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Eugen Freund im Podcast über:
Was seine US-Freunde zum TV-Duell sagen "Die meisten sind entsetzt über das, was sie gesehen haben, so wie ich auch."
Über die zwei Gesichter von Biden "Man hat natürlich schon Anzeichen gehabt, dass es ihm vor allem körperlich nicht so besonders gut geht. Er ist öfter gestolpert, seine Schritte wurden immer schlurfender. Aber er hat sich dann zum Beispiel im Jänner, bei seiner Rede zur Lage der Nation, sehr bewährt. Es war halt wieder eine Teleprompter-Geschichte. Also er hat von den Glasscheiben, die vor ihm stehen, abgelesen und das kann er immer noch gut."
Wie den Demokraten die Wiederkandidatur passieren konnte "Es ist ungeheuer schwierig , einem amtierenden Präsidenten den Rücktritt nahezulegen. Und man darf ihn nicht vergessen: Wenn ein Präsident zum Beispiel im März 2024 sagt, dass er nicht mehr kandidieren wird, dann bleibt er noch sieben Monate Präsident, aber auf seine Stimme wird nicht mehr gehört und das alles in einer Zeit, wo wir vor so unglaublichen Herausforderungen stehen."
Was nun passieren wird "Es wird weiterhin Diskussionen geben. Eine Gruppe von Demokraten wird ganz eindeutig dafür argumentieren, dass es jetzt Zeit ist, für ihn zu gehen, weil es die große Gefahr gibt, dass der nächste Präsident Donald Trump heißen wird. Und es wird eine Gruppe von Unterstützern Joe Bidens geben, die weiterhin dafür argumentieren, dass er der einzige ist, der Donald Trump schlagen kann."
Was die Folge ist "Ich glaube, dass Jill Biden die Einzige ist, die ihren Mann dazu überreden kann, das Amt aufzugeben."
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Bildungsexperte Niki Glattauer über:
Ob neun Wochen Sommerferien zu lang sind "Eine Fangfrage an den Ex-Lehrer. Naja, definitiv, keine Frage. Ich bin immer schon ein Verfechter einer völligen Neuordnung des Schuljahres gewesen. Nämlich von einer Schule, die 365 Tage im Jahr offen hat, minus die Wochenenden."
Wie eine Lösung aussehen könnte "Es gibt genügend Schülerinnen und Schüler und deren Eltern, die gern ein paar Wochen ihr Kind im Sommer in einer betreuten Einrichtung hätten. Und es gibt genügend Lehrer, die im Sommer auch Schulbetrieb machen würden und zu einem anderen Zeitpunkt des Jahres auf Urlaub gingen, so wie es ja im normalen Leben üblich ist.
Welche Zeugnisnote er der Schule momentan geben würde "Naja, so traurig es ist, aber es ist ein „Nicht genügend“. Das, was passiert, genügt nicht. Es muss in vielen Bereichen ganz anders herangegangen werden."
Wie er eine moderne Schule aussehen müsste "Wie ein buddhistischer Tempel. Immer offen, ein Ort der Begegnung, ein Ort der Sozialisierung und natürlich der Wissensvermittlung. Auch ein Ort der Leistung. Leistung ist ganz wichtig."
Was bei der Integration schiefgelaufen ist "Wir haben Schulklassen, wo dich 90 Prozent der Kinder nicht mehr richtig verstehen Wir sind Lehrerinnen geworden, um den Kindern was beizubringen. Und wenn du schon in den Volksschulen Kinder kriegst, die dich nicht verstehen, während du aber andere hast, die du gymnasiumsreif machen musst, dann ist das ein Spagat. Und wenn du dann in den Mittelschulkinder hast, die nicht einmal auf Volksschulniveau sind, da verzweifelst du."
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Kommunikations-Expertin Heidi Glück über:
Was in der Kommunikation falsch gelaufen ist "Dieser Brief nach Brüssel, von dem glaube ich, dass er nicht besonders klug war. Nicht was den Inhalt jetzt an sich betrifft, aber es war vielleicht eine zu schnelle, zu heftige Überreaktion. Man hätte wissen müssen, dass diese Antwort zurückkommt, noch dazu, wenn man den Brief öffentlich macht, und dann eine Niederlage einstecken muss."
