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Hallo und herzlich willkommen zu unserer kleinen Nachtwanderung hier bei Walk & Talk mit Ida. Ja, es ist ein bisschen später geworden und deshalb habe ich dich hier am Abend mitgenommen. Es ist schon ganz dunkel. Da hinten hört man noch die Straße, ich bin also noch nicht ganz tief im Wald, aber ich weiß auch nicht, ob ich jetzt in der Dunkelheit bis ganz tief in den Wald gehen möchte. Ich habe auch keine Lampe dabei. Es ist wirklich eine Nachtwanderung hier.
Welches Thema habe ich dir heute mitgebracht? Das Thema heißt die beste Alternative. Und dieses Thema habe ich aus dem Buch von William Ury. Über das habe ich dir ja gestern schon erzählt. Das ist das Buch, was mich so unglaublich geflasht hat, zumindest eine Aussage von ihm hat mich so unglaublich geflasht. Da bin ich auch noch nicht ganz fertig mit drüber nachdenken. Das dauert noch ein bisschen, bis ich dir davon erzähle.
Aber eine andere Stelle finde ich, hat er sehr, sehr gut erklärt. Das ist ein Konzept, das gibt es in vielen Büchern über Mediation oder Verhandlung und er hat es sehr, sehr schön auf den Punkt gebracht. Und das ist ein Konzept, das nicht nur für Menschen interessant ist, die sich beruflich mit Mediation oder Verhandlung beschäftigen, so wie ich das mache, sondern meiner Meinung nach auch für alle anderen Leute. Schau mal, ob ich dich damit inspirieren kann.
Das Konzept heißt beste Alternative, denn es geht darum, sich zu überlegen, was die beste Alternative für einen selber ist zu einem Konflikt oder zumindest zu einem potenziellen Konflikt. Es kommt ja tatsächlich im Leben häufig vor, dass man vielleicht noch nicht mal sich ganz streitet, aber dass man in Diskussionen kommt, dass man unterschiedliche Interessen hat, unterschiedliche Bedürfnisse. Das kann in einer Partnerschaft passieren, das kann auf der Arbeit passieren, das kann in jedem Projekt passieren. Und passiert das meiner Erfahrung nach auch relativ häufig. Das Entwicklerteam hat die eine Interesse oder Bedürfnis und das Management-Team hat eine andere. Ist ja auch erstmal total verständlich.
Aber muss man denn darüber streiten? Oder muss man überhaupt diskutieren? Muss es darum gehen, wer hier gewinnt? Häufig nicht.
Und ich möchte dir dieses Konzept der besten Alternative an einer ganz simplen kleinen Geschichte erklären. Eine Geschichte, die, glaube ich, jeder kennt. Nämlich zwei Geschwister haben ein Spielzeug. Sagen wir, eine Puppe. Und zufällig wollen die immer gerade beide mitspielen, wenn der eine mitspielt und eben der andere dann auch. Bestimmt, derjenige der Kinder hat oder sich an die eigene Jugend erinnert, dem ist das sehr wohl bekannt. Und sobald der eine was hat, will der andere es auch, obwohl es vorher drei Monate rumgelegen hat.
Das eine Kind hat jetzt die Idee, es will mit der Puppe spielen, aber es weiß schon ziemlich genau, dass wenn es jetzt mit der Puppe anfängt zu spielen, die Schwester auch mit der Puppe spielen will und dann müssen sie diskutieren. Oder vielleicht muss er vorher, weil sie beiden gehört, auch schon fragen. Und in dem Moment, das ist die Erfahrung, wenn sie fragt, kommt es meistens zum Streit.
Was ist jetzt die beste Alternative für dieses Kind? Nennen wir sie Lisa. Für Lisa ist es die beste Möglichkeit, stattdessen mit dem Teddy zu spielen. Der Teddy ist vielleicht nur ihr, ist sonst ihr Lieblingsspielzeug, aber darum gibt es auch keinen Streit. Das heißt, es gibt eine andere Alternative als die Puppe. Obwohl sie gerade sehr viel Lust auf diese Puppe hat, auf das Spielen mit der Puppe, die beste Alternative statt überhaupt in Diskussion zu gehen mit der Schwester ist mit dem Teddy zu spielen.
Kannst dir vorstellen, dass es das im Business-Leben auch häufig gibt. Auf der einen Seite etwas, wovon wir schon vorher wissen, dass es wahrscheinlich zu Diskussionen führt, oder zumindest vielleicht zu Diskussionen führt, früher schon mal zu Diskussionen geführt hat, vielleicht auch, weil man die Interessen des anderen Teams oder des Kollegen kennt. Und auf der anderen Seite eine beste Alternative, wenn man überhaupt nicht diesen Streit oder diese Diskussion provoziert.
Dann gibt es aber noch eine schlechteste Alternative, die passieren kann, wenn man diese Diskussion angeht. Und dann nehmen wir wieder Lisa und die Puppe. Was ist das Schlechteste, was passieren könnte, wenn Lisa doch denkt, ich gehe mal mit der Schwester darüber reden, wer jetzt mit der Puppe spielen darf, wer die heute hat? Schlechteste Möglichkeit ist, dass die Puppe kaputt geht. Und dann hat keiner was davon.
Lisa kann sich jetzt also überlegen, sie hat dadurch drei Möglichkeiten. Zwei Möglichkeiten, was sie machen kann: diskutieren oder nicht diskutieren. Und wenn sie sich für diskutieren entscheidet, dann weiß sie, was das Schlimmste ist, die schlimmste Alternative, die passieren kann, wenn sie diskutiert. Und das gibt ihr einen Rahmen.
Das heißt, sie kann sich entscheiden, mit dem Teddy zu spielen, der vielleicht nicht ihre erste Wahl ist heute, aber eine sichere Alternative und eine für sie beste Alternative zu der Diskussion mit der Schwester um die Puppe. Und wenn sie darüber nachdenkt, mit der Schwester über die Puppe zu diskutieren, dann weiß sie, was das Schlechteste ist, was ihr passieren kann. Innerhalb der Alternative der Diskussion ist das Schlechteste, dass die Puppe kaputt geht. Vielleicht können noch andere doofe Sachen passieren, dass was anderes kaputt geht oder dass die Mutter sauer wird oder was auch immer. Aber das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass die geliebte Puppe kaputt geht.
Und das gibt tatsächlich eine sehr, sehr gute Möglichkeit darüber nachzudenken, ob sie das riskieren will, dass die Puppe kaputt geht im Streit oder ob sie lieber mit dem Teddy spielt. Und das ist eine Sache, die sich sehr, sehr gut, denke ich, auch auf Familien, auf Privatsituationen, aber auch auf Geschäftssituationen anwenden lässt. Vielleicht nicht mit Teddy und Puppe, sondern mit ganz anderen besten Möglichkeiten, die vielleicht außerhalb des klassischen Tuns liegen, über was du jetzt gerade diskutieren willst. Aber statt zu diskutieren ist das die beste Möglichkeit.
Und das ist meine hoffentlich Inspiration an dich. Wenn du weißt, dass das, was du tun wirst, sehr wohl oder zumindest potenziell eine Diskussion oder sogar einen Konflikt auslöst, überleg dir vorher immer, was ist deine bestmögliche Alternative, um dem Ganzen aus dem Weg zu gehen, sozusagen, was ganz anderes zu machen. Und was ist, wenn du dich dafür, für die Alternative des potenziellen oder sicherlichen Konflikts entscheidest, dann innerhalb dieser Alternative das Schlimmste, was passieren kann. Und dann hast du eine ziemlich gute Möglichkeit, um darüber nachzudenken. Und häufig auch über den Tellerrand hinaus zu denken, denn die bestmögliche Alternative zu einem Konflikt ist ja häufig mal was ganz anderes.
Das war meine Inspiration aus dem Buch „Possible" von William Ury. Oder Ury ist ein Schweizer, der aber schon sehr, sehr lange in den USA lebt. Falls ihr das was sagt, der hat mit einem Harvard-Projekt zu tun. Falls es dir nichts sagt, ist auch nicht schlimm. Ich kann es auf jeden Fall sehr empfehlen, das Buch. Wie gesagt, auch nicht nur für Leute, die fachlich und beruflich mit Mediation oder Verhandlung zu tun haben, sondern wirklich für jeden. Es ist ein ganz tolles Buch. Unglaublich inspirierend, unglaublich faszinierend. Es ist natürlich in den Shownotes auch drin. Da kannst du es dir genau nachlesen.
Und dann kommt jetzt meine Frage an dich: Wann hast du schon mal bewusst eine beste Alternative zu einem Konflikt oder einem potenziellen Konflikt bedacht und hat dir das geholfen und wenn ja, wie? Was hat das in dir mit dir gemacht, dass du plötzlich eine Alternative hattest, dass du eine Wahl hattest, ob du diesen Konflikt oder diesen potenziellen Konflikt angehen möchtest?
Ja, damit verabschiede ich mich heute von dir, wünsche dir einen wunderschönen Abend noch, laufe jetzt ganz vorsichtig hier durch den dunklen Wald zurück und ich freue mich, dich morgen wieder mit dabei zu haben. Mach's gut!
Literatur:
Ury, W. (2024). Possible: How we survive (and thrive) in an age of conflict. HarperCollins.
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 45: Kirtan Kriya. Eine ÜBUNG zum jung werden?
Hallo und herzlich willkommen bei Walk & Talk mit Ida. Heute, du hörst es schon, wieder aus meinem Arbeitszimmer. Ab morgen denke ich auch wieder vom Westerwald aus, von draußen. Schön, dass du da bist. Ich muss mich als Erstes entschuldigen, dass es die letzten drei Tage kein Walk and Talk gab, aber tatsächlich war ich komplett neben der Spur und habe die drei Tage gebraucht, um wieder ein bisschen zu mir zu kommen.
Daher gibt es jetzt, wie immer montags, unsere Übung. Und ich hatte ja vor einiger Zeit schon darüber gesprochen, nämlich über diese Übung, die dir hilft, dich zu verjüngen. Ja, tatsächlich, du hörst das richtig. Epigenetisch, die Genetik, die auch während unseres Lebens Dinge verändert, die wird damit positiv beeinflusst.
Das heißt, du wirst epigenetisch eher jünger als vorher und es hilft, um mental besser bei der Sache zu sein. Tatsächlich musste ich die Übung jetzt auch relativ viel machen die letzten Tage, um wieder in die Spur zu kommen. Aber es hilft auch insgesamt kognitiv, dass man einfach mental besser wird. In Studien wurde bewiesen – ich hatte dir damals ja auch schon erzählt – dass man weniger schnell auch kognitiv altert. Erinnerungsvermögen, Denkfähigkeit und so weiter bleiben besser und länger erhalten.
Insgesamt eine total schöne Sache und vor allem das Gute ist auch eine total einfache Sache. Okay, der Name klingt ein bisschen esoterisch, die Übung ist es gar nicht. Der Name ist ja Kirtan Kriya und das Ganze kommt aus dem Kundalini Yoga und wie gesagt, lass dich bitte nicht davon abschrecken. Am Ende, wenn man es rein physiotherapeutisch sieht, ist es eine sogenannte multimodale kognitive Übung. Kognitiv, weil es mit dem Kopf zu tun hat. Multimodal, weil du dabei sprichst, wenn du möchtest auch singst, aber das ist zumindest gerade für Anfänger nicht verpflichtend oder sowas, sondern sprechen ist besser, als es gar nicht zu machen.
Du berührst deine Finger und bist eben dabei auch im Kopf mit dabei. Du hast den Kopf, du hast die Fingerberührung, du hast die Stimme – damit multimodal. Und ja, wie läuft das jetzt ab? Das Ganze dauert zwölf Minuten und ich bin mir sicher, dass du die zwölf Minuten findest. Paulchen ist auch mit hier übrigens, der versucht gerade, meinen Tisch abzuräumen.
Die zwölf Minuten, die schaffst du. Die schaffst du zu finden und die schaffst du zu machen. Da bin ich völlig überzeugt von, wenn du das denn möchtest. Das ist ja immer die Sache. Diese Übung ist für deine Inspiration. Wenn du Lust hast, dann mach sie. Wenn nicht, dann nicht. Ich kann dir immer nur die Sachen anbieten, dich inspirieren und was du am Ende damit machst, ist deine Sache.
Zwölf Minuten dauert das Ganze. Das ist eingeteilt immer in Stücke von zwei Minuten. Du machst es dir einfacher, wenn du entweder eine Uhr daneben liegen hast, wo du die Zeit ablesen kannst, oder wenn du dir zum Beispiel einstellst, dass alle zwei Minuten mal kurz piepst. Du fängst damit an, dass du laut sprichst oder laut redest, singst, wenn du möchtest, mit der normalen Stimme, nicht superlaut, sondern einfach im normalen lauten Ton.
Und da gibt es vier Silben. Die sind auch ganz simpel. Die erste ist Sa, S-A. Die zweite ist Ta, T-A, Theodor Anton. Die erste war ja Siegfried Anton, jetzt ist Theodor Anton. Die dritte ist Na, Nordpol Anton. Und die vierte ist Ma. Jetzt weiß ich nicht genau, wie der Buchstabe im Alphabet vorkommt, aber M wie Martha, ich glaube Martha, ja, Martha, Anton.
