Überübersetzen

Überübersetzen

By Dr. Yvonne Griesel, Prof. Dr. Larisa SchippelSociety & CultureScienceArts
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Überübersetzen episodes

  • Folge 16 - Diskurs
    Ein Gespräch mit Larisa Schippel über Diskurs und Übersetzung.

    Lange dachten wir, wir übersetzen nur Worte, doch irgendwie wurde dann klar: wir übersetzen in einem kulturellen Kontext, zwischen Kulturen. Und ist es in diesem Fall nicht eher eher so, dass Diskurse übersetzt werden müssen? Sind Kulturen überhaupt noch homogen und welche Rolle spielt die Diskursanalyse beim Übersetzen? Und warum ist es wichtig, dass die Übersetzenden ihre Rolle als Dritte in der Kommunikation annehmen und aktiv mitgestalten?

    Literatur & Links zur Folge

    Assmann, Jan (1997): Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München: Beck. // François Le Bovier de Fontenelle: Entretiens sur la pluralité des mondes. // Foucault, Michel: (1975) Überwachen und Strafe. Frankfurt a.M.: Suhrkamp. // Schippel, Larisa (2009): „Vom Mehrwert des Dritten oder: Der sichtbare Übersetzer“. In: Hartwig Kalverkämper, Larisa Schippel (Hrsg.): Translation zwischen Text und Welt. Berlin: Frank & Timme, S. 195–210. // Schippel, Larisa (2011 ): „Weltbilder und Selbstbilder. Translation und Diskurs.“ In: Baumann, Klaus-Dieter. (Hrsg) : Fach-Translat-Kultur. Berlin: Frank und Timme. // Bhabha, Homi K. (2012): Über kulturelle Hybridität: Tradition und Übersetzung. Turia + Kant: Wien/Berlin.

    40 min
  • Folge 15 - "Blindsein bedeutet nicht, dass man nur schwarzsieht"- Gespräch mit Lavinia Knop-Walling
    Über Barrieren und Stolpersteine für blinde Personen und welche wichtige Rolle Übersetzung hier spielt.

    Sobald wir uns mit mindestens zwei Sprachen beschäftigen, ist das Thema der Übersetzung in greifbarer Nähe. Doch wie sieht es mit dem Transfer von gesehenen Bildern in Lautsprache aus? Und haben Sie sich beim Surfen auf einer Homepage schonmal gefragt, dass diese für viele Menschen nicht zugänglich ist? Und zwar nicht aus technischen Gründen oder fehlendem WLAN. Nein, weil die meisten Webseiten schlichtweg nicht barrierefrei konzipiert sind. Und dabei kann es so einfach sein!

    Zusammen mit der Bloggerin Lavinia Knop-Walling spricht Yvonne Griesel in Folge 15 von Über Übersetzen über Hürden und Schwierigkeiten für blinde Personen im Alltag und im Theater und inwiefern eine Audiodiskreption einem Übersetzungsprozess ähnelt. Dabei wird klar, dass Barrierefreiheit in Deutschland noch ziemlich hinterherhinkt und Sprache oft wertend und weniger beschreibend ist. Dabei ist es gar nicht so schwer, das eigene Sprechen bildhafter zu gestalten und den Blick im Alltag sensibler werden zu lassen, oder? Wichtig ist es Ängste abzubauen und ein gelegentliches Scheitern zuzulassen, denn der Idealzustand ist, wie Lavinia uns mit auf den Weg gibt, nicht das Produkt, sondern Austausch und Zusammenarbeit.

    Lavinia Knop-Walling ist eine freiberufliche Autorin und Bloggerin rundum die Themen Inklusion, Blindheit und das Potenzial der Dunkelheit. Zurzeit leitet sie Workshops zum Thema Blindenselbsterfahrung, schreibt Bücher und arbeitet als Kampagnenmacherin für das Projekt Berliner Spielplan Audiodeskription. (Quelle: https://laviniaknop.com/workshop/)

    Literatur & Links zur Folge

    Nicolai, Anke (2014): "Sie trägt einen cremefarbenen, bestickten Mantel

    • Theater für blinde Menschen". In: Griesel, Yvonne [ed]: Welttheater verstehen. Alexander Verlag Berlin.
    • [Hier](https://www.drama-panorama.com/aktuelle-projekte/1-uebertheateruebersetzen/barrierefreiheit-im-theater/

      ) geht’s zu der Veranstaltung Barrierefreiheit im Theater im Rahmen von panorama#1.
      Hier geht’s zur Website von Familia Futura.
      Hier geht’s zur Website von Lavinia.
      Hier geht’s zum Theatertreffen-Blog.
      Hier geht’s zu „theater hören berlin“.
      Hier gibt’s mehr Infos zum Stück „Einfach das Ende der Welt“.
      Hier geht’s zum Artikel von Bernd Benecke (2007): Audio Description: Phenomena of Information sequencing.

