Rotlichttherapie

Rotlichttherapie

By SWR3, Nina WorkhardTrue CrimePersonal Journals
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Rotlichttherapie episodes

  • Roman: Neustart ohne seine Mutter
    Ein Neuanfang braucht manchmal erst einen Schlussstrich, damit überhaupt etwas Neues entstehen kann. So wie bei Roman, der kürzlich den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen hat und damit den ersten Schritt für mehr Selbstfürsorge macht.
    Ende 2023 erfährt er vom Tod seiner Großmutter. Sie war die gute Seele in einer Familie, in der es viele Streitereien gab und Probleme mit Alkohol betäubt wurden. Roman möchte sich von der Oma verabschieden und auf ihre Beerdigung gehen. Doch er erfährt, dass er dort dem Täter gegenübertreten müsste – der Person, die ihn mit 18-19 sexuell genötigt hat. Von seiner Mutter, die davon seit 2 Jahren weiß, bekommt er keine Unterstützung. Er ist tief verletzt, wütend und traurig. Er beschließt, der Familienfeier fernzubleiben und bricht den Kontakt zu seiner Mutter ab.
    Nina und Maximilian bestärken ihn bei seiner Entscheidung. Die Drei sprechen darüber, wie individuell Trauer sein kann. Wie entkommt man toxischen Familienstrukturen und gefährlichen Konsummustern? Ist psychische Arbeit eine Generationenfrage, oder Umdenken auch noch im Alter möglich?
    Von seiner Oma wird sich Roman auf seine Weise verabschieden. Er achtet nun mehr auf Taten, als auf Worte und lernt Verantwortung für sich zu übernehmen, indem er seine schweren Gefühle aushält und neue Schlüsse daraus zieht.
    Schreibt uns unter [email protected].
    Arten von Trauer verstehen:
    https://www.happiness.com/magazin/gesundheit/arten-von-trauer-verstehen/
    Kontaktabbruch mit den Eltern:
    https://www.familie.de/familienleben/eltern/kontaktabbruch-eltern/
    52 min
  • Nina: Neuanfang in Norddeutschland
    Mit dieser Bonusfolge starten wir eine Ministaffel zum Thema Neuanfang. Denn wir haben Größeres vor... Und jeder Neuanfang beginnt mit einem ersten Schritt. So wie bei Nina, die mit 16 zu Hause auszog, um ein neues Leben zu beginnen.
    Nina ist ein rebellischer Teenie und die Welt ihres Heimatdorfes viel zu klein für sie. Sie zieht in die Stadt und sucht sich Jobs. Hat zeitweise vier gleichzeitig, um über die Runden zu kommen. Aber sie will ihrer Familie beweisen, dass sie es allein schafft, verkauft Mode, macht Promotion und kellnert. Der nächste, große Schritt: Nina zieht nach Bremen und mit ihrem neuen Freund zusammen. Im Norden geht es bergauf. Sie bekommt einen Job in einem coolen Fitnessstudio und macht sich in Ruhe auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz. Zielstrebig findet sie ihre Traumstelle in einem Luxusautohaus und geht nach Hamburg. Doch die Miete dort ist mit Azubigehalt und Promojobs nicht zu stemmen. Sie muss sich etwas Neues einfallen lassen. Und meldet sich bei „ihrem ersten Schmuddelportal“ an. So entdeckt sie eine verborgene Welt und ungeahnte Seiten an sich selbst.
    Mit Maximilian und Roman spricht sie über das Zusammenziehen von Paaren, die Wichtigkeit einer Ausbildung und das Finden einer Berufung. Wie leicht bzw. schwer ist es, mit Fetischanfragen Geld zu verdienen? Welche Ängste sind mit einem Doppelleben im Milieu verbunden? Und wie sieht die Zukunft von Webcam-Diensten wahrscheinlich aus?
    Nina hat sich früh aus der Komfortzone bewegt. Geldsorgen zwangen sie, hart zu arbeiten und ungewöhnliche Wege zu gehen. Durch Ausprobieren und Machen konnte sie dafür viel über sich selbst lernen. Vor 10 Jahren hätte sie niemals geglaubt, dass sie heute mit Spaß als Domina arbeitet. Wie Max sagt: Wer irgendwohin will, muss los gehen. Den ersten – noch so kleinen – Schritt machen.
    Schreibt uns unter [email protected].
