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Ein Wirtschaftsberater und ein Bildungsexperte an einem Tisch – für Harald Breit ist das naheliegend. „Bildung ist der Schlüssel für den Erfolg auch unserer Arbeit“, sagt der CEO von Deloitte Österreich. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.000 Mitarbeitende und verkauft kein Produkt, sondern Wissen und Expertise.
Wenn der Bildungsweg vom Elternhaus abhängt
Severin Broucek, Geschäftsführer von Teach for Austria, veranschaulicht das Problem an zwei Kindern in der vierten Klasse Volksschule mit gleich guten Mathematikleistungen: Ob sie ins Gymnasium oder in die Mittelschule wechseln, hängt stark von Bildungsstand und Einkommen der Eltern ab. Laut PISA- und OECD-Vergleichen zählt Österreich zu den Ländern mit der geringsten Bildungsfairness. Das Ziel sei nicht, dass alle Akademiker werden, sondern dass jedes Kind sein Potenzial entfalten kann.
Fachkräfte gesucht, Potenziale ungenutzt
Für den Standort hat das spürbare Folgen. Die Wirtschaft sucht derzeit 150.000 bis 160.000 Fachkräfte, gleichzeitig sind laut Statistik Austria bis zu 120.000 Jugendliche nicht am Arbeitsmarkt angekommen. Grundvoraussetzung sei das sinnverstehende Lesen und Schreiben auf Deutsch, betont Breit: Ohne diese Basis ließen sich weder Mathematik noch Digitalisierung oder KI nutzen. Österreich gebe pro Kopf viel Geld für Bildung aus, bei der Effizienz gebe es aber deutliche Reserven.
Vorbilder, die man sonst nicht trifft
Seit 2021 unterstützt Deloitte über den Deloitte Future Fund Teach for Austria, die Zusammenarbeit wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Mitarbeitende gehen in Workshops, beim Bewerbungscoaching oder im Programm „Inspire“ an Schulen – viele davon mit eigener Migrations- oder Fluchtgeschichte. Gerade diese Lebenswege schaffen laut Broucek Identifikation und zeigen konkrete Schritte, wie man Hürden überwindet. Breit hebt zudem hervor, wie wichtig Kolleginnen als Vorbilder für Mädchen mit Migrationshintergrund sind.
Ein gemeinsamer Auftrag
Broucek appelliert, Kindern Vertrauen zu schenken und hohe Erwartungen an sie zu stellen. Breit sieht die Politik bei Ganztagsschulen, Nachmittagsbetreuung und der Mittelverteilung gefordert – und Unternehmen in der Verantwortung, Erfahrung weiterzugeben und etwas an die Gesellschaft zurückzugeben.
Ozempic, Wegovy, Mounjaro - die Namen kennt inzwischen fast jeder, sogar jene Menschen, die noch nie eine Abnehmspritze in der Hand hatten. Tatsächlich verlieren die meisten Menschen 15, 20 Prozent ihres Körpergewichts, wenn sie die Spritze einsetzen.
Je länger diese Art von Medikamenten auf dem Markt sind, desto mehr stellt sich die Frage: Was passiert, wenn man wieder aufhört? Ist die Spritze eine Starthilfe oder ein Medikament fürs Leben? Wie schädlich ist eine dauerhafte Einnahme? Soll die Krankenkasse das Medikament übernehmen? Und was können die nun auf den Markt drängenden Abnehmpillen?
Diese Fragen besprechen wir in dieser Folge mit Köksal Baltaci, Gesundheitsexperte der „Presse", der in den vergangenen Wochen eine Serie zu den Abnehmspritzen geschrieben hat und mit Ärzten, Pharmakologen und Betroffenen im Gespräch war. Links dazu hier in den Shownotes.
Gast: Köksal Baltaci, Gesundheitsexperte "Die Presse"
Ozempic, Mounjaro, Wegovy: So hält man sein Gewicht auch nach dem Absetzen der Abnehmspritzen
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Wizzair ist weg, Ryanair streicht zehn Ziele aus dem Winterflugplan, die Lufthansa zögert bei der Erneuerung der Langstreckenflotte der AUA. Was läuft da nicht so, wie es laufen sollte am Flughafen Wien-Schwechat? Dieser Frage geht Economist-Ressortleiter Jakob Zirm in dieser Podcast-Folge auf den Grund.
Liegt der Airline-Rückzug nur an der Ticketabgabe von zwölf Euro pro Person, die Österreich 2020 drastisch erhöht hat? Ryanair-Chef Michael O’Leary nennt Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) gerne „Sleepy Stocker“, weil die Regierung die Gebühr nicht abschaffen oder senken will. Was bedeutet der reduzierte Flugplan von Ryanair für Passagiere? Wird Fliegen von Wien wieder deutlich teurer, wenn etliche Ziele nur von der AUA angeflogen werden?
