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Spaziergang 16: Essen. Spät essen - schlecht schlafen?
Hallo und herzlich willkommen bei unserem mittlerweile 16. Spaziergang hier in diesem wunderschönen grünen Westerwald. Wir sind wieder zusammen unterwegs und ich freue mich, dass du dabei bist. Mit mir und Paolo. Der Paolo läuft da hinten irgendwo. Ja, der freut sich gerade. Ja, mal gucken. Der kommt bestimmt gleich nochmal vorbei, gepest.
Okay, also… Worum geht es heute? Es geht heute um den Grund, warum ich gestern so müde war. Du hattest ja gestern eine unglaublich müde Ida hier im Podcast mit dir auf deinem Spaziergang und ich finde, ich schulde dir zumindest den Grund, warum ich gestern so unglaublich übermüdet war. Wenn du schon mit mir spazieren gehst sozusagen.
Ja, also der Grund war, dass ich am Samstag mit Freunden aus Essen war und wir haben herrlich gegessen - anders kann ich es gar nicht sagen. Aber das hat dazu geführt, dass ich herrlich war. Viel zu viel gegessen, aber es war mega, mega lecker. Es gab herrlichen Fisch und es gab Fleisch, Gemüse, Reis und es war einfach nur lecker. Ein Träumchen.
Aber das Träumchen hatte sich relativ schnell ausgeträumt, als ich dann in meinem Bett lag und mein Magen wortwörtlich kugelrund war. Anders kann ich es gar nicht sagen. Ja, und die Nacht war entsprechend nicht so dolle. Und ich glaube, weil ich die Nacht schon nicht gut geschlafen habe, dann kam ich irgendwie in der nächsten Nacht nicht gut ins Schlafen.
Irgendwie war die nächste Nacht auch nicht gut. Aber gut, das ist ja jetzt nur meine ganz individuelle Erfahrung. Ja und dann dachte ich mir, wenn ich dir schon davon erzähle, dann suche wenigstens mal raus, was es denn da so an Studien gibt in der Wissenschaft, die die Frage beantworten, ob das denn tatsächlich so ist.
Wenn man spät und viel isst, vor allem viel später als man es gewohnt ist und viel mehr als man gewohnt ist und auch noch teilweise andere Sachen als man gewohnt ist, schläft man denn dann wissenschaftlich gesehen wirklich schlechter? Die Studien, die Details findest du auf jeden Fall wieder alle in den Shownotes und ich mache dir hier jetzt eine kleine Zusammenfassung und vielleicht inspiriert es dich zumindest spätestens, wenn du mal im Bett liegst und der Magen drückt, dass du an diese Folge zurückdenkst.
Genau, also man hat tatsächlich in einer Studie herausgefunden, dass insbesondere dann, wenn man gewohnt ist, nicht so spät zu essen und das trotzdem tut und man mehr isst, dass man dann eine schlechtere Schlafqualität insgesamt hat. Ach, guck mal, da kommt er an, der kleine Paolo, unser Lagotto, der hier mit uns spazieren geht.
Ach, da schüttelt er sich. Da kannst du ihn hören. Genau, also was ist dann ansonsten noch herausgefunden worden? Ich meine, das ist ja so ein relativ simples Ergebnis. Ja, wenn man zu spät und zu viel isst, dann ist die Schlafqualität nicht so gut. Was ich noch viel interessanter finde, ist, dass je nachdem welche Lebensmittel man vor allem isst, sich das durchaus unterschiedlich auf den Schlaf auswirkt. Also wenn man zum Beispiel viele Kohlenhydrate isst, dann kann es sogar sein, dass man erst mal schneller müde wird, vielleicht sogar schneller einschläft, aber es verändert trotzdem den Schlaf.
Es verschiebt so ein bisschen die verschiedenen Schlafphasen und es ist trotzdem nicht der gleiche Schlaf, wie wenn du zu deiner normalen Zeit gegessen hättest und eben keine großen Mengen Kohlenhydrate dir kurz vor dem Schlafen reingezogen hättest. Ja, wie ist es mit anderen Sachen? Also mit Fetten hat man auch gemerkt, dass sich der Schlaf verändert, also große Mengen Fett.
Ich sage mal, das ist natürlich interessant, Chips wären Fett und Kohlenhydrat. Boah, vielleicht kommt es dann wieder ins Gleichgewicht, keine Ahnung. Ich weiß nicht, ob man das auch untersucht hat. Also man hat Kohlenhydrat und Fett getrennt untersucht, wenn ich das so verstanden habe. Und das eine hat den Schlaf in die eine Richtung verändert und das andere in die andere.
Also das heißt, andere Richtung, also auf eine andere Art. Genau, bei Proteinen, und ich gebe ehrlich zu, ich glaube, ich habe tierisch viele Proteine, also Eiweiße gegessen, am Samstag ist das noch nicht ganz so gut rausgefunden. Also da hat man keine eindeutigen Ergebnisse bis jetzt. Insofern, ja, es tut tatsächlich was.
Und insgesamt wird das ganze System in den Ruhezustand versetzt.
Gut noch. Und so kannst du dir vorstellen, dass dann, wenn er im Verdauungsmodus ist, im Haupt-, im riesigen Verdauungsmodus, das mit dem Schlafmodus etwas schlechter wird. Ich weiß nicht, ob du die ganzen Autos da hinter uns hörst. Ich bin hier super weit von der Straße weg. Es hört sich gerade an, als ob die Autos neben mir fahren.
Aber gut, wir gehen nochmal das Hügelchen ein bisschen hoch hier rein, tiefer rein in den Wald. In den grünen Westerwald. Ja, genau. Jetzt kommt da oben auch noch ein Flugzeug. Es wird immer besser. Ich bin echt im Wald. Vielleicht hörst du die Blätter hier. Ach da, genau, bei Paolo hört man die Blätter gut. Ja, zu der Frage, die ich dir heute stellen möchte.
Ich möchte gerne in den nächsten Tagen und sowieso auch in den nächsten Wochen immer wieder über das Thema Teamwork reden und vor allem, wie man Teamwork machen kann und welchen Einfluss zum Beispiel Emotionen haben auf die Teamfähigkeit haben. Ich untermauere dir das auch alles schön mit verschiedenen Studien, damit das wirklich ein Inspirationsteil wird.
Was du am Ende damit machst, ist ja sowieso deine Sache. Genau, aber um mal einzusteigen, noch mal tiefer in das Thema Teamwork und damit auch das Thema Entscheidungen finden im Team am Ende, denn das ist ja meistens der Sinn eines Meetings, dass man gemeinsam eine fachliche Entscheidung trifft. Eine gute fachliche Entscheidung, möglichst nur auf Basis der Fakten.
Genau, und jetzt darfst du dir mal überlegen, an welches Meeting du dich erinnern kannst, in dem das nicht so war. In welchem Meeting waren vielleicht Menschen mit Emotionen? Die wurden wütend, die wurden traurig, die haben plötzlich gelacht. Du hattest das Gefühl, warum stört der jetzt die ganze Zeit? Warum ist es hier nicht möglich, einfach ein fachliches Meeting zu machen, alle zusammen und auf Basis von Fakten einen guten kooperativen Meetingabschluss zu finden, mit dem wir alle gut leben können?
Geh mal in deine Erinnerung zurück. Vielleicht ist es schon lange her, weil du in einem total coolen eingegroovten Team bist, bei dem ihr wirklich alle nur auf die Fakten achtet und super kommuniziert. Aber vielleicht war es auch heute, irgendwann im Laufe des Tages, gestern oder letzte Woche, dass du ein unglaublich unkonstruktives Meeting erlebt hast.
