Walk & Talk mit Ida
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Walk & Talk mit Ida episodes

  • Grün. Pflanzen sehen - fit werden?

    Hallo und herzlich willkommen bei unserem sechsten gemeinsamen Spaziergang hier im Westerwald. Ich freue mich, dass du da bist. Entspricht es auch da, glaube ich, oder war das die Taube? Genau, ich bin heute ein bisschen müde. Vielleicht hört man es ein bisschen an meiner Stimme, und deshalb tut es mir auch besonders gut, jetzt hier im Wald zu sein.

    Mal gucken, was das mit meinen Kopfschmerzen macht.
    Mir war es wichtig, trotzdem mit dir spazieren zu gehen. Denn erstens tut mir es hier sehr gut, im Grünen zu sein und mich zu bewegen. Und zweitens habe ich ja meine 100 Tage 100 Podcast Challenge. Und die macht mir so viel Spaß, dass ich die nicht jetzt mal einen Tag nicht machen will. Insofern ich bin total happy, dass du mit mir hier bist.
    Paulchen ist zu Hause, insofern sind wir nur zu zweit. Und ich erzähle dir zu gegebenem Anlass eben von dem Thema, was Grün eigentlich, also Pflanzen, Natur, wenn man sie anschaut, für uns Menschen tut. Wie gesagt, mal schauen, welchen Effekt das gleich auf meine Kopfschmerzen hat.
    So, also, was hat man untersucht? Die Untersuchung, die ich dir vorstellen will, ist schon etwas älter, von 1984.
    Ja. Und da hat man untersucht, wenn Menschen im Krankenhaus sind und man ihnen entweder ein Bett zuweist mit einem Fenster, das auf eine Backsteinmauer zeigt. Also wenn man rausguckt, sieht man halt die Mauer, wahrscheinlich von einem anderen Haus. Oder ein Zimmer, bei dem man rausschaut und dann Natur sieht.
    Baum, Wald, Parkanlage. Und man hat festgestellt, dass wirklich die Menschen signifikant schneller gesund wurden nach ihrer OP. Das war damals Gallblasen-OP, und die Leute waren natürlich noch viel länger im Krankenhaus wie heute. Aber der Effekt damals bei den 46 Patienten, die Studiengröße war nicht so ganz groß, aber es war insofern ausschlaggebend, dass die Leute die gleiche OP hatten, ähnliche Patienten waren und wirklich signifikant schneller gesund wurden, wenn sie die Möglichkeit hatten, in die Natur zu schauen, durchs Fenster.
    Sie waren also nicht selber in Natur, sie haben nur rausgeschaut. Und das finde ich total spannend. Man hat auch nachher versucht, das nachzubauen, mal in Bonn. Aber da die Leute heute nicht mehr so lange im Krankenhaus liegen, konnte man das nicht so wirklich gut nachmachen. Daher konnte man den Effekt leider nicht bestätigen.
    Aber eben, weil man es auch nicht so gut nachbauen konnte. Es gibt noch viel mehr Untersuchungen, insbesondere hat man ganz viel untersucht, was Grünpflanzen in Büros - jetzt sind wir wieder dabei, ich habe ja selber lange Jahre immer im Büro gesessen, und ich muss sagen, ich habe die Pflanzen sehr genossen. Am besten, wenn sie professionell gegossen wurden und auch gut aussahen. Ansonsten ist es ja eher ein trauriger Anblick, aber wir hatten zum Beispiel bei uns im Büro mal Chilis. Die haben wir sogar selber gepflegt, und ich muss sagen, der Teil von Chilis - dem Team, in dem ich damals war, der die auch im Büro hatte, das war echt fantastisch.
    Also wir haben wirklich Chilis geerntet, und ich glaube mir, die waren scharf. Also ich finde selber, dass wenn ich Büropflanzen, gesunde Büropflanzen sehe, dass mir das unglaublich gut tut, und das haben tatsächlich auch ganz viele wissenschaftliche Studien ergeben. Und es gibt eine Metastudie darüber, also eine, die sich mal ganz viele Studien angeguckt hat und auch wirklich festgestellt hat, dass Büropflanzen den Menschen gut tun.
    In verschiedensten Bereichen, weil in den ganzen Studien, die in der Metastudie untersucht wurden, gibt es natürlich ganz viele Effekte auf den Menschen, aber sie waren alle positiv, und es ging den Menschen in den Büros besser. Manche haben untersucht, ob man sich besser konzentrieren kann, wieder andere, ob man die Kommunikation verbessert und so weiter.
    Aber ach, das ist ja spannend. Ich glaube, das ist ein Flugzeug über uns. Ein kleines Propellerflugzeug.
    Genau, und das ist die Inspiration, die ich dir heute mitgeben will. Dass sowohl das Anschauen der Natur selbst durch ein Fenster und das Haben von Zimmerpflanzen wissenschaftlich untersucht helfen kann, dass es den Menschen besser geht.
    Also tatsächlich, Grün hilft, und man fühlt sich wissenschaftlich untersucht besser. Insofern wäre jetzt die Frage dran, nach dem Wissensteil. Und ich möchte dich fragen, wann du zum letzten Mal etwas gesehen hast, von dem du dachtest: Wow, das ist echt schön. Ist auch egal, was es ist. Es braucht keine Pflanze zu sein oder Park.
    Irgendwas, was richtig dich auf eine wunderschöne Weise angesprochen hat. Vielleicht ein bisschen beeindruckt hat, und dann denk mal zurück an den Moment und wie hast du dich da gefühlt, was hat das mit dir gemacht, was war da in dir, welche Gedanken hattest du, welche Gefühle, vielleicht hast du es irgendwo im Körper gespürt, dass dir das jetzt gefällt. Und ja, das ist meine kleine Frage an dich heute.
    Wie immer freue ich mich, wenn du mir antwortest, wenn du mir schreibst, wenn du mich anrufst. Meine E-Mail-Adresse findest du in den Shownotes. Ich freue mich auf deine Antwort. Mach's gut und bis morgen bei unserem siebten Spaziergang.
    Und tatsächlich, meine Kopfschmerzen sind etwas besser. Vielleicht einfach, weil mir das Podcast machen so Spaß macht.
    Das kann natürlich auch sein. Aber bestimmt auch, dass ich jetzt hier draußen in der Natur war, im schönen Westerwald. Mach's gut. Tschüss.