Haben wir die einmal durch. Sa, Ta, Na, Ma. Und wenn ich die einfach nur ausspreche, dann klingt das ja schon fast wie ein bisschen gesungen. Du brauchst dich da gar nicht irgendwie groß aus dem Fenster zu lehnen, was das betrifft. Fang einfach mal damit an. Die ersten zwei Minuten sagst du diese Silben ganz entspannt immer nacheinander auf.
Und bei der ersten Silbe, nämlich dem Sa, berührst du mit dem Daumen dein Zeigefinger. Bei der zweiten, bei Ta, mit dem Daumen dein Mittelfinger. Bei Na, mit dem Daumen dein Ringfinger. Und bei Ma, mit dem Daumen, jetzt hättest du es wahrscheinlich schon fast gedacht, dein Kleinfinger. Und dann fängst du wieder mit Sa an und gehst wieder zu deinem Zeigefinger.
Und jetzt versucht Paulchen hier tatsächlich mit hochzuklettern. Das ist keine gute Idee, Paolo, ich sitze hier auf der Couch.
Übrigens sitzen, wie machst du das bei der Übung? Im Endeffekt wie du möchtest. Ich sitze häufig im Schneidersitz oder im halben Lotus auf dem Boden. Das ist aber überhaupt nicht nötig. Du kannst, wenn du sowas zu Hause hast, eine Meditationsmatte nehmen. Du kannst ein Meditationshöckerchen nehmen. Du kannst aber auch einfach auf einem Stuhl sitzen.
Im krassesten Fall sogar auf einem Sessel. Da ist jetzt kein fester Platz für, umso stabiler du sitzt, umso aufrechter du sitzt, desto besser. Das heißt, wenn du auf einem Stuhl sitzt oder auch auf einem Sessel, kannst du dich zum Beispiel vorne auf den vorderen Rand setzen. Deine Füße zusammenlassen, aber die Knie ein bisschen nach außen wegklappen.
Das macht mehr Stabilität und hilft, die Wirbelsäule aufzurichten. Das ist dann mal der Tipp, der kleine Tipp von der Physiotherapeutin. So ein bisschen wie so ein Cowboy auf dem Pferd, so ein bisschen wie Mansplaining, wie die Herren beim Mansplaining sitzen, zumindest dann, wenn sie die Knie ein bisschen weiter, noch weiter außen haben als ihre Füße. Das ist eine Haltung, die tatsächlich für Meditation, wenn man auf dem Stuhl sitzt, ganz gut geeignet ist.
Ja, vom Mansplaining zurück zu unserer Meditation. Das heißt, wir waren ja dabei, dass du die ersten zwei Minuten laut redest, die Silben aussprichst, in normalem Ton oder auch singst. Und danach kommen zwei Minuten, da flüsterst du sie nur noch, ganz leise. Und dann kommen zwei Minuten, da machst du das nur in deinem Kopf, ganz still. Was du allerdings weitermachst, ist die Berührung von Daumen mit den entsprechenden Fingerspitzen. Ich erkläre dir den Teil auch gleich noch mal. Dann machst du noch mal die zwei Minuten still. Das sind insgesamt vier Minuten.
Bei dem zwei Minuten Timer machst du da zweimal hintereinander. Dann kommen wieder zwei Minuten Flüstern und dann kommen, jetzt hättest du es wahrscheinlich auch schon gedacht, wieder zwei Minuten das Ganze normal laut aussprechen oder vor dich hinsingen. Und das war es schon. Die ganze Zeit hindurch berührst du mit deinem Daumen den entsprechenden Finger. Bei der Silbe Sa, bei der ersten, der Daumen den Zeigefinger. Bei der zweiten Silbe der Daumen den Mittelfinger. Bei der dritten Silbe, beim Na, der Daumen den Ringfinger. Und bei der vierten Silbe, dem Ma, berührt der Daumen den kleinen Finger. Das ist an sich eine relativ simple Sache. Du setzt dich hin, guckst, was du in der Uhr hast oder einen Timer, stellst ihn dir auf zwölf Minuten, am besten alle zwei Minuten ein kurzes Piep oder Gong oder was auch immer deine Uhr da macht. Dann machst du immer die gleichen Silben, immer die gleiche Fingerbewegung. Du sitzt dabei schön stabil. Erst zwei Minuten normal laut, dann zwei Minuten flüstern, dann zwei Minuten still, noch mal zwei Minuten still, zwei Minuten flüstern und zwei Minuten laut.
Und das war es auch schon. Und damit, wenn du das einmal am Tag machst, hey, die Wissenschaft sagt, du wirst epigenetisch jünger und dein Hirn altert weniger schnell. Insofern, ich kann es dir nur als Inspiration mitgeben. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und ich freue mich, von dir zu hören, wie du die Übung findest, wie gut es dir tut oder nicht gut oder was auch immer bei dir damit passiert.
Und ja, ich freue mich, dich morgen wieder bei mir dabei zu haben auf meinem Spaziergang. Tschüss!
Literatur:
Alzheimer's Research and Prevention Foundation. (n.d.). Kirtan Kriya Published in Kernersville Magazine. https://alzheimersprevention.org/kirtan-kriya-published-in-kernersville-magazine/
Alzheimer's Research and Prevention Foundation. (n.d.). Kirtan Kriya Yoga Exercise. https://alzheimersprevention.org/research/kirtan-kriya-yoga-exercise/
ClinicalTrials.gov. (n.d.). Memory Training Versus Yogic Meditation Training in Older Adults with Subjective Memory Complaints and MCI. Identifier NCT01983930. https://clinicaltrials.gov/study/NCT03503669
Falser-Müller, J. G. W., et al. (2017). Effects of Mind-Body Interventions on Gene Expression: A Systematic Review. Frontiers in Immunology, 8, 670. https://www.frontiersin.org/journals/immunology/articles/10.3389/fimmu.2017.00670/full
Healsens. (n.d.). Kirtan Kriya – Sa Ta Na Ma: A Scientifically Proven Practice for Brain and Emotional Health. healsens.com. https://healsens.com/kirtan-kriya/
Jefferson Health. (n.d.). Yes, Meditating Can Reverse Cognitive Decline. Here’s How. Jefferson Health. https://www.jeffersonhealth.org/your-health/living-well/yes-meditating-can-reverse-cognitive-decline-heres-how
Juniper Publishers. (n.d.). Yoga as Advanced Cognitive Training: How Kirtan Kriya In Kundalini Yoga Changes the PTSD Brain. Juniper Publishers. https://juniperpublishers.com/jyp/JYP.MS.ID.555722.php
Khalsa, D. S. (2015). Stress, meditation and Alzheimer's disease prevention: Where the evidence stands. Journal of Alzheimer's Disease, 48(4), 1157-1168. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26445019/
Krucoff, M. (2016, June 14). Yoga and Kirtan Kriya Meditation Bolster Brain Functioning. Psychology Today. https://www.psychologytoday.com/us/blog/prime-your-gray-cells/201606/yoga-and-kirtan-kriya-meditation-bolster-brain-functioning
Lavretsky, H., Epel, E. S., Siddarth, H., et al. (2013). A pilot study of yogic meditation for family dementia caregivers with depressive symptoms: Effects on mental health, cognition, and telomerase activity. International Journal of Geriatric Psychiatry, 28(1), 57–65. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22407663/
Maddegoda Gedara Wasantha Ramya Kumari, H. K. B. M. S., et al. (2021). A review on therapeutic effect of kirtan kriya yoga. International Journal of Health Sciences and Research, 11(1), 241-245. https://www.ijhsr.org/IJHSRVol.11Issue.1_Jan2021/IJHSR35.pdf
UCLA Health. (2024). New UCLA Health study finds Kundalini yoga provided several benefits to cognition and memory for older women at risk of developing Alzheimer's disease…. Reddit.com. https://www.reddit.com/r/science/comments/1b0gu6g/researchfoundkundaliniyogaprovided_several/
Walling, C. (n.d.). Forschungsergebnisse Kirtan Kriya. Haus für Yoga. https://haus-fuer-yoga.de/wp-content/uploads/2018/05/Forschungsergebnisse-Kirtan-Kriya.pdf
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 44: Teamwork. Kann man Teamwork lernen?
Hallo und herzlich willkommen zu unserem Spaziergang im Westerwald. Schön, dass du wieder dabei bist.
Heute geht es um eine Frage, die mich schon länger beschäftigt hat. Und zwar die Frage: Muss man als Mensch eigentlich Teamwork lernen? Oder ist Teamarbeit nicht so tief in uns Menschen angelegt, dass wir das doch sowieso können müssten?
Wenn wir tatsächlich mehrere hunderttausend Jahre damit verbracht haben, gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen und zu reden und zusammenzuarbeiten, weil wir alleine gar nicht überlebt hätten, dann müssten wir das doch eigentlich können. Dann müssten doch alle Teamarbeiten perfekt ablaufen. Da gibt es nur einen kleinen Unterschied.
Wir leben nämlich nicht mehr in der Altsteinzeit und dadurch sind wir viel weniger extrem geprägt – und das Wort extrem benutze ich hier absichtlich – von der Gruppe, die uns umgibt. Wir wachsen in Kleinfamilien auf. In der Kita haben wir zwar ein paar Kinder um uns, aber meistens nur Gleichaltrige. Auch in der Schule später haben wir sehr viel mit Gleichaltrigen zu tun, aber wenig mit richtig gemischten Gruppen, mit Leuten mit komplett anderen Interessen, mit Leuten, die vielleicht gerade was anderes wollen, für die was anderes wichtig ist.
Wenn wir eh alle etwa gleich alt sind, dann rennen wir vielleicht gerade allen Boybands hinterher oder wir begeben uns auch nur in die Gruppen, die ähnliche Interessen haben. Auf der Arbeit ist das aber nicht unbedingt der Fall. Auf der Arbeit haben wir mit sehr vielen Menschen zu tun, wir haben mit unterschiedlichen Gruppen zu tun, wir haben im Team mit sehr, sehr unterschiedlichen Charakteren zu tun, anderen Lebenseinstellungen, anderen Alters.
Und da wir da nicht als Kinder, als Kleinkinder schon ganz extrem darauf geprägt sind, immer in der Gruppe zu sein und immer in der Gruppe zu arbeiten, bin ich tatsächlich überzeugt, dass man das lernen darf, vielleicht auch muss und auch sollte, wenn man gut in der Gruppe arbeiten will.
Jetzt ist es aber so, dass wir natürlich ganz viele Bücher hören können, du kannst diesen Podcast hören und dich inspirieren lassen, du kannst mit mir ganz oft spazieren gehen, du kannst Sachen lesen und trotzdem wird es dich nur ein Stück weit weiterbringen, wenn es darum geht, besser im Team zu arbeiten.
Und es gibt ja Teams, die ganz extrem eng zusammenarbeiten müssen, wie zum Beispiel die Teams in der Notaufnahme, wenn sie Schockräume betreuen. Und eine Notaufnahmeärztin, die regelmäßig Schockräume betreut, sagte mir: Wenn du wirklich im Team zusammenwachsen willst und im Team wirklich gut zusammenarbeiten willst, dich 100 % aufeinander verlassen können musst, dann train as you fight.
Auf Deutsch: Trainiere so, wie in der Situation, als ob du kämpfen würdest. Ich weiß jetzt nicht, inwieweit ein Schockraum wirklich ein Kampf ist. Ich schätze mal, dieser Spruch kommt eigentlich aus dem Militär. Aber ich finde es sehr, sehr lehrreich für das, was wir in Teams, auch in Firmen, auch in allem, wo wir unterwegs sind, Vereinen, wo man im Team arbeiten darf, macht.
Das heißt, alles lesen, alles dich inspirieren, wird dir wenig bringen, sondern mach es. Geh hin und mach die Teamarbeit und immer wieder, so oft, bis es funktioniert. Da ist nur ein ganz wichtiger Teil noch dabei, den ich auf gar keinen Fall weglassen sollte. Denn wenn du völlig unreflektiert in so ein Teammeeting gehst, dich ganz genau so verhältst wie immer, dich dann wunderst, warum die anderen so sind wie sie sind, dann nicht weiter darüber nachdenkst und nächstes Mal das Gleiche machst, dann gibt es so einen schönen Spruch, bei dem ich nicht weiß, ob das von Einstein tatsächlich kommt oder nicht. Aber wenn man immer wieder dasselbe macht und ein anderes Ergebnis erwartet, dann ist das ziemlich sinnfrei. Ich weiß nicht mal genau, was er da sagte, aber in diese Richtung geht der Spruch und ich mag den. Ich mag die Idee dieses Spruchs. Du siehst schon, auswendig kann ich ihn nicht.
Aber wenn du immer wieder im Team arbeitest und das nicht reflektierst, dir nicht überlegst: Was habe ich jetzt getan, was haben die anderen getan, was war meine Einstellung, was waren meine Bedürfnisse, was war mein Interesse? Und inwieweit kann ich mich in die Situation der anderen reinversetzen und verstehen, was ihre Bedürfnisse sind?
Dazu brauche ich nicht ihrer Meinung zu sein. Ganz oft, das habe ich auch bei mir früher gemerkt, dachte ich: Hm, wenn ich jetzt versuche, den anderen zu verstehen, dann muss ich ja seine Meinung teilen. Nein, das ist nicht so. Auch wenn du denjenigen verstehst und seine Meinung nicht teilst, wird es in Bezug auf Teamwork eine gute Chance geben, dass es dir hilft, dass es dich besser macht.
