In der finalen Episode dieser „Ritter, Tod und Teufel“- Staffel katapultiert es uns wieder mitten in den Mai 1525 - aber in den Süden des Deutschen oder eher Habsburgischen Reiches:
Die Erstürmung der Hofburg von Brixen. Ein aufrührerischer Fischer wird von einem Mob vor der Hinrichtung bewahrt – der Funke, der Michael Gaismair vom gelehrten Prokuristen zum unaufhaltsamen Revolutionär macht.
Von hier an beginnt seine blutige Einbahnstraße. Während in Süd- und Mitteldeutschland der Bauernkrieg blutig endet, lodert in Tirol der Aufstand erst richtig auf. Gaismair, fordert Abschaffung der Adelsherrschaft, Abschaffung der kirchlichen Macht, freie Wahl von Regierung und Richtern, soziale Unterstützung für Arme und Kranke – radikale Reformen, die den Mächtigen gar nicht gefallen.
Erzherzog Ferdinand I. Schlägt zurück: Gaismair wird verhaftet und der Aufstand gewaltsam niedergeschlagen. Aber dem Bauernführer gelingt ein spektakuläre Flucht und ein Neuanfang jenseits der Alpen. Von dort aus führt er über Jahre und länger als jeder andere den Kampf gegen Kirchenmacht und Fürstengier weiter.
Doch Gaismairs Leben endet brutal: Am 15. April 1532 wird er von Killern ermordet. Gaismair war mehr als ein Bauernführer: Visionär und radikaler Reformer, der für Freiheit und soziale Gerechtigkeit kämpfte. Seine „Tiroler Landesordnung“ bleibt ein unerfüllter Traum einer gerechten Gesellschaft – eine Idee von Freiheit und Brüderlichkeit, die bis heute nach Umsetzung ruft.
Executive Producer: Ruben Schulze-Fröhlich, Christoph Falke
Autor: Lutz Neumann
Redaktion: Volker Strübing, Anna Müllerleile
Hosts: Anna Müllerleile, Michael Lott
Sounddesign: Fabian Schäffler
Produktionsleitung: Annabell Rühlemann
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