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Gerald Gehrke, Geschäftsführer von Bonduelle Deutschland, ist zu Gast bei Regalplatz. Im Gespräch mit Elena Kuss, Redakteurin der Lebensmittel Praxis, erklärt er, wie sich das Unternehmen nach dem Verkauf der Fresh-Cut-Sparte strategisch und visuell neu aufstellt. Ein überarbeitetes Logo, modernisierte Etiketten und eine klare Designsprache markieren den Markenrelaunch – und damit den sichtbaren Auftakt für eine breiter angelegte Neuausrichtung.
Im Zentrum steht die Erweiterung des Sortiments: Produkte wie World Kitchen und Lunch Bowl sollen neue Zielgruppen ansprechen.
Gehrke spricht außerdem über Bonduelles Anspruch, eine pflanzenbetonte Ernährung stärker in den Alltag zu bringen – durch Kampagnen, Partnerschaften und Initiativen wie den Veganuary. Abgerundet wird das Gespräch durch einen Blick auf die B Corp-Zertifizierung, die Bonduelle 2024 erhalten hat, und deren Relevanz für Unternehmen in einem zunehmend nachhaltigkeitsorientierten Markt.
Die Lebensmittelbranche ist zunehmend im Fokus gesellschaftlicher Debatten. Lena Meinders von der AFC Risk Crisis Consult betont, dass Werte und Lebensstile den Diskurs prägen. Besonders soziale Medien befeuern Kritik, oft pauschal und emotional, besonders in Bereichen wie Fleisch- und Milchproduktion. Der "AFC Issue Monitor" hilft Unternehmen, Trends frühzeitig zu erkennen. Meinders fordert mehr Dialog und glaubwürdige Kommunikation, da Resilienz ein Wettbewerbsfaktor wird.
Wie bleibt der stationäre Handel wettbewerbsfähig, wenn Plattformriesen wie Amazon, Temu oder Shein immer weiter wachsen? In der neuen Folge von „Regalplatz“, dem Podcast der Lebensmittel Praxis, diskutieren wir diese Frage mit den renommierten Handelsexperten Simone Hilbring, Geschäftsführerin bei Inverto, und Marcus Kroth, Partner und Geschäftsführer bei der Boston Consulting Group. Ihr gemeinsames Fazit: Der Handel hat Chancen – wenn er konsequent auf Daten, Effizienz und neue Technologien setzt.
Die Jahresgespräche zwischen Handel und Industrie sind längst nicht mehr rein machtpolitische Rituale – sie werden zunehmend faktenbasiert geführt. „Heute kann der Einkauf auf Einzelartikelebene analysieren, wie profitabel und kundenrelevant ein Produkt ist“, erklärt Marcus Kroth. Dabei helfen KI-gestützte Assistenten, die Einkaufsverantwortliche gezielt bei der Vorbereitung entlasten. „Man kann sich das wie einen Dialog mit der KI vorstellen: Welche Verhandlungsansätze bietet dieses Sortiment im Vergleich zur Konkurrenz?“ Die Technologie ermöglicht nicht nur tiefere Einblicke, sondern spart vor allem eines: Zeit.
Auch Simone Hilbring sieht große Effizienzreserven – gerade in Bereichen, die im Einkauf bisher oft stiefmütterlich behandelt wurden: „Bei indirekten Kosten, etwa in der IT oder im Marketing, kann KI ihr volles Potenzial zeigen. Entscheidend ist, dass Händler hinterfragen: Kommen diese Einsparungen wirklich bei mir an?“ Gerade im Marketing eröffnen sich durch KI und Automatisierung völlig neue Hebel zur Optimierung.
In dieser Folge von Regalplatz sprechen wir mit Maureen Schulze, Juniorprofessorin für nachhaltiges Kauf- und Konsumverhalten an der Leuphana Universität.
Wie gelingt es, nachhaltige Entscheidungen nicht nur zu wollen, sondern sie auch wirklich zu treffen – im stressigen Alltag, zwischen Preisschildern und Verpackungen? Maureen Schulze kennt die Antworten. Sie hat in Göttingen und Kopenhagen geforscht und weiß, wie der Lebensmitteleinzelhandel zu einem echten Motor für nachhaltige Transformation werden kann.