Genau, meistens versuche ich dir hier Fragen zu stellen, die dich in gute Laune versetzen, wenn du sie durchdenkst. Heute zum Start, dass wir weitermachen mit dem Thema Meeting, Entscheidungen finden in der Gruppe, miteinander reden, miteinander kommunizieren, fachlich gute Lösungen finden gemeinsam. Ja, zum Start von dieser Thematik darfst du erstmal drüber nachdenken, wann das ist nicht funktioniert hat.
Und mit dieser Frage schicke ich dich jetzt in diesen wunderschönen Westerwälder Abend hinein.
Literatur:
Walker, M. (2018). Why we sleep. Penguin Books.
Crispim, C. A., Zimberg, I. Z., dos Reis, B. G., Diniz, R. M., Tufik, S., & de Mello, M. T. (2011). Relationship between food intake and sleep pattern in healthy individuals. Journal of Clinical Sleep Medicine, 7(6), 659–664. https://doi.org/10.5664/jcsm.1476
Lopes, T. V. C., Borba, M. E., Lopes, R. V. C., Fisberg, R. M., Paim, S. L., Teodoro, V. V., Zimberg, I. Z., & Crispim, C. A. (2019). Eating late negatively affects sleep pattern and apnea severity in individuals with sleep apnea. Journal of Clinical Sleep Medicine, 15(3), 383–392. https://doi.org/10.5664/jcsm.7658
Nishijima, J., Takeyasu, K., & Sakamoto, T. (2014). Effects of dinner time on energy metabolism and sleep architecture in healthy male subjects. The Journal of Nutritional Science and Vitaminology, 60(2), 114–120. https://doi.org/10.3177/jnsv.60.114
St-Onge, M.-P., Roberts, A., Shechter, A., & Choudhury, A. R. (2016). Fiber and saturated fat are associated with sleep arousals and slow wave sleep. Journal of Clinical Sleep Medicine, 12(1), 19–24. https://doi.org/10.5664/jcsm.5384
Vahlhaus, J., Peters, B., Hornemann, S., Ost, A. C., Kruse, M., Busjahn, A., Pfeiffer, A. F. H., & Pivovarova-Ramich, O. (2025). Later eating timing in relation to an individual internal clock is associated with lower insulin sensitivity and affected by genetic factors. eBioMedicine, 116, 105737. https://doi.org/10.1016/j.ebiom.2025.105737
Wilckens, K. A., & Woo, K. S. (2021). Chrono-Nutrition Has Potential in Preventing Age-Related Muscle Loss and Dysfunction. Frontiers in Neuroscience, 15. https://doi.org/10.3389/fnins.2021.659883
Zimberg, I. Z., Crispim, C. A., da Luz, F. Q., Zimberg, R. N. M., Viana, F. M. S., de Oliveira, R. G. R., & de Mello, M. T. (2022). A systematic review with meta-analyses of the relationship between recurrent binge eating and sleep parameters. Obesity Reviews, 23(2). https://doi.org/10.1111/obr.13374
Zimberg, I. Z., Zimberg, R. N. M., Dutra, P. V. S., Serejo, F. V. C., & Mello, M. T. (2024). The effects of time-restricted eating on sleep in adults: a systematic review of randomized controlled trials. Frontiers in Nutrition, 11, 1419736. https://doi.org/10.3389/fnut.2024.1419736
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 15: Schlaf. Macht Schlafmangel mich ungenießbar?
Hallo und herzlich willkommen zu unserem 15. gemeinsamen Spaziergang hier im Westerwald. Heute gibt es eine Ausgabe ein Wissensteil über das Thema Schlafen und insbesondere über die Auswirkungen von Schlafmangel. Das hat einen ganz praktischen Grund. Ich bin nämlich tierisch müde, ich habe zwei Nächte ganz schlecht geschlafen und merke am eigenen Leib extrem gut, was Schlafmangel so mit mir tut. Und das hat mich daran erinnert, dass ich mal ein ganz tolles Buch gelesen habe von Matthew Walker über das Thema Sleep, also Schlaf. Und ja, ich habe mir noch ein paar wissenschaftliche Studien angeguckt, damit ich auch wirklich die neuesten Infos für dich dabei habe.
Genau, und dann versuche ich jetzt mal so konzentriert wie möglich dir hier über die Auswirkungen von Schlafmangel zu erzählen. Insbesondere, und das finde ich ja so super spannend, darauf, wie wir als Menschen im Team zusammenarbeiten. Hast ja vielleicht schon gemerkt, ich dadurch, dass ich selber über Jahre und Jahre hinweg in Teams in der Software gearbeitet habe, ist das Thema Team und Agilität für mich immer wichtig. Und man merkt natürlich, wenn Leute mal schlechter drauf sind oder mal anders sind, und vielleicht haben sie einfach schlecht geschlafen, wer weiß. Also was passiert da? Was verändert sich im Menschen, wenn man schlecht geschlafen hat?
Das Erste ist, dass die Kognition, also das Denkvermögen - und wie gesagt, das merke ich bei mir ja gerade massiv - dass die abnimmt. Ich werde bestimmt gleich noch auf meine Unterlagen schauen müssen, das musste ich noch nie beim Podcast aufnehmen bis jetzt, wenn ich mit dir spazieren bin und dir was erzähle. Aber heute, ich fürchte, ich muss noch mal kurz drauf schauen.
Zwischendurch eine andere Frage: Wie hast du denn heute Nacht geschlafen? Wie geht es dir denn? Ja, nimm dir das mal mit, diesen Gedanken, und guck einfach mal, wie du dich fühlst. Wie ist denn deine Konzentration?
Das Nächste ist Gedächtnis. Also die Gedächtnisleistung nimmt massiv ab, wenn man schlecht geschlafen hat. Genau, so viel dazu.
Ida muss noch mal auf ihre Unterlagen nachschauen. Woran ich mich tatsächlich noch erinnere, ist, dass das Nächste, was passiert, ist, dass auch das Urteilsvermögen abnimmt. Das heißt, ich habe nicht nur schlechtere Konzentration und kann mich schlecht an Dinge erinnern, sondern mein Urteilsvermögen über das, was um mich herum passiert, nimmt ab. Ich urteile über Dinge anders, als ich sonst tun würde.
Und interessant ist auch, dass meine Selbsteinschätzung dahingehend tendiert, dass ich mich überschätze. Das heißt, gerade Leute, die so müde Autofahren, nach welcher Party auch immer oder nach welcher schwierigen Diskussion vielleicht die ganze Nacht, und am nächsten Tag Autofahren wollen. Also es ist wirklich so, dass die Leute sich da dann… überschätzen. Die denken, sie sind deutlich fitter, als sie eigentlich sind.
Also wir hatten schon: Die Konzentration nimmt ab, die Gedächtnisleistung nimmt ab, das Urteilsvermögen nimmt ab. Jetzt nimmt auch noch eigentlich die gute Einschätzung von uns selber ab. Also wir werden schlechter darin, uns selbst einzuschätzen, und vor allem nimmt damit auch die Risikobereitschaft zu. Das heißt, wir haben nicht nur eine schlechtere Kognition, sondern wir nehmen auch noch größere Risiken.
Wenn wir jetzt mal gucken, wie das ist mit Teams: Also wir sitzen da morgens in unserer Besprechung und wir sollen gemeinschaftlich eine Entscheidung treffen, und einer von uns hat eine deutlich höhere Risikobereitschaft und denkt auch, dass er das alles kann und schafft. Das kann durch Schlafmangel kommen. Vor allem, wenn es halt dann mal deutlich mehr ist als sonst. Auch im Autoverkehr ist das halt echt gefährlich.
