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Wir knüpfen an unser Gespräch zur Übersetzungsgeschichte in Folge 42 an und sprechen über die Geschichte der Wissenschaftsübersetzung und die Besonderheiten der Translationswissenschaft. Wissen Sie eigentlich, warum das Englische zur internationalen Wissenschaftssprache wurde? Und welche Rolle die Wissenschaftler:innen dabei spielten, die vom Naziregime ins Exil gezwungen wurden? Lassen Sie sich mitnehmen auf eine spannende Reise in die Geschichte.
Albrecht J., Plack, I. (2018). Europäische Übersetzungsgeschichte. Narr/Francke/Attempto Verlag // Chronotopos – A Journal of Translation History, 2(1&2), 261–267. // Schleiermacher, F. (2022) Über die verschiedenen Methoden des Übersetzens. Hrsg. Elisabeth Eda & Wolfgang Matz. Alexander Verlag. Berlin // Schippel, L. (2024). Exil ist Translation. In: S. Kremmel, J. Richter, L. Schippel (Hrsg.), Translation und Exil (1933-1945) ||| (S. 127 - 154). Frank & Timme Verlag
Hier gibt es mehr Informationen zu dem Forschungsprojekt „Exil:Trans“.
Hier gibt es mehr Informationen zum Georgetown–IBM Experiment.
Hier gibt es mehr Informationen zum ALPAC-Bericht.
Diesen März waren wir zu Gast bei der Leipziger Buchmesse und haben uns dort – initiiert vom Leipziger Übersetzungszentrum – mit vielen tollen Kolleg:innen über Wege in eine diversere Übersetzungswelt ausgetauscht.
Dejla Jassim übersetzt Lyrik, Sachbücher und Romane aus dem Englischen, wofür sie u. a. Stipendien der Frankfurter Buchmesse und des Deutschen Übersetzerfonds erhielt. Außerdem moderiert und kuratiert sie Literaturveranstaltungen und ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift Übersetzen.
Girmay, Aracelis (2022): Ihr seid, wen ich liebe. In: GYM Magazin #3. Übersetzt von Dejla Jassim // Parkinson, Karl (2023): Alle Schaukeln sind verschwunden. In: mosaik Magazin #39. Übersetzt von Dejla Jassim // Lozada-Oliva, Melissa (2022): Du weißt, wie man Arroz con Pollo sagt, aber nicht, was du bist. In: mosaik Magazin #37. Übersetzt von Dejla Jassim // Lydon, Clare (2023): Was das Herz sich wünscht. Ylva Verlag. Übersetzt von Dejla Jassim // LaViolette, S. M. (2024): Eine Braut für den Viscount. Digital Publishers. Übersetzt von Dejla Jassim // Hur, Anton (2023). Das Große Weiße Canceln. In: Übersetzen Heft 2/2023. Übersetzt von Dejla Jassim
Hier geht’s zu der Webseite von Dejla Jassim.
Hier geht’s zu dem Instagram Account von dem BIPoC-Literaturkollektiv, das Dejla Jassim mitbegründet hat.
Unter vielen anderen sind diese Texte für den Diskus bedeutend:
Hier geht es zu dem Text „Was mache ich eigentlich hier? Eine Rechtfertigung“ von Karosh Taha.
In unserer 44. Folge von Überübersetzen sprechen wir mit dem Informatiker und Oxford-Promovent Benjamin Rodatz über Künstliche Intelligenz, die Entwicklung der maschinellen Übersetzung und Perspektiven für die Zukunft.
Benjamin Rodatz promoviert aktuell in Computer Science an der University of Oxford. Er hat einen Master in Computer Science von der University of Oxford für welchen er die Preise für die beste Masterarbeit und die beste Gesamtleistung gewonnen hat. In einem zweiten Master an der TU München hat er sich mit den sozialen Auswirkungen von Technology und Wissenschaft beschäftigt und sich mit der Zusammenarbeit von Menschen und KI in kreativen Prozessen auseinandergesetzt.
