Den Büttelborner Bürgermeister ann man als künstlichen Avatar im Internetet treffen, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder isst seine Bratwürste auf Instagram. Politiker veruschen immer mehr über sotiale medien kontakt mit den bürgern aufzunehmen. Der Pfungstädter Bürgermeister macht es genau anders herum. Der setzt jetzt auch wieder auf klassische Briefkästen. Überall in der Stadt verteilt hängen jetzt Briefkästen an öffentlichen Gebäuden wie zum Beispiel dem Stadthaus, dem Bürgerheim, der alten schule oder dem Bürgerzentrum. Der Sinn dahinter? Wer dem Bürgermeister was sagen will, kann ganz einfach einen Zettel reinwerfen. Direkter Austausch mit den Bürgern also. Wer nichts zum schreiben dabei hat, kann eine der Postkarten benutzen, die bei den Briefkästen dabei liegen. Laut Stadt werden die Kästen regelmäßig geleert und dann ausgewertet.
In Bad König gibt es heute Grund zur Freude: Der Neubau der Zeller Brücke startet offiziell. Seit der Sperrung im April 2025 ist Zell ein echtes Nadelöhr: Pendler müssen Umwege fahren, es staut sich sich, Lärm und Stress inklusive. Der Spatenstich heute ist eher symbolisch, denn auf der Baustelle wird schon gearbeitet, die Fundamente für die neuen Pfeiler werden gebaut. Rund elf Millionen Euro steckt der Bund in das Projekt, geplant ist die Freigabe im Juni 2027. Für die Menschen vor Ort heißt das: endlich Licht am Ende des Tunnels. Klar, die Bauzeit bringt nochmal Einschränkungen - aber vor allem wächst jetzt die Zuversicht, dass bald wieder Ruhe einkehrt im Odenwald.
Sie zählt laut der Verkehrsbehörde hessenmobil zu den schwierigsten Baustellen in Südhessen: Die Wehrbrücke in Hirschhorn über den Neckar. Seit bald vier Jahren wird saniert, die Belastung für Anlieger ist groß und immer tauchen neue Probleme auf. Mit das größte: ein asbesthaltiger Straßenbelag. Der soll ab morgen runter. Dafür kommen Strahler mit sehr, sehr großem Wasserdruck zum Einsatz. Die sollen den hartnäckigen, gesundheitsschädlichen Belag abtragen aber die Fahrbahnplatte darunter nicht beschädigen. Im Anschluss muss das Wasser aufgefangen werden. Dafür muss auch die Landesstraße unter der Brücke halbseitig gesperrt werden. Ende des Jahres soll die Wehrbrücke wieder befahrbar sein.
Ein schwarzer Gummi-Beutel wie ein kleiner Seesack - gehört jetzt zur lebensrettenden Ausrüstung der Rüsselsheimer Feuerwehr: 300 sogenannter Drybags haben die Einsatzkräfte jetzt von der Stadt bekommen.
Die Drybags sind Wasser- und luftdichte Taschen, in denen frische Wechselkleidung sauber und sicher mit zum Einsatz genommen werden kann. Das hat einen ernsten Hintergrund: Nach Bränden hängen oft Rauchgase und giftige Schadstoffe an der Schutzkleidung. Das heißt: je schneller die Retter raus aus der belasteten Kleidung können, desto besser! Angestoßen hat das Ganze die freiwillige Feuerwehr aus dem Ortsteil Haßloch und die Stadt Rüsselsheim hat 4.800 € für die Drybags locker gemacht.