vor allem, wie sie sich anfühlen. Ob Prägung, offener Schnitt oder Leineneinband – bei all dem geht Denise Sterrs Herz auf. Während viele ein Buch erwerben, weil sie der Autor/die Autorin anspricht, der Titel oder vor allem der Inhalt, kauft Denise Sterr immer wieder Bücher, weil sie sich einfach schön anfühlen. Nach Carlsen in Hamburg, Piper in München und dem Klaus Wagenbach Verlag in Berlin lebt sie nun in Vorarlberg. In der Radetzkystrasse 1 leuchtet Denise Sterr mit Frauke Kühn die Zusammenhänge zwischen Buchinhalt und -form sowie die Parameter aus, die bei der Buchgestaltung eine Rolle spielen und sie erinnert sich an die Kunst des Wartens als ein Buch, das für sie in der Gestaltung besonders herausragend war.  


    Vielen Dank für das feine Gespräch, Denise Sterr!

    19 min
  • Vom Zauber, Welten zu erfinden

    Schon mit zehn Jahren schrieb Jenny Dietrich an ihrem ersten Kinderbuch. Fabian und die Farblinge erzählt von einem Jungen, der umzieht und entdeckt, dass sich hinter der Tapete in seinem neuen Zimmer eine eigene Welt eines kleinen Volkes versteckt. Fabian ist inzwischen ein wenig in Vergessenheit geraten, aber das Erfinden von Welten ist bis heute Jenny Dietrichs größte Stärke. Inzwischen ist bei Ueberreuter ihr erstes Kinderbuch „Vier Schwestern gegen den Rest der Welt“ erschienen, in dem vier Schwestern auf der Wahoola-Ranch mit Witz und Abenteuerlust einen aufregenden Sommer zu bestehen haben. In der Radetzkystrasse 1 erzählt Jenny Spiegel Frauke Kühn davon, dass sie ein früher Vogel ist, wie es ihr gelingt, das Schreiben in den Alltag zu integrieren und wie es dazu kam, dass ihr die Leiterin des Jugendliteraturinstituts in Wien, Karin Haller, als Lektorin geschenkt wurde. Am Ende des Gesprächs verrät sie auch, dass sie am künftigen Literaturhaus Vorarlberg das Kinder- und Jugendprogramm verantworten wird und sie plaudert aus dem Nähkästchen, was ihr gerade in dieser Sache am Herzen liegt.

    Vielen Dank für das feine Gespräch, Jenny Spiegel!

    21 min
  • Wenn die Art, Lyrik zu schreiben, vom Sprechen kommt

    Spätestens seit 2012 und seinem Gewinn des Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin sorgt Martin Piekar sowohl für drastisch mehr Lyrik als auch für mehr Drastik in der Lyrik. Seine Gedichte leben aber nicht nur von bildhafter mitunter schonungsloser Bedeutung, über die er seine Leser:innen vor allem in seinem aktuellen Gedichtband an die Tiefenränder der Existenz führt, sondern auch vom Klang, von der Performativität der Sprache. Eine entsprechend große Rolle spielt der Klang für Martin Piekar bereits im Schreibprozess. Das sich wiederholende Vorsprechen des eigenen Gedichts schafft über die Stimme nicht nur neuen Raum, sondern verändert diesen, verändert das Geschriebene und mitunter auch Piekar selbst. Mit Frauke Kühn spricht er in der Radetzkystrasse 1 über die Relevanz des Spiels mit der Sprache, über das Glück Lyrikpreise zu gewinnen, über die Sichtbarkeit von Lyrik in der deutschsprachigen Literaturlandschaft und über die Lyrikbubble als Schuhschrank, von dem man gar nicht weiß, wo er aufhört.

    Vielen Dank für das schöne Gespräch!

    Martin Piekar

    30 min
  • Wie ein Lyrikpreis entsteht und gewonnen wird

    Das Wochenbett als Grenzerfahrung, in der die Sprache, die bisher selbstverständlich war, keine umfassende Gültigkeit mehr hat. Vorbei an Fragmenten und zwischen Leerstellen will sie, will das lyrische Ich selbst neu gesucht und gefunden werden.

    Mit ihrem Gedicht im liegen (wo aber bist übersetzt die Musikerin und Autorin Ann Kathrin Ast nicht nur ein noch wenig bearbeitetes Thema in die Welt der Poesie, sondern überzeugt auch die Jury des Feldkircher Lyrikpreises. Ende November feierte der Preis sein 20jähriges Jubiläum und kürte Ann Kathrin Ast zur Siegerin.