      44 min
    • Folge 14 - Neuübersetzungen - eine Möglichkeit zum Umgang mit einem Text
      Ein Gespräch mit Larisa Schippel über Interpretation, Konvention, warum unterschiedliche Übersetzungen auf den Text selbst einwirken.

      In Folge 14 von Überübersetzen sprechen Yvonne Griesel und Larisa Schippel über die Notwendigkeit, Literatur immer wieder mit einem neuen Blick zu betrachten, da sich sprachliche Konventionen im Laufe der Zeit stetig verändern. Übersetzung kann hier kommentieren, neue Sichtweisen eröffnen und antikolonial, feministisch und konventionsbrechend alte Texte in das Hier und Jetzt bringen.

      „Es geht um die sprachliche Form der Neuübersetzung und die Einbettung in eine andere Zeit und Kultur.“

      Tarjei Vesaas (2020): Die Vögel. Berlin, Guggolz Verlag

      Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel // Dorota Karolina Bereza (2013): Die Neuübersetzung. Berlin: Frank & Timme Verlag // Simone de Beauvoir (2000): Das andere Geschlecht. Deutschland, Rowohlt TB. Übersetzung von Uli Aumüller und Grete Osterwald.

      Hier geht’s zu „Die allgemeine Verunsicherung. Wissen Sie eigentlich, wen Sie lesen?“ ist eine Lesung, die Yvonne Griesel für die lange Nacht der Wissenschaft an der Humboldt-Universität mit ihren Studierenden 2005 entwickelt hat und die seitdem immer wieder - mit einem mittlerweile festen Ensemble - aufgeführt wird. Dabei handelt es sich um Henning Bochert, Andreas Rüttenauer, Axel Strotmann, Naemie Schmidt-Lauber und Yvonne Griesel.

      Hier gibt’s mehr über Tiago Rodrigues, Gründer der Theatergruppe „Mundo Perfeito“.
      Hier geht’s zum Wikipedia Artikel über John Donne.

      Mehr zu Simone de Beauvoir und feministischer Translationswissenschaft:

      Sophie Beese: Das (zweite) andere Geschlecht – der Diskurs „Frau“ im Wandel. Simone de Beauvoirs 'Le deuxième sexe' in deutscher Erst- und Neuübersetzung.
      Luise von Flotow (1997): Translation and Gender. Translating in the 'Era of Feminism'. London: Roitledge

      37 min
    • Folge 13 - Arbeit auf Augenhöhe
      Ein Gespräch mit dem Verleger Sebastian Guggolz über Interpretation, Konvention, warum unterschiedliche Übersetzungen auf den Text selbst einwirken.

      In unserer aktuellen Folge kommt ein Verleger zu Wort: Sebastian Guggolz verlegt ausschließlich Neuübersetzungen aus Ost- und Nordeuropa. Von Anfang an arbeitete er mit erfahrenen Übersetzer:innen zusammen, hört ihnen zu und stöbert nicht nur in Antiquariaten nach vergessenen Autor:innen, sondern lässt sich von Übersetzer:innen ihre Geheimtipps verraten. Der Erfolg und die Auszeichnung des Guggolz Verlags zeigen, wie wichtig es ist, mit Übersetzenden auf Augenhöhe zu arbeiten. Und warum Lektor:innen und Journalist:innen die perfekten Kandidat:innen für eine Fernsehquizshow sind, erfahren wir außerdem in dieser Folge.

