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Hallo und herzlich willkommen bei Walk & Talk mit Ida, heute wieder aus dem Westerwald. Ich freue mich, dass du dabei bist, denn es geht weiter mit unserem Thema Neid. Dieser manchmal etwas unschönen Emotion, von der wir gestern schon festgestellt haben, dass sie in der Altsteinzeit eine ja durchaus wichtige Eigenschaft hatte – nämlich dafür zu sorgen, dass die Gruppen untereinander und innerhalb der Gruppe möglichst gleichgewichtig, gleichwertig blieben. Dass da nicht einer sich herausnehmen konnte, besser zu sein, ohne dass die anderen darauf reagiert haben. Wenn du Lust hast, hör dir doch die Folge von gestern nochmal an, falls du sie noch nicht gehört hast.
LITERATURVERZEICHNIS
DISCLAIMER
Hallo und herzlich willkommen zu unserem gemeinsamen Spaziergang im Westerwald bei Walk & Talk mit Ida. Es ist ein wunderschöner, leichter Abend, und wir haben ein weniger leichtes Thema heute Abend gemeinsam. Das wird uns auch die nächsten beiden Tage noch begleiten. Und das Thema ist die menschliche Emotion Neid.
LITERATURVERZEICHNIS
DISCLAIMER
Langsam. Werde ich damit schneller?
Hallo und herzlich willkommen wieder bei unserem Spaziergang im Westerwald. Heute laufen wir besonders langsam. Schön, dass du mit dabei bist bei unserem langsam Laufen und der Frage: Langsam. Werde ich dann schneller?
LITERATURVERZEICHNIS
DISCLAIMER
Sitzen. Geht das auch ohne Rückenschmerzen?
Die Gänse sind wieder da – wie wunderschön! Es wird wieder Frühling, ganz eindeutig.
Die Art und Weise, wie man auf dem Stuhl sitzt – ist einer davon.
Fangen wir doch mal mit der Abwechslung an.
Bewege dich dabei
Und versuch mal, wie du es schaffst, mit deinen Beinen und Knien auseinander – ein bisschen, um deinen Rücken aktiv zu haben beim Sitzen, damit du nicht ganz so einsackst.
LITERATURVERZEICHNIS
Raichlen, D. A., Pontzer, H., Zderic, T. W., Harris, J. A., Mabulla, A. Z. P., Hamilton, M. T., & Lieberman, D. E. (2020). Sitting, squatting, and the evolutionary biology of human inactivity. Proceedings of the National Academy of Sciences, 117(13), 7115–7121. https://doi.org/10.1073/pnas.1911868117
DISCLAIMER
Hallo und herzlich willkommen, heute wieder bei Walk & Talk mit Ida – und zwar drinnen.
Literaturverzeichnis
Ecopsychepedia. (n.d.). Climate resilience. Zugriff am 3. Februar 2026, von https://ecopsychepedia.org/glossary/resilience/
Resilienz-Definitionen & interdisziplinäre Perspektiven:
Full article: Resilience definitions, theory, and challenges: interdisciplinary perspectives. (n.d.). Zugriff am 2. Februar 2026, von https://www.tandfonline.com/doi/full/10.3402/ejpt.v5.25338
Neurohormesis & Neurobiologie:
Cold-Water Immersion: Neurohormesis and possible implications for neurodegenerative diseases. (2024). American Journal of Psychiatry, 181(6). https://psychiatryonline.org/doi/full/10.1176/appi.neuropsych.20240053
Immunsystem & Kälteexposition:
Brenner, I., Castellani, J. W., Gabaree, C., Young, A. J., Zamecnik, J., Shephard, R. J., & Shek, P. N. (1999). Immune changes in humans during cold exposure: Effects of prior heating and exercise. Journal of Applied Physiology, 87(2), 699-710. https://journals.physiology.org/doi/full/10.1152/jappl.1999.87.2.699
Kälteakklimatisierung & Skelettmuskel:
Cold acclimation affects immune composition in skeletal muscle of healthy lean subjects. (2015). PLOS ONE. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4552515/
Psychologische Resilienz bei Winterwanderern:
Personal resources of winter and summer hikers visiting the Tatra National Park. (2022). International Journal of Environmental Research and Public Health. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8997396/
Neurobiologie des Wohlbefindens:
Yankouskaya, A., Williamson, R., Stacey, C., Totman, J. J., & Massey, H. (2023). Short-term head-out whole-body cold-water immersion facilitates positive affect and increases interaction between large-scale brain networks. Biology, 12(2). https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9953392/
Umweltpsychologie & Winterlandschaften:
The real benefits of walking in a winter wonderland. (n.d.). Anglia Ruskin University. https://www.aru.ac.uk/news/the-real-benefits-of-walking-in-a-winter-wonderland
Braunes Fettgewebe & Kälte:
The use of cold exposure to promote good health. (n.d.). 150Health. https://www.150health.com/all-articles/u9qzt46g0nc7k3pz40knrrxbr9168s
Stress Reduction & Naturexposition:
Ecopsychology: How immersion in nature benefits your health. (n.d.). Yale Environment 360. https://e360.yale.edu/features/ecopsychology-how-immersion-in-nature-benefits-your-health
Nachbarschaft & psychologische Resilienz:
Role of the neighborhood environment in psychological resilience. (2023). Utrecht University Research Portal. https://research-portal.uu.nl/files/213594296/1-s2.0-S0169204623000804-main.pdf
Disclaimer
Durchatmen. Eine kleine Pause für dein Nervensystem.
Willkommen zurück!
DIE ÜBUNG - 3-Minuten-Atempause
DER KONTEXT - Kennst du das?
WAS TUT DIESE ÜBUNG?
DIE WISSENSCHAFT - Atem und Herzfrequenz
SYMPATHIKUS UND PARASYMPATHIKUS
Bei der Einatmung, wenn du da den Akzent drauf legst, dann steigt dein Stress ein ganz, ganz, ganz kleines bisschen mehr an.