    Kontakt:

    Literatur:

    Han, K.-T., & Ruan, L.-W. (2019). Effects of indoor plants on self-reported perceptions: a systemic review. Sustainability, 11, 4506.

    Ulrich, R. S. (1984). View through a window may influence recovery from surgery. Science, 224(4647), 420–421.

    Disclaimer:

    Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.

    Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.

    Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.

    Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.

    6 min
  • Lachen. Hilft Lachen der Gesundheit?

    Hallo und herzlich willkommen zu unserem jetzt mittlerweile bereits fünften Spaziergang zusammen im Westerwald. Hier mit mir und Paolo, meinem Lakotohund. Wir laufen durch den Westerwald. Heute ist es mal nicht so heiß. Und ich habe dir ein interessantes Thema als Wissensteil zur Inspiration mitgebracht, also Wissen. Ich finde es interessant, aber naja gut, ich interessiere mich ja auch für alle möglichen Themen, die ich euch hier so mitbringe.

    Heute also das Thema Lachen. Und was daran so faszinierend ist, ist, dass es gesundheitsfördernd ist. Ich meine, man sagt ja in der Volkskunde häufig, Lachen macht gesund, aber das Ganze wurde auch in Japan untersucht und die Wissenschaftler haben das an Diabetes Typ 2 Patienten getestet und die waren alle ohne Insulineinstellung. Das heißt, man konnte das wunderbar untersuchen. Man hatte noch eine kleine Kontrollgruppe. Leider nur wirklich fünf Leute als Gesunde, die das gleiche mitgemacht haben. Deshalb, da kann ich euch nicht ganz so viel darüber sagen. Die wissenschaftliche Evidenz ist für die Diabetes Typ 2 Patienten da. Aber ich finde, auch das kann sehr inspirierend sein, denn du kannst es ja einfach mal selber ausprobieren.

    Also, was haben die gemacht? Die haben eine Gruppe mit Diabetes-Typ-2-Patienten ein Mittagessen gegeben und am ersten Tag einfach in eine langweilige Vorlesung gesteckt. Also ungefähr so, wie wenn du zu deinem nächsten Meeting gehst. Naja, wahrscheinlich, wenn du zu deinem nächsten Meeting gehst. Und dann am nächsten Tag haben sie was anderes gemacht. Also das Mittagessen war genau das gleiche, damit das schön vergleichbar ist. Aber danach haben sie sie in eine Comicshow gesteckt. Für die gleiche Zeit, 40 Minuten. Naja, du kennst das bestimmt von Meetings, das ist ganz gut vergleichbar mit den 40 Minuten. Das heißt, wenn du in einem spaßigen Meeting bist… Oder irgendwas vergleichbar mit einer Comicshow, da darfst du selber drüber nachdenken, was dem entspricht. Aber grundsätzlich würde ich mal sagen, ein etwas spaßiges, etwas zum Lachen, wirklich was zum Lachen. Dann geht der Blutzuckerspiegel also signifikant runter im Vergleich dazu, wenn man in einer langweiligen Vorlesung sitzt.

    Ich hoffe, dass dich das inspiriert und du vielleicht, wenn du möchtest… Etwas mehr Lachen in dein Leben mit einplanst. Das ist keine medizinische Empfehlung hier, sondern wie immer eine Inspiration. Aber ich hoffe, es geht bei mir ja nicht nur ums Thema Business und Produktivität und wie man mit Menschen umgeht und ähnliches, sondern auch ums Thema Gesundheit und Gesundheit. Das ist hier jetzt mal eine ganz klare Gesundheitsinspiration, die ich dir aus dieser wissenschaftlichen Studie mitgeben möchte. Die Zitate zur Studie findest du natürlich wie immer alle in den Shownotes. Da kannst du ganz genau nachlesen, wie diese Studie in Japan gemacht wurde und was die Ergebnisse waren im Detail.

    Ja, das heißt, das war der Inspirations-, der Wissensteil und jetzt kommen wir zur Frage und die passt wie immer zum Wissensteil und heute heißt die Frage an dich, wann hast du denn zum letzten Mal im Leben so richtig gelacht? So richtig von ganzem Herzen und wie hast du dich dabei gefühlt? Jetzt kuschelt Paolo hier ein bisschen, ich wiederhole die Frage deshalb nochmal. Also wann hast du zum letzten Mal in deinem Leben so richtig gelacht und dich gelacht und wie hast du dich dabei gefühlt? Was war da in dir? Was war körperlich? Was war in deinem Kopf?

    Überleg dir alles, was dir einfällt, wie du dich damals gefühlt hast. Vielleicht ist es ja gestern gewesen, vielleicht schon heute Morgen sogar und ich hoffe, du lachst viel in deinem Leben und falls nicht, vielleicht inspiriert dich diese Folge, mehr zu lachen, um für deine Gesundheit zu sorgen. Wer weiß. Paolo und ich gehen jetzt noch ein bisschen spazieren. Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag mit viel herzlichem Lachen und hoffe, dass du morgen wieder mitgehst. Wir freuen uns auf dich. Bis dann.

    Literatur:

    Hayashi, K., Hayashi, T., Iwanaga, S., Kawai, K., Ishii, H., Shoji, S., & Murakami, K. (2003). Laughter Lowered the Increase in Postprandial Blood Glucose. Diabetes Care, 26(5), 1651-1652. https://doi.org/10.2337/diacare.26.5.1651

    Hayashi, K., & Hayashi, T. (2003). Laughter Lowered the Increase in Postprandial Blood Glucose. ResearchGate. Retrieved from https://www.researchgate.net/publication/10785637LaughterLoweredtheIncreaseinPostprandialBloodGlucose

    Disclaimer:

    Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.

    Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.

    Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.

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    5 min
  • Nichts tun. Ist nichts tun produktiv?

    Hallo und herzlich willkommen bei unserem vierten Spaziergang hier im Westerwald. Schön, dass du wieder dabei bist. Paolo ist auch dabei. Jetzt hat man ihn, glaube ich, gerade gehört. Und ja, heute geht es um ein Thema, das hoffentlich unglaublich entspannend ist für dich. Warum? Weil es die Frage ist: Ob Nichtstun dazu führt, dass du irrsinnig produktiv bist?