Es gibt da auch ganz tolle Bücher, die werde ich dir auf jeden Fall unten verlinken in den Shownotes, bei denen du dich reinlesen kannst. Aber nochmals: Train as you fight. Alles lesen, alles hören, alles dich inspirieren lassen, bringt nichts, wenn du nicht regelmäßig im Team arbeitest. Und das ist einer der Gründe, warum ich das agile Arbeiten selber sehr mag.
Denn man muss im Grunde gezwungen sehr viel im Team arbeiten. Und wenn man das regelmäßig macht, wirklich in großer Menge sinnvoll macht und immer wieder reflektiert – und das gilt aber für alle. Es ist natürlich schwierig, wenn von sieben Leuten zwei viel reflektieren und die anderen fünf nicht. Dann hoffe ich, dass ihr einen sehr guten Scrum Master habt, der die anderen auch dazu inspiriert, motiviert zu reflektieren.
Vielleicht eine doofe Situation ist, wenn man der Erste ist, der reflektiert in der Runde. Aber gerade dazu sollten ja auch die Retrospektiven und Ähnliches da sein, damit ihr da auch als Team weiterkommt.
Genau. Es bringt dann was, wenn man wirklich in der Situation ist. Gleiches gilt ja übrigens auch für Präsentationen und Ähnliches. Wenn du eine Präsentation vor 400 Leuten halten willst und du hast es noch nicht gemacht oder nur mit vier Leuten geübt, dann ist es was völlig anderes. Und so ist es auch mit dem Teamwork. Wenn du selber vielleicht das Gefühl hast, du magst Teamwork nicht so gerne, dann kann ich das nachvollziehen, kann ich das nachfühlen.
Wenn dein Job es aber erfordert, dass Teamwork ein Teil davon ist, dann kann ich dir nur raten, es immer und immer wieder zu machen und zu reflektieren. Wir werden bestimmt hier in den nächsten Wochen immer mal wieder über das Thema Reflektieren sprechen und wie, inwieweit ich dich inspirieren kann in Bezug auf Reflektieren, wie könnte man das machen, was sind da Methoden. Aber gerade – wir haben ja viel über Meetings gesprochen, wir werden auch weiter über Meetings sprechen – denn Meetings sind ja so eines der Kernstücke von Teamarbeit. Und eines der Stücke, wo es häufig schiefläuft.
Dieses Reflektieren ist in ganz vieler Hinsicht der Schlüssel dazu, dass Meetings konstruktiv und produktiv laufen. Das war jetzt mein erster Informationsteil, der überleitet zu den psychologischen Themen, die Meetings und damit Teamwork für uns schwierig machen. Und ich hoffe, dass es dich jetzt schon ein wenig inspiriert hat, dass einer der ganz wichtigen Schlüssel eben ist: einfach machen, üben, üben, üben, üben, üben.
Teamwork ist zwar etwas, was in uns Menschen angelegt ist, ist aber trotzdem etwas, was wir üben dürfen.
Damit kommt meine Frage des Tages an dich: Wann hat dich Teamwork schon mal so richtig weitergebracht? Und woran erkennst du, dass es dich weiterbringt? Wenn du so in einem Meeting sitzt, dann denk mal zurück an den Moment, wo es dich so weitergebracht hat und was waren so ganz entscheidende Faktoren in der Situation und wie könntest du in Zukunft erkennen, wenn du noch drin bist in so einem Meeting, dass dieses Meeting dich weiterbringt?
Ja, damit wünsche ich dir einen wunderschönen Nachmittag. Ich gehe jetzt hier weiter mit Päuchen spazieren und ich freue mich, dich morgen wieder zu sehen. Mach's gut!
Literatur:
Edmondson, A. (1999). Psychological Safety and Learning Behavior in Work Teams.
Salas, E., DiazGranados, D., Klein, C., Burke, C. S., Stagl, K. C., Goodwin, G. F., & Halpin, S. M. (2008). Does team training improve team performance? A meta-analysis. Human Factors, 50(6), 903–933.
McAvoy, A., Lerer, A., & C. Hilbe (2024). Unilateral incentive alignment in two-agent stochastic games.
O’Neill, T. A., Allen, J. A., Wressel, M. C., & D’Angelo, N. (2023). Team performance: A review of research and future prospects.
Rosen, M. A. (2014). An integrative framework for sensor-based measurement of teamwork in healthcare. Ergonomics, 57(11), 1629-1649.
Vecerka, S. (2019). Die Rolle der Teambeziehung für die Medienwahl in IT-Teams.
Weinert, F. E. (2004). Psychologie der Kommunikation und Interaktion (5. Aufl.).
Wilk, V., & J. F. Zumbach (2023). Gruppenkohäsion und Produktivität: Eine kritische Analyse.
Xie, B., Zheng, X., & Yang, B. (2020). The curvilinear relationship between team familiarity and team innovation: A secondary data analysis.
Zheng, X., & Yang, B. (2020). Does Member Familiarity Help or Hinder Innovation? The Roles of Expertise and Dialogic Coordination.
Beyond Reason (1. Auflage ist die aktuelle):Fisher, R., & Shapiro, D. B. (2006). Beyond reason: Using emotions as you negotiate. Penguin US.
Getting to Yes (3., überarbeitete Auflage):Fisher, R., Ury, W., & Patton, B. (2011). Getting to yes: Negotiating agreement without giving in (3rd ed., rev. ed.). Penguin.
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 43: Perspektive. Macht Scheitern mit wertvoller?
Motto: Umarme Fehler mit Würde
Hallo und herzlich willkommen zu unserem Spaziergang im Westerwald. Heute ist das ein Abendspaziergang, hier gemeinsam mit Pauli und der untergehenden Sonne. Ich freue mich, dass du wieder dabei bist. Die Folge heute schließt an die Folge gestern an, aber ich fasse dir nochmal zusammen, worüber wir gestern geredet haben.
Wenn du Lust hast, hör dir die Folge an, und ansonsten kannst du hier jetzt auch einfach weiterhören. Gestern haben wir darüber gesprochen, dass es einige Gründe geben kann, dass es sinnvoll ist, ein Projekt oder etwas Projektähnliches, auch im Privatbereich, abzubrechen. Auch dann, wenn man schon Geld investiert hat oder Zeit oder irgendeine andere Art von Arbeit.
Du hast schon drei Monate reingesteckt, ganz viel daran rumgebastelt und merkst, das wird so nichts. Und es ist für uns Menschen unglaublich schwer, das aufzugeben dann. Man nennt das Sunken Cost Fallacy, die Falle der versenkten Kosten. Und das ist ganz oft verbunden mit der Frage, tja, bin ich jetzt gescheitert?
Dem Regret der Reue, das gemacht zu haben, der Hoffnung, wenn ich jetzt doch weitermache, vielleicht wird es ja noch was, obwohl ich eigentlich weiß, dass es garantiert nichts wird. Es ist häufig damit verbunden, dass man in der eigenen Entscheidung oder sich fragt, warum habe ich mich damals dafür entschieden.
Und ich möchte dir heute ganz bewusst eine andere Perspektive auf das Thema bieten. Denn gestern habe ich ganz bewusst von Aufgeben gesprochen. Und das klingt alles irgendwie so ein bisschen negativ. Es gibt aber eben diese ganz andere Perspektive. Und die bringt uns erst nach Japan, dann in die USA und als Letztes wieder hierher zurück in den Westerwald.
In Japan gibt es eine alte Kunst, eine sehr bekannte dort und sehr geliebte. Und die beschäftigt sich mit kaputtem Geschirr. Klingt erstmal relativ banal, oder? Ist aber was Wunderschönes. Das heißt, stell dir vor, eine alte Tasse fällt runter und zerbricht in mehrere Stücke. Vielleicht fehlt sogar ein Stück.
Und dann hat man einen ganz speziellen, ich glaube, es ist eine Art Harz oder Lack, der wird mit Goldstaub versetzt und macht dadurch eine goldene Oberfläche überall da, wo man klebt. Das heißt, das Gefäß, was man wieder zusammenklebt und wo man sogar an manchen Stellen Stücke ersetzt, die dann komplett golden sind, die sind höher wertgeschätzt häufig als das vorherige. Selbst banale Keramik kann mit dieser Kunst zu einem wunderschönen Kunstwerk werden.
Das heißt, nicht der Moment, dass etwas kaputt geht oder aufgegeben wird, sondern das, was man daraus macht, ist entscheidend. Und wenn man sich das Ganze liebevoll betrachtet, liebevoll annimmt und wirklich mit Mut rangeht und diese Veränderung in Form dieser Klebestellen und Ausbesserungen vornimmt, dann kann danach was ganz Wertvolles draus werden.
Nicht alles, was kaputt geht, ist für immer kaputt. Und damit meine ich nicht Projekte, die wieder auferstehen, sondern eher das, was in dir passiert. Normalerweise, wenn wir so Projekte aufgeben oder uns eingestehen, dass wir vielleicht einen Fehler gemacht haben, dass wir ein Projekt total ändern müssen, damit es noch erfolgreich wird, dann macht das ja auch was mit uns Menschen.
Ich erzähle dir auch nachher meine ganz persönliche Geschichte dazu. Und da wirst du sehen, dass es auch darauf ganz verschiedene Perspektiven gibt. Nicht nur die, ich bin ein Loser, ich habe das falsch gemacht, die Entscheidung war falsch, warum hat sich alles um mich herum geändert, sondern auch, hey, ich kann darüber reflektieren, und ich kann davon lernen.
Genau wie die Keramik, die kaputt ist, repariert wird und dann etwas viel Kunstvolleres, etwas viel Wertvolleres auch wird, kann das auch mit uns und unseren Einsichten passieren. Und damit springen wir in die USA, spezifisch in Silicon Valley, denn dort ist es so, soweit ich zumindest weiß, dass Gründer, die bereits zuvor gegründet haben und auch die, die bereits zuvor gescheitert sind, vielleicht sogar mehrfach gescheitert sind, dass die einfacher an Unterstützung kommen, wenn sie denn reflektiert haben.
Wenn man merkt, derjenige hat verstanden, was falsch gelaufen ist, derjenige hat seine Art zu arbeiten, eine Art, Dinge zu tun, angepasst und ist da auch bewusst von, dann hat man eher eine größere Chance. Das heißt auch hier, aus dem, was am Anfang doof erscheint, als Versagen erscheint. Wir in der westlichen Welt haben ja tatsächlich einen unglaublichen Perfektionismusdrang oft, nicht jeder.
Aber häufig, und wir denken, so eine Karriere muss geradlinig verlaufen, und so ein Projekt auch. Und wenn dann mal irgendwas nicht geradlinig läuft, sondern eher dynamisch, organisch, wie auch immer, dann fühlt sich das für einige Leute schon, ja, vielleicht unangenehm oder unkonventionell an. Und sie denken, sie hätten versagt. Wie gesagt, das betrifft natürlich nicht jeden.
Aber gerade hier bei uns kann man das häufig beobachten. Mir fällt das häufig auf, lass es mich so sagen. In Japan die Keramik, die mehr wert wird, nachdem sie kaputt gegangen ist, in den USA die Gründer, die mehr Unterstützungschancen haben, wenn sie reflektiert haben über ihr Projekt. Und das ist die Perspektive, die ich dir anbieten möchte.
Und damit skizziere ich nochmal kurz meine persönliche Perspektive, Gründungsgeschichte vor 2021, das ist mittlerweile auch schon ein paar Jährchen her. Damals wollte ich gerne selbstständig werden und habe mir auch einen ganz tollen Plan überlegt. Ich bin ja von Ursprung Physiotherapeutin, ich mache zwar vor allem Psychosomatik, aber damals, weil das Becken bei Frauen auch sehr im Psychosomatik-Bereich liegt, habe ich mir überlegt, hey, es gibt unglaublich viele Frauen mit Inkontinenz.
Ich habe selber nach meinen Geburten meine Inkontinenz überwunden, unter anderem mit Physiotherapie und auch ganz speziellen Übungen, die ich mir damals überlegt habe. Und das wollte ich anderen Frauen auch anbieten. Und dann wollte ich einen Online-Kurs machen, oder dann habe ich einen Online-Kurs gemacht, damals noch völlig ohne KI, mit super viel Mühe alle Texte geschrieben und ganz viele Infos zusammengetragen und ein paar Übungen, so dass die Leute einfach selber ihren Weg gehen konnten online.
Das war noch alles mit, musste noch mit Heilmittelwerbegesetz und Hunderttausenden verschiedenen Gesetzen rausgesucht werden, dass der Weg, den wir da machen, auch funktioniert. Und dann haben wir das Ganze online gesetzt, denn wir haben unglaublich tolles Feedback bekommen, erstmal von den Leuten, und wir hatten auch unsere Werbekampagnen, total viele Leute online, die reagiert haben.
Die Leute kamen auf die Webseite, die Leute haben gratis Inhalte runtergeladen, solange sie dafür keine E-Mail-Adresse angeben mussten. Und jetzt kommt der Krux. Anscheinend hat unsere Einschätzung zum Bereich Tabuthema eben nicht gestimmt. Wir dachten, ja, es ist ein Tabuthema, aber solange ja kein anderer weiß, dass jemand den Kurs macht, das ist ja ein relativ anonymer Online-Kurs, kein anderer braucht das mitzukriegen, dann sollte das doch kein Problem sein.
