RADIO OKJ QuarantäneCast

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  • Demo in Jena aufgelöst, Journalist beklagt Umgang der Polizei
    Bei der Auflösung einer unangemeldeten Demonstration im Paradiespark hat die Polizei zwei Vertreter_innen der Presse festgehalten. Die Polizei konfiszierte Kameras und behielten vorerst die Speicherkarten ein. Etwa 30 Anzeigen gegen Demonstrierende wurden erstattet.
    Das schrieb der nebenberufliche Journalist Martin Michel auf seiner Website libertad-media.de. Auch die Mediengruppe Thüringen berichtete über den Vorfall.
    Ungefähr 50 Personen demonstrierten trotz Demonstrationsverbot gegen die Zustände im griechischen Geflüchtetenlager Moria. Die Polizei kesselte sie ein und setzte sie fest, wobei laut libertad-media ein zuvor eingehaltener Sicherheitsabstand von 1,5 Meter nicht mehr möglich gewesen sei. Die Polizisten fühlten sich durch die Kameras der Medienvertreter_innen verunsichert und hätten diese als „Paparazzi“ bezeichnetet. Daraufhin hätten sie beiden die Kameras abgenommen.
    Auf Intervention der Pressestelle der Landespolizeiinspektion Jena hätte die Polizei die Kameras zurückgegeben, die Speicherkarten jedoch einbehalten. Dies sei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Gera geschehen. Als Begründung hätte die Polizei im Einsatzprotokoll eine Verletzung vom Recht am Bild angegeben.
    Laut Michel träfe dies nicht zu, da er die Bilder zu diesem Zeitpunkt nicht veröffentlicht hätte. Der Vorfall widerspräche der Pressefreiheit und dem Redaktionsgeheimnis. Zudem kritisierte er, die Polizei hätte bei der Festnahme und der Auflösung der Demonstration die Hygienemaßnahmen nicht eingehalten.
    Mittlerweile seien auch die Speicherkarten wieder zu ihren Besitzern zurückgekehrt. Bilder von der Demonstration wurden inzwischen auch veröffentlicht.
    2 min
  • Die ungeklärte Frage nach der Wirksamkeit von Masken
    Laser und Smartphones sorgen für funkelnde Augen bei Kindern und bei vielen Nerds. Amerikanische Forschende der National Institutes of Health und der University of Pennsylvania haben damit versucht aufzuzeigen, wie viele Tröpfchen ein Mund-Nasen-Schutz abhält.
    8 min
  • Veranstaltungsverbot bis 31. August – Was wird aus der Kulturarena?
    Jenakultur wartet bei der Absage der Kulturarena noch auf klare Beschlüsse der Landesregierung. Die Definition von Großveranstaltungen durch das Land sei nicht klar, so Werkleiter Jonas Zipf gegenüber JenaTV. Großveranstaltungen sollen nach einem Beschluss von Bund und Ländern bis zum 31. August nicht stattfinden. Solange es aber keine Definition von Großveranstaltung gebe, könne man die Kulturarena aus vertragsrechtlichen Gründen nicht absagen.
    Man mache sich damit keine falschen Hoffnungen, dass die Kulturarena noch stattfinden könne. Für die Absage an die Partner_innen sei allein die rechtliche Grundlage wichtig. Man fordere das Land erneut dazu auf, den Begriff Großveranstaltung zu definieren, so Zipf.
    1 min
  • Jenaer Grüne: Jenarbeit soll Zugang zu HartzIV vereinfachen
    Jenarbeit verzichtet beim verkürzten Antrag auf Arbeitslosengeld II auf die Vermögensprüfung, nicht aber auf die Einkommensprüfung. Laut Berichten der Mediengruppe Thüringen nutze Jenarbeit ein verkürztes Formular der Bundesagentur für Arbeit nur teilweise. Dieser sollte bürokratische Hürden bei der Beantragung verhindern und Zeit sparen. Der verkürzte Antrag bräuchte aber eine längere Bearbeitungsdauer, weil Daten im Nachhinein erfragt werden müssten, hieß es von Seiten Jenarbeit.
    Zuletzt forderte die Grünen-Stadträtin Isabell Welle Jenarbeit dazu auf, die vereinfachten Anträge komplett zu übernehmen. Die Anträge können per E-Mail gestellt werden. Die Bundesregierung hat im März das Sozialschutz-Paket beschlossen, das die Zugangsbedingungen für Arbeitslosengeld II aufweicht.
    1 min
  • Generationen verbinden: AWO kocht digital
    Die Jenaer Arbeiterwohlfahrt, AWO, will mit digitalen Veranstaltungen ihr Programm zumindest teilweise während der Kontaktbeschränkungen weiterführen.
    Unter dem Titel "Wir kochen zu Hause" bietet das Mehrgenerationenhaus der AWO ein online Kochprogramm an. Ab dem 24. April soll es jeden Freitag um 12:30 Uhr ein kleines Kochprogramm geben, bei dem die ganze Familie mit kochen kann. Die Rezepte sollen einfach sein und die Zubereitung nicht länger als eine Stunde dauern.