    Ich mag diese Frage. Ich liege unglaublich gerne in der Hängematte oder stehe unter der Dusche oder was immer noch so Schönes morgens noch mal sich umdrehen und halb weiter schlafen. Und ich habe immer die Idee, dass ich dann unglaublich gute Einfälle habe. Ist dir das auch schon mal aufgefallen bei dir selber?

    Was ist so dein Moment, in dem du entspannt bist und unglaublich gute, auch mal so ganz andere Ideen hast? Die Einfälle kommen, wo du denkst, wo kommen die denn jetzt her? Oder hey, warum ist mir das nicht vorher schon eingefallen? Vielleicht im Urlaub, dann wenn man gerade keinen Stift dabei hat. Und das Interessante dabei ist, das geht ganz vielen Leuten so und dass das ganz vielen Leuten so geht, dass sie unglaublich produktiv sind, dann wenn sie sich entspannen.

    Und man muss dazu sagen, vor allem dann, wenn du wirklich entspannt bist. Also nicht so: Ich komme aus der harten Arbeit und setze mich jetzt mal fünf Minuten hin. Das ist trotzdem gut zu tun, aber vor allem dann, wenn du wirklich dich mal so 20 Minuten hinsetzt, mal wirklich entspannst. Duschen, warmes Wasser. Badewanne, in der Sonne liegen, irgendwas machst, was wirklich entspannend ist. Dann geht in deinem Kopf nämlich ein anderes Netzwerk in Hauptbetrieb. Echt in mega harte Arbeit. Das nennt man das Default Mode Network. Und das ist erst so seit 20 Jahren erforscht. Am Anfang dachte man, dass das was zu tun hat mit so einer Art Nullzustand, dass da nichts ist im Gehirn, bis man entdeckt hat, dass dieses neurologische Netzwerk ein Teil von dem ist, was wir so in der Psychologie Unterbewusstsein nennen.

    Es ist nicht das Unterbewusstsein, aber von der Idee her geht es da ein bisschen hin. Wir haben kreative Gedanken, wir haben Introspektion, wir haben Empathie, wir haben Verarbeitung von früheren Events. Und das alles kann dieses Default-Mode-Network unglaublich gut. Eigentlich ist das ein Netzwerk, das das macht für uns.

    Und es springt immer dann an, wenn wir entspannt sind. Auch beim Schlafen, wenn man so eine halbe Stunde Mittagsschlaf macht. Ich werde bestimmt in anderen Podcast-Folgen, auf anderen Spaziergängen mit dir noch viel über das Thema Schlaf reden. Und das ist eines der ganz wichtigen Dinge. Beim Schlaf ist dieses Default-Mode-Netzwerk irrsinnig aktiv.

    Das heißt, du brauchst nicht gedanklich aktiv zu sein. Wenn du nämlich da sitzt und dir unglaublich hart überlegst, wie die nächste Präsentation gehen soll, dann ist dieses Netzwerk runtergeregelt. Dann ist ein anderes Netzwerk da, das ist auch gut und richtig, denn dieses andere Netzwerk, dieser Commander im Kopf sozusagen, den braucht man auch.

    Aber das Netzwerk, was eigentlich für Kreativität sorgt - also du willst zum Beispiel die kreativste, neueste Folie für die Präsentation machen. Die wird dir wahrscheinlich eher nicht kommen, wenn du davor sitzt und ganz hart nachdenkst. Die kommt dir eher, wenn du dann mal rausgehst und einen Spaziergang machst, so wie wir das jetzt gerade machen.

    Wahrscheinlich eher, wenn ich dich dabei nicht vollquatsche und du dann vielleicht über meine Worte nachdenkst. Aber in dem Moment, dass du jetzt nachher noch weiterläufst und es einfach mal so sacken lässt. Einfach mal runterregelst, dir die Bäume anschaust, nach den Vögeln lauschst - nicht nach Paolos Gepiepse hier, sondern diesen schönen Vogelstimmen um dich herum.

    Und es dir so richtig gut gehen lässt, dann wirkt dieses Default-Mode-Network in deinem Kopf und arbeitet ganz hart für dich, während du dich entspannst. Das heißt, dann kommen dir kreative Ideen, dann kommen dir ganz neue Zusammenhänge, auf die du vorher nicht gekommen warst. Dann kommen dir Einsichten vielleicht über dich selber oder über deine Mitmenschen.

    Dann entwickelt sich Empathie. Dann verarbeitest du das eine oder andere, was am Tag passiert ist. Und das ganz ohne, dass es anstrengend ist für dich. Ist das nicht herrlich? Das heißt, da ist so viel Produktivität, richtig die geile Produktivität, die wir so oft suchen, kommt genau dann, wenn du dich entspannst.

    Insofern würde ich sagen, dass du heute die Gegenfrage kriegst. Oh nein, nicht die Gegenfrage. Also gestern ging es ja um Spaß und dann solltest du dir überlegen, wie das ist, wenn du Spaß hast, also wenn du im Grunde schon aktiv bist und woran die Menschen in deiner Umgebung das erkennen. Und heute darfst du das mal andersrum machen.

    Woran erkennen die Menschen in deiner Umgebung, dass du entspannt bist, dass du relaxed bist, also wirklich diesen calm state of mind? Woran erkennt man das bei dir? An welchem Gesichtsausdruck, an welcher Art, wie du dich verhältst? Was würden die Leute um dich herum sagen? Woran erkennt man das, dass du entspannt bist?

    Und mit diesen Worten kann ich dir nur sagen, ich wünsche dir einen ganz entspannten Tag, einen entspannten weiteren Spaziergang, in dem dieses Netzwerk, dieses wundervolle Default-Mode-Netzwerk in deinem Kopf arbeiten darf. Und ich freue mich, dich morgen auf unserem nächsten Spaziergang wiederzusehen.

    Referenzen:

    Jebelli, J. (2025). The Brain at Rest: How the Art and Science of Doing Nothing Can Improve Your Life. Dutton/Penguin Publishing Group.

    Chou, T., Deckersbach, T., Dougherty, D. D., & Hooley, J. M. (2023). The default mode network and rumination in individuals at risk for depression. Social Cognitive and Affective Neuroscience, 18(1), 1–9.

    Menon, V. (2023). 20 years of the default mode network: A review and synthesis. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 153, 105245.