Und wenn du dir jetzt überlegst, dass du in so einer Minute natürlich relativ viele Atemzüge machst – also auch in 3 Minuten – dann sind diese "kleinen bisschen", die dich Richtung Entspannung schubsen, insgesamt schon einiges.
SO GEHT DIE ÜBUNG
SO KLINGT ES
DIE UMKEHR-VARIANTE - Wenn du müde bist
NASE ODER MUND?
WICHTIGE HINWEISE
ZUSAMMENFASSUNG
FRAGE DES TAGES
Wissenschaftliche Grundlagen dieser Episode:
Balban, M. Y., Neri, E., Kogon, M. M., Weed, L., Nouriani, B., Jo, B., … & Huberman, A. D. (2023). Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal. Cell Reports Medicine, 4(1), 100895. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36630953/
Harnessing non-invasive vagal neuromodulation: HRV biofeedback and SSP for cardiovascular and autonomic regulation (Review). (2025). Medical International, 5(1), 236. Spandidos Publications. https://www.spandidos-publications.com/10.3892/mi.2025.236
Jerath, R., Edry, J. W., Barnes, V. A., & Jerath, V. (2006). Physiology of long pranayamic breathing: Neural respiratory elements may provide a mechanism that explains how slow deep breathing shifts the autonomic nervous system. Medical Hypotheses, 67(3), 566–571. https://doi.org/10.1016/j.mehy.2006.02.042
Marchant, N. J. (2025). Comparing the effects of square, 4-7-8, and 6 breaths-per-minute breathing conditions on heart rate variability, CO2 levels, and mood. BYU Scholars Archive. https://scholarsarchive.byu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=11705&context=etd
Porges, S. W. (2011). The polyvagal theory: Neurophysiological foundations of emotions, attachment, communication, and self-regulation. W. W. Norton & Company.
Proposed physiological mechanisms of pranayama: A discussion. (2024). PMC - PubMed Central. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10837615/
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht. Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge. Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken. Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass du wieder mit dabei bist bei Walk & Talk mit Ida auf unserem Spaziergang. Beim letzten Mal habe ich dir ja davon erzählt, dass es einige Strukturen in unserem Gehirn gibt, die unser Leben lang weiter wachsen und neue Zellen bilden sozusagen. Und dass es überhaupt nicht normal ist, dass wir zumindest in den Bereichen im Gehirn an Zellen insgesamt verlieren, sondern wir bilden da echt immer wieder neue.
Und das finde ich so faszinierend, wenn es um das Thema Resilienz geht, was ja im Büroalltag unglaublich wichtig ist. Wenn es um allgemein unser Wohlbefinden geht, um Verhindern von Degeneration im Kopf. Und ich habe dir ja letztes Mal schon davon erzählt, dass dieser Hippocampus, in dem diese Neubildung am meisten stattfindet, sich bei Bewegung, hier so wie wir jetzt hier draußen, Bewegung zum Beispiel in der Natur. Und es gibt noch einige andere Dinge, die unglaublich viel helfen.
Und eines davon, denke ich, macht unglaublich viel Spaß, mir zumindest, und das ist das Spielen. Das darf auch gerne draußen sein, zum Beispiel mit dem Hund oder mit den Kindern, aber auch drinnen. Also egal wo du spielst. Ja, auch als Erwachsene, und genau das meine ich, auch als Erwachsene dürfen wir spielen.
Und da möchte ich dir über ein paar Experimente erzählen, die man wohlgemerkt mit Mäusen gemacht hat, weil man das etwas besser kontrollieren kann. Aber tatsächlich hat man die auch teilweise mit Menschengenen ausgestattet, die dafür sorgen, dass man zum Beispiel Alzheimer bekommt und ähnliches. Also Neurodegeneration, dass es schlechter wird im Kopf.
Und wenn man diese Mäuse statt in einen Standard-Käfig in einen Abenteuerspielplatz-Käfig steckt, wo sie andere Artgenossen haben und wo sie unterwegs sind in einem großen, großen Gebiet, wo sie ganz viel zum Spielen haben, dann merkt man, dass auf diesem Abenteuerspielplatz, in dem Spiel auch mit den anderen Mäusen, diese vorprogrammierten Schrumpfungen des Gehirns nicht auftreten.
Denen ging es sogar besser als Mäusen, die diese Schrumpfungsgene nicht hatten, die aber in einem Standardkäfig ohne großes Spielzeug, ohne irgendwas gesessen haben. Ja, das finde ich persönlich unglaublich spannend, denn wir Menschen sperren uns ja auch immer gerne in Standardkäfige ein, meistens Büro genannt, und haben dort eher negativen Stress.
Und tatsächlich ist negativer Stress, also Stress, mit dem wir nicht positiv umgehen können, bei dem wir uns nicht bewegen können, dem wir nicht gut einordnen können, dem wir nicht in den Griff kriegen, auch etwas Negatives. Da werde ich bestimmt auch nochmal drüber reden. Aber wenn man sich so die klassische Bürolandschaft, und da will ich gar nicht über die Cubicles in den USA reden, die es ja bei uns in den Großraumbüros teilweise auch gibt, aber auch die Einzelbüros wie gesagt, die kleine Mäusekäfige. Ja also die Experimente zumindest an Mäusen in ähnlichen Situationen zeigen, dass wenn wir in einer langweiligen, in einer stressigen Umgebung sind, unsere Degeneration verstärkt wird.
Während in einer natürlichen, in einer Spielumgebung, in der man Abenteuer erleben kann, am liebsten mit anderen zusammen, dass sich da diese Verschlechterung nicht einstellt und ganz im Gegenteil, dass der Kopf sozusagen besser wird, dass sich mehr neue Neuronen in diesem Hippocampus bilden und insgesamt die Mäuse gesünder und länger leben.