    53 min
  • Wir begraben die „Leichen im Keller“ mit Bestattungshelferin Laura
    Leute, die Folge wird hart! Es ist die letzte der Staffel „Leichen im Keller“ und Nina, Roman und Maximilian haben dafür jemanden vom Fach eingeladen. Laura aus Bayern hat früh einen geliebten Menschen verloren und einen ungewöhnlichen Weg der Trauerbewältigung gefunden: Sie arbeitet nebenberuflich als Bestatterin.
    2016: Im Freundeskreis von Laura und ihrer Schwester kursieren Partypillen. Beim ersten Mal geht alles gut, doch ein paar Feten später ist Lauras Schwester tot. Sie stirbt mit 22 an den Folgen einer Ecstasy-Überdosis, während Laura in Asien im Urlaub ist. Wie betäubt fliegt Laura nach Hause, fährt vom Flughafen direkt zum Bestatter. Sie – die bis dahin kaum Berührung mit dem Tod hatte – erlebt die schlimmsten Momente ihres Lebens. Sie erzählt, wie es für sie war, ihre Schwester verabschieden zu müssen, welches Wesen ihr unerwartet Trost schenkte und warum sie heute ausgerechnet immer wieder bei dem Bestatter aushilft, der ihre Schwester beigesetzt hat.
    Es geht um bedrückend scheinende Fragen wie: Wann „darf“ jemand gehen? Wie wichtig kann es sein, seine toten Angehörigen noch einmal zu sehen? Welche Gegenstände darf man im Sarg mitgeben? Und womit kann jeder Mensch im Hinblick auf den eigenen Tod seinen Liebsten einen großen Gefallen tun?
    Aber auch: Wie verhält man sich im Drogen-Notfall? Was können Tiere besser als Menschen? Und wie kann man Abschiede gestalten, dass sie weniger düster sind?
    Vom abgeblasenen Mordauftrag, plötzlicher Obdachlosigkeit bis zum Verlust von Kindern – in dieser Staffel wurden viele Leichen aus Kellern der Sprachlosigkeit und Scham befreit. Mit Lauras Abschiedszeremonie lassen wir die berührendsten Momente noch einmal Revue passieren und ehrwürdig gehen. Licht für die Leichen im Keller von jedem von euch! Seid gewiss: Ihr seid nicht allein!
    Schreibt uns unter [email protected].
    Nummer gegen Kummer: http://www.nummergegenkummer.de
    Formulare und Vordrucke des Bundesministeriums der Justiz zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung: https://www.bmj.de/DE/service/formulare/formulare_muster_node.html
    So schreibst Du Dein Testament: https://www.finanztip.de/testament-checkliste/
    Infos zu Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung: https://www.juradirekt.com/produkt/gesamtvollmacht
    1 hr 26 min
  • Roman: Betteln ohne Not
    Roman holt eine schambehaftete Leiche aus dem tiefen Keller seiner perspektivlosen Jugend in Brandenburg. Es geht um Bettelei, das Vortäuschen einer Notlage und wie übel sich echte Bedürftigkeit anfühlt.
    Es ist ein geiler Sommertag: Roman ist 15 und hat in der brütenden Mittagshitze keinen Bock mehr auf Schule, will nur noch raus an den See, chillen und Gras rauchen. Aber dafür hat er wie immer keine Kohle, findet auch niemanden, der ihm noch was leiht. Er gabelt bloß weitere Schnorrer auf. Im Supermarkt, wo gefühlt die ganze Dorfjugend klaut, heftet sich sofort ein neuer Ladendetektiv an ihre Fersen. So landen sie am Bahnhof und da kommt Roman eine glorreiche Idee: fremde Erwachsene unter falschen Vorwand nach Geld fragen. Und es klappt sogar!
    Doch er ist bis heute überhaupt nicht stolz darauf. Es ist ihm sogar peinlicher als Diebstahl. Weil er es nicht wirklich nötig hatte, wie zum Beispiel Obdachlose. Weil er damit seinen Drogenkonsum finanziert hat. Nina fühlt mit. Maximilian setzt Kontrapunkte. Sie diskutieren: Warum ist Betteln so demütigend? Wie kann man Bettlern oder Obdachlosen am besten helfen? Und kann man es einem Menschen wirklich ansehen, ob es ihm schlecht geht oder ob Not gespielt ist?
    Roman kann sich diese Leiche schwer vergeben. Er hat Mist gebaut. Aber er hat damit aufgeräumt und der falsche Bettler wird nun gemeinschaftlich begraben.
    Schreibt uns unter [email protected].