Hier geht es zu dem Manifest für menschliche Sprache im offenen Brief zur KI-Veordnung des VdÜ, IGÜ und A*dS.
Hier geht's zu dem Text „On the Opportunities and Risks of
Hier geht’s zum Artikel „Post-Humane Literarische Übersetzung? Eine Kafka (esques) Beispiel“ des Goethe-Institutes.
Hier geht’s zu dem Video „Wie Maschinen lernen“ von CGP Grey.
Hier geht’s zu dem Video „How AI, Like ChatGPT, Really Learns“ von CGP Grey.
Hier geht’s zu dem Video „Aber was ist ein neuroyales Netzwerk? | Kapitel 1, Deep Learning“ von 3Blue1Brown.
In unserer neuen Folge widmen wir uns gemeinsam mit Larisa Schippel voll und ganz der Übersetzungsgeschichte. Bisher haben wir dieses Thema immer nur kurz in unseren einzelnen Folgen angeschnitten, aber jetzt gehen wir in die Tiefe und finden heraus, wann die Geburtsstunde des Simultandolmetschens stattfand, was die kommunistische Internationale damit zu tun hat und warum es gar nicht so einfach ist, die Geschichte der Übersetzung zu rekonstruieren. Da geht es um Hindernisse in der Recherche, die Kriterien für Archivwürdigkeit, um Pu den Bären und um einen Abt aus Frankreich, der nach Spanien gereist ist um den Koran ins Lateinische übersetzen zu lassen. Sie verstehen nun nur noch Bahnhof? Na dann, hören Sie rein!
Literatur & Links
Bauschinger, S. (2015): Die Cassirers. Unternehmer, Kunsthändler, Philosophen. – München: C.H. Beck.
Hier gibt es mehr Informationen zu Luise Adelgunde Victorie Gottsched.
Welche Auswirkung hatte es auf die tschechische Dramatik, dass Václav Havel nach der Wende Präsident wurde? Warum werden Roman Sikoras kapitalismuskritische Stücke nicht auf den großen Bühnen gespielt? Und wie bringt man seine besondere Sprache ins Deutsche?
Barbora Schnelle studierte Theaterwissenschaft und Ästhetik/Kulturwissenschaft in Brno, Berlin und Wien. 2001 promovierte sie am Institut für Theaterwissenschaft der Masaryk Universität in Brno/Tschechische Republik mit ihrer Arbeit über die Theaterstücke Elfriede Jelineks (als Buch: Elfriede Jelinek a její divadlo proti divadlu, Brno: Větrné mlýny 2006) und arbeitete dort als Universitätsassistentin. Seit 2001 lebt sie in Berlin und arbeitet als freischaffende Übersetzerin (Stücke von Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard, Peter Handke, Werner Schwab, Maxi Obexer, Kathrin Röggla, Mehdi Moradpour, Wolfram Lotz oder Sivan Ben Yishai u. a. ins Tschechische und Stücke von Roman Sikora, Eva Prchalová, Kateřina Rudčenková, Anna Saavedra, Tomáš Dianiška u. a. ins Deutsche), Theaterkritikerin, Kulturmanagerin und Herausgeberin. 2009 gründete sie zusammen mit Antje Oegel das Projekt Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater, in dessen Rahmen sie seitdem eine Reihe von Veranstaltungen, Festivals und Workshops durchführte. 2014 gründete sie das Festival des tschechischen Gegenwartstheaters in Berlin Ein Stück: Tschechien, das sie seitdem kuratiert und zusammen mit Henning Bochert leitet.
