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Die NATO-Staaten haben auf dem Gipfel in Den Haag in dieser Woche Historisches beschlossen. Fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Bündnispartner sollen in die Verteidigung fließen. Lange hatten die USA gefordert, dass Deutschland und Europa einen größeren Teil der Kosten übernehmen. Donald Trump hatte sogar gedroht, die NATO zu verlassen, sollten sie das nicht tun. Und dennoch sei die Entscheidung von Den Haag kein Geschenk an den US-Präsidenten, sondern an uns selbst, sagt André Wüstner, Chef des Bundeswehrverbandes im Gespräch mit Anne Will. Seit mehr als einem Jahrzehnt fordert Wüstner mehr Geld für die Bundeswehr. Jetzt sei es da und müsse überlegt und effizient ausgegeben werden. Die Bundeswehr solle zur stärksten konventionellen Armee in Europa werden, hat Bundeskanzler Merz auch in seiner Regierungserklärung in dieser Woche erneut bekräftigt. Doch für dieses selbstgesteckte Ziel fehlen Zehntausende Soldatinnen und Soldaten. Die Wiedereinführung des Wehrdienstes könnte Abhilfe schaffen. Doch dafür müsse zuerst die marode Infrastruktur der Bundeswehr angegangen werden, sagt André Wüstner. “Ich kann doch keinem Wehrpflichtigen mit verschimmelten Unterkünften kommen.”
Können die vielen Milliarden an Mehrausgaben für die Bundeswehr in den nächsten Jahren uns also wirklich schützen? Angesichts der russischen Bedrohung bleibe Deutschland nichts anderes übrig, als alles dafür zu tun, wieder abschreckungsfähig in Europa zu werden, sagt Wüstner. In dieser Folge spricht Anne Will mit ihm darüber, wie das konkret gelingen kann und warum es dafür auch ein Umdenken in der Gesellschaft braucht.
Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 24.06.2025 um 17 Uhr.
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WICHTIGE QUELLEN:
Zeit, Deutscher Wehretat soll bis 2029 auf 150 Milliarden Euro steigen, 23.06.25
tagesschau.de, Pistorius will Wehrpflicht-Option im Gesetz verankern, 23.06.2025
Spiegel, Fünf Absätze, um Donald Trump milde zu stimmen, 23.06.2025
Welt, Zeitenwende mit Buchungstricks – wie das Fünf-Prozent-Ziel viele Nato-Staaten überfordert, 23.06.25
Zeit, Stimmt es, dass die Nato nicht genug für Rüstung ausgibt?, 23.06.2025
Spiegel, Mehrheit der Deutschen für Aufbau eines europäischen Atomschutzschirms, 23.06.25
Zeit, Ein Tag lang Anerkennung reicht nicht, 15.06.2025
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By Anne Will4.5
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Die NATO-Staaten haben auf dem Gipfel in Den Haag in dieser Woche Historisches beschlossen. Fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Bündnispartner sollen in die Verteidigung fließen. Lange hatten die USA gefordert, dass Deutschland und Europa einen größeren Teil der Kosten übernehmen. Donald Trump hatte sogar gedroht, die NATO zu verlassen, sollten sie das nicht tun. Und dennoch sei die Entscheidung von Den Haag kein Geschenk an den US-Präsidenten, sondern an uns selbst, sagt André Wüstner, Chef des Bundeswehrverbandes im Gespräch mit Anne Will. Seit mehr als einem Jahrzehnt fordert Wüstner mehr Geld für die Bundeswehr. Jetzt sei es da und müsse überlegt und effizient ausgegeben werden. Die Bundeswehr solle zur stärksten konventionellen Armee in Europa werden, hat Bundeskanzler Merz auch in seiner Regierungserklärung in dieser Woche erneut bekräftigt. Doch für dieses selbstgesteckte Ziel fehlen Zehntausende Soldatinnen und Soldaten. Die Wiedereinführung des Wehrdienstes könnte Abhilfe schaffen. Doch dafür müsse zuerst die marode Infrastruktur der Bundeswehr angegangen werden, sagt André Wüstner. “Ich kann doch keinem Wehrpflichtigen mit verschimmelten Unterkünften kommen.”
Können die vielen Milliarden an Mehrausgaben für die Bundeswehr in den nächsten Jahren uns also wirklich schützen? Angesichts der russischen Bedrohung bleibe Deutschland nichts anderes übrig, als alles dafür zu tun, wieder abschreckungsfähig in Europa zu werden, sagt Wüstner. In dieser Folge spricht Anne Will mit ihm darüber, wie das konkret gelingen kann und warum es dafür auch ein Umdenken in der Gesellschaft braucht.
Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 24.06.2025 um 17 Uhr.
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