Gast: Jakob Zirm, Ressorleiter Economist, "Die Presse"
Ryanair verlässt Wien, die AUA wankt bedrohlich – und die Regierung wartet weiter ab
Hohe Standortkosten bedrohen Zukunft der AUA – Erneuerung der Flotte wackelt
Ryanair kappt sein deutsches Flugprogramm
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Sind erst mal die Sommertage mit über 30 Grad vorbei, redet man sehr bald nicht mehr über das Thema Trockenheit. Dabei zeigen sich viele der Konsequenzen der heurigen Dürre erst jetzt: die ausgetrockneten Böden führten zu einem Futtermangel etwa in der Viehhaltung, teilweise wurde Heu aus Deutschland zugekauft, mehr als 90 Prozent der Messstellen für Grundwasser zeigen niedrige oder sehr niedrige Wasserstände an, auf vielen Almen ist es zu Futtermangel und Problemen bei der Wasserversorgung gekommen, auch die heimische Stromerzeugung durch Wasserkraft verzeichnet einen Einbruch und in der Folge wird mehr Strom importiert, und etwa der Neusiedler See kratzt an seinem Rekordtiefstand von 2022.
Sehr dramatisch sind auch die Ausfälle beim Anbau von heimischem Mais, Zuckerrüben, Sojabohnen und auch Erdäpfeln ausgefallen. Anita Kamptner von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich spricht in dieser Folge von „die Presse – Was wichtig ist“ über die heurige Kartoffelernte und wie die Bauern darauf reagieren.
Zu Gast ist Anita Kamptner von der Landwirtschaftskammer NÖ
Mehr dazu lesen Sie auf DiePresse.com
Gast: David Freudenthaler, "Die Presse" Wirtschaftsredaktion
„Einem Nackerten kann man keinen Pullover wegnehmen“
Die in diesem Podcast eingespielte Gesundheitsminute zum Thema "Hörverlust" wurde finanziert von Neuroth.
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Gast: Oliver Pink, "Die Presse" Innenpolitik
Der SPÖ ist vermutlich nicht zu helfen
Am Sonntagnachmittag deutete im Wiener Rathaus noch alles auf eine rasche Ablöse von Andreas Babler hin. Am Abend, nach stundenlanger Krisensitzung mit den Landesparteichefs im Hotel Herrenhof, verkündete Babler das Ergebnis selbst: Er bleibt vorerst Parteichef und Vizekanzler. An seine Seite rücken Klubobmann Philip Kucher und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner als geschäftsführende Parteispitze. Anfang 2027 soll Finanzminister Markus Marterbauer das Vizekanzleramt übernehmen, über den Parteivorsitz soll ein Parteitag im Frühjahr entscheiden. Minister will Babler bleiben.
Warum diese komplizierte Konstruktion? Was hatte Babler in der Hand, dass ihn die Länder nicht einfach ablösen konnten? Welche Rolle spielte die Wiener SPÖ? Und wer ist Markus Marterbauer, der langjährige Chefökonom der Arbeiterkammer und jetzige Finanzminister, der nun zur Hoffnung der Partei wird?
Oliver Pink, Innenpolitikchef der „Presse“, stand am Sonntag selbst vor dem Hotel in der Herrengasse. Er erklärt, was hinter der Lösung steckt, wer die SPÖ jetzt wirklich führt und was das für die Dreierkoalition bedeuten kann.
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Gast: Stefan Erschwender, Unternehmer und Gründer der KI-Beratung Frontira
Lobster Lager: Wie zwei Österreicher mit einem KI-Bier im Silicon Valley und bei Nvidia landen
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Künstliche Intelligenz bestimmt heute unseren Alltag. Längst setzen Hacker sie ein, um Angriffe schneller und gezielter zu gestalten. Gleichzeitig kommt KI zum Einsatz, um Attacken früher zu erkennen und rascher abzuwehren. Es ist ein technologisches Wettrüsten, das immer mehr an Geschwindigkeit aufnimmt und viele Fragen aufwirft. Im Rahmen der Cybersecurity-Schwerpunktwoche der „Presse“ besprachen Experten wichtige Fragen mit Eva Komarek. Es diskutierten Martin Grasel, Büroleiter für Ermittlungen des Cybercrime-Competence-Centers des Bundeskriminalamts, Philipp Mattes-Draxler, Partner im Bereich Cybersecurity sowie Privacy bei PwC Österreich, und Roland Supper, Group Chief Security Officer bei der Erste Group.
Der kürzlich präsentierte Cybercrime-Report des Bundeskriminalamts für das Jahr 2025 weist ein anhaltend hohes Niveau an Internetkriminalität aus und die Bedrohungslage hat sich durch KI verändert. Neue Technologien und neue Möglichkeiten der Täter machen sie dynamischer. Das stellt auch Cybercops vor neue Herausforderungen, denn KI ist ein Treiber, der die Cyberkriminalität befeuert.
