Was weiss ich? Ein Podcast über das Weissein

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Was weiss ich? Ein Podcast über das Weissein episodes

  • Weisse Sozialisation: Was unsere Kinderbücher und unser Schulunterricht über Rassismus verraten
    Die Tatsache, dass die meisten weissen Familien nicht über Rassismus sprechen, lehrt weisse Kinder, das Weißsein nicht als Teil ihrer Identität zu ignorieren. Folglich erkennen verstehen weisse Menschen ihre Privilegien nicht, weil sie diese als normal betrachten. Weisse Eltern, die „farbenblind“ sein möchten und ihren Kindern sagen, dass sie die Hautfarbe anderer nicht sehen sollen, lassen sie glauben, dass die Hautfarbe von Menschen ein Problem sein könnte. Doch Rassismus ist das Problem! Dies macht es unglaublich schwierig für weisse Menschen, Rassismus aufzudecken und folglich dagegen anzukämpfen. Weisse Menschen, die Rassismus für ein schwarzes Thema halten, verpassen nicht nur die Gelegenheit, sich aktiv dagegen einzusetzen, sondern übernehmen auch keine Verantwortung für eine Vergangenheit und Gegenwart, von der sie allein aufgrund ihrer Hautfarbe profitiert haben.
    Dieses Thema habe ich mit Saron Tsegaye diskutiert. Saron ist seit 3 Jahren Mitglied in unserem Verein Bridging Gaps. Sie kommt aus Konstanz und studiert ab September Internationales Business und interkulturelles Management in Karlsruhe.
    Wir haben folgende Gedanken diskutiert:
    - Warum Kinder Unterschiede sehen und, wie Erwachsene, gar nicht in der Lage sind, alle Menschen gleich zu
    - Wieso viele Eltern fälschlicherweise denken, dass ihre Kinder gar nicht erkennen, ob jemand weiss oder Schwarz ist oder frei von Rassismus sind
    - Welche Bilder und rassistischen Ideen Kinder im Kindergarten, in der Schule oder aus den Medien und Kinderbüchern lernen
    - Was Eltern tun können, um zu vermeiden, dass sich rassistischen Ideen, Bildern und Ideologien in ihren Kindern verfestigen
    Am Ende jeder Folge frage ich meine Gäste noch worüber wir ihrer Meinung nach in Bezug auf Weißsein noch viel mehr sprechen sollten.
    44 min
  • Wie wir authentischer leben können, wenn wir unser Weisssein besser verstehen
    Mit dem Podcast möchten wir einen Beitrag leisten, euch auf der Reise der persönlichen Weiterentwicklung begleiten. Doch was meine ich, wenn ich von persönlichem Wachstum sprechen? In diesem Impuls werde ich darauf eingehen, wie wir authentisch als im Einklang mit unseren Werten und Überzeugungen leben können. Dabei werde ich genauer beschreiben, warum das besonders in Bezug auf das Weisssein so wichtig und gleichzeitig so herausfordernd ist.
    Ich werde darauf eingehen, warum ihr euch von dem ersten Schock und euren negativen Emotionen nicht abschrecken lassen solltet, sondern daraus Motivation schöpfen könnt. Dabei möchte ich euch ermutigen, in dem ganzen Prozess sehr viel Verständnis und Mitgefühl für euch selbst aufzubringen.
    Zusätzlich zu unseren Folgen werden wir regelmäßig Impulse hochladen, in denen wir auf eure persönlichen Herausforderungen und euern emotionalen Prozess in der Auseinandersetzung mit eurem Weisssein begleiten möchten. Wir hoffen, dass ihr euch durch die Impulse mit den Geschichten und Erfahrungen anderer weisser Menschen in einem ähnlichen Prozess identifizieren könnt und dadurch mit euren Herausforderungen verstanden fühlt.
    18 min
  • Warum es wichtig ist gesellschaftliche Strukturen zu verstehen und Rassismus zu erkennen.