Ich bin da total easy und offen mit umgegangen, auch mit meiner eigenen Problematik, die ich früher hatte. Und ich dachte wirklich, dass das funktioniert. Aber ich musste einfach feststellen, dass die Leute weder bereit waren, ihre E-Mail-Adresse zu hinterlassen, dass ich sie nicht mal kontaktieren konnte, dass ihnen nicht mal eine Newsletter schicken konnte, noch, zumindest die allermeisten, nicht bereit waren, den Kurs zu machen, den Kurs zu kaufen, weil sie da ja auch ihre Daten angeben mussten.
Und ja, es war echt total eine spannende Zeit. Ich habe das definitiv falsch eingeschätzt, weiß ich heute. Und ich habe unglaublich viel aus dieser Zeit gelernt. Ja, das Projekt und damit auch die Firma ist gescheitert am Ende, weil, hey, wenn keiner die E-Mail-Adresse hinterlässt und keiner das Produkt kauft, weil er ja auch den Namen angeben muss, ganz anonym haben wir keine Lösung gefunden.
Daher, ja, ich habe da irrsinnig viel daraus gelernt. Nicht nur, was Tabuthemen betrifft, sondern auch, was überhaupt, ja, Produkterstellung und Entwicklung, mein erstes eigenes Produkt damals. Und ja, ich bin unglaublich froh und unglaublich dankbar über diese Erfahrung. Wenn das Projekt gescheitert ist, und damit kommt meine Frage an dich: Wann war mal in deinem Leben etwas, wo du auf der einen Seite sagen würdest, das ist gescheitert, aber auf der anderen Seite sagst, hey, ich habe da so viel daraus gelernt, ich bin unglaublich dankbar für dieses Erlebnis, ich bin darin gewachsen, und ich habe danach vielleicht umso mehr tolle Dinge erlebt durch diese Erfahrung, die ich gemacht habe.
Ja, damit, oh, jetzt ist die Sonne fast ganz untergegangen, schleiche ich mich mal wieder zurück, hoffe, dass wir keinem Wildschwein begegnen, und ja, wünsche dir einen schönen Abend. Ach, da oben fliegen jetzt sogar Gänse entlang. Ach je, es wird echt wieder Herbst. Ja, einen schönen Abend. Ja, nee, das andere ist ein Flugzeug, was du da hörst.
Das ist das Flugzeug da vorhin. War das Geschnatter von den Gänsen. Ja, aber so viel dazu. Ich wünsche dir einen schönen Abend, und ich freue mich, wenn du morgen wieder dabei bist. Tschüss!
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 42: Aufgeben. Warum gibst du schlechte Projekte nicht auf?
Hallo und herzlich willkommen zu unserem Spaziergang zusammen hier im Westerwald. Schön, dass du wieder dabei bist. Heute heißt das Thema Aufgeben und nein, es geht nicht darum, dass ich meinen Podcast aufgebe, denn der macht mir wirklich Spaß und es geht heute stattdessen um die Frage, warum wir uns so schwer tun, als Menschen etwas aufzugeben, was eigentlich keinen Sinn mehr hat.
Wo wir merken, wir laufen in eine falsche Richtung oder es wird nichts mehr oder die Umstände haben sich geändert. Es kommt ja vielleicht auch bei dir häufiger vor, ich kenne das auch von mir selber und ich kenne es erst recht aus meinem Arbeitsleben, dann wenn ich Projekte gemacht habe und man sieht schon, ich sage mal auf Arbeitsebene, das wird so nichts mehr, das Projekt läuft ins Leere oder das wird immer teurer und das ist so wahrscheinlich nicht umsetzbar und vom Management kommt trotzdem die Aufgabe, mach das fertig.
Aber wie gesagt, ich bin da nicht immun selber, auch ich, gerade im Privatleben. Ich habe schon das ein oder andere Projekt entweder nicht schnell genug oder gar nicht aufgegeben, obwohl ich ganz genau wusste, dass das kein gutes Ende nehmen wird. Jetzt ist natürlich die Frage, warum? Warum sind wir Menschen so schnell da drin, Dinge nicht aufzugeben? Schnell darin, Dinge nicht aufzugeben, weil wir ganz schnell uns dafür entscheiden, sie doch weiterzumachen.
Daher habe ich dieses Wort schon sehr bewusst gewählt. In der Wissenschaft heißt das die Sunk Cost Fallacy oder auch die Falle der versenkten Kosten auf Deutsch. Meistens wird der englische Begriff verwendet. Was bedeutet das? Man fängt mit irgendetwas an. Das kann was Privates sein, wie eine Beziehung, wie ein Hausbau, wie was auch immer man so tut.
Eine Urlaubsreise. Das ist aber auch ganz besonders im beruflichen Kontext, insbesondere da, wo Projekte gemacht werden, in der Software oder in Firmen, wo andere Arten von Projekten zum Beispiel Changes, Umstellungen, Prozessumstellungen und ähnliches. Und jetzt kommt es ganz oft vor, dass man in dem Moment, dass du oder ich oder wer auch immer schon irgendeine Form von Energie, also Geld, Zeit, Arbeit, Mühe in dieses Projekt gesteckt haben, dass dann in dem Moment, dass einem klar wird, uff, das läuft nicht so wie ich will oder das macht mir doch nicht so viel Spaß wie ich dachte oder ich habe was falsch eingeschätzt, ich dachte, dass der Teil, der jetzt kommt, ganz leicht geht und vielleicht ist es der kruziale Teil für das ganze Projekt, der dann nicht funktioniert, und trotzdem fällt es uns Menschen dann ganz, ganz schwer, einfach zu sagen, okay, ich habe jetzt die 1000 Euro investiert oder die drei Monate Arbeit oder was auch immer, ich schließe das jetzt ab, ich verbuche das unter, hat halt nicht geklappt, hat nicht sollen sein, Umstände haben sich geändert und ich mache einfach weiter.
Wir Menschen tendieren tatsächlich stark dazu, dann trotzdem weiterzumachen. Verrückt oder? Man weiß, dass das eigentlich nicht gut geht, nicht so wie man sich vorgestellt hat oder unter den veränderten Randbedingungen wahrscheinlich nicht funktionieren wird und trotzdem hält man daran fest. Völlig unökonomisch. Jeder Wirtschaftswissenschaftler, der von der klassischen Schule ist, hätte gesagt, der Homo oeconomicus würde das niemals tun.
Aber der Homo sapiens macht es eben. Und jetzt kommt wieder die Psychologie ins Spiel und da gibt es einige tatsächlich sehr interessante Überlegungen, woher das denn kommen kann. Das eine ist ein Stück Selbstrechtfertigung. Man stellt fest, dass wenn Menschen die Entscheidung selber getroffen haben, das Projekt zu starten, dass sie dann noch mehr dazu neigen, das Projekt nicht abzusägen, sondern weiterzumachen.
Und ja, das ist einfach ein Schutz, dass man sich nicht eingestehen will, dass das eine Dissonanz ist mit der ersten anfänglichen Entscheidung, dass die ursprüngliche Entscheidung nicht richtig war. Und dann denkt man sich, und da kommen wir schon zum zweiten Punkt, dass man ja auch nicht verlieren will.
Und man will, dass man sich schlecht fühlt, man hofft lieber, ach, vielleicht wird es ja doch was. Das heißt, da kommt ein ganz irrationales Festhalten an auch unprofitablen Projekten, weil man diesen Verlustakzeptanzschmerz den will man nicht haben. Gerade Menschen, die sich sowieso schwer darin tun, und deshalb schätze ich, dass es nicht alle Menschen betrifft. In der Wissenschaft sagt man auch, dass es viele Menschen betrifft, aber nicht, dass es alle Menschen betrifft. Und du weißt ja, du kannst in den Shownotes immer nochmal nachschauen, auf welche Studien ich mich da beziehe.
Auf jeden Fall, auf der einen Seite merkt man diesen Zwang, das Projekt weiterzuführen, um die ursprüngliche eigene Entscheidung als richtig zu beweisen. Und auf der anderen Seite eben einfach die Vermeidung des Gefühles von – wenn ich mir jetzt eingestehen würde, dass ich damit stoppe, dass es in der Zukunft nicht doch irgendeine Situation gibt, wo es richtig ist, ja, dann muss ich mir das ja eingestehen.
Und dann kommen wir zum dritten Punkt, der nennt sich dann antizipierte Reue. Das heißt, ich habe ja im Grunde die Entscheidung, entweder jetzt aufgeben und die 1000 Euro, die drei Monate Arbeit oder was auch immer ich da reingesteckt habe, abzubuchen und zu sagen, okay, das wird auch nie wieder was. Oder ich habe die Möglichkeit zu sagen, okay, ich halte daran fest. Es ist zwar riskant, aber vielleicht wird es ja doch noch was. Da neigen Menschen eher dazu, später lieber bereuen zu wollen etwas, was sie getan haben, als etwas, was sie nicht getan haben. An vielen Stellen im Leben finde ich das auch total gut, wenn man sagt, bereue lieber etwas, was du getan hast, als etwas, was du nicht getan hast.
Wenn es aber um Projekte geht, die wirklich in die falsche Richtung laufen, tut mir leid, dann ist das vielleicht nicht die beste Wahl. Trotzdem wählen wir sie als Menschen. Wirklich. Und dabei fällt auch auf, dass besonders in der Startphase, wo noch viel positive Energie dahinter steckt, wir uns schwer tun damit und in der Schlussphase. Das heißt, in der Mitte von so einem Projektzyklus gibt es eher mal die Möglichkeit, zumindest emotional zu sagen, passt nicht, wird auch nichts mehr werden.
Dann hat man aber schon eine ganze Menge Geld reingesteckt und Zeit und Arbeitsstunden. Aber am schwierigsten ist das, kurz nach dem Start einzusehen, dass es nichts wird oder relativ kurz vorm Ende. So nach dem Motto, die letzten drei Monate können wir da auch noch reinpulvern, weil es ist ja fast fertig, dann können wir es zumindest unter Fertiggestellt verbuchen.
Ja, kann man so machen, muss man nicht. Und das sind so die Effekte, die dazu führen, diese Sunk Cost Fallacy. Und ich kann dir nur empfehlen, in dem Moment, dass du merkst, dass ein Projekt in die falsche Richtung läuft, geh bewusst mit deinen Emotionen um. Denn wenn du Angst hast vor der Reue, wenn du Angst hast vor dem negativen Gefühl des Aufgebens, wenn du Angst hast davor, dass deine Entscheidung eben nicht richtig war, als du sie getroffen hast, das Projekt zu machen, dann ist das völlig verständlich. Wir alle haben Emotionen, wir alle haben, wie im System der inneren Familie gesprochen, entweder Exiles oder Beschützer, also Teile von uns, die uns helfen möchten, aber die gerade in solchen Situationen eben ganz besonders angesprochen werden, getriggert werden, besonders heftig, mächtig werden.
Wenn du möchtest, hör dir doch mal die Folge Teile an, die ich vor mittlerweile glaube ich zwei Wochen rausgebracht habe, da erkläre ich das System ein bisschen mehr. Das erklärt sehr schön, was dann auch in dem Moment passiert, auch emotional passiert. Und ja, in dem Moment ist es ein Stück weit Reflexion.
Das sage ich so einfach und es ist im echten Leben viel schwerer. Ich will dir aber wenigstens einen Tipp mitgeben. Weil hier einfach nur darüber zu reden, Sunk Cost Fallacy und das ist alles doof und wir Menschen laufen immer wieder in die gleiche Falle, ja, ist das, was die Wissenschaft beweist. Aber ich möchte dich ja auch ein bisschen inspirieren.
Und es gibt zumindest eine Möglichkeit, wie man das einfacher gestaltet, wie man dafür sorgen kann, dass die Sunk Cost Fallacy etwas weniger krass zuschlägt. Das betrifft zwar die Anfangsphase, da, wo es teilweise mit dem Enthusiasmus besonders schwierig sein kann, ein Projekt zu stoppen, aber ich will dir eine kleine Geschichte erzählen. Vielleicht inspiriert sie dich. Wenn du viel in der Software gearbeitet hast wie ich, dann kommen dir bestimmt Parallelen drin vor.
Und es ist etwas, was auch im Agilen sehr viel propagiert wird, aber leider noch viel zu wenig umgesetzt wird. Jetzt kommt erstmal die Geschichte und dann kommt die Auflösung, was das in den Projekten häufig ist. Also, wenn du den Plan hast, dein Geld damit zu verdienen, dass du einen Affen dressierst und den Affen auf einer schönen großen Bühne hell beleuchtet gut gemacht, jonglieren und tanzen lässt.
Dann kannst du natürlich damit anfangen, erstmal die Bühne zu bauen. Du gehst hin und holst dir das ganze Holz und machst ganz viel Arbeit und baust die ganze Bühne inklusive Scheinwerfern und trullala und Beleuchtung und Nebel und ich weiß nicht was und dann, wenn das Ganze fertig ist, damit der Affe tanzen kann, dann gehst du hin und überlegst dir, wie du denn den Affen trainierst und dann begegnest du dem Affen und merkst, Mist, das mit dem tanzenden Affen, das will der Affe nicht und das kriege ich ihm auch nicht beigebracht.
Und das wird ja eigentlich nach zwei, drei Stunden mit dem Affen relativ deutlich. Ich glaube auch, dass es nicht so sinnvoll wäre, das überhaupt mit einem Affen zu machen und in der heutigen Zeit wäre das auch überhaupt nicht mehr erlaubt. Mir ist wichtig, die Geschichte, denn so surreal sie jetzt gerade ist, so surreal gehen wir nämlich häufig mit Projekten voran.