So, was gibt es noch? Man hat auch noch ein verzerrtes Bild von vielen Dingen. Also geht so ein bisschen das Thema Urteilsvermögen. Aber gerade, wenn ich mir überlegen muss: Was hat denn der Chef da wirklich gesagt? Dann kann es sein, dass mein Kopf mich da ein bisschen täuscht bei Schlafmangel. Ich mich vielleicht anders daran erinnere, als er es gesagt hat. So gerade diese Kommunikationsdinge werden viel schwerer und viel verzerrter, wenn man schlecht geschlafen hat.
Und dann kommen wir als Letztes auf eine ganz - hey, ich habe noch nicht nachgucken müssen, ich bin gerade voll stolz auf mich - genau, also auf eine Sache, die auch im Kontakt mit anderen Menschen unglaublich wichtig ist. Und das ist unsere Emotionsregulation.
Also, gehen wir mal wieder auf das Thema Teambesprechung und eine Lösung finden. Ach, da läuft Paulchen an uns vorbei. Mein kleiner Lagotto, der ist etwas schneller als wir zwei.
Genau, also: Wir wollen in einem Team eine Lösung finden. Wir haben eine schwierige Entscheidung vor uns. Einer ist nicht ausgeschlafen, vielleicht auch mehrere. Und wir überschätzen uns. Wir schätzen die Situation falsch ein. Wir können uns nicht konzentrieren. Das Gedächtnis ist schlecht. Der eine sagt was zum anderen. Die Kommunikation funktioniert nicht gut, weil man ein verzerrtes Bild von dem hat, was da ankommt. Und dann kommt die emotionale Dysregulation. Das ist so ein Fachbegriff. Das bedeutet einfach, der Mensch fängt an zu schreien, zu heulen, zu lachen, was auch immer man so an emotionalen Äußerungen heftigst von sich geben kann, die man… in völlig ausgeschlafenem Zustand so wahrscheinlich nicht tun würde.
Also umso ausgeschlafener, wacher wir sind, umso besser ist bei mir und auch bei dir die emotionale Regulation. Und im unausgeschlafenen Zustand eben nicht. Wenn ich mir überlege, wenn ich so richtig fies unausgeschlafen bin wie heute, und die Kinder kommen heim und machen irgendwas, was für mich sonst völlig unproblematisch wäre. Und heute kriege ich davon die Krise. Und fange an und reg mich auf. Und am Ende alles nur, weil ich unausgeschlafen bin. Und ich mich nicht so gut unter Kontrolle habe und nicht so gut mir selber erklären kann, dass das jetzt eigentlich nicht so ein Problem ist, mich nicht so gut regulieren kann. Aber auch… ja, einsehen, ob das jetzt normal ist oder nicht.
Und jetzt, wie gesagt, stellt euch das mal im Team vor. Da ist einer oder mehrere unausgeschlafen, und vielleicht ist das Ergebnis ein völlig auseinanderspringendes Meeting, wo sich am Ende die Leute angreifen. Ich habe leider schon öfter mal solche Meetings erlebt. Vielleicht waren die Leute unausgeschlafen.
Ja, also vielleicht merkst du an dir selber, wie es dir heute geht, ob du gut ausgeschlafen bist oder nicht. Vielleicht hast du Lust, mal zu schauen, wie du bist, wenn du ausgeschlafen bist und wenn du nicht ausgeschlafen bist.
Und meine Frage an dich heute ist: Was sind deine persönlich besten Tricks, um gut zu schlafen? Es gibt ja das große Thema Schlafhygiene, aber ich bin ja eher ein Fan davon, dass die Menschen, die hier mit mir spazieren - in diesem Falle du - selber herausfinden, was für sie persönlich das Richtige ist. Insofern such mal für dich raus, erinnere dich mal: Was du so gemacht hast in deinem Leben schon, um gut zu schlafen. Dann kannst du dir das merken, wenn du nächstes Mal merkst: Ich schlafe nicht gut ein. Dann kannst du das verwenden, wenn du möchtest.
Und mit diesen unglaublich müden Worten hier aus dem wunderschönen Westerwald. Die Bewegung und die Luft hat mir übrigens gut getan. Das ist mal wieder eine schöne Erkenntnis. Der Wald macht wach.
Ich laufe jetzt hier noch ein bisschen weiter, so schön müde gemütlich vor mir her mit Pauli. Ich wünsche dir auch noch einen wunderschönen Spaziergang. Und ich freue mich auf dich morgen wieder zu unserem gemeinsamen Spaziergang. Dann hoffentlich, zumindest von meiner Seite - hoffentlich eben auch von deiner, das habe ich ja nicht unter Kontrolle, nur meinen eigenen Schlaf - aber so viel dazu.
Genau, also in der Hoffnung, dass ich dann wunderbar ausgeschlafen bin und mit dir hier wieder spazieren gehe. Mach's gut!
Literatur:
Walker, M. (2018). Why we sleep. Penguin Books.
Bubu, O. M., Andrade, A. G., Umasang, M., & Im, E. K. (2017). Sleep, cognitive impairment, and Alzheimer’s disease: A systematic review and meta-analysis. SLEEP, 40(1), 1–11. https://doi.org/10.1093/sleep/zsw070
Ceban, F., et al. (2021). Fatigue and cognitive impairment in post-COVID-19 syndrome: a systematic review and meta-analysis. Brain, Behavior, and Immunity. https://doi.org/10.1016/j.bbi.2021.12.020
Gianotti, L. R. R., et al. (2024). Human prosocial preferences are related to slow-wave activity in sleep. The Journal of Neuroscience. https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.0885-23.2024
Hemmeter, U. M. (2012). Schlaf und Kognition im Alter. Psychiatrie und Neurologie, 4(4), 13–15.
Palmer, C. A., Bower, J. L., & Cho, K. W. (2023). Sleep loss and emotion: A systematic review and meta-analysis of over 50 years of experimental research. Psychological Bulletin, 150(4), 440–463.
Salehinejad, M. A., Ghanavati, E., Reinders, J., Hengstler, J. G., Kuo, M.-F., & Nitsche, M. A. (2022). Sleep-dependent upscaled excitability, saturated neuroplasticity, and modulated cognition in the human brain. eLife, 11, e69308. https://elifesciences.org/articles/69308
Stickgold, R. (2005). Sleep-dependent memory consolidation. Nature, 437(7063), 1272–1278. https://doi.org/10.1038/nature04289
Studler, M., Gianotti, L. R. R., Lobmaier, J., Maric, A., & Knoch, D. (2024). Human prosocial preferences are related to slow-wave activity in sleep. The Journal of Neuroscience. https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.0885-23.2024
Wagner, U., et al. (2004). Sleep inspires insight. Nature, 427(6972), 352–355.
Weir, S., et al. (2021). Shorter sleep duration, later sleep timing, and poorer sleep continuity were associated with thinner cortex and altered subcortical volumes in diverse brain regions across adolescence. Journal of Neuroscience. https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.0885-23.2024
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 14: Macht. Macht erkennen ist Macht haben?
Spaziergang 13: Entscheidungen. Kann Sumpf die Zusammenarbeit fördern?
Hallo und herzlich willkommen zu unserem 13. Spaziergang. Heute läufst du mit mir durch die Niederlande. Und zwar habe ich dich mitgenommen in ein historisches Dorf und es soll tatsächlich heute darum gehen, was wir aus der Geschichte der Niederlande oder ein paar bestimmten Aspekten als Inspiration mitnehmen können für die Situation, wenn wir in Gruppen Entscheidungen treffen müssen.