    In den letzten Wochen gab es auch in Deutschland vermehrt Diskussionen zu Rassismus und viele Beitrage von Schwarzen Menschen in den Sozialen Medien, wie sie von Rassismus betroffen werden. Doch Rassismus kann man nicht mit ein paar Beispielen beschreiben oder verstehen. Mir ist schon oft aufgefallen, dass weisse Menschen Rassismus als individuelles oder moralisches Problem sehen, also wie wir andere Personen in unserem Alltag behandeln. Schwarze Menschen hingegen beziehen sich auf gesellschaftliche Strukturen, wenn sie Rassismus erklären sollen. Und daher ist es extrem hilfreich für weisse Menschen, auch ein genaues und umfangreiches Rassismusverständnis zu entwickeln, um unsere Gesellschaft zu verstehen.
    Diese Woche war Anne Chebu zu Gast, sie ist Moderatorin, Journalistin und Autorin aus Frankfurt. Anne Chebu wurde bekannt durch ihr Buch “Anleitung zum Schwarzsein”. Ein Buch, welches als Kompass für das Schwarze-Erwachen für junge Afrodeutsche dient. 
    Wir haben folgende Gedanken diskutiert:
    Was wir unter (Alltags-)Rassismus verstehen.
    - Warum auch Schwarze Menschen ernst lernen müssen, was Rassismus ist.
    Warum ist es so wichtig, dass wir überhaupt eine konkrete Definition von Rassismus haben.
    - Warum sich weisse Menschen häufig so schnell verteidigen, wenn man sie darauf aufmerksam macht, dass eine Handlung rassistisch ist.
    - Warum auch weisse Menschen Vorurteilen ausgesetzt sind und Diskriminierung erleben aber nicht Opfer von Rassismus werden können.
    - Wie uns das Beispiel einer verschütteten Milch hilft, unser Verhalten in Bezug auf Rassismus besser zu verstehen.
    Am Ende jeder Folge frage ich meine Gäste noch worüber wir ihrer Meinung nach in Bezug auf Weißsein noch viel mehr sprechen sollten.
    39 min
  • Von der Herausforderung, sich mit dem eigenen Weisssein auseinander zu setzen
    Sich mit dem eigenen Weissein auseinanderzusetzen ist generell nicht leicht und in der Regel ein sehr emotionaler Prozess – viele von euch können das sicher nachempfinden. Das Thema Rassismus fordert uns erneut emotional und intellektuell heraus, denn es ist eine langwierige, vielleicht sogar lebenslange Aufgabe ein kritisches Bewusstsein zu entwickeln.
    Zu diesem Thema habe ich ein Gespräch mit Larissa Luy geführt. Sie ist 27 Jahre, studiert soziale Arbeit an der Alisse Salomon Hochschule und setzt sich im Rahmen des Studiums verstärkt mit dem Thema Rassismus auseinander.
    Wir haben folgende Gedanken diskutiert:
    - Welche Rolle spielt Schuld in dem Prozess, sich mit Rassismus auseinanderzusetzen. Man spricht oft von der sogenannten „weißen Schuld“, welche die häufige Reaktion weißer Menschen beschreibt, wenn sie über Rassismus in unserer Gesellschaft lernen und ihre Rolle in einem rassistischen System erkennen.
    - In rassismuskritischen Kreisen wird es ja oft etwas problematisch gesehen, wenn weiße Menschen sehr starke negative Emotionen zeigen oder sogar weinen, wenn sie mit dem Thema Rassismus in Berührung kommen. Die Idee dahinter ist, dass wir uns auf die Emotionen schwarzer Menschen konzentrieren sollte, da sie ja unter Rassismus leiden. Sogenannte „weiße Tränen“ werden oft kritisch beäugt, da sie die Aufmerksamkeit erneut weiße Menschen lenken und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen – ein klassisches Symptom von Rassismus. Haben weiße Menschen ein Recht von Rassismus emotional betroffen zu sein oder zu weinen?
    - Brauchen und verdienen auch weiße Menschen einen „safe space“?
    - Viele weiße Personen fragen sich sicher, wie sie denn am besten reagieren können, wenn sie in Situationen sind, in denen sich jemand rassistisch äußert oder rassistisch handelt?
    - In welchen Momenten fällt uns auf, dass wir selbst rassistisch handeln und wie können wir damit umgehen?