Ja, ich weiß, wir sind keine Mäuse und Mäuse sind also nicht alles, was man in Mäuseexperimenten findet, muss man direkt glauben. Aber man hat das natürlich auch sich bei Menschen angeguckt, wie sich Spiel und Möglichkeiten zu spielen und generell die Lust, sich spielerisch zu verhalten und zu bewegen, auf Menschen hat. Insbesondere für Kinder. Man hat untersucht, wenn Kinder Pausen haben und frei spielen können, dabei ist es tatsächlich sogar ein Unterschied, ob sie frei spielen oder ob sie nach Regeln spielen müssen, wie jetzt so ein kompetitiver Sport, dass dieses freie Spiel tatsächlich die meist förderliche Wirkung hat. Und das finde ich einfach total schön.
Denn ich bin selber total gerne draußen. Für mich ist der Wald immer so eine Art Abenteuerspielplatz, wo man über Baumstämme balancieren kann. Und am liebsten mache ich das tatsächlich auch mit Menschen zusammen, wo man Pilze suchen kann, neue Dinge finden kann und alle möglichen Abenteuer hat. Pauli findet das ja auch immer sehr schön und abenteuerlich hier. Er guckt gerade irgendeinem Vogel nach.
Ja, wenn du möchtest, dass dein Hirn sich positiv entwickelt, dann würde ich sagen, ja, deine Resilienz, deine Entwicklung förderst du auch übrigens im höheren Alter noch. Also bitte nicht denken, ich bin kein Kind mehr, das gilt nicht für mich. Nein, auch wenn du schon, wie ich, 40 bist, 41 genauer gesagt.
Ja, Pauli komm mit, wir gehen wieder in die andere Richtung. Ja, du willst zu dem Vogel da, aber das haben wir jetzt nicht. Der Vogel will, glaube ich, nicht mit dir spielen, auch wenn du mit ihm spielen willst. Ja, Pauli kommt wieder mit unter Protest. Also auch wenn du schon über 40 bist, selbst wenn du über 60 oder über 80 bist und jetzt hier mit mir spazieren bist, da ist keine Altersgrenze daran zu spielen.
Wie gesagt, ob das mit dem Hund ist, ob das mit Kindern ist, ob das einfach miteinander ist, ob das Abenteuer sind, die du alleine erlebst, möglichst in natürlicher Umgebung. Das hilft definitiv. Und ja, mit Artgenossen ist auf jeden Fall förderlich. Das wäre mein Tipp, mein heutiger Tipp, meine Inspiration und ja, meine Anregung für deine eigene Hirngesundheit, für deine mentale Stärke, für deine Resilienz, wenn du möchtest. Und meine Frage des Tages ist dann natürlich, woran erkennst du für dich, dass du gerade spielst? Denn wir Erwachsenen haben das ja manchmal sogar verlernt oder denken, ach das ist doch gar kein Spiel. Und gibt es irgendwas, woran du merkst, hey, das ist jetzt gerade ein Spiel für mich, da habe ich Lust drauf, ja, es macht Spaß.
Spiele können ja auch jede Art von sozialer Interaktion sein, wenn das eine spaßige Art ist, und es ist ja gar nicht so festgesteckt, was ein Spiel ist. Also woran erkennst du für dich, dass du gerade spielst und damit massiv dein Gehirn förderst? Ich gehe hier noch weiter spazieren und fördere damit auch mein Gehirn mit der Bewegung an der frischen Luft und in der Natur.
Und ich wünsche dir noch einen wunderschönen Tag. Mach's gut!
Literatur:
Nehls, M. (2022). Das erschöpfte Gehirn: Der Ursprung unserer mentalen Energie – und warum sie schwindet - Willenskraft, Kreativität und Fokus zurückgewinnen. Heyne Verlag.
Chen, S. Z., Wu, X., Yang, T., Huang, J. G., Huang, S. X., & Wang, Q. (2007). Brain-derived neurotrophic factor (BDNF) is required for the enhancement of hippocampal neurogenesis following environmental enrichment. Brain Research, 1145, 114–122. https://doi.org/10.1016/j.brainres.2007.03.011
Liu, C., Solis, S. L., Jensen, H., Hopkins, E. J., Neale, D., Zosh, J. M., Hirsh-Pasek, K., & Whitebread, D. (2017). Neuroscience and learning through play: a review of the evidence. The LEGO Foundation, DK. (ISBN: 978-87-999589-2-4)
Schloesser, R. J., Lehmann, M., Martinowich, K., Manji, H. K., & Herkenham, M. (2010). Environmental enrichment requires adult neurogenesis to facilitate the recovery from psychosocial stress. Molecular Psychiatry, 15(12), 1152–1163. https://doi.org/10.1038/mp.2010.34
Siviy, S. M. (2016). A Brain Motivated to Play: Insights into the Neurobiology of Playfulness. Behaviour, 153(6-7), 819–844. https://doi.org/10.1163/1568539X-00003349
West, G. L., Konishi, K., Diarra, M., Benady-Chorney, J., Drisdelle, B. L., Dahmani, L., Sodums, D. J., Lepore, F., Jolicoeur, P., & Bohbot, V. D. (2018). Impact of video games on plasticity of the hippocampus. Molecular Psychiatry, 23(7), 1566–1574. https://doi.org/10.1038/mp.2017.155
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht. Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge. Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken. Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Denkvermögen. Kann ich mehr Hirn bekommen?
Hallo und herzlich willkommen bei Walk & Talk mit Ida. Schön, dass du wieder dabei bist. Heute in einer Vollmondnacht im Wald. Es ist hier fast gefühlt taghell. Zumindest so hell, dass ich überhaupt kein Problem habe, hier spazieren zu gehen und mal nicht die ganze Zeit mich frage, wie viele Wölfe es eigentlich hier in dem Wald gibt.
