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Diese Woche ist Max Inden (Mastodon) von Mozilla zu Gast. Mit ihm sprechen wir über den Networking-Stack von Firefox und arbeiten uns dabei von HTTP/1 über HTTP/2 bis zu HTTP/3 und QUIC vor. Ausgangspunkt ist die Frage, warum es nach den Versprechen von HTTP/2 überhaupt noch eine weitere HTTP-Version brauchte und welche praktischen Probleme im echten Netz dabei eine Rolle spielen.
Im Webcafé, dem Podcast zu Webentwicklung, Webdesign und Unternehmenskultur, nehmen euch Felix und Kay mit auf eine spannende Reise durch die Welt moderner Softwareentwicklung. Gerade ihre unterschiedliche Perspektive macht dabei den Reiz aus: Felix schaut als Geschäftsführer der Geenen IT-Systeme GmbH auf Strategie, Führung und Unternehmensentwicklung, Kay bringt als Technical Lead den Blick auf Technik, Tools und Architektur ein. Genau daraus entstehen ehrliche, fundierte und persönliche Gespräche über Webtechnologien, Zusammenarbeit und die Herausforderungen digitaler Arbeit.
Jetzt reinhören: geenen-it-systeme.de
Dabei geht es nicht nur um schnellere Verbindungen, sondern auch um Dinge wie Head-of-Line-Blocking, Connection-Setup, Congestion Control, Connection Migration sowie um angrenzende Themen wie verschlüsseltes DNS, Encrypted Client Hello und WebTransport. Die Folge bleibt dabei bewusst nah an den Grundlagen und erklärt, warum viele Eigenschaften des heutigen Web-Stack genau so aussehen, wie sie aussehen.
Ein zentrales Thema ist das sogenannte Head-of-Line-Blocking: Wenn auf TCP-Ebene ein Paket verloren geht, blockiert dies potenziell alle nachfolgenden Daten – selbst wenn diese eigentlich unabhängig wären. Dadurch entstehen Latenzen, die besonders im Web-Kontext mit vielen kleinen Requests spürbar sind. Auch der Verbindungsaufbau ist ein Thema: Zwischen TCP-Handshake, TLS-Handshake und dem eigentlichen Request vergehen mehrere Roundtrips, was sich summiert.
QUIC setzt genau hier an und wird als neues Transportprotokoll über UDP realisiert. Es übernimmt die Vorteile von TCP wie Zuverlässigkeit und Congestion Control, erlaubt aber gleichzeitig mehrere unabhängige Streams ohne transportseitiges Head-of-Line-Blocking. Zusätzlich führt QUIC Datagrams ein, also bewusst unzuverlässige, unabhängige Nachrichten, die sich besonders für latenzkritische Anwendungsfälle wie Echtzeitkommunikation eignen.
Ein weiterer Vorteil ist der reduzierte Verbindungsaufbau: QUIC kombiniert Transport- und Sicherheitsschicht, sodass statt mehrerer Roundtrips nur noch einer nötig ist (One-RTT), und bei wiederholten Verbindungen sogar Zero-RTT möglich wird. Außerdem ermöglicht QUIC durch eine eigene Connection-ID sogenannte Connection Migration, wodurch Verbindungen auch bei IP-Wechsel stabil bleiben können.
Darüber hinaus sprechen wir über angrenzende Entwicklungen im modernen Networking-Stack. Dazu gehört HTTP/3 als Protokoll, das auf QUIC aufsetzt, sowie Themen wie DNS over HTTPS, das DNS-Anfragen verschlüsselt, und Encrypted Client Hello, das verhindert, dass der Ziel-Hostname bereits im TLS-Handshake sichtbar ist.
Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf WebTransport, eine moderne Alternative zu WebSockets, die auf HTTP/3 aufbaut und sowohl Streams als auch Datagrams zur Verfügung stellt. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für Echtzeit- und Streaming-Anwendungen im Web.