    Tipp: ARD-Doku Hiphop – Made in Germany
    https://1.ard.de/Hiphop_Made_in_Germany?d=pc
    56 min
  • Maximilian: Lügen, die die Liebe töten
    Maximilian Pollux ist nicht für eine klassische monogame Beziehung gemacht. Doch darüber war er sich noch nicht immer im Klaren. In dieser Folge holt er eine Leiche aus dem Keller, die ihm noch heute weh tut: Er hat eine Frau hintergangen, die er liebte und die nicht verdient hatte, angelogen zu werden.
    Maximilian sitzt als junger Mann 10 Jahre im Gefängnis, ohne Beziehung, ohne Sex. Er nimmt sich vor, nach der Haft so viele Frauen wie möglich zu daten. Doch dann schlittert er in der Entlassungsvorbereitungszeit in eine Beziehung rein. Trifft ein cooles Mädchen wieder, mit dem er vor der Haft zusammen war, ein tiefgründiger, verlässlicher Mensch. Sie lieben sich, er fühlt sich nach langer Zeit bei ihr zu Hause. Doch für sie bedeutet Liebe: Er darf keine andere anschauen, die einzige sexuelle Partnerschaft für immer. Max versucht ein treuer Mann zu sein. Aber es geht schief. So wie bei einem Drittel aller Ehen...
    Mit Nina und Roman diskutiert er über Treue, Monogamie und woher unsere Vorstellungen davon kommen. Bedeutet echte Liebe Verzicht? Oder müsste Treue eigentlich Ehrlichkeit und Loyalität heißen? Welche Rolle spielt Sex? Und warum glauben wir manchmal lieber Lügen, als die Wahrheit auszuhalten?
    Max lernt später alternative Beziehungsformen kennen und weiß heute: Er hat versucht, gegen sein Wesen zu leben. Und er hat erlebt, dass eine Lüge auch den Lügner vergiftet und sich deshalb entschlossen, dass er niemanden mehr hintergehen will. Keine Freunde, Geschäftspartner, erst recht niemanden, den er liebt. Seit fünf Jahren ist er verheiratet. Seine Frau war die Erste, die ihn akzeptiert, wie er ist. Herzlichen Glückwunsch! Damit ist die Leiche begraben, doch Max geht immer noch an dieses Grab.
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    1 hr 16 min
  • Nina: die übergriffige Verführerin
    Diesmal geht es um eine wahrgewordene Männer-Phantasie, und genau die ist eine Leiche im Keller von Nina. Die verkauft privat gern gebrauchte Kleidung über Kleinanzeigen im Netz. Eines Tages bekommt sie eine untypische Rückfrage. Ihr ist direkt klar, dahinter steckt ein Mann. Sie vermutet einen Wäsche-Fetisch. Das weckt die Jägerin in ihr. Bei Abholung des Artikels entwickelt sich eine prickelnde Situation – sie führt den Kleinanzeigenkunden in die Welt des Fußfetischs ein. Erst danach erfährt sie: Der Mann ist verheiratet.
    In der Folge geht’s um Macht, Fetisch und den sexuellen Kick: Kann man sich einfach nehmen, was man möchte, wenn es offenbar beide genießen? Und wer ist verantwortlich für die Konsequenzen? Es wird viel gelacht und hart diskutiert. Denn wo Roman partout keinen Grund für ein schlechtes Gewissen erkennen kann, klärt BDSM-Kenner Maximilian über Verantwortung der Mächtigeren auf. Was bedeutet Gleichberechtigung der Geschlechter im Fall der Verführung? Was macht den Unterschied bei Männern und Frauen? Oder anders gefragt: Darf eine Frau einem Paketboten nackt die Tür öffnen? Wo fängt sexuelle Nötigung an und wie könnte man stattdessen verantwortungsvoll kommunizieren?
    Nina weiß, was sie getan hat. Aber sie sieht sich nicht als Ehe-Zerstörerin. Darüber zu sprechen hilft, Gedanken zu sortieren und wahrscheinlich auch, zukünftige Fehler zu vermeiden. Ihre Leiche darf die getragenen Söckchen mitnehmen und entschwinden.
    Schreibt uns unter [email protected]
    Was ist BDSM? https://www.smjg.org/jugend-und-bdsm/bdsm-was-ist-das-ueberhaupt/
    1 hr 1 min
  • Steffi: Doppeltes Trauma
    Zu Gast ist die 37-jährige Steffi: Sozialarbeiterin, Kinderbuchautorin und Mama von zwei Kindern. Die Leiche im Keller, die sie mitbringt, ist ihre Überangepasstheit, die aus ihrer belasteten Kindheit stammt und ihr erst im letzten Jahr bewusst werden konnte. Denn nach der Geburt ihres ersten Kindes kämpft sie lange mit einer posttraumatischen Belastungsstörung.