Es ist wirklich total hell. Echt schön. Es gibt hier übrigens wirklich Wölfe. Sehr cool. Wir haben auch ganz viele Wildschweine hier. Für deinen Spaziergang hier mit mir - das ist ein nettes Fleckchen Erde, wo es viele Tiere gibt. Vielleicht hören wir ja nachher noch eine Eule. Mal gucken.
Gut, aber unser Thema heute ist: Ich möchte mehr Hirn. Genau, das ist das Thema. Gibt es eine Möglichkeit für mehr Hirn? Ich habe mir das häufig, wenn ich im Büro gearbeitet habe, gedacht, und dann wurde es so 15 Uhr, 16 Uhr, und spätestens um die Uhrzeit hat sich mein Hirn irgendwann verabschiedet, und es ging nur noch so sehr, sehr, sehr simple Tätigkeiten und ohne Nachdenken und schon vor allem ohne Kreativität. Und das ist ja eigentlich ein total - zumindest für mich - nerviger und unangenehmer Zustand, und ich würde fast mal tippen, dass du den auch kennst. Und falls nicht, dann kannst du dich sehr, sehr, sehr glücklich fühlen.
Was kann man denn machen, um mehr Hirn zu kriegen in der Situation? Dazu gibt es eine kleine Erklärung rundherum, nämlich dass es tatsächlich eine Struktur gibt in unserem Kopf, die heißt Hippocampus. Das hat was mit Seepferdchen - ich glaube, weil es so ein bisschen aussieht wie ein Seepferdchen, diese Struktur. Das hat ein bisschen damit zu tun, und diese Struktur ist so eine Art, wie dein Arbeitsspeicher am Computer, so ungefähr. Nicht ganz, aber so ganz grob.
Das heißt, du hast dein vorderes Hirnteil direkt hinter deiner Stirn, und da gehst du dann aktiv nachdenken, und dafür brauchst du halt immer wieder Arbeitsspeicher. Und das ist dein Hippocampus, und der sorgt auch dafür, dass die Sachen nachher länger gespeichert werden oder nicht und so weiter. Das ist wirklich so dein Arbeitsspeicher. Wenn der irgendwann sozusagen durch ist, dann hat dein Vorderhirn auch nicht mehr so viel Möglichkeit zum Denken. Und dann setzt dieser Zustand ein, von dem wir gerade gesprochen hatten.
Das Geile ist nur eben, dass dieser Hippocampus sich anpasst. Und jetzt kommt der Clou für mich natürlich als Altsteinzeit-Fan. Ich habe das Buch geöffnet, in dem es eben um dieses ausgelaugte Hirn geht, und gleich auf einer der ersten Seiten sagt der Autor: Ja, wir haben uns halt so viele Tausende Jahre an die Altsteinzeit angepasst, dass das, was wir damals gemacht haben, genau richtig dafür ist, dass unser Hirn besser funktioniert.
Hm, dachte ich mir, das Buch gefällt mir. Und deshalb bringe ich dir das Thema auch sofort mit, obwohl ich heute Morgen erst angefangen habe zu lesen. Aber auch deshalb, weil in anderen Büchern, zum Beispiel dem Resilienzbuch - und wir haben schon darüber gesprochen, jeder würde gerne resilienter sein, oder zumindest wird das immer behauptet - auch da wird eben über den Hippocampus und die Möglichkeiten gesprochen, den Hippocampus zu verbessern, dass sich die Nervenzellen dort aktiv wieder teilen, dass man mehr Zellen dort bekommt und damit eben einen größeren Arbeitsspeicher oder einen größeren Hirn-Akku, wie der Autor von heute Morgen das nennt. Und ich finde das mega spannend.
Ich bin ja generell jemand, der viel spazieren geht, wie du merkst, und tatsächlich ist eine der effektivsten Maßnahmen, um seinen Hippocampus zu verbessern, die Zellteilung im Hippocampus anzuregen: spazieren gehen. Hey, wer hätte das gedacht? Das heißt, das, was du jetzt gerade hier mit mir machst, wenn du tatsächlich spazieren gehst und nicht im Auto sitzt, dann ist das extrem gut für die allgemeine Verbesserung deines Gehirns, zumindest wenn man verschiedenen Autoren und Studien hier glauben kann. Du bekommst die Bücher natürlich wieder verlinkt von mir.
Das finde ich total schön. Bewegung allgemein, aber eben auch spazieren gehen, auch einfach aktiv draußen sein. Und da rede ich noch gar nicht über die ganzen positiven Effekte, die Wald auf einen hat, sondern einfach überhaupt draußen sein, egal ob du im Fitnessstudio aufs Laufband gehst, ob du durch die Stadt läufst, ob du durch den Wald läufst, ob du in den Fluren auf der Firma rumläufst. Genau, egal was du da machst, es muss auch nicht Laufen sein, es kann auch Fahrradfahren sein, im Grunde fast egal, denke ich mal, welchen Sport wir da machen.
Das Wichtige ist eben, zumindest für diesen Aspekt, die Bewegung. In der Altsteinzeit hatten wir sehr viel Bewegung als Menschen, waren viel draußen, sind viel gelaufen. Und das ist etwas, was eben die Verbesserung des Hippocampus, damit unseres Arbeitsspeichers, damit unseres Vermögens, gut nachzudenken, kreativ auch zu sein, auch logische Aufgaben zu lösen - das ist gar nicht auf das eine oder andere beschränkt - um das zu verbessern.
Damit hoffe ich, dich inspirieren zu können, mehr rauszugehen, dich mehr zu bewegen, damit dann im Endeffekt, wenn alles gut geht und die Forschung recht haben sollte, du tatsächlich dir leichter tust, gerade dann, wenn es gegen Nachmittag, gegen Abend geht, um noch gut nachzudenken, damit die letzte Präsi am Tag auch dann noch steht.
