Kleiner Aufwand, große Wirkung
Wer online verkaufen will, macht das in der Regel schon auf irgendeine Weise – häufig über den eigenen Shop. Allerdings sind die Prozesse im Shop selbst oft nur die halbe Miete, denn der Erfolg im Onlinehandel setzt Schnelligkeit, Effizienz und Skalierbarkeit voraus. Um diese Faktoren zu erfüllen, müssen auch die nachgelagerten Prozesse im SAP synchronisiert werden.
Christopher Warnow, SAP Senior Consultant bei FIS im Bereich E-Commerce, berichtet, wo in der Praxis am häufigsten der Schuh drückt beim eigenen Online-Shop. Und er gibt eine Checkliste an die Hand, worauf es ankommt, wenn man den Shop in das SAP-System integriert – und warum sich das lohnt.
Sie möchten tiefer in das Thema einsteigen? In unserem Whitepaper zeigen wir, wie sie ihre IT-Landschaft so gestalten, dass diese einen schlagkräftigen und reibungslosen Online-Vertrieb ermöglicht, bisherige Prozesse aufgreift, die Anforderungen der Kunden erfüllt und auch noch für künftige Vertriebsmodelle und -kanäle gerüstet ist.
Was ist bei vielen Shop-Betreibern die Ausgangssituation und wo hakelt es?Oft wurde mit einem kleinen Online-Shop gestartet, der nun an seine Kapazitätsgrenzen stößt, da Aufträge und Sortiment stark gewachsen sind. Das Hauptproblem liegt in einer fehlenden Kommunikation zwischen dem Shop und dem SAP-System, wodurch eine Barriere entsteht, die automatisierte Abläufe verhindert.
Aus der Praxis: An welche Grenzen stoßen Shop-Betreiber häufig?Betreiber stoßen vor allem bei der händischen Übertragung von Bestelldaten in das ERP-System an Grenzen, was oft von einzelnen Personen abhängig ist und bei Krankheit zum Stillstand führt. Zudem führen fehlende Preishoheiten und asynchrone Bestände dazu, dass Preise falsch berechnet werden oder Kunden telefonisch über nicht lieferbare Artikel informiert werden müssen.
Wie sieht so eine Shop-Anbindung an SAP aus?Je nach Bedarf kommen fertige Shop-Adapter für gängige Systeme, branchenspezifische Software-Templates oder individuelle Eigenentwicklungen zum Einsatz. Für den B2B-Großhandel gibt es zudem eine fertige Komplettlösung, die über 20 Jahre Erfahrung in einer Software vereint.
Welche Checklistenpunkte sollte man beachten, bevor man das Integrationsprojekt angeht?Man sollte vorab klären, welche Informationen für die Auftragsanlage (z. B. Belegart, Werke) nötig sind und wo die Preishoheit sowie die Logik für die Bestandsermittlung liegen. Zusätzlich muss definiert werden, aus welchen Quellen (z. B. PIM) und Elementen sich die Artikeldaten für die Produktdetailseiten zusammensetzen.
Wie kann man eruieren, wie komplex das Projekt wird?Die Komplexität steigt signifikant an, wenn Anforderungen wie das Anlegen mit Referenz auf Angebote, komplexe Umlagerungslogiken oder Stücklisten enthalten sind. Auch der Einsatz von Gutscheinen sowie Varianten- oder Produktkonfigurationen sind Indikatoren für ein technisch anspruchsvolleres Projekt.
Welcher Nutzen ergibt sich, wenn man den eigenen Shop ins SAP integriert?Unternehmen profitieren von einem schnelleren Go-Live und einer massiven Skalierbarkeit, wodurch deutlich höhere Auftragszahlen ohne zusätzliches Personal bewältigt werden können. Durch die Automatisierung sinken die Personalkosten für manuelle Aufgaben, sodass sich Mitarbeiter wertschöpfenderen Themen wie dem Kundenservice widmen können.
Welche Trends gibt es aktuell im E-Commerce?Ein wichtiger Trend ist die bessere Vernetzung der Shops innerhalb der Systemlandschaft sowie die technologische Trennung von Frontend und Backend. Trotz dieser Neuerungen bleiben die Kernfragen nach der korrekten Ermittlung von Preisen, Beständen und Aufträgen über die Jahre hinweg beständig.