Rotlichttherapie

Rotlichttherapie

By SWR3, Nina WorkhardTrue CrimePersonal Journals
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Rotlichttherapie episodes

  • Bob Blume: Namen machen Leute
    Zu Gast ist Bob Blume: Lehrer, Bildungsinfluencer und Autor. Bob ist allerdings “nur” sein Taufname. Obwohl ihn alle so nennen, steht in seinem Pass lange Zeit etwas anderes. Im Gespräch geht es darum, wie sehr der eigene Name die Identität beeinflusst.
    Was macht es mit einem, wenn der eigene Opa den Rufnamen nicht akzeptiert? Wie beeinflusst der eigene Name die Wirkung auf andere? Und warum lassen manche Menschen extra ihren Namen ändern? Auch Nina Workhard, Maximilian Pollux und Roman Lemke, der den Nachnamen seiner Frau angenommen hat, wissen aus eigener Erfahrung, wie stark Namen mit der Identität zusammenhängen.
    Heute arbeitet Bob als Lehrer und ist sich bewusst, welchen Einfluss Sprache und kleine Worte durch Lehrkräfte auf die Schüler:innen haben können. Als er selbst noch Schüler war, sagte ein Lehrer über ihn „Bob neigt dazu, Wörter auf die Goldwaage zu legen“, trifft damit direkt ins Schwarze und beeinflusst mit diesem einen Satz seinen weiteren Weg. Bob versucht, bei seinen Schüler:innen stark auf seine Wortwahl zu achten und schafft es mit kleinen sprachlichen Tricks, ihre Entwicklung zu bestärken und zu motivieren.
    Für Nina, Max und Roman ist dieser Gast die Gelegenheit, über ihre eigene Bildung und Schulzeit, das Schulsystem an sich und die aktuellen Entwicklungen durch KI zu diskutieren.
    Schreibt uns unter [email protected]
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/
    Mental Health First Aid (MHFA) – Kurse für psychische Gesundheit: https://www.mhfa-ersthelfer.de/de/
    1 hr 11 min
  • Maximilian Pollux: Verbotene Gedanken
    Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Suizid. Wenn du selbstzerstörerische Gedanken oder Erfahrungen zu diesem Thema hast, dann höre die Folge bitte nicht allein.
    Der Tod hat schon immer eine Rolle in Maximilian Pollux‘ Leben gespielt. Das Erste, an was er sich erinnert, ist der Wunsch, dass sein Spielkamerad im Kindergarten nicht mehr existiert. Der zweite Gedanke ist der Wunsch, selbst nicht mehr zu existieren.
    Was damals noch unkonkrete Gedanken waren, ohne genaue Vorstellung von Leben und Tod, entwickelt sich im Laufe der Zeit immer weiter. Bereits in der Schule folgen die ersten Suizidversuche. Max beschreibt den Gedanken an Suizid zunächst als seltsamen Fremden, der immer wieder auftaucht und nach und nach zu einem alten Freund wird, der einen scheinbar einfachen Ausweg bietet. Auch Roman kennt diese Gedanken und hält sie von sich weg.
    Wichtig ist, dass dieser scheinbare Ausweg nie eine wirkliche Lösung ist. Denn das Leid, das man seiner Familie, Angehörigen oder einfach unbeteiligten Fremden damit antut, überwiegt alles.
    Max entdeckt Kriminalität als Ventil und Ausweg von den Gedanken: Plötzlich ist kein Platz mehr für Ängste, Sorge und Zweifel.
    Nina kann das gut nachvollziehen, kennt das Gefühl von Lebensmüdigkeit und hat sich selbst schon bewusst in gefährliche Situationen begeben.
    Gemeinsam sprechen die drei über Lösungsansätze und wie man als Betroffener und als Angehöriger damit umgehen kann. Allem voran steht Achtsamkeit. Zu lernen, sich selbst wieder zu lieben, sich nicht an den Niederlagen zu bemessen und sein Gehirn zu trainieren; neue Denkwege zu gehen. Außerdem ist es wichtig, sich Hilfe zu holen – bei kompetenten Ärzten, Psychotherapeuten, Angehörigen oder anonym bei Hilfestellen.