    Mit dieser virtuellen Küche will das Mehrgenerationenhaus Menschen weiterhin die Möglichkeit bieten, sich austauschen zu können und aktiv zu bleiben. Geleitet wird die online Kochgruppe von Ernährungswissenschaftlerin Dr. Silvia Steiner. Steiner bietet während des Kochens Informationen zu den Zutaten und deren gesundheitlicher Vorteile. Dazu wird sie Fragen zu ernährungswissenschaftlichen Themen beantworten.
    Wer mitkochen möchte, kann sich per E-Mail bei: [email protected] oder telefonisch unter 03641 –87 24 500 anmelden.
    2 min
  • Trotz Corona kein verkleinerter Landtag
    Der Thüringer Landtag wird während der Kontaktbeschränkungen nicht verkleinert. Statt mit 46 wird das Landesparlament weiterhin mit allen 90 Abgeordneten tagen. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, wurde das notwendige einstimmige Quorum für die Umsetzung nicht erreicht.
    Die Abstimmung hätte einstimmig passieren müssen, da sie in Abgeordnetenrechte eingreift. Allerdings hat ein Abgeordneter einer, nicht näher genannten, Oppositionspartei dagegen gestimmt, berichtet die Mediengruppe Thüringen mit Verweis auf den Ältestenrat.
    Um die gesundheitlichen Vorgaben nun erfüllen zu können, muss an einem anderen Ort getagt werden. Im Gespräch sei das Messegelände in Erfurt. Die nächste Plenarsitzung ist für den 13. bis 15. Mai angedacht. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie, hat der Landtag nicht mehr getagt.
    1 min
  • Erschreckende Coronazahlen in der Pflege
    Rund ein Drittel der Coronatoten in Deutschland kommen aus Betreuungseinrichtungen, wie Altenheimen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen. Am Montag waren es 1491 Todesfälle. Das entspricht einer Todesrate von 17 Prozent. Das berichtet der NDR.
    Zu den in den Zahlen des Robert-Koch-Instituts aufgeführten Masseneinrichtungen zählten Alten- und Pflegeheime, Gefängnisse, sowie Obdachlosen- und Flüchtlingunterkünfte. In diesen Einrichtungen wurden laut dem RKI 14.228 Coronafälle gemeldet.
    Die Dunkelziffer zu Fällen in Masseneinrichtungen dürfte hoch sein, da bei einigen Meldungen an das RKI die Information fehlt, aus welchem Bereich der Fall stammt. Grundsätzlich sind laut Infektionsschutzgesetz die Fälle meldepflichtig, die aus den Bereichen Gesundheit, in Betreuung und Lebensmittelherstellung kommen.
    966 Todesfälle können durch mangelnde Daten keinem Bereich zugeordnet werden. Das RKI erklärt die hohen Fallzahlen in Masseneinrichtungen damit, dass sich dort viele Bewohner_innen und Betreuende Infiziert hätten. Allein im Land Niedersachsen wurde das Coronavirus in 80 Alten-und Pflegeheimen nachgewiesen. In Thüringen wurden 14 Heime registriert. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte nach Informationen des NDR fehlende Schutzkleidung in den Einrichtungen.
    2 min
  • Wie wird Jenas Hochschulbetrieb weitergehen?
    Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat die weiteren Schritte zur Wiederaufnahme des Betriebs an der Hochschule bekannt gegeben.
    Die Vorlesungszeit an der Friedrich-Schiller-Universität beginnt ab dem 4.Mai, jedoch soll bis auf Weiteres auf Präsenzveranstaltungen verzichtet werden.
    Auf ihrem Blog veröffentlichte die FSU ihren Plan zur Lockerung des Notbetriebs. Lehrveranstaltungen können nur stattfinden, wenn gegebenen Hygiene- und Schutzvorschriften eingehalten werden können.
    Studierende und Angestellte sind dazu verpflichtet, in den Universitätsgebäuden Masken zu tragen.
    Prüfungen aus dem Wintersemester 2019/20, die nicht in digitaler Form ersetzt werden können, können ab dem 20. April geschrieben werden. Gleiches gilt für Praxisveranstaltungen, wie Laborpraktika, die nicht online gehalten werden können. Abgabefristen, wie für Hausarbeiten würden auf den 22. Mai verschoben.
    Insgesamt sollen durch nicht erbrachte Leistungen im Sommersemester keine Nachteile im Zusammenhang mit der Regelstudienzeit und Bafög-Leistungen entstehen, schreibt die Universität.
    Die Bibliotheken der FSU werden ab Anfang Mai schrittweise geöffnet. In der Zwischenzeit bietet die ThULB einen kostenlosen Kopierlieferdienst an.
    Die benötigten Dokumente werden per Mail, Link oder Post zugestellt. Studierende sollen vor einer Bestellung prüfen, ob die Texte online über VPN zugänglich sind.
    Die ThULB bittet darum, nur zwingend notwendige Texte zu bestellen. Die Anzahl der Bestellungen pro Nutzer ist beschränkt.
    Die Ernst-Abbe-Hochschule hat ihr weiteres Vorgehen bislang nicht bekannt gegeben.
    2 min

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RADIO OKJ informiert im Quarantäne Cast Jena und Umgebung über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus und dessen Folgen.