Literatur & Links
Schnelle, B. (2006): Elfriede Jelinek a její divadlo proti divadlu. Větrné mlýny. Brno. // Schnelle, B. (2018): Der alltägliche Wahnsinn und die Vorzüge von Masochismus. Anmerkungen zur tschechischen Gegenwartsdramatik. // Schnelle, B. (2018): Von Masochisten und Mamma-Guerillas. Neue tschechische Dramatik. Neofelis Verlag. Berlin. // [Sikora, R. (2022). Frühstück mit Leviathan: Theaterstücke (B. Schnelle, Hrsg.). Neofelis Verlag. Berlin.](https://neofelis-verlag.de/verlagsprogramm/literatur-theatertexte/theatertexte/1005/fruehstueck-mit-leviathan
Barbora Schnelle initierte die tschechische Herausgabe der Stücke von Elfriede Jelinek beim Verlag Brkola. Neben ihr übersetzen auch Zuzana Augustová und Jitka Jílková. In folgenden Büchern erschienen die Übersetzungen von Barbora Schnelle:
Die erste Elfriede Jelinek-Übersetzung von Barbora Schnelle (Clara S. Eine musikalische Tragödie) erschien in Buchform in:
Ihre weiteren Elfriede Jelinek-Übersetzungen erschienen in der Theaterzeitschrift Svět a divadlo, für die sie auch als Theaterkritikerin arbeitet:
Hier geht’s zu dem Verein Drama Panorama.
Hier gibt es mehr Informationen zu dem Festival des tschechischen Gegenwartstheaters in Berlin „Ein Stück: Tschechien“.
Hier geht’s zu mehr Informationen zu dem Theaterstück „Stecken, Stab und Stangl. Eine Handarbeit“ von Elfriede Jelinek.
Hier geht’s zur mehr Informationen zu „Ein Stück: Tschechien – Wie die Löwen von Roman Sikora.“.
[Hier](https://www.suhrkamptheater.de/person/sivan-ben-yishai-p-14912
[Hier](https://www.ndbrno.cz/en/cinohra/revolution/
Wie wird eine Zeitung mit internationaler Ausrichtung gestaltet? Wie funktionieren Absprachen und Übersetzungsprozesse über Ländergrenzen und Kontinente hinweg?
Jakob Farah ist seit 2010 Redakteur und Autor bei der Deutschen Ausgabe von Le Monde diplomatique. Zuvor arbeitete er als Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin vor allem zum Schwerpunkt Algerien und Arabische Welt.
Literatur & Links:
Griesel, Yvonne (2012) : "Fachtexte zappeln in Vernetzung - Sportjournalismus". In: Baumann, K.-D. (ed.) Fach – Translat – Kultur. Interdisziplinäre Aspekte der vernetzten Vielfalt. Forum für Fachsprachen-Forschung, Band 98+99. Frank und Timme: Berlin. (467-489) // Bielsa, Esperanca & Bassnett, Susan (2009): Translation in Global News. Routledge Taylor & Francis Group.
Hier geht es zur Webseite der LE MONDE diplomatique.
Wodurch unterscheidet sich Übersetzen im Journalismus von anderen Bereichen? dekoder ist ein Online Medium, das sich darauf spezialisiert hat, Texte kritischer Medien aus Russland und Belarus zu übersetzen. In der Redaktion werden Hintergrundinformationen zu komplexen Themen mit internationalen Forscher:innen von unterschiedlichen Universitäten aufbereitet. Übersetzen spielt eine fundamentale Rolle, daher gibt es eine Übersetzungsredaktion, die Friedrike Meltendorf leitet. Sie gibt uns einen Einblick in diese spannende Arbeit und wir diskutieren auf was es ankommt, wenn journalistisch übersetzt wird.
Friederike Meltendorf wurde an der Humboldt-Universität Berlin Diplomübersetzerin. Nach ihrem Abschluss zu Tschechows Die drei Schwestern begann sie 2003 mit ihrer Tätigkeit als Literaturübersetzerin für Russisch und Englisch und begleitet als solche seitdem die Rezeption zeitgenössischer russischer Literatur in Deutschland. Mit künstlerischen Projekten und multimedialen Lesungen wirkte sie an modernen Formen von Literaturvermittlung mit. Ihre redaktionelle Erfahrung stammt aus ihrer Tätigkeit als Schlussredakteurin bei Fach- und Publikumszeitschriften. Mittlerweile unterrichtet sie literarisches Übersetzen an Universitäten in Freiburg, Tübingen und Hamburg und ist Mitglied des Hamburger Instituts für angewandte Kulturforschung postkartell e.V.