    Schreibt uns unter [email protected] 
    Informationen und Hilfe bei suizidalen Gedanken und Verhalten: 
    https://www.telefonseelsorge.de/ 
    https://www.projuventute.ch/de/eltern/familie-gesellschaft/selbstmord   
    https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/gesundheitsprobleme-von-kindern/psychische-erkrankungen-bei-kindern-und-jugendlichen/suizidales-verhalten-bei-kindern-und-jugendlichen 
    Leseempfehlungen zum Thema Neurologie:
    https://www.businessinsider.de/karriere/arbeitsleben/hirnforscher-erklaert-psycho-trick-positives-denken-2018-1/ 
    https://www.focus.de/wissen/mensch/schlecht-drauf-schneller-psycho-trick-neurologe-verraet-wie-sie-ihr-gehirn-sofort-umprogrammieren_id_6541574.html 
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/
    1 hr 13 min
  • Claudia: Der falsche Vater auf der Geburtsurkunde
    Zu Gast ist Claudia aus Wiesbaden, Mutter von Rita, die wir aus der Folge „Gefährliche Identitätskrise – Ritas Schwan“ kennen. Claudia hat eigentlich mehrere „Leichen im Keller“. Doch Drogensucht, Diebstahl und Prostitution bereiten ihr bis heute weniger Gewissensbisse als eine Urkundenfälschung. Denn auf der Geburtsurkunde ihrer Tochter steht der Name eines Kurzzeitlovers. Wer Ritas Vater wirklich ist, weiß sie nicht. Erst in der Therapie begreift sie, warum das heftige Konsequenzen für ihre Tochter haben kann. Vorher war sie nicht in der Lage, das zu sehen, denn ihre Situation war kompliziert.
    1996 in München: Claudia ist etwa 30, obdachlos und extrem untergewichtig. Sie nimmt Heroin, Benzodiazepine und Kokain. Ihre Dealer sind gleichzeitig ihre Freier. Bei einer geplanten Inhaftierung erfährt sie, dass sie im 7. Monat schwanger ist. Sie heult vor Freude. Muss nicht ins Gefängnis und bekommt sofort Hilfe, wird substituiert – ein Wunder! Das nächste: Ihr Baby kommt gesund auf die Welt, muss allerdings als erstes einen Entzug machen und ist deswegen von Claudia getrennt. Sie bekommt derweil einen Therapieplatz, findet eine Wohnung und lernt für ihr Kind zu kochen und es richtig anzuziehen. Sie kann sich leider nicht erinnern, wer der Vater ihrer Tochter ist. Beim Amt gibt sie einfach den Namen ihres aktuellen Liebhabers an.
    Welche Folgen das auf das Leben ihrer Tochter hat und wie sich Lügen auswirken können, diskutiert sie mit Roman, Nina und Maximilian. Außerdem geht es um gute und schlechte Therapeuten und den Sinn oder Unsinn von absoluter Abstinenz. Die Vier sind sich sicher, dass die Ursachen einer Drogenkarriere nicht in einem schlechten Charakter gründen, sondern dass sehr viele Verletzungen und Leid dahinterstecken.
    Heute lebt Claudia engagiert für ihre Kinder, Arbeit und Ehrenamt. Sie wäre erleichtert, die Sache aus der Welt zu schaffen. Rita weiß davon und die Urkundenfälschung ist verjährt. Fehlt eigentlich nur noch der nächste Schritt.
    Schreibt uns unter [email protected].
    akzept e.V. – Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik: https://www.akzept.eu/
    JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Netzwerk für die Interessen und Bedürfnisse Drogen gebrauchender Menschen: https://www.jes-bundesverband.de/
    DNA-Test zur Herkunftsanalyse:
    https://www.ancestry.de/
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    1 hr 5 min
  • Roman: Der total besoffene Autoklau
    In dieser Folge wird viel gelacht, denn glücklicherweise ist in Romans Geschichte niemand gestorben. Dafür ist sie ein sagenhaftes Beispiel für jugendliche Dummheit. Gefahr bestand zweifellos und nacheinander treten sogar vier sprichwörtliche Leichen zu Tage.
    Roman ist mit Mitte 20, arbeitslos und ohne Perspektive und lebt bei seinen Großeltern in einem Kaff in Brandburg. Sein Opa ist leider auch kein Vorbild. Für nichts ist Geld da, aber Alkohol ist immer im Haus, Alkohol und Kippen. Eines Tages, der Opa, Romans Onkel und Kumpel Tomi sind auch da, fangen sie schon mittags zu saufen an, bis spät abends kein Tröpfchen mehr da ist. Alle gehen pennen, nur Roman und Tomi haben immer noch nicht genug. Die nächste Möglichkeit, an Bier zu kommen, ist die 18 Kilometer entfernte Autobahn-Tankstelle. Zu Fuß zu weit und beide haben weder Auto noch Führerschein. Doch da kommt Roman mit seinem betrunkenen Kopf eine Idee: Vor der Scheune parkt Opas Kombi! Sie müssen dem schlafenden Großvater nur noch die Autoschlüssel aus der Hose klauen… Die Spritztour glückt beinah und endet doch mit zwei Frustbieren.