    Raichle, M. E., MacLeod, A. M., Snyder, A. Z., Powers, W. J., Gusnard, D. A., & Shulman, G. L. (2001). A default mode of brain function. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 98(2), 676–682.

    Shofty, B., Ben-Jacob, E., & Israel, Z. (2024). Default mode network electrophysiological dynamics and causal role in creative thinking. Brain, 147(12), 4053–4068.

    Zhu, Y., Zeng, L. L., Cao, X., Huang, J. W., Hu, G. Q., Zhang, Y. W., & Hu, D. W. (2019). Reduced default mode network functional connectivity in patients with major depressive disorder. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 116(16), 7997–8002.

    Disclaimer:

    Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.

    Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.

    Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.

    Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.

    7 min
  • Spaß. Wird man mit Spaß erfolgreich?

    Hi, herzlich willkommen zu unserem dritten Spaziergang zusammen hier im Westerwald. Heute ist auch schönes Wetter. Gestern war ja auch schon so schön. Und ich hab dich jetzt mal auf einen anderen Waldweg mitgenommen und du hörst das schon, es kruschelt ein bisschen. Du musst auf deine Füße aufpassen, wenn du läufst.

    Der Weg ist ein bisschen voll mit Blättern und ein paar Ästen, aber das kann im Westerwald schon mal passieren. Trotzdem sind wir nicht weit genug von der Straße weg fürchte ich als ob man die gar nicht hört. Das ist selbst im Westerwald noch manchmal schwierig.

    Aber gut, es geht ja jetzt heute ein bisschen Teil um etwas, was ich total cool finde. Nämlich ums Spaß haben. Ja, tatsächlich, heute geht es ums Spaß haben. Und warum geht es darum? Weil es so positive Effekte hat.

    Also Spaß haben macht Spaß, aber es sorgt halt auch dafür, und das ist das richtig, richtig Coole, dass du kreativer wirst. Dass du produktiver wirst, dass du mehr Ideen hast, dass du insgesamt besser lernen kannst.

    Ich finde das total faszinierend. Es gibt da ein total cooles Buch, das heißt "Feel Good Productivity". Die genaue Zitation findest du natürlich wieder in den Shownotes. Und auch für all die coolen wissenschaftlichen Artikel. Denn diese Behauptung kommt ja nicht von nichts, die ich da gerade gemacht habe.

    Nämlich dass Spaß haben dazu führt, dass du produktiv wirst und dass du kreativer wirst und dass du bessere Lösungen findest und überhaupt, dass es dir besser geht. Und deshalb hoffe ich, dass ich dich mit dieser Idee begeistern kann, inspirieren kann.

    Denn denk doch mal zurück, als du Kind warst. Hast du da gerne gespielt? Also ich hoffe, dass du jetzt antwortest, ja, ansonsten ja, ansonsten was eigentlich? Ansonsten kann ich dir empfehlen auch da nochmal drüber nachzudenken. Genau, aber das ist hier keine Psychotherapie sondern das ist hier ja ein Spaziergang. Und deshalb gehe ich jetzt mal davon aus, dass du Ja gesagt hast und als Kind auch gerne gespielt hast. Ich übrigens auch, zum Glück.

    Ich war immer unglaublich gerne Forscher. Also diese Mama-Papa-Puppen-Geschichten das war nie so meins. Dafür habe ich mir immer angeguckt was unter den Blättern ist und unter den Ästen ist und wo was lebt.

    Und ach wie cool, hier ist ein Hase. Hier läuft echt gerade ein Hase weg. Oh wie schade dass ich den gestört habe. Das wollte ich nicht. Der war hier ganz in der Nähe vom Weg. Oh, wie süß. Das war auch ein echter Hase kein Kaninchen. Auch da hinten sitzt er jetzt. Der ist echt goldig. Die gibt es hier schon eine ganze Menge wieder im Westerwald.

    Gut. Aber vom Hasen und zurück zum Thema Spielen als Kind. Also ich war zum Beispiel total gerne Forscher. Ich habe auch irgendwann mal Asseln gezüchtet bei meiner Oma im Garten. Da war ich total begeistert von. Und ich habe Schnecken gezüchtet nicht unbedingt zum Spaß meines Opas, der mochte die Schnecken auf seinem Salat nicht so gerne, aber ich fand die total spannend und das habe ich mir glaube ich bis heute erhalten.

    Und ich liebe es, Dinge zu erforschen und herauszufinden und Leute zu begeistern. Und deshalb mache ich das hier übrigens. Ich mache das wirklich, weil es mir Spaß macht. Weil ich total gerne mit dir spazieren gehe, dir Fragen stelle dich hoffentlich inspiriere, motiviere und was auch immer ich hier tun kann.

    Und ja, denk doch mal an deine Kindheit zurück, wie du damals warst. Was hat dir Spaß gemacht? Und ja, vielleicht motiviert dich das, ein Teil des Spaßhabens in dein Leben zurückzubringen. Mal sehen worauf du Lust hast.

    Es ist auf jeden Fall wissenschaftlich echt gut bewiesen, dass Leute, die Freude haben, Freude empfinden, Freude Liebe empfinden, Zufriedenheit empfinden, dass die am Ende wesentlich kreativer und produktiver sind.

    Und ist das nicht fantastisch? Also im Grunde brauchst du nicht produktiver zu werden, um ein glücklicheres Leben zu haben, sondern es funktioniert einfach andersrum. Du tust alles daran, dass du glücklicher wirst, zufriedener, harmonischer und Spaß hast und dadurch, dass du Spaß hast. Naja, wirst du produktiver, wirst du vielleicht sogar erfolgreicher.

    Wie gesagt, immer mit dem Label da dran, insoweit die Wissenschaft das halt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit festgestellt hat.

    Ja, das wäre mein Input meine Inspiration, die ich heute dir mitgeben will als Wissensteil. Und dann kommt jetzt noch meine Frage an dich.

    Ach, wie cool, mit dem Mikro hört man echt fast alles, oder? Hörst du die Wespe die da am Mikro rum soht? Mal gucken, wie lange sie da bleibt, wenn ich weiterlaufe. Wir begeistern gerade eine Wespe hier. Ich glaube, der mag die tote Katze das Death Cat, dieser Windschutz. Vielleicht hat der Windschutz die Wespe begeistert.