Denn denk mal an die große Bühne mit der Beleuchtung und den Lautsprechern und den Nebeln und den ich-weiß-nicht-was-da-alles-gebaut-ist, inklusive natürlich der Bühne selber. Da ist unglaublich viel Zeit und Geld reingeflossen, unglaublich viel Energie sozusagen von dir, bis du dann irgendwann feststellst, dass das Kernstück, also das, was essentiell ist, damit das Ganze überhaupt funktionieren kann, dass das gar nicht geht.
Du hättest ja auch andersrum anfangen können. Du hättest erst versuchen können, den Affen zu trainieren und feststellen, dass es nicht geht. Dumm gelaufen, mit Sicherheit ein bisschen Energie reingesteckt, mit Sicherheit enttäuscht, aber mit Sicherheit weniger geldlos, als wenn du erst die Bühne gebaut hast.
Gut, mit Sicherheit ist nichts, aber ich schätze mal, du weißt, worüber ich gerade nachdenke. Wenn du also erst, und jetzt kommen wir zur Software, die ganzen Rahmenbedingungen baust. Die ganze andere Software anpasst, damit du dann das Kernstück bauen kannst oder erst mal ein riesiges Framework baust, um dann am Ende die Funktion einzubauen und beim Einbauen der Funktion feststellst, dass entweder das gar nicht geht oder dass der Kunde das so gar nicht will oder dass das überhaupt nicht mehr zum Markt passt.
Was auch immer es ist, dann hast du irrsinnig viel Zeit und Geld in den Bau des Frameworks gesteckt und das ist weg, wenn du dann einsiehst, dass die Funktion doch nicht so gut ist. Andersrum kannst du natürlich auch hingehen und das ist ja auch die Empfehlung des agilen Arbeitens, das ist ganz viel auch im Design Thinking mit dem Rapid Prototyping mit drin, hingehen und erstmal gucken, ob das, was essentiell ist, damit es überhaupt was wird, das mal auszuprobieren. Und damit die Sunk Cost Fallacy zumindest etwas abzuschwächen, auch wenn es dir vielleicht trotzdem schwerfällt, am Ende selbst nach dem noch so kleinen Zyklus einzusehen, dass das Projekt nicht funktioniert hat.
Immerhin hast du keine Millionen versenkt. Insofern hoffe ich, dass dich das ein bisschen inspiriert und du vielleicht in deinem Leben damit was anfangen kannst. Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend und frage dich natürlich, wann du mal ein positives Erlebnis damit hattest, etwas aufgegeben zu haben.
Und ja, vielleicht ist es dir schwer gefallen, aber nachher warst du froh, dass du es aufgegeben hast. Genau. Damit wandere ich jetzt zurück nach Hause mit Paolo und hoffe, dass du morgen wieder mit dabei bist. Mach's gut!
Literatur:
Ronayne, G., Szpiro, S., & Ronayne, N. (2021). The Sunk Cost Fallacy in Decision-Making..
Simonson, I., & Staw, B. M. (1992). De-escalation strategies: A comparison of techniques for reducing commitment to losing courses of action. Journal of Applied Psychology, 77(4), 701–708.
Staw, B. M. (1981). The escalation of commitment to a course of action. Academy of Management Review, 6(4), 577–587.
Wong, K. F. E., & Kwong, J. Y. Y. (2007). The role of anticipated regret in escalation of commitment. Journal of Applied Psychology, 92(2), 545–554.
Wuebker, J., Greitemeyer, T., & Mahlendorf, M. D. (2020). Debiasing escalation of commitment: The effectiveness of decision aids to enhance de-escalation. Journal of Management Control, 30(4), 481–513.
. (2025).. Journal of Computational Social Science, 8(1).
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 41: Essen. Viel Hunger schnelles Meeting?
Hallo und herzlich willkommen zu unserem gemeinsamen Spaziergang im Westerwald. Schön, dass du wieder dabei bist. Paolo ist auch dabei, der verwickelt sich gerade in seine Leine. Mal gucken, was das noch wird. Heute schließen wir die praktischen Gründe warum Meetings scheitern, ab Und ganz passend ist, dass ich gerade sehr viel Hunger habe, denn es geht heute auch tatsächlich um das Thema Essen.
Und da ich schnell zurück nach Hause will von unserem Spaziergang, damit ich mit der Familie gleich zu Abend esse, wird das wahrscheinlich eine kürzere Podcast-Folge. Schauen wir mal. Ja, wir haben ja schon viel darüber gesprochen zusammen. Was das alles mit Meetings auf sich hat und wir haben schon viele praktische Gründe besprochen, warum Meetings scheitern können.
Ob das jetzt daran liegt, dass man zu wenig geschlafen hat, abends Party gemacht hat, partout kein Hörgerät tragen will oder zum Beispiel
Ein Frühaufsteher ist und bei dem Mittagsmeeting ab 15 Uhr schon längst gedacht im Feierabend ist. Heute gibt es noch mal den letzten wirklich praktischen Grund und das ist eben die Frage, ob wir was gegessen haben Was wir gegessen haben und auch, ja, wann und wie viel wir gegessen haben. Denn tatsächlich hat das einen massiven Einfluss darauf, wie wir uns verhalten mit unseren Mitmenschen wie gut wir nachdenken können und welche Entscheidungen wir treffen.
Jetzt sind wir erstmal ganz praktisch kurz vor Mittagessen, also das Meeting um 11.30 Uhr oder vielleicht um 12 Uhr, je nachdem wann du immer Mittag machst. Ist mit sicherheit geprägt von kurzfristigen entscheidungen ich weiß noch früher bei workshops hat man immer gesagt wenn du die entscheidung so weit raus zögert dass es kurz vor mittagessen zeit ist dann wollen alle leute mittagessen gehen und du hast ganz schnell eine entscheidung ja das stimmt sowohl in meiner erfahrung als auch nach der wissenschaft allerdings Kommt das mit einem kleinen Problem und dieses Problem ist, dass die Leute eben zu sehr kurzfristigen Handlungen und Entscheidungen neigen, wenn sie viel Hunger haben.
Also nicht nur vor dem Mittagessen, sondern je nachdem was du machst, auch vor dem Abendessen oder vor dem Frühstück. Wenn Leute viel Hunger haben, wenig Zucker im Blut, dann priorisieren sie kurzfristige Ziele. Du kannst dir das vorstellen, wenn ich in der Steinzeit Hunger gehabt hätte, Und ich müsste mich entscheiden, ob ich jetzt gemütlich weiter mit euch rede und am Feuer sitze oder ob ich mich aufmache und mir was zu essen besorge, dann gucke ich erstmal auf die kurzfristige Entscheidung, nämlich was in meinen Magen zu kriegen, wenn es irgendwie geht, als vielleicht die langfristige Entscheidung, mit euch zusammen zu sitzen und zu reden und wirklich gute, nachhaltige Entscheidungen zu treffen, die die ganze Gruppe betreffen.
Nein ich habe hunger und ich will jetzt erstmal was essen also stimme ich für das was am schnellsten dafür sorgt dass ich mir jetzt was essen holen kann in der modernen welt mit einem meeting zu einem product und der idee dass die kantine vielleicht sogar noch gleich zu macht dann ist halt naheliegender dass man sich für eine kurzfristige schnelle entscheidung Provoziert vielleicht auch eine wo leute eher zu einstimmen statt dass man hier noch eine wirklich eine nachhaltige gute lösung sucht ganz anders sieht das dann aus nach dem mittagessen vielleicht sagt ihr der begriff suppenkoma was und tatsächlich ist unser körper nach dem essen insbesondere nach Sehr, sehr reichhaltigem Essen erstmal damit beschäftigt zu verdauen.
Dann geht ganz viel Blut und ganz viel Arbeitskraft sozusagen in den Magen und in den Darm in die Leber, um aus der Galle genug Stoffe in den Darm zu pumpen in die Bauchspeicheldrüse und in ganz viele andere Organe Und das bedeutet, dass dein Hirn einfach erstmal ein bisschen runtergefahren wird. Zwar ist das Hirn dein wichtigstes Organ in dem Sinne, aber die Verdauung muss ja auch stattfinden, sonst wird das Hirn ja irgendwann nicht mehr genug versorgt.
Also liegt die Priorität beim Gehirn Und dann ist tatsächlich sowas wie Konzentration, Entscheidungsfindung, überhaupt Aufmerksamkeit, Detailwahrnehmen und solche Sachen ein Stück weit heruntergesetzt. So, es gibt aber auch positive Effekte des Essens Also nicht nur, dass man vor dem Essen mit viel Hunger sehr kurzfristige oder schnelle Entscheidungen trifft und dass man nach dem Essen eigentlich überhaupt nicht so gut in der Lage ist, sinnvoll nachzudenken und Entscheidungen zu treffen.
Aber das Essen selber, das ist ein unglaublich wichtiger sozialer Akt. Also gemeinsam zu essen und häufig auch die Gespräche während des Essens dann tatsächlich sind für uns Menschen nicht nur in unserer Kultur hier in Europa oder in der westlichen Welt, sondern allgemein unglaublich wichtig. Und wenn du mal wieder zurückdenkst an die Jäger und Sammler früher, die sehr viel Zeit in ihrer Gruppe verbracht haben, gemeinsam zu essen, für die es unglaublich wichtig war, Essen zu teilen, Nahrung zu teilen.
Ja, dann ist es vielleicht klar, warum in all diesen 100.000 Jahren für uns Menschen das gemeinsame Essen so unglaublich wichtig ist. Und tatsächlich ein wichtiger Bonding-Faktor zwischen Menschen. Wenn ich Mediation mache, dann gehe ich meistens mit den Leuten essen. Mir ist es unglaublich wichtig, dass der Erste was man miteinander tut, egal wie spuckefeind man sich ist, erst mal gemeinsam isst Selbst wenn man dann alle kritischen Themen ausklammert.
Und vielleicht gerade weil man dann über andere Themen redet und feststellt, hey, mit diesen anderen Sachen ist der andere gar nicht so doof wie ich dachte, ist das ein wirklich sehr, sehr wirksamer Faktor. Das heißt, vielleicht hast du ja auch mal die Situation, dass du eine Mediation machst oder dass du bei einem wichtigen Meeting moderierst.
Denn auch da ist es gar nicht verkehrt die Leute mittags mal gemeinsam zum Essen zu bringen und zusammen zu essen. Und damit einfach nochmal eine ganz andere Atmosphäre herzustellen. Also der soziale Faktor des gemeinsamen Essens sollte man niemals unterschätzen. Und dann bleibt noch die Frage, was man isst.
Das habe ich ja an einer anderen Stelle schon mal so ganz kurz angerissen, dass es auch manche Lebensmittel gibt, die abends dafür sorgen, dass man nicht so gut schlafen kann. Aber genauso ist es ja jetzt auch für das Mittagessen oder vielleicht dein Frühstück je nachdem wann du frühstückst so dass es Einfluss haben kann eben auf deine soziale Interaktion aber auch dein Denkvermögen deine Konzentration.
Und da gibt es jetzt eigentlich so ein bisschen die Klassiker, Kohlenhydrate mit hoher Wertigkeit, also mit viel Ballaststoffen sorgen auf jeden Fall dafür, dass die Chance größer ist, dass du nachher noch halbwegs gut denken kannst. Sowas wie Gemüse. Man hat zum Beispiel auch herausgefunden, dass wenn man erstmal einen Salat oder ähnliches Gemüse isst bevor man sich den großen Schweinehaxen reinhaut oder die Knödel, dass es tatsächlich einen Unterschied macht, dieses Gemüse was man erstmal zu sich genommen hat.
Am Ende für den Blutzucker und den Insulin und das sind ja auch ganz wichtige Faktoren mit der Frage, wie gut am Ende die Konzentration nach dem Essen noch ist. Dann ist es so dass eine gewisse Menge Proteine und Fette, vor allem gesunde Fette, wir haben ja schon mal eine Folge über Omega-3 gemacht, da hast du ja schon mal darüber viel gehört, also Fisch, zumindest Seefisch ist ja sehr reich an Omega-3.
Das sind alles Faktoren die kurz-, mittel und auch langfristig helfen, dass man nach dem Essen wieder fit ist fürs nächste Meeting. Aber ganz ehrlich, ja, Gärmknödel sind auch lecker. Und dann ist das nächste Meeting halt mal ein bisschen müde. Genau, also ich hoffe, du hast ein leckeres Abendessen jetzt gleich.
Ich mache mich wieder auf, zurück zu meiner Familie hier von dieser schönen… Obstwiese über die ich gerade laufe und diesen wunderschönen Sonnenuntergang, den ich hier hinten sehen durfte. Ich bin froh dass ich wieder draußen bin mit dir und ich hoffe, dass du deine Meetings in Zukunft alle ganz produktiv gestaltest.
Wir werden uns noch mal darüber unterhalten, was wir jetzt schon Alles an biologischen Faktoren mitbekommen haben. Da waren ja eine ganze Menge. Und was vielleicht Ideen sind, wie man dann und wann man Meetings machen kann und worauf man achten kann, damit eben wenigstens die biologischen Faktoren einem das Meeting nicht verhageln.
Und damit kommt meine Frage heute an dich, nämlich was sind deine besten Erfahrungen ganz praktisch beim Organisieren von Meetings Damit am Ende ein gutes Gespräch und ein nachhaltiges, konstruktives Ergebnis rauskommt. Also was machst du an praktischen Dingen, auf welche Uhrzeiten legst du das oder wie organisierst du das, wie sorgst du dafür, dass alle hören und verstehen können.
