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What if? Diese Frage stellt sich Isabelle Goller, deren Biographie vielfältige Richtung einschlägt, immer wieder. Nicht nur als Innovationsberaterin, sondern auch als Dozentin an der Fachhochschule Vorarlberg. Regelmäßig geht sie mit den Studierenden des ersten Semesters auf Lernreise, besucht Unternehmen und Initiativen, die sich mit spannenden Fragen rund um das Thema Gestaltung auseinandersetzen. In der Radetzkystrasse 1 erzählt Isabelle Goller Frauke Kühn davon, dass nicht nur Gestaltung überall sichtbar ist, sondern auch überall Geschichten über Gestaltung verborgen liegen. Geschichten, die geerntet werden wollen, weil sie Lernerfahrungen für Studierende und die Erzählenden anbieten, die tiefer gehen als jedes Handout oder Tafelbild. Am Anfang und am Ende dieser Geschichten steht nicht selten die Frage: What if?
Eine Küchenzeile aus den 60er Jahren, ein Tisch, sechs Stühle und ein riesengroßer roter Kelim – und das alles mitten auf dem Schlossplatz in Hohenems. So sah im Sommer 2021 die Outdoor-Küche des Ensembles der RaumHörGeschichten aus. Die drei jungen Autor:innen Katharina Klein, Muhammet Ali Bas und Luca Manuel Kieser sind in dieser Küche unter offenem Himmel mit Passant:innen in Hohenems in Raumgespräche gegangen.
Wir freuen uns, dass wir das Projekt der RaumHörGeschichten gemeinsam mit den Autor:innen durchführen durften und danken dem Museumsbund Österreich, dem Land Vorarlberg und der Stadt Hohenems für ihre freundliche Unterstützung!
Eine Küchenzeile aus den 60er Jahren, ein Tisch, sechs Stühle und ein riesengroßer roter Kelim – und das alles mitten auf dem Schlossplatz in Hohenems. So sah im Sommer 2021 die Outdoor-Küche des Ensembles der RaumHörGeschichten aus. Die drei jungen Autor:innen Katharina Klein, Muhammet Ali Bas und Luca Manuel Kieser sind in dieser Küche unter offenem Himmel mit Passant:innen in Hohenems in Raumgespräche gegangen.
Wir freuen uns, dass wir das Projekt der RaumHörGeschichten gemeinsam mit den Autor:innen durchführen durften und danken dem Museumsbund Österreich, dem Land Vorarlberg und der Stadt Hohenems für ihre freundliche Unterstützung!
Was passiert, wenn man mitten in der Stadt eine Küche aufbaut und Menschen auf eine Tasse Tee oder Kaffee und ein Gespräch über den Raum einlädt? Mit Muhammet Ali Bas, Luca Manuel Kieser und Katharina Klein haben drei jungen Autor:innen das Experiment gewagt und den Schlossplatz in Hohenems in eine Outdoor-Küche verwandelt. Mit den Passant:innen gingen sie ins Gespräch über den öffentlichen Raum sowie dessen Entwicklung in ihrer Stadt und spürten dabei auch den persönlichen Geschichten nach. Aus den gemachten Notizen entstanden im Anschluss im writers:room Miniatur-Texte, die dann als Soundclips das Licht der Welt erblickten. In der Radetzkystrasse 1 berichten die Autor:innen Daniela Egger über das Projekt und erzählen davon, dass man die besten Gespräche eben in der Küche führt.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Das W*ORT ist ein Ort in Lustenau in Vorarlberg, an dem Kinder lustvolle Erfahrungen mit dem Schreiben und der Sprache machen. Gleichzeitig ist es ein Ort, an dem Erwachsene Kindern ihre Zeit schenken und Expertisen im freudvollen Miteinander weitergeben. Basierend auf einer Idee des amerikanischen Autors Dave Eggers und Teil eines breiten internationalen Netzwerks, öffnet sich das W*ORT seit 2014 für Kinder und die Kraft der Sprache. In der Radetzkystrasse 1 erzählt Geschäftsführerin Gabi Hampson Frauke Kühn warum es das W*ORT aktuell gemeinsam mit der Literatur Vorarlberg und dem Vetterhof in der Gemüsekiste rappeln lässt.