    Genau, also zu meiner Frage an dich. Woran erkennen andere Menschen, vielleicht deine Kollegen oder deine Familie, dass es dir gerade so richtig gut geht, dass du Spaß hast, dass du zufrieden bist, dass es dir richtig gut geht?

    Woran erkennen die das? Was würde deine Frau sagen, dein Mann sagen, deine Kinder sagen, deine Kollegen sagen oder vielleicht deine Eltern sagen, wer auch immer viel um dich herum ist? Woran spezifisch erkennt man, dass es dir gut geht?

    Ja, das ist meine Frage für heute. Lass es dir durch den Kopf gehen. Ich freue mich wie immer, wenn du mir die Antwort schickst oder sagst.

    Und wie immer ist jeder herzlich eingeladen, hier auf diesen Spaziergang auch mal in echt mitzukommen. Du bist eingeladen wenn du Lust hast, hier im Westerwald. Und ansonsten würde ich sagen, bei diesem wunderschönen Wetter, ich freue mich, morgen wieder mit dir spazieren zu gehen. Mach's gut. Tschüss.

    Wissenschaftliche Artikel und Bücher zum Thema:

    Ali Abdaal (2023). Feel-Good Productivity: Produktiv sein ohne Stress – und mehr vom Leben haben. Penguin Verlag.

    Atkinson, R. C. (2000). Theories of learning. John Wiley & Sons.

    Baas, M., De Dreu, C. K. W., & Nijstad, B. A. (2008). A meta-analysis of 25 years of mood-creativity research: Hedonic tone, activation, or regulatory focus? Psychological Bulletin, 134(6), 779–806.

    Carbonell-Carrera, C., Esteve-Mon, F. M., & Alcántara-Pla, M. (2019). Creativity and problem-solving abilities: A critical skill for students to survive and thrive in the 21st century. Sustainability, 11(16), 4460.

    Fredrickson, B. L. (1998). What good are positive emotions? Review of General Psychology, 2(3), 300–319.

    Fredrickson, B. L. (2001). The role of positive emotions in positive psychology: The broaden-and-build theory of positive emotions. American Psychologist, 56(3), 218–226.

    Fredrickson, B. L. (2004). The broaden-and-build theory of positive emotions. Philosophical Transactions of the Royal Society of London. Series B: Biological Sciences, 359(1449), 1367–1378.

    Fredrickson, B. L. (2009). Positivity: Top-notch research reveals the 3 to 1 ratio that will change your life. Crown Publishers.

    Fredrickson, B. L. (2015). The science of positive emotions: A review of the broaden-and-build theory. Oxford University Press.

    Gable, S. L., & Harmon-Jones, E. (2010). The motivational dimension of affect: Implications for cognition. Cognition and Emotion, 24(8), 1279–1285.

    He, W.-j. (2023). Positive and negative affect facilitate creativity motivation: Findings on the effects of habitual mood and experimentally induced emotion. Frontiers in Psychology, 14. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2023.1014612

    Hernández-Jorge, C. M., Rodríguez-Hernández, A. F., Kostiv, O., Gil-Frías, P. B., Domínguez Medina, R., & Rivero, F. (2020). Creativity and Emotions: A Descriptive Study of the Relationships between Creative Attitudes and Emotional Competencies of Primary School Students. Sustainability, 12(11), 4773. https://doi.org/10.3390/su12114773

    Hirt, E. R., Melton, R. J., McDonald, H. E., & Harackiewicz, J. M. (1997). Processing goals, mood, and the production of creative ideas: A limited-capacity account. Journal of Personality and Social Psychology, 73(6), 1057–1068.

    Isen, A. M. (1999). On the relationship between affect and creative problem solving. In S. Russ & T. S. K. (Eds.), Affect, creative experience, and psychological adjustment (pp. 17–32). Lawrence Erlbaum Associates.

    Lautenbach, F. (2024). The effects of happiness and hope on executive functions. Frontiers in Psychology, 16.

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    Lin, C.-H., Lin, C.-L., & Lin, C.-Y. (2013). How does emotion influence different creative performances? The mediating role of cognitive flexibility. Journal of Creative Behavior, 47(4), 285–302.

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    Phillips, L. H., Scott, C., & Mowat, D. (2002). The role of emotion in cognitive flexibility. Emotion, 2(4), 307–318.

    Subramaniam, K., Kounios, J., Parrish, T. B., & Jung-Beeman, M. (2009). A brain mechanism for insight: The anterior cingulate cortex facilitates sudden solutions to problems. Journal of Cognitive Neuroscience, 21(4), 817–829.

    Tang, C., Li, Q., & Kaufman, J. C. (2016). Problem clarity as a moderator between trait affect and self-perceived creativity. Journal of Creative Behavior, 52(3), 232–242. https://doi.org/10.1002/jocb.152

    Xiao, W., Zhang, Y., & Liu, S. (2023). Music with negative emotional tones can enhance originality in creative tasks. Frontiers in Psychology, 14. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2023.1118337

    Yang, Q., & Yang, S. (2014). The effect of mood states on cognitive flexibility: An ERP study. Neuroscience Letters, 577, 1–5.

    Zhu, X., & Zhang, Y. (2017). Positive Emotion Facilitates Cognitive Flexibility: An fMRI Study. Frontiers in Psychology, 8, 1832. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2017.01832

    7 min
  • Laufen. Kann Spazierengehen Stress reduzieren?

    Hi, herzlich willkommen auf unserem zweiten gemeinsamen Spaziergang hier im Westerwald. Ich freue mich, dass du wieder dabei bist. Heute scheint die Sonne und ich finde das echt total angenehm. Das Wetter ist gut, ich habe nette Begleitung. Paolo ist auch dabei.