    Natürlich ist Alkohol im Straßenverkehr das Thema, über das Maximilian, Nina und Roman reden müssen. Sie sind sich einig, dass Autofahren viel zu oft auf die leichte Schulter genommen wird und Drogen am Steuer nichts zu suchen haben. Die Gefährdung anderer und die Schuld, die man lebenslang tragen würde, wiegt zu schwer. Wie wichtig ist für die Fahrtüchtigkeit nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Verfassung? Sollte der Führerschein alle 10 Jahre erneuert werden, wenigstens ab dem 60. Lebensjahr?
    Romans Beichte soll ein Mahnmal sein, sich gegen Leichtsinn und für Konsumkompetenz und Verantwortung zu entscheiden.
    Schreibt uns unter [email protected]
    Alkohol im Straßenverkehr: Promille & Folgen:
    https://www.kenn-dein-limit.info/recht-gesetz/alkohol-im-strassenverkehr-promillegrenzen-und-strafen/
    Ein Leben ohne Alkohol - Mit Nathalie Stüben: https://oamn.jetzt
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/
    48 min
  • Gewalt erlebt und Angst vor der Anzeige?
    Nach bewegenden Podcast-Folgen über Gewalt an Frauen hat sich eine mutige Polizistin gemeldet, um mit Nina, Roman und Maximilian über Probleme im System unserer Strafverfolgungs- und Justizbehörden zu sprechen. Ex-Hure Tara hatte nach einer Misshandlung durch einen Freier auf eine Anzeige verzichtet, weil sie als Sexarbeiterin keine Hilfe von der Polizei erwartete, sondern nur weitere Demütigungen. Nina zeigte einen Gewalttäter an und erlebte dann retraumatisierende Situationen bei Befragungen und Untersuchungen.
    Dazu bezieht Polizistin Simone Stellung. Die frühere Sozialpädagogin ist seit 26 Jahren Polizistin. Früher war sie in der Gewalt- und Drogenprävention an Schulen im Einsatz, heute ist sie im Bereich häusliche Gewalt bei der Polizei. Sie erzählt von ihrem besonderen Ausbildungsweg, von Grundsätzen und Schwierigkeiten im Polizeidienst.
    Deutlich wird, wie groß und berechtigt die Ängste von Geschädigten vor Bloßstellung sind, wie furchtbar das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Gemeinsam stellen die Vier klar, wie wichtig Empathie seitens der Beamten ist, wie nötig eine entsprechende Sensibilisierung und Schulung. Schwierig die Frage: Hat nach möglichen sexuellen Übergriffen das andere Geschlecht überhaupt etwas im Vernehmungsraum zu suchen?
    Trotz allem möchte Simone Frauen und Männern Mut machen, denen Unrecht und Gewalt angetan wurde. Sie zeigt auf, warum es sich lohnen kann, Anzeige zu erstatten und gibt Tipps, was man in einer solch schlimmen, hochemotionalen Situation am besten tun kann.
    Simone hat dazu beigetragen, eine systemische Leiche aus dem Keller unserer Gesellschaft sichtbar zu machen. Wir alle sind aufgerufen – Polizei, Bürger, Nachbarn – uns zu engagieren und Zivilcourage zu zeigen. Damit sich die Täter schämen müssen, und nicht die Opfer!
    Schreibt uns unter [email protected]
    ODABS: Online Datenbank für Betroffene von Straftaten
    https://www.odabs.org/index.html
    nora - Notruf-App | Die offizielle Notruf-App der Bundesländer
    https://www.nora-notruf.de/de-as/startseite
    Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
    https://www.hilfetelefon.de/
    Hilfetelefon Gewalt an Männern
    https://www.maennerhilfetelefon.de/
    Die NO-STALK-App des Weißen Rings
    https://nostalk.de/
    1 hr 17 min
  • Nina: Selbstjustiz nach versuchtem Totschlag
    Nina Workhard fällt es nicht leicht, diese Story zu erzählen. Zum einen, weil sie Opfer einer traumatisierenden Gewalttat wurde. Zum anderen, weil die Dreistigkeit des Täters und die Schwächen unseres Rechtssystems sie darüber rachsüchtig werden ließen. Doch ihr Fall von Selbstjustiz ist mittlerweile verjährt.