Wie sie die Entscheidung von Gewessler einordnet "Natürlich ist das, was die Frau Ministerin Gewessler gemacht hat, gegen die demokratischen Spielregeln, wie wir sie gewohnt sind."
Was der Kanzler machen hätte können "Also er könnte sagen, okay, gut, dann beenden wie unsere Zusammenarbeit. Danke, du bist nicht mehr Teil unseres Teams, weil du hast kein Grundvertrauen mehr. Der Bundeskanzler hätte dem Bundespräsidenten vorschlagen können, die Frau Ministerin aus dem Regierungsteam zu entlasten. Ich wäre diesen Schritt noch nicht gegangen."
Ob die Ankündigung von Klagen als Reaktion ausreicht "Mit juristischen Antworten zu regieren, ist nie besonders cool. Also Gewessler sagt, es geht um den Schutz unserer Natur und die ÖVP-Minister oder der Bundeskanzler sagen, wir klagen."
Was das alles für die Wahl und die Zeit danach bedeutet "Die ÖVP spricht sich seit Monaten massiv gegen eine Koalition mit Kickl und sie FPÖ aus. Eine FPÖ ohne Kickl wird es nicht geben. Das heißt, sie hat sich diese Option in Wahrheit selber genommen. Jetzt hat sich auch die zweite Option genommen, jene mit den Grünen. Das heißt, im Prinzip bleibt ja fast nur mehr die Variante übrig, ÖVP, SPÖ und NEOS. Und man wird sehen, wie es ausgeht."
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Meinungsforscher Peter Hajek über die EU-Wahl und die Trendprognose am Wahlabend:
Ob er die Verwirrung über die Trendprognose versteht "Ich verstehe es aus journalistischer und medialer Sicht, aber natürlich nicht von Seiten der Meinungsforschung. Es war eine maximale Schwankungsbreite von 2 ,5 Prozent angegeben und damit klar, dass die freiheitliche Partei innerhalb der Schwankungsbreite liegt."
Wie er die Trendprognose einordnet "Für uns war das eine Punktlandung und dementsprechend verstehe ich dann am Ende des Tages die Aufregung nicht."
Wie er das einschätzt "Ich muss sagen, ich bin mittlerweile auch ein bisschen verärgert. Seit 25 Jahren erkläre ich jeden Montag nach einem Wahlsonntag: Was ist die Schwankungsbreite? Was sind die Rahmenbedingungen für die Meinungsforschung? Ich beginne jeden Montag nach der Wahl von Neuem. Lange habe ich mir gedacht, das muss an mir liegen, seit zehn Jahren weiß ich, nein, es liegt nicht an mir."
Ob nicht um 17 Uhr trotzdem das falsche Bild vermittelt wurde "Die Meinungsforscher haben nicht gesagt: FPÖ klar vorne. Die Meinungsforscher haben gesagt, FPÖ gesichert auf Platz 1. Das ist ein Unterschied. Wir haben nichts gesagt über die Differenz. Wir haben gesagt, für uns ist nur klar, die freiheitliche Partei wird vorne liegen. Und bei allen anderen Parteien, sowohl beim Rennen um Platz 2 als auch um Platz 4, haben wir gesagt: "Too close to call“. Das war unser Statement."
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Lena Marie Glaser im Podcast über:
Der Blick der Österreicher auf die Arbeit "Österreich ist in vieler Hinsicht schon sehr konservativ, die gewachsene Strukturen sind hierarchisch. Es gibt wenig Mitsprachemöglichkeiten, die Hierarchie ist in anderen Arbeitskulturen etwa in Skandinavien oder England flacher. Es gibt auch eine gewisse Angst vor Veränderung."
Ob wir fleißig oder faul sind "Grundlegend sind wir definitiv nicht faul. Den meisten Menschen, mit denen ich gesprochen habe, ist Arbeit sehr wichtig. Aber was zu beobachten ist. Sie wollen einfach unter anderen Bedingungen arbeiten. Der Wille, die Lust, das Interesse, anders zu arbeiten, ist gestiegen in den letzten Jahren."
Warum jemand weniger arbeiten will "Ein Aspekt ist, dass viele junge Menschen spüren, sie können sich mit dem, was sie verdienen, nichts mehr aufbauen. Der Blick in die Zukunft, in die Pension, der ist auch sehr unsicher. Also da ist ein Gefühl von, zahlt sich das überhaupt aus? Und da verschiebt sich eben der Fokus. Ich will das Leben jetzt leben. Ich will jetzt ein gutes Leben haben."
