Veränderung funktioniert selten, wenn man nur an einer Stelle ansetzt. Wer wirklich etwas bewegen will, muss vier Dimensionen gemeinsam betrachten: Prozesse, Systeme, Menschen und Daten.
Denn das beste System bringt wenig, wenn Prozesse nicht passen. Neue Prozesse greifen nicht, wenn Menschen nicht mitgenommen werden. Und ohne verlässliche Daten fehlt die Grundlage für fundierte Entscheidungen – und auch für den Einsatz von KI.
Genau darum geht es in dieser Podcast-Folge: warum echtes Verständnis der Ausgangspunkt für Veränderung ist, wie Prozessmanagement Transparenz in Abläufe bringt und die S/4HANA-Umstellung strukturiert unterstützt. Außerdem klären wir, weshalb Verbesserungen nicht bei dem S/4-Projekt enden, sondern dauerhaft möglich werden.
Wir blicken auf das Thema KI: Welche Rolle spielt sie im Prozessmanagement? Und warum ist ein gutes Verständnis der eigenen Prozesse überhaupt die Voraussetzung dafür, KI im Unternehmen sinnvoll einzusetzen?
Zu Gast ist Wassilios Lolas, Global Vice President, Strategic Solution Advisory im Bereich Business Transformation Management bei der SAP SE. Er verantwortet unter anderem den strategischen Einsatz von SAP Signavio und bringt langjährige Erfahrung aus großen Transformationsprogrammen sowie dem Aufbau des Center of Excellence für SAP Signavio mit.
Auch mit dabei ist Michael Krammer, Head of Solution Architects bei FIS und verantwortlich für die fachliche und technische Ausrichtung von SAP S/4HANA Lösungen im Mittelstand. Seit vielen Jahren begleitet er Unternehmen bei der Einführung und Weiterentwicklung von SAP-Landschaften – von der ersten Idee über die Architektur bis zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Transformationsprojekte.
Die Podcast-Folge hat Ihr Interesse geweckt und Sie möchten mehr über SAP Signavio erfahren oder planen ein konkretes Projekt? Informieren Sie sich auf unserer Website oder kommen Sie direkt auf uns zu. Jetzt informieren!
Wenn Sie die Themen weiter vertiefen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Webinar-Reihe „Effizientes Prozessmanagement mit SAP Signavio“. Dort erfahren Sie, wie SAP Signavio Sie bei der Vorbereitung, Durchführung und langfristigen Optimierung Ihrer Geschäftsprozesse im Rahmen der Digitalisierung und Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt – von der S/4HANA-Umstellung bis hin zu Nachhaltigkeit und ESG. Jetzt ansehen!
Hier geht es direkt zur SAP Process Insights Discovery Edition: www.s4hana.com
Diese Podcast-Folge wurde kurz vor der SAPPHIRE aufgenommen und es wird viel über die „Integrated Toolchain“ gesprochen. In der Zwischenzeit hat die SAP angekündigt, mehrere Agenten in die Toolchain zu integrieren, die die Transformation vereinfachen und beschleunigen werden. Auch der Name wurde geändert in „AI-led Toolchain“. Die Aussagen in unserem Podcast bleiben natürlich weiterhin gültig; es wird sogar für SAP-Kunden noch einfacher.
Warum ist Business Transformation Management und das Prozessverständnis ein entscheidender Erfolgsfaktor für Cloud-Projekte? Prozessverständnis ist die Voraussetzung für die in der Cloud notwendige Standardisierung und Harmonisierung, um Ressourcen für wertschöpfende Bereiche freizusetzen. Es hilft dabei, den „Transformation Gap“ zu schließen und sicherzustellen, dass die mächtigen technischen Möglichkeiten der Cloud auch tatsächlich wertschöpfend genutzt werden.
Wie hilft die Integrated Toolchain Prozesse transparent zu machen? Die Integrated Toolchain (jetzt AI-LED Toolchain) führt Prozesse, IT und Umsetzung in einem gemeinsamen Bild zusammen. Durch die Verbindung von SAP Signavio (Prozesssicht), SAP LeanIX (Anwendungsabhängigkeiten) und SAP Cloud ALM (Umsetzung) können konkrete Maßnahmen aus den Daten abgeleitet werden.
Was ist ein guter Einstieg in das Thema Business Transformation Management? Ein idealer Einstieg ist der Signavio Process Insights Discovery Edition-Report, der innerhalb weniger Tage Potenziale für Automatisierung und die Reduzierung von Fehlerraten aufzeigt. Dieser erste Schritt ist für Unternehmen kostenlos und ermöglicht eine ganzheitliche Übersicht über die Prozesse im bestehenden SAP-System.