    Nina ist 21 und noch Auszubildende im Autohaus, als sie einen Mann kennenlernt, der im gleichen Fitnessstudio trainiert. Nach ein paar Treffen scheint es für sie nicht ganz zu passen und sie geht nach einem offenen Gespräch mit ihm ohne schlechtes Gefühl auseinander. Vier Tage später passt er Nina auf dem Parkplatz ab, bittet um 5 Minuten. Arglos steigt sie in sein Auto. Eine katastrophale Entscheidung, denn es folgen: Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, versuchter Totschlag! Durch das Reagieren von Zeugen kann Nina nach einer Stunde verletzt entkommen und erstattet Anzeige noch bevor sie ins Krankenhaus geht. Bei der folgenden Gerichtsverhandlung erfährt sie, dass der Kampfsportler schon 7-fach vorbestraft ist und die Tat sogar vereiteln wollte. Das Urteil, eine Haftstrafe, verschafft ihr Genugtuung. Doch der Mann geht in Revision. Die Justiz ist überlastet und Nina fühlt sich über Monate, Jahre in der Opferrolle gefangen. Beim 2. Urteil kommt der Täter mit einer Bewährungsstrafe davon. Und gibt bei den Ämtern vor, das Schmerzensgeld nicht zahlen zu können, während er mit neuem Auto im Internet protzt. Da reicht es Nina, sie will Vergeltung!
    Roman und Maximilian sind fassungslos. Nicht über Ninas Rachegelüste, sondern über die Schamlosigkeit und Selbstgerechtigkeit mancher Geschlechtsgenossen. Gemeinsam versuchen sie das Thema Gewalt an Frauen zu fassen und die Problematik der Opfer zu verstehen. Warum neigen Menschen dazu, Gewaltopfern eine Mitschuld zu unterstellen? Welcher Mechanismus in unserem Denken schlägt da fehl? Was muss sich in unserem Rechtssystem ändern, was muss die Polizei im Umgang mit Opfern ändern? Maximilian versucht zu ergründen: Wie verhält man sich bei einem gewalttätigen Übergriff? Auch er weiß sicher aus Erfahrung: Selbstjustiz ist nicht heilsam! Nina erkennt heute sofort, welche Sprüche auf toxische Männlichkeit hinweisen. Ihre Genugtuung über die Vergeltung hat sich falsch angefühlt. Doch sie konnte sich nach 7 Jahren selbst verzeihen und hat auch keinen Männerhass entwickelt. Nach diesem tiefen Gespräch ist ihre Leiche begraben.
    Schreibt uns unter [email protected].
    Drogen-, Gewalt- und Kriminalprävention im gesamten deutschsprachigen Raum: https://www.sichtwaisen-ev.de/
    Hilfe und Beratung bei Gewalt: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/hilfe-und-vernetzung/hilfe-und-beratung-bei-gewalt-80640
    Hilfe bei häuslicher Gewalt:
    https://www.malteser.de/aware/hilfreich/richtig-verhalten-bei-haeuslicher-gewalt.html#c748847
    Frauen gegen Gewalt e. V. Hilfe & Beratung:
    https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/hilfsangebote.html
    Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/
    54 min
  • Sascha Heilig: Spielfrei leben trotz Spielsucht
    Zum dritten Mal ist Sascha Heilig zu Gast. Zwei Podcast-Folgen über sein Leben mit Spielsucht haben nicht gereicht, um seine Emotionen frei zulassen, um die ganze Last an Leid, Schuld und Scham begreiflich zu machen und alle Fragen zu klären.
    Nach Saschas gefürchteter Gerichtsverhandlung, einer relativ glimpflichen Strafe und der gewaltigen sozialen Ächtung in seinem kleinen Wohnort klopft er vergeblich bei seinen Eltern an, um die Insolvenz für den Friseurladen seiner unschuldigen Frau abzuwenden. Er geht acht Wochen in stationäre Therapie, lernt viel über sich selbst und versucht angesichts eines unendlich scheinenden Schuldenberges wieder einen Lebenssinn zu finden. Er will alles wiedergutmachen.
