Die Arbeit der Treuhandanstalt polarisiert bis heute. Ihre Arbeit wurde von Beginn an kontrovers diskutiert und es war strittig, welche Ausrichtung die Behörde haben sollte, der rund 8.500 ehemals „volkseigene Betriebe“ der DDR mit mehr als vier Millionen Beschäftigten unterstanden. Anlässlich des 30. Jahrestags der Ermordung des Treuhand-Präsidenten Detlev Karsten Rohwedder am 1. April 1991 – dem traurigen Höhepunkt der Auseinandersetzung – sowie der Wahl Birgit Breuels zur neuen Präsidentin am 13. April mit der folgenden Neuausrichtung der Treuhandarbeit haben wir Politik und Zeitzeugen ins Gespräch gebracht. Was steckte hinter der Idee der Ur-Treuhand? Wie alternativlos waren die Richtungsentscheidungen beim Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft 1990/1991? Und welche Folgen der Treuhandarbeit sind bis heute noch spürbar?