Wenn ich dich damit inspiriert habe, dann wäre die Frage des Tages: Woran merkst du, dass das ein Tag ist, an dem es dir vom Kopf her, von der Konzentration her, von den Gedanken her besser geht? Vielleicht gibt es irgendwas, das merkst du schon morgens, oder spätestens, wenn du dann gegen Nachmittag kommst. Was ist so das, woran du persönlich merkst: Ja, jetzt habe ich mal ein bisschen mehr Hirn heute?
Es gibt übrigens noch mehr Methoden, genau wie die Resilienz - die sind sich übrigens recht ähnlich. Diese psychische Resilienz, diese mit Situationen besser umgehen können, und hier dieses allgemeine Denkvermögen - die haben sehr ähnliche Faktoren, die sie verbessern. Das heißt, wenn du am einen arbeitest, arbeitest du häufig auch gleich am anderen.
Und daher wirst du jetzt immer wieder von mir nicht nur Sachen bekommen über das Thema, warum Menschen sich in Meetings so verhalten, wie sie tun, und das so kontraproduktiv sein kann, sondern auch immer wieder hier Themen zur Resilienz und Steigerung von Hirnleistung.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag, und ich freue mich, wieder mit dir spazieren zu gehen. Mach's gut! Bis bald.
Literatur:
Nehls, M. (2022). Das erschöpfte Gehirn: Der Ursprung unserer mentalen Energie – und warum sie schwindet - Willenskraft, Kreativität und Fokus zurückgewinnen. Heyne Verlag.
Kast, B. (2023). Kompass für die Seele: Das Fazit neuester Studien zu Resilienz und innerer Stärke – Ernährung, Bewegung, Meditation u.v.a.: 10 wissenschaftlich erwiesene Wege, um Körper und Geist gesund zu halten. C. Bertelsmann Verlag.
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht. Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge. Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken. Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 58: Resilienz. Kaltes Duschen - muss das sein?
Und herzlich willkommen bei Walk & Talk mit Ida. Schön, dass du wieder dabei bist. Heute ist es mal ein etwas leichteres Thema, nachdem wir in den letzten Malen so viel über Psychologie unterhalten haben und über Brainspotting und was du so alles machen kannst damit. Jetzt mal ein ganz simples Thema, was aber trotzdem deinen Alltag, auch deine Zeit im Büro betrifft. Und zwar geht es um ein Kapitel aus dem Buch von Bas Kast, Der Kompass der Seele, in dem er untersucht, was man so alles tun kann, um resilienter zu werden. Und Resilienz ist ja so ein klassisches Schlagwort im Business mittlerweile. Will ich hier trotzdem aufgreifen, weil es ja in vielerlei Hinsicht das aussagt, was in meinem Podcast auch darum geht, in meinen Gesprächen hier mit dir, meinen Spaziergängen. Denn wenn wir es schaffen, mit uns selbst ins Gleichgewicht zu kommen, körperlich und seelisch, und darüber rede ich ja ganz viel, wenn wir Empathie haben können gegenüber unseren Mitmenschen und uns selber, dann werden wir resilienter. Und da freut sich doch der Chef, oder? Wenn wir unglaublich resilient sind und jeden Druck aushalten. Naja, oder uns eben entscheiden, ihn nicht mehr auszuhalten. Aber gut, das ist nochmal ein anderes Kapitel.
Jetzt geht es tatsächlich um das Thema Resilienz und um eine ganz, ja, tatsächlich simple Sache, seine Resilienz zu erhöhen, gleich morgens früh, nämlich die kalte Dusche. Ich habe das tatsächlich mal einige Wochen gemacht und sogar im Winter und es hat mir unglaublich gut getan. Und der einzige Grund, dass ich damit aufgehört hatte, war, weil ich dann doch irgendwann erkältet wurde und mit Erkältung zusammen wollte ich dann doch nicht morgens kalt duschen. Und irgendwie habe ich mich nicht wieder so richtig reingefunden. Das war letztes Jahr, also insofern habe ich dieses Jahr wieder eine Chance.
Es gibt aber noch die schönere Variante, zumindest für die, die Wärme mögen, und das ist die Sauna. Tatsächlich ist es so, dass Sauna dem Körper durch diese starke Einwirkung der Hitze viel helfen kann. Im Grunde setzt der Körper Stresshormone frei in dem Moment, dass wir Hitzestress haben, oder eben Kältestress. Was auch noch geht, ist übrigens Fasten, also wenn du deinen Körper unter Hungerstress setzt, gerade auch so intermittierendes Fasten, also mal einen Tag nichts essen oder auch mal zwei oder tatsächlich nur einmal am Tag essen. Es hat noch andere Effekte, da werde ich bestimmt noch mal drüber reden, weil es auch sehr verjüngende Effekte hat und das Thema Verjüngung hat ja viel mit Fitness zu tun, wieder viel mit Resilienz. Also es hat sehr, sehr tolle Effekte, aber es hat eben auch diesen Stresseffekt.
Und in dem Moment ist Stress tatsächlich was Gutes, weil gezielter kurzfristiger Stress… Bitte nicht diesen Ideen hier aus dem Buch folgen, wenn du selber schon Richtung Burnout unterwegs bist, wenn du vielleicht extreme Stresssituationen sowieso gerade hast. Dafür ist das nicht. Resilienz-Aufbau ist ja immer was, dann wenn man sich recht fit fühlt, sage ich mal, also wenn es einem an sich ganz okay geht, wenn man sagt, hey, ich will jetzt meine allgemeine Resilienz verbessern. Genau, also das nehme ich da nochmal als Beipackzettel mit. Bitte da aufpassen.