    51 min
  • Was verstehen wir unter Weißsein? Warum ein gutes Verständnis von Weißsein, Macht und Rassismus ein wichtiger Ausgangspunkt für unsere Reise ist.
    Ein gutes Verständnis von Weißsein und weiteren grundlegenden Begriffen ist uns sehr wichtig, um eine Plattform zu schaffen, sich kritisch mit unserem Weißsein auseinanderzusetzen. Dabei hilft es uns zu lernen, was dieser Prozess anderen Menschen bedeutet und warum es ihnen so wichtig ist, ein Bewusstsein für ihr Weißsein zu entwickeln.
    Diese Woche habe ich Marlene Gaertner interviewt. Sie ist Gründungsmitglied unseres Vereins Bridging Gaps und hat jahrelange Erfahrung in der politischen Bildungsarbeit mit Fokus auf gesellschaftlichen Ungleichheiten, Rassismus und kritischem Weißsein. Sie promoviert an der Uni Konstanz zu dem Thema wie Migration im Alltag erzählt wird und wie die Vorstellungen vom Leben anderswo globale Machthierarchien und oft auch koloniale Denkmuster widerspiegeln.
    Wir haben folgende Gedanken diskutiert:
    - Was wir generell unter Weißsein verstehen und wann Marlene das erste Mal damit in Kontakt gekommen ist.
    - Warum es als weisse Person wichtig ist, sich mit dem eigenen Weißsein auseinanderzusetzen?
    - Wie der Ansatz weissen Menschen helfen kann, ihre eigene Identität und Stellung in der Gesellschaft zu reflektieren?
    - Was Deutschland zu einem „weissen Land“ macht; ein Begriff, der auch in rassismuskritischen Analysen öfters zu hören ist.
    - Inwiefern Weißsein mit Macht und Rassismus zusammenhängt?
    - Am Ende jeder Folge frage ich meine Gäste noch worüber wir ihrer Meinung nach in Bezug auf Weißsein noch viel mehr sprechen sollten.
    46 min
  • Warum wir den Podcast entwickelt haben und es so wichtig ist über Weißsein zu sprechen.
    In dieser Einführung besprechen wir warum wir den Podcast entwickelt haben und es überhaupt so wichtig ist über Weißsein zu sprechen. Der Podcast schafft eine Plattform für weisse Menschen, die sich kritisch mit ihrem Weißsein und ihren Privilegien auseinandersetzen möchten und richtet sich an weisse Menschen in der Anfangsphase ihrer Auseinandersetzung mit kritischen Theorien und Rassismus. Es ist uns dabei sehr wichtig, dass weisse Personen Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig ermutigen, informieren, weiterzuentwickeln und auch entsprechende Materialien bereitstellen. Denn bei Rassismus handelt es sich in erster Linie um ein weisses Problem - wir können von Schwarzen Menschen nicht erwarten, dass sie all die Arbeit leisten und uns aufklären.
    Grace Alele war zu Gast in der ersten Folge. Sie ist aus Konstanz und seit 3 Jahren aktiv bei Bridging Gaps e.V. Wir haben folgende Fragen diskutiert:
    - Warum gibt es diesen Podcast?
    - Warum ist es wichtig über Weißsein zu sprechen, wenn wir unsere Gesellschaft besser verstehen wollen?
    - Welche spezifischen Erfahrungen mache weisse, die Schwarze Menschen nicht machen?
    - Die allermeisten weisse Menschen identifizieren sich gar nicht mit dem Weißsein, manchen fühlen sich sogar angegriffen, wenn sie so genannt werden. Warum scheint es für weisse Menschen keine Rolle zu spielen, dass sie weiss sind?
    - Am Ende jeder Folge frage ich meine Gäste noch worüber wir ihrer Meinung nach in Bezug auf Weißsein noch viel mehr sprechen sollten.
    27 min

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Der Pocast „Was weiss ich? Ein Podcast über das Weissein“ leistet einen Beitrag zu der kritischen Auseinandersetzung mit unserer Identität als weisse Menschen, sowie mit den rassistischen Strukturen in unserer Gesellschaft.