      Sebastian Guggolz, 1982 in der Nähe von Ravensburg geboren, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Volkskunde an der Uni Hamburg. Nach dem Magisterabschluss ging er im Jahr 2005 nach Berlin und begann seine Tätigkeit als freier Lektor, Redakteur und Korrektor bei Buch- und Zeitschriftenverlagen. 2007 startete er ein Volontariat im Verlag Matthes & Seitz, dem eine Anstellung als Lektor folgte. Im Anschluss gründete er 2014 den Guggolz Verlag mit Schwerpunkt Literatur aus Nord- und Osteuropa, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Sebastian Guggolz ist im Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer des Literaturhauses Berlin e.V. und engagiert sich als ehrenamtlicher Lesepate an einer Grundschule.

      Bildrechte © Nils Stelte

      Literatur & Links zur Folge:

      Andor Endre Gelléri (2018): Stormern. Berlin: Guggolz Verlag, Übersetzung von Timea Tankó // Lewis Grassic Gibbon (2018): Lied vom Abendrot, Berlin: Guggolz Verlag, Übersetzung von Esther Kinsky // Frans Eemil Sillanpää (2014): Frommes Elend, Berlin: Guggolz Verlag, Übersetzung von Reetta Karjalainen und Anu Katarina Lindemann //Tarje Vesaas (2020): Die Vögel, Berlin: Guggolz Verlag, Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel // Johannes V. Jensen (2017): Himmerlandsvolk, Berlin: Guggolz Verlag, Übersetzung von Ulrich Sonnenberg

      Hier gibt’s mehr vom Guggolz Verlag.

      Hier geht's zum Wikipedia Artikel von Johannes V. Jensen.
      Hier geht's zum Wikipedia Artikel von Hinrich Schmidt-Henkel.
      Hier geht's zum Wikipedia Artikel von Frans Eemil Sillanpää.

      Ein Zitat aus Boris Poplawski (2019): Apoll Besobrasow, Berlin: Guggolz, S. 5-6, eine Übersetzung von Olga Radetzdkaja.

      47 min
    • Folge 12 - Loyalität und Translationsethik
      Ein Gespräch mit Larisa Schippel über ethische Fragen und Loyalitäten von Übersetzer:innen.

      Im Berufsfeld der Übersetzung sprechen wir oft von Loyalität in der Übersetzung, meinen damit, dass wir unseren Autor:innen gegenüber gewissenhaft sein müssen. Aber das ist noch lang nicht alles, wir müssen auch unseren Kolleg:innen gegenüber loyal sein, den Verlagen, den internationalen Interessen und nicht zuletzt uns selbst gegenüber. Dass das nicht immer einfach ist, versteht sich von selbst und so scheint das Etablieren einer Translationsethik von maßgeblicher Relevanz. Über erste Versuche eine solche zu entwickeln, sprechen wir in dieser Folge.

      Literatur & Links

      Christiane Nord ( 1989): „Loyalität statt Treue. Vorschläge zu einer funktionalen Übersetzungstypologie“. Lebende Sprachen 3, 100-105.// Prunč, Erich (1997) „Translationskultur“, in: TextConText 11 = NF 1.1997, 99-127 // Pym, Anthony (1997) Pour une éthique du traducteur. Ottawa: Artois Presses Université. // Pym, Anthony ed. (2001) The Return to Ethics. Special Issue der Zeitschrift The Translator 7.2001.2. // Chesterman, Andrew (1997 a) „Ethics of translation”, in: Snell-Hornby et al. eds. 1997, 147-160 // Alessandro Baricco (1997): „Seide“, München / Zürich: Piper

      Chesterman, Andrew (2001) „Proposal for a Hieronymic Oath”, in: Pym ed. 2001, 139-154.

      „Handle loyal zu deinen HandlungspartnerInnen, habe jedoch auch das Selbstbewusstsein, deren Loyalität einzufordern, gehe sparsam mit deinen und den Ressourcen deiner Partner um und bedenke die Nachhaltigkeit deiner Handlungen, handle professionell und wahre das Ansehen deines Berufsstandes, handle im Einklang mit den Normen deiner Translationskultur, habe jedoch den Mut, dich selbstverantwortlich dagegen zu entscheiden und die Gründe dafür offen zu legen.“

      Hier geht's zu Anthony Pym zu Ethik der Translator:innen Part eins und Part zwei auf YouTube.

      43 min
    • Folge 11 - Besonderheit des Ungarischen
      Ein Gespräch mit Timea Tankó über das Kompakte und Besondere der ungarischen Sprache, den deutschen Buchmarkt und subtile politische Strahlkraft.