Wann und warum beschäftigen sich Unternehmen mit der Einführung der Integrated Toolchain? Meist geschieht dies, wenn die Systemlandschaft historisch gewachsen ist und die Komplexität – etwa vor einer S/4HANA-Transformation – so groß wird, dass niemand mehr das Gesamtbild überblicken kann. Die Toolchain bringt in diesen Situationen Struktur, Klarheit und Fakten in die Diskussionen und Entscheidungsprozesse.
Wie hilft SAP Signavio, Prozesse transparent zu machen, um den Umstieg auf SAP S/4HANA vorzubereiten?SAP Signavio zeigt nicht, wie Prozesse theoretisch gedacht sind, sondern wie sie tatsächlich ausgeführt werden, wodurch Prozessvarianten, Schleifen und Abweichungen vom Standard sichtbar werden. Dies bildet die notwendige Grundlage für die Entscheidung, welche Abläufe standardisiert werden können und wo man gezielt eingreifen muss.
Wird SAP Signavio eher für den Umstieg oder den laufenden Betrieb genutzt? Die Lösung wird für beide Szenarien gleichermaßen genutzt: sowohl zur Risikominimierung während der Migration als auch für die kontinuierliche Innovation und Optimierung nach dem Go-Live.
Welche typischen Herausforderungen bei der Transition können mit SAP Signavio leichter gelöst werden? Signavio löst das Problem der fehlenden Transparenz über den Ist-Zustand und beendet Diskussionen, die oft nur auf Annahmen statt auf Fakten basieren. Probleme werden datenbasiert messbar, wodurch Entscheidungen für die Transformation deutlich fundierter getroffen werden können.
Wie wird SAP Signavio im laufenden Betrieb genutzt?Im Betrieb ermöglicht Signavio die kontinuierliche Überwachung der Prozesse, um diese permanent an neue Rahmenbedingungen, Strategien oder technologische Fortschritte anzupassen. Unternehmen können so sicherstellen, dass die geplante Transformation nicht als einmaliges Projekt endet, sondern als dauerhafte Fähigkeit zur Anpassung etabliert wird.
Welchen ungeahnten Nutzen können Unternehmen durch die Einführung von SAP Signavio erzielen? Ein wesentlicher Effekt ist die Veränderung der Zusammenarbeit, da Fachbereiche und IT gemeinsam auf Basis der gleichen Realität diskutieren und Silos aufgebrochen werden. Dies führt zu einem besseren Verständnis dafür, wie Probleme am Anfang eines Prozesses (z. B. Stammdatenfehler) zu Mehraufwand am Ende (z. B. Rechnungsnachbearbeitung) führen.
Welche Rolle spielt KI in der Prozessanalyse künftig – Stichwort „Process Intelligence“? KI-Assistenten wie Joule werden die Prozessanalyse revolutionieren, indem sie die Suche nach Best Practices vereinfachen und die Fähigkeiten der Mitarbeiter bei der Ursachenanalyse (Root Cause) erweitern. Zukünftig wird KI zudem als Agent agieren, der entdeckte Prozessschiefstände automatisiert „gerade biegt“.
Welche Entwicklungen sind bei SAP Signavio in Richtung Automatisierung und SAP Business AI zu erwarten? Funktionen wie „Text-to-Process“ erlauben es künftig, Prozessmodelle einfach durch Beschreibungen zu erstellen, während der „Transformation Manager“ Strategiedokumente analysiert und direkt auf betroffene Prozesse herunterbricht. KI wird zudem intelligente Empfehlungen geben, welche konkreten Schritte zur Prozessverbesserung unternommen werden sollten.
Wie hilft SAP Signavio bei der Einführung und Nutzung von KI-Anwendungen? Signavio liefert gezielte Empfehlungen, an welchen Stellen im Unternehmen KI-Agenten den größten Mehrwert bieten. Nach der Einführung überwacht das Tool die Arbeit dieser Agenten auf Prozessebene, um sicherzustellen, dass sie wie vorgesehen arbeiten und keine Schritte überspringen.
Wenn Sie einem Unternehmen einen einzigen Rat für den Start mit SAP Signavio geben müssten – welcher wäre das?Der Rat lautet „Just do it“: Unternehmen sollten einfach anfangen und mithilfe ihrer eigenen Daten verstehen, wo sie heute stehen und wo ihre größten Potenziale liegen.
Wie können Interessierte den ersten Schritt machen – und wie unterstützt FIS dabei?
Interessierte können über www.s4hana.com den kostenlosen Prozessbericht anfordern; die FIS unterstützt dabei als „Prozesscoach“, übersetzt die Daten in verständliche Geschichten und erstellt eine individuell machbare Roadmap.