Radetzkystrasse 1

Radetzkystrasse 1

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Radetzkystrasse 1 episodes

  • Kundeyt Şurdum: Zwischen Fremde, Befremdlichkeit und Heimat

    Flucht, Migration und Trennung sind nur einige der zentralen Themen im umfassenden Werk Kundeyt Şurdums: Als eine der ersten Stimmen der interkulturellen deutsch-türkischen Literatur hatte er die Vorarlberger Literaturlandschaft nachhaltig geprägt. Claudio Bechter hat nun mit „Hier endet die Fremde“ eine Werkausgabe des 2016 verstorbenen Autors herausgegeben. Im Gespräch mit Daniela Egger gibt der Journalist und Kulturvermittler Einblicke in seine mehrjährige Archivarbeit und erzählt von der Zusammenarbeit mit der Familie des Autors. Gemeinsam diskutieren sie in der Radetzkystrasse 1 über die Bedeutung von Heimat, die Entstehung und Einzigartigkeit einer dritten Sprache und welchen besonderen Stellenwert der Lyriker für türkische Gastarbeiter in Vorarlberg einnahm.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Claudio Bechter

    vorarlberg museum

    22 min
  • Wie wird aus einem Haus eine Kulturinstitution?

    „Ein Hort von Ideen“ entsteht vor ihrem geistigen Auge, wenn Verena Konrad an das zukünftige Literaturhaus Vorarlberg denkt. Die Kulturmanagerin, Architekturexpertin und Geschäftsführerin des Vorarlberger Architektur Instituts in Dornbirn ist in der Radetzkystrasse 1 zu Gast. Gemeinsam mit Daniela Egger wirft sie einen Blick auf das Äußere und Innere der Villa Iwan und Franziska Rosenthal und erzählt, warum Kulturinstitutionen für die Gesellschaft von Relevanz sind. Dabei verrät die gebürtige Welserin auch den einen oder anderen Tipp für eine erfolgreiche Umsetzung. Darüber hinaus beleuchtet sie, wie ein Gebäude würdevoll in die Moderne gebracht werden kann, welche Auswirkungen die Preiserhöhung auf das Wohnen in der Zukunft hat und warum die Idee von Homeoffice für sie nicht mehr als eine Romantisierung ist.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Verena Konrad

    19 min
  • Die Kunst des szenisch-dialogischen Schreibens

    Das Filmemachen und Schreiben von Theaterstücken faszinieren ihn und einen gemeinsamen Austausch im Theater würde er immer dem gemütlichen Ohrensessel zuhause vorziehen: Felix Kalaivanan ist zu Gast in der Radetzkystrasse 1. Im Gespräch mit Frauke Kühn erzählt der in Feldkirch geborene Regisseur und Autor von Drehbüchern, Dramen und Hörspielen, wie er über das Filmemachen die Liebe zum literarischen Schreiben fand und warum szenische Dialoge auch erfahrene Autor:innen vor große Herausforderungen stellen. Felix Kalaivanan ist Teil des langfristigen Projektes der writers:class und hat Schüler:innen mit Gemälden von Edward Hopper nicht nur zum kreativen Schreiben eingeladen, sondern mit ihnen auch ein Mikro-Hörspiel-Festival im W*ORT Lustenau ins Leben gerufen.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Felix Kalaivanan

    20 min
  • Von der Eroberung einer neuen Sprache

    Dem Krieg mit Humor trotzen – das musste der gebürtige Syrer Hamed Abboud, der 2012 aus seiner Heimat flüchtete und über die Balkanroute zunächst im Burgenland und dann später in Wien ankam. In seinen Texten jongliert er mit bunten Bildern zwischen Verlust und Sarkasmus und mischt gerne Deutsch mit seiner Muttersprache Arabisch. Für „Der Tod backt einen Geburtstagskuchen“ war er für den Internationalen Literaturpreis vom Berliner Literaturhaus der Kulturen der Welt nominiert. Sein neues Werk „Graffiti Wände“ erzählt davon, wie seine Mutter die Wohnung für seinen Bruder und ihn in ein außergewöhnliches Maturatrainingslager verwandelte. Im Gespräch mit Frauke Kühn berichtet der Autor von seinen ersten Schritten in die Literatur und in die deutsche Sprache, vom Schreiben auf der Flucht und wie sich dessen Bedeutung im Laufe der Zeit für ihn geändert hat. Außerdem diskutieren sie über den therapeutischen und bereichernden Effekt des Schreibens und sprechen über das unverzichtbare Vertrauen, das zwischen Autor:innen und ihren literarischen Übersetzer:innen gegeben sein muss.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Hamed Abboud

    18 min
  • Wie können Kulturprojekte den Bildungsalltag bereichern?

    Die Zusammenarbeit von Kultur und Bildung ist das Ziel der noch jungen Initiative ‚Double Check‘ in Vorarlberg. Über ein breites Kulturangebot und einen niederschwelligen Zugang zu künstlerischen Projekten erleben sich Kinder und Jugendliche im Rahmen ihres Alltags in verschiedenen Bildungsinstitutionen selbst als Teil von Kunst und Kultur. In der Radetzkystrasse 1 gibt die Geschäftsführerin Melanie Greußing im Gespräch mit Frauke Kühn nicht nur Einblick in das abwechslungsreiche Projekt- und Förderportfolio von Double Check, sondern auch in ihren spannenden Arbeitsalltag. Dieser führt sie von den Kleinsten im Kindergarten über Kinder und Jugendliche in den Schulen bis zu den Lehrlingen. Gemeinsam mit Künstler:innen oder auch Kulturinstitutionen sowie der jungen bis jugendlichen Zielgruppe entstehen verschiedenste Kulturprojekte. Dafür können Interessierte auf bewährte Projektideen zurückgreifen oder aber auch eigene Konzepte einbringen. Mit finanzieller und ideeller Kraft unterstützt Melanie Greußing im Rahmen von Double Check die Umsetzung kurzfristiger oder auch langfristiger Ideen. Einfach anrufen!