      In dieser Folge wird es konkret: Timea Tankó, literarische Übersetzerin aus dem Ungarischen und Französischen, spricht mit uns über die spielerische Herangehensweise und das konkrete Vorgehen beim Übersetzen vom Ungarischen ins Deutsche. Da geht es um Klänge, Vokalharmonien und Wortendungen, die die ungarische Sprache sehr kompakt und konkrete Nennungen möglich machen, aber im deutschen Satz- und Wortbau ganz anders wirken. Außerdem sprechen wir über das „Dahinter“ des ungarischen Literaturbetriebs und wie subtil politische Prozesse in die ungarische Kultur einwirken und darin aber Personen und Gesellschaft stark beeinflussen können.

      Timea Tankó

      1978 geboren, verbrachte ihre Kindheit in Ungarn und Deutschland. Sie studierte Übersetzen Französisch, Spanisch und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seit 2003 arbeitet sie als literarische Übersetzerin aus dem Ungarischen (u.a. István Kemény, Andor Endre Gelléri und György Dragomán) und Französischen. Für ihre Übersetzung Apropos Casanova von Miklós Szentkuthy erhielt sie 2021 den Preis der Leipziger Buchmesse
      Hier gibt’s mehr über Timea Tankó.

      Andor Endre Gelléri (2018): Stormern. Berlin: Guggolz Verlag // György Dragomán (2019): Löwenchor. Berlin: Suhrkamp // Miklós Szentkuthy (2020): Apropos Casanova. Berlin: Die andere Biobliothek // István Kemény (2013): Liebe Unbekannte. Wien: Braumüller Verlag

      Hier geht’s zum Interview von Timea Tankó mit DLF.

      [Hier](https://www.tralalit.de/2021/06/14/ich-habe-innerlich-viel-mit-ihm-diskutiert/
      ) geht’s zum Interview von Timea Tankó mit Tralalit.
      [Hier](https://www.youtube.com/channel/UCEA01m9s_KZPLmq-ZRL_fxg
      ) geht’s zum Interview von Timea Tankó mit Olga Radetzkaja.

      Zitat

      "Ich trinke den sonnenstrahlenbestäubten Duft dieses Gartens und lausche dem nächtlichen Geruch, wie er mit dem neuen Wind von den Gräsern weicht. (…) Die Sonne funkelt und wächst stumm, und ebenso gehen die riesigen Sterne neben ihr unter. Das Wunder unseres Lebens kommt und geht auf Zehenspitzen, und wie ich den Himmel betrachte und das sehe, kommt mir der schmerzliche Gedanke: Die großen Wunder bewegen sich lautlos, fern von der Welt, und verstecken ihre Göttlichkeit hinter dem Geheimis der Stille."
      Andor Endre Gelléri (2018, S.142-143): Stormern. Deutschland: Guggolz Verlag

      37 min
    • Folge 10 - Theaterübertitelung
      Podiumsdiskussion (live) mit Yvonne Griesel, Christopher Fares Köhler, Uli Menke, Franziska Muche und Karen Witthuhn über das Spannungsfeld Dramenübesetung und Theaterübertitelung.

      Yvonne Griesel war zu Gast bei der Podiumsdiskussion „Dramenübersetzung und Übertitel – ein Spannungsfeld?“ im Rahmen von Theater der Welt . Ebenfalls mit dabei waren Franziska Muche, Christopher Fares-Köhler, Uli Menke, Karen Witthuhn und PD Dr. Vera Elisabeth Gerling.

      Christopher-Fares Köhler studierte Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und an der Freien Universität Berlin (M.A). Er arbeitet als Dramaturg am Theater Dortmund, in der Intendanz von Julia Wissert. In der Spielzeit 2017/18 war er Teil der Dramaturgie an den Münchner Kammerspielen. Von 2018 bis 2020 war er Dramaturg u.a des Exil Ensembles am Maxim Gorki Theater Berlin. Als Gast arbeitete er u.a. auch an der Schaubühne Berlin und beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2019 (Berliner Festspiele). Köhler arbeitet auch als Übersetzer, vornehmlich für arabische Autor:innen.

