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Arabisch ist eine der sechs Amtssprachen der Vereinten Nationen, doch haben Sie schonmal ein arabisches Science-Fiction-Buch gelesen? Wo liegen die Gemeinsamkeiten im schweizerdeutschen und hocharabischen? Und warum wirken deutsche Übersetzungen von arabischen Texten oft „blumig“?
Sandra Hetzl (*1980 in München) übersetzt literarische Texte aus dem Arabischen, u.a. von Rasha Abbas, Haytham El Wardany, Mohammad Al Attar, Kadhem
Kadhem Khanjar (2019): Dieses Land gehört euch. Berlin: Mikrotext. // Bushra al-Maktari (2020): Was hast du hinter dir gelassen – Stimmen aus dem vergessenen Krieg im Jemen“. Berlin: Ullstein. // Rasha Abbas (2018): „Eine Zusammenfassung von allem, was war“ von Rasha Abbas, Berlin: Mikrotext.
Homepage von Sandra Hetzl: http://www.sandrahetzl.com/
Was haben die Bücher „Nachtzug nach Lissabon“ und „Harry Potter“ gemeinsam? Wir interpretieren sie! Wir, das sind die Leser:innen hinter den Romanen, den Theaterstücken oder zum Beispiel den Filmen und aus wissenschaftlicher Sicht gab es hier sogar eine „Geburt der Lesenden“. In Folge fünf sprechen Yvonne Griesel und Larisa Schippel darüber, was passiert wenn ein:e Übersetzer:in in diesen Prozess, von Intention der Schreibenden und Interpretation der Lesenden, dazwischen geschaltet ist. Sie sprechen über Appellstruktur, Intertextualität und darüber, warum es manchmal so viele verschiedene Übersetzungen gibt.
In der vierten Folge von Überübersetzen geht es im Steilflug in die Praxis. Yvonne Griesel reist nach Hamburg und spricht mit der Krimiübersetzerin Karen Witthuhn. Wissen Sie, was eine Milieusprache ist? Oder ein Pageturner? Warum ist die Recherche für die Übersetzung eines Krimis ein heikles Spiel mit dem Verfassungsschutz?
Karen Witthuhn wurde 1969 geboren und studierte „Drama – Theatre, Film & TV“ an der University of Bristol, England. Sie lebt in Hamburg. Arbeitete von 1995 bis 2008 als Regisseurin, Dramaturgin und Produktionsleiterin an Stadttheatern, in der freien Szene und für internationale Theaterfestivals. Seit 2000 freiberufliche Tätigkeit als literarische Übersetzerin von Romanen, Theaterstücken und- texten und Drehbüchern aus dem Englischen. Gemeinsam mit der englischsprachigen Kollegin Lucy Renner Jones leitet sie das literarische Übersetzerbüro Transfiction: www.transfiction.eu
Percival Everett (2015): Ich bin nicht Sidney Poitier. Wiesbaden: Luxbooks. // Simon Beckett (2016): Totenfang. Hamburg: Wunderlich Verlag. // Simon Beckett (2020): Die ewigen Toten. Hamburg: Wunderlich Verlag. // Simon Becket (2020): Versteckt. Hamburg: Wunderlich Verlag (alle mit Sabine Längsfeld) // D.B. John (2018): Stern des Nordens. Hamburg: Wunderlich Verlag (mit Sabine Längsfeld).
Zitat:
In dieser Folge sprechen wir über die diversen Blickwinkel auf fertige Übersetzungen und den Prozess des Übersetzens an sich. Welche Wissenschaftsdisziplinen haben sich bislang mit Translation beschäftigt und was nützt das alles den Praktiker:innen? Welche Normen, Erwartungen und Wirkungen sind damit verbunden? Wir begeben uns auf eine theoretische Reise, vom internationalen Vergleich, hin zur Skopostheorie und schließlich zu unseren eigenen persönlichen Erfahrungen.
Erich Prunč (1997): Versuch einer Skopostypologie. In: Grbć, Nadja (ed.): Text - Kultur - Kommunikation. Tübingen: Stauffenburg.
Zitat von Walter Benjamin:
Irina Bondas und Yvonne Griesel sprechen über Theaterdolmetschen, Kulturtransfer und die besonderen Herausforderungen, die das Dolmetschen mit sich bringt. Wie wird ein Einsatz auf der Buchmesse vorbereitet, müssen dazu alle Bücher der Autorin gelesen werden? Wie fühlt sich das an, auf der Bühne zu dolmetschen und zwischen Regie und Schauspieler:innen sprachliche Brücken zu schlagen? Irina Bondas hat für sehr viele Theater, Festivals und Messen gedolmetscht und lässt uns an ihrer Erfahrung teilhaben.
Irina Bondas hat Dolmetschen und Politikwissenschaft in Leipzig studiert und lebt nach Studien- und Arbeitsaufenthalten u.a. in Edinburgh, New York und Lwiw als freiberufliche Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin für Russisch, Englisch und Ukrainisch in Berlin. Sie hat zu Kultur- und Sprachtransfer im Theater geforscht und ist für verschiedene Festivals und Kultureinrichtungen tätig. Neben politik- und kulturwissenschaftlichen Texten übersetzt sie Kurzprosa, Dramatik und Lyrik.
Bondas, Irina (2013): Theaterdolmetschen – Phänomen, Funktionen, Perspektiven. Berlin: Frank und Timme Verlag. // Dedecius, Karl (1986): Vom Übersetzen. Frankfurt: Suhrkamp Taschenbuch Verlag. // Umberto Eco (1996): Zwischen Autor und Text: Interpretation und Überinterpretation. München: dtv. (übersetzt von Hans Günter Holl) // Erika Fischer-Lichte (2004): Ästhetik des Performativen. Frankfurt: Suhrkamp. // Norbert Greiner (2004): Übersetzung und Literaturwissenschaft. Tübingen: Narr Verlag. // Griesel, Yvonne (2007): Die Inszenierung als Translat. Berlin: Frank und Timme. // Jurij M. Lotman (2010): Die Innenwelt des Denkens. Frankfurt: Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft. (übersetzt von Gabriele Leupold und Olga Radezkaja)
Übersetzungen begegnen uns jeden Tag, sind selbstverständlich und bleiben doch oft unsichtbar. Dr. Yvonne Griesel und Prof. Dr. Larisa Schippel sprechen über die Möglichkeit einer Definition von Übersetzung, Translation und Dolmetschen.
Casanova, Pascale (1999): La République mondiale des Lettres. Paris: Éditions du Seuil.//
Zugegeben, die Profession des Übersetzens spielt häufig eher die Nebenrolle, bleibt unsichtbar oder wird mit einem leicht verschrobenen Charakter versehen. Vielleicht liegt es daran, dass Übersetzer:innen unbemerkt arbeiten, immer mit der Maxime: „eine gute Übersetzung soll nicht bemerkt werden“. Dr. Yvonne Griesel und Prof. Dr. Larisa Schippel gehen in dem Podcast „Überübersetzen“ genau diesen Fragen auf die Spur, wollen eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen, mit Übersetzer:innen konkret über ihre Praxis sprechen und sichtbar machen, was bisher oft im Hinterzimmer verborgen blieb.
Der neue Podcast zum Thema Übersetzen! Dr.Yvonne Griesel und Prof. Dr. Larisa Schippel sprechen mit Übersetzer:innen über Sichtbares und Unsichtbares, Theorie und Praxis, Möglichkeiten und Probleme. Immer mit der Idee: Übersetzung ist ein essentielles Element der Verständigung, des Austauschs und des Dialogs.
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