Was einen guten Arbeitgeber ausmacht "Drei große Themen. Ganz sicher ist die Führungskraft auf Top 1. Die Person. Weil es ist der Mensch, mit dem du täglich zu tun hast. Dann das Gefühl zu haben, man kann sich weiterentwickeln. Das dritte Thema sind die Rahmenbedingungen. Also etwa Arbeitszeitmodelle. Politisch wird es immer sehr zugespitzt diskutiert, aber ich merke in den Betrieben, mit denen ich zu tun habe, da gibt es zunehmend auch eine Aufgeschlossenheit, neue Modelle auszuprobieren."
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Der frühere ZiB1-Moderator und EU-Abgeordnete Eugen Freund über:
Wie er EU-Kandidat der SPÖ wurde "Das hing damit zusammen, dass ich am 31. Dezember 2013 vom ORF in die Wüste geschickt wurde. Es stand dann viel in der Zeitung, dass ich nicht gehen will und doch gehen werde. Dann hat mich der Josef Ostermayer (Kanzleramtsminister unter Kanzler Werner Faymann, Anm.) angerufen. Er hat gesagt, du, wir überlegen uns, dich für die Wahl zum EU-Parlament zu kandidieren, würdest du das machen?"
Wie die Familie reagiert hat "Es war knapp vor Weihnachten, wir sind mit der Familie nach Kärnten gefahren und ich habe im Auto eine Abstimmung abgehalten. Ich habe gesagt, also ich bin dafür, dass ich das mache, wer noch? Es ist drei zu eins ausgegangen, die einzige Stimme, die dagegen war, kam von meinem Sohn, der Politikwissenschaften studiert hat."
Seinen Zusammenbruch "Es war im Jänner oder Anfang Februar, da war ich total verzweifelt. Ich war so verzweifelt, dass ich geweint habe und nicht wusste, was mache ich jetzt, soll ich das wirklich noch durchziehen? Dann hat mich ein guter Freund getröstet und hat gesagt, das wird schon wieder. "
Wie er den aktuellen Wahlkampf erlebt "So wie er immer ist. Es geht wieder nicht um Themen, sondern um irgendwelche Partikularinteressen. Klicks kann man mit Lena Schilling erzeugen, indem man sagt, sie ist eine unausgereifte Intrigantin. Aber von von den wirklich großen Fragen, wie wird sich Europa in der Welt durchsetzen können gegenüber China, gegenüber den Vereinigten Staaten, gegenüber Russland, wie werden wir diesen Ukraine-Krieg beenden, wo steht da irgendetwas?"
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Ex-Werber und Israel-Kenner Harry Bergmann über:
Ob er es gut findet, dass mehrere Staaten (etwa Spanien, Norwegen) Palästina als Staat anerkennen wollen
"Die Zweistaatenlösung ist meiner Ansicht nach die einzig denkbare Lösung, wenn es überhaupt eine Lösung gibt in dieser Region. Man muss dazusagen, dass ich ein vehementer Gegner der derzeitigen israelischen Regierung bin und ein vehementer Befürworter einer Zweistaatenlösung. Was mir fehlt an der ganzen Geschichte ist der Halbsatz: Es kann nur dann eine Zweistaatenlösung geben, wenn es einen Frieden gibt zwischen den beiden Teilen."
Sollte Österreich Palästina ebenfalls anerkennen? "Ich finde eine aus der Luft gegriffene Anerkennung eines Staates, den es noch gar nicht gibt, nicht okay. Es ist kein Affront, aber nicht okay."
Wann er das letzte Mal in Israel war "Vor drei Wochen."
Wie die Stimmungslage im Land war "Es ist so ein Schlagwort, aber es ist ein wirkliches Trauma, das über diesem Land liegt."
Ob in Wien jüdisches Leben nach und nach unsichtbar wird "Es wird schon so sein. Es ist im Moment nicht sehr angenehm, Jude zu sein."
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Eva Glawischnig, im Newsflix-Podcast über:
Gedanken über die Schilling-Affäre "Ich habe versucht zu ergründen, wer die Drahtzieher sind. Es muss hier ja jemanden geben, der das orchestriert, das geschieht nicht zufällig. Da gibt es Menschen, die ein Interesse daran haben, dass sie fällt. Und ich glaube zu wissen, wer diese Menschen sind. Das finde ich übel. Das ist Absicht, das ist nicht irgendwie passiert."