Und zwar Entscheidungen, die getroffen werden müssen, die sogar zeitkritisch sind, die extreme Konsequenzen haben. Und zumindest in dieser Teil der Geschichte geht es auch noch um das Thema Verteidigung. Und da ich ja selber sehr viele Jahre in der Wirtschaft gearbeitet habe, meistens in agilen Umfeldern als Product Owner und sehr viele agile Strukturen damit erlebt habe, in denen man ja doch versucht, gemeinschaftliche Entscheidungen zu treffen, auch wenn es im Projektkontext manchmal extreme Entscheidungen sein können und sie auch starke Folgen haben, egal ob man sich für die eine oder die andere Lösung entscheidet.
Und was ich ganz besonders spannend finde ist, ich habe ja auch in der Cyber Security gearbeitet und diese kleine Inspiration heute aus der niederländischen Geschichte erzählt uns auch etwas über Verteidigung. Ja, wo soll ich anfangen? Am besten da, wo es darum geht, warum denn die Niederlande so ein gutes Beispiel für egalitäre Entscheidungsstrukturen sind.
Das hat mit den Sümpfen zu tun. Und eigentlich hat die ganze Geschichte heute, die ich dir erzählen möchte, mit Sümpfen zu tun. Die Niederlande sind sehr flach. Irgendwann gab es da auch mal ein paar mehr Bäume, die wurden relativ schnell abgeholzt. Und das heißt, da war viel flaches Land, viel überflutet.
Und aus diesem Grunde auch wenig herrschaftliche Strukturen, sage ich mal. Die ganzen Herren auf ihren hohen Rössern, die Landbesitzer, die wir so klassischerweise aus Deutschland oder Frankreich kennen, die haben sich in den Niederlanden wenig verirrt. Man sagt, man konnte da nicht so gut auf dem Ross reiten.
Ich weiß nicht, ob es genau der Grund war, aber auf jeden Fall gab es hier wenig große Landbesitztümer. Das heißt, wir hatten eine Gesellschaft, die damals schon viel mit Handel zu tun hatte, schon im Mittelalter gab es ja sehr viel Handel entlang der Nordsee und wir hatten ganz viele kleine gehöfte Dörfer auf dem Land.
Eins hat sie alle geeint, nämlich das Wasser. Überall gab es Wasser und zwar normalerweise zu viel Wasser. Es gab hier sehr viele Flüsse, es gab das Meer, es gab sehr viele Sümpfe und man musste sie irgendwie trocken kriegen. Um sie trocken zu kriegen, hat man sich in sogenannten Warterschappen zusammengeschlossen.
Also, wie würde man das übersetzen? Wasserschaften. Und diese Wasserschaften, diese Warterschappen, waren sehr egalitär aufgebaut. Das heißt, jeder war wichtig. Und um voranzukommen mussten alle zusammenarbeiten. Im Grunde ein bisschen wie so in einem agilen Team heute. Alle verschiedenen Berufe, alle Stände waren wichtig.
Und man hat einen Weg gefunden… Man nennt das Poldern, ich finde das ein so tolles Wort, weil diese Sümpfe heißen in den Niederlanden, wenn man sie trocken legt, Polder. Und dieses Kommunikationsmodell, bei dem man versucht, dass alle zu ihrem Recht kommen und man gemeinschaftliche Entscheidungen trifft, heißt Poldern.
Ja, und durch diese Art des Polderns hat man sich auf gemeinschaftliche Entscheidungen spezialisiert, sage ich mal. Also man hat sich daran gewöhnt, dass man das tut. So, und jetzt kommt die Situation, dass plötzlich das französische Heer Richtung Niederlande zieht. Hm, das ist ein bisschen eine doofe Situation.
Die Niederlande sind flach und wenn man dann angegriffen wird, dann kommt man in die Situation, dass man eine Entscheidung treffen muss. So, jetzt sind wir eine relativ egalitäre gemeinschaftliche Gruppe und müssen eine Entscheidung treffen. Und tatsächlich hat man bei diesem ersten Angriff in den Niederlanden der Franzosen, das war schon in der frühen Neuzeit, eine Entscheidung getroffen und diese Entscheidung war, mehrere hundert Quadratkilometer der Niederlande unter Wasser zu setzen.
Auf einer Linie von über 100 Kilometern und einem Streifen von drei bis sechs Kilometer breit hat man die Deiche durchstochen, die Deiche des Meeres, die Deiche der Flüsse. Man hat Schleusen geöffnet und innerhalb von zwei bis drei Wochen sind also ein Teil der Niederlande 40 bis 60 Zentimeter unter Wasser gekommen.
Okay, was sagt uns das jetzt über das Entscheidungstreffen? Darum geht es ja. Wenn es eine Entscheidung zu treffen gibt und der Feind steht vor der Tür und man schafft es, gemeinschaftlich eine Lösung zu finden und sie auch gemeinschaftlich umzusetzen, denn dieses Unterwassersetzen hat bedeutet, dass alle einzelnen Warterschappen, es waren ganz viele von diesen Gemeinschaften, die es dort in dem Holland damals noch, es gab ja noch keine Niederlande, die es damals gab, alle zusammenarbeiten mussten.
Alle Warterschappen mussten einen Teil ihres Gebietes unter Wasser setzen. Und ihr könnt euch vielleicht vorstellen, du kannst dir vorstellen, dass das nicht einfach war. Das war Bauernland. Da standen Tiere, die mussten woanders hin, da wurden Wege blockiert und trotzdem hat man ganz, naja ich würde mal sagen, für die damaligen Verhältnisse und die Situation spontan diese Entscheidung dann doch treffen können.
Mit dem Resultat, dass man das französische Heer abgewehrt hat. Die haben anderthalb Jahre auf der Außenseite dieser holländischen Wasserlinie gecampt, sage ich mal, und sie sind nicht durchgekommen. Das heißt, die gemeinschaftliche Entscheidung, die extrem viel bedeutet hat, die extrem viel Unwohl gebracht hat, die hat aber dazu geführt, dass die Niederlande sich verteidigen konnten. Amsterdam wurde nicht eingenommen, es gab viele Gefechte mit den französischen Truppen, die nämlich teilweise schneller waren als das Wasser rein fließen konnte, aber der Teil war so klein, dass man sie besiegt hat und die Niederlande oder Holland damals Amsterdam verteidigt hat.
Später hat man das noch ein paar mal gemacht, diese Wasserlinie unter Wasser zu setzen und es gibt da auch, und das ist, finde ich, vielleicht die deutlichste Idee, die ich dir mitgeben will, in dem Moment, dass nämlich der Feind wusste, dass es da diese Wasserlinie gibt und die Niederländer sich unter sich nicht schnell genug einig werden konnten.
Man hat nicht in der Gemeinschaft geschafft, schnell genug eine Einigung zu finden. Hat man zwar sich dann irgendwann zu durchgerafft, die Deiche durchzustechen, aber da waren die Preußen schon hinter der Linie. Ja, es waren die Preußen tatsächlich. Es war ein großer Reinfall, also das Land stand unter Wasser und die Preußen waren schon drüber.
Heißt auch… Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen und wir müssen sie gemeinschaftlich treffen, dann ist es extrem wichtig, dass wir sie auch schnell genug treffen und dass wir Wege finden, miteinander zu reden, um eben die Preußen vor Amsterdam zu verhindern. Übrigens einer der Gründe, warum es jetzt immer noch eine Monarchie in den Niederlanden gibt, denn trotz Aufstände haben die Preußen eben die niederländische Königsherrschaft wieder eingesetzt.