    Steffi ist Einzelkind und wächst mit einem schwerkranken Vater und einer berufstätigen Mutter auf. Sie versucht ihren Eltern immer alles recht zu machen, wird instrumentalisiert und opfert sich auf, bis in die Ausbildungs- und Erwachsenenzeit. Sie heiratet, wird schwanger und „funktioniert“ bis dahin gut. Acht Wochen vor dem Geburtstermin wird festgestellt, dass ihr Baby unterversorgt ist. Sie erleidet Ängste, ein Kaiserschnitt wird zum Albtraum. Ihr Sohn ist ein „fittes Frühchen“, doch nach 6 Monaten ist sie mit ihren Kräften so am Ende, dass ihr Mann sie zum Arzt schickt. Eine Traumatherapie mit EMDR hilft ihr. Doch erst Jahre später, nach Schicksalsschlägen, Coronazeit und Suchterfahrungen geht sie im Coaching einem alten Gefühl auf den Grund. Und begreift, dass sie nie gelernt hat, Grenzen zu setzen und sich um sich selbst zu kümmern.
    Nina kann das Phänomen gut erklären: Wenn Kinder in die Elternrolle gedrängt werden, nennt sich das Parentifizierung. Zusammen mit Roman und Maximilian diskutieren sie Fragen wie: Haben Eltern einen Anspruch darauf, dass sich ihre Kinder um sie kümmern? Wie wichtig ist Selbstfürsorge und wie schafft man es, Energie zu tanken, um überhaupt für andere da sein zu können?
    Steffi hat gelernt auf sich zu achten, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Im Moment meidet sie den Kontakt zu ihrer oft übergriffigen Mutter. Steffis „Leiche“ bleibt wie die Hand eines Vampirs, die immer noch nach ihr greifen will. Vielleicht wird sie übertätowiert, um immer daran zu erinnern, was man nie wieder haben will.
    Schreibt uns an [email protected].
    Parentifizierung: Anzeichen und Spätfolgen:
    https://www.eltern.de/familie-urlaub/familienleben/parentifizierung--anzeichen-und-spaetfolgen--13552062.html
    Parentifizierung: Wenn Kinder Eltern sein müssen:
    https://www.big-direkt.de/de/gesund-leben/familie-kinder/parentifizierung
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    1 hr 14 min
  • Thomas Kundt: Der echte Tatort-Reiniger
    Wenn es bei dieser Podcast-Staffel um „Leichen im Keller“ geht, darf ein echter Tatortreiniger natürlich nicht fehlen! Zu Gast ist Thomas Kundt, der seit 10 Jahren als Tatortreiniger und Desinfektor arbeitet.
    Er und seine Mitarbeiter beseitigen Spuren von Gewalt, Suiziden und Menschen, die einsam oder verwahrlost in ihren Wohnungen sterben. Mittlerweile ist Thomas auch Sachverständiger für Leichenfundorte und Buchautor. In dieser Folge spricht er unverblümt und humorvoll über sprichwörtliche und reale Leichen im Keller. Er erzählt von seinem ersten wirklich Comedy-reifem Reinigungseinsatz, von erotischen Fundstücken, Kriminalfällen und gibt mitfühlenden Einblick in die Welt von Messies.
    Maximilian, Nina und Roman wollen wissen: Wie wird man Tatortreiniger, was sind die Voraussetzungen für diesen sehr speziellen Job? Welche mentalen Strategien hat Thomas entwickelt, um mit schweren Schicksalen und schlimmen oder ekelerregenden Dingen, die er sieht, zurecht zu kommen? Denkt er durch seinen Job anders über das Leben und das Tabuthema Tod?
    Nicht zuletzt durch seine Einblicke in sehr private Bereiche ist Thomas überzeugt, dass jeder Mensch eine „Leiche im Keller“ hat. Sein größtes eigenes peinliches Geheimnis ist sein Antiquitätenfimmel. Doch er gelobt, nicht mehr alles aufzuheben und auf dem Weg der Besserung zu sein.