Das heißt, du erhöhst ganz gezielt in einem Zustand, in dem es dir an sich ganz gut geht, deinen Stress kurzfristig und auf eine Art und Weise, wie der Körper das dann auch verarbeiten kann, weil es ja auch was ganz Natürliches ist. Also einen Hitzestress, aber auch einen Kältestress, einen Hungerstress ist etwas, was unser Körper gewohnt ist, im Gegenteil zu einem… Wo ich habe übrigens eine andere Leine heute dabei, die hörst du bestimmt im Hintergrund von Pauli hier rum rennt. Also dieser körperliche kurze Stress ist, an den der Körper gewöhnt ist, der Mensch gewohnt ist, im Gegenteil zu diesem Dauerstress von Druck, den der Chef ausübt, ja, oder Kollegen oder was auch immer.
Und doch kann eine gezielte kleine Stresserhöhung, die dann ja auch wieder Stressabbau danach zur Folge hat, also wenn man aus der Sauna rauskommt, ist man danach ja auch entspannt, also der Stress wird nicht nur aufgebaut bei der Hitze, sondern auch wieder abgebaut. Merkt man, also zumindest ich auch, wenn ich duschen gehen, morgens kalt, in der Zeit, in der ich es getan habe, dass ich danach krass erfrischt und eigentlich total auch entspannt bin. Also unter der Dusche stehen in der Kälte ist widerwärtig, finde ich, aber wenn ich rauskomme, dann ist es echt ein tolles Gefühl. Ja, und es gibt ja auch Leute, die berichten, wenn sie eine Zeit nichts gegessen haben, also wirklich mal nur einmal am Tag zum Beispiel essen und dann kann das wirklich auch im Körper durchaus positive Gefühle machen. Ja, da gibt es alles Mögliche.
Kurz zusammengefasst heißt das, dich bewusst kleinen Stressen auszusetzen, die für den Körper eine gewohnte Art von Stress sind, können helfen, auch in anderen Situationen entspannter umzugehen, also die bauen die allgemeine Resilienz auf und können dann auch in Situationen… Zum Beispiel den Druck vom Chef, den Druck vom Projekt, die nervige Zeit, dass ein Kollege es halt gerade mal selber schwer hat und dir damit schwer auf die Nerven geht und so weiter und so fort. Also diese Dinge können dann auch dadurch leichter werden, können besser verkraftbar werden, oder du kannst einfach so viel entspannter in die Situation reingehen, dass sie dich einfach schon deshalb weniger stressen.
Ja, also das Buch, und das ist auch eine ganz große Empfehlung von mir, das Buch ist klasse von Bas Kast, Kompass für die Seele. Es gibt noch ganz viele andere tolle Inspirationen, was man so machen kann, um die Resilienz zu erhöhen. Das werde ich jetzt auch ab und an mal hier mit einstreuen.
Ja, dann würde ich sagen, die Frage an dich heute ist: Wo merkst du selber und vor allem, woran merkst du, dass dir, obwohl etwas gerade stressig war, es gut getan hat? Das gibt es ja noch an anderen Stellen als nur Sauna, kalte Dusche und Fasten. Also das kann ja auch ein total stressiger Mittag mit der Familie sein, in der man aber total zusammengestanden hat und hat es dann geschafft und es ist vorbei. Und keine Ahnung, ich weiß noch, die Geburt meiner Kinder war auch unglaublich stressig, aber am Ende unglaublich schön. Und solche Geschichten. Also es gibt ja ganz, ganz viele Dinge im Leben, bei denen so was passieren kann. Und ja, wenn du möchtest, überleg dir doch mal, wann so ein Moment für dich war und woran in deinem Kopf, in deinem Körper, in deinen Emotionen du dann gemerkt hast, dass es eigentlich ein total geiler Moment war. Mindestens mal im Nachhinein.
Ja, damit verabschiede ich mich. Hätte noch ein kleines Add-on für heute, weil ich ja versprochen habe, mir mal anzugucken, wie das so läuft mit der Frequenz meiner Podcasts. Und ich merke, also zwei die Woche schaffe ich auf jeden Fall, drei kriege ich auch eigentlich hin. Die sieben schaffe ich gerade einfach nicht mehr, weil ich super viele Weiterbildungen habe. Und ich habe jetzt auch die letzten vier Tage gedacht, vielleicht schaffte ich zwischendurch einen, ich war einfach total müde, als ich zu Hause war. Ich komme erst um acht nach Hause und dann bin ich einfach platt von dem Tag Weiterbildung.
Genau, also deshalb sage ich dir auch immer, wenn ich Weiterbildung habe, dass du weißt, dass da wahrscheinlich keine Podcasts kommen. Dazwischen freue ich mich wieder mit dir zusammen hier spazieren zu gehen. Und also so auf mindestens zwei die Woche kannst du dich einlassen, drei schaffe ich wie gesagt auch öfter mal. Und ja, mal sehen, vielleicht werden die Zeiten irgendwann wieder weniger stressig und dann schaffe ich auch mehr, weil ich gehe unglaublich gerne hier mit dir spazieren.
Soweit zu dem kleinen Add-on, zu dem kleinen Review und ich mache weiter mit meinen Spaziergängen mit dir und bis morgen. Ciao!
Literatur:
Kast, B. (2023). Kompass für die Seele: Das Fazit neuester Studien zu Resilienz und innerer Stärke – Ernährung, Bewegung, Meditation u.v.a.: 10 wissenschaftlich erwiesene Wege, um Körper und Geist gesund zu halten. C. Bertelsmann Verlag.