Ja, da gab es dann schon einen König, der war aber mehr im Vorstand. So, das heißt, Verteidigung, ja, und wenn schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen, dann muss man die auch manchmal treffen, auch wenn man eine Gemeinschaft zusammen ist. Ich hoffe, dass dich diese niederländische Geschichte rund um das Thema gemeinschaftliche Entscheidungen treffen in egalitären Gruppen und auch die Probleme, die auftreten, wenn man ein Land oder eine Firma oder was auch immer verteidigen möchte und eben sich nicht durchringen kann, Entscheidungen, die einen großen Einfluss auf das Land haben, hunderte Quadratkilometer unter Wasser setzen, eben nicht schnell genug trifft.
Wir sind relativ egalitär und wir müssen… schwierige Entscheidungen treffen in Projekten. So, wann hast du also mal erlebt, dass du eine schwierige Entscheidung mit dem Team gemeinschaftlich getroffen habt und dir die umgesetzt hast? Also, ja, wie ging es dir dabei? Wie war der Prozess für dich? Wenn du Lust hast, reflektiere das mal und schau mal, ob du ein Stück der niederländischen Geschichte als deine Inspiration mitnehmen kannst.
Ich werde dir in den nächsten Wochen auch immer wieder Ideen mitbringen, dann nicht nur zur Inspiration, Geschichte ist ja immer nur Inspiration, aber auch Ideen, wie man eben in Gemeinschaften Lösungen finden kann. Also wie kann man in Meetings in einer Gemeinschaft besser oder einfacher Lösungen finden und wie kann man schwere Entscheidungen auch tatsächlich tragen.
Also hier mal ein kleiner geschichtlicher Ausblick auf Business-Themen und ich wünsche dir einen wunderschönen Tag, ein hoffentlich interessantes Nachdenken über die Frage und einen noch ganz tollen Ausflug hier in den Niederlanden. Morgen wieder zurück aus dem Westerwald.
Mach's gut!
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 12 Nee heb je, Ja kan je krijgen
Hallo und herzlich willkommen zu unserem zwölften gemeinsamen Spaziergang im Westerwald. Schön, dass du da bist. Ja, wir laufen hier jetzt wieder zusammen mit Pauli. Vielleicht hört man ihn gerade, wie er sich geschüttelt hat. Und wir sind draußen, wir sind wieder auf der Streuobstwiese hier und laufen so gemütlich am Rand der Streuobstwiese entlang.
Und da ich schon eine kleine Ankündigung habe, dass du morgen mit mir in den Niederlanden spazieren gehst, genau, gibt es heute auch ein sehr niederländisches Thema schon mal zur Einstimmung auf morgen.
Immer wenn ich es anderen Leuten erzählt habe, fanden sie es sehr interessant und inspirierend. Und deshalb möchte ich es dir mitgeben, denn das ist eine ganz typische niederländische Weise etwas zu sagen. Und eine ganz typische niederländische Lebensweisheit dadurch auch. Auf Niederländisch heißt das Ganze: "Nee heb je, ja kan je krijgen."
Und was heißt das wörtlich übersetzt auf Deutsch? Nein hast du, ja kannst du kriegen. Ja, was meinen die Niederländer denn damit? Die meinen damit, dass wenn du etwas haben möchtest, für das du jemanden fragen musst oder vielleicht auch was machen musst, häufig, wenn man jemanden fragen muss, das ist so die typische Situation, wo dann jemand zu dir sagt: "Nee heb je, ja kan je krijgen." Also mach es doch, mach es doch, das ist die Botschaft, mach es doch, nein hast du doch sowieso schon.
Und ich gebe ehrlich zu, es gilt vielleicht nicht für Heiratsanträge. Weil da ist ein Nein dann vielleicht bei der Frage doch ein bisschen kritisch. Zumindest für den einen oder anderen. Aber in ganz normalen Situationen, also wenn ich bei einer Firma frage, ob es noch einen Rabatt gibt. Und die Firma hätte mir sonst vielleicht gar nicht gegeben von sich aus.
Sie sagen: "Ja klar gibt es einen Rabatt. Können wir hier oder so machen." Oder du suchst einen Job. Und überlegst dir, ob du jetzt jemanden fragen kannst, ob der eine Stelle frei hat. Und du traust dich nicht so wirklich. Ja, nein hast du doch sowieso schon. Wenn du nicht fragst, dann wirst du da sehr wahrscheinlich sowieso keine Stelle kriegen.
Und wenn du fragst, ist nichts verloren. Das ist die Botschaft. Wenn du fragst, ist nichts verloren. Nein hast du doch sowieso schon. Ja kannst du bekommen. Oder auf Niederländisch dann: "Ja kan je krijgen."
Ja, das ist eine… Ja, urniederländische Sache und ich finde es total schön, weil es total positiv ist. Total motivierend für mich immer, immer wenn ich mich unwohl fühle und denke, ja kann man das denn jetzt wirklich machen, kann man das mal anfragen, kann man das mal fragen.
Ist das nicht schlimm, wenn ich frage? Und dann denke ich mir: "Nee heb je, ja kan je krijgen." Meistens frage ich dann und meistens hat es total viel Sinn. Denn angenommen, ich frage, ob es den Bonus noch gibt und derjenige sagt: "Nee, tut mir leid, wir haben da keinen Bonus." Ja und? Dann geht ja die Welt nicht unter.
Und ja, vielleicht inspiriert dich das, nächstes Mal auch eine Frage zu stellen, denn das Nein hast du eh schon.
So, und damit komme ich zur Frage an dich. Ja, ich stelle dir ja auch jeden Tag eine Frage. Und die Frage des Tages heute ist, passend zu unserem Thema: Wann hast du das denn zum letzten Mal erlebt, dass du mal gedacht hast, dass ich weiß nicht, ob ich das fragen kann, wer weiß. Und dann hast du doch gefragt. Und dann hat derjenige gesagt: "Ja klar, gar kein Problem, gut dass du fragst."
Ja, damit würde ich sagen, mit diesem leichten Wind im Hintergrund, oh wie schön, da fliegt noch so ein Raubvogel. Wir haben hier echt eine schöne Strecke zusammen. Genau, mit diesem leichten Wind im Hintergrund verabschiede ich mich von dir. Ich wünsche dir einen wundervollen Tag. Und pack deine Sachen.
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 11 - Purpose. Gesund alt werden durch Lebenssinn?
Hallo und herzlich willkommen hier im wunderschönen Westerwald zu unserem elften Spaziergang. Und heute geht es um das Thema "Sinn des Lebens".
Was bringt dir denn ein Sinn des Lebens? Oder hey, was hat die Wissenschaft untersucht, was angeblich dein Sinn des Lebens bringt? Hallo, ich erzähle dir ein bisschen über die Vorteile, die man gefunden hat, und dann schauen wir nochmal zurück auf die letzten Tage und die Fragen, die ich dir gestellt habe, und mal sehen, ob die Antworten der letzten Tage dir helfen, die Frage von heute nachher zu beantworten.
So, jetzt gucke ich erstmal hier über diese wunderschöne grüne Landschaft. Ich bin hier auf einer kleinen Wiese, größer als eine Lichtung, aber es ist echt, es ist wunderschön. Die Abendsonne scheint hier her über so eine kleine, neu angelegte Streuobstwiese. Es ist traumhaft hier. Schön, dass du mit mir gehst.