    In der letzten Folge vor unserer Podcast-Weihnachtspause besuchen Ann Kathrin Ast und Erika Kronabitter, Autorin und Initiatorin des Feldkircher Lyrikpreises, die Radetzkystrasse 1. Ein spannendes Gespräch über das Werden eines Preises und eines Gedichtes.

    Vielen Dank für das feine Gespräch, Ann Kathrin Ast und Erika Kronabitter.   

     

    24 min
  • Wie eine Stadt zur Literaturbühne und der Landraum zum Sehnsuchtsort werden

    Wann seid ihr das letzte Mal am Meer gewesen, habt euren Blick über das Wasser streifen lassen und euch gefragt, wohin das Schiff, das ihr in dem Moment erblickt, wohl reisen mag? Das ist viel zu lange her? Dann kommt heute an Bord und hisst gemeinsam mit Dorit Ehlers und Frauke Kühn die Segel, schwelgt in dem Gefühl des Schiffsglücks, gebt euch der Schiffsehnsucht hin und erfahrt, wie man das Schiffsglück an Land holt, wenn gerade kein Schiff in der Nähe ist. Dorit Ehlers ist Schauspielerin, freie Theatermacherin und die selbsternannte Schiffssehnsuchtsforscherin ‚Miss A. Ship‘. In der Radetzkystraße erzählt sie Frauke Kühn, wie man eine Flaschenpost ohne Flasche und Wasser verschicken, wie man Landräume so gestalten kann, dass sich in ihnen das Schiffsglück wiederfindet und wie man der Sehnsucht im Alltag Raum geben kann. Darüber hinaus berichtet sie von einem Bootskranken und verrät, als Mitglied des Netzwerks für Theater- und Kunstprojekte ‚ohnetitel‘, wie man eine ganze Stadt zu Friedrike Mayröcker in Beziehung setzen kann und warum in Salzburg einige Menschen seit ein paar Monaten mit einem Tattoo in Form einer Mayröcker-Katze unterwegs sind.  


    Vielen Dank für das feine Gespräch, Dorit Ehlers!

    schiffssehnsucht.com

    27 min
  • Wie man das Handwerk des literarischen Schreibens erlernt

    „Mon Cheri und unsere demolierten Seelen“ besticht mit schrägen Figuren, witzigen Einfällen und einer liebevollen Wahlverwandtschaft, in deren Mitte die optimistische 43-jährige Charly Benz steht. Gemeinsam mit ihrer Autorin Verena Roßbacher wirft Frauke Kühn im zweiten Gespräch einen Blick auf die Neuerscheinung des Verlages Kiepenheuer & Witsch und sie diskutieren über therapeutische Süßigkeiten und Postangst, über Leerstellen in der Familie und die wunderbare Kraft der Freundschaft. Die Autorin erzählt auch von ihren literarischen Anfängen, der außergewöhnlichen Studienwahl sowie von den Herausforderungen des Übergangs vom Studium zum Literaturbetrieb. Außerdem hat die gebürtige Vorarlbergerin und Teilnehmerin des Bachmann-Preises 2020 in dieser Folge einige Tipps im Gepäck, worauf es beim literarischen Schreiben ankommt und wie man den richtigen Ton für authentische Figuren und Dialoge trifft.

    Vielen Dank für das schöne Gespräch!

    Verena Roßbacher

    27 min
  • Von französischen Eintöpfen, literarischen Irrtümern und Begegnungen mit Joyce

    Mehr Joy(ce) geht nicht: Nach dem in der V#37 ULYSSES erschienenen Text „John Ray und der große Joyce“ hat sie mit ihrer Intervention „Wie fest lieben Sie Joyce“ einen literarischen Persönlichkeitstest in der James-Joyce-Passage in Feldkirch installiert. Zu Gast in der Radetzkystrasse 1 spricht die Autorin Verena Roßbacher mit Frauke Kühn über ihre ganz spezielle Beziehung zu Joyce und was sie an Literatur im öffentlichen Raum reizt. Gemeinsam diskutieren sie über die Herausforderung des dialogischen Schreibens und darüber, warum sich ausgerechnet ein altes Fotoalbum als wahre Inspirationsquelle entpuppen kann. Die in Bludenz geborene und in Berlin lebende Autorin verrät in dieser Folge zudem, was sie braucht, um sich zuhause zu fühlen und wie es zum originellen Titel ihres Theaterstücks „Ich würde halt lieber nicht“ kam.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Verena Roßbacher