      Franziska Muche lebt und arbeitet als freie Übersetzerin für Theater in Berlin. Sie ist Diplomkulturwirtin mit Schwerpunkt Spanien/Lateinamerika (Univ. Passau), Licenciada in Übersetzung und Dolmetschen (Univ. Granada) und ausgebildete Schauspielerin (Michael-Tschechow-Studio/ZAV). Seit 2008 übersetzt sie Theatertexte zeitgenössischer Bühnenautor*innen aus dem Spanischen und im Tandem mit Pilar Sánchez Molina auch ins Spanische; seit 2013 ist sie auch als Übertitlerin tätig. Von 2013 bis 2016 leitete sie die Reihe szenischer Lesungen AMBIGU in der Alten Kantine Wedding. 2020 wurde sie mit einem Exzellenzstipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet. Gemeinsam mit Carola Heinrich gibt sie eine Anthologie mit Theatertexten aus Argentinien, Chile, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Spanien und Uruguay heraus (Mauern fliegen in die Luft, Neofelis Verlag, vorauss. Nov. 2021).

      Karen Witthuhn wurde 1969 geboren und studierte „Drama – Theatre, Film & TV“ an der University of Bristol, England. Sie lebt in Hamburg und arbeitete von 1995 bis 2011 als Regisseurin, Dramaturgin und Produktionsleiterin an Stadttheatern, in der freien Szene und für internationale Theaterfestivals. Seit 2000 ist sie freiberuflich als literarische Übersetzerin von Romanen, Theaterstücken und- texten und Drehbüchern aus dem Englischen tätig. Gemeinsam mit der englischsprachigen Kollegin Lucy Renner Jones leitet sie das Übersetzerbüro Transfiction: www.transfiction.eu 2011 nahm sie am Hieronymus-Programm für Nachwuchsübersetzer und an der Berliner Übersetzerwerkstatt teil und wurde 2015 sowie 2018 mit Arbeitsstipendien der DÜF gefördert. (Quelle: Homepage Überübersetzen)

      Uli Menke, *1968, ausgebildeter Buchhändler, Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Religionswissenschaft und Ethnologie an der FU Berlin und in Paris. Er arbeitet als Übersetzer, Dramaturg und Übertitler. Zu den durch ihn übertragenen Autoren zählt Wajdi Mouawad – für die Übertragung von dessen Stück »Küste« erhielt er 2013 den Theater-Transfer-Preis. (Quelle: Homepage Saarländisches Staatstheater)

      1 hr 17 min
    • Folge 9 - Translatorisches Handeln und Translationskultur
      Ein Gespräch mit Larisa Schippel über komplexe Vorgänge, Grenzen und Brücken.

      Übersetzen kann Grenzen schaffen und gleichzeitig Brücken bauen, kann dem kommerziellen Erfolg dienen und dann wieder den Zusammenhalt stärken. Warum? Weil sich das Übersetzen nicht nur an Textvorlagen orientiert, sondern ein komplexer Vorgang ist, weil Translationskulturen beständig in Räumen funktionieren und weil es irgendwie auch immer um unterschiedliche Interessen und Konventionen geht. In Folge 9 von Überübersetzen sprechen Dr. Yvonne Griesel und Prof. Dr. Larisa Schippel über die vielen unterschiedlichen Funktionen des Übersetzens und das zeitgemäße „translatorische Handeln“, denn „im Grunde genommen ist unsere ganze Gesellschaft Translation“.

      Justa Holz-Mänttäri (1984): Translatorisches Handeln. Theorie und Methode.Helsinki: Suomalainen Tiedeakatemia // Michaela Wolf (2012): Die vielsprachige Seele Kakaniens. Wien: Böhlau Verlag

      Hier geht’s zum Wikipediaartikel von Justa Holz-Mänttäri:

      35 min
    • Folge 8 - Französische Literatur
      Ein Gespräch mit Patricia Klobusiczky darüber, warum das Herz immer Platz für mehrere Sprachen hat.

      Was sind schwebende und präzise Sprachen? Und warum kann Übersetzen ein Universum erobern? In Folge 8 von Überübersetzen sprechen Dr. Yvonne Griesel und die Übersetzerin und Lektorin Patricia Klobusiczky über das Inspirierende an brüchigen Wurzeln, warum „Muttersprache“ gerade beim Übersetzen eine neue Rolle einnimmt und warum das Nachkochen von Gerichten essentiell für den Prozess des Übersetzens sein kann. Da geht es um den feinen Umgang mit der individuellen Motivation in Texten und warum die Freiheit des Bezugs ein wichtiger Bestandteil bei der Rezeption ist.