Disclaimer:
Dieser Podcast ist ein virtueller Spaziergang und dient ausschließlich der Information und Inspiration. Die Inhalte stellen keine Psychotherapie, kein Coaching und keine professionelle Beratung dar und ersetzen diese auch nicht. Alle hier formulierten Aussagen sind wissenschaftlich recherchiert. Die entsprechenden Referenzen und Quellen findest du im Anhang der Show Notes zu dieser Folge. Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der wissenschaftlichen Aussagen oder deren Anwendung. Die Inhalte dieses Podcasts sind nicht als Anleitung zu verstehen, etwas Bestimmtes zu tun, sondern dienen rein der Inspiration und Anregung zum Nachdenken. Bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachkräfte oder Beratungsstellen.
Spaziergang 57: Wohlfühlpunkt. Wo liegt dein Wohlfühlpunkt?
Hallo und herzlich willkommen bei Walk & Talk mit Ida. Schön, dass du wieder dabei bist. Heute sind wir wieder, wie im Herbst und Winter so oft, bei mir im Arbeitszimmer. Aber ich werde auch wieder schauen, einige Folgen draußen aufzunehmen. Die nächsten vier Tage bin ich auf Weiterbildung. Wenn es klappt, dass ich da Folgen aufnehme, dann sind sie wahrscheinlich auch hier abends im Arbeitszimmer.
Ja, wie gesagt, schön, dass du mit dabei bist. Und heute habe ich nochmal eine Übung für dich, denn ja, dieses Brainspotting, das fasziniert mich wirklich. Und ich suche ja auch für meine psychosomatische Physiotherapie immer wieder Übungen, die wirklich von Grund auf positiv sind und dir helfen, deine eigene Kraft zu finden.
Und ich glaube, dass das im Businessleben einfach was unglaublich Wichtiges ist. Und ja, ich weiß nicht, ob das im Meeting auffällt oder nicht. Je nachdem, wo du gleich hingucken wirst, kann es sein, dass es auffällt. Oder im besten Falle auch gar nicht so sehr, und dann kannst du diesen wunderbaren Resource-Spot auch im Meeting verwenden und in allen anderen Situationen, zumindest wenn du alleine im Büro bist.
Ja, worum geht es? Es geht eben wieder um Brainspotting. Da habe ich dir ja schon vor zwei Folgen mehr darüber erzählt. Deshalb halte ich es jetzt hier heute kurz. Du bekommst von mir noch einen kleinen Disclaimer, und dann starten wir direkt in die Übung. Die Übung sollst du, wäre jetzt der erste Teil vom Disclaimer, direkt nur machen, wenn das, was ich dir erzähle, dich inspiriert, wenn du glaubst, dass es zu dir passt.
Alles, was ich hier in dem Podcast mache, hat ja sowieso den Zweck, dich zu inspirieren. Wenn die Übung dir zusagt, dann probiere sie mal aus, wenn du möchtest. Genau, die Übung sollte angenehm sein. Diese Übung sollte dir positive Gefühle schenken, Kraft schenken, Ruhe schenken, vielleicht auch Entspannung. Es kommt so ein bisschen darauf an, was du dir da eigentlich selber auch wünschst. Sollte irgendwas irgendwann mal unangenehm sein, dann bitte stopp das. Das ist nichts in der Übung. Alle Sachen, die immer eher so ein bisschen herausfordernd sind, solltest du immer nur mit einem Therapeuten dabei machen.
Ja, dann noch die kleine Anmerkung: nicht im Auto. Das habe ich ja letztes Mal schon gesagt. Diese Art von Übung mache niemals im Auto, bitte auch nicht an der Ampel, viel zu gefährlich meiner Meinung nach. Also insofern nicht machen.
Gut, also der Resource-Spot oder auf Deutsch Ressourcen-Punkt. Das hat jetzt einen ganz einfachen Start. Du kannst stehen, du kannst sitzen, was auch immer für dich angenehm ist. Du könntest sogar spazieren dabei, wenn du später ungefähr diesen Winkel der Augen einhältst und aufpasst, dass du nicht irgendwo drüberfällst. Der sicherste Weg ist zu sitzen, also mach es dir bequem, und du darfst erstmal in deinen Körper rein spüren, wenn du möchtest, und mal einen Platz in deinem Körper finden, an dem du dich wohlfühlst.
Also ganz viele Menschen haben ja irgendwo in ihrem Körper leider Schmerzen oder Unwohlsein oder irgendwas Unangenehmes. Aber die wollen wir jetzt heute mal komplett außer Acht lassen. Also nicht die Leute, sondern die Stellen im Körper. Und du darfst mal eine Stelle suchen, die für dich angenehm ist. Wo fühlt es sich für dich gut an? Das darf auch deine Fingerkuppe oder deine Fußzehe sein, deine Nasenspitze oder irgendwas anderes. Also leb dich da aus, such in deinem Körper nach einem Ort, der angenehm ist. Vielleicht die Bereiche, wo du gerade auf dem Stuhl sitzt, wo du also ein bisschen Druck dran hast und trotzdem merkst, hey, da spüre ich auch wirklich was, und das ist angenehm.
Lass dir da genug Zeit. Du kannst meine Aufzeichnung ja immer wieder hören und dann weitermachen, wenn es für dich passt und du diesen Punkt gefunden hast. Jetzt ist das Ganze ja immer noch Brainspotting. Wir machen also was mit den Augen und vor allem mit den Augenmuskeln. Falls dich das mit dem Zusammenhang von den Augenmuskeln und dem Gehirn, den Emotionen mehr interessiert, sag Bescheid, dann mache ich da auch gerne mal eine Folge drüber. Aber das geht natürlich dann schon etwas weiter in die Therapie hinein, in den therapeutischen Hintergrund. Deshalb lasse ich, wie das und wieso das wirkt, jetzt erstmal einfach weg.
Genau, also du darfst mit offenen Augen nach vorne schauen, etwa tatsächlich auf Augenhöhe. Also nicht nach unten gucken, nicht nach oben gucken, sondern wirklich so schön nach vorne, sozusagen in dein Gesichtsfeld. Und dann fängst du mal auf der ganz rechten Seite an. Und wie letztes Mal sollst du auch nicht deinen Kopf drehen, sondern wirklich die Augen bewegen, bis du ganz auf der rechten Seite bist. Du darfst auch links starten übrigens. Ich starte irgendwie immer auf der rechten Seite.