    Sascha erklärt, warum sich eine stationäre Therapie für Spielsüchtige unbedingt lohnt und wieso das Bewusstmachen von Glaubenssätzen so wichtig ist. Roman will wissen: Ist ein Spielsüchtiger noch in der Lage Gesellschaftsspiele zu spielen? Und warum ist „Mensch ärgere dich nicht“ in der Therapie tabu und Boccia okay?
    Maximilian bleibt in Sachen Geldbetrug durch Vertrauenspersonen sehr streng mit Sascha. Gemeinsam diskutieren sie: Wie verhältnismäßig sind Haftstrafen? Hätte Sascha ins Gefängnis gehört? Wofür ist Gefängnis überhaupt gut? Und: Sind Casinobetreiber schlechte Menschen oder machen sie nur ihren Job? Was regelt der Glückspielstaatsvertrag und wo liegen seine Defizite?
    Sascha hat seine Bewährungszeit – nicht ohne Probleme – aber mit Erfolg abgeschlossen. Er hat einen Mentor gefunden, viel über Persönlichkeitsentwicklung gelernt und ist Unternehmer und Coach in Sachen Glücksspielsucht geworden. In Schulen klärt er über Handy- und Computerspielsucht auf. Jeden Tag klopft er sich von Neuem auf die Schulter, dass er spielfrei bleibt und kann seine Leiche endlich begraben.
    Schreibt uns unter [email protected]
    Sascha Heilig: kostenloser Ratgeber
    https://www.sascha-heilig.com/ratgeber
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Glücksspielsucht: Was können Angehörige tun? https://www.check-dein-spiel.de/hilfe-fuer-angehoerige/was-koennen-angehoerige-tun/
    Caritas – Fachstelle Glücksspielsucht
    www.glueckspielsucht.de
    Spielsucht: Das sind Symptome und so können Sie helfen (MDR)
    https://www.mdr.de/brisant/ratgeber/spielsucht-hilfe-therapie-104.html
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/
    1 hr 2 min
  • Sascha Heilig: Rückfall in die Spielsucht
    Ihr habt mitgelitten, als Sascha Heilig in Teil 1 ganz offen über seinen Einstieg in die Spielsucht erzählt hat. Damals nach seiner stationären Therapie fühlt er sich geheilt. Sascha macht etwas aus seinem Leben, sucht sich ein neues Umfeld, schließt eine Ausbildung im Hotelfach mit Bestnote ab, beginnt Schulden zurückzuzahlen und lernt eine Frau kennen. Dreieinhalb Jahre läuft alles gut.
    Doch dann kommt dieser eine Tag, der alles über den Haufen wirft. Sascha will nur kurz Mails checken, dann starrt er gebannt auf die blinkende Anzeige eines Online-Casinos. Er wird rückfällig und gewinnt an einem Nachmittag ungeheure 278.000 Euro. Im totalen Zwiespalt beichtet er seiner Frau den Rückfall, gibt ihr seine Bankkarte ab. Zusammen kaufen sie ein teures Auto, zahlen alle Schulden ab und planen einen Hauskauf. Doch im Geheimen fällt Sascha komplett in alte Muster zurück. Weil er sich keine professionelle Hilfe holt, wird aus dem sagenhaften Gewinn ein Minus von rund einer halben Million Euro! Es folgen ein Polizeieinsatz, Gerichtsverfahren und ein fieser Shitstorm.
    Roman, Maximilian und Nina sind von Saschas emotionaler Beichte berührt. Gemeinsam diskutieren sie über falsche Geld-Glaubenssätze, über unsere Konsumgesellschaft ohne Konsumkompetenz und die perfiden Methoden von Online-Casinos. Schwierig auch die Frage: Sind Angehörige mitschuldig? Weiß jemand ohne Suchterfahrung überhaupt, was zu tun ist? Wo finden Co-Abhängige Hilfe und Information? Wie wichtig ist Ablenkung, wenn ein Süchtiger getriggert wird?
    Sascha hat nicht nur Straftaten begangen, er hat die Existenz von Menschen aufs Spiel gesetzt, beste Freunde betrogen und seine Frau belogen. Dafür schämt er sich heute sehr, seine Gefühlslage ist heftig. Eine überfette Leiche im Keller, wie es Roman ausdrückt. Kann man damit Frieden schließen? Die Vier wollen es in einer 3. Folge zusammen mit Sascha versuchen.