    Wir laufen hier gerade durch den Wald und ich habe dir ja bei unserer Willkommensfolge schon versprochen, dass ich dir ab jetzt immer einen kleinen Wissensteil mitbringe und dir eine Frage stelle. Also eine richtige große Frage.
    Ich glaube, ich werde dich zwischendurch mehr fragen, aber am Ende gibt es eine Frage und es ist echt schön hier heute. Die Sonne scheint und das scheint hier so durch die Blätter durch. Also die sind so wie marmoriert. Das ist echt hübsch. So, da vorne komme ich auf die Wiese. Da ist schon noch was mehr Sonne.
    Wenn wir schon hier zusammen im Westerwald spazieren gehen, dann dachte ich, reden wir doch einfach mal übers Laufen. Übers Laufen und über die… ja, über die Effekte davon. Und du bekommst natürlich alle Zitate für wissenschaftliche Studien in den Shownotes, aber ich erzähle jetzt ja ein bisschen drüber.
    Ich habe nämlich schon immer gemerkt, dass mir Laufen gut tut. Unglaublich gut. Als ich im Business gearbeitet habe, war ich immer total froh, wenn ich nach der Mittagspause noch ein bisschen laufen konnte. Und die Gespräche mit den Kollegen fand ich damals auch immer wesentlich inhaltsvoller beim Laufen, als im Büro. Irgendwie waren das andere Gespräche, sie waren nicht nur persönlicher, sondern auch kreativer.
    Also wenn wir über Projekte gesprochen haben… Hörst du eigentlich den Vogel im Hintergrund? Das ist ein total stranger Vogel, den habe ich noch nie gehört. Interessant, vielleicht kennst du den.
    Auf jeden Fall, die Gespräche fand ich immer wesentlich kreativer und weitergehender, wenn wir gelaufen sind. Und ich hatte immer das Gefühl, dass ich entspannter bin. Dass einfach mein persönliches Stresslevel runtergeht, wenn ich laufe. Zwischen Meetings oder nach dem Mittagessen oder wann auch immer.
    Und ich habe eine ganz interessante Geschichte gelesen, nämlich die Erfinderin einer mittlerweile total verbreiteten Therapieform, Psychotherapieform, das ist die Dr. Frances Shapiro, die hat diese Therapieform erfunden, sozusagen, als sie spazieren war. Damals war sie in einem Park unterwegs in Kalifornien und hat sich so zwischen den Bäumen umgeschaut und gemerkt, dass ihre Augen herumwandern und gemerkt, dass ihre Gedanken dann ruhiger wurden, dass sie entspannter wurde, dass ihre negativen Gedanken vor… weniger negativ wurden, sozusagen. Und das hat sie dann weiterentwickelt zu einer Methode, die wir heute als EMDR kennen.
    Eine mittlerweile wissenschaftlich extrem gut anerkannte Methode wird natürlich leider nicht mehr im Wald gemacht, sondern im Therapie-Setting. Aber was ich daran cool finde, ist, dass sie also wirklich das bei einem Spaziergang gefunden hat, sage ich mal, durch die Augenbewegung.
    Und insgesamt, und das finde ich so cool, dass du jetzt hier mit bist, gibt es total viel Evidence dafür, dass Menschen, wir, mir, spazieren, insbesondere spazieren im Wald gut tut. Also selbst kleinere Spaziergänge, wie wir hier machen, so unsere 10 Minütchen, senken schon das Cortisol-Level, selbst über Tage hinweg. Und ich glaube, 20 Minuten haben sie gesagt, das sollte man auf jeden Fall machen. Das heißt, du darfst gleich nochmal 10 Minuten länger laufen, als der Podcast hier geht. Vielleicht hörst du dir einfach zwei hintereinander an.
    Und ganz viele andere Faktoren - das System geht einfach in einen ruhigeren Modus über. Und das ist ja auch das, was ich selber erlebt habe. Also das ist echt angenehm.
    Außerdem gibt es hier im Wald, das hat man auch rausgefunden, total viele Stoffe, die die Bäume abgeben. Nicht um uns zu helfen, sondern um sich zu verteidigen und miteinander zu kommunizieren. Also die ganze Luft hier im Wald ist voll mit…
    Ach wie schön, hast du den Vogel gehört? Genau, voll mit Stoffen, aber auch mit Geräuschen. Jetzt ist auch vorbei. Ich glaube, es war eine Taube.
    Auf jeden Fall, diese Stoffe, die hier in der Luft sind und die Geräusche, die um uns herum sind und die Farben, da hat man herausgefunden, dass das unglaublich beruhigend für die Menschen wirkt. Das heißt, wenn du jetzt hier mit mir läufst, was du tust, dann hat das schon nur das Laufen mit mir einen positiven Effekt. Sehr wahrscheinlich auf dich, soweit die Wissenschaft mit der Wahrscheinlichkeit immer arbeiten kann.
    Genau, und das ist das, womit ich dich heute inspirieren möchte. Vielleicht hast du ja Lust, öfter mal rauszugehen, öfter mal dich zu bewegen, sowieso zu bewegen, auch unabhängig vom Wald. Aber im Wald und im Grünen tut das einfach noch viel besser. Wenn du nur einen Park hast in der Nähe, vielleicht hast du ja Bock rauszugehen, aber schau einfach, was dir selber gut tut.
    Dieser Podcast ist ja nicht dazu da, dir zu sagen, was du tun sollst, sondern nur dich zu inspirieren. Und wenn dir danach ist, dann mach das. Und wenn nicht, dann ja, finde deinen eigenen Weg. Es werden ja ganz viele Wissensteile kommen, vielleicht inspiriert dich ja ein anderer.
    Und daher komme ich jetzt auch zu meiner Frage an dich und die ist: Wie merkst du eigentlich, dass du entspannt bist?
    Also wenn wir hier drüber reden, dass der Wald und die Bewegung hilft zu entspannen, dann ist ja die nächste logische Frage: Wie merkst du das eigentlich bei dir? Wie merkst du das vielleicht in deinem Kopf, in deinen Gedanken? Wie merkst du das vielleicht in deinem Körper? Wie merkst du, du persönlich, dass du entspannt bist?
    Genau, das ist die Frage, die ich dir mitgeben will. Ich hoffe, ich konnte dich mit dem Wissensteil ein bisschen inspirieren. Und ich freue mich, dass wir spazieren waren. Ich freue mich auf nächstes Mal, dass du wieder mitkommst. Bis morgen.

