Auch in dieser Folge beantwortet Paul im Gespräch mit Toni Heyer die Fragen, die über Mail oder Insta gestellt wurden. Ihr erfahrt, wie Paul mit Freunden umgeht, die den Gaza-Krieg anders werten als er, wie er sich um seine Schutzausrüstung kümmert - oder wie er lange er diesen Job noch machen will.
Eure Fragen und wann sie im Podcast beantwortet werden:
Wie siehst du die Gefahr eines aufkommenden Terroranschlags in Europa oder den USA?
Wie soll man mit Freund*innen umgehen, die eigentlich ähnliche politische Ansichten haben, aber gerade jeden Tag Propaganda der Hamas teilen und gar nicht mehr sensibel sind und unbestätigte Quellen nutzen? Es ist so gefährlich und ich weiß nicht, was ich machen soll.
Wie sieht es mit Nachwuchskräften in deiner Sparte aus? Es gibt ja nicht viele Kriegsberichterstatter und ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit 70 noch an der Front berichtest!?
Müsst ihr euch um eure Profi-Schutzausrüstung selber kümmern oder bekommt ihr die gestellt? Also Westen, Platten Helme und so weiter. Nimmst du die mit auf die Reise oder liegen die vor Ort?
Dein prägendster Moment in Gaza/Israel?
Wie gehst du mit dem Hass über Social Media um?
Meron Mendel schreibt in „Über Israel reden", was für ein Israel-Fan Axel Springer war und dass es Bild/Welt-Company Policy sei, nur positiv über Israel berichten zu dürfen - und dass das auch in den Arbeitsverträgen stünde. Kann da guter Journalismus bei rumkommen? Was sagst Du dazu?
Wann hast du zuletzt einen gemütlichen Abend auf der Couch gehabt? Und würdest du Vorträge in Schulen halten, um über deine Arbeit zu berichten?
Wo schläfst du bei einem solchen Einsatz wie jetzt in Gaza?
Wie können wir die Medienkritik institutionalisieren? Mit Untersuchungen zu gekauften Journis, Experten, Universitäten, Studien etc.? Ich war nie BILD-Fan, im Gegenteil, aber nach dem Pogrom in Israel waren Bild & Welt & NZZ die einzigen, die sagten, was ist.
Wie geht es dir persönlich? Was ist das für ein Gefühl, das Leid der Leute zu sehen sich dann davor zu stellen und darüber zu reden in dem Wissen, gleich/bald wieder im sicheren Zuhause zu sein
Wie schätzt ihr die nächste Zeit ein? Was sind die Gedanken der Menschen vor Ort? Wie stellen diese sich zukünftig ein friedliches Zusammenleben vor? Vielleicht habt ihr ja in diesem Zusammenhang eine 'gefühlte Stimmung' wahrgenommen.
Wie war deine Erfahrung als LGBT-Person im Gazastreifen?
Welche Politiker haben dich in Deutschland / Ukraine / Israel am meisten beeindruckt?
Weißt du immer welcher Wochentag aktuell ist? Und wie gestaltest du deine Freizeit?
Wie stellt ihr die journalistischen Standards an Quellenprüfung usw. sicher, bevor ihr eine Meldung oder einen Beitrag macht? Wie kann man bei der Datenlage vor Ort objektiv bleiben und alles Wesentliche berichten?
Was war einer der schönsten Momente, die du in deinen verschiedenen Einsätzen festhalten/miterleben durftest?
Habt ihr euer Material und Reportagen die ihr in Gaza produziert habt der IDF zur Abnahme vorlegen müssen (wie CNN) vor der Veröffentlichung?
Kannst du noch ein,"normales Privatleben führen" durch die Auslandseinsätze?
Hier sind drei Fragen von mir: Warum gibt es noch keine internationalen Haftbefehle gegen die Hamas Führung? Warum stehen die noch nicht in Den Haag vor Gericht? Warum wird deren Privatvermögen nicht eingezogen und für humanitäre Hilfe verwendet?
Nervt Dich der Hass auf Springer und Bild, weil Deine wichtige Arbeit dahinter oft vergessen wird?
21.20 Restaurant Nuevo Aurich
Wie sicher fühlst du sich momentan in Israel?
(Wir reisen am 8. Dezember morgens ab, bist du vorher noch einmal in Aurich?)
Ihr habt Fragen, Kritik oder Themenvorschläge?
Schreibt uns an [email protected] oder Paul direkt auf Instagram!
Redaktion: Filipp Piatov, Antonia Heyer
Aufnahmen aus aller Welt: Vadim Moissenko & Giorgos Moutafis