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    Sascha Heilig: kostenloser Ratgeber
    https://www.sascha-heilig.com/ratgeber
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Glücksspielsucht: Was können Angehörige tun? https://www.check-dein-spiel.de/hilfe-fuer-angehoerige/was-koennen-angehoerige-tun/
    Caritas – Fachstelle Glücksspielsucht
    www.glueckspielsucht.de
    Spielsucht: Das sind Symptome und so können Sie helfen (MDR)
    https://www.mdr.de/brisant/ratgeber/spielsucht-hilfe-therapie-104.html
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/
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    1 hr 24 min
  • Maximilian, der jugendliche Dealer
    Bereits als Jugendlicher konsumierte Maximilian Pollux Cannabis. Um diesen Konsum zu finanzieren, rutschte er schnell in die Beschaffungskriminalität und begann zu dealen. Als er dann aber von seinem Dealer mit falschem Cannabis übers Ohr gehauen wurde, konnte er nichts weiterverkaufen und hatte vor allem selbst nichts zum Rauchen. Es musste also schnell Geld für den Drogenkauf her und Papas Geldbeutel lag wie immer an der gleichen Stelle in der Küche … Bis heute kratzt dieser Diebstahl an Max Selbstbild und widerspricht seinem Codex als Gangster.  
    Aber woran halten sich Gangster und Kriminelle eigentlich? Und warum ist es so schlimm den eigenen Codex zu brechen? Gemeinsam mit Roman Lemke und Nina Workhard geht es darum, wie man der Beschaffungskriminalität entgegenwirken und den Geschäftssinn von Jugendlichen in andere Bahnen lenken kann.
     
    Unsere Podcast-Empfehlung: https://www.ardaudiothek.de/sendung/mafia-land-die-unglaubliche-geschichte-des-schwaebischen-pizzawirts-mario-l/12566577/
     
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    53 min
  • Anna Zimt: Offene Beziehung statt heimlicher Betrug
    Wie es ist, neben dem eigenen Mann noch weitere Liebesbeziehungen zu haben, berichtet in dieser Folge Podcasterin und Autorin Anna Zimt. Schon in der Schule ist Anna zeitgleich in zwei Jungs verliebt. Doch sie merkt, dass das nicht in das vorherrschende Gesellschaftsbild passt und verleugnet die Hälfte ihrer Gefühle.
    Mit 18 lernt sie ihren späteren Mann kennen, 9 Jahre lang führen sie eine monogame Beziehung, durchbrochen von kürzeren Trennungen durch Studium und Auslandsaufenthalte. Monate, in denen sich beide ausprobieren. Dann öffnen sie ihre Beziehung. Das bewahrt sie sehr wahrscheinlich vor sprichwörtlichen Leichen im Keller, bis heute.
    Zusammen mit Maximilian, Roman und Nina diskutiert sie, wie wichtig es ist, sich selber treu zu sein, miteinander offen zu reden, auch über ungewöhnliche Bedürfnisse. Wie kann eine offene Beziehung gelingen, welcher Typ muss man sein und wo müssen sich Paare justieren und abstimmen? Heißt Liebe wirklich Verzicht oder gibt es eine bessere, eine ehrlichere Definition? Einig sind sich die Vier, dass es unfair ist, nur Frauen eine laxe Moral vorzuwerfen, während Männer für viele Partnerinnen Beifall bekommen.
    Auch wenn sich die Mehrheit der Menschen mit Polyamorie schwer tut, Anna hat sich nichts vorzuwerfen. Sie bedauert höchstens, nicht schon früher auf ihre Bedürfnisse gehört und mehr geflirtet zu haben.
    7 Prinzipien einer polyamoren Beziehung:
    https://www.couplecare.de/artikel/sieben-prinzipien-der-offenen-beziehung
    Orientierungshilfe Polyamorie und alternative Beziehungsformen:
    https://www.polyamorie.ch/
    Deutsches Netzwerk PAN e.V. (Das Polyamore Netzwerk), Organisation von Poly-Treffen: http://www.polyamory.de/
    too many tabs - der Podcast
    https://www.ardsounds.de/sendung/too-many-tabs-der-podcast/urn:ard:show:f9729e4506b88ae3/
    Schreibt uns unter [email protected].
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    1 hr

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Was passiert, wenn eine Domina, eine Sexualtherapeutin und ein Psychiater gemeinsam über Beziehungen, Sexualität und mentale Gesundheit sprechen?

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