Folge 19: Kinder auf der Buehne.
Wem hilft es wirklich – und wer entscheidet das?
Ich war sechs Wochen weg. Ungeplant. Meine Tochter zahnte, intensiv. Und ich habe entschieden: nicht aufnehmen. Durch die Wohnung laufen. Mit ihr. Ohne Mikrofon.
Genau dieser Moment hat mich zu dieser Frage gebracht: Was ist mit Frauen, die ihre Kinder mitnehmen, auf die Bühne, in den Bundestag, zum Wettkampf? Ich finde das wichtig. Es macht sichtbar, was vorher unsichtbar war. Und gleichzeitig fragt mich etwas: Was ist mit dem Kind?
Diese Folge hat keine Antwort. Sie hat eine Frage. Und ich halte sie offen, weil ich nicht alle Momente kenne. Nicht alle Kinder. Nicht alle Entscheidungen von innen.
🎯 Was du mitnehmen kannst:
– Den Unterschied zwischen dem, was Kinder wollen und dem, was sie brauchen
– Was ein kindliches Nervensystem spürt, wenn Mama gerade woanders ist
– Beide Seiten: was es kostet, Kinder mitzunehmen und was es kostet, wenn Mütter immer zurücktreten
– Eine Frage, die offen bleibt und eine Haltung
🧠 Relevante Konzepte:
– Die ausreichend gute Mutter (Donald Winnicott)
– Sicherer Hafen und Bindungstheorie (John Bowlby)
– Reizverarbeitung und Ueberstimulation bei Kindern (Bruce Perry)
– Praesenz vs. Nebeneinander (Gabor Mate & Gordon Neufeld)
– Co-Regulation durch Bezugsperson (Stephen Porges)
– Integration von Erfahrungen (Daniel Siegel)
📚 Literaturtipps:
– Winnicott, D.W. (1960). The theory of the parent-infant relationship.
– Bowlby, J. (1969). Attachment and Loss.
– Mate, G. & Neufeld, G. (2004). Hold On to Your Kids.
– Porges, S.W. (2011). Die Polyvagal-Theorie.
Moderation & Produktion: Susan Weckauf
Musik & Sounddesign: Veli Catikkas (@supergerne)
Kontakt & Nachrichten:
– Instagram: @susan_weckauf
– Website: www.susanweckauf.de
– E-Mail: [email protected]
Hinweis: Dieser Podcast ersetzt keine Therapie. Die Inhalte dienen der persoenlichen Entwicklung, Orientierung und Reflexion.