Ob sie mitfühlen kann "Ja, extrem. Eine junge, engagiert Frau, mich hat sie immer beeindruckt. Ich leben jetzt mit ihr mit, ich muss da vielleicht wieder ein bisschen runterschalten. Mir war drei Tage lang schlecht."
Ob sie die Enthüllung gerechtfertigt findet "Dass, was der „Standard“ gemacht hat, finde ich ganz klar eine Grenzüberschreitung. Das hätte aus meiner Sicht nie erscheinen dürfen. Wir haben natürlich Presse- und Meinungsfreiheit, aber es gibt auch Persönlichkeitsrechte. Und die hat der „Standard“ aus meiner Sicht ganz klar überschritten. "
Ob sie in ihr neues Leben gefunden hat "Ja, ich liebe es und meine Tomatenpflanzen wachsen super. Und mein Basilikum performt. "
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Schon als Kind wollte Sigi Fink Meteorologe werden. Das hat er dann auch in Innsbruck studiert, mittlerweile gehört er im ORF zu den wichtigsten Wetter-Moderatoren. Im Podcast mit Newsflix sagt er:
Wie es ist zum schönsten Österreicher gewählt zu werden "Ganz witzig, ich werde immer noch darauf angesprochen. Ja, es schmeichelt, sagen wir einmal so."
Was er von Bauernregeln hält "Das kommt immer darauf an, um welche Bauernregel es sich handelt. Mairegen ist gut, aber wenn es zu feucht, zu schwül ist, dann haben wir den Pilz in den Weinreben."
Ob ihn die Klimadebatte nervt "Nur, wenn sie radikal angegangen wird. Ich fahre auch ein Auto, Benziner, ein E-Auto ist mir zu teuer. Ich fliege, wenn auch das letzte Mal vor Corona. Man muss halt sein Bewusstsein einschalten, sich fragen, ist das gut, was ich da mache, oder nicht. Kaufe ich lieber den Apfel aus Österreich oder aus Argentinien?"
Ob es so etwas wie Wetterfühligkeit gibt "Ja, etwa bei Rheumatikern, ich wie das von meiner Oma. Oder wenn jemand einen Bruch gehabt hat, kleine, vor allem abrupte Schwankungen, spürt man schon. Auch wenn ein Gewitter in der Luft liegt."
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Meinungsforscher Peter Hajek über:
Wem die Bierpartei Stimmen wegnimmt: "Wir haben gefühlt lauter Protestparteien in Österreich. Sogar die ÖVP protestiert gegen die freiheitliche Partei. Aber ich habe mir noch einmal die aktuelle Umfrage angeschaut, die wir fürs "Profil" gemacht haben. Da sieht man, dass Wlazny querbeet geht. Also er sammelt sowohl links als auch rechts ein, das Protestpotenzial also. Er nimmt tendenziell den Neos ein bisschen mehr weg als den Grünen. Von der FPÖ jene Menschen, die Kickl in den letzten Monaten zugeflogen sind. Das heißt, er tut eigentlich bis zu einem gewissen Grad allen irgendwie weh."
Was die große Gefahr für Wlazny ist: "Er muss jetzt in die Bundesländer gehen und Sprechtage machen. Es werden sich Menschen bewerben, die werden ihm einen Lebenslauf zuschicken und dann sitzt er denen fünf Minuten gegenüber und sagt: "Du bist dabei, du bist nicht dabei." Da ist dann immer ein faules Ei dabei. Wahlkampf heißt immer Fehlerminimierung."
Ob Karoline Edtstadler die bessere ÖVP-Kandidatin wäre "Das sehe ich nicht so. Wenn sie das wäre, dann hätte sie nicht auf die 41-Stunden-Woche gesetzt, zumindest nicht in der Art und Weise. Sie hätte den Ball aufnehmen können, also sagen, 41 Stunden wollen wir nicht einführen, aber die 32 Stunden der SPÖ sind Fantasterei, es fehlen Fachkräfte am Arbeitsmarkt. Wir sind dafür, dass sich Leistung auszahlen muss und der, der mehr arbeitet, soll auch mehr verdienen."
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