Wir sprechen über clevere Platzierung von Fleischalternativen, den Einfluss von Preisstrategien, das dänische Erfolgsmodell – und darüber, warum ein Regalplatz manchmal mehr verändern kann als viele Worte. Jetzt reinhören – und entdecken, wie nachhaltiger Konsum Realität werden kann.
„Wir müssen aufhören, nur über Verzicht, Verlust und Verbote zu sprechen“, sagt Stefanie Kuhnhen im Podcast Regalplatz. Die Chief Strategy Officer der Serviceplan Group fordert eine neue Haltung im Marketing – eine, die nicht mit Angst, sondern mit Inspiration arbeitet.
Nachhaltigkeit darf nicht länger als moralischer Zeigefinger wahrgenommen werden. Marken sollten Geschichten erzählen, die Mut machen, Hoffnung geben und positive Veränderung zeigen. Kuhnhen betont: „Menschen sehnen sich nach einer zukunftsfähigen Welt.“ Marketing hat die Verantwortung – und die Möglichkeit –, diese Sehnsucht zu bedienen.
Nach Jahren des Greenwashings fordern Konsumenten heute nachvollziehbare Beweise. Der Markt für nachhaltige Produkte sei am Kippen, warnt Kuhnhen: „Die Menschen wissen vor dem Regal nicht mehr, welchem Label sie trauen können.“ Sie fordert Standardisierung, klare Begriffe und transparente Kommunikation.
Nachhaltigkeit muss aus dem Geschäftsmodell heraus gedacht werden – systemisch und differenziert. Es reicht nicht, Solarpanels auf dem Dach zu haben. Vielmehr geht es Kuhnhen darum, den Markenkern neu auszurichten – und dabei ökologisch wie sozial Verantwortung zu übernehmen.
Ein Beispiel aus dem Podcast: Digitale Werbung verursacht CO2. Mit kleineren Werbeassets, effizienteren Serverstrukturen und lokaler Produktion lässt sich der Fußabdruck deutlich reduzieren. Für Kuhnhen ist das keine technische Spielerei – es ist der Weg zu einem glaubwürdigeren, besseren Marketing.
Sie sagt: „Nachhaltigkeit ist der Innovationsmotor unserer Zeit.“ Agenturen und Unternehmen müssen sich dafür gemeinsam weiterbilden, rechtliche Rahmenbedingungen kennen, mit Unsicherheiten umgehen lernen – und trotzdem mutig kommunizieren. Denn Greenwashing entsteht nicht durch Kommunikation, sondern durch fehlende Substanz.
Die Zukunft gehört den Marken, die diese Substanz haben. Und denen, die bereit sind, neue Wege zu gehen. Im Podcast Regalplatz spricht Stefanie Kuhnhen über Wegweiser, Fehler und Chancen in der nachhaltigen Markenführung. Jetzt reinhören!
Die Agentur Reachbird hat für Zott eine Kampagne aufgelegt, die zu einem Ansturm mehrere Supermärkte in Berlin geführt hat. „Natürlich ist es entscheidend, den Abverkauf zu fördern, indem man die Konsumenten in den Supermarkt bringt“, sagt Phillipp Martin, Gründer von der Agentur Reachbird. Dafür gibt es verschiedene Ansätze. Für die Zott-Marke Pure Joy setzte die Agentur auf eine Art Schnitzeljagd, eine sogenannte 'Cash Catch'-Aktion. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, wie etwa QR-Codes, die gezielt verteilt oder auf Produkten angebracht und von Influencern beworben werden. Auch Produkttests oder Influencer, die an bestimmten Tagen im Supermarkt mitarbeiten, sind denkbar. „Wichtig ist, dass der Supermarkt eng eingebunden wird, denn ohne die Zustimmung des Marktleiters kann man solche Aktionen nicht durchführen, vor allem wenn gefilmt wird“, sagt Martin. Bei Regalplatz dem Podcast der Lebensmittel Praxis verrät Martin, was es für eine erfolgreiche Kampagne noch braucht und wie Supermärkte selbst zu Influencern werden.