In ihrem Debütroman ‚Auto‘ schickt die Vorarlberger Autorin Christina Walker beim Braumüller Verlag eine männliche Hauptfigur ins Rennen, die aus einem sehr bewegten Leben aussteigt, indem sie in ein Auto einsteigt. Ein Auto, das vor der Tür steht – und nicht mehr fahrfähig ist. Ihr Protagonist Busch, der früher Vertreter in der Buchbranche war, übt die radikale Entschleunigung. Das öffnet den Blick für kleinste Mikrokosmen des Lebens, die Christina Walker sorgsam und in feiner Sprache ausleuchtet. In der Radetzkystrasse 1 spricht die Autorin, die bereits zwei Mal mit dem Vorarlberger Literaturpreis ausgezeichnet wurde, darüber, wie ihre Figuren beim Schreiben wachsen, welchen wertvollen Rat sie von einem Lektor bekommen hat, wie ein perfekter Schreibtag bei ihr aussieht und wie es zu dem knallgelben Cover ihres Romans kam.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Anika Reichwald ist Kuratorin am renommierten Jüdischen Museum in Hohenems. Gemeinsam mit dem Direktor des Museums, Hanno Loewy, hat sie für die aktuelle Ausstellung ‚Am Rand‘ die Geschichte der Straße in Hohenems in den Blick genommen, in der aktuell das künftige Literaturhaus Vorarlberg entsteht: die Radetzkystraße. Im Gespräch mit Frauke Kühn führt Anika Reichwald uns nicht nur durch die Ausstellung, sondern erzählt uns von dem Weg, den das Team des Museums von der ersten Idee bis zur fertigen Ausstellung zurückgelegt und am Ende eine ganze Straße, ihre Geschichte und Geschichten in das Museum gebracht hat.
Herzlichen Dank für das feine Gespräch:
Seit 2019 ist die Schauspielerin Vivienne Causemann Teil des Ensembles des Vorarlberger Landestheaters. Die frühen Kinderjahre verbringt sie in Namibia, nach ihrem Abitur in Tübingen zieht sie nach Wien. Ihr Schauspielstudium schließt sie am renommierten Max Reinhardt Seminar ab und sammelt seither Erfahrungen am Theater und im Film. In der Radetzkystrasse 1 spricht sie mit Daniela Egger über ihre Bühnenreife, die sie in der Hälfte der Studienzeit erlangt hat, über den Bechdel-Test, darüber, wie sie antike Frauenfiguren heute auf der Bühne in die Übersetzung bringt und wie wichtig es ist, dass ein Text Veränderung auch will.
2021 erhält Stefan Gmünder den österreichischen Staatspreis für Literaturkritik. In der Laudatio wird er als unbestechlicher Leser beschrieben, der immer auf Augenhöhe mit der Literatur und niemals im Sinne einer Eitelkeitsschau agiert. Von 2015 bis 2019 war der Autor und Kritiker Juror beim renommierten Bachmannpreis und bringt mit den von ihm vorgeschlagenen Autorinnen Tanja Maljartschuk und Birgit Birnbacher zwei Preisträgerinnen hervor. Gemeinsam mit Martin Prinz, Eva Schmidt und Dana Grigorcea brachte er das Format ‚Journal des Scheiterns‘ in die Kegelbahn des künftigen Literaturhauses Vorarlberg. Mit Frauke Kühn spricht er darüber, was einen Text für ihn als Kritiker interessant macht, was Literatur und Fußball gemeinsam haben und warum er sich eher als Anwalt denn als Kritiker versteht.
Stefan Gmünder
Ein sensibler Umgang mit historischer Bausubstanz ist für Architekt Ernst Waibel eine Herzensangelegenheit. In Hohenems zeichnet er aktuell mit der Projekt- und Quartiersentwicklung von Markus Schadenbauer für die Sanierung der Villa Iwan und Franziska Rosenthal verantwortlich. Damit revitalisiert er das Gebäude in der Radetzkystraße, in das 2024 das künftige Literaturhaus Vorarlberg einziehen wird. Gemeinsam mit Daniela Egger blickt er auf seinen Schreibtisch, erzählt von einer Villa und ihrem Dornröschenschlaf, von einem japanischen Schrifträtsel und von der Zukunft der Radetzkystraße.
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