      Patricia Klobusiczky (*1968 in Berlin) studierte Literarturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und arbeitete 10 Jahre als Lektorin für den Rowohlt-Verlag mit dem Schwerpunkt auf französischer und englischsprachiger Belletristik, ost- und mitteleuropäischer Literatur und deutschsprachigen Autor:innen. Seit 2006 ist sie selbstständige literarische Übersetzerin. Von März 2017 bis Juni 2021 war sie 1. Vorsitzende vom Berufsverband der Literaturübersetzer:innen (VdÜ).

      Elias Canetti (1979): Die gerettete Zunge. Deutschland: S. Fischer Verlag // Paula Jacque (1994): Die leichtsinnigen Engel. Deutschland: Rowohlt // Sophie Divry (2017) : Als der Teufel aus dem Badezimmer kam. Berlin: Ullstein // Saša Stanišić (2019): Herkunft. München: Luchterhand Literaturverlag // Nino Haratischwili (2017): Das achte Leben (Für Brilka). Berlin: Ullstein TB

      Hier gehts zur Hompage vom VDUE.
      Hier gehts zum Wikipediaeintrag von Patricia Klobusiczky.
      Hier gehts zum Radiointerview bei Deutschlandfunk Kultur von Patricia Klobusiczky.
      Hier gehts zum Zeit Artikel von Frank Heibert „Alliteration sticht Rhythmus“.
      Zitat
      Ruth Zylberman (2017): Vermisstenstelle. Zürich: Secession Verlag

      34 min
    • Folge 7 - Äquivalenz und Macht
      Ein Gespräch mit Larisa Schippel über Vergleiche und zusammenwirkende Elemente.

      Äquivalenz ist ein Schlüsselbegriff in der Translationswissenschaft und taucht oft auf, wenn wir über übersetzen sprechen. Was bedeutet er eigentlich genau? Was hat er mit Macht zu tun und warum wird er häufig als Bewertungsinstanz für Übersetzungen eingesetzt?

      In dieser Folge sprechen wir über das Verhältnis von Ausgangstext, Übersetzung, Machtinstanzen und warum man durchaus Äpfel mit Birnen vergleichen kann. Und was das alles mit der Rede von Boris Jelzin an der gefallenen Mauer oder dem Gedicht von Amanda Gorman zu tun hat.

      Theo Hermans (2006): Translating Others. London: Routledge. // André Lefevere (1992): Translation, Rewriting, and the Manipulation of Literary Fame. London/New York: Routledge. // Werner Koller (1979) : Einführung in die Übersetzungswissenschaft. Stuttgart: UTB. // Amanda Gormann (2021): The Hill we Climb / Den Hügel hinauf. (Zweisprachige Ausgabe, in deutscher Übersetzung von Kübra Gümüşay, Hadija Haruna-Oelker und Uda Strätling) Hoffmann und Campe. // Hitlers willige Vollstrecker Übersetzung: Klaus Kochmann Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 1996 Siedler Taschenbücher, 1998.

      Zitat von Theo Hermans in "The conference of the tongues", Manchester: St. Jerome Publishing.S.6 : "Equivalence, which I will continue to interpret as meaning equality in value ad status, is not a feature that can be extrapolated on the basis of texual comparison. Rather than being extracted from texts, equivalence is imposed ont them through an external intervention in a particular institutional context.In other words, equivalence is proclaimed, not found."

      37 min

    About Überübersetzen

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    Über Übersetzen wird schon lange geredet. Wir sind uns sogar ziemlich sicher, dass bereits mit dem Aufkommen der Sprache und der Entstehung von Schrift, heiß darüber diskutiert wurde, wie Inhalte, Ideen und Gedanken aus einer Sprache in eine andere übertragen werden können. Übersetzung wurde also zu einem essentiellen Faktor der Verständigung. Doch haben Sie sich schonmal aufrichtig damit auseinandergesetzt wer das Buch in ihrer Hand übersetzt hat? Oder die Homepage auf der Sie täglich surfen? Wissen Sie wie Dolmetschen funktioniert?