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Melanie Greußing

    17 min
  • Wie Schreibräume zu neuen Begegnungszonen werden

    Die Lyrik Sascha Garzettis richtet sich in fast allen Fällen immer an ein Du und öffnet damit die Möglichkeit zur Begegnung. Außerdem spiegelt sie seine genaue Beobachtung und das genaue Erfassen von Dingen und Orten in einer starken wie zarten Bildhaftigkeit wider. Gleichzeitig öffnen sich gerade in der Bildsprache über minimalistische Verfremdungen neue Bedeutungsräume für die Leser:innen, welche die Leseerfahrung auf besondere Weise bereichern. In der Radetzkystrasse 1 spricht der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Autor und Lyriker mit Frauke Kühn darüber, warum man Paris zu Fuß erlaufen sollte, warum der analoge Raum unverzichtbar ist und vom Reiz klassische Musik, in Poesie zu verwandeln.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Sascha Garzetti

    28 min
  • Wie man ein Theater in Vorarlberg leitet: Ein Erfolgsrezept

    Sie ist seit 2018 die Intendantin des Vorarlberger Landestheater in Bregenz und hat es trotz Pandemie geschafft, die Anzahl der Besucher:innen zu erhöhen. Mit Daniela Egger spricht die Duisburgerin Stephanie Gräve in der Radetzkystrasse 1 über die Herausforderungen im ländlichen Vorarlberg und verrät dabei auch, welche Art von Theater sie persönlich schätzt. Sie geht der Frage nach, ob Frauen anderes Theater machen als Männer und was eine Kulturinstitution bieten sollte, die sich für ein breites und auch jüngeres Publikum öffnet. Sie zeigt auf, welche wesentliche Rolle ein Freundeskreis dabei spielt und dass es auf dem Weg zum Erfolg auch Widerstand braucht.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Stephanie Gräve!

    19 min
  • Warum es mehr Klang in der Lyrik braucht

    Sie ist Autorin, Poetin, Performerin, Redakteurin, war Stadtschreiberin, hat ihren zweiten Lyrikband veröffentlicht und ist nun zu Gast in der Radetzkystrasse 1: Frauke Kühn begrüßt in dieser Woche die Salzburgerin Katharina Ferner. Gemeinsam sprechen sie über ihre außergewöhnliche Studienwahl, sowie die Wichtigkeit von Literaturzeitschriften und Schreibaufenthalte für Autor:innen. Katharina Ferner erzählt von der Stigmatisierung von Dialektlyrik, welche Probleme sich bei der Übertragung ins Hochdeutsche ergeben, aber auch welche Türen sich dadurch öffnen und welche Rolle der Klang dabei spielt. Schließlich wirft Frauke Kühn mit der Autorin und Teilnehmerin des Bachmann-Preises 2021 einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des jährlichen Wettlesens.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Katharina Ferner

    21 min
  • Über die Gefahr, zu idyllisch zu schreiben

    Wie viel Magie darin stecken kann, durch einen kleinen Buchstabentausch falsch abzubiegen und statt in der Bienen- in der Birnengasse zu landen, zeigt Mathias Müller mit seinem literarischen Debüt „Birnengasse“. Gemeinsam mit Frauke Kühn blickt der Vorarlberger Autor in der Radetzkystrasse 1 auf den spannenden Entstehungsprozess seiner lyrischen Prosa. Er erzählt, wie aus Wörtern Straßen werden, wie seine Leser:innen sich darauf fortbewegen können und was es mit den fremdsprachigen Zitaten in seinem Text auf sich hat. Außerdem spricht Mathias Müller vom steten Vertrauen in die Sprache, auch wenn sie auf den ersten Blick scheinbar nirgendwo hinführt und lädt am Ende des Gesprächs zu einer kleinen Reise in die „Birnengasse“ ein.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Mathias Müller

    21 min
  • Wie man eine Buchhandlung im Lockdown eröffnet

    16. März 2020: Die Eröffnung der neuen Buchhandlung “Lesezeichen” im Herzen von Hohenems fiel genau auf den ersten Tag des ersten Lockdowns. Inhaberin Melanie Rüdisser hat sich aber nicht unterkriegen lassen und z.B. mit der Auslieferung der Bücher per Rad eine intuitive wie ökologische Lösung gefunden. In der Radetzkystrasse 1 öffnet sie nun die Türen zu ihrer Buchhandlung und erzählt, wie wichtig es ist, zwischen dem Buchmarkt und den Leser:innen mit Feingefühl und Expertise zu vermitteln. Außerdem spricht die Umweltberaterin und Systemwissenschaftlerin mit Frauke Kühn darüber, warum Geschichten für uns alle gerade jetzt in dieser herausfordernden und hektischen Zeit besonders wichtig sind und weshalb es in jedem kleinen Ort unbedingt eine Buchhandlung braucht.

    Herzlichen Dank für das feine Gespräch:

    Melanie Rüdisser 

    18 min

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Radetzkystrasse 1 ist der Podcast des Literaturhauses Vorarlberg. Wir öffnen eine Tür ins Literaturhaus – für alle, die in die Welt der Sprache eintauchen möchten. In unserem neuen Podcast nehmen wir euch mit hinter die Kulissen, lassen Autor:innen, Veranstalter:innen und das Publikum zu Wort kommen und bieten spannende Einblicke in unsere Literaturveranstaltungen.