Was ist ein Marketing Funnel?
Übersetzt heißt Funnel zwar Trichter, in Wirklichkeit geht es aber um einen mehrschichtigen Filter. Damit können wir potenzielle Kunden „herausfiltern“. Die verschiedenen Schichten des Filters haben eigene Namen, die wir uns weiter unten genauer ansehen werden.
Interessenten zu finden, bezeichnen wir als „Outbound“,
„Inbound“ setzt darauf, vom Interessenten gefunden zu werden.
Die Anzahl der „Schichten“ ist vom Unternehmen und der Branche abhängig. Es gibt Funnel mit 4-, 5-Stufen oder auch mit allen 7. Manche Übergänge sind fließen und können nicht so genau einer Schicht zugeordnet werden. Der Voice-Consultant kann theoretisch zu jeder Phase eine Voice-Anwendung anbieten. Das würde die User Experience aber sehr schnell eintönig werden lassen. Daher sollte der „Kanal“ Voice nur für echte Voice-Anwendungen mit Mehrwert eingesetzt werden.
Welche Schichten hat ein Marketing Funnel?
Awareness
Organic/Earned – Inbound aber auch Outbound
Awarness bezeichnet „die erste Aufmerksamkeit“, die dein Funnel erregt hat. Der User wird durch deine Aktivität vielleicht auf einen noch unbewussten Mangel oder ein Problem aufmerksam.
Organic = Organischer Traffic oder Reichweite ist die Anzahl an Besuchern bzw.
Klicks auf der Webseite, die nicht durch bezahlte Anzeigen o. ä. zustande gekommen sind.
Sondern vorwiegend durch optimierte SEO-Maßnahmen.
Wo kann man im Voice-Bereich kostenlos Aufmerksamkeit erlangen?
Ganz vorne stehen die Alexa Apps. Sie bieten einen aufstrebenden Bereich mit viel Potenzial und noch mehr Möglichkeiten. Über den Amazon Browser kann, wenn es sich um eine entsprechende App handelt, durch Nennung von Amazon „earned“ Marketing erzielt werden. Auch über den Amazon-Newsletter kann das Angebot bei Alexa auftauchen. In SocialMedia-Bereich ist es vor allem TikTok, die Du als kostenlose Plattform für Marketing nutzen kannst, da hier vorwiegend mit „Ton“ konsumiert wird.
Earned Media = bezeichnet Content, den man sich „erarbeitet“ und nicht „gekauft“ hat.
Wenn mein Blog oder mein Content der Webseite so gut ist,
dass ihn andere Menschen ohne zutun, verlinken bzw. erwähnen.
Wo kann man bezahlte Aufmerksamkeit erlangen?
Bezahlte Werbung im Voicemarketing funktioniert vor allem durch Audio-Ads über Radiosender, Spotify, Amazon Music oder Deezer. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 550 € – 15.000 € je Kampagne.
Der Vorteil bei Ads über Amazon, es gibt keinen Gerätemix, Kunden, die über Smarktspeaker Radio hören, werden für die Kampagne erkannt und erhalten direkt den „Call-to-Action“ (CTA).
Hier findest Du ein Beispiel für eine Audio-Ads Kampagne von Oddset Sportwetten:
Der Kunde möchte über seinen Smartspeaker Radio hören und bekommt kurz davor den Ad ausgespielt und wechselt direkt in das Angebot. Unkompliziert und einfach.
Einen genialen Case bieten die „Send me a Sample“-Kampagnen, wie von Coca Cola:
Als CONVERSION wird der Wechsel eines Interessenten
in die nächste Stufe des Funnels bezeichnet. Hieraus kann eine „Conversionrate“ (Wechselrate) errechnet werden und somit, wie erfolgreich die Maßnahmen waren.
Interest
Loses Interesse
Im dritten Teil des Filters hat der Interessent vages Interesse an dem Produkt, aber er hat sich noch nicht auf einen Hersteller oder ein Unternehmen festgelegt.
Wie kannst Du in diesem Bereich einen Voice-Case einbauten?
Ganz gut funktionieren hier Flashbriefings, Podcasts, Antworten auf Suchanfragen/FAQ (Snippets) und Voice-Search bzw. Voice-Listing.
Ermögliche, zum Beispiel, die Anmeldung zu Deinem Webinar über Sprachassistenten oder baue ein Voice-Quiz in dem der potenzielle Kunde sein Wunschprodukt herausfinden kann.
Consideration/Evaluation
Erste Informationen und Abwägung
Potenzielle Kunden informieren sich, recherchieren und kennen sich bereits ein bisschen aus. Sie evaluieren das Problem und die Dringlichkeit, wie es gelöst werden kann und ob es wirklich notwendig ist.
Damit sich der User für dein Angebot entscheidet, solltest du jetzt den erweiterten Wissen...