    Literaturverzeichnis

    Edwards, M. K., Wade, B., Frith, E., & Loprinzi, P. D. (2018). Mindfulness-based walking vs. seated meditation on anxiety, affect, fatigue, and cognition. Journal of Behavioral Health, 7(4), 186-192.
    Kotera, Y., & Richardson, M. (2022). Effects of Shinrin-Yoku (Forest Bathing) and Nature Therapy on Mental Health: a Systematic Review and Meta-analysis. International Journal of Mental Health and Addiction, 20(1), 221–248.
    Li, Q. (2022). Effects of forest environment (Shinrin-yoku/Forest bathing) on health promotion and disease prevention—the Establishment of "Forest Medicine"—. Environmental Health and Preventive Medicine, 27(1), 160.
    Shapiro, F., Kierdorf, T., Höhr, H., & Mallett, D. (2013/2022). EMDR - Grundlagen und Praxis: Handbuch zur Behandlung traumatisierter Menschen (Überarbeitete 3. Auflage).
    Song, C., Ikei, H., Park, B., Lee, J., Kagawa, T., & Miyazaki, Y. (2018). Psychological Benefits of Walking through Forest Areas. International Journal of Environmental Research and Public Health, 15(12), 2804.
    Timko Olson, E. R., Hansen, M. M., & Vermeesch, A. (2020). Mindfulness and Shinrin-Yoku: Potential for Physiological and Psychological Interventions during Uncertain Times. International Journal of Environmental Research and Public Health, 17(24), 9340.
    Xu, J., Luo, W., Zhang, J., He, J., & Zhou, W. (2024). The Effect of Walking on Depressive and Anxiety Symptoms: A Systematic Review and Meta-Analysis. The American Journal of Medicine, 137(7), 540-548.e2.

    Dieser Wissensteil basiert auf aktueller wissenschaftlicher Forschung und ist als Inspiration gedacht. Bei anhaltenden Stress- oder Angstproblemen empfiehlt sich der Rat eines Facharztes oder Therapeuten. Dies ist ein Spaziergang und kein Coaching, keine Psychotherapie oder medizinische Behandlung.

    7 min
  • Willkommen. Ich bin Ida. Wer bist Du?

    Walk & Talk mit Ida - Spaziergang 1

    Willkommen. Ich bin Ida. Wer Bist du?

    Gleich fange ich an hier im Wald. Spannend! Das wird mein erster Spaziergang mit dir.