Ja, da bin ich mal gespannt. Wenn du Lust hast, schreib mir oder sag es mir oder überleg einfach selber mal für dich, wie du dafür sorgst was deine Erfahrungen aus der Vergangenheit sind, um, ja. Ganz praktisch pragmatisch konstruktive und produktive Meetings zu veranstalten Wir werden ja in nächster Zeit auch noch psychologische Themen uns anschauen.
Also warum macht jemand Meetings obwohl es ganz klar ist, dass man das Meeting nicht braucht? Warum ist jemand im Meeting und redet die ganze Zeit nur und lässt keinen anderen zu Wort und wundert sich nachher, Dass keiner ihm was gesagt hat, ihn auf irgendwas hingewiesen hat. Und so gibt es ja noch ganz, ganz ganz viele psychologische Themen, die Meetings boykottieren können.
Da freue ich mich schon drauf mit dir. Im besten Falle wirst du irgendwann nur noch richtig konstruktive produktive Meetings haben. Dann würde ich sagen, bis morgen. Ich freue mich wieder auf dich. Mach's gut!
Literatur:
Inchauspé, J. (2022). Der Glukose-Trick: Schluss mit Heißhunger, schlechter Haut und Stimmungstiefs – Wie man der Achterbahn des Blutzuckerspiegels entkommt. (E. Schmalen, Übers.). Heyne
Kniffin, K. M., Wansink, B., Devine, C. M., & Sobal, J. (2015). Eating Together at the Firehouse: How Workplace Commensality Relates to the Performance of Firefighters. Human Performance.
Könings, L. (2022). Ernährung und kognitive Leistungsfähigkeit. Sportärztezeitung.
Nilsson, A. C., et al. (2012). Effects on cognitive performance of modulating the postprandial blood glucose profile at breakfast. European Journal of Clinical Nutrition.
Park, S., & Schmid, S. M. (2018). Wie unsere Nahrung unser soziales Entscheidungsverhalten beeinflusst. Nutrition-News, 15(1), 7-8.
Park, S., Schmid, S. M., et al. (2017). When food dictates your choice, the impact of nutrition on social decision making. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America.
Pollak, P. T., & Dvorak, R. D. (2010). Fluctuating Blood Glucose Levels May Affect Decision Making. Psychological Science.
Scherer, L., Behrens, P., & Tukker, A. (2019). Opportunity for a Dietary Win-Win-Win in Nutrition, Environment, and Animal Welfare. One Earth, 1(3), 349-360.
Strachan, J. B., & Miller, J. A. (2023). A whole-food plant-based diet reduces postprandial sleepiness: A prospective interventional study. PMID: 36727509.
Tudoran, G., et al. (2013). Acute Hypoglycemia Impairs Executive Cognitive Function in Adults With and Without Type 1 Diabetes. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism.
Wang, X. T., & Dvorak, R. D. (2010). The Adaptive Link Between Blood Glucose and Future Discounting. Psychological Science.
Weber, A. (2018). Ernährungspolitik und soziale Ungleichheit hängen zusammen – Handlungsfelder für die Politik. Soziale Sicherheit, 12.
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 40: Willensfreiheit. Hast du einen freien Willen?
Hallo und herzlich willkommen zu unserer 40. Folge Walk & Talk mit Ida. Schön, dass du wieder dabei bist. Vielleicht hörst du es schon an meiner Stimme: Ich bin heute nicht im Wald, sondern hier bei mir im Arbeitszimmer, und du bist sozusagen gemütlich mit dabei.
Heute ist wieder Sonntag, unser Philosophietag, und das ist auch der Grund, dass ich dich mit ins Arbeitszimmer genommen habe, weil ich dir tatsächlich etwas über die Geschichte der Philosophie erzählen möchte und da brauche ich heute tatsächlich meinen Laptop dazu, dass ich dir das alles auch richtig erzähle.
Aber keine Sorge, es ist keine große Reise, denn es soll nur der Einstieg sein in unser Thema Willensfreiheit und Handlungsfreiheit, über das wir ja auch Freitag und Samstag schon geredet haben. Freitag war eine Folge, wo es um das Thema Priming ging. Und Priming heißt: Reize von außen beeinflussen, wie wir handeln und wie wir denken, wie wir fühlen.
Und das ist etwas ganz Universelles, und mir war es ganz wichtig, das als erstes dir mitzubringen, denn es zeigt auch anhand von psychologischen Studien, dass es sehr großen Einfluss auf unser Handeln, auf unseren Willen hat - sowohl auf die Handlungsfreiheit als auch auf die Willensfreiheit.
Gestern haben wir dann über Stereotypen gesprochen, ein ganz besonders starkes Priming auf uns Menschen, meistens aus der Gesellschaft, und ich habe dir von Emilia Earhart erzählt, die sich dagegen gestellt hat, die against all odds eben ihren Weg gegangen ist, trotz aller Stereotypen, die da in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts geherrscht haben.
Und ich hoffe, dass ich dich jetzt heute auf einen kleinen Spazierweg, einen philosophischen Spazierweg mitnehmen kann und dir am Ende auch ganz praktisch pragmatisch anhand des Systems der inneren Familie, was wir ja schon öfter mal angesprochen haben, verstehst, warum das mit unserer Willensfreiheit und unserer Handlungsfreiheit manchmal gar nicht so einfach ist.
Einleitung genug, starten wir in die Welt der Philosophie, und die beginnt diesmal wie so oft im alten Griechenland.
Damals kannte man nämlich die Idee der Willensfreiheit noch gar nicht. Damals ging es den Philosophen um die Handlungsfreiheit und die Frage, ob man ohne Einschränkungen von Gesetzen oder äußeren Einflüssen frei handeln kann. Das war alles, was sie im ersten Moment interessiert hat, und da ging es um die Frage, ob man im Gefängnis sitzt oder nicht und so weiter.
Interessant wird es dann bei den Stoikern. Über die Stoiker haben wir ja schon sehr viel gesprochen in den letzten philosophischen Spaziergängen. Die Stoiker waren vor allem aus dem Römischen Reich bekannt, und bei denen fing es dann an, dass sie der Meinung waren: Das Äußere, alles was von außen kommt, ist erst mal vorgegeben, und unsere Handlungsfreiheit, unsere Macht liegt in unserem Inneren, in dem, wie wir uns entscheiden wollen mit den äußeren Gegebenheiten umzugehen.
Sie haben in keinster Weise gesagt, dass man nichts tun kann, aber es gibt ihrer Meinung nach sehr viel, was von außen vorgegeben ist. Einer der Stoiker ist als Sklave aufgewachsen und hatte dadurch natürlich auch ein sehr heftiges Erlebnis in seinem Leben, was es bedeuten kann, wenn von außen alles, was dein Leben betrifft, vorgegeben ist, du aber im Inneren trotzdem dir die Freiheit behalten kannst.
Eine ganz spannende Zeit, was das betrifft. Und es geht auch spannend weiter, denn als das Christentum aufkam, war es schwierig für die Menschen. Auf der einen Seite wollten sie argumentieren, dass der Mensch als moralisches Wesen einen freien Willen haben muss, um auch potenziell Schlechtes zu tun.
Sie mussten irgendwie argumentieren, wie es sein kann, dass etwas Schlechtes ist - der Einfluss des Teufels sozusagen. Und da musste der Mensch ja selbst für bestraft werden. Und das kann er nur, wenn er moralisch verantwortlich ist. Fingen sie an zu sagen: Der Mensch hat eine freie Entscheidung.
Aber ganz so einfach war es nicht, insbesondere später. Unter Luther ging es auch wieder in die andere Richtung. Luther zum Beispiel war der festen Überzeugung, dass alles von Gott gegeben ist und wir nur von der Gnade Gottes abhängig sind. Da hat sich im Laufe der Zeit einiges getan, und die Idee, ob wir einen freien Willen haben und ob wir eine freie Handlung haben, hat sich, wie du siehst, anhand der historischen Gegebenheiten immer wieder verändert.
Jetzt sind wir aber nicht mehr in der Frühzeit des Christentums oder bei Luther, und auch später hat sich noch viel getan. Hobbes, den du ja schon kennst aus der Frage, ob der Mensch gut ist oder nicht - er hat ja damals gesagt, der Mensch ist vom Naturzustand her nicht gut - der hat aber durchaus die Handlungsfreiheit des Menschen betont.
Hobbes - jeder Philosoph hat ja verschiedene Ecken - er war durchaus der Meinung, dass wir eine Handlungsfreiheit haben. Ein weiterer Verfechter der Willensfreiheit ist dann später Leibniz gewesen, und auch Kant hat mit seinem Imperativ, falls dir das was sagt, ganz stark auf die Willensfreiheit gepocht.
Und umso weiter wir in der Zeit voranschreiten, umso mehr geht es nicht mehr um die christliche Frage der Willensfreiheit, sondern geht es zu psychologischen Experimenten, wie ich sie dir eben Freitag schon mal angerissen habe, wie ich auch gestern schon noch mal von den Stereotypen erzählt habe, dass Mädchen zum Beispiel massiv beeinflusst sind in ihrer Wahl in Bezug auf Mathematik oder auch Physik. Und dann natürlich auch wieder die Frage ist: Wenn uns Priming, wenn uns Stereotypen so stark beeinflussen, wie frei sind wir denn dann?
Aber wie du an Emilia Earhart siehst, scheint das ja nicht für jeden zu gelten.
Es gibt einen ganz besonderen Philosophen, der sich in den letzten Jahren, in den 90er und 2000er Jahren, sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Und das ist Harry Frankfurt. Und Harry Frankfurt bringt tatsächlich die Handlungsfreiheit und die Willensfreiheit auf die Frage: Wie frei sind wir zu wollen, was wir wollen?
Jetzt sind wir an einem ganz wichtigen Punkt. Wie stark kann ich beeinflussen, was ich will? Denke an Stereotypen, denke an Priming.
Und die Antwort, die ich dir jetzt geben möchte darauf - ich will dich auch nicht länger auf die Folter spannen, wie ich darüber denke - kommt eben wieder aus der Psychologie, aus der Psychotherapie.
Freiheit zu wollen, was man will, endet in der Diskussion mit Harry Frankfurt an der Stelle, dass er sagt, das Ganze muss aus einer Ganzherzigkeit kommen, aus einer Großherzigkeit. Er kann aber nicht weiter definieren, wo sein Schlüssel liegt, wie er diese Ganzherzigkeit am Ende auflöst.
Wie er es schafft, das, was von außen ist, eine vielleicht nicht immer gegebene Handlungsfreiheit, mit aber einer von ihm postulierten Willensfreiheit, die möglichst gegeben sein sollte, nämlich dann, wenn man wollen kann, was man will - jetzt wird es aber ganz schön um die Ecke.
Um dieses Thema, sein Thema der Ganzherzigkeit, der Großherzigkeit aufzulösen, kommt, wie gesagt, das System der inneren Familie ins Spiel.
Im System der inneren Familie ist es so, dass man von einem Selbst, einem inneren Kern ausgeht, der niemals kaputt gehen kann, der immer da ist und der immer positive Werte vertritt. Das ist zum Beispiel Ruhe, das ist aber auch Verbindung zu anderen Menschen, Connectedness, das ist auch Curiosity, Neugier, das ist Consciousness, bewusst anwesend sein, das ist aber auch das Thema, dass wir liebevoll umgehen, mitfühlend sind.
Und wenn das die innersten Werte sind, dann ist noch die Frage: Warum handeln wir nicht immer danach? Diese Großherzigkeit, diese Ganzherzigkeit kann man sehr schön mit diesem Selbst, das im IFS beschrieben wird, zusammenbringen. IFS ist das System der inneren Familie.
Aber wie ist das denn dann? Warum tun wir Menschen denn dann immer wieder Dinge, die nicht diesen innersten Werten entsprechen? Das ist ja auch genau die Frage, die Harry Frankfurt aufgebracht hat. Warum wollen - wenn wir wollen, etwas zu wollen - es aber trotzdem nicht umsetzen? Warum? Denke an jemanden, der sehr viel Alkohol trinkt oder der raucht und der sich schon lange vornimmt: "Eigentlich will ich ja aufhören." Er hat den Willen, nicht mehr zu wollen, nicht mehr trinken zu wollen, und trotzdem geschieht es nicht, trotzdem setzt er das nicht um. Trotzdem ist der Wille zu trinken oder zu rauchen stärker, oder dass man wieder sauer wird auf jemanden, dass man wieder rumbrüllt, obwohl man es ja eigentlich nicht mehr will.
Und hier kommt der andere interessante Aspekt des Systems der inneren Familie mit rein. Nämlich dass wir ja auch Teile haben.
Du kannst dir übrigens auch gerne mal die Folge mit dem Titel "Teile" anhören. Die habe ich, glaube ich, vor zwei Wochen mal gemacht. Ich glaube, es war am Montag. Da wird das noch genauer erklärt, aber ich versuche es dir jetzt trotzdem nochmal ein bisschen zu erklären.
Man hat nicht nur sein Selbst, sondern man hat sehr viele Teile, und das ist alles gut und richtig, und alle Teile wollen nur Gutes. Aber manche von den Teilen sind schon in der Kindheit oder später traumatisiert - sie haben diese Traumata, die man erlebt, aufgenommen und mitgenommen und versuchen uns aus damals zu schützen, indem sie das aufgenommen haben, aber halt leider immer noch weitertragen. Und dann haben wir andere Teile, die wieder versuchen uns zu beschützen, indem sie dafür sorgen, dass diese Traumata nicht wieder hochgespült werden, nicht wieder uns belasten.