Also, was hat man wissenschaftlich herausfinden können darüber, was der Sinn des Lebens einem Menschen bringt? Da hat man verschiedene Studien gemacht. Man hat versucht, die Leute zu interviewen, ob sie einen Sinn des Lebens haben und wie es ihnen geht. Und dabei hat man verschiedene, also wirklich mehrere gut gemachte Studien.
Und da hat man herausgefunden, dass als allererstes die Menschen im Schnitt länger leben. Das ist ja schon mal nicht verkehrt. Du hast einen Sinn im Leben, du setzt diesen Sinn im Leben um, hast du im besten Falle sowieso ein schönes und angenehmes Leben und zusätzlich hast du auch noch eine Chance, länger zu leben.
Finde ich schon mal super. Als nächstes hat man rausgefunden, dass die Leute im Schnitt länger und besser alt werden. Also nicht nur länger leben, sondern sie haben auch weniger Probleme mit der Kognition und haben eine kleinere Chance, um dement zu werden. Finde ich jetzt auch schon mal sehr angenehm.
Dann obendrauf kommt noch, dass man festgestellt hat in einer anderen Studie, dass die Menschen, die einen Sinn im Leben haben und sehen, dass die körperlich auch fitter sind. Also wenn man älter wird und dann können die Leute immer noch besser länger laufen. Finde ich jetzt auch schön, wenn ich so zurückdenke.
Meine Oma, die hatte immer einen starken Sinn im Leben gesehen und die ist richtig gesund alt geworden. Heißt nicht, dass jeder das wird, der einen Sinn im Leben sieht, aber zumindest hat man eine bessere Chance. Und was noch als Schmankerl obendrauf kommt, die Leute mit Sinn im Leben, die schlafen auch besser.
33% fand ich eine schöne, fand ich eine schöne, ja, Ergebnis des Ganzen. Übrigens wundere dich nicht, falls ich manche Worte manchmal komisch verwende. Ich spreche nämlich auch Niederländisch und auf Niederländisch heißt Ergebnis "Outkomst". Und dann verwende ich manchmal die, ähm, die Satzanfänge etwas merkwürdig und merke dann, dass es jetzt der Satzanfang für das niederländische Wort wäre.
Ja genau, also ich merke, du lernst mich auch im Laufe der Zeit etwas besser kennen. Übrigens apropos besser kennenlernen, ich würde mich sehr freuen, wenn du schon einen Sinn im Leben liest, wenn du mir schreibst. Schreib mir doch mal, was dein Sinn im Leben ist. Und haben dir, und da kommen wir jetzt gleich auf die Fragen, dir die Fragen der letzten beiden Tage und auch die Folge über Memento Mori am Sonntag ein wenig dabei geholfen, ihn zu finden.
Ich habe meinen eigenen Lebenssinn schon vor einigen Jahren gefunden, nur leider, wie du gestern erfahren hast, noch nicht umgesetzt in vielen dieser Jahre. Erst so seit meinem letzten Burnout von einem Jahr habe ich angefangen, a, auch das zu verstehen, warum ich das habe, und b, diesen Sinn im Leben nicht nur zu haben, sondern auch aktiv umzusetzen in meinem Leben.
Und das ist schön. Das heißt, ich werde dir mit Sicherheit, ach, da kommt Paulchen an, auch in einer der nächsten Folgen davon erzählen. Denn ich hoffe, dass ich dich damit ein bisschen inspirieren kann. Jeder hat ja seinen eigenen Sinn im Leben, aber vielleicht wirkt das ein bisschen. Heute erstmal für dich die Vorteile, die so ein Sinn im Leben und das Umsetzen des Sinns im Leben hat.
Denn etwas zu machen ist ja auch immer eine bewusste Entscheidung, etwas anderes nicht zu machen. Ich glaube, jetzt fliegt da so ein großes Flugzeug über uns drüber. Wir liegen hier so ein bisschen in der Anflugschneise zu Köln-Bonn, fürchte ich. Ab und an hört man sie hier mal. Genau, also wenn du noch 365 Tage hättest zu leben, was würdest du dann machen und was würdest du nicht machen?
Und gestern habe ich dich gefragt, wenn du nur noch einen einzigen Tag zu leben hättest, 24 Stunden. Was würdest du dann machen? Und was würdest du dann nicht tun? Und ich hoffe, du hast dir diese Fragen beantwortet und ich hoffe, du kannst dir dadurch auch die Frage heute beantworten.
Wenn du weißt, dass mit einem Purpose im Leben du länger, gesünder, fitter lebst und du jetzt herausgefunden hast, was du tun würdest, wenn du nur noch ein Jahr oder einen Tag zu leben hast. Und was sagt dir das? Was sagt dir das für den Rest deines jetzigen Lebens? Ich hoffe, diese Frage inspiriert dich.
Wir werden, wie gesagt, noch öfter über Purpose reden und auch darüber, wie man ihn findet. Das heißt, ich hoffe, ich kann dir auch dabei helfen, dir Infos mitgeben, dich dazu inspirieren, wie man so einen Purpose finden kann, wenn du ihn noch nicht weißt. Und damit gucke ich nochmal über diese herrlichen Felder hier und die Wälder, genieße den Abend und wünsche dir noch einen wunderschönen weiteren Spaziergang.
Ich freue mich auf dich morgen. Mach's gut!
Literatur:
Hill, P. L., & Turiano, N. A. (2014). Purpose in life as a predictor of mortality across adulthood. Psychological Science, 25(2), 555–559.
Kim, E. S., Kim, J. K., Heo, J., & Kubzansky, L. D. (2020). Sense of purpose in life and five health behaviors in older adults. Journal of Aging and Health, 32(8), 856–868.
Kim, E. S., Sun, J. K., Park, N., & Kubzansky, L. D. (2017). Association between purpose in life and objective measures of physical function in older adults. JAMA Psychiatry, 74(10), 1039–1045.
Kim, E. S., Wicker, D., & Kubzansky, L. D. (2022). Sense of Purpose in Life and Subsequent Physical, Behavioral, and Psychosocial Health: An Outcome-Wide Approach. Journal of Gerontology: Psychological Sciences.
Pinquart, M. (2002). Creating and maintaining purpose in life in old age: A meta-analysis. Ageing International, 27(2), 90–114.
Wingo, A. P., Howard, N. C., & Wingo, T. S. (2025). Purpose-in-life associates with later onset and lower hazard for cognitive impairment in a population-based longitudinal cohort of diverse participants. American Journal of Geriatric Psychiatry.
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Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
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Spaziergang 10: Burnout. Wenn Werte und Arbeit nicht zusammenpassen?
Hallo und herzlich willkommen zu unserer mittlerweile zehnten Spaziergang hier zusammen im Westerwald. So ein bisschen vor dem Sturm ist es still, außer die Autos, die hört man etwas lauter heute. Es ist ein bisschen drückendes Wetter, kein bisschen Wind, fast kein Tier zu hören, wenn wir hier laufen. Aber schön, dass du dabei bist.
Heute gibt es zum ersten Mal etwas im Wissensteil über das Thema Stress und genauer über das Thema Burnout. Ich hatte in meiner Willkommensfolge ja schon gesagt, dass das so eines meiner Hauptthemen ist. Stress, Burnout, was es mit uns tut, aber vielleicht auch alle Ideen, alle Inspirationen rundherum, was man tun kann, beziehungsweise was man so auch alles erforscht hat, um das zu verhindern.