Für ihre Arbeit als Übersetzerin wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzung 2013. Ihre neueste Publikation ist Matisse von Alexander Ilitschewski bei Matthes und Seitz Berlin, ein großer Moskau-Roman über die postsowjetischen Umbruchsjahre.
Hier geht’s zum Online-Magazin Dekoder.
Prof. Künzli aus Genf forscht im Bereich audiovisuelle Translation und führt uns in ein äußerst spannendes Forschungsfeld ein. Die AVT hat sich rasant entwickelt in den letzten Jahren und gerade hier bietet die Forschung eine gute Möglichkeit Schritt zu halten. Warum ist Teamarbeit in diesem Bereich sowohl in der Praxis als auch in der Theorie so wichtig? Was ist Fansubbing und welchen Einfluss hat es auf die Untertitelung? Müssen wir uns an schlechtere Qualität gewöhnen? Und warum gibt es immer mehr Filme, die anhand englischer Templates in die unterschiedlichsten Sprachen übersetzt werden? Wir werden in diesem Podcast nicht alle Fragen beantworten können, aber dafür spannende Fragen aufwerfen.
Alexander Künzli ist Professor für Übersetzungswissenschaft an der Fakultät für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Genf und Leiter der Deutschen Abteilung. Seine Forschungsschwerpunkte sind die audiovisuelle Translation – insbesondere die Untertitelung – sowie die Qualitätssicherung von Übersetzungen. Er unterrichtet Forschungsmethodik, audiovisuelles Übersetzen und Textverständlichkeit, organisiert Weiterbildungen im Bereich audiovisuelle Translation und ist Chefredaktor der translationswissenschaftlichen Fachzeitschrift Parallèles.
Camacho González, Liliana (2023). El humor verbal y su traducción al alemán en series y películas mexicanas contemporáneas. [Dissertation]. Universität Hildesheim.
Hier geht’s zu einem Artikel über die Arbeitsbedingungen von Untertitler:innen im DACH-Raum: Künzli, Alexander (2023): How subtitling professionals perceive changes in working conditions: An interview study in German-speaking countries. Translation and Interpreting Studies. The Journal of the American Translation and Interpreting Studies Association 18(1), 91–112.
Wussten Sie, dass es Autor:innen für Synchronbücher gibt? Oder was eine KNP-Liste ist?
Axel Strothmann stammt aus Dortmund, hat als Schüler in Alaska und als Student in Schottland gelebt, als Übersetzer und Lehrer gearbeitet und ist seit 30 Jahren als Schauspieler und Sprecher unterwegs. Seit ein paar Jahren arbeitet er hauptsächlich als Sprecher, Autor und Regisseur im Synchrongeschäft. Er lebt in Berlin und hat keine Hobbys.
Hier geht’s zur Webseite von Axel Strothmann.
In dieser Folge spricht Yvonne Griesel mit Larisa Schippel darüber, warum das Konzept des Habitus von Pierre Bourdieu nicht einfach auf die Übersetzung übertragen werden kann. Von jeher werden Übersetzer:innen in Filmen, auf Bildern, in Büchern etc. gerne als dienende Persönlichkeiten gezeigt, die sich gerne unsichtbar machen und als reine Sprachrohre dienen. Warum diese Bilder schief sind und wir sie bewusst und entschieden geraderücken sollten - darum geht es in diesem Podcast.
Tomasz Rozmyslowicz (2020). Übersetzungsmaschinen. Ein translationstheoretisches Problem. Berlin: Frank & Timme. // James Holmes (1998): Translated! Papers on Literary Translation and Translation Studies (Second Edition). Amsterdam: Rodopi. // Pierre Bourdieu (19947): Die feinen Unterschiede: Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, übersetzt von Bernd Schwibs und Achim Russe. FfM: suhrkamp. // Beate Krais/Gunter Gebauer (20177) : Habitus. Transcript-Verlag. // Daniel Simeoni (1998): “The Pivotal Status of the Translator’s Habitus”. In: Target 10: 1, 1-39 (1998). John Benjamins B.V., Amsterdam.
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