Das können entweder Manager sein, die uns immer wieder zu Handlungen bringen, präventiv - das sind nicht immer gute. Das kann zum Beispiel ein innerer Kritiker sein, das kann der innere akkurate Pedant sein, das kann aber auch der innere Trinker sein, der durch das Trinken verhindern will, dass wir überhaupt in eine Situation kommen, dass wir uns schlecht fühlen.
Es gibt aber auch Feuerbekämpfer - diese Feuerbekämpfer treten auf, wenn - ach wie süß, da klopft eines meiner Hühner an der Scheibe. Hier im Arbeitszimmer ist auch immer was los.
Auf jeden Fall, diese Brandbekämpfer, die versuchen dafür zu sorgen, dass wenn ein unangenehmes Gefühl aus diesen Exiles hochkommt, aus einem alten Trauma, dass man es so schnell wie möglich wieder vergisst. Das kann auch der Griff zur Flasche sein, das kann aber auch ein Sich-Ablenken mit Fernsehen sein, das kann ein irgendwas anderes Hirnloses tun, das kann aber auch ein Sich-Aufregen, jemanden anderen Nerven sein - Hauptsache, man denkt nicht mehr an dieses traumatische Gefühl.
Und jetzt kommt die Beantwortung: Warum, obwohl wir wollen, nicht mehr zu wollen… Was entweder aus einem unserer Beschützer herauskommt oder vielleicht auch die ursprüngliche Grundlage des Selbstes ist - dass wir zum Beispiel Ruhe gerne hätten, dass wir gerne in Verbindung sind mit anderen - und trotzdem kommen immer wieder Teile, die es eigentlich gut meinen, bitte verstehe das nie falsch, aber die das boykottieren.
Ich suche eigentlich Ruhe, aber da ist ein innerer Kritiker, der mich ständig kritisiert. Er meint es gut, trotzdem kritisiert er mich, weil es sein Weg ist, mein Bestes zu wollen. Und durch den inneren Kritiker fühle ich mich immer wieder schlecht, mache wieder andere Dinge, gehe aus oder mache whatever ich tue, um diesem inneren Kritiker zu entkommen. Und mein eigentlicher Wunsch nach Ruhe, vielleicht nach einer positiven Verbindung mit Menschen, der kann dadurch schwerlich zustande kommen.
Das heißt: Es ist nichts Böses, was am Ende dafür sorgt, dass das, was wir tun… Die Willensfreiheit sich nicht in der Handlungsfreiheit wiederfindet. Obwohl wir häufig Dinge ändern können und wir vielleicht auch Dinge ändern wollen, können die inneren Teile uns so weit aufhalten, dass wir es trotzdem nicht tun.
Da kommen dann übrigens auch die Stereotypen und das Priming wieder rein, insbesondere die Stereotypen, die ein besonders starkes Priming darstellen. Die können sich in diesen Teilen festsetzen, die können von denen genutzt werden, zum Beispiel um uns von etwas abzuhalten - sie manifestieren sich im Grunde in diesen Teilen, die ihr Bestes tun, um uns zu beschützen, aber sie sind für uns trotzdem hinderlich.
Auch so ein Priming, gerade diese ganz kleinen, feinen Priming-Effekte, die kommen meistens davon, dass wir auf etwas reagieren - das ist dann… Die setzen keinen neuen Teil in uns, aber Teile von uns, die eben davon getriggert werden, die darauf reagieren. Und wenn das eben ein Manager-Teil ist, dann wird er entsprechend auch versuchen, uns zu managen und in eine bestimmte Richtung zu bringen.
Und wenn das ein Geruch ist, der dann vielleicht dafür sorgt, dass wir plötzlich super viel einkaufen müssen, dann hat das Priming im Supermarkt funktioniert.
Das ist ein kleiner Abriss über die Psychologie und die Philosophie, und ich hoffe, du hast verstanden, dass sich die Philosophie immer wieder geändert hat, obwohl die Psychologie dahinter vielleicht immer die gleiche war. Man hat nur die Interpretation passend zum Weltbild geändert.
Und daher hoffe ich, dass du sehr viel Willensfreiheit und sehr viel Handlungsfreiheit für dich hast.
Ich glaube, das war so viel, dass ich das einfach mal auf dich wirken lasse und es heute mal keine Frage gibt - die gibt es morgen wieder.
Mach's gut und hab einen schönen Sonntag. Bis morgen.
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
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Spaziergang 39: Stereotypen. Kannst du Stereotypen überwinden?
Hallo und herzlich willkommen! Heute wieder mit Paulo aus dem Westerwald. Du hörst ihn schon. Ich habe mich entschlossen, dass ich heute doch hier aus dem Westerwald oder im Westerwald mit dir spazieren gehe, denn gestern am Rhein war es doch ganz schön laut und das ist schade, denn ich mag dieses Thema, über das wir gerade reden, sehr. Die Frage, wie uns manche Dinge in unserer Umwelt und in unserer Gesellschaft beeinflussen können. Und wie das unser Handeln verändert, wie das nicht nur unser Handeln verändert, sondern auch wie das verändert, wie wir über uns selber nachdenken und dadurch auch langfristig handeln.
Gestern gab es schon mal einen kleinen ersten psychologischen Anschnitt des Themas, damit du ein bisschen reinkommst. Und heute will ich in einem Thema, nämlich was Stereotypen betrifft, noch ein bisschen tiefer reingehen und dir dann vor allem eine ganz, ganz tolle Lebensgeschichte von einer Frau zeigen, die sich eben von diesen Stereotypen überhaupt nichts angezogen hat, sondern die ihr Leben gelebt hat.
Und das ist ein großes Vorbild für mich, wie sie ihr Leben gelebt hat. Und ich hoffe, ich kann dich damit genauso begeistern, dass Priming nicht immer oder die Stereotypen des Primings nicht immer durchschlagen müssen.
Also, wie ist das mit dem Priming und den Stereotypen? Tatsächlich haben Stereotypen auf uns gesellschaftlich einen riesigen Einfluss.
Und ich möchte dir das gerade mal am Einfluss der Idee zeigen, dass Mädchen und Frauen nicht gut sind in Mathe. Ich habe das gestern schon mal ein bisschen angeschnitten, aber ich habe heute noch mal ganz viele Studien darüber gewälzt und mir angeguckt und dir auch in die Shownotes mitgebracht. Das ist wirklich massiv und gravierend, welchen Einfluss die Gesellschaftsidee hat und dass die Mädchen und Frauen das immer wieder hören, dass eben Mädchen mit Mathe doch eh nicht so und ach, brauchst jetzt nicht zu können. Das ist nicht schlimm, du bist ja ein Mädchen, so nach dem Motto. Diese gesellschaftliche Komponente hat einen messbaren, immensen Einfluss auf Mädchen und Frauen, in Bezug auf ihre Leistungen auch tatsächlich - nicht nur auf ihre Wahl, sondern auch auf die Leistung in Bezug auf Naturwissenschaften und insbesondere dann, wenn sie sich eigentlich dafür interessieren.
Und gleichzeitig hat man herausgefunden, dass es wirklich durch die Stereotypen kommt, denn wenn man durch verschiedene Möglichkeiten in Versuchsumgebungen diese Stereotypen-Einflüsse vermindert oder wegnimmt, dann ist das überhaupt keine Frage der Intelligenz oder der Interesse mehr, sondern da schneiden Mädchen mindestens genauso gut ab wie Jungs.
Und deshalb finde ich es so bemerkenswert, dass diese eine Frau - übrigens viele Frauen, aber diese finde ich jetzt ein ganz besonders gutes Beispiel - dass sie sich von nichts hat davon abbringen lassen, ihren Weg zu gehen. Sie hat hart gearbeitet, teilweise verschiedenste Jobs, damit sie ihren Traum - den sie übrigens erst nach ihrer Kindheit bekommen hat. Es ist kein Kindheitstraum, sondern wirklich ein reeller Traum aus ihrer Frühzeit. Sie war noch jung, als sie das erste Flugzeug dann für sich entdeckt hat. Sie hatte früher schon mal ein Flugzeug gesehen, das hat sie gar nicht interessiert, aber irgendwann war sie bei einer Show und da hat sie das gesehen und war so begeistert, dass diese Frau, Amelia Earhart, 1932 die erste Frau war, die mit einem Flugzeug als Pilotin nonstop den Atlantik überquert hat.
Und das ist eine Leistung, die ihr nie mehr jemand nachmachen kann. Oh wow! Ich weiß nicht, was die da hinten machen. Hier scheppert und rattert es ganz heftig. Ich hoffe, das war kein Unfall da hinten, da ist nämlich eine Straße. Aber gut, wir werden es sehen. Das war jetzt schon heftig, das Geräusch.
Gut, wir gehen mal weiter hier im Wald hoch, da wird es, denke ich, hören wir das nicht mehr so. Amelia Earhart war eine ganz fantastische Frau. Und wie gesagt, sie hat sich eben von den Stereotypen ihrer Zeit nicht beeinflussen lassen. Diese klassischen Stereotypen - sie wurde 1897 geboren, in einer Zeit, in der die Frauen zu Hause bleiben sollten, mütterlich sein sollten, versorgend, in denen es verpönt war, dass sie arbeiten.
Ich weiß noch, selbst meine Oma hätte nicht arbeiten dürfen hier in Deutschland, wenn ihr Mann nicht zugestimmt hätte. Krasse Regeln für Frauen damals. Ich meine, Frauenwahlrecht war natürlich auch sehr lang ein Thema, Frauenemanzipation insgesamt. Und Amelia Earhart ist wirklich in einer Zeit reingewachsen, in der es überhaupt nicht typisch war für eine Frau, Pilotin zu werden.
Aber sie hat wirklich unglaublich hart gearbeitet. Sie hat sich das in den Kopf gesetzt. Und sie schreibt auch in einem Brief an ihren späteren Ehemann: "Ich mache das, weil ich das machen will." Gegen jedwede Stereotypen, gegen jedwede Normen ihrer Gesellschaft. Sie ist in Kansas aufgewachsen, hat im mittleren Westen - im Grunde gehört Kansas, soweit ich weiß, noch in den USA - gelebt. Späte viktorianische Zeit. Wir sprechen hier über eine Zeit, in der Frauen wenig Möglichkeiten hatten.
Und trotzdem hat sie, Amelia Earhart, es geschafft, sich durchzusetzen. Sie war übrigens in vielerlei Hinsicht non-konform - egal, ob es um Beziehungen ging, ob es eben um Jobs ging, ob es um die Frage ging, was man anzieht, was Mode ausmacht.
Und sie war jemand, der sehr, sehr stark es geschafft hat, sich gegen die Konformen zu wenden. Sich das getraut hat. Und deshalb begeistert sie mich so. Sie hat einfach das gemacht, was für sie richtig war, hat nach ihren Regeln gelebt, ohne dass sie jetzt jemanden - ist ja nicht so, als ob sie jetzt über die Straße gelaufen wäre und Leute ermordet hätte - nicht in dem Sinne Regeln brechen, sondern Gesellschaftsregeln, die Regeln, die ihr von außen auferlegt wurden. Keine Gesetze in dem Sinne, aber Gesetze der Gesellschaft.
Und ich kann nur nochmal betonen, ich hoffe, dass jeder sich ein kleines Stückchen, ein Scheibchen mindestens von ihr abschneiden kann. Denn etwas zu tun, was man tun will, ist etwas unglaublich Wichtiges. Wirklich zu spüren: Ich will das, das ist mein Weg, das ist meine Berufung und ich strebe dem nach, egal was kommt.
Und sie hatte wirklich schwere Zeiten, sie hat teilweise, wie gesagt, mehrere Jobs gemacht, sie hat wirklich, wirklich viel investieren müssen, sie hat auch finanzielle Sponsoren finden müssen, sie hat irgendwann gegen ihren eigentlichen Willen als Passagierin den Atlantik überquert als erste Frau, die das nonstop tut. Aber da war sie eigentlich gar nicht glücklich mit. Sie hat es trotzdem gemacht, damit sie Erfahrungen sammelt. Und tatsächlich ist das Logbuch, was sie damals geschrieben hat, und sie hat sich eingesetzt, dass sie das tun darf, ein großer Erfolg für sie geworden.
Du siehst, wenn man etwas wirklich will, wenn man weiß, wo man hin will und sich dafür einsetzt und es sich zutraut, auch über Konventionen hinaus zu steigen und sich eben nicht von den Stereotypen abhalten lässt, davon sein Leben zu leben, dann kann man Unglaubliches erreichen. Denn als erste Frau der Welt nonstop über den Atlantik zu fliegen, 1932, war tatsächlich etwas ganz Besonderes.
Und mit dieser Inspiration kommt noch eine kleine Frage. Und die Frage ist: Wann hast du dich mal gegen Konventionen gerichtet und was ist dann passiert?
Ich hoffe jetzt, du überlegst dir etwas, wo das geklappt hat. Natürlich gibt es auch genug Gelegenheiten, wo man sich gegen Konventionen richtet und es nicht klappt. Ich würde dich ermutigen wollen, dir eine Situation in deinem Leben zu finden, wo das ein positives Ergebnis hatte. Denn ich hoffe, dass du diese Ermutigung aus deiner Erinnerung verwendest, um noch viel häufiger deinen Weg zu gehen, egal ob es auch mal gegen die Konvention ist.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend und ich freue mich auf den Spaziergang mit dir morgen.