Und ich werde dir gleich von meinen eigenen Erlebnissen erzählen. Und du wirst hören von einem Buch, was mich sehr fasziniert. Das heißt Feel Good Productivity. Das ist natürlich auch wieder in den Shownotes. Und durch dieses Buch, gebe ich ganz ehrlich zu, habe ich überhaupt erst verstanden, warum meine eigenen zwei Burnouts entstanden sind.
Und das hat mir unglaublich geholfen, dieses Verständnis. Und ich erzähle dir mal ein bisschen darüber. Erstmal über meine Burnouts und dann, was die verursacht hat. Und vielleicht erkennst du dich ja darin wieder. Vielleicht auch nicht. Genau, also.
Ich glaube, das war ein Vogel. Hast du den gehört? Gut, aber ich wollte ja von meinen… von meinen Burnouts erzählen. Und zwar, der erste war im Jahr 2021 und der zweite war vor ziemlich exakt genau einem Jahr, jetzt heute. Damals 1. September, war der Tag, an dem ich meinen ersten Krankheitstag geschrieben habe.
Und wenn ich da zurückdenke, dann war das für mich unglaublich heftig. Also, ich will mich ganz bewusst nicht mit irgendjemandem vergleichen, der auch Burnout hatte. Denn jede Erfahrung ist anders. Bei mir war es so, dass das beim ersten Mal fast ein Dreiviertel Jahr gedauert hat. Und ich bin ja selber psychosomatische Physiotherapeutin.
Das heißt, ich wusste eigentlich schon, was da los war. Ich wusste, dass ich immer gestresster wurde. Ich merkte, dass ich immer aggressiver wurde. Dass ganz, ganz, ganz viele Dinge in meinem Leben nicht mehr funktionieren. Dass ich keine Zeit mehr habe, keine Geduld mehr habe für andere Menschen um mich herum.
Dass ich immer tauber wurde. Da ist ganz, ganz viel passiert, aber ich habe nicht verstanden, warum. Eigentlich mochte ich meinen Job. Ich wollte gerne Teamleiterin werden. Ich wollte für mein Team aufkommen. Ich bin für mein Team aufgekommen. Es war auch noch gerade Corona, das hat mit Sicherheit nicht geholfen.
Aber ich wollte für mein Team da sein und ich wollte vor allem dafür sorgen, dass es meinem Team gut geht. Wir hatten irrsinnig viele Projekte, unglaublich hohen Projektdruck. Und ich wollte, dass meine Mitarbeiter gut arbeiten können, ohne diesen extremen Druck spüren zu müssen. Ich wollte ein bisschen den Druck von ihnen abhalten.
Und gleichzeitig kam aber immer mehr Druck von oben auf unsere Abteilung. Und wenn ich mich immer mit dem Thema Burnout beschäftigt habe, dann ging das ganz viel darum, man hatte zu viel zu tun. Aber das war gar nicht unbedingt der Fall. Ja, mein Kalender war voll, aber das Pensum kannte ich schon von vorher.
Und dann plötzlich bin ich in ein neues Projekt gekommen. Und es ist exakt das gleiche wieder passiert. Nur innerhalb von zwei Wochen. Total heftig. Das waren, glaube ich, die krassesten zwei Wochen meines Lebens. Und ich habe es wieder nicht verstanden. Ich habe viel gearbeitet, aber nicht übermäßig viel. Ich hatte genug Pausen, ich hatte nette Kollegen. Aber es war halt ein Projekt, so wie ich es die drei Jahre dazwischen eben nicht hatte.
Und klipp, klapp, sofort hat es wieder eingesetzt. Ich habe mich wieder taub gefühlt. Ich habe mich wieder extremst gestresst gefühlt. Ich wusste nicht mehr, wo vorne und hinten ist. Ich wusste nicht mehr, wie ich mit meinen Kindern rede. Ich wusste nicht mehr, wie ich schlafe. Es ging gar nichts mehr. Also wirklich, es ging nichts mehr.
Ich konnte nichts mehr. Ich konnte nichts mehr essen. Ich konnte nicht mehr schlafen. Ich konnte gar nichts mehr. Ich konnte nicht mehr sprechen. Ich weiß nicht, wie ich damals überhaupt… Mein Mann hat mich damals zum Arzt gefahren. Ich glaube, ich bin selber die Treppe nicht mehr hochgekommen. Und das nach zwei Wochen.
Und nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich es zumindest zum ersten Mal verstanden. Und zwar erzählt der Autor in dem Buch, dass es drei Formen von Burnout gibt. Häufig treten sie gemischt auf und das gebe ich auch ehrlich zu. Ich hatte mit Sicherheit viel auf meinem Tellerchen. Ich habe auch mit Sicherheit ein bisschen zu wenig Pause gemacht.
Aber der Hauptfaktor bei mir war etwas anderes, nämlich das, was er Misalignment nennt oder auch Disharmonie. Und die sorgt dafür, dass das, was ich selber an Werten habe, das, was mir wichtig ist, und das, was von außen von mir gewollt wird, in diesem Fall von Chefs, von Teamleitungen, von was auch immer, nicht zu dem passt eben, was ich selber will, was mir wichtig ist.
Und umso größer diese Disharmonie wird, und es kam auch noch Corona dazu. Es war auch noch eine Zeit, wo Unternehmen viele Entscheidungen getroffen haben, ohne dass ich ihnen was vorhalten kann. Es war halt einfach eine krasse Zeit. Aber sie haben viele Entscheidungen getroffen, mit denen ich so nicht mitgehen konnte, die ich trotzdem als Teamleiter umsetzen musste.
Und das waren auch so die Momente, wo es mir echt immer am schlechtesten ging. Ich finde es so schön, jetzt das gelesen zu haben und deshalb möchte ich das mit dir teilen, einfach mal eine sehr persönliche Geschichte. Ich stehe da auch völlig zu, also ich habe auch kein Problem mehr, wer auch immer das hier hört, denn es geht mir wieder gut.
Und es geht mir gut, weil ich eben im letzten Jahr ganz konsequent genau… in die andere Richtung gelaufen bin, in Richtung Harmonie, in Richtung das Tun, was mit meinen eigenen Werten übereinstimmt. Unter anderem hier diesen Podcast zu machen, denn ich finde es wundervoll, Menschen zu inspirieren. Und auch dabei, dir deine eigene Autonomie zu lassen.
Wenn du Lust hast, dann mach was mit der Inspiration und wenn nicht, dann nicht. Ich beantworte meine Fragen, oder nicht? Ich versuche nicht, die Anleitungen zu geben. Ich glaube, dass Fragen mehr bringen als Anleitungen. Und das ist meine persönliche Harmonie. Ich gehe ganz bewusst zu Entscheidungen und in Richtungen, die zu meinen eigenen Werten passen.
Ich glaube, da hinter uns kommt eine Familie. Man hört sie schon wundervoll. Und wir gehen jetzt mal hier weiter den Berg runter, dann wird es wahrscheinlich nicht so laut. Genau, aber das ist mein Grund gewesen, der Hauptgrund für meine Burnouts war diese Disharmonie zwischen dem, was die Wirtschaft, die Firma, die Abteilung, der Chef, die Chefin, wer auch immer von mir verlangt hat oder ich gedacht habe, dass sie von mir verlangen.
Das ist ja nochmal eine ganz andere Geschichte. Also die Erwartungen, die ich gespürt habe. Und dem, was ich eigentlich wollte. Ja, für mich bedeutet das jetzt ganz bewusst, Entscheidungen zu treffen für mein Leben. Und auch einige Dinge, die viele Leute eben denken, die klüger wären, nicht zu machen.