Ziel der Kampagne für Zott war es, die vegane Joghurt-Alternative im Supermarkt zu positionieren und zu bewerben. Dafür hat die Agentur verschiedene Kampagnen über Social Media durchgeführt. „Einerseits aktivieren wir über Social Media, andererseits müssen wir Kunden auch in den Supermarkt bringen, um Pure Joy zu kaufen“, sagt Philipp Martin, Gründer von Reachbird. Die Agentur arbeitete deshalb mit Influencern, insbesondere mit Marvin Wildhage, einem bekannten Influencer aus Berlin. Er hat Aktionen durchgeführt, die Konsumenten in die Supermärkte lockten. Der Höhepunkt war eine "Cash Catch"-Aktion, bei der er in verschiedenen Rewe-Supermärkten in Berlin Geld versteckte und dies über Social Media ankündigte. So wurden die Leute direkt aktiviert und strömten in die Supermärkte, um das Produkt zu kaufen.
Der NIQ Nachhaltigkeitsindex zeigt die Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten für die Kaufentscheidung bei Fast Moving Consumer Goods auf und misst Veränderungen. Dieser Nachhaltigkeitsindex erreichte im Januar 2025 mit 91,3 Punkten ein neues Rekordtief. Marco Buschmeier, Marketing-Chef bei Dr. Beckmann, lässt sich von solchen Trends, nicht beeindrucken: „Als Familienunternehmen ist es wichtig, den langfristigen Kurs beizubehalten und sich nicht von aktuellen Krisen ablenken zu lassen.“ Nachhaltigkeit sei nicht nur ein Zukunftsthema, sondern bereits ein Thema der Gegenwart.
Nielsen IQ (NIQ) erweitert seine Marktabdeckung im Discounter-Bereich: Ab dem ersten Quartal 2025 stehen Kunden detaillierte Scanning-Daten von drei weiteren Harddiscountern in Deutschland zur Verfügung. Stephan Knäble, Managing Director Consumer Panel bei Nielsen IQ, erklärt bei Regalplatz wie FMCG-Hersteller und Einzelhändler nun ihre Entscheidungen auf Basis noch präziserer Marktdaten treffen können.
Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts, soll Clive Humby, britischer Mathematiker und Entwickler der Kundenkarte der britischen Supermarktkette Tesco, 2006 gesagt haben. Im Gespräch mit Michael Hoffmann von Relex wird deutlich, wie die KI-basierte Datenanalyse zu glücklicheren Kunden führt.
Relex Solutions bietet eine integrierte Supply-Chain- und Handelsplanungsplattform an, mit der sich Absatzplanung, Merchandising, Supply Chain, Betriebsabläufe sowie Produktionsplanung entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufeinander abstimmen und optimieren lassen. Damit ermöglichen wir Händlern und Konsumgüterunternehmen wie Edeka, Rossmann, Rewe, Douglas, Cosnova Beauty, Media Markt Saturn und dm ein profitables Wachstum über alle Vertriebskanäle hinweg, was zu einer höheren Produktverfügbarkeit, mehr Umsatz und besserer Nachhaltigkeit führt.
Laura Opferkuch hatte 2019 gerade die letzten Prüfungen für das zweite juristische Examen abgelegt, als ihr Vater Hermann plötzlich starb. Sie musste sich entscheiden. Das Familienunternehmen Hosta übernehmen oder nicht? Juristische Karriere oder Unternehmerin? Sie entschied sich für Hosta. Und krempelte den mittelständischen Betrieb ordentlich um.
Sie überarbeitete die Meeting-Kultur des Unternehmens, das für den Erdnussriegel unter der Marke Mr Tom sowie den Puffreis Nippon bekannt ist. Unter ihrem Vater war ein Treffen von mehr als drei Personen noch ein Aufstand. Mitarbeiter, die zu Change-Guides ausgebildet wurden, helfen den Wandel in jeden Bereich des Unternehmens zu transportieren. Ein Gespräch über moderne Führung und Wandel mit Herz.
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