    Tipps für Angehörige von „Messies“:
    https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/pathologisches-horten-umgang-mit-dem-messie-syndrom/
    Verhaltenstherapie bei Messie-Syndrom – mehr Selbstkontrolle und Stärkung des Selbstwertgefühls: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/ratgeber-archiv/artikel/messie-syndrom-durch-verhaltenstherapie-mehr-selbstkontrolle-und-staerkung-des-selbstwertgefuehls/
    Messie-Syndrom-Hilfe in ganz Deutschland:
    https://www.messie-hilfe-team.de/messie-hilfe-team.html
    Song „Unsichtbar“ von PTK und Thomas Kundt:
    https://www.youtube.com/watch?v=3ZfEtuyLaLw
    1 hr 11 min
  • Roman: Drogen für den kleinen Bruder eines Freundes
    Drogen an Minderjährige weiterzugeben, ist verantwortungslos. Dieser klaren Meinung ist Roman heute und setzt sich für mehr Konsumkompetenz ein. Als junger Mann selbst maßlos und selbstzerstörerisch unterwegs, fehlte ihm dafür jedes Bewusstsein. Eine heftige „Leiche im Keller“, die er heute mit uns teilt.
    Roman macht eine Ausbildung, hat hohe Handy-Schulden und ist froh bei seinem Kumpel in der 1-Zimmerwohnung im Plattenbau unterzukommen. Das wenige Geld reicht für maximal einen Döner oder 2-3 Konservendosen am Tag. Denn eigentlich steckt er alles in Biermixgetränke, Gras und Amphetamine. Die Freunde konsumieren und zocken zugedröhnt tagelang. Einmal kommt der 15-jährige Bruder seines Kumpels vorbei und möchte Amphetamin probieren. Das finden sie lustig, legen ihm eine Linie nach der anderen, bis der Junge nur noch lallen kann.
    Nina, Maximilian und Roman diskutieren über Komasaufen und Auslachen, fehlende Grenzen und Perspektivlosigkeit. Was wären echte gute Vorbilder? Nützt Neinsagen bei Teenagern oder was kann man tun, um sie vor Extremerfahrungen zu schützen? Welche Rolle spielen eventuell unerkannte Krankheiten wie ADHS oder das fetale Alkoholsyndrom?
    Roman und schämt sich sehr für diese Geschichte. Dass er seine Erfahrungen heute mit vollem Bewusstsein nutzt, um glaubhaft Prävention zu betreiben, hilft ihm hoffentlich, diese Leiche zu begraben.
    Schreibt uns unter [email protected]
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    Unsere Podcastempfehlung diese Woche: CUT - Das Silvester, das uns verfolgt https://1.ard.de/CUT?p=pp
    56 min
  • Maximilian: feige Trennung ohne Abschied
    Maximilian Pollux holt eine Leiche aus dem Keller seiner Gangsterzeit. Es geht darum, wie man Menschen behandelt, die einem vertrauen und wie man mit unangenehmen Situationen umgeht.
    Er ist 19 und auf der Flucht in Tschechien, denn in Deutschland droht seine Verhaftung. Eine gefährliche Gegend, er dealt, hat keine Wohnung, kein Konto. Eher zufällig lernt er eine Prostituierte kennen, die ihm Unterschlupf in einem Bordell gewährt, sich um seinen Hund kümmert und Max pflegt, wenn er verprügelt und blutend von schlecht gelaufenen Terminen zurückkommt. Diese hübsche, rothaarige, 10 Jahre ältere Frau nennt sich Anna. Sie bekommt mit, wie tief Max' Traumata sitzen und dass ihr „Babygangster“ niemandem vertraut. Trotzdem unterstützt sie ihn und ist die Erste, bei der er eine Art Ruhe findet. Die beiden leben fast ein Jahr zusammen. Doch eines Tages geht Max. Er verlässt das Land, ohne ihr die Möglichkeit zu geben, sich von ihm zu verabschieden.
    Dafür schämt er sich heute. Absolution kann er sich dafür nicht selbst geben. Nur Anna könnte sagen, dass sie es versteht. Die Leiche bleibt da und erinnert Max für immer daran, wie weh solche Dinge tun und dass er heute nicht mehr so sein will. Dass Menschen Respekt gebührt, die einem Vertrauen beweisen und es nichts nützt, sich vor Abschieden zu drücken.
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    Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/
    Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis
    Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/
    Anlaufstelle bei Zwangsprostitution: https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/themen/frauenhandel/unterstuetzung-fuer-betroffene
    49 min

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Was passiert, wenn eine Domina, eine Sexualtherapeutin und ein Psychiater gemeinsam über Beziehungen, Sexualität und mentale Gesundheit sprechen?

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