Ja, vielleicht inspiriert dich das ein bisschen. Untersucht wurde das auch. Das schreibt… der Autor in dem positiven Produktivitätsbuch, wie gesagt, du findest das in den Shownotes und da findest du auch diese Studien. Da wird nämlich untersucht, wann man am… am besten zum Beispiel einen sehr, sehr langen Wanderweg laufen kann.
Das ist der in Amerika, den sie da untersucht haben, die Leute. Aber stell dir das wie den Jakobsweg vor. Das heißt, du gehst den Jakobsweg und irgendwann, selbst wenn du noch so intrinsisch motiviert bist, lässt die Motivation nach. Wenn du da Wochen und Monate lang unterwegs bist, irgendwann wird es schwierig.
Und das finde ich schön, das scheint in dem Bereich nicht allzu viel an Untersuchungen zu geben, zumindest habe ich nicht allzu viel mehr gefunden, aber in dem Buch wird diese eine beschrieben und die passt unglaublich eben zu dem, was ich erlebt habe. Die externe Motivation, die mir auferlegt wurde, die ich erfahren habe, dass sie mir auferlegt wurde, die hat einfach nicht zu meiner internen Motivation gepasst.
Und das hat unglaublich viel Disharmonie gegeben, unglaublich viel Reibung, unglaublich viele Reibungsverluste. Und diese Reibungsverluste, die haben mich ausgebrannt. Zusammen mit viel Arbeit und weniger Pausen als ich gebraucht hätte. Aber der Hauptgrund war diese Reibung, diese Reibung zwischen dem Außen und dem Innen.
Ja, das ist soweit zu unserem kleinen Info- und Wissensteil heute. Ich hoffe, du hast immer noch Bock, weiter zuzuhören, denn jetzt kommt meine Frage an dich und wir laufen den Berg wieder ein bisschen hoch. Genau, also gestern habe ich dich ja gefragt, was wäre dir wichtig, was würdest du gerne machen in deinem Leben, wenn du noch 365 Tage zu leben hast?
Was würdest du vielleicht auch nicht tun? Und heute kriegst du die Aufgabe noch etwas konkreter. Nämlich was würdest du tun, wenn du noch genau einen Tag zu leben hast? 24 Stunden. Wie würdest du die füllen? Was würdest du machen? Was wäre dir wichtig? Mit wem willst du sie verbringen? Und ja, was ist so die Essenz, die du an diesem Tag mitnehmen willst, wenn du nur noch einen einzigen Tag hättest, den du füllen kannst?
Das ist die Frage für heute. Und falls du nochmal ein bisschen über dieses Konzept des Memento Mori hören möchtest, auf das diese Fragen basieren und gestern und heute, dann kannst du dir gerne unseren kleinen Philosophie-Spaziergang vom Sonntag noch mal anhören. Und jetzt müssen wir uns sputen, da hinten, das sieht total cool aus, da fällt so der Regen vom Himmel. Ich bin hier auf so einer kleinen Bergkuppe und ich kann hier über die Landschaft schauen und vielleicht siehst du es auch gerade, da hinten so wie aus den Wolken Schlieren fallen, das ist der Regen.
Und weil ich weiß, hier im Westerwald, wie schnell der rüberzieht, mache ich mich jetzt ganz schnell auf den Weg nach Hause. Ich hoffe, du bist morgen wieder dabei. Ich freue mich auf dich, auf unseren nächsten kleinen gemeinsamen Spaziergang. Und ja, je nachdem, wo du wohnst, mach dich auch schnell nach Hause. Bis bald. Ciao.
Kleiner Nachtrag. Wir müssen jetzt wirklich rennen. Ich werde jetzt richtig nass hier. Ich hoffe du nicht, mach es gut.
Literatur:
Ali Abdaal (2023). Feel-Good Productivity: Produktiv sein ohne Stress – und mehr vom Leben haben. Penguin Verlag.
Sheldon, K. M. (2020). Going the distance on the Pacific Crest Trail: The vital role of identified motivation. Motivation Science, 6(2), 177–181.
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
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Spaziergang 9: Fisch. Konzentration durch ausgequetschte Fische?
Literatur:
Europäische Union. (2012). Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel mit Ausnahme von Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und Gesundheit von Kindern. Amtsblatt der Europäischen Union, L 136, 1–40. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02012R0432-20140513
Amarin Pharma Inc. (2022). A Study of AMR101 to Evaluate Its Ability to Reduce Cardiovascular Events in High-Risk Patients With Hypertriglyceridemia and on Statin (REDUCE-IT) (NCT01492361). clinicaltrials.gov.
BfR. (2023, November 16). Präparate mit Omega-3-Fettsäuren können bei Herzpatienten das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen (Mitteilung 57/2023). Bundesinstitut für Risikobewertung.
Calder, P. C. (2012). Long Chain Fatty Acids and Inflammation. Progress in Lipid Research, 51(4), 325–351. doi:10.1016/j.plipres.2012.02.004.
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O’Keefe, J. H. et al. (2018). Omega-3 Fatty Acids and Cardiovascular Disease. Mayo Clinic Proceedings, 93(6), 725-745.
Pagnin, D. et al. (2018). Omega-3 fatty acids and inflammation: a narrative review. International Journal of Molecular Sciences, 19(2), 594.
Xin, T. et al. (2022). Efficacy of the omega-3 fatty acids supplementation on inflammatory biomarkers: An umbrella meta-analysis. International Immunopharmacology, 111, 109104. doi:10.1016/j.intimp.2022.109104.
Zaher, A. et al. (2019). Omega-3 und stille Entzündungen. ResearchGate.
Appleton, K. M., Voyias, P. D., Sallis, H. M., Dawson, S., Ness, A. R., Churchill, R., & Perry, R. (2021). Omega-3 fatty acids for depression in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2021(11). doi:10.1002/14651858.CD004692.pub5
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Sanosi, A. A. (2025). The impact of omega-3 supplements on the cognitive function in Alzheimer's patients: A systematic review and meta-analysis. Insights-Journal of Health and Rehabilitation, 3(3).
Stonehouse, W., Conlon, C. A., Podd, J., Hill, S. R., Minihane, A. M., Haskell, C., & Kennedy, D. (2013). DHA supplementation improved both memory and reaction time in healthy young adults: A randomized controlled trial. The American Journal of Clinical Nutrition, 97(5), 1134–1143. doi:10.3945/ajcn.112.052684
Yang, R., Wang, L., Jin, K., Cao, S., Wu, C., Guo, J.,… & Tang, M. (2022). Omega-3 polyunsaturated fatty acids supplementation alleviate anxiety rather than depressive symptoms among first-diagnosed, drug-naïve major depressive disorder patients: A randomized clinical trial. Frontiers in Nutrition, 9, 876152. doi:10.3389/fnut.2022.876152
Raine, A., & Brodrick, L. (2024). Omega-3 supplementation reduces aggressive behavior: A meta-analytic review of randomized controlled trials. Aggression and Violent Behavior. https://doi.org/10.1016/j.avb.2024.101956
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 8. Kleine Änderung. Große Wirkung?
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Spaziergang 7: Memento Mori. Bessere Entscheidungen?
Hallo und herzlich willkommen auf unserem bereits siebten Spaziergang zusammen im Westerwald. Wir sind hier unterwegs und vor uns laufen tatsächlich ein paar Rehe. Da ist eine Mama Reh und noch, ich glaube, zwei Kleine. Wir müssen also ganz leise sein. Mal gucken, wie leise Pauli ist. Ich weiß nicht, ob der sie schon entdeckt hat.
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