Angriff und Abwehr im Wettlauf
Es ist vor allem die organisierte Internetkriminalität und der Trend zum „Crime as a Service“, der die Cyberkriminalität verändert. So entstehen eigene Industrien und Ökosysteme und das Einstiegslevel für Kriminelle wird aufgrund der angebotenen Serviceleistungen immer geringer.
Egal, ob Unternehmen KI bereits effektiv bei Arbeitsprozessen einsetzen oder noch darüber nachdenken – allerorts kann Mattes-Draxler beobachten, dass künstliche Intelligenz nicht nur die Angreifer und die Verteidiger unterstützt, sondern auch die Security-Abteilungen vor Herausforderungen stellt. Es sind vor allem Tätergruppen, die mit Ransomware Unternehmen erpressen. Dabei werden Firmendaten durch Schadsoftware verschlüsselt und erst gegen die Zahlung eines „Lösegelds“ wird die Entschlüsselung wieder möglich. „Bei Ransomware-Fällen setzen wir verstärkt auf Prävention und Resilienz, da die Angreifer aus Teilen der Welt stammen, in denen die Strafverfolgung schwierig bis unmöglich ist“, so Grasel. Deshalb setzt das BKA bei Ermittlungen auf internationale Kooperation, die zu manchem Erfolg führt: „Wir stellen oft fest, dass Firmen bereits infiltriert sind und können so pro Jahr 50 bis 70 Unternehmen warnen und vor einer Verschlüsselung bewahren.“
Wie sich Unternehmen vor Hackerangriffen schützen können, was PwC seinen Kunden rät, wie das Bundeskriminalamt bei einer Ransomware-Verschlüsselung helfen kann und weshalb die nächste große Herausforderung die Quantentechnik ist, besprachen Experten im Talk zur Schwerpunktwoche Cybersecurity der „Presse“.
Information
Dieser Inhalt wurde von der „Presse“-Redaktion in Unabhängigkeit gestaltet. Er wurde mit finanzieller Unterstützung von PwC und Check Point Software Technologies Ltd ermöglicht.
Im Studio der „Presse“ spricht Eva Komarek mit Martina Lindorfer, Professorin für Security und Privacy an der TU Wien, über die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit und darüber, warum die letzte Entscheidung dennoch beim Menschen bleiben sollte.
Der Cybercrime Report des Bundeskriminalamts zeigt, dass Angriffe auf IT-Systeme weiterhin ein relevantes Sicherheitsproblem darstellen. Lindorfer beschäftigt sich in ihrer Forschung intensiv mit Schadsoftware und deren Erkennung. Malware ist über die Jahre professioneller und komplexer geworden. Parallel dazu wurden jedoch auch die Werkzeuge weiterentwickelt, mit denen sich schädliche Programme aufspüren und analysieren lassen.
Eine immer größere Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz. Angreifer können KI nutzen, um Schadcode schneller zu erstellen oder bestehende Angriffsmethoden effizienter anzupassen. In der Sicherheitsforschung kommen entsprechende Technologien allerdings bereits seit längerer Zeit zum Einsatz, etwa um Auffälligkeiten zu erkennen oder Schadsoftware automatisiert zu klassifizieren.
Der Mensch und IoT als Angriffspunkt
Ein häufiges Einfallstor ist weiterhin der Mensch. Klassische Phishing-Mails zählen nach wie vor zu den verbreiteten Angriffsmethoden. Mit KI lassen sich solche Nachrichten noch glaubwürdiger gestalten, auch Deepfakes erschweren zunehmend die Einschätzung, ob eine Nachricht, Stimme oder Person tatsächlich echt ist.
Ein weiteres Risiko liegt im Internet of Things. Vernetzte Geräte wie Drucker oder Router können potenzielle Angriffspunkte darstellen – besonders dann, wenn sie über Jahre im Einsatz sind und keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Laut einer Studie Lindorfers beruhen viele Schwachstellen auf Problemen, die bereits seit mehr als zehn Jahren bekannt sind und eigentlich längst behoben sein sollten.
Für die Zukunft sieht Lindorfer vor allem zwei Herausforderungen: die wachsende Abhängigkeit von KI und die zunehmende Komplexität moderner Systeme. Viele Sicherheitslücken entstehen nicht in einzelnen Komponenten, sondern im Zusammenspiel verschiedener Systeme und Funktionen. Umso wichtiger wird es, technische Strukturen übersichtlich zu halten, unnötige Funktionen zu vermeiden und menschliche Kontrolle als festen Bestandteil der Cybersecurity zu bewahren.
Information
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In den vergangenen Monaten waren die übervollen Gefängnisse in Österreich immer wieder Thema, nicht zuletzt weil Häftlinge aufeinander losgingen oder es beim Transfer zu Auseinandersetzungen kam.
Die widrigen bis unmenschlichen Zustände in Österreichs Strafanstalten sind auch demokratiepolitisch ein Problem.
Einer der sich sehr gut mit Österreichs Gefängnissen auskennt, ist Chronik-Redakteur Manfred Seeh.
Gast: Manfred Seeh
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