    Na dann herzlich willkommen hier auf deinem ersten Spaziergang. Ich freue mich, dass du da bist. Ich bin hier jetzt tatsächlich im Westerwald, das ist bei mir zuhause im Wald. Ich habe Paolo dabei. Paolo ist zwei Jahre, das ist mein Hund, ein Lagotto, ein italienischer Trüffelhund, und er ist mal ein bisschen unerzogen. Also wenn du mich ab und an mal hier rufen hörst oder irgend sowas ähnliches, dann hat Paolo vielleicht hier irgendwo an der Leine gezogen.
    Ich mache das Ganze komplett ungeschnitten. Vielleicht fällt dir das gerade auf, also das wird hier nicht irgendwie groß geschnitten, solange jetzt nicht jemand irgendwo komplett von der Seite reinquatscht.
    Wir sind hier unterwegs und es ist ein bisschen Wind, mal gucken ob man das nachher hört, aber live und draußen. Und ja genau, jetzt ist natürlich die große Frage: Was machen wir hier eigentlich? Wo sind wir hier eigentlich unterwegs? Und genau, wer bin ich eigentlich? Ich bin Ida. Und wer bist du?
    Ja, das ist die Frage von heute. Das ist der Grund, warum wir heute spazieren gehen: Um uns kennenzulernen. Genau, also mein Name ist Ida und ja, warum laufen wir hier eigentlich gerade durch den Westerwald? Das ist kein klassischer Business-Podcast hier und auch kein Gesundheits-Podcast. Ich hoffe, du hast nicht zu viele Erwartungen.
    Und wenn, dann hoffe ich, sie alle zu enttäuschen und dir etwas ganz anderes mitzubringen, mitzugeben hier von unserem Spaziergang.
    Genau, was mache ich hier eigentlich? Ich rede mit dir und zumindest imaginär redest du auch mit mir und ich stelle dir Fragen. Und du darfst sie dir, wenn du möchtest, beantworten. Da erzähle ich dir gleich noch mehr dazu.
    Und ansonsten erzähle ich dir Interessantes und Wissenswertes und hoffentlich… ja, Inspirierendes über alles rund um Stress, rund um was uns stresst, wie es uns stresst, alles darüber, was wir auch tun könnten. Ich hoffe, ich kann dich nur inspirieren. Deinen eigenen Weg musst du am Ende doch selber finden.
    Um das, was wir im täglichen Leben, im Business erleben. Ich war 15 Jahre Product Owner und am Ende Cyber Security Consultant und ich kenne die Businesswelt ziemlich gut. Aber ich bin halt auch psychosomatische Physiotherapeutin. Ich habe das mal studiert, tatsächlich in den Niederlanden und auch in dem Gebiet gearbeitet, auch zwischendurch mal.
    Und ich hatte selber zwei Burnouts und leider tatsächlich sogar zwei. Ich habe es geschafft, nach dem ersten Burnout mich wieder aufzurappeln und nach etwa zwei Jahren noch einen zweiten zu kriegen. Und da war dann echt für mich der Schlussstrich erreicht. Ich weiß was ich will: Ich will dir helfen, ich will den Menschen helfen, ich will Menschen-Arbeit machen. Und genau das mache ich jetzt hier mit dem Podcast.
    Das heißt, du bist herzlich eingeladen mitzugehen. Deshalb ist es auch überhaupt kein klassischer Podcast und ja, ich hoffe, dass du mir schreibst oder mich anrufst oder was auch immer du tust und vielleicht gehen wir ja auch mal wirklich gemeinsam hier spazieren.
    Und ja, der andere Grund, dass ich das so mache, ist, dass ich in meinem Leben immer ein ganz starkes Why empfunden habe. Das Buch von Simon Sinek hat mich unglaublich inspiriert und ich habe gemerkt, ganz tief in mir drin, dass ich gerne die Welt ins Gleichgewicht bringen will. Und ich will nicht die Welt retten. Ich glaube, das kann man nicht. Ich will die Welt ins Gleichgewicht bringen.
    Und das mache ich im Allgemeinen, indem ich so über den Tellerrand hinausschaue und mir ganz viele Sachen anschaue, ganz viel lese, ganz viele wissenschaftliche Studien lese. Das interessiert mich echt unglaublich. Und mich über ganz, ganz viele verschiedene Themen zu informieren.
    Meine Hauptthemen sind natürlich Stress und Burnout, alles, was so chronische auch körperliche Erkrankungen sind, die Klassiker: Ich sitze zu lange im Schreibtischstuhl und dann tut mir der Rücken weh. Aber auch so Themen wie: Wie gehen Menschen miteinander um? Themen rund um Kommunikation. Ich leite zum Beispiel auch Meetings als Moderator und versuche dafür zu sorgen, dass die…
    Die Leute zu guten Ergebnissen kommen, weil es ist Menschenarbeit, am Ende so ein Meeting zu leiten und dafür zu sorgen, dass alle zusammenspielen. Oder ich mache Mediation. Das heißt, ich interessiere mich für unglaublich viele Themen und ich hoffe, dass ich dir daher aus ganz, ganz, ganz vielen Ecken was mitbringen kann in den verschiedenen kleinen Podcasts.
    Ja, was ist das ansonsten? Das ist eine kleine Challenge, die ich mir selber gegeben habe, weil ich schon ganz, ganz lange Podcast machen wollte und mich irgendwie immer davor gedrückt habe.
    Und jetzt gibt es eine kleine Challenge: 100 Tage, 100 Podcasts. Die sind immer ganz klein. Wir gehen zusammen spazieren hier durch den schönen Westerwälder Wald. Mal wird mehr Wind sein, mal weniger, mal wird es regnen. Mal gucken, wie das dann im Podcast klingt, wenn es regnet.
    Genau, aber du kriegst einen kleinen Wissensteil, der dich inspirieren darf und du kriegst Fragen. Genau, das habe ich dir ja vorhin versprochen, dir noch was zu erzählen über die Fragen. Ich finde es unglaublich spannend, Fragen zu stellen und noch viel, viel, viel spannender, deine Antworten zu hören. Und ich hoffe, dass ich dir Fragen stelle, die dich inspirieren, die dich zum Denken anregen und die im besten Falle dafür sorgen, dass es dein Leben verändert.
    Vielleicht merkst du, dass irgendwas in deinem Leben nicht so ganz so stimmt, wie du willst. Vielleicht bist du wirklich aktiv mit etwas unzufrieden. Vielleicht hast du vor etwas Angst. Vielleicht merkst du, dass da im Hintergrund irgendwas ist, irgendein – wie sagen wir das so schön in der Psychologie – ein Bedürfnis.
    Dass du merkst, was einfach nicht gestillt ist. Wo du merkst: Ich bin nicht wirklich zufrieden. Ich habe zwar vielleicht Geld, ich habe meinen Status, ich habe mein geiles Auto, aber irgendwie… irgendwie passt da was nicht. Und genau dafür bist du hier. Dafür stelle ich dir Fragen und wenn du Lust hast, dann beantworte eine.
    Vielleicht hast du schon immer dir gewünscht, mehr Mut zu haben, gewünscht, dich selber zu verwirklichen, gewünscht, so kreativ zu sein wie du am Anfang deiner Karriere warst und jetzt vielleicht schon länger nicht mehr bist. Was auch immer es ist, es ist dein eigenes Thema, dein eigener Herzenswunsch. Den du hier auf dem Spaziergang mit mir finden darfst, auf einem der vielen Spaziergänge.
    Und das ist übrigens keine Pflichtveranstaltung. Also wenn du Lust hast, geh mit. Geh mit mir spazieren. Die Spaziergänge werden immer so zwischen 7 Minuten, 10 Minuten, vielleicht auch mal ein bisschen länger dauern, je nachdem, ja, was das Wissensthema auch so hergibt, was ich dir erzählen kann. Und diese Wissensthemen – das sollte ich dir vielleicht auch von vornherein sagen –, die sind wirklich wissenschaftlich gebackupt.
    Also das, was ich dir erzähle, kommt wirklich aus wissenschaftlichen Studien, kommt aus Büchern, die ich sorgfältig recherchiert und gelesen habe. Und teilweise sind es auch meine eigenen Erfahrungen, das sage ich dir aber dann auch ganz deutlich dazu.
    Und ja, das ist kein, weiß ich nicht, Naturwunder-Esoterik-Podcast oder irgendwas in der Richtung, sondern was ich hier mache, ist wirklich wissenschaftlich gebackupt. So ein bisschen auch meine Arbeit als psychologische Physiotherapeutin.
    Ich mache ja viel Psychosomatik. Aber was es auch nicht ist, ist eine Psychotherapie. Es ist und bleibt ein gemütlicher Spaziergang von dir und mir.
    Und ja, ich hoffe einfach, dass meine Fragen dich weiterbringen.
    Also: Wer bist du? Was treibt dich im Leben an? Was treibt dich im Leben um? Was macht dir Spaß?
    Was möchtest du gerne erreichen? Und warum? Was ändert das denn in deinem Leben, wenn du das erreicht hast?
    Wenn du Lust hast, dann schreib mir. Meine E-Mail-Adresse ist [email protected]. Und das wirst du in den Shownotes finden, hier zum Spaziergang. Podcast ist ja eigentlich das falsche Wort – zum Spaziergang.
    Und das wirst du auch in LinkedIn und an allen möglichen anderen Stellen finden und auf der Webseite. Und ja, du kannst mich auch anrufen. Ich glaube, im Impressum steht auch meine Telefonnummer. Ich bin da total easy. Ich freue mich auf Kontakt und auf deine Antworten auf diese gerade noch super easy Fragen.
    Glaub mir, das wird noch ein bisschen inspirierender im Laufe der Zeit. Aber wir wollen uns ja langsam kennenlernen und aufwärmen.
    Insofern… ja, das war es für unseren ersten Spaziergang. Ich bin jetzt hier einiges weitergekommen im Wald und ich wünsche dir einen wunderschönen Abend, falls du so wie ich das abends jetzt hörst und ich wünsche dir eine ganz tolle Zeit.
    Ich hoffe, dass ich dich wieder sehe. Ich bin unglaublich dankbar, dass du hier mit dabei warst jetzt und ja, ich würde sagen: Bis morgen zu unserem zweiten Spaziergang.

    Hintergrundmusik:

    Music by musicforvideo from Pixabay

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    Ida Hameete
    Am Sonnenhang 11
    56244 Freirachdorf
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    10 min

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