Also fangen wir mal an, die Augen nach rechts bewegen und dich da mal einfühlen. Wie fühlt sich das an? Denk an deinen Punkt, der sich angenehm anfühlt, und guck mal, wo die Augen mit dem Punkt korrespondieren. Dann mach mal in der Mitte weiter. Schau mal einfach geradeaus und guck mal, ob da dieser Punkt und die Augen mehr zusammenpassen. Oder nach links, mal ganz nach links außen, und schau mal, ob das mehr zu diesem angenehmen Gefühl in deinem Körper passt. Dann darfst dir überlegen, ob es mehr rechts, mehr Mitte oder mehr links war.
Und wenn du schon mal dir überlegt hast, in welche Richtung du eher schauen solltest, dann fängst du mal an und gehst von dort ein wenig – zum Beispiel angenommen, das war links – dann gehst du mit den Augen ein bisschen langsam Richtung Mitte und guckst mal, wo ungefähr auf dieser Bahn zwischen links ganz außen und Mitte das am meisten reagiert. Und dann kannst du auch noch, wenn du da den reaktivsten Punkt gefunden hast, nochmal nach oben und unten gehen, so lange, bis du wirklich die Stellung, diese Augenstellung gefunden hast, die am meisten dieses Wohlgefühl, das du im Körper hast, verstärkt anwesend macht.
Und den Punkt darfst du dir jetzt mal merken und weiter anschauen und mal gucken, was da passiert. Da kann alles Mögliche passieren. Am besten du stoppst meinen Podcast, unseren Spaziergang kurz und schaust da mal drauf. Sollte etwas unangenehm werden, ist jetzt nichts in der Übung, dann bitte einmal Augen schließen, wieder aufmachen und woanders hinschauen. Das ist tatsächlich nicht der Sinn der Sache. Sollte sich das angenehm anfühlen, dann darfst du da gerne weiter hinschauen, im Grunde fast so lange du möchtest. Naja, spätestens so nach vielleicht 20 Minuten, würde ich sagen, würde die Wohlfühl-Session fertig sein. Es tut den Augen ja sehr gut, sich viel zu bewegen. Zu lange auf einen Punkt starren ist ja generell nicht unbedingt förderlich. Aber hey, der Resource-Spot ist so ein netter Punkt, den darfst du natürlich ein bisschen genießen. Dann einfach kurz die Augen schließen, rumgucken, und dann ist das auch alles wieder in Ordnung.
Du darfst dir diesen Punkt auch merken, also nicht unbedingt nur den Punkt, auf den du geschaut oder gestarrt hast, sondern diesen Winkel, in dem deine Augen gestanden haben. Am besten mit einem geraden Kopf und dann gucken, wo die Augen waren. Und das kannst du nämlich dann auch zu anderen Zeiten an anderen Orten wiederholen, wenn du ungefähr weißt, okay, ich muss so halb nach links, ein bisschen nach oben zum Beispiel, wenn da dein Punkt ist, an dem du dich besonders wohlfühlst, der ganz tolle positive Gefühle in dir auslöst, dann würde ich mir einfach diesen Winkel merken.
Ja, das war es auch schon zum Thema Resource-Spot. Den darfst du, wie gesagt, überall anwenden, außer im Auto oder draußen, wenn du irgendwelche Maschinen führst oder Ähnliches. Ja, bitte, bitte, bitte sicher bleiben. Und wie gesagt, begrenzt die Zeit so vielleicht auf maximal 20 Minuten, auch wenn es schön ist, dort hinzugucken.
Genau. Ja, das kann einem helfen, wenn man gerade in einer stressigen Situation ist, wenn du gerade die fiese E-Mail vom Chef gelesen hast und dir denkst, oh Mist, ich muss jetzt mal unbedingt irgendwie runterkommen, ich muss mal ärgerlos werden, dann kann das helfen, sich erstmal überhaupt mal ruhig hinzusetzen, zu sagen, okay, ich gehe jetzt an meine Kraft im positiven Sinne, an meine Ressourcen, und gucke mal da an diesen Punkt, in diese Richtung, und kann dann auch mich wieder verbinden mit dem Gefühl, was ich hatte, mit diesem Körperbereich, der angenehm ist, und kann dann erstmal ein bisschen runterfahren.
Die, bei denen der Punkt direkt vor ihnen ist, haben da natürlich den Vorteil, dass es im Meeting oder an anderer Stelle nicht so auffällt. Wenn man so ganz schräg irgendwo in die Ecke hochguckt, dann fällt das vielleicht eher auf. Aber nichtsdestotrotz, ganz viele Leute starren ganz oft auf irgendwelche Punkte. Vielleicht fällt dir das in nächster Zeit mal auf, wenn du darauf achtest. Also mach dir keine Gedanken, wenn du auch einfach mal auf deinen Lieblingspunkt starrst, damit es dir besser geht.
Ja, damit verabschiede ich mich. Ich werde schauen, dass ich in den nächsten Tagen wieder coole Ideen euch mitbringe, dass ich dich da weiter bereichern kann. Aber ich habe, wie gesagt, wieder Osteopathie-Weiterbildung und muss gucken, ob das in Köln klappt oder dann später zu Hause. Aber ich freue mich, wieder mit dir zu laufen, und würde sagen: Bis bald!
Literatur:
Grand, D. (2015). Brainspotting: Wie Sie Probleme, Traumata und emotionale Belastungen gezielt auflösen (A. Pott, Übers.). VAK Verlags GmbH.
Grand, D. (2013). Brainspotting: The revolutionary new therapy for rapid and effective change. Sounds True.
Disclaimer:
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