    24 min
  • in|:sta:|ge - 12 Mal Lyrik

    Heute ist ausnahmsweise nicht ein Gast im Studio, sondern es sind gleich zwölf Gäste. Genau genommen, begrüßen wir heute zwölf lyrische Stimmen in der Radetzkystrasse 1, die euch ihre zwölf Gedichte präsentieren. Diese kleine vertonte Gedicht-Edition ist im Rahmen unseres Projektes in|:sta:|ge entstanden. Ein Projekt, bei dem wir unseren Instagram-Account in eine Hörbühne verwandeln.

    Nach den ersten beiden Gedichten von Martin Piekar und Teresa Reichl folgen die Stimmen von Hamed Abboud, Sarah Rinderer, Mar Koch, Nadine Bösch, Fabian Navarro, Fabian Leonhard, Romina Nikolić, Michael Stavarič, Sünje Lewejohann und Sascha Garzetti.

    Nehmt vor unserer in|:sta:|ge-Hörbühne Platz: Schickt eure Sehnsucht mit dem Fluss auf die Reise, imaginiert die kursive Handschrift der Gräser im Wind, flüstert euch das Meer heran, erlebt, wie Sterne aus der Atmosphäre schnuppen oder fragt euch, was ihr noch wollt.

    16 min
  • Ein Plädoyer für die Poesie

    Poetische Gedanken in Form einer einheitlichen Stimme weiterzutragen, ist das große Anliegen von Michael Stavarič, der im Alter von sieben Jahren aus der damaligen Tschechoslowakei nach Niederösterreich kommt. Im zweiten Gespräch mit Frauke Kühn geht der Autor an seine Wurzeln zurück und verrät, warum er beinahe in Kanada gelandet wäre und was er in der deutschen Sprache gerne noch lernen möchte. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf seine Arbeit als Übersetzer sowie auf den Gedichtzyklus „zu brechen bleibt die See. Ein Plädoyer“ und diskutieren darüber, was Poesie (nicht) zu leisten vermag. Der Hohenemser Literaturpreisträger erzählt zudem von seiner Liebe zum Inline-Skating, von der Reduzierung des eigenen Egos und von einer ganz speziellen Lesung für die Toten.

    Vielen Dank für das schöne Gespräch:

    Michael Stavarič

    25 min
  • Warum der Krake das Zeug hätte in Zukunft an Land zu leben

    Vom Sternenhimmel des Universums bis in die Untiefen des Ozeans taucht der preisgekrönte Autor Michael Stavarič ab, um in die faszinierende Welt des Kraken vorzudringen. In seinem mehrfach ausgezeichnetem Kinder-Sachbuch ‚Faszination Krake‘, das 2021 bei leykam: erschienen ist, spürt er dem ältesten intelligenten Lebewesen der Welt nach und lädt junge und ältere Leser:innen zu einer abenteuerlichen Reise ein. In der Radetzkystrasse 1 erzählt der Autor von der Recherche zu seinem Buch, in dem er mühelos Realität und Fiktion, Lyrik und Prosa, kreatives Tun und spannendes Faktenwissen verknüpft. Das Buch hält Erstaunliches bereit, lädt zum Nachdenken, Träumen sowie zum Forschen ein und bringt mit den bestechend schönen Illustrationen von Michèle Ganser die geheimnisvolle und dunkle Welt des Kraken zum Leuchten. Im Gespräch mit Frauke Kühn berichtet Michael Stavarič davon, wie es ist, mit diesem poetischen Sachbuch auf Lesereise zu sein und dass er sich freut, wenn junge Menschen dem Buch mit viel Neugier, Stiften und einer Schere begegnen.

    Vielen Dank für das feine Gespräch:

    Michael Stavarič

    35 min

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Radetzkystrasse 1 ist der Podcast des Literaturhauses Vorarlberg. Wir öffnen eine Tür ins Literaturhaus – für alle, die in die Welt der Sprache eintauchen möchten. In unserem neuen Podcast nehmen wir euch mit hinter die Kulissen, lassen Autor:innen, Veranstalter:innen und das Publikum zu Wort kommen und bieten spannende Einblicke in unsere Literaturveranstaltungen.