Diskutiert die Folge mit uns in unserem Community-Slack: https://draft.community/
By Vanessa Otto, Peter Kröner, Hans Christian Reinl, Stefan Baumgartner, Christian »Schepp« SchaeferDiese Woche ist Max Inden (Mastodon) von Mozilla zu Gast. Mit ihm sprechen wir über den Networking-Stack von Firefox und arbeiten uns dabei von HTTP/1 über HTTP/2 bis zu HTTP/3 und QUIC vor. Ausgangspunkt ist die Frage, warum es nach den Versprechen von HTTP/2 überhaupt noch eine weitere HTTP-Version brauchte und welche praktischen Probleme im echten Netz dabei eine Rolle spielen.
Im Webcafé, dem Podcast zu Webentwicklung, Webdesign und Unternehmenskultur, nehmen euch Felix und Kay mit auf eine spannende Reise durch die Welt moderner Softwareentwicklung. Gerade ihre unterschiedliche Perspektive macht dabei den Reiz aus: Felix schaut als Geschäftsführer der Geenen IT-Systeme GmbH auf Strategie, Führung und Unternehmensentwicklung, Kay bringt als Technical Lead den Blick auf Technik, Tools und Architektur ein. Genau daraus entstehen ehrliche, fundierte und persönliche Gespräche über Webtechnologien, Zusammenarbeit und die Herausforderungen digitaler Arbeit.
Jetzt reinhören: geenen-it-systeme.de
Dabei geht es nicht nur um schnellere Verbindungen, sondern auch um Dinge wie Head-of-Line-Blocking, Connection-Setup, Congestion Control, Connection Migration sowie um angrenzende Themen wie verschlüsseltes DNS, Encrypted Client Hello und WebTransport. Die Folge bleibt dabei bewusst nah an den Grundlagen und erklärt, warum viele Eigenschaften des heutigen Web-Stack genau so aussehen, wie sie aussehen.
Ein zentrales Thema ist das sogenannte Head-of-Line-Blocking: Wenn auf TCP-Ebene ein Paket verloren geht, blockiert dies potenziell alle nachfolgenden Daten – selbst wenn diese eigentlich unabhängig wären. Dadurch entstehen Latenzen, die besonders im Web-Kontext mit vielen kleinen Requests spürbar sind. Auch der Verbindungsaufbau ist ein Thema: Zwischen TCP-Handshake, TLS-Handshake und dem eigentlichen Request vergehen mehrere Roundtrips, was sich summiert.
QUIC setzt genau hier an und wird als neues Transportprotokoll über UDP realisiert. Es übernimmt die Vorteile von TCP wie Zuverlässigkeit und Congestion Control, erlaubt aber gleichzeitig mehrere unabhängige Streams ohne transportseitiges Head-of-Line-Blocking. Zusätzlich führt QUIC Datagrams ein, also bewusst unzuverlässige, unabhängige Nachrichten, die sich besonders für latenzkritische Anwendungsfälle wie Echtzeitkommunikation eignen.
Ein weiterer Vorteil ist der reduzierte Verbindungsaufbau: QUIC kombiniert Transport- und Sicherheitsschicht, sodass statt mehrerer Roundtrips nur noch einer nötig ist (One-RTT), und bei wiederholten Verbindungen sogar Zero-RTT möglich wird. Außerdem ermöglicht QUIC durch eine eigene Connection-ID sogenannte Connection Migration, wodurch Verbindungen auch bei IP-Wechsel stabil bleiben können.
Darüber hinaus sprechen wir über angrenzende Entwicklungen im modernen Networking-Stack. Dazu gehört HTTP/3 als Protokoll, das auf QUIC aufsetzt, sowie Themen wie DNS over HTTPS, das DNS-Anfragen verschlüsselt, und Encrypted Client Hello, das verhindert, dass der Ziel-Hostname bereits im TLS-Handshake sichtbar ist.
Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf WebTransport, eine moderne Alternative zu WebSockets, die auf HTTP/3 aufbaut und sowohl Streams als auch Datagrams zur Verfügung stellt. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für Echtzeit- und Streaming-Anwendungen im Web.
Diskutiert die Folge mit uns in unserem Community-Slack: https://draft.community/

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