Literatur:
Butler, S. (2009). East to the dawn: The life of Amelia Earhart (Illustrierte Ausgabe). Da Capo Press.
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Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
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Spaziergang 37: Willkommen. Ich bin Ida. Willst du mit mir spazieren?
Hallo und herzlich willkommen zu Walk & Talk mit Ida. Heute wieder aus Köln. Wir gehen gemeinsam hier am Rheinufer spazieren. Wir haben mega Glück, dass es nicht regnet. Eigentlich sollte es regnen und ich war mir schon gar nicht sicher, ob wir heute zusammen spazieren gehen können. Aber hey, wir haben Glück, es regnet gerade nicht.
Und der Rhein ist ganz schön voll. Mal gucken, ob er diesen Winter wieder so hoch steigt, dass ich gar nicht mehr hier am Rheinufer laufen kann. Am Wochenende gibt es wieder Folgen aus Köln. Ich entschuldige mich schon im Voraus für diese Nebengeräusche der Straße, aber das ist hier am Rheinufer nun mal nicht zu ändern.
Fahrradfahrer gibt es auch, wie man merkt. Immer mal wieder ein Jogger. Ich bin total neugierig nach mittlerweile fast 40 Folgen, was du eigentlich davon denkst, hier mit mir spazieren zu gehen. Jetzt nicht spezifisch hier in Köln, sondern überhaupt. Ich freue mich total, dass viele Leute mithören und hab mir mal die Statistiken angeguckt und die meisten…
Klicks bis jetzt, die meisten Folgen, die du oder ihr gehört habt - normalerweise sage ich ja immer nur „Du", ein Mensch, der hier mit mir läuft, aber tatsächlich werde ich heute mal euch alle, die hier mit mir spazieren gehen, ansprechen. Ich finde es nämlich total spannend: Es sind zwei Folgen, die am meisten gehört sind, von denen ich das glaube ich fast am wenigsten erwartet hätte.
Die erste Folge, die allererste „Mein herzlich willkommen", ist am allermeisten gehört bis jetzt, was ich eigentlich total schön finde, weil ich dich total gerne hier willkommen heiße und du anscheinend interessiert daran bist, wer ich bin, denn schließlich ist das der Titel der Folge. Auf der anderen Seite ist eine Folge sehr, sehr viel gehört, die mir unglaublich viel Spaß gemacht hat, von der ich aber überhaupt nicht gedacht hätte, dass das so viele Leute interessiert.
Das ist nämlich die Folge „300.000 Jahre sind Meetings urmenschlich". Und daher habe ich jetzt heute zwei Themen mitgebracht. Auf der einen Seite werde ich dir einfach ein bisschen mehr über mich erzählen und hoffen, dass du mir schreibst oder mich anrufst oder was auch immer tust, den Podcast kommentierst und mir auch ein bisschen über dich schreibst.
Und vor allem darüber, was dich an Themen interessiert. Ich werde natürlich mit meiner Serie über Meetings Stück für Stück weitermachen und versuche dir zu erklären, warum es praktische Gründe gibt, warum die Dinger so schlecht laufen und was es auch an psychologischen Gründen gibt. Das wird wahrscheinlich der spannendste Teil dann auch werden.
Auf der anderen Seite gibt es sonntags ja immer die Folge, wo wir uns was Philosophisches anschauen und ab jetzt gibt es montags kleine Übungen, die du, wenn du Lust hast, machen darfst. Und auf der anderen Seite möchte ich dich heute fragen: Was interessiert dich denn? Interessiert dich denn das Thema, wie wir uns heute verhalten, weil wir in der Altsteinzeit gelebt haben?
Ich bin mir nur nicht so ganz sicher, was die Leute so spannend finden an dieser Folge. Ich liebe sie wegen der Altsteinzeit. Und ich erzähle dir auch gleich ein bisschen mehr über mein Faible für die Altsteinzeit und wieso es mich so interessiert, wie wir Menschen uns entwickelt haben und wie wir damals gelebt haben, um einfach die Welt hier um mich herum besser zu verstehen.
Insofern erzähl mir doch mal, was dir an der Folge Spaß gemacht hat, was dich daran interessiert hat, und dann kann es auch mehr Content in diese Richtung geben. So, und da sind wir schon mittendrin bei dem, wer bin ich eigentlich? Ich hatte dir in der Willkommensfolge schon erzählt, dass ich viele Jahre im Business gearbeitet habe, obwohl ich eigentlich psychosomatische Physiotherapeutin bin.
Ich werde auch jetzt in Zukunft wieder als psychosomatische Physiotherapeutin arbeiten. Ich habe mein Leben ziemlich umgeschmissen nach meinen zwei Burnouts. Über meinen einen Burnout zumindest gibt es ja auch schon eine Folge. Und was macht mich sonst aus? Du weißt, ich lebe im Westerwald. Ich bin unglaublich gerne in der Natur, vor allem mit meinem Hund Paolo.
Und ich mache eine Weiterbildung zur Osteopathin auch, weil ich den Menschen als Ganzes verstehen möchte. Vielleicht begegnet dir das in dem Podcast auch an der einen oder anderen Stelle. Ich habe schon viel mich weitergebildet im Bereich Psychosomatik und entsprechend und auch Psychotherapie und mache das immer weiter.
Für mich sind Sachen wie Solution Focused Brief Therapy, das ist eine Art lösungsorientiertes Coaching - dann in meinem Falle, ich bin ja keine Psychotherapeutin, ich mache das hier nur als Coaching - und diese Interne Familiensysteme Therapie, die ich eben auch dann nur als Coaching mache. Das sind so meine - die Sachen, die ich gerade mache.
Du siehst, ich mache unglaublich viele Weiterbildungen. Und das ist einfach, wer ich bin. Ich interessiere mich für Dinge, ich verschlinge Bücher und Hörbücher und versuche in vielerlei Hinsicht Menschen zu verstehen. Ich glaube, ganz, ganz viel davon mache ich, um Menschen besser zu verstehen, um die Umwelt um mich herum besser zu verstehen. Warum handeln Menschen, wie sie das tun und warum machen sie Dinge?
Ich habe mich in der Zeit, in der ich im Business gearbeitet habe, immer auf der einen Seite beruflich damit beschäftigt. Ich habe viel Product Ownership gemacht und natürlich versucht, die Kunden zu verstehen und wie sie Software gut verwenden können. Aber ich habe auch immer mir die Menschen um mich herum in den Büros, in den Kantinen angeschaut und ganz viel mit ihnen geredet und wollte immer verstehen, was die Menschen ins Business bringt, was die Menschen dort auch hält, vor allem wenn sie unglücklich sind. Und mit der Zeit habe ich ja selber für mich gemerkt, dass ich eine andere Richtung brauche.
Daher hoffe ich, dass mein Blick auf alles, was das Business betrifft, nicht zu getrübt ist. Ich weiß ja, dass viele von euch noch in Bürojobs arbeiten und das vielleicht auch gerne machen und lange machen. Deshalb möchte ich das gar nicht verurteilen. Bitte, bitte versteh mich da nicht falsch. Ach, da kommt wieder ein Schiff an uns vorbei.
Was kann ich dir noch über mich erzählen? Ich trinke gerne Espresso. Alles, was nicht Espresso ist und man Kaffee nennt, wird bei mir immer schon kritisch. Das läuft dann schon so irgendwie unter koffeinhaltiges Warmgetränk. Ich weiß, ich bin ein ganz schlimmer Kaffeesnob, aber tatsächlich liebe ich mein Espresso.
Und was gibt es noch über mich? Ich glaube, das andere, was mich total prägt neben meiner Liebe zur Natur und dem Draußensein und dem Wald und der Natur im Allgemeinen, ist tatsächlich meine Liebe zur Altsteinzeit. Ich habe schon als Kind - mein Opa war Hobbyarchäologe und ich bin im Grunde schon mit der Steinzeit aufgewachsen und war da immer fasziniert und begeistert von. Im Laufe meines Lebens habe ich immer mehr darüber gelernt, und in den letzten Jahren habe ich dann wirklich so mein Ding damit gefunden.
Als ich dann mit meinem Burnout draußen gelegen habe, bin ich immer mehr auf die Suche gegangen nach Büchern über die Altsteinzeit, nach Stellen, wo man wirklich die Altsteinzeit besuchen kann. Und ich bin da jetzt schon irgendwie durch halb Europa, vor allem durch Frankreich gereist und habe ganz viele altsteinzeitliche Höhlen, noch Original-Höhlen, besichtigt, habe mir die Zeichnungen angeschaut, habe versucht, mich da reinzufühlen. Und mich auch mit sowohl wissenschaftlicher als auch populärwissenschaftlicher Literatur da einfach ganz viel eingelesen.
Meine größte Erkenntnis auch als Therapeutin und sowohl Physiotherapeutin als auch in der mehr psychologischen und sozialen Richtung und selbst als Politikwissenschaftlerin - ich glaube, das hatte ich ja schon erwähnt oder? Dass ich auch politische Wissenschaft studiert habe. Mein allererstes Leben sozusagen nach der Schule.
Meine größte Erkenntnis aus all diesen Bereichen ist, dass wir Menschen in einer Umwelt leben, die in vielerlei Hinsicht nicht zu dem passt, wozu wir uns entwickelt haben. Es geht von körperlichen Sachen wie Übergewicht, Diabetes Typ 2, ganz, ganz vielen anderen Dingen, die wir körperlich haben, die in der Altsteinzeit so überhaupt nicht aufgetreten wären und die meiner Meinung nach in vielerlei Hinsicht unserer Umwelt geschuldet sind. Es gibt auch wirklich tolle Bücher darüber schon, über diese Mismatches.
Und das Gleiche gilt halt für unsere Psyche und darüber, wie wir Menschen auch sozial miteinander leben. Ich glaube, eines der Erkenntnisse für mich, was Meetings und Kommunikation betrifft - und jetzt komme ich nochmal auf diese Folge mit 300.000 Jahre zurück -, ist, dass wir Menschen wirklich für eine gewisse Art von Leben über Jahrhunderttausende uns entwickelt haben.
Und dazu gehörte, miteinander ganz, ganz viel zu kommunizieren. Nicht nur mit der eigenen kleinen Gruppe, sondern auch mit den Gruppen, die um uns herum gelebt haben, die wir regelmäßig getroffen haben. Wir hatten ein riesiges soziales Netzwerk. Oh, was ist denn das für ein cooles Geräusch hier im Hintergrund? Da brodelt irgendwas ganz laut. Ich glaube, das ist ein Flugzeug da oben. In dem Nebel sieht man das gar nicht.
Wir waren oder sind unglaublich soziale Wesen. Und es liegt mehr als in unserer Natur, gemeinschaftlich Lösungen zu finden. Und in unserer heutigen Zeit wird das teilweise schwierig, weil wir uns so ganz andere Strukturen, soziale Strukturen, entwickelt haben.
Und meine Liebe zur Altsteinzeit ist einfach riesig und mein Faible dafür, dass ich das verstehen möchte, wie der Mensch von Ursprung war und wie er sich weiterentwickelt hat und wie er heute ist. Warum wir in der - zum Beispiel Physiopraxis - so viele immer wieder ähnliche Probleme sehen. Ich möchte verstehen, und wenn es dich interessiert, kann ich auch über solche Sachen immer mal wieder reden.
Ansonsten bleibe ich so ein bisschen bei den Produktivitätsthemen, weil mich das total interessiert und immer schon vorangebracht hat. Wie kann man auf kluge Weise produktiv sein, sodass es zu uns als Mensch passt? Und wie kann man gesund und fit bleiben? Und wie kann man mit anderen Menschen gut umgehen - Kommunikation, Teamarbeit, auch Themen, die, denke ich, im Business-Alltag für all meine früheren Kollegen und alle Menschen, die ich so um mich herum erlebe, relevant sind.
Jetzt hast du einiges über mich erfahren. Tatsächlich Teil 2 von „Wer ist Ida?". Und ich hoffe, ich habe dir einen kleinen Einblick gegeben in die Idee dieses Podcasts. Und mir gefällt das total gut, die Idee, dass wir wirklich hier gemeinsam laufen. Und ich freue mich total auf dein Feedback. Das ist für mich das so ziemlich Schönste, was es überhaupt geben kann.
Wenn Leute, wenn du dich meldest und sagst: „Hey, das eine hat mir gefallen, das andere vielleicht nicht so", oder „dieses Thema würde mich interessieren, können wir nicht mal darüber sprechen?" Und ich würde mich total freuen, wenn Walk & Talk mit Ida viel interaktiver wird und ich viel mehr mit dir ins Gespräch komme. Wirkliches Gespräch, nicht nur hier mit meinem Mikrofon, heute mal am Rhein, sonst im Westerwald.
Ich wünsche dir noch einen schönen Resttag. Ich bin jetzt schon fast am Ende meiner Strecke am Rhein angekommen. Da kommt schon wieder die Straßenbahn vorbei. Und wir hören uns morgen wieder. Wir sehen uns morgen wieder. Wir laufen morgen wieder hier gemütlich am Rhein. Mal gucken, wie hoch er dann steht. Und dann gibt es mal wieder ein fachliches Infothema. Mach's gut. Tschüss!
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht.
Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge.
Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken.
Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
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