Dr. Ralf Hoffrogge:
Vom Streik zum Waffenstillstand - Gewerkschaftlicher Widerstand gegen den Krieg 1916-1918
Mitschnitt einer Konferenz am 14. Mai 2014
Aus dem Ankündigungstext:
Heute ist der Erste Weltkrieg ins Zentrum einer Auseinandersetzung gerückt, in der von interessierter Seite die Geschichte neu geschrieben werden soll. Historische Fakten und Erkenntnisse werden uminterpretiert und passfähig gemacht für eine verharmlosende und gegen Linke wie Pazifisten gerichtete "Normalität". Hintergrund dafür ist nicht zuletzt auch die militärische Wiederkehr Deutschlands auf die Weltbühne.
Während die Schnipseljagd nach den Aktenstücken erfolgt, werden zumindest drei Fragen ausgeblendet oder verkleistert:
1. Der imperialistische Charakter des Weltkrieges, der bei aller besonderen deutschen Verantwortung ein Krieg aller Mächte um die Neuaufteilung der Welt war.
2. Das Verdrängen des sozialdemokratischen Versagens 1914, als sich die Linke in allen kriegführenden Staaten als "Vaterlandsverteidiger" jeweils an der Seite der Herrschenden wiederfand.
3. Das weitgehende Verschweigen des spontanen und noch mehr des organisierten Widerstands gegen den Krieg in der Heimat wie in den